Reiseinformationen zu Sambia

Einreise

Für die Einreise nach Sambia benötigt man ein Visum, das vor Ort bei der Einreise oder über die jeweilige Botschaft - in Deutschland in Berlin ausgestellt wird. Ihr Reisepass muß noch mindestens 6 Monate über das Ende der Reise gültig sein und mindestens über 2 freie Seiten verfügen.
Die gesponserte Visagebühr (Visa Waiver) ist seit Januar 2008 nicht mehr möglich.

Es gelten nun einheitliche Preise:

einmalige Einreise     50,- US$
Mulitple Entry Visa     80,- US$
Tagesvisum               20,- US$

Fotos

Bitte seien Sie sensibel beim Fotografieren der Bevölkerung. Im Zweifelsfall fragen Sie zuerst immer ihren Guide, Fahrer, den Lodge Manager oder die Dorfbevölkerung selbst. Das Fotografieren von öffentlichen Gebäuden und Teile des Flughafens ist mitunter verboten. Auch hier sollte in Zweifelsfragen eine offizielle Person befragt werden. Es kann ansonsten leicht zu unerwarteten aber erheblichen Schwierigkeiten kommen.

Transfers

Bedingt durch die weiten Strecken nutzen die meisten Touristen lokale Flüge von Zambian Airways. Zumindest während der Hauptsaison gibt es 2 x täglich Verbindungen zwischen Lusaka und Mfuwe, Livingstone und Lower Sambesi. Andere Zielen zum Beispiel im Kafue können mit privaten Charter erreicht werden. Hierbei wird in der Regel das gesamte Flugzeug (Cessna) bezahlt und nicht der einzelne Sitzplatz. Der Transfer vom Flughafen oder Flugfeld wird man dann von der jeweils gebuchten Lodge durchgeführt. Teilweise werden auch längere Autotransfers angeboten, so z.B. nach Kafue oder in den Lower Sambesi. Auch hier wird in der Regel der Transfer pro Fahrzeug und nicht pro Person berechnet.

Landesdaten

Sambia ist ein Binnenland, auf der Hochebene Zentralafrikas gelegen, mit einer Fläche von 752.618 km², dessen größter Teil 1300 m über dem Meeresspiegel liegt. Dies bringt somit ein sehr angenehmes Klima mit sich.

Die Infrastruktur und Entwicklung des Landes sind noch nicht so weit fortgeschritten wie in den klassischen Tourismuszentren des südlichen Afrikas. Nur die 4 zentralen Hauptstraßen nach Norden, Süden, Osten und Westen sind gute Teerstraßen. Die meisten der anderen Verkehrswege sind Sandpisten, einige davon in einem sehr schlechten Zustand.

Die allgemeine Versorgungslage hat sich in den letzten Jahren jedoch wesentlich verbessert. Dennoch kommt es auch hier immer wieder zu Einschränkungen, wie zum Beispiel zu längerer Benzinknappheit.

Aber es tut sich viel und das Bild, vor allem der Hauptstadt Lusaka ändert sich ständig. Es gibt mittlerweile mehrere moderne Shoppingcenter, nette Kaffees und eine gute Auswahl an Restaurants.

In Livingstone haben sich mehrere Hotels und Anlagen der unterschiedlichsten Preisklasse von Budget bis Luxus angesiedelt und auch im Kafue, Lower Zambezi und South Luangwa ist das Angebot an Lodgen und Unterkünften in den letzten Jahren gestiegen.

Sambia ist dennoch ein Land geblieben, welches seinen Besuchern ein authentisches, noch ursprüngliches Afrika bietet und somit eine gewisse Herausforderung darstellt. Für den "Individualisten" besteht gerade hierin der besondere Reiz dieses Landes, welches mit dem Slogan "THE REAL AFRICA" wirbt.

Trinkgelder

Trinkgelder werden nicht unbedingt vorausgesetzt, aber immer gerne mit Freuden entgegen genommen. In den Lodgen empfiehlt sich das Trinkgeld an die Manager zum Verteilen zu geben, um so zu vermeiden, dass "nicht sichtbares" Personal wie zum Beispiel die Küche leer ausgeht. Ausnahmen sind höchstens die Guides. Im Zweifelsfall sprechen Sie die Lodge Manager an.

Wenn Sie etwas geben möchten - zwischen 5,- bis 10,- USD pro Person und Tag sind in etwa angemessen.

Einwohner

Sambia hat über 73 verschiedene Stämme mit einer Bevölkerungsdichte von ca. 10 Millionen. Hiervon lebt die überwiegende Zahl in den großen Städten. Die sambische Bevölkerung ist im Allgemeinen sehr freundlich und hilfsbereit. In den Dörfern hat sich die sambische Kultur noch weitgehend unbeeinflusst erhalten. Das kommt in den Dekorationen der dörflichen Häuser, den noch praktizierten Stammesriten und Tänzen zur Geltung.

Stromspannung

Nehmen Sie auf alle Fälle einen Adapter mit. Die Spannung entspricht zwar europäischen Werten 200-220V, jedoch haben die Stecker ein 3-poliges System, ähnlich dem in Großbritannien. Viele Camps laufen mit Generatoren oder bei Bushcamps mit Solarenergie, die mitunter nur eine limitierte Stromversorgung garantieren. Je tiefer Sie im Busch sind, desto weniger können Sie mit Strom aus der Steckdose rechnen.

Die Verwendung von Haarfön oder elektrischen Rasieren ist dort allerdings nicht immer möglich – das Laden von Batterien, insbesondere für Kameras ist jedoch fast immer machbar.

Film- und Fotomaterial ist in Lusaka teilweise erhältlich, aber unnötig teuer und sollte in ausreichender Menge von zu Hause mitgebracht werden. Ebenso ein Sonnenschutzmittel, ein Mittel zur Insektenabwehr (Vit. B12 Tabl. und Teebaumöl leisten gute Dienste im Kampf gegen die Tse-Tse Fliegen!) private Toilettenartikel, ein Gel gegen Juckreiz (z.B. Fenistil ®) und eine gute Taschenlampe mit Batterien. Ein Fernglas darf natürlich nicht fehlen.

Wenn Sie Menschen oder Kinder in den Dörfern etwas mitnehmen möchten, lassen Sie bitte Süßigkeiten zu Hause. Besser sind Hefte, Buntstifte, Fußball für Kinder und Kugelschreiber. Vor allem in Livingstone kann man auf dem Markt Gegenstände wie Kugelschreiber, Mützen T-Shirts gegen Kunsthandwerk wie Schnitzereien und ähnliches eintauschen.

Geld und Währung

US Dollar ist immer noch die am weitesten verbreitete Währung und kann sowohl am Flughafen als auch in den meisten Städten in das lokale Währung, den sambische Kwacha, gewechselt werden. Auf Märkten und in kleinen Restaurants bezahlen Sie meist in Kwacha. Die Lodgen, internationale Hotelketten und größere Restaurants akzeptieren US Dollar und in steigendem Maße auch EURO. Die gängigsten Kreditkarten sind Visa und Mastercard. Man sollte jedoch nicht 100%ig darauf vertrauen. Zudem wird oft ein relativ hohes Serviceentgelt für die Nutzung der Kreditkarte, manchmal bis zu 7 % verlangt.
Nehmen Sie bei US Dollars auch kleine Noten mit, da diese sich leichter wechseln lassen und achten Sie beim Tausch in Deutschland unbedingt darauf, dass Ihre Bank Ihnen neuere Noten mit "großen Köpfen" gibt. Ältere Noten mit kleinen Köpfen werden, bis auf die 1 US Dollar Noten nirgends akzeptiert!!!!!


Änderungen vorbehalten. Stand 11/2014

Klima und Wetter

Die feuchte Regenzeit dauert von Dezember bis April, während die Trockenzeit eine kühlere Periode von Mai bis Juli und eine heiße Zeit von August bis Oktober umfasst. Während tagsüber fast immer Temperaturen um 25° C erreicht werden, können in den Höhenlagen und in den Sümpfen nachts die Temperaturen im südlichen Winter unter 5° C sinken. Zu bestimmten Zeiten (vor allem im Juli) ist somit eine warme Jacke sehr wichtig.

Das tiefere gelegene Luangwatal und das Gebiet des Lower Sambesi hingegen können gegen Ende der Trockenzeit im Oktober Temperaturen bis zu 40°C und mehr erreichen.

Kleidung und Reisegepäck

Empfehlenswert ist leichte zweckmäßige Kleidung in gedeckten Farben. Vermeiden Sie schwarz und dunkelblau um Tset-Tse Fliegen nicht unnötig anzuziehen. Langärmelige Hemden und lange Hosen schützen vor Mückenstichen. Ein warmer Pullover oder Jacke sollte, vor allem von Mai bis Juli nicht fehlen, den vor allem bei nächtlichen Pirschfahrten kann es empfindlich kalt werden. Auch Handschuhe leisten dann gute Dienste. Ebenso wenig vergessen sollte man eine Kopfbedeckung, am Besten mit Nackenschutz und eine gute Sonnenbrille mit UV Schutz. Wenn auch selten, so ist es doch möglich in Sambia auf Schlangen zu treffen. In der Regel spüren die taktilen Tiere die Bodenerschütterung und Sie sollten deshalb nie barfuss laufen und im Busch am besten knöchelhohe, feste Schuhe tragen. Das kleine Schwarze können Sie getrost zu Hause lassen, außer Sie haben offizielle Termine, zu denen man gepflegte Kleidung erwartet. Da in Sambia eigentlich ausnahmslos der Wäscheservice im Preis eingeschlossen ist, reichen ein paar Basics und Sie können mit leichtem Gepäck fliegen.

Inlandsflüge erlauben mittlerweile 20 kg, außer Sie sind auf kleinen Charterflügen gebucht. Hier sind pro Person manchmal nur 12 kg Gepäck erlaubt. Sofern Sie die Maschine aber für sich allein gebucht haben, kann das Gepäck auch schwerer sein. Vor Abreise sollten Sie sich hier genau nach den Einzelheiten erkundigen.

Gesundheit

Bitte sorgen Sie für ausreichenden Impfschutz. Notwendig sind Tetanus, Polio und Diphtherie. Hepatitis A und ggf. B werden empfohlen. Gelbfieber ist erforderlich, bei Einreise aus einem infizierten Gebiet, so z.B. aus Malawi. Aufgrund der Nähe des Nordwestens Sambias zu Tansania und der langen Gültigkeit der Impfung empfiehlt es sich, vor allem bei Fahrten in den Norden auch die Gelbfieberimpfung durchführen. Auf jeden Fall sollten Sie sich bei Ihrem zuständigen Gesundheitsamt über die aktuellen WHO Einstufungen informieren.

Sambia ist Malariagebiet. Neben der häufigsten Form, der M. tertiana existiert auch die gefährlichere Form der M. tropicana. Für die Heilungsaussichten ist es besonders wichtig, dass frühzeitig mit der richtigen Therapie begonnen wird. Präparate zur Vorbeugung und Behandlung sollten auf jeden Fall mitgeführt werden, auch wenn diese teilweise in Sambia erhältlich sind.

Die medizinische Versorgung in Sambia ist nicht mit europäischem Standard zu vergleichen. Sie sollten deshalb unbedingt vorab mit Ihrer Krankenversicherung klären, ob eine Auslandsdeckung gegeben ist und ggf. eine Reisekrankenversicherung mit Rückholservice (Ambulanzflug) im Notfall abschließen. Es besteht auch die Möglichkeit sich im Land bei einem 24 Std. emergency service zu versichern.

In die Reiseapotheke gehören ständig einzunehmende Medikamente, Ohren- und Augentropfen, ein leichtes Mittel gegen Durchfall, Aspirin, ein Wunddesinfektionsmittel, Pflaster und Vitamin Tabletten. Die gehobene Ausstattung der Reiseapotheke beinhaltet Einwegspritzen- und Kanülen, Latexhandschuhe und eine Folienrettungsdecke.

Für Notfälle sollten Sie unbedingt Ihre Blutgruppenzugehörigkeit kennen.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Nach Auskunft des auswärtigen Amtes hat die Kleinkriminalität (Diebstahl etc.) auch in Sambia zugenommen. Betroffen sind in erster Linie die Hauptstadt Lusaka und die Bereiche um den Kupfergürtel. Letzterer ist auch im Zusammenhang mit den politischen Unruhen in Angola im Gespräch. Deshalb sollten Sie keine großen Wertsachen mitbringen und beim Bummeln durch Lusaka keinen teuren Schmuck oder viel Geld bei sich tragen. Die Infoseiten werden regelmäßig mit neuesten Daten gefüllt.

Nationalparks

Die Nationalparks in Sambia weisen eine sehr unterschiedliche Vegetation auf.

Es gibt drei große sehr unterschiedliche Nationalparks, den Kafue, South Luangwa und Lower Zambezi, alle mit hervorragenden Möglichkeiten zu Tierbeobachtungen sowie mehrere kleinere Parks, von denen vor allem der Luambe N.P. im Luangwatal und Lochinvar im Süden des Landes zu nennen sind.

South Luangwa, der größte und bekannteste Park befindet sich im Osten des Landes. Er wird geprägt durch den Luangwa, einem Fluss, der aus dem Norden Sambias kommt und nach mehr als 1.000 Kilometer im Süden in den Sambesi mündet.

Je nach Jahreszeit hat der Fluss unterschiedliche Wasserstände mit wunderschönen, ständig Wasserführenden Lagunen in der Trockenzeit, die sich in ihrer Form von Jahr zu Jahr ändern.

Der Lower Sambesi N.P. beeindruckt neben dem mächtigen Sambesi (mit einem hier stabilen Wasserspiegel) durch das gegenüberliegende Bergpanorama.

Kafue, der größte Park weist wiederum große Ebenen und weites Buschland auf, welches bevorzugt von großen
Antilopenherden genutzt wird. Diese ziehen wiederum Raubtiere wie Löwen an, die in den nördlichen Busanga Plains zahlreich zu sehen sind.

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