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Rundreise Norwegen auf den schönsten Panoramastraßen

Reisebericht: 05.07. – 16.07.2026

Rundreise Norwegen auf den schönsten Panoramastraßen

Katrin Deutschbein

Ein Reisebericht von
Katrin Deutschbein

Mandal (Kirche) – © Katrin Deutschbein (Eberhardt TRAVEL) Kap Lindesnes – © Katrin Deutschbein (Eberhardt TRAVEL) Flekkefjord (Hollenderbyen bzw. Holländerstadt) – © Katrin Deutschbein (Eberhardt TRAVEL) Stavanger (Gamle Stavanger - Altstadt) – © Katrin Deutschbein (Eberhardt TRAVEL) Bøyabreen-Gletscher in Fjærland – © Katrin Deutschbein (Eberhardt TRAVEL) Ausblick vom Berg Hoven... – © Katrin Deutschbein (Eberhardt TRAVEL) Hornindalsee – © Katrin Deutschbein (Eberhardt TRAVEL) Gjemnessund-Brücke – © Katrin Deutschbein (Eberhardt TRAVEL) Atlantikstraße – © Katrin Deutschbein (Eberhardt TRAVEL) Atlantikstraße (Storseisund-Brücke) – © Katrin Deutschbein (Eberhardt TRAVEL) Sulafjord – © Katrin Deutschbein (Eberhardt TRAVEL) Bergen (Rosenkrantz-Turm) – © Katrin Deutschbein (Eberhardt TRAVEL)

1. Tag – Sonntag, 05.07.2026: Anreise nach Herning/Dänemark (ab Dresden = 921 Bus–km)

Bereits um 5 Uhr morgens begann am Flughafen Dresden unsere 12-tägige Traumreise. Die Vorfreude war bei allen spürbar – endlich sollte das Abenteuer starten. Während der Bus Kilometer um Kilometer zurücklegte, stiegen unterwegs in Leipzig, Coswig und in der Nähe von Berlin weitere Mitreisende zu. Spätestens jetzt wurde aus vielen Einzelnen eine harmonische Reisegemeinschaft. In Flensburg warteten am Bahnhof die letzten Gäste auf uns. Mit insgesamt 29 Reisenden war unsere kleine „Reisefamilie“ nun vollständig. Schon kurz darauf überquerten wir die Grenze nach Dänemark. Die Landschaft veränderte sich allmählich, weite Felder und die ruhige nordische Atmosphäre begleiteten unsere Fahrt. Am Abend erreichten wir das mitteljütländische Herning, wo uns ein schmackhaftes Abendessen und eine erholsame Zwischenübernachtung erwarteten. Müde von der langen Anreise, aber voller Vorfreude auf das, was noch vor uns lag, ließen wir den ersten Reisetag in gemütlicher Runde ausklingen. Man lernte sich kennen, tauschte erste Geschichten aus und blickte gespannt auf die kommenden Tage.

2. Tag – Montag, 06.07.2026: Mandal – Kap Lindesnes – Farsund (332 Bus–km)

Nach einer recht kurzen Nacht hieß es bereits gegen 5.30 Uhr wieder: Aufbruch zu neuen Abenteuern. Ein kleines Frühstück im Bus mit duftendem Kaffee und Croissants musste zunächst genügen, denn unser erstes Ziel wartete bereits auf uns – Hirtshals, ganz im Norden Dänemarks. Im Terminal der Fjord Line wurden die Tickets für die Überfahrt nach Norwegen organisiert. Alles verlief reibungslos, sodass wir schon wenig später an Bord der Schnellfähre gehen konnten. Dort erwarteten uns reservierte Sitzplätze und ein reichhaltiger Brunch, der keine Wünsche offenließ. Während der rund 130 Kilometer langen Überfahrt über den Skagerrak, einen Teil der Nordsee, genossen wir die entspannte Atmosphäre an Bord und die ersten weiten Blicke über das Meer. Nach gut zwei Stunden erreichten wir Kristiansand und betraten zum ersten Mal norwegischen Boden. Von dort aus führte uns die Europastraße 39 durch ausgedehnte Wälder und die typisch norwegische Landschaft in Richtung Mandal, der südlichsten Stadt Norwegens. Die bereits im 15. Jahrhundert gegründete Stadt gelangte einst durch den Holz- und Lachsexport zu Wohlstand und trägt bis heute den Beinamen „Perle Sørlands“. Besonders beeindruckend war der Blick vom Hausberg Uranienborg. Nach einem kurzen Aufstieg wurden wir mit einem herrlichen Panorama über die Stadt, den Hafen und die vorgelagerten Inseln belohnt – ein Ausblick, der den Weg nach oben mehr als wert war. Ebenso sehenswert ist Norwegens größte Holzkirche, die Platz für rund 1.300 Besucher bietet. Viele von uns nutzten die Gelegenheit, einen Blick in das beeindruckende Gotteshaus zu werfen und die besondere Atmosphäre auf sich wirken zu lassen. Recht wechselhaftes Wetter begleitete uns auf der Weiterfahrt zum südlichsten Festlandspunkt Norwegens – dem Kap Lindesnes. Während das Nordkap weltbekannt ist, kennen nur wenige dieses eindrucksvolle „Südkap“. Die Strecke führte über eine Halbinsel durch kleine Fischerdörfer und vorbei an einer abwechslungsreichen Küstenlandschaft mit schroffen Felsen, sanften Sandbuchten und dem allgegenwärtigen Rauschen des Meeres. Am Ende der Halbinsel erhebt sich der markante Leuchtturm von Lindesnes. Von hier aus bot sich uns ein faszinierender Blick auf die zerklüftete, nahezu vegetationslose Felsküste, an der die Wellen der Nordsee unaufhörlich gegen die Felsen schlagen. Ein besonderer Moment war die Erkenntnis, dass wir uns hier 2.518 Kilometer vom Nordkap entfernt befanden – zwei gegensätzliche Endpunkte eines faszinierenden Landes. Mit vielen unvergesslichen ersten Eindrücken von Norwegen setzten wir unsere Reise fort und erreichten am Abend das idyllisch am Wasser gelegene Farsund Fjordhotel. Nach dem Bezug der Zimmer ließen wir den ereignisreichen Tag bei einem schmackhaften Abendbuffet in gemütlicher Runde ausklingen und freuten uns bereits auf die kommenden Erlebnisse in diesem beeindruckenden Land.

3. Tag – Dienstag, 07.07.2026: Flekkefjord – Stavanger – Schifffahrt Lysefjord (191 Bus–km)

Nach einem reichhaltigen Frühstück brachen wir gegen 8 Uhr zu unserem nächsten Reisetag auf. Unser erstes Ziel war das idyllische Küstenstädtchen Flekkefjord. Bei herrlichem Wetter machte es besonders viel Freude, durch die kleinen Straßen zu schlendern und die entspannte Atmosphäre auf sich wirken zu lassen. Flekkefjord war im 19. Jahrhundert ein bedeutender Holzexporthafen mit engen Handelsbeziehungen zu den Niederlanden. An diese Zeit erinnert bis heute das historische Altstadtviertel „Hollenderbyen“ – die „Stadt der Holländer“. Schmale Gassen, liebevoll erhaltene Holzhäuser im holländisch inspirierten Baustil und malerische Bootsschuppen verleihen diesem Viertel einen ganz besonderen Charme. Beim Spaziergang fühlte man sich beinahe in eine andere Zeit versetzt und konnte die Geschichte des Ortes an vielen Ecken förmlich spüren. Anschließend führte uns die Fahrt weiter nach Stavanger, eine der schönsten und lebendigsten Städte Norwegens. Während unserer Mittagspause blieb Zeit, den malerischen Hafen „Vågen“ mit seinen bunten Häuserfassaden und dem maritimen Flair zu erkunden. Nur wenige Schritte entfernt liegt die Altstadt Gamle Stavanger, deren weiß gestrichene Holzhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert zu den besterhaltenen historischen Holzhausvierteln Europas zählen. Die liebevoll gepflegten Gärten und die ruhigen, gepflasterten Gassen machten den kurzen Aufenthalt zu einem besonderen Erlebnis. Am Nachmittag erwartete uns ein erster großer Höhepunkt unserer Reise: eine rund dreistündige Katamaranfahrt durch die beeindruckende Fjordlandschaft rund um Stavanger. Vorbei an steilen Felswänden, kleinen Wasserfällen und idyllischen Uferabschnitten erreichten wir schließlich den berühmten Lysefjord. Besonders beeindruckend war der Blick auf den „Preikestolen“, jene markante Felskanzel, die sich 604 Meter senkrecht über dem Fjord erhebt. Während der Fahrt erfuhren wir, dass der Aufstieg zum Plateau etwa zwei Stunden dauert und Wanderer dort oben mit einem spektakulären Ausblick belohnt werden. Kein Wunder also, dass der Preikestolen jedes Jahr weit über 200.000 Besucher anzieht. Für uns blieb es an diesem Tag beim faszinierenden Blick vom Wasser aus. Mit vielen neuen Eindrücken erreichten wir am Abend unser Hotel südwestlich von Stavanger. Nach einem abwechslungsreichen Tag zwischen historischen Orten und grandioser Fjordlandschaft freuten wir uns auf einen gemütlichen Ausklang und die Erlebnisse des nächsten Tages.

4. Tag – Mittwoch, 08.07.2026: Landschaftsroute Ryfylkevegen – Hardangerfjord (295 Bus–km)

5. Tag – Donnerstag, 09.07.2026: Sognefjord – Norwegisches Gletschermuseum (276 Bus–km)

6. Tag – Freitag, 10.07.2026: Skylift in Loen – Adlerstraße – Schifffahrt auf dem Geirangerfjord (199 Bus–km)

7. Tag – Samstag, 11.07.2026: Trollstigen – Kristiansund (274 Bus–km)

8. Tag – Sonntag, 12.07.2026: Atlantikstraße – Bud – Molde (190 Bus–km)

9. Tag – Montag, 13.07.2026: Westkap (334 Bus–km)

11. Tag – Dienstag, 14.07.2026: Weiterreise über den Sognefjord – Bergen (195 Bus–km)

11. Tag – Mittwoch, 15.07.2026: Weiterreise von Bergen nach Stavanger (207 Bus–km)

Langsam rückte das Ende unserer Reise näher, und mit einem wehmütigen Blick auf die vergangenen Tage mussten wir nun an die Heimreise denken. Nachdem das Gepäck im Bus verstaut war, machten wir uns auf den Weg und folgten erneut der Europastraße 39 in Richtung Stavanger. Auch diese Strecke bot noch einmal zahlreiche landschaftliche Höhepunkte. Zwei kurze Fährüberfahrten gehörten ebenso dazu wie die Fahrt über beeindruckende Brücken und durch mehrere Unterwassertunnel. Besonders eindrucksvoll war die Durchquerung des 7,8 Kilometer langen Bømlafjordtunnels, der an seiner tiefsten Stelle rund 262 Meter unter dem Meeresspiegel verläuft – ein außergewöhnliches Bauwerk und ein weiteres Beispiel norwegischer Ingenieurskunst. Bereits am Nachmittag erreichten wir Stavanger. Bis zur Einschiffung blieb noch genügend Zeit, die Stadt ein letztes Mal auf eigene Faust zu erkunden. Viele nutzten die Gelegenheit, letzte Souvenirs und Mitbringsel zu kaufen oder schlenderten noch einmal durch die lebhaften Straßen und entlang des Hafens, um die besondere Atmosphäre der Stadt ein letztes Mal zu genießen. Zum Abschluss unserer Norwegenreise trafen wir uns zu einem gemeinsamen Abendessen im Restaurant „Egon“ in Stavanger. Bei gutem Essen ließen wir die vielen gemeinsamen Erlebnisse noch einmal Revue passieren und erinnerten uns an die schönsten Momente der vergangenen Tage. Gut gestärkt fuhren wir anschließend zum Hafen von Tananger. Dort verlief die Einschiffung auf die „MS Stavangerfjord“ völlig reibungslos. Kurz nach 21 Uhr hieß es schließlich „Leinen los“. Langsam entfernte sich die norwegische Küste vom Horizont, während die Fähre Kurs auf Dänemark nahm. Mit vielen unvergesslichen Erinnerungen im Gepäck begann nun die letzte Etappe einer beeindruckenden Reise durch Norwegen.

12. Tag – Donnerstag, 15.07.2026: Rückreise (bis Dresden = 1.094 Bus–km)

Auch die letzte – und zugleich längste – Fährüberfahrt unserer Reise meisterten alle Mitreisenden ganz entspannt. Nach einem zeitigen Frühstück an Bord legte die Fähre gegen 8 Uhr im dänischen Hirtshals an. Damit hieß es langsam Abschied nehmen von Skandinavien und die Heimreise antreten. Unsere Route führte uns einmal quer durch Jütland bis nach Flensburg. Dort verabschiedeten wir die ersten Reiseteilnehmer, bevor die Fahrt vorbei an Hamburg und über Leipzig zurück nach Dresden fortgesetzt wurde. Am Flughafen Dresden, dem Ausgangspunkt unserer Reise, schloss sich schließlich der Kreis einer unvergesslichen Rundreise.
Zwölf abwechslungsreiche Tage voller beeindruckender Landschaften, herzlicher Begegnungen und unzähliger gemeinsamer Erlebnisse gingen damit zu Ende. Nun gilt es, die vielen Eindrücke noch einmal Revue passieren zu lassen, Erinnerungen zu bewahren und die zahlreichen Fotos zu sichten. Jeder von uns wird seine ganz persönlichen Höhepunkte mit nach Hause genommen haben – seien es die majestätischen Fjorde, die malerischen Küstenorte, die spektakulären Ausblicke oder die vielen kleinen Momente unterwegs.

Besonders schön ist die Gewissheit, dass alle Mitreisenden gesund und mit vielen neuen Eindrücken nach Hause zurückgekehrt sind. Mögen diese Erinnerungen noch lange nachwirken und Kraft für den Alltag schenken.

Ein herzliches Dankeschön gilt auch unserem Busfahrer Frank, der uns während der gesamten Reise mit großer Umsicht, Ruhe und guter Laune sicher an jedes Ziel gebracht hat. Sein Engagement und seine freundliche Art haben wesentlich zum Gelingen dieser Reise beigetragen.

Zum Abschluss bleibt nur noch, allen Mitreisenden von Herzen alles Gute, Gesundheit, Glück und viele weitere schöne Reiseerlebnisse zu wünschen. Es war eine wunderbare Zeit mit einer großartigen Reisegemeinschaft, und ich freue mich schon heute auf ein Wiedersehen bei einer der nächsten gemeinsamen Reisen.

Herzliche Grüße

Ihre/Eure Reiseleiterin
Katrin Deutschbein


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