Van-Gogh-Brücke, Arles – Geheimtipp Fotomotiv

Vincent van Gogh (1853 – 1890) darf als einer der Begründer der modernen Malerei gelten. Mit cha-rakteristischer Pinselführung und impressionistischen bis nach-impressionistischen Zügen präsentieren sich seine Werke, von denen eine beachtliche Anzahl – über 850 Ölgemälde und über 1000 Zeichnungen – erhalten sind. Thematisch kehren bestimmte Motive immer wieder
Von Michael Krause / 17.04.2012
https://bilder.eberhardt-travel.de/Laender/Frankreich/F_Bruecke_Van_Gogh4.jpg

Die „Brücke von Langlois“, weltbekannt als Thema mehrerer Van-Gogh-Gemälde, gehört unbedingt als „Geheimtipp“ zu den Attraktionen der Stadt Arles in der französischen Provence. Der niederländische Maler hat nie nennenswerten Unterricht in Malerei erhalten und sich alle Fähigkeiten autodidaktisch und durch Kopieren verehrter Maler erarbeitet. Seine eigenen Werke stammen aus seinen letzten zehn Lebensjahren, unter anderem, als er die Heimat verlassen hatte, um dem „nordischen Winter“ zu entfliehen und die „blauen Töne und heiteren Farben des Südens“ (Zitat nach Wikipedia) zu entdecken.

Eine Weile ließ er sich in Arles nieder, in der Provence, am Rande der Camargue. Eigentlich war der Ort nur als Zwischenstopp geplant, aber van Gogh erwies sich hier als sehr produktiv. 

Ein immer wieder gern verwendetes Motiv, das ihn an seine Heimat erinnerte, waren Zugbrücken im holländischen Stil. Einige davon waren auch in der Umgebung von Arles zu finden, hatte doch in der ersten Hälfte des 19. Jh. ein holländischer Ingenieur elf baugleiche Zugbrücken am ehemaligen Rhone-Nebenkanal von Arles nach Bouc errichtet. Welche der Brücken der Künstler genau gemalt hat und ob verschiedene seine Motive waren, lässt sich nicht genau rekonstruieren, nur in wenigen Fällen geben Bildumgebung oder –hintergrund klaren Aufschluss darüber. Allerdings wurden alle Brücken bis auf eine im zweiten Weltkrieg zerstört, die verbliebene wurde 1959 von ihrem Originalstandort Fos-sur-Mer abgebaut, später (1962) bei Arles aufgestellt. Heute bietet die 1997 komplett restaurierte Brücke ein herrliches Fotomotiv, von dessen Existenz viele Reisende gar nichts wissen. Umso mehr sind die Besucher entzückt, wenn sie jenes „Stückchen“ Van Gogh am Rande der Camargue finden und den Reiz der alten Zugbrücke entdecken, die – obwohl das Bauwerk nicht mehr am Originalschauplatz zu finden ist – immer noch die Inspiration des Malers erahnen lässt 



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