Die Kroatische Hauptstadt Zagreb – eine europäische Metropole!

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Autor: Steffen Mucke
31.03.2017

Mittelalter, Habsburger Kaiserreich und Moderne in Einem.

Wenn wir an den einstigen Glanz der Habsburger Monarchie denken, fallen uns dazu sofort wichtige Metropolen ein, die bei keinem Reiseveranstalter in den Katalogen fehlen dürfen. Dazu gehören Prag, Budapest und natürlich Wien selbst; suchen wir aber nach Zagreb, da sieht das Angebot doch eher dünn aus und ich habe mich schon oft gefragt, warum das so ist! Zagreb ist heute die Hauptstadt der Republik Kroatien, sie hat eine lange Geschichte hinter sich und sie ist sehr sehenswert! Einstmals wuchs der Ort aus zwei Siedlungen, die sich zunächst sogar bekriegten, zusammen. 1557 wurde, nachdem die Türken sich zurückzogen, der Ort Hauptstadt Kroatiens; wenig später begann die Habsburger Herrschaft und es waren die Jesuiten die die Bildung nach Agram, so hieß die Stadt bei den Österreichern, brachten. Ein barocker Bauboom begann und von den Gebäuden, die zu dieser Zeit entstanden, ist noch vieles erhalten. Ein umfangreicher Neuaufbau musste dann aber nach dem verheerenden Erdbeben von 1880 erfolgen, zu einer Zeit als sich das Habsburger Reich noch auf dem Höhepunkt seiner Macht befand und diesbezüglich viel Geld zur Verfügung stand, Agram nach allen Maßstäben der modernen Urbanität neu zu gestalten. Die Stadt wurde, mit der Wahrung der alten Substanz, an allen Ecken zum Schmuckstück in denen sich bis zum heutigen Tag das Meiste erhalten hat. Umso verwunderlicher ist es, bei einem Spaziergang durch Zagreb wird das klar, dass diese sehenswerte europäische Hauptstadt immer noch viel zu stiefmütterlich behandelt wird!

Markuskirche

Der Rundgang wird zur Zeitreise. Dem Mittelalter begegnen wir am Steintor, dem einzig erhalten gebliebenen Stadttor, heute eine Kapelle bergend, die wir sozusagen im Vorübergehen kennenlernen. Dann, auf dem Weg zum Markusplatz, ja den gibt es auch in Zagreb, nur ohne Tauben, staunen wir über ein wunderschönes Ensemble gepflegter barocker Bauten, hier befindet sich das Machtzentrum des Landes mit Regierungssitz und Parlament. Doch der Blick fällt zunächst auf die bunten Dachziegel der Markuskirche, deren älteste Teile aus dem 13. Jahrhundert stammen, während der Zwiebelturm die Jahreszahl 1841 trägt. Nur wenige Schritte von hier trennen uns vom Aussichtspunkt. An dieser Stelle hat der Besucher einen grandiosen Blick über die Häuser der Stadt; auf einer Treppe geht es dann abwärts zum Jelacic - Platz, dem schlagenden Herzen dieser europäischen Metropole. Junges Volk und Senioren, vermischt mit den Touristen aus aller Welt, geben sich hier ein Stelldichein, genießen einen guten Kaffee oder einen leckeren Eisbecher und können dabei dem munteren Treiben einer quirligen Stadt zuschauen. Auch hier ist in den letzten Jahren viel renoviert und restauriert worden, die gepflegten und recht farbenfrohen Fassaden zeugen davon. Möchte der Tourist dann doch etwas mehr Ruhe, bummelt er wenige Meter aufwärts zur Kathedrale und kann hier in das große Kirchenschiff eintauchen, welches Kunstwerke aus vielen Stilepochen birgt. Auch dieses beindruckende Gotteshaus wurde nach dem Erdbeben wieder völlig neu aufgebaut und erstrahlt mit seinen zwei Türmen in neogotischer Pracht.

Viel gäbe es noch zu erzählen von einer beeindruckenden Stadt die in Bedeutung und Attraktivität keineswegs hinter Prag oder Budapest zurücksteht. Ich freue mich jedes Mal auf die einzigartige Atmosphäre der alten Habsburger Metropole, die vom Mittelalter bis zur Moderne so manches zu bieten hat, ein Besuch lohnt auf jeden Fall!

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