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Ostern in den Wiener Alpen

Reisebericht: 02.04. – 07.04.2015

Die Wiener Alpen sind immer eine Reise wert. Jeder ist übberascht und erstaunt über die schöne Landschaft rund um den Schneeberg.

Kerstin Hugel

Ein Reisebericht von
Kerstin Hugel

Myrafälle – © Kerstin Hugel (Eberhardt TRAVEL) Blick auf den Kahleberg – © Kerstin Hugel (Eberhardt TRAVEL) Wien – © Kerstin Hugel (Eberhardt TRAVEL) Wien – © Kerstin Hugel (Eberhardt TRAVEL) Wien – © Kerstin Hugel (Eberhardt TRAVEL) Wien – © Kerstin Hugel (Eberhardt TRAVEL) Ostermarkt Freyung – © Kerstin Hugel (Eberhardt TRAVEL) Stift Melk – © Kerstin Hugel (Eberhardt TRAVEL) Wachau – © Kerstin Hugel (Eberhardt TRAVEL) Stift Klosterneuburg – © Kerstin Hugel (Eberhardt TRAVEL) Stift Klosterneuburg – © Kerstin Hugel (Eberhardt TRAVEL) Stift Klosterneuburg – © Kerstin Hugel (Eberhardt TRAVEL)

02.04.2015: Anreise nach Miesenbach

Über die Tschechische Republik fuhren wir nach Niederösterreich in den Börsenhof Hornung nach Miesenbach. Unsere Reise führte uns über Usti, ein Stück entlang an der romantischen Elbe, wo auch heute noch wie vor ca. 150 Jahren die historischen Dampfer fahren. Hoch oben trohnt Burg Schreckenstein, viele romantische Landschaftmaler haben diese Gegend gemalt, auch Ludwig Richter. Sein berühmtes Bild „Überfahrt am Schreckenstein" kann man heute im Haus der Moderne, Albertinum bewundern. Gegen Mittag erreichten wir Prag, die Goldene Stadt und mit einem faszinierenden Blick auf das Zentrum und den Hradschin ging es weiter bis zur Grenze nach Österreich in Kleinhaugsdorf. Da uns ein gutes Stück Weg auch über Landstraßen führte waren wir inmitten der Winzergegend. Wir erreichten die Grenze zu Österreich und fuhren ein Stück entlang der Weinstraße Niederösterreichs nach Wien. Diese ist mit 830 Kilometern eine der längsten dem Wein folgenden Routen der Welt. Vorbei an Wien erreichten wir am Abend den Börsenhof Hornung in Miesenbach. Er liegt inmitten des von der Piesting durchzogenen Biedermeiertals.
Nach einer herzlichen Begrüßung durch die Familie Hornung und einem ausgiebigen Abendbrot erfuhren wir in einem Film viel Wissenswertes über die Schneeberg Region und den Ausflug des nächsten Tages.

03.04.2015: Wiener Alpen – Rund um den Schneeberg

Am heutigen Tag umrunden wir den höchsten Berg Niederösterreichs, den Schneeberg und dabei besuchen wir einige interessante Ausflugsziele. Zuerst spazieren wir zu den beliebten Myrafällen. Der Myrabach entspringt ca. 7 km entfernt im Unterberg. Die Myrafälle wurden im Jahre 1802 erstmals erwähnt und 1885 begehbar gemach. Über 26 Brücken sowie zahlreichen Stegen und Stiegen sind sie zu erleben. Über verschiedene Felsstufen stürzen sie in einer Gesamthöhe von 125 Meter in die Tiefe. Die Brücken waren durch Schnee und Eis noch etwas rutschig. Doch einige Gäste haben es sogar bis ganz nach oben geschafft. Anschließend besichtigten wir das Waldbauern Museum. Während einer Führung in den sehr interessanten Werkstätten der Waldbauern in der alten Hofmühle, erfuhren wir viel Wissenswertes über das Leben und die überaus harte Arbeit der Menschen. Weiter führt unsere Fahrt nach Gutenstein, zur Wallfahrtskirche am Mariahilfberg. Auf dem Parkplatz wartete ein kleiner Snack auf uns, ein Glas mit Kartoffelsalat und einem Stück Lendenbraten. In dem dazu gehörigen Servitenkloster leben nur noch zwei Mönche. Nach der Fahrt durch das wildromantische Höllental zwischen Raxalpe und Schneeberg erreichten wir den Kunsthandwerksbetrieb Schlögel. Wir wurden von der Familie Schlögel herzlich empfangen. Hier werden Kerzen erzeugt, deren kunstvoll mit Gräsern und Kräutern verzierte Hülle, bestehen bleibt, obwohl die innere Kerze abbrennt. Nach einem kurzen Film über die Kerzenherstellung, erfahren wir noch einiges über die Heilkräuter und Pflanzen. Daraus werden neben Tee auch Essenzen, Öle und Marmeladen hergestellt. Unser letzter Halt war in der Schokoladenfirma Lindt. Dort konnten wir köstliche Produkte kaufen. Nach dem Abendessen stimmte uns Sepp mit einem Vortrag auf die schöne Stadt Wien ein.

04.04.2015: Donauturm – Wien

Heute besuchten wir Wien. Auf unserer Stadtrundfahrt sahen wir die berühmten Gebäude der Stadt entlang der Ringstraße, u.a. die berühmte Wiener Staatsoper, das Burgtheater und das Parlament. Semper wirkte in Wien. Er ist nicht nur der Baumeister des berühmten ersten Semperschen Hoftheaters in Dresden, sondern auch später mit den Aufträgen zum Burgtheater, der Neuen Hofburg und des Kunst- und Naturhistorischen Museums in Wien betraut worden. Wir erreichten die UNO City und fahren zum Donauturm um Wien von der Vogelperspektive zu erleben. Mit dem Lift erreichen wir den Turm in nur wenigen Sekunden, Auf der Aussichtsplattform erwartete uns ein Rundumblick über die Stadt Wien und die Donau. Auch heute erwartete uns eine süße Überraschung. Der folgende Spaziergang führte uns vorbei am Griechen Baisl zur Jesuitenkirche, einer der schönsten Kirchen Wiens und weiter durch die engen Gassen der Altstadt zum Stephansdom. Nun hatten wir in der Innenstadt Freizeit für einen Spaziergang durch die Einkaufsstraßen, zum Besuch des Stephansdoms, der Kaisergruft, der Schatzkammer oder eine Fahrt mit einem Fiaker. Mit einigen Gästen unternahmen wir noch einen Rundgang durch den Graben bis zur Hofburg und weiter zur Oper, den Hotel Sacher bis zur Kärntner Straße. Wohl jeder von uns genoss seine Zeit in einem Wiener Cafe. Josef hatte uns zuvor schon in die Wissenschaft des Kaffees eingeführt. So wussten wir nun, dass man in Wien nicht einfach Kaffee bestellt... sondern einen Espresso, einen verlängerten Braunen oder gar eine Melange.
Zum Abschluss unseres Aufenthalts besuchen wir den Alt Wiener-Ostermarkt auf der Freyung mit Europas größtem Eierberg. Nachdem uns die Familie Hornung wieder mit einem üppigen Ostermenü verwöhnt hat, zeigte uns Josef den Vortrag über das Stift Melk. Bei einem Osterfeuer mit Musik und einem Glas Sekt ließen wir den Tag ausklingen.

05.04.2015: Wachau – Stift Melk

Zum heutigen Ostersonntag wurden wir zum Frühstück mit einem liebevoll gebackenen Osterkranz überrascht. Unser heutiger Ausflug führte uns in die wunderschöne Wachau. Die Wachau und das Stift Melk gehören zum Weltkulturerbe der UNESCO. Wir besuchten eines der prachtvollsten Barockbauten Europas, das Stift Melk, welches zu den meistbesuchten Ausflugszielen Österreichs zählt. Während unserer interessanten Führung besichtigten wir das ehemalige Kaiserzimmer, den Marmorsaal und die Stiftsbibliothek. Anschließend hatten wir die Möglichkeit die prachtvolle Stiftskirche zu besuchen. Da gerade Mittagsgebet war könnten wir den tollen Klang der Orgel genießen. Anschließend fuhren wir entlang der Donau durch die ca. 30 Kilometer lange Wachau. Dabei sahen wir romantische Orte, die Burgruine Aggstein, den Ort Spitz mit seiner Burg und das Stift Göttweig. In Dürrnstein, einem der schönsten Orte, unternahmen wir einen Spaziergang durch den malerischen Stadtkern. Auch geschichtlich hatte der Ort etwas zu bieten. In der Burgruine von Dürnstein wurde Richard Löwenherz gefangen gehalten. Neben typischen Weinen kann man hier auch eine weitere Spezialität der Wachau erwerben: Marillen, aus denen leckere Marmeladen, Schnäpse und Liköre hergestellt werden. Ein schöner Tagesausflug ging zu Ende. Im Hotel erwartete uns wieder ein leckeres Abendessen. Auch der Osterhase schaute noch schnell vorbei und hatte für alle noch eine Überraschung. Mit einem Film über Schloss Schönbrunn endete unser heutiger Tag.

06.04.2015: Schloss Schönnbrunn

Heute fuhr Josef mit uns noch einmal nach Wien, unser erstes Ziel war Schloss Schönbrunn mit seinen schönen Parkanlagen, dem Neptunbrunnen und der Gloriette. Bei diesem wunderschönen sonnigen warmen Wetter lohnte sich ein Bummel in den Parkanlagen und über den Ostermarkt.
Nach unserem Aufenthalt fuhren wir über die Höhenstraße zum Cobenzl. Weiter führte uns die Fahrt auf den Kahlen Berg. Dort befindet sich die Kirche, wo Graf Sobiecki 1683 mit seinem Ersatzheer aufgebrochen ist, um Prinz Eugen von Savoyen gegen die Türken vor Wien zu unterstützen. Von der Terrasse vor der Kirche hat man einen schönen Blick auf die gesamte Stadt und die Donau. Es ging wieder abwärts und wir fuhren nach Klosterneuenburg. Die Attraktion des Ortes ist das gleichnamige Stift. Während unserer Führung besuchten wir die die Stiftskirche, den Kreuzgang, den siebenarmigen Leuchter der Agnes und den weltberühmten Verduner Altar. Nach der Führung erwartete uns wieder eine Überraschung, ein Stück leckeren Marillenkuchen. Wieder zurück im Hotel genießen wir ein leckeres Osterbuffet. Wobei gar nicht der Lammbraten der Renner war, sondern das Wiener Schnitzel, das mehrfach nachgebraten wurde. Anschließend zeigte uns Sepp noch einige Bilder über das Hochwasser. Während seinem Gaudi Vortrag zeigte er uns auch noch einige Filme aus seinem Spaßlabor. Es war ein lustiger Abschlussabend.

07.04.2015: Rückreise

Liebevoll, so wie wir von Familie Hornung betreut wurden, war auch der persönliche Abschied. Ich wünsche Heidi & Sepp noch viele nette Reisegruppen.


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