Reisebericht: Rundreise Großbritannien - einmal RICHTIG erleben!

01.06. – 16.06.2019, 16 Tage Busrundreise London - Stonehenge - Salisbury - Cardiff - Porthmadog - Lake District - Edinburgh - Stirling - Glen Coe - Isle of Skye - Inverness - Falkirk

Britische Kultur einmal satt erleben können wir auf dieser Reise. Wir tauchen ein in die englische und schottische Geschichte mit ihren Königen und Königinnen und auch in die fantastischen Landschaften auf dieser Reise.

1. Tag: Anreise nach Lille


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Sehr früh geht es an diesem Tag los, damit wir nicht so spät an unserem ersten Übernachtungsziel ankommen. Wir wollen morgen die Fähre nehmen auf die Insel....!
Alle Gäste kommen schließlich zum Bus und wir starten unsere Reise, die ohne Zwischenfälle heute ohne Staus und andere Störungen bis nach Lille verläuft. Trotzdem sind wir froh, dass wir etwas früher als erwartet im Hotel ankommen. Müde sind alle, begann doch für die meisten der Tag sehr früh. Nach dem Abendessen fallen alle nur noch in das Bett.

2. Tag: Fährüberfahrt - Canterbury - London


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Nach dem Frühstück fahren wir rechtzeitig los, denn unser Bus braucht heute noch ein wenig Nahrung. Schnell sind wir in Calais, die Stadt die im Laufe der Geschichte einiges ertragen musste und heute ein wichtiger Fährhafen nach Grossbritannien ist. Am Terminal ist heute nicht so viel los und wir werden bald zum Auffahren aufgefordert. Die Überfahrt ist ruhig und durch das schöne Wetter können wir die Klippen von Dover schon von Weitem sehen. Die bis zu 106 m hohen Steinwände bestehen aus feinkörnigem Kalk, der seinen Ursprung in der Kreidezeit hat. In dieser Zeit befand sich hier ein tropisches Meer in dem sich die Gehäuse der Schalentiere anhäuften und sich als Sedimente aufschichteten. Heute erscheinen sie besonders weiß, da sie von der Sonne beschienen werden. Langsam kommen wir näher und die Burg von Dover thront über allem. Wir fahren in das Hafenbecken und endlich dürfen wir zu unserem Bus. Hier in Dover und auch in Canterbury, unserem ersten Ziel in Grossbritannien, kam im Jahr 1066 n.Ch. Wilhelm der Eroberer vorbei, um sich an seinem Ziel in Westminster Abbey krönen zu lassen. Canterbury wird auch als das "englische Rom" bezeichnet, denn hier ist das Zentrum der Anglikanischen Kirche und Sitz des Erzbischofs. Wir betreten das weitläufige Areal der Anlage durch ein beeindruckendes Tor und gehen gleich in den Kathedralenbau der eine imposante Länge von 160 m hat. Die Decke des Langhauses bleibt wegen Restaurierungs-arbeiten leider vor unseren Blicken verborgen aber wir können in die Kuppel des Vierungsturmes schauen mit seinem Gewölbe im sog. "Perpendicular Style". Durch den Lettner gelangen wir in den Chor, welcher aus einer früheren Zeit stammt. Berühmt wurde die Kathedrale durch den Mord an Thomas Becket, der als Bischof in seiner eigenen Kathedrale auf Anordnung von Henry(Heinrich) II. ermordet und danach zum Märtyrer wurde. Zu seinem Grab, welches später von Heinrich VIII. zerstört wurde, ströhmten die Gläubigen in Scharen. An der Stelle des Grabes brennt heute ein Kerzenlicht. Wir gehen zum Kreuzgang und landen dann in einem schön angelegten Kräutergarten. Nach einer verdienten Kaffeepause gehen einige von uns noch ein wenig durch das Städtchen, welches einen gemütlichen Charakter hat.
Dann geht es zurück zum Parkplatz wo unser Bus steht. Von Canterbury fahren wir weiter in Richtung London. Schon auf der Autobahn wird uns klar, dass wir wohl heute ein wenig später als vorgesehen in London ankommen werden. Eine Ferienwoche geht zu Ende und für den morgigen Tag hat sich doch glatt Herr Trump zu einem Staatsbesuch angesagt. Wir ahnen, dass das wohl unseren Aufenthalt in London etwas beeinträchtigen wird, sind doch begleitend Straßensperren und auch Demomstrationen gegen den Besuch angekündigt. Schon bald bewegen wir uns im Schneckentempo durch Londons Straßen. Unser Hotel welches im Westen der Stadt liegt ist aber nur über diesen Weg zu erreichen. Wir fahren durch den Stadtteil Greenwich mit seinem berühmten Garten und kommen schließlich doch mit einiger Verspätung in unserem Hotel an. Gleich gehen wir zum Abendessen und treffen auf die Mitreisende, die mit dem Flugzeug angereist ist. Sie hatte schon gedacht, dass wir nicht mehr kommen. Trotzdem schmeckt uns das Abendessen in diesem wirklich großen Hotel im Stadtteil Hammersmith.

3.Tag: London - Abendessen im Pub


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Wir starten heute eine halbe Stunde früher als vorgesehen, damit uns unsere Stadtführerin Theresa trotz Staatsbesuch ihr London zeigen kann. Wir fahren in Richtung Osten. Unser Fahrer Andreas hat heute wirklich eine besonders anstrengende Aufgabe: Er soll uns sicher durch den wirklich chaotischen Londoner Stadtverkehr manövrieren. Dabei stellt sich heraus, dass nicht alle Engländer Gentlemen sind. Es wird gedrängelt und gehupt. Durch das Chaos schlängeln sich Radfahrer verschiedener Couleur: feiner Zwirn, Sportlerkleidung und Studenten, die wohl alle einen wichtigen Termin haben, und wenn es der Job ist. Es ist ein Montag nach den Ferien. Wir fahren durch Kensington, einem feinen Wohnviertel und es gelingt uns tatsächlich noch, einen Blick auf den Buckingham Palace zu werfen. Man hat schon begonnen das Stadtgebiet abzuriegeln. Trotzdem gelingt es uns, einen Großen Teil der Londoner Innenstadt zu durchfahren: Kensington, Picadilly Circus, Trafalgar Square und auch die wichtigen Shoppingmeilen wie Oxford Street. Das berühmte Kaufhaus "Harrods" versteckt im Moment seine Fassade hinter einer Gerüstplane. Bunt ist London und voller Leben. Die "St.Paul's Cathedral" betrachten wir vom 6. Stockwerk eines Einkaufszentrums. Vieles hat sich in den letzten Jahrzehnten gewandelt aber noch ist London eines der wichtigsten Finanz- und Wirtschaftzentren weltweit. Wir überfahren die berühmte Towerbridge und beenden unsere Rundfahrt am Tower von London. Einige von uns möchten sich unbedingt die berühmten Kronjuwelen anschauen. Wir verabschieden uns von Theresa, die uns einen kurzweiligen, lustigen und informativen Vormittag beschert hat und strömem auseinander. Am späten Nachmittag treffen wir uns wieder, um unseren Tag in einem typischen Londoner Pub direkt am Ufer der Themse zu beschließen. Es gibt Fish'n Chips und ein echtes englisches Bier. Anschließend spazieren wir durch diesen schönen Stadtteil in unser Hotel zurück.

4. Tag: Stonehenge - Salisbury


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Früh starten wir heute, denn es sind wieder einige Demonstrationen angekündigt und wir dürfen nicht zu spät zu unserem ersten Termin kommen. Wir sind für den Besuch des wohl berühmtesten Steinzeitlichen Steinmonuments angemeldet. Wir fahren durch die Ebene von Salsbury und plötzlich tauchen sie rechts an der Straße auf, die Megalithe von Stonehenge. Vieles über ihre Bedeutung ist noch unklar.  Wir fahren vom Besucherzentrum mit einem Shuttlebus zu den Steinen, denn das Wetter ist heute ein wenig feucht und ab und zu regnet es ein wenig. Anschließen können wir uns im Besucherzentrum einige der Fundstücke aus der Umgebung anschauen: menschliche Knochen aus Gräbern und Grabbeigaben, aber auch Werkzeugreste und andere Artefakte. Auch eine Juwelierkünstlerin der heutigen Zeit fand Inspiration durch die Steine. Ihre Werke können zur Zeit betrachtet werden. Nach dieser Reise in die Steinzeit stärken wir uns erst einmal durch unsere Bordküche. Dann geht es weiter in das nahe gelegene Städtchen Salisbury. Wir bummeln durch die Straßen und gehen über den lebhaften Markt der wohl gerade in den letzten Zügen liegt, denn die Reste an Obst und Gemüse werden lautstark ausgerufen. Durch den einsetzenden Regen wird es ein wenig ungemütlich aber wir kommen trotzdem fast trocken zur Kathedrale, die ein Werk der frühen englischen Gotik ist und sehr schnell fertig gestellt wurde. Schlicht ist ihr Stil. In dem Taufbecken aus der neueren Zeit spiegeln sich die bunten Kathedralenfenster. 
In einem angrenzenden Raum ist eine der frühen Handschriften, die "Magna Carta Libertatum" ausgestellt. Sie bildete im Jahr 1215 den Grundstein des Parlamentarismus, der Freiheit für den Adel und trennte die Krone und Kirche voneinander. Sie ist eine Quelle des englischen Verfassungsrechts. Vorbei am Kreuzgang verlassen wir die Kathedrale und gehen zu unserem Bus zurück. Unser letztes Ziel ist heute unser Hotel im Städtchen Exeter. Heute übernachten wir in einem eher traditionellen englischen Hotel. Freundlich ist der Empfang und wir beziehen unsere Zimmer. Am Abend erwartet uns ein wunderbares Menu und wir beenden unseren ereignisreichen Tag.

5.Tag: Exeter - Knighthayes Court - Newport


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Früh starten wir auch heute, denn wir machen einen kleinen Stadtbummel durch Cardiff. Wir winken unseren Bus auf die Fahrbahn und lassen uns bis in das Citycenter bringen. Langsam spazieren wir in Richtung Kathedrale, die ein Werk der frühen Gotik in England ist. Wir können dieses Gebäude aus der gotischen Frühzeit sogar ohne Eintritt besuchen, da noch nicht 09.00 Uhr ist. Schnell huschen wir hinein und betreten eine sehr beachtliche Kathedrale, die mit wunderschönen imposanten Gewölben, bungen Glasfenstern und eine mächtige Orgel beeindruckt. Weiter bummeln wir durch den Ort und bewundern die Mittelalterlichen Bauten. Im westlichen Stadtviertel gehen wir dann entlang der alten Stadtmauer in den westlichen Bezirk. Hier vor der Stadtmauern war früher sumpfiges Gebiet auf dem sich zahlreiche Mühlen befanden.
Wir kommen an den Flußstrand und nachdem wir eine Fussgänger-Brücke passiert haben sehen wir auch schon von Weitem Andreas der auf uns wartet. Wir starten dann in Richtung Knighshayes Court, ein großes Anwesen mit geplanten Gartenbeeten und Bäumen, typisch englisch eben. Die Anfahrt stellt sich aber ein wenig schwieriger raus als gedacht und geplant. Wir sollen nicht nach Naviation fahren sondern den Schildern folgen, nur gibt es an den entscheidenden Stellen keine Schilder. Wir fahren durch die Umgebung und die Straßen werden immer enger. Unser Bus übersteht die Fahrt auch nicht unbeschadet. Da hilft nur umkehren zum Ausgangspunkt im Ort und noch einmal Schilder suchen, Wir fragen an einer Tankstelle und ein junger Mann bedeutet, dass es nach Knighthayes Court keine Schilder gäbe aber er könne uns den Weg aufschreiben, da er dort immer Cricket spielen würde. Nach diesem Plan kommen wir hin, aber nur fast, denn der Abzweig ist tatsächlich wieder nicht markiert oder ausgeschildert. Wir fragen noch einmal einge junge Frau und sie deutet auf den
Weg. An der Rezeption besteigen wir ein shuttle Fahrzeug welches uns zu dem Viktorianischen Anwesen bringt. Hier können wir durch den angelegten Gartenpark spazieren. Weiter geht es dann zu unserem Nachmittagstee. Auch hier stellt sich die Anfahrt als kompliziert heraus.
Das Swann-Hotel in Wellt hat schon sehr illustre Gäste wie Winston Churchill beherbergt.
Wir genießen die noch warmen Scones zu denen clotted-cream, ein sehr dicker Rahm, und Erdbeermarmelade gereicht werden. Der Tee schmeckt auch sehr gut. Danach laufen wir zu Fuß zum Busparkplatz, wo unser Bus mal wieder auf uns wartet. Die nächste Etappe bedeutet für unseren Fahrer Andreas die letzte Stunde fahrt für diese Reise, denn seine Abkösung Igor erwartet uns schon an der berühmten Severn-Bridge. Diese und auch die 2. Severn-Bridge, eine gewaltige Hängebrücke, gehören zu dem sog. "Severn-Crossing".
Wir fahren über den Severn und erreichen bald unser nächstes Hotel schon in Wales. Beim Abendessen stellen wir fest, dass die Portionen hier um einiges größer sind als in England. Nach diesem üppigen Abendessen fallen wir alle müde ins Bett.

6.Tag: Botanischer Garten von Wales - Tenby


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Heute verspricht ein schöner Tag zu werden und wir verlassen optimistisch unser Hotel. Wir fahren nicht weit Cardiff, der Hauptstadt von Wales. Am Nationalmuseum treffen wir unseren Stadtführer Tony der uns sein Cardif zeigen möchte. Wir spazieren erst einmal ein wenig in dieser Gegen und erfahren etwas über die Waliser, ihre Politik und ihre Kultur. Cardiffs Verwaltungskomplex gruppert sich um den Grünanlagen des Alexandra Gartens. Wir fahren entlang des Schlosses und weiter durch die Innenstadt vorbei am Millenium Stadium. Weiter geht es in Richtung Cardiff Bay wo wir ebenfalls aussteigen. Wir besichtigen den neuen Stadtteil mit dem Millenium Center, einer Spielstätte für Opern, Musicals und Konzerte. Es hat eine interessante Architektur. Eine Skulptur erinnert an die Opfer des Meeres. Die norwegische Kirche wurde seinerzeit für Seeleute gebaut, die hier am Hafen ihr Vergnügen suchten. Im letzten Jahrhundert war hier das Rotlichtviertel und viele Damen warteten auf Kundschaft. Die Skulptur welche an den Antarktisforscher Captain Scott erinnern soll ist schon ein wenig restaurierungsbedürftig.
Nun aber wird es Zeit weiterzufahren, wartet doch der wunderschöne Botanische Garten von Wales auf uns. Es wird immer wärmer und wir freuen uns über dieses Sonnenwetter. Gerade richtig um in die Botanik zu gehen. Wir lassen unseren Bus am Parkplatz und jeder kann individuell seinen Interessen nachgehen. Es gibt ein riesiges Gewächshaus für Pflanzen aus dem Mittelmeerraum und ähnlichen Klimaten, wie z.B. Südafrika, ein Schmetterlingshaus mit frei umherfliegenden Schmetterlinge, einen Kräutergarten und viele andere bunte blühende Überraschungen. Auch erfährt man etwas über die verschiedenen Gesteinsarten von Wales und die Auswirkungen auf die Zusammensetzung der Erdschichten. Danach nehmen wir einen kleinen Mittagsimbiss am Bus und fahren weiter in die niedliche Stadt Tenby. Diese Stadt profitierte von ihrem sicheren Hafen und wurde durch eine Stadtmauer von den Normannen befestigt. Auch gibt es einen Sandstrand und so werden viele Reisende angezogen. Wir bummeln individuell durch dieses hübsche Städtchen. Vom Castle hat man einen schönen Blick über die Bucht und sogar Cornwall ist von Weitem zu sehen. Nach diesem schönen Spaziergang gönnen sich einige noch ein Eis, welches hier besonders gut schmeckt.
Nach diesem schönen Aufenthalt blicken wir alle erwartungsvoll unserem Hotel entgegen. Erst einmal aber müssen wir noch eine gute Stunde durch die walisische Landschaft fahren.
Das Hotel liegt schön über einer Bucht mit einer wunderbaren Aussicht. Das Abendessen schmeckt uns und danach lässt der Sonnenuntergang die Landschaft noch einmal in einem ganz besonderem Licht erscheinen. Ein schöner Tag in Wales geht dem Ende zu.

7. Tag: Zugfahrt von Porthmadog nach Blaenau


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Heute morgen schauen wir aus dem Fenster und der Himmel ist grau. Wir haben heute eine etwas länger Fahrtzeit vor uns und verlassen unser Hotel nach einem ordentlichen Frühstück um nach Mittelwales zu fahren. In dieser Region hat man früher intensiv Schiefer abgebaut und hier in der Region zum Decken der Dächer verwendet. Ebenfalls hat man diesen vielseitig verwendbaren Stein exportiert. Im Hafen von Porthmadog wurde der Stein in Schiffe verladen nachdem man ihn mit einer Bahn von den Minen hierher transportiert hatte. Die Zuglinie, die wir heute befahren werden, wurde einst für den Transport von Schiefer von den Minen bis zum Hafen erbaut. Heute fährt dieser nostalgische Dampfzug Reisende die einen Teil des Snodownia Nationalsparks von der Bahn aus erleben möchten. Wir fahren aber erst einmal eine Weile und kommen durch den Ort Machynlleth, wo der walisische Volksheld Owein Glyndewr ein Parlament für das dann freie Wales ins Lebens rief. Es regnet ziemlich heftig und wir fahren durch bis zu unserem Bahnhof in Porthmadog wo wir erst einmal einen Imbiss einnehmen. Dann geht es los. Das Wetter könnte besser sein aber was wäre Wales ohne ordentliches Regenwetter? Nun, auf alle Fälle nicht so grün. Wir rauschen durch Nebel verhangene Berge und grüne Wiesen, auf denen sich die Schafe nicht beirren lassen. So geht die Fahrt schnell vorbei und bei immer noch strömenden Regen bewegen wir uns anschließend in Richtung Bus der von unserem Fahrer Igor inzwischen nach Blaenau Ffestiniog gebracht wurde. 
Von hier fahren wir durch Wales, vorbei am Städtchen Conwy, welches im Nebel versinkt, in Richtung Hotel. Auf dem Weg ist viel Verkehr, denn es ist Freitag und alles bereitet sich auf das Wochenende vor. Auch ist das Industriegebiet zwischen Liverpool und Manchester nicht gerade das verkehrsarmste des Landes. Diese beiden ehemaligen Industriestädte haben in den letzten Jahren einen kolossalen Wandel erfahren. Beide Ort sind bekannt durch die erfolgreichen Fußballklubs, die feinen Stoffe, welche vorwiegend aus Manchester kommen (Manchester-Tweed) und natürlich was wäre Liverpool ohne die Beatles. Hier kamen sie her, aus der Wiege der Beat-Kultur, die 4 "Pilzköpfe" die eine Musikrevolution unterstützten, wenn nicht gar anfachten.
Ein wenig müssen wir uns durch stockenden Verkehr kämpfen dann sind wir in unserem Hotel, einem ehemaligen viktorianischen Landsitz, heute ein Radisson-Hotel. Typisch englische Zimmer mit Hosenbügler, Tee- und Kaffeebereiter und Handtuchheizung erwarten uns. Wir nehmen unser Abendessen stilgerecht in einem der zahlreichen Räume ein. Schauen wir ob uns das Wetter morgen freundlicher gesonnen ist, denn wir wollen auf dem Lake Windermere eine Bootsfahrt machen.

8.Tag: Lake District - Bootsfahrt - Gretna Green


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Heute sieht der Himmel auch nicht vielversprechender aus als gestern. Trotzdem lassen wir und unsere Laune nicht verderben, denn wir haben alle die richtige Kleidung eingepackt. Wir fahren durch die zauberhafte Landschaft des Lake District und kommen sehr rechtzeitig in Bowness an. Wir fahren bei Regen los und die Landschaft sieht ein wenig wie in den vielen englischen Romanen aus, die oft etwas Mystisches und Unheimliches in ihrer Handlung zum Thema machen. Wir starten pünktlich und glauben nach 15 Minuten, wir wären schon am Zielort und alle müssen aussteigen. Doch  nachdem wir an Land gegangen sind entpuppt sich
Ambleside als ein anderer Ort und wir wollen schnell wieder an Bord, doch unser Schiff ist weg. Auf Nachfrage wird uns gesagt, dass das Boot in einer Minute kommen und uns nach Ambleside bringen wird. Das Schiff, welches kommt ist noch kleiner als unser Schiff, das uns hierher gebracht hat. Aber da alle von uns schwimmen können (es wurde extra nachgefragt) macht uns das nichts aus. In dieser kleinen Nussschale fahren wir unserem Zielhafen entgegen. Unser Fahrer wartet dann schon in Ambleside und führt uns zum Bus. Es beginnt immer mal wieder heftig zu regnen. Aber wir sind im trockenen Bus und machen jetzt eine kleine Panoramafahrt durch den Lake-Distrikt, der ein Produkt der letzten Eiszeit vor ca. 15000 Jahren ist. Ein Nationalpark der besonders geschützt wird wie alle Nationalparks. Wiesen, Wasserfälle und Schafe begleiten unseren Weg. Manche dieser kuscheligen Tiere sind bunt und in manchmal schrillen Farben markiert. Jeder Bauer soll doch seine Schafe wiederfinden.
Frühzeitig kommen wir in Gretna Green an und wir bekommen tatsächlich eine vorgezogene
Heiratszeremonie. Unser Brautpaar aus der Gruppe ist glücklich und der Brautvater (auch jemand aus der Gruppe) freut sich über seinen neuen Schwiegersohn. Viele echte Hochzeiten gibt es heutzutage in Gretna Green und heute gab es schon 5. Mittlerweile gibt es 2 Räume dafür, da an manchen Feiertagen parallel getraut wird. Ein nettes kleines Museum zeigt Dinge die in Verbindung mit diesen Hochzeiten stehen. Ein Hochzeitsdress für Männer, ein schottischer Kilt (Schottenrock), ist auch dabei. Im Bus essen wir noch die Hochzeitskekse die uns Eberhardt-Reisen spendiert und ein Kaffee schmeckt auch dazu. Dann aber fahren wir zu unserem Hotel in einem Stadtteil bei Edinburgh und einige gehen noch ein wenig am Meer spazieren das in der Nähe vom Hotel liegt. Das Abendessen lassen wir uns hinterher schmecken. Am Abend lugt sogar die Sonne eine wenig heraus.

9.Tag: Stadtrundfahrt Edinburgh


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Die Nacht war für uns heute etwas unruhig, denn es gab 2 mal Feueralarm der wohl nach Aussage des Hotels von einen Föhn ausgelöst wurde. Nun von uns war es niemand und viele haben beim zweiten Mal erst einmal abgewartet. Das Frühstück schmeckt trotzdem und so wind wir gestärkt für das was kommt.
Der heutige Tag steht ganz im Zeichen von Edinburgh, die heimliche Hauptstadt von Schottland (die Richtige ist Glasgow). Wir treffen unsere Stadtführerin in der Stadt. Eine zugereiste junge Österreicherin mit wallendem roten Haar. Lustig gekleidete Menschen durchqueren die Stadt und wir fragen nach dem Anlass. Unsere Führerin weiss Bescheid: Es sind die sog. "Moonwalker" die in der Nacht etliche Kilometer zurückgelegt haben. Es handelt sich um eine Wohltätigkeitsveranstaltung. Die sog. "Walker" werden gesponsert und der Erlös kommt einer Organisation zugute. Wir fahren vorbei an einem College in dem nur diejenigen hingehen können die es sich leisten können, da es nicht ganz günstig ist. Tony Blair und Ian Flemming haben es besucht, wogegen James Bond Darsteller Sean Connery als Milchmann dort gearbeitet hat. Nun er hat es ja doch noch zu etwas gebracht. Wir fahren zum Firth of Forth, zum Hafen. Dort sehen wir einen wunderbaren Leuchtturm und die Attraktion schlechthin: Die königliche Yacht "Britannia", die besichtigt werden kann und wir sehen sie wenigstens von außen. Wir erfahren, dass die schottische Polizei keine Waffen trägt und sich besonders auf Deeskalation versteht und ausgebildet ist ... uns ist das sehr sympathisch.
Wir begegnen dem wohl berühmtesten Hund Edinburghs: dem "Greyfriars Bobby" - der nach dem Tod seines Herren nicht das Haus verlies und wohl von den Anwohnern regelmäßig gefüttert wurde, seinem Herr über den Tod hinaus ein treuer Hund (oder war es das Futter der Anwohner?) Auch unsere Reiseleiterin ist da skeptisch aber originell ist die Bronzeskulptur schon, können aus ihr doch Menschen und Hunde Wasser trinken, da es ein Brunnen ist. Endlich sind wir am Burgberg von Edinburgh. Wir bekommen noch die einzelnen Gebäude erklärt bevor wir uns alleine auf den Weg machen, um die Innenräume zu besichtigen. Ab jetzt ist Freizeit für alle und am späten Nachmittag treffen wir uns um zurück in unser Hotel zu fahren. 

10.Tag: Stirling Castle - Glen Coe - Fort William


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Heut heisst es von Edinburgh Abschied zu nehmen. Augeruht und frisch (ohne Feueralarm in der Nacht) starten wir zu unserer Fahrt weiter in den Norden. Dazu müssen wir den Firth of Forth überwinden, den Meeresarm an der Ostküste und gleichzeitig die Mündung des Flusses Forth. Welche Brücke nehmen wir? Wir fahren zu einem Aussichtspunkt. Nicht für unsere Entscheidung sondern für den Überblick, denn es gibt 3 Überquerungen an dieser Stelle. 2 davon sind für uns geeignet. Wir bewundern aber trotzdem die am Ende des 19.Jahrhunderts errichtete Forth-Bridge, die als erste Brücke komplett aus Stahl errichtet wurde. Auf unserem Weg zum Stirling-Castle nehmen wir die neueste Firth of Forth-Brücke aus dem 21.Jahrhundert: die Queensferry Crossing, die im Jahr 2017 eröffnet wurde. Das Stirling Castle welches vom 12. bis zum Ende des 17.Jahrhunderts die Hauptresidenz der schottischen Könige war spielt in der Geschichte des Landes eine bedeutende Rolle. Viele Auseinandersetzungen zwischen den Schotten und den Engländern spielten sich im Umfeld der Burg ab. Auch Maria Stuart soll im zarten Alter von 7 Tagen hier gekrönt worden sein. Beeindruckend sind viele Details an der Burg die hauptsächlich aus der Renaissance-Zeit stammen. Beeindruckend ist auch der schön angelegte Terassengarten und die Aussicht auf die Umgebung. An 3 Seiten fallen Felsklippen in das Tal und die Aussicht ist umwerfend. 
Nach einer Mittagspause mit Imbiss im Bus fahren wir weiter in Richtung Norden. Es geht  durch die Trossachs in Richtung Schottisches Hochland. Hier ändert sich die Landschaft, die Berge werden höher und die Vegetation gleicht der einer Heidelandschaft. Spektakuläre Szenerien wechseln mit lieblichen Ausblicken. Wir kommen in die Region von Glencoe. Im Tal des Glencoe hat sich Ende des 17.Jahrhunderts das sog. Massaker von Glencoe abgespielt. Im Auftrag Wilhelms III. sollten unter Führung von Robert Campbell alle Mitglieder der MacDonalds ermordet werden, da der von den Clans abzulegende Treueeid von den MacDonalds zu spät eintraf. Einige der MacDonalds entkamen - trotzdem gab es viele Opfer. 
Nun beide einflußreichen Clans haben es später in den Vereinigten Staaten zu etwas gebracht. MacDonald kennt heute wirklich jeder. Jetzt lassen wir aber die Geschichte sein und wenden uns unserer Realität zu. Wir sind gleich am Hotel von dem wir morgen unsere Fahrt in Richtung Isle of Skye antreten werden. Wir verteilen uns auf unsere Zimmer. Wir sind heute in einem älteren Hotel mit Tradition untergebracht. Da es keinen Fahrstuhl gibt, was in den älteren Häusern manchmal üblich ist, müssen wir unser Gepäck entweder selber tragen oder jemand aus dem Hotel, ein sog. "Porter" trägt unser Gepäck auf das Zimmer. Wir genießen unser Abendessen und gehen früh zu Bett, denn morgen heißt es: früh aufstehen: unsere Fähre geht schon um 09.40 ab Mallaig. Bis dorthin müssen wir noch ein wenig Strecke zurücklegen.

11.Tag: Road to the Isles - Insel Skype


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Früh müssen wir heute aufstehen. Der bestellte Weckruf funktioniert und alle sind pünktlich beim Frühstück. Es gibt ein wenig Verwirrung in der Küche, was sich später als Mißverständnis herausstellt. Wir werden aber alle satt und bald sitzen wir in unserem Bus und sind gespannt auf die Isle of Skye, ein Vorposten Europas. Wir hoffen auf ein wenig Sonnenstrahlen und merken bald, dass ein eisiger Wind von Norden weht. Wir kommen pünktlich an der Fähre in Mallaig an und haben sogar noch ein wenig Zeit uns die Füsse zu vertreten, wenn nur der Wind nicht so eisig wäre. Ist nicht Juni? Das Wetter bleibt verhältnismäßig stabil und nach einer ruhigen Überfahrt kommen wir auf der Insel an. Da es im Ort in dem wir mit unserer Fähre ankommen wirklich nur das "Armadale Castle" mit Garten gibt, versuche wir den Besuch ein wenig vorzuziehen und schon jetzt die Anlage zu besuchen. Da es zur Zeit nicht viele Besucher gibt ist das ohne Probleme möglich und wir genießen einen wunderbaren Vormittag sogar mit Sonne in dieser schönen Anlage, die von dem Clan der Mac Donald erbaut wurde und es war jemand des MacDonald Clans der eine Stiftung zum Erhalt der Anlage ins Leben rief. Wir genießen diese schöne Anlage und bewundern die prachtvollen Gewächse die diesen Garten zu einer Augenweide machen. Araucarien die ihre Heimat in Südamerika (Chile, Argentinien) haben aber auch andere prachtvolle Bäume und auch Blühpflanzen können wir in uns aufnehmen. Ein interessantes Museum und Souvenirshop sind auch vorhanden und hier finden einige von uns nette Mitbringsel oder Erinnerungsstücke. Nach einem Mittagsimbiß und Kaffee fahren wir weiter in Richtung Hotel und kündigen unser früheres Kommen an. Auf dem Weg dorthin gibt es noch einige nette Fotomotive und wir halten dafür an. Schließlich aber freuen sich alle auf ein früheres Ankommen, denn die letzte Nacht war kurz. Unser Zimme sind denn auch bezugsfertig und wir können uns ein wenig ausruhen. Am Abend treffen wir uns dann für ein abwechslungsreiches Abendessen. Noch ein letztes Getränk und der Tag geht in Ruhe zu Ende. Wir freuen uns auf morgen. 

12.Tag: Rundfahrt Insel Skye


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Wir bummeln heute ein wenig und lassen den Tag ruhig angehen. Damit hat unser Frühstücksservice nicht gerechnet. Aber wir bekommen alle unser Frühstück und das Programm kann beginnen. Wir haben heute eine Inselrundfahrt auf unserem Programm die uns in den äußersten Norden der Isle of Skye bringen wird. Wir fahren entlang der Ostküste in Richtung Norden. Die Stimmung ist gut und wird sich im Laufe des Tages noch steigern. Macht das vielleicht der wirklich kalte und unangenehme Nordwind. Wow um eine Frisur brauchen wir uns nicht mehr zu kümmern: einmal im Freien und die Sache ist erledigt. Als wollten uns die alten Bewohner von Skye zeigen was es heisst, hier zu überleben. Unser Bus erweist sich als sichere Insel vor den Nordwinden, aber auch er wird im Laufe des Tages zu schwanken beginnen. In Fahrtrichtung türmen sich dunkle Wolken auf, der Himmel ändert seinen Zustand in Minutenschnelle. Eine dramatische Landschaft liegt vor uns. Wie muss es gewesen sein, als hier im Tertiär die vorletzte Phase der Erdgeschichte einsetzte mit Vulkanausbrüchen und Verschiebungen der Erdkruste. Das Gestein der Isle of Sky ist vielfältig. Wir fahren an dem Gebirge der "Cullins" vorbei. Berge über 3000 ft (entspricht 914,4 m) werden in Schottland Munros benannt und alleine 12 der 13 Munros der Hebriden befinden sich auf Skye in den "Cullins". Sehen können wir davon heute nicht viel, sind doch die größeren Höhen in dichten Wolken. Bald sind wir im Hauptort Portree, dem "Hafen des Königs" angekommen. Wir laufen zu diesem Hafen mit seinen schönen bunten Häusern und können in der Hautpstraße des Ortes die Auslagen in den vielfältigen Geschäften sehen. Es werden hauptsächlich Produkte aus Naturmaterialien der Insel angeboten, wie Wolle und Schafsfelle. Auch hochwertige, warme Kleidung findet man in den Geschäften. Wir fahren weiter und sind gespannt auf eine der Hauptattraktionen von Skye: den 50 Meter hohen Basaltfelsen welcher in den Himmel ragt. Da es sehr windig ist können wir die geplante Wanderung leider nicht machen. Wir würden damit viel Zeit verlieren. Auch ist der Fels heute etwas in Nebel gehüllt. Wir begnügen uns deshalb mit einem Foto von der Straße aus. Schon bei diesem kurzen Ausstieg weht uns ein heftiger Wind um die Nase. Bei unserem nächsten Halt am "Kilt-Rock" werden wir aber mit großartigen Aussichten und Fotos entschädigt. Immer weiter geht es bis (fast) ans Ende der Welt, so fühlen wir uns jedenfalls hier am nördlichen Ende der Insel Skye. Wie muss es aber den armen Schotten des 17. und 18. Jahrhunderts ergangen sein, die weder Elektrizität, geschweige denn Zentralheizung hatten, von den Teerstraßen mal ganz abgesehen. Denen wurde dann auch noch ihr Land genommen in den Highland Clearances. So manche Gedanken kommen einem dazu. Worüber wir und manchmal beklagen! 1792 wurden viele der Pächter gewaltsam aus ihren Häusern vertrieben da das Land für die Schafszucht gebraucht wurde. Manche versuchten Ihr Glück in der Ferne..... und fanden es! In einem kleinen Museum, auch ganz im Norden, kann man den Lebensalltag dieser Menschen nachvollziehen. Hier ist auch das Grab der Flora MacDonald zu besuchen, die einst im Jahr 1745 dem letzten Stuart "Bonnie Prince Charlie" , zur Flucht verhalf da er vernichtend geschlagen wurde. Sie soll im Betttuch des hübschen Prinzen begraben sein.
Wir brauchen jetzt langsam einen kleinen Imbiss und nutzen die Pause hier am Museum. Danach geht es weiter über schmale Straßen wieder in den Süden. Ziemlich schnell ändert sich die Landschaft. Sie ist immer noch grün aber ein wenig dichter besiedelt, was nicht heißen soll dass wir schon von dichter Besiedlung sprechen können. So mancher hat ein Boot in seinem Garten stehen. Auf unserer Rückreise kommen wir wieder an den "Collins" vorbei und machen noch einmal Halt an einer schönen Steinbrücke. Hier in den "Collins" gab es auch Schotten die in den Bergen ihr Glück suchten und es wohl fanden. Wenn sie heute vom sog. "Munro-Bagging" erfahren würden, würden sie sich wohl freuen? Es ist das Bestreben, alle Munros (also Berge Schottlands die höher als 3000 Fuss sind) zu besteigen. Nun wir haben keinen bestiegen und sind trotzdem zufrieden mit diesem Tag an dem wir einige Naturschönheiten Schottlands sehen durften. Wir krönen das ganze am Abend mit einer guten Mahlzeit in unserem Hotel und schauen dem morgigen Tag entgegen, der wieder einige "Highlights" bieten soll.

Tag 13: Inverewe Garden und Loch Maree


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Heute geht es etwas früher los, da wir eine lange Strecke zurückzulegen haben und die Straßen sich ziemlich durch die Landschaft schlängeln. Wir fahren über die "Skye Bridge", die im Jahr 1995 eröffnet wurde und zu Beginn durch ihre hohen Mautgebühren zu vielen Kontroversen führte. Das war mit dem Kauf der Brücke durch die schott. Exekutive mit 27 Mio. Pfund erledigt. Heute fährt man ohne Zahlung hinüber auf das Festland. Die Brücke hat eine maximale Spannweite von 250 m und ist insgesamt 5oo m lang. So sind wir wieder auf dem Festland und werfen noch einmal einen Blick zurück zur einsamen Insel Skye. Gleich sind wir am Silean Donan Castle welches der Stammsitz des Clans der MacRae gehört. So stellt man sich eine schottische Burg vor. Trutzig beherrscht sie die Szenerie. Sie liegt wie es scheint auf einer Insel, gibt es doch eine kleine Brücke zu ihr. Bei Flut könnte man nicht trockenen Fusses zu ihr gelangen, bei Ebbe schon - könnten wir, wenn das Schloss schon geöffnet hätte. Aber wir sind zu früh und so fahren wir weiter. Wir fahren durch die heute sehr feuchte schottiscche Landschaft. Dunkle Wolken lassen nicht Gutes ahnen aber das Wetter ändert sich hier ständig. Wir fahren durch schöne Heidelandschaft zum Loch Maree und finden vor unserem nächsten Haltepunkt eine Möglichkeit zur Befriedigung einiger dringender Bedürfnisse. Gut dass wir gehalten haben, denn an der folgenden "Beinn Eight" Center sind die Toilettenanlagen kaputt.
Wir machen hier eine längere Pause zum Spazieren und schauen: es gibt ein kleines Museum und wir können durch eine Kamera Vögel an Futterröhren beobachten. Ein schöner Weg führt zu durch einen dichten Wald zu einem Aussichtspunkt und es herrscht eine friedliche Atmosphäre. Bald geht es weiter in Richtung Gairloch. Die Fotostopps sind wegen dem regnerischen Wetter heute nicht so zahlreich, wir passieren Gairloch und fiebern unserem Highlight von heute entgegen, dem "Inverewe Garten" am Loch Ewe. Er soll einer der nörlichsten botanischen Gärten weltweit sein und er liegt im Golfstrom, der Meeresstrom aus dem Golf von Mexiko der das Klima Westeuropas und besonders einiger Gebiet im Nordwesten Europas maßgeblich beeinflusst.
Es wird nicht zuviel versprochen. Der Inverewe Garten wurde von Osgood Mackenzie und seiner Tochter angelegt. Sie verwandelten wohl ein ziemlich ödes Gebiet in ein Paradies. Das Klima und auch architektonische Rafinesse sorgen für ein besonders Klima und die Bedingungen sorgen dafür dass sich Pflanzen aus Australien, Neuseeland und sogar Tasmanien hier wohl fühlen. Man wandelt unter Urwaldriesen. Das Haus der Mackenzies kann besichtigt werden und man hat das Gefühl, man würde von den Bewohnern gleich begrüßt. Liebevoll wurden Souvenirs aus der ganzen Welt zusammengetragen und man bekommt ein Gefühl für die Wohnkultur der wohlhabenden Schotten des 19. Jahrhunderts.
Wir müssen leider weiter und machen noch eine kleine Wanderung in der "Corrieshalloch Gorge" zu einem Wasserfall. Eine wackelige Hängebrücke gehört auch dazu. Wir überstehen alles gut und so langsam freuen wir uns auf ein nettes Hotel. Es geht noch ein wenig durch schottische Landschaft und schließlich kommen wir in Beauly im "Lovat Arms Hotel" an. Ein niedliches Hotel mit unverwechselbarem britischen Charme. Schottenkaros, Viktorianisches und sogar einige Himmelbetten erwarten uns. Und da ist auch ein leibhaftiger Kamin. Das Essen schmeckt vorzüglich und so beenden wir einen fast perfekten Tag (warum fast? nun die Sonne hätte schon ein klein wenig mehr scheinen können!)

Tag 14: Whisky-Brennerei - Falkirk Wheel


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Vergnüglich beginnt der heutige vorletzte Tag unserer Reise und es gibt schon wieder Höhepunkte. Aber der Reihe nach. Wir bekommen ein wunderbares schottisches Frühstück serviert. Wir widmen uns heute einer der schottischen Liebhabereien, dem schottischen Getränkt schlechthin: dem schottischen Malt Whisky. Wohl keine andere Nation kennt sich so gut mit dem brauen Getränkt aus wie die Schotten, vielleicht noch die Iren. Aber das ist alles Geschmackssache. Wir müssen uns ja auch wieder nach Süden bewegen und so haben wir heute erst einmal eine längere Fahrstrecke vor uns. Da wir noch ein wenig Zeit haben, schauen wir uns im House of Brouar ein wenig um. Einige finden doch ein paar schöne Souvenirs.
Pünktlich in der Blair Athol Destillerie bekommen wir eine nette Führung, die uns das Wesentliche des Whisky-Herstellungsprozesses erläutert. Ganz einfach ist es nicht so einen Whisky zu produzieren. Gut schmeckt er dieser Single Malt und einige von uns kaufen sich auch ein Fläschchen dieses köstlichen Getränks. Bei der anschließenden Pause im netten Örtchen Pitlochry können wir uns für die Weiterfahrt stärken. Am nachmittag wird das Wetter ein wenig besser und wir sind sehr gespannt auf unsere Fahrt auf dem sog. "Falkirk-Wheel", diesem Schiffshebewerk der besonderen Art, dessen Bau im Jahr 1998 begonnen wurde. Bauzeit war 4 Jahre und es wurde 2002 eröffnet. Es überbrückt einen Höhenunterschied von 24 Metern. Durch die Tunnel verlaufen sogar Wege, damit man das ganze System auch durchwandern kann. Dieses Kanal- und Hebesystem hat heute vor allem touristische und wassersportliche Bedeutung. Oben haben wir eine schöne Aussicht auf die Landschaft der Umgebung. Jetzt wird es Zeit in Richtung Hotel zu fahren. Uns bleiben noch eineinhalb Stunden Fahrzeit. Das Wetter ist besser geworden und so erstrahlt unser Hotel im Weissen Glanz. Das Abendessen schmeckt und es kommt schon ein wenig Abschiedsstimmung auf. Wir bekommen nach dem Abendessen noch eine Kostprobe echter schottischer Dudelsackmusik von der schottisch/englischen Grenze, der "border" wie man hier sagt. Er erzählt von der Region die ein wenig wie der "Wilde Westen" gehandelt wird. Engländer und Schotten und auch die Clans untereinander bekämpften sich in den Jahrhunderten vor der Vereinigung in Großbritannien. Nun gewöhnen muss man sich schon an diese Musik, klingt sie doch für unsere Ohren ungewöhnlich. Der nette Herr der auch ein wenig Deutsch spricht erklärt uns ein wenig über dieses außergewöhnliche Instrument. Jetzt aber heisst es schlafen gehen, denn morgen gibt es noch eine Besichtigung von einem englischen Castle.

Tag 15: Alnwick - Hull



Heute bricht der vorletzte Tag unserer schönen Reise an. Nach einem ordentlichen Frühstück  machen wir  uns  auf den Weg in Richtung Süden. Wir fahren heute bis Kingston-upon Hull um dann unsere Fähre nach Rotterdam  zu besteigen. 
Erst aber geht es zu einem durch die Geschichte von Harry Potter berühmt gewordenen Schloß, nach Alnwick-Castle. Bei unserem  Zwischenstopp  im netten Örtchen  Berwick stimmen  wir uns auf Northumberland ein, früher ein bisschen der 'Wilde Westen' Grossbritannies, da Grenzregion.
Die Brücken aus verschiedenen Jahrhunderten über den Fluss Tweed sind schön anzusehen. Das Alnwick-Castle allerdings ist ein weiterer  Höhepunkt, der letzte dieser Reise. Hier in diesem mittelalterlichem Schloss mit Interieur im Renaissance-ähnlichem Stil erfahren  wir  die Wohnkultur des Geldadels. FOTOGRAFIEREN VERBOTEN!
Die Schönheit des Gartens können wir von Aussen bewundern. Jetzt ist es Zeit in Richtung Kingston-upon Hull zu fahren. Die Formalitäten  sind  schnell erledigt und wir dürfen auf das Schiff ''The Pride of Hull ''. Die Kabinen sind schnell bezogen und bald schon wartet ein abwechslungsreiches
Abendbuffet auf uns. 

16.Tag: Rückreise


Wir werden pünktlich vom Schiff  über Lautsprecher geweckt. Das Frühstück  lässt  keine  Wünsche offen und so können wir dem letzten  Tag gelassen entgegensehen. Wir haben eine lange Rückreise  vor uns, Wir haben heute am Sonntag freie Fahrt und kommen pünktlich  durch. Am Hermsdorfer Kreuz verlässt uns Igor unser Fahrer und ein Kollege übernimmt.
Er bringt uns wohlbehalten  nach Dresden. Der Abschied mit allen ist herzlich haben wir doch gemeinsam schöne Reiseerlebnisse geteilt.

Wir bedanken uns bei allen für den guten Gruppenzusammenhalt und die Harmonie in der Gruppe. Ihr ward eine tolle Truppe.
Gina und Igor 



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