Nach Haustür-Transfer-Service und Flügen von Düsseldorf, Dresden und Leipzig fliegen wir gemeinsam von Frankfurt/Main mit Air Canada nach Calgary. Unsere örtliche Reiseleiterin Elisabeth begrüßt uns hier mit schweizerischem Akzent – der sehr gut schon zur alpinen Berglandschaft passt - und wir fahren zum Sandman Hotel. Vor dem Abendessen unternehmen wir einen ersten Stadtspaziergang entlang des Bow River. Calgary ist noch geschmückt vom Calgary Stampede, der weltgrößten Wild West Show, die vor einigen Tagen zu Ende gegangen ist. Während des Abendessens im Qincy’s on Seventh halten wir uns mit dem gegenseitigen Bekanntmachen in der Gruppe wach, sind aber dann doch begierig auf unseren Nachtschlaf im Sandman Hotel.
Das Frühstück im Hotel wird serviert, ist aber reichhaltig mit schwarzem Toastbrot, viel Käse und leckerem Schinken. Um 8 Uhr gehen wir schon auf Stadtrundgang, bei dem uns die Straßenbahn beim Bewegen hilf. Diese ist übrigens kostenfrei, weil es der Stadt Calgary im Ergebnis der ersten Erdölkrise in 70ern mit ihre wertvollen Erdölvorkommen und der dazugehörigen Industrie sehr gut geht. Wir sehen die Olympic Plaza, auf dem während der Olympischen Spiele 1988 die Medaillen überreicht wurden. Wir erobern den 191m hohen Calgary-Tower und genießen faszinierende Ausblicke auf die boomende Stadt und die nahen Rocky Mountains. Der Glasfußboden ist für einige von uns eine kleine Herausforderung und es kostet einige Überwindung diese zu betreten! Eine unglaubliche Erfahrung.
Mit unserem großen Reisebus geht es um die Mittagszeit in Richtung Canmore am Rande des Banff-Nationalparks. Die „Three Sisters“– drei miteinander verbundene Berge, die trotzdem sehr unterschiedlich sind-sind das Wahrzeichen und die Hausberge von Canmore. Im Supermarkt informieren wir uns über das für uns hohe Preisniveau des täglichen Lebens und decken wir uns für ein Mittags-Picknick ein. Im Banff Nationalpark, am Ufer des blau-türkis-schimmernden Sees „The 2 Jacobs“, umrahmt vom herrlichen Bergpanorama und im strahlenden Sonnenschein genießen wir unsere Mittagspause. Die Stimmung ist gelöst. Wir alle fühlen uns wohl inmitten dieser herrlichen Natur. An den Hoodoos neben den Mäandern des Bow River – dabei sehen wir schon das schlossartige Fairmont Banff Springs im fernen Hintergrund – schießen wir unser erstes Gruppenfoto. Im quirligen Winter- und Sommer-Kur- und Ferienort Banff genießen wir nach einem informativen Rundgang die Freizeit zum Einkaufen oder zum Besuch des Buffalo Nations Luxton Museums, welches über das Leben der hier ansässigen Indianer der vergangen 150 Jahre sehr anschaulich informiert. Am späten Nachmittagn checken wir in Canmore in der Rocky Mountains Ski Lodge, direkt umgeben von den Rocky Mountains, ein. Zu Abend essen wir im nahegelegenen französischen Restaurant Chez Francois.
Am frühen Morgen fahren wir nach Banff. Mit der Gondelbahn in 4er-Kabinen geht es hinauf auf den Sulphur Mountain. Bereits die Fahrt eröffnet uns atemberaubende Über- und Einblicke in die fantastische Bergwelt. Wir haben Glück und werden an diesem Tag mit strahlendem Sonnenschein belohnt. Das türkisfarbene Wasser des Bow-Rivers glitzert in den morgendlichen Sonnenstrahlen. Das Frühstück nehmen wir an diesem Tag im Gipfelrestaurant ein. Nach der reichlichen Stärkung wandern wir auf den höchsten Gipfel des Berges und genießen die fantastische Aussicht.
Anschließend geht es weiter nach Lake Louise, in dessen türkisblauen Wasser sich die den See umrahmenden Dreitausender spiegeln, und weiter in den Yoho-Nationalpark zum legendären Lake Emerald, der seinem Namen Smaragd-See bei strahlendem Wetter geradezu „veredelt“ gerecht wird. In der Emerald Lake Lodge genießen wir unser Mittagessen, bevor wir uns in Lake Louise am legendären Grandhotel Fairmont Chateau Lake Louise noch einmal den Blick und die schönsten Fotos auf den See und Mount Victoria und seinen Gletscher gönnen. Die Schönheit der Parks mit ihren unendlichen Wäldern, blaugrünen Seen, mächtigen Wasserfällen und den Berggipfeln der Rocky Mountains wird Sie faszinieren. Zwischen Lake Louise und Banff staut sich auf dem Bow Valley Parkway der Samstag-Ausflugsverkehr, so dass wir erst am nach 18 Uhr wieder im Hotel sind. Die Mehrzahl der Gäste fährt noch einmal mit dem Bus nach Banff zum Dinner mit reichlich Spare Ribs und regionalem Bier.
Den Tag beginnen wir mit einem guten Frühstück im Sage Bistro, welches gleich gegenüber unserer Lodge liegt. Die Koffer sind wieder gut verstaut in unserem Reisebus und wir fahren
zum Lake Moraine. Auf einer kleinen Wanderung am felsigen Ufer des Sees entlang eröffnet sich das wohl schönste Fotomotiv, welches wir von Kanada im Gedächtnis hatten und nun selbst aufnehmen können. Aber es wird nicht der letzte Wow-Motiv des Tages werden: auf der schönsten Landschaftsstraße der Welt, dem "Icefield Parkway", fahren wir von Ausblick zu Einblick: Peyto Lake, Bow Lake mit Bow Mountain und Bow Glacier. Wir picknicken vor der Kulisse des Mount Wilson am Fluss North Saskatchewan, bevor wir zum Höhepunkt jeder West-Kanada-Reise kommen, dem Columbia Icefield.
Mit dem dreiachsigen Riesen-Reifen-Schneemobil gelangen wir in spektakulärer Fahrt – erheitert durch den charismatisch agierenden und erklärenden Driver – direkt auf den Gletscher, schießen wir unsere Fotos und füllen wir unsere Wasserflaschen mit Gletscherwasser direkt an der „Quelle“. Wir übernachten in frisch renovierten Holz-Hütten des Sunwapta Falls Resort, einer für diese Landschaft perfekten Unterkunft, mit einem ansprechenden Lokal, indem wir unser Abendessen genießen.
Nach einem erholsamen Schlaf in unserer urig gelegenen "Sunwapta Falls" Lodge und einem ausgiebigen Frühstück starten wir unseren Entdecker-Tag. Auf dem Weg zum Maligne-
Canyon begrüsst uns ein Wapiti-Weibchen mit ihren beiden Kindern am Straßenrand. Die Tiere sind überhaupt nicht scheu und so stoppt unser Bus und alle können tolle Fotos schießen. Wir wandern ca. 1 ½ Stunden entlang des Maligne-Canyons, der uns nach jeder Ecke und Kurve neu beeindruckt. Die Wassermassen strömen den Berg herab, es rauscht und tönt in unserem Ohren. Am Wasserfall spritzen uns feine Wassertropfen ins Gesicht – was für ein Naturspektakel! Eigentlich war die Wanderung viel zu kurz, denn wir sind schon wieder am Bus zur Weiterfahrt nach Jasper angelangt. In der Kleinstadt bummeln wir durch die Läden. Fast alle statten auch dem „Indianer-Geschäft“ einen Besuch ab, dessen Besitzer allerlei Kunstgewerbliches und Handgefertigtes der Indianer verkaufen. Wir stärken uns im Restaurant "Smitty’s" typisch amerikanisch, aber reichhaltig und gut.
Am frühen Nachmittag geht es in Richtung Maligne Lake und da – punkt 14:30 Uhr – geschieht etwas, worauf wir alle sehr gehofft hatten: wir sichten am Straßenrand unseren ersten Schwarzbären. Ein wilder Aufschrei im Bus, alle schauen auf, alle sind ganz aufgeregt, jeder will das Tier möglichst optimal vor die Linse bekommen. Endlich, endlich haben auch wir das Vergnügen gehabt, „Mr. Bär“ persönlich kennenzulernen.
Wir passieren den Medicin Lake, der von mehreren unterirdischen Flüssen gespeist wird und kommen am Maligne Lake an. Einige nehmen an der Bootsfahrt zur Spirit Island teil, andere nutzen die Gelegenheit für eine kleine Wanderung entlang des Sees. Jeder hat den Aufenthalt nach seinen Vorstellungen gestaltet und alle waren begeistert von der so einzigartigen Natur. Der Maligne Lake, der von 5 Gletschern gespeist wird, nimmt mit seinen 22 Kilometern eine enorme Länge ein. Toll wie der See türkisfarben, himmelblau und smaragdgrün im strahlenden Sonnenschein leuchtet! Wir werden auf der Rückfahrt mit 2 Bären am Straßenrand verwöhnt. Was für ein Tag! Am Abend gönnen wir uns vom Grill frische Steaks, Forellen oder Hühnchen!
Am Morgen verlassen wir Jasper und besuchen die Athabasca Waterfalls. Es ist noch etwas
frisch am Morgen und die ionisierte Luft belebt uns. Wir wandern an das unterhalb der Athabasca gelegene steinige Flussbett des Athabasca River bauen unser „Inukshuk“ – ein Männchen aus Stein zur Erinnerung. Der eine hat mehr Erfolg als der andere, es macht uns jedoch allen großen Spaß. Die Fahrt führt uns weiter zum Patricia Lake, in dem sich wundervoll die Berge spiegeln. Am Pyramid Lake am Fuße des Pyramid Mountains unternehmen wir eine kleine Wanderung auf die Pyramid Island. Wir genießen die Vormittagsstunden in herrlicher Natur.
An der Grenze von Alberta nach British Columbia
stellen wir die Zeit eine Stunde zurück und haben somit Zeit gewonnen. Um die Mittagszeit erreichen wir den höchsten Berg der kanadischen Rocky Mountains bei strahlend blauem Himmel. Dieser Berg ist nur an wenigen Tagen im Jahr so zu erleben und wir zählen zu den glücklichen Besuchern. Unser Mittagessen nehmen wir am Fuße von Mount Robson ein. Ein Erlebnis! Frisch gestärkt geht es auf zum nächsten Abenteuer. Fast alle aus unserer Gruppe entscheiden sich für ein leichtes Rafting auf dem Fraser River.
Unterhalb der Overlander Falls ziehen wir uns die Schwimmwesten über und besteigen zwei große Gummiflöße. Während unserer Fahrt auf dem Fraser River genießen wir den herrlichen Ausblick auf die uns umgebende Bergwelt des Mount Robson Provincial Park. An der Zielstation beob- achten wir Kolibris beim Trinken von Zucker-wasser. Manchmal sind es auch kleine Dinge, die große Freude bereiten. Wir verlassen den Fraser River und kommen am späten Nachmittag in Blue River, unserem Übernachtungsort, an. Es sind 32 Grad Außentemperatur und einige von uns nutzen die Gelegenheit zu einem erfrischenden Bad im See, der sich direkt vor unseren komfortablen Hütten im Mike Wiegele Resort befindet.
Schon früh brechen wir auf, um auf die längste Strecke unserer Rundreise zu gehen. Wir
verlassen die Höhenlagen der Rocky Mountains und gelangen in die etwas tiefer gelegene Gebirgswelt der Columbia und Coast Mountains. Ein besonderes Erlebnis ist der Besuch der Historic Hat Creek Ranch, die von Schwarzfuß-Indianern betrieben wird. Wir erhalten einen Einblick in die traditionelle Lebensweise des Stammes und die heutigen Existenzbedingungen im Reservat. Am Abend erreichen wir Whistler, einen der Austragungsorte der 2010 statt-gefundenen Olympischen Winterspiele. Es ist Zeit für einen Rundgang durch den pulsierenden Urlaubsort, der uns an die bekannten Winter-sportmetropolen der Alpen wir St- Moritz und Kitzbühel erinnert.
Entlang des Sea-to-Sky-Highways, einer besonders reizvollen und kurvenreichen Strecke zwischen Whistler und Vancouver gelangen wir zur Horseshoe Bay. Wir setzen mit der Fähre
auf die Insel Vancouver Island über. Auf dem Weg nach Victoria halten wir in Chemainus, welches seine Attraktivität den überlebens-großen Wandgemälden über die Geschichte des Ortes verdankt. Wir lassen uns von den wohl letzten Exemplaren der Bäume des tropischen Regenwaldes, der einst große Teile der regenreichen und fruchtbaren Insel bedeckte, beeindrucken. Dann erreichen wir Victoria, die britisch anmutende Hauptstadt British Columbias. Wir lassen uns von Elisabeth durch das alte Zentrum führen, von China Town am Upper bis zum Inner Harbour, bevor wir unser Hotel neben dem prächtigen Parlamentsgebäude beziehen. Unser Abendessen nehmen wir im Milestones Restaurant mit Blick auf das bunte Treiben auf dem Harbour Walkway ein. Bis spät in die Nacht nutzen wir die langen Öffnungszeiten der Geschäfte oder probieren wir eines der 122 verschieden Biere des schottischen Pubs.
Dr. Uwe Lorenz mit Sophia und der Radiance
of the Seas im Hintergrund
Mit Bus und Fähre reisen wir zurück auf das Festland nach Vancouver. Unterwegs kaufen wir für unser Mittagspicknick ein, welches wir am Strand mit Blick auf die Skyline von Vancouver einnehmen. Elisabeth, unsere Reiseleiterin, hat ein Quiz vorbereitet. Sie stellt Fragen zum Reiseland Kanada und zum Erlebten, lässt damit noch einmal die Höhepunkte unsere Rundreise Revue passieren. Im berühmten Canada Place, dem Wahrzeichen der Stadt, gehen wir dann an Bord der "Radiance of the Seas" der Royal Caribbean International. Nachdem wir unsere Kabine gefunden und eingeräumt haben, genießen wir noch das strahlend schöne Wetter mit der Beobachtung der Hafenszenerie mit Schiffen, Containerumschlagplatz und landenden und startenden Wasserflugzeugen. Nach der obligatorischen Seenotrettungsübung geht es dann auf große Fahrt durch die Insel- und Fjordwelt der Inside Passage im Westen von British Columbia.
Die heutige Fahrt durch die Inside Passage erleben wir im Nebel, der sich erst am späten Nachmittag lichtet. Das Nebelhorn unseres Ozeanriesen ertönt aller Minuten, ist fast schon gespenstig, aber wiegt uns in einen Mittagsschlaf, den wir alle gut gebrauchen können. Am Nachmittag nehmen wir uns alle Zeit für die Vorbereitungen auf das Captain’s Gala Dinner. Alle genießen am Abend die elegante und trotzdem heiter-gelassene Atmosphäre und das tolle Essen. Nach dem Essen gibt uns der norwegische Kapitän Björn Johanson die Ehre eines Gruppenfotos mit ihm. Bis zum späten Abend hält das Tageslicht und wir erspähen die ersten Wale (vielleicht Orkas?), die sich im Wasser tummeln.
In der Nacht können wir eine Stunde länger schlafen, weil wir unsere Uhren eine Stunde
zurückstellen konnten: Wir haben jetzt 10 Stunden Zeitunterschied. Wir gleiten wieder zwischen der Inselwelt der Inside-Passage und legen gegen 7 Uhr in kleinen Hafenort Ketchikan an, an den meisten Tagen des Jahres für unsere Begriffe ein von Gott verlassenes Städtchen, aber heute eingerahmt von drei großen Kreuzfahrt-schiffen, die ihre Gäste in die kleinen Straßen ergießen.
Wir erleben die Lumberjack-Show, eine lustige Holzfäller- show mit einigen der weltbesten Sport-Holzfäller und vielen Informationen über die Forstwirtschaft hierzulande.
Auf dem Fußweg zum Heritage Center bietet sich für uns ein einmaliges Schauspiel: Im Fluss bewegen sich Tausende Lachse Rücken an Rücken flussaufwärts, bis sie sich an seichten Stellen paaren, laichen und anschließen sterben. Viele tragen schon die roten Verfärbungen des Vergehens und tote Lachse treiben zwischen den noch Hochzeit machenden Fischen.
Im Heritage Center erfahren wir viel über die Herkunft, Herstellung und Bedeutung indianischer Totempfähle, die hier nach dem Vergehen der Lebensweise und Kulte der Ureinwohner mit deren Hilfe von den Siedlungsorten der Region und den umliegenden Inseln sichergestellt und konserviert wurden.
In dieser Nacht spüren wir zum ersten Mal Schiffsbewegungen unserer riesigen "Radiance of the Seas". Am Naturhafen Icy Strait Point an der Einfahrt zur Glacier Bay treffen wir auf Alaska-Romantik pur. Auf Tenderschiffen gelangen wir an Land und besteigen eine Waldbahn für eine informative Rundfahrt durch den üppig grünen Regenwald und am steinigen Ufer der Insel. Die warmen Sonnenstrahlen lassen uns kaum glauben, dass hier im Winter monatelang mehrere Meter hoch der Schnee liegt. Acht junge Tlingit-Indianer und der alte, massige Chief des in Sichtweite liegenden Dorfes Hoonah erzählen uns in einem aus meterdicken Urwaldstämmen zusammengefügten Theater über die Geschichte ihres Volkes, das sich in
mündlichen Überlieferung an mehrere Eiszeiten erinnern kann, singen, tanzen und spielen eine Legende. Die Darbietung wirkt informativ, ein bisschen selbstironisch und nicht so touristisch-kitschig, wie man es von touristischer Folklore erwartet. Es wird nicht einmal auf den örtlichen Slang verzichtet, was uns das Verstehen des Gesprochenen schwer macht. Nach der Aufführung besuchen wir noch das Gebäude und heutige Museum der Lachs-Konservenfabrik mit einer komplett erhaltenen, halbautomatisierten Produktionslinie aus den 30ern des vergangenen Jahrhunderts. Das Traumwetter zieht uns dann in Freie, wir genießen die Kulisse der Bergwelt jenseits des Fjordes mit unserem Kreuzfahrtschiff im Vordergrund. Wir entdecken manchmal die Rücken- oder die Schwanzflosse eines den Fjord durchziehenden Buckelwales. Einige unserer Reisegäste gehen auf Bootsausflüge mit garantiertem "Whale watching" oder spazieren ins nahegelegne Indianer- und Fischerdorf Hoonah.
Wir erreichen Juneau - die Hauptstadt Alaskas. Unser schwimmendes Hotel ankert im Herzen der Stadt, die eingebettet zwischen den Bergen, der Douglas Insel und dem Gastineau-Kanal liegt. Als einzige Hauptstadt eines Bundesstaates der USA ist sie nicht über Straßen, sondern nur per Schiff oder Flugzeug zu erreichen. Juneau ging aus einer Goldgräbersiedlung hervor und ist seit 1906 Verwaltungs- bzw. Regierungssitz des Staates Alaska. Das schönste an die-sem Tag ist das Traumwetter. Wir bewundern den gigantischen Mendenhall-Gletscher im strahlenden Sonnenschein. Es entstehen einmalige Fotoaufnahmen. Einige Gäste wandern an der Küste des Mendenhall Lakes entlang bis zu den Nugget Falls, die fast zum Greifen nah sind. Wahnsinn!
In der Lachs-Aufzuchtstation Macaulay lernen wir mehr über das Ocean Ranching in Alaska: Lachslaich wird hier künstlich befruchtet und die kleinen Lachse werden dann ihrem natürlichen Lebenskreislauf entsprechend ins naheliegende Fließgewässer für ihre Weiterreise ins Meer freigelassen. Da wir bereits an anderen Stellen Lachse in natürlicher Umgebung auf ihrem Weg zur Eiablage beobachten konnten, sind wir uns einig, dass wir es lieber in der Natur beobachten als in einer Aufzuchtstation.
Wir haben ein wenig Zeit gespart und unser Driver Guide lässt sich zu einem kleinen
Zusatzprogramm überreden. Wir fahren auf dem einzigen Highway noch einmal hinaus in die Natur und können auf unserer Busfahrt Weißkopfseeadler bestaunen. Wir halten am idyllisch gelegenen Auke Lake und spazieren gemeinsam zum Ufer zu einem kleinen Plätzchen in der Natur, wo garantiert kein anderer Tourist hinkommt. Es trainieren gerade Einheimische für einen Triathlon und wir kommen ins Gespräch mit den Athleten. Der Bus parkt direkt auf dem Gelände der Universität von Juneau, eine Gelegenheit, auch das Gelände ein wenig zu erkunden. Auf dem Rückweg bietet sich uns noch ein tolles Fotomotiv mit dem Mendenhall-Gletscher im Hintergrund. Das Mittagessen nehmen wir auf unserem Schiff ein. Am Nachmittag treffen wir uns wieder, um mit der Seilbahn auf den Mount Roberts zu fahren. Was für ein Ausblick bei diesem einmaligen Wetter! Während der kleinen Wanderung auf dem Gipfel kosten wir Salmon Berrys und lernen die Pflanzenwelt näher kennen. Natürlich gibt es ein Gruppenfoto am Gipfelkreuz! Am Nachmittag nutzen wir die Gelegenheit zum Einkaufsbummel in Juneau. Am Abend verlassen wir Juneau mit tollen Eindrücken weiter in Richtung Norden.
Wir wachen auf unserem Schiff schon im kleinen Hafen von Skagway liegend auf. Während des 1996 ausgebrochenen Klondike-Goldrausches begaben sich von hier aus die Goldschür-fer, die sich nicht für die Alternative über den Chilkoot Pass entschieden hatten, auf den be-schwerlichen Landweg über den White Pass zum Yukon River. 1998 begann hier der zweijäh-rige Bau einer der spektakulärsten Eisenbahntrassen der Welt, die auf 177,8 km bis Whitehor-se reicht. Nur wenige Meter von der Anlegestelle steigen wir nun in diesen Zug ein, in einen für unsere Gruppe reservierten Nostalgie-Wagon der White Pass and Yukon Railway. Auf 32,2 km windet sich die Strecke bis auf 873 Meter Höhe hinauf, zum White Pass, der gleich-zeitig die Grenze zwischen Alaska und Kanada bildet. Bei strahlend blauem Sonnenschein „kleben“ wir mit unseren Fotoapparaten an den Wagonfenstern oder stehen wir auf den Platt-formen, fasziniert von den Ausblicken in die Berg- und Gletscherwelt. Nach dem Umspannen der Lok 93 geht es auf gleichem Weg zurück. Jetzt konzentrieren wir uns mehr auf die kur-venreiche und steile Strecke selbst und fotografieren die alte stillgelegte Stahlbrücke über die Dead-Horse-Schlucht. Am Mittag sind wir wieder zurück auf der Radiance of the Seas. Den Nachmittag nutzen wir für einen Bummel durch die Geschäfte des alten Goldsucherstädtchens.
Captain Björn ruft uns heute gegen acht Uhr auf Deck zur Besichtigung des Hubbard-
Gletschers. Aufgrund des dichten Regens taucht das blaue Eis erst auf, als wir nur wenige Meter vor der Stirn des Hubbard Glacier kreuzen. Trotz des Regens empfinden wir die „Kon-frontation“ mit der Naturgewalt des fließenden Eises als den Höhepunkt unserer Reise. Wir hören das Krachen des Gletschers, warten auf die Momente des Abbrechens von Gletschereis und nehmen diese mit der Videofunktion unserer Kamera auf. Völlig nass und verregnet ge-hen wir auf unsere Kabinen und beobachten von hier aus die vor uns stehende Gletscherwand. Es ist unglaublich, wie nah wir dem Gletscher kommen konnten. Am späten Nachmittag fah-ren wir aus der Disenchantment Bay wieder aufs offene Meer hinaus und gehen wir auf die letzte Etappe unserer Kreuzfahrt nach Seward. Das regnerische und neblige Wetter „hilft“ uns beim Kofferpacken und erleichtert den bevorstehenden Abschied von der komfortablen und gastfreundlichen Radiance of the Seas.
Am Morgen begrüßt uns die kleine Hafenstadt Seward. Aufgrund der hervorragenden Organi-sation an Bord und der bevorzugten Behandlung unserer Eberhardt-Gruppe sind wir nach wenigen Minuten ausgeschifft und warten wir auf unseren Bus, der uns nach Anchorage bringen soll. Unsere Reiseleiterin für heute ist Hannelore, die in den 70ern aus Deutschland auswanderte und von der wir ein besonders liebenswertes Bild vom Leben in Alaska vermittelt bekommen. Wir durchfahren die Kenai Mountains, halten zu einem Fotostopp am Moose Pass, fahren kilome-terlang am Ufer des Turnagain Arm entlang, der 1778 seinen Namen von William Bligh (des später legendär gewordenen Kapitäns der Bounty) bekam, der als Kartgraph von James Cook auf der HMS Resolution hier auf der vergeblichen Suche nach der Nord-West-Passage um-kehren (turn again) musste. Anchorage erleben wir im Regen, überrascht uns aber doch durch den regen Autoverkehr und das pulsierende Leben auf den Straßen der „wirtschaftlichen Haupt-Stadt“ Alaskas. Gegen Mittag begeben wir uns auf den Flughafen und freuen wir uns auf Vancouver, die letzte Station unserer Reise. Dort begrüßt uns Claudia, die uns auf dem Weg ins Hotel Best Western Sands begleitet, das direkt im Zentrum, wenige Schritte von der Robson Street entfernt liegt.
Vancouver liegt heute nach Wochen herrlichen sonnigen und trockenen Wetters im Regen. Wir nehmen es gelassen, weil wir uns durch die idealen Wetterbedingungen unserer Rundrei-sen durch die Rocks Mountains, auf Vancouver Island und durch die Inside Passage nicht enttäuscht fühlen. Claudia zeigt uns begeistert ihre Wahl-Heimat-Stadt Vancouver.
Wir besichtigen die Totempfähle im Stanley Park, spazieren durch das reiche China Town, posieren vor der Steam Clock im legendären Viertel Gastown und kaufen noch ein Paar der roten Handschuhe, die zur WinterOlympiade 2010 berühmt wurden. Wir sind beeindruckt von der Lebensqualität dieser boomenden Metropole.
Nach dem Mittagessen an der English Bay nutzen wir die freie Zeit für private Entdeckungen, viele nutzen die Gelegenheit, gemeinsam das Aquarium im Stanley Park zu besuchen und hier u.a. Beluga-Wale, Define und Seeottern aus nächster Nähe erleben zu können.
Den Abend und das Abendessen erleben wir in 100 Meter über der Stadt, im Drehrestaurant des Empire Landmark Hotels. Nachdem wir diszipli- niert aufgegessen haben, werden wir belohnt: Es lichtet sich der Nebel und wir genießen zum Abschluss unserer Reise einen spektakulären Rundblick über das nächtliche Leben in Downtown, auf dem Burrard Inlet , dem False Creek - bis hin zu den Coastal Montains am Horizont.
Heute geht es nach Hause. Wieder ist es regnerisch und wir bummeln durch das Szene- und Künstlerviertel Granville Island, um den Wochenmarkt zu besuchen und letzte Mitbringsel zu kaufen. Air Canada empfängt uns am Flughafen mit fertig ausgedruckten Bordkarten für alle drei Flüge über Calgary und Frankfurt nach Dresden. So gehen wir auch entspannt auf die letzte Etappe einer unvergesslichen Reise, den Rückflug in die Heimat, die wir am folgenden Montag gegen Mittag erreichen.
Dr. Uwe LorenzSchon in den 80er Jahren hängte ich meinen Lehrerberuf an den Nagel, um bei "Jugendtourist" meiner Leidenschaft für das Reisen und die Organisation des Schwierigen und Einzigartigen zu fröhnen. Im Jahr 1990 gründete ich unter Beteiligung der erfahrenen Busunternehmer Eberhardt den Reiseveranstalter Eberhardt TRAVEL. Aus Fehlern und Büchern, im ständigen Dialog mit enttäuschten, zufriedenen oder begeisterten Reisegästen, im ständigen schöpferischen Streit mit meinen Kolleginnen und Kollegen um Qualität und Einzigartigkeit haben wir unsere Idee von "Richtig reisen. In die ganze Welt." auf Weg gebracht. Dabei bin ich buchstäblich "um die ganze Welt gekommen", habe ich es mit der wissenschaftlichen Auswertung meiner intensiven Kundengespäche zum Doktor der Soziologie "gebracht". Wenn ich mich nicht mit den staatlich verordneten Widrigkeiten des Unternehmerdaseins beschäftigen muss, selbst nicht auf Reisen sein kann, dann begeistere ich unermüdlich andere Menschen für die richtige Art des Reisens. Es ist die schönste Arbeit dieser Welt.
| Weinwanderung in und um den Pillnitzer Weinberg | 19.09. - 19.09.2010 |
| Rom intensiv für Genießer und Weltreisende | 01.10. - 04.10.2010 |
| Silvester in Florida und Karibik-Kreuzfahrt | 30.12. - 18.01.2011 |
| Geheimnisse Andalusiens | 02.04. - 13.04.2011 |
| Wanderreise Cilento-Nationalpark - Sorrent - Capri | 24.04. - 03.05.2011 |
| Wunderwelt Chile und die Osterinsel | 15.10. - 08.11.2011 |
| Ecuador und Galápagos-Inseln | 24.07. - 12.08.2012 |
Wir waren dabei. Die Reise wird für uns ein unvergeßliches Erlebnis bleiben. Eine tolle Reiseroute, einmalig schöne Landschaften mit täglich neuen, wunderbaren Zielen, eine hervorragende Reisebegleitung und -betreuung sowie eine super Vorbereitung und Abwicklung durch Eberhardt-Travel: Eine Traumreise, - auch mit traumhaften Wetter!
| Reisetag | Ort | Hotel | Landeskategorie | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | - | 2. | Calgary, Alberta | Sandman Hotel Downtown Calgary | *** |
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| 2. | - | 4. | Canmore | Rocky Mountain Ski Lodge | *** |
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| 4. | - | 6. | Jasper | Sunwapta Falls Resort | *** |
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| 6. | - | 7. | Blue River, BC | Mike Wiegele Resort | **** |
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| 7. | - | 8. | Whistler | Crystal Lodge | **** |
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| 8. | - | 9. | Victoria, BC | Queen Victoria Inn | *** |
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| 9. | - | 16. | Radiance of the Seas | ****+ |
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| 16. | - | 18. | Vancouver | Best Western Sands Hotel | *** |
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Das Hotel Sandman Downtown Calgary liegt zentral in der Innenstadt von Calgary, direkt an einer bekannten Shoppingmeile. Bis zum Flughafen von Calgary sind es nur 25 Kilometer. In dem neu renovierten Hotel finden Sie ein Restaurant, eine Bar und eine Cocktail-Lounge. Außerdem steht Ihnen für Ihr persönliches Wohlbefinden ein Hallenbad, eine Sauna und ein Fitnessraum zur Verfügung.
Die 301 Zimmer sind überaus ansprechend eingerichtet. Neben der Standardausstattung gibt es in allen Zimmern Klimaanlage, Telefon, Radio, Fernsehen, eine Kaffeemaschine und Bügeleisen mit Bügelbrett.



Die "Rocky Mountain Ski Lodge" befindet sich in Canmore im Herzen der kanadischen Rockies, nur 5 Kilometer vom Banff-Nationalpark entfernt. Direkt im Innenhof der Lodge befindet sich ein Touristeninformationsbüro, wo Sie viel Wissenswertes über die Region erfahren können.
Die Zimmer sind ausgestattet mit Badezimmer, Fernseher, Telefon, Radio und Klimaanlage.
Bildschöne Bergaussichten, ein Jacuzzi und eine Sauna laden zum Entspannen und Erholen ein.


Eingebettet in die majestätischen Berge im Herzen des Jasper National Parks, bietet dieses gemütliche Hotel komfortable Unterkünfte in der Nähe von glitzernden Seen, tosenden Wasserfällen und anderen Faszinationen der Natur.
Entspannen Sie nach einem Erkundungstag vor dem Kamin oder genießen Sie die Aussicht von der Sonnenterrasse! Das Hotel verfügt über eine Bar und ein Restaurant. Safe, WLAN und SAT-TV sind ebenfalls verfügbar.

Die luxeriöse, rustikale Lodge bietet einen sehr hohgen Komfort. Die Top-Adresse für unzählige Aktivitäten im Sommer sowohl als auch im Winter! Die Häuser bestehen aus wunderschönem Fichtenholz.
Die 25 handgearbeiteten Blockhäuser haben je nach Größe ein bis sechs Schlafzimmer, ein Wohnzimmer, einen Kamin und eine voll ausgestattete Küche. Der Rest des Resorts besteht aus der Lodge, den Verwaltungsgebäuden, dem Skiladen, dem Guides' House und der Wäscherei.


Die "Crystal Lodge" liegt in Whistler Village. Das fünfstöckige Hotel hat 137 Zimmer mit modernster Ausstattung. Läden, Café, Bar, Reinigung und Restaurant sind ein Garant für einen angenehmen Aufenthalt. Zu den Erholungs- und Freizeiteinrichtungen zählen Fitnessraum, Sauna und ein beheizter Außenpool.
Die komfortabel eingerichteten Zimmer verfügen über eine Sitzecke, Kaffee-Zubereiter, Kühlschrank und TV.


Vom 3-Sterne-Hotel "Queen Victoria Inn" überblicken Sie den "Inner Harbour" und die Innenstadt Victorias. In nur wenigen Schritten zu Fuß erreichen Sie das Royal BC Museum sowie die zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten und wichtigsten Sehenswürdigkeiten.
Das Hotel verfügt über ein Restaurant, Wäscheservice, Fitnessraum, Pool und Sauna.
Alle 146 Zimmer sind mit TV, Fön, Kaffeezubereiter und Balkon ausgestattet.


Die Radiance of the Seas bietet Ihnen dank der gelungenen Verbindung aus Geschwindigkeit, Komfort, großen Freiflächen, herrlichen Meerblicken und einer Besatzung, die Ihnen jeden Wunsch von den Augen abliest, das ultimative Kreuzfahrterlebnis. Zu ihren spektakulären Ausstattungsmerkmalen gehören unter anderem das zehngeschossige Centrum mit Glaskuppeldach, verglaste Aufzüge und der höchste Anteil an Außenkabinen aller Schiffe der Flotte von Royal Caribbean.

Vom 3-Sterne-Hotel "Best Western Sands" genießen Sie einen wunderschönen Blick über die English Bay und die Küste.
Das Hotel verfügt über eine Cocktail-Lounge, Lift, Safe, Wäscheservice, Fitnessraum, Sauna und Dampfsauna.
Die 119 Zimmer sind mit Klimaanlage, SAT-TV, Kaffee- und Teezubereiter, Fön, Bügeleisen und Radio ausgestattet.