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Reisebericht: Städtereise Verona - Oper unter den Sternen von Italien

21.06. – 24.06.2018, 4 Tage Städtereise Opernfestspiele Verona - Sirmione - Parco Sigurta - Opernbesuche in der Arena di Verona

Wir erlebten hervorragende Opernaufführungen in der mächtigen Arena di Verona und rundeten die Tage mit Ausflügen an den Gardasee und in den botanischen Garten ab. Lesen Sie mehr...

Lerne vor allem dich zu freuen! Die wahre Freude ist eine sehr ernste Sache. Seneca


italien

Ich bin mir sicher, wir müssen es nicht erst lernen, wir können und dürfen uns freuen! Freuen auf eine kurze, aber ganz bestimmt sehr erlebnisreiche und abwechslungsreiche Reise nach Verona. Als wir am frühen Morgen des 21.06.2018 den Bus der Firma HSR Vogtland Bustouristik besteigen, wünschen wir uns jede Menge neue Eindrücke, bleibende Erinnerungen, traumhaftes Wetter und viel, viel Freude auf dieser Reise, vor allem Freude beim Zuschauen und Zuhören. Wir, das sind im Moment der Abreise, 21 reisefreudige Gäste aus den verschiedensten Bundesländern unseres Landes. Einen weiteren Gast, einen Fluggast, werden wir am Abend noch in unserer Mitte aufnehmen. Ja, wir alle freuen uns auf diese Reise!
Zunächst aber benötigen wir viel Geduld, denn ein langer Anreisetag steht an. Abwechslung auf dieser Fahrt, die uns zunächst durch die die Bundesländer Sachsen und Bayern, dann in Österreich durch das Bundesland Tirol und später in Italien durch die Region Südtirol/Trentino sowie die Region Venetien führt, bringen die schnell wechselnden und äußerst beeindruckenden Landschaftsbilder. Vorbei an Bayreuth, Nürnberg, Ingolstadt und München erreichen wir die österreichische Republik, genauer gesagt das Bundesland Tirol. Auf der Innautobahn fahren wir vorbei an Kufstein, der viel besungenen Perle Tirols, an Rattenberg, der kleinsten Stadt Tirols, vorbei an Kramsach (Sie erinnern sich bestimmt noch an die lustigen Grabsprüche), weiter vorbei an Hall, der Stadt des Salzes und der Münzprägung sowie an Innsbruck, der Stadt des Kaisers Maximilian und Austragungsort der Olympischen Winterspiele von 1964/1976. Auf der Brennerautobahn geht es weiter über die imposante Europabrücke Richtung Brenner. Schon bald erreichen wir den mit 1.374m am meisten frequentiertem Alpenpass, seit 1919 (Frieden von St. Germain) zugleich Grenze zwischen Österreich und Italien. Wir verlassen Österreich, um in Italien, genauer gesagt in die autonome Provinz Südtirol (seit 1919 von Tirol getrennt und zu Italien gehörend), einzureisen.
Benvenuti in Italia! Herzlich Willkommen in Italien...und herzlich Willkommen in der autonomen Provinz Alto Adige/Südtirol, die mit der autonomen Provinz Trentino seit 1946 eine gemeinsame Region Italiens bildet. Auf unserer Fahrt durch Südtirol passieren wir Sterzing, fahren anschließend durch das Eisacktal und tangieren dabei die sogenannte Sachsenklemme, wo vor rund 200 Jahren die Sachsen an der Seite der napoleonischen Truppen kämpfend, von den Tiroler Freiheitskämpfern in die Klemme genommen worden waren. Weiter geht es vorbei an der Franzensfeste, der ehemaligen Bischofsstadt Brixen, an Klausen, dem Kloster Säben und der von Burgen und Burgruinen eingerahmten Provinzhauptstadt Bozen.
Danach fahren wir durch das Etschtal, unterhalb der Südtiroler Weinstraße, die wir allerdings nicht links, sondern "rechts" liegenlassen (müssen).
Normalerweise verbindet man mit Südtirol in erster Linie Berge, schroffe Felsformationen (Dolomiten) zahlreiche Seen und Burgen. Aber das Bild der Südtiroler Landschaft wird – wie wir uns überzeugen können – nicht nur von einer massiven Bergwelt geprägt, sondern ebenso von zahlreichen Weinhängen/Weingärten und vielen Obstplantagen. Nicht umsonst bezeichnet man diese Provinz auch als den Obstgarten von Italien. Unsere Reise führt uns weiter durch die autonome Provinz Trento/Trentino, vorbei an deren Hauptstadt Trient, die durch das - im Mittelalter hier stattgefundene - "Trienter Konzil" für ein paar Jahre im Mittelpunkt des damaligen Weltgeschehens stand. Kurze Zeit später erreichen wir unsere Zielregion, die Region Venetien. Wir fahren noch entlang der Lessinischen Alpen, vorbei am Massiv des Monte Baldo bis hin zur Poebene. Die Bergwelt endgültig hinter uns lassend erreichen wir gegen Abend unser Hotel "Corte Castelletto" in Pradelle di Nogarole. Hier werden wir bereits erwartet – sowohl vom Hotelpersonal als auch von unserem per Flug angereisten Gast. Nachdem wir nunmehr komplett sind, lassen wir uns das gut schmeckende Abendessen munden. Es wird noch ein wenig geplaudert, aber dann winkt für alle nur noch der "Bettzipfel".

Manchmal ist es an der Zeit, sich Zeit zu nehmen. Katharina v. Balbin


italien

Heute, an unserem zweiten Tag, dürfen wir uns Zeit nehmen. Kein Wecker (höchstens ein sehr "aufgeweckter" Hahn) wird uns so schnell aus dem Land der Träume holen. Wir können uns Zeit nehmen für ein angenehmes Frühstück, Zeit nehmen für einen kleinen Plausch mit den Mitreisenden, Zeit nehmen für ein erfrischendes Bad im Hotelpool oder für eine kleine Spritztour durch den Ort. Nach dem sehr frühen Aufstehen am Vortag und der langen Anfahrt genießen wir heute den geruhsamen Einstieg in den Tag und gegen Mittag auch das leckere Essen. So gestärkt machen wir uns im Anschluss auf den Weg nach Verona, in die Stadt der Liebe, in die Heimat von Shakespeares Romeo und Julia und natürlich in die Stadt der - jährlich dort im Sommer stattfindenden - Opernfestspiele.
Über die Autobahn erreichen wir schon bald unser Ziel und werden dort von Stefano, unserem Stadtführer, erwartet. Mit ihm gemeinsam wollen wir die Stadt erkunden. Doch zuvor beabsichtigen wir, ihr erst einmal "auf das Dach zu steigen". Vorbei an den alten Stadtmauern der Skaliger und Habsburger, vorbei an der Basilica di San Zeno, eine der bedeutendsten romanischen Kirchen Veronas (benannt nach dem 8. Bischof Veronas, der zugleich der Schutzpatron der Stadt ist), vorbei am Castelvecchio, der Trutzburg der Skaliger mit der zinnenbekrönten 120 m langen Brücke (Ponte Scaligero), die im Notfall als Fluchtweg dienen sollte, erreichen wir die Wallfahrtskirche "Nostra Signora di Lourdes" auf dem Hügel S. Leonardo.
Der Blick von hier oben auf die, in einer Schleife der Etsch/Adige liegenden, Stadt ist einfach atemberaubend und heute ausnahmsweise auch richtig klar und weitsichtig.
Nachdem wir uns von der Madonna di Lourdes den Segen für einen erlebnisreichen Tag in dieser geschichtsträchtigen Stadt geholt haben, fahren wir zurück in die Altstadt. Während dieser Fahrt genießen wir noch einmal den traumhaft schönen Blick auf die Altstadt von Verona und auf die sie umgebende Hügellandschaft. Wir lauschen dabei den recht lockeren Ausführungen Stefanos zur dramatischen Liebesgeschichte von Romeo und Julia, aber auch zur Geschichte der Stadt selbst. Durch die Stadt Verona, einst von den Römern gegründet, zogen im Laufe der Jahrhunderte viele Völker und sie alle hinterließen ihre Spuren. Neben den Römern und den Goten waren es vor allem die Skaliger, später die Venezianer (sie hatten ca. 400 Jahre die Herrschaft inne), aber auch die Habsburger, die der Stadt ihren Stempel aufgedrückt haben.
Nachdem wir auf unserer kleinen Stadtrundfahrt den Dom, die Kirche San Giorgio Maggiore mit der auffallend großen Kuppel und die inmitten eines kleinen, gepflegten Parks gelegenen Ruinen des Teatro Romano in Augenschein genommen haben, verlassen wir den Bus, um zu Fuß die Altstadt zu erkunden. Schnell schießen wir noch das eine oder andere Foto von der Steinbrücke Ponte Pietra (es ist die älteste über die Etsch) und der dahinter liegenden pittoresken Kulisse des Colle di San Pietro bzw. des Colle S. Leonardo. Auf relativ schattigen Wegen führt uns Stefano zuerst zu den Skaligergräbern. Diese Familie, die in ihrem Wappen eine Leiter (scala) trägt und der, der Dichter Dante Alighieri (er ist übrigens auf der Rückseite der italienischen 2-Euro-Münze zu sehen) in seiner "Göttlichen Komödie" ein Denkmal gesetzt hat, regierte ca. 100 Jahre in Verona. Ihre Regentschaft bescherte der Stadt und dem Gardasee eine kulturelle Blüte, war aber gleichzeitig geprägt von einer brutalen Unterdrückung.
Weiter führt uns der Weg zur Piazza dei Signori, einem Platz, der von herrlichen Palästen verschiedener Epochen umgeben ist und in deren Mitte Herr Dante thront. Durch einen Mauerbogen, dem eine Walfischrippe den Namen gab (Arco della Costa), erreichen wir die Piazza delle Erbe, einst Römisches Forum, heute Marktplatz, aber zugleich auch Zentrum des städtischen Lebens. Hier wimmelt es nur so von Marktständen und dazwischen einher wuselnden Einheimischen und Touristen. So fällt es uns gar nicht leicht, den - bei den Veronesern so beliebten - kleinen Brunnen mit der römischen Statue, der "Madonna Verona" (gilt als Seele der Stadt), im Volksmund auch liebevoll "Madonnino" genannt, zu erspähen. Dafür fällt uns der am Ende des Platzes stehende, wunderschöne Barockpalast, der Palazzo Maffei, sofort ins Auge. Das Geschehen auf der Piazza beobachtet ein, auf einer Marmorsäule vor dem Palast stehender, geflügelter Löwe. Er erinnert an die Herrschaft Venedigs. Sehenswert ist aber auch die Häuserfront der "Casi dei Mazzanti", ausgestattet mit Fresken mythologischen Inhaltes. Wir spazieren weiter, vorbei am Palazzo della Ragione (oder auch Palazzo del Comune = Altes Rathaus) sowie dem alles überragenden Lambertiturm. Nach nur wenigen Schritten erreichen wir - immer dem Touristenstrom folgend - den Pilgerort aller Liebenden und Trostsuchenden - das Haus der Julia (Casa di Giuletta). Die Wände der Toreinfahrt sind übersät mit bunten Scraffitti, mit Gebeten, Liebeserklärungen, Wünschen mit Namen, Herzchen, Rosen und, und und... Inmitten des "Herz-Schmerz-Getümmels" steht die grazile, bronzene Julia-Statue – "betatscht" und fotografiert von Millionen von Menschen aus aller Welt.
Nachdem wir kurz durchgeatmet haben, schlängeln wir uns durch die stark bevölkerte Via Mazzini, Veronas Geschäftsstraße Nr. 1, und betreten am Ende der Straße die große Bühne, die Piazza Brà, das touristische Zentrum der Stadt. Auf dem Listone, dem Flanierstreifen, der von vielen Cafés und zahlreichen Restaurants gesäumt wird, kann man gut sitzen, dabei ein bisschen Leute gucken und natürlich auch viel, viel Geld ausgeben oder wie sie an meinem "Schicksal sehen konnten" auch einmal ganz schnell "hinter Gitter kommen". Unser Augenmerk fällt sofort auf die Arena – schließlich wollen wir, d.h. ein kleiner Teil der Gäste, heute hier den Abend aller Abende erleben! Da steht sie nun vor uns, etwas unvollkommen, einfach, nicht prunkvoll, aber unheimlich faszinierend und die Piazza dominierend. Zwei Erdbeben haben ihre einstige Schönheit zerstört - den größten Teil der Außenmauer gibt es nicht mehr. Übriggeblieben ist ein Segment von vier Bögen, das von den Veronesern "ala" (= Flügel) genannt wird. Die Arena, nach Rom und Capua das drittgrößte Amphitheater der Welt, war ursprünglich Schauplatz von Gladiatorenkämpfen, Tierhatzen, Turnieren und Hinrichtungen. Seit Ende des 19. Jahrhunderts werden hier Konzerte abgehalten und seit 1913 ist die Arena Stätte der jährlichen Opernfestspiele. Mehr als eine halbe Million Festspielbesucher (wir gehören nunmehr auch dazu!) strömen jeden Sommer in die Arena und damit ist Verona – lt. den Besucherzahlen – nach Salzburg der beliebteste Festspielort.
Die Opernfestspiele wurden anlässlich des 100. Geburtstages von Giuseppe Verdi, dem bedeutendsten Opernkomponisten Italiens, ins Leben gerufen und mit "AIDA" eröffnet. "AIDA" werden wir am nächsten Tag erleben dürfen und die Vorfreude ist bereits groß. Vor der Arena verabschieden wir uns von Stefano und gehen auf eine individuelle Schnupper- u. Stärkungstour.
Mit den Opernbesuchern treffe ich mich am frühen Abend, alle anderen Gäste fahren später mit dem Bus zurück zum Hotel. Wir, die wir den kleinen Kulturmarathon absolvieren, betreten kurze Zeit später gespannt und voller Erwartungen die Arena. Wir sind vor Ort – das Fest kann beginnen! Kurze Zeit später werden sie - die 96. Opernfestspiele in der Arena von Verona - mit einer Neuinszenierung der Carmen von Georges Bizet (durch den Argentinier Hugo de Ana) eröffnet.
Die Oper "Carmen" wird neben anderen Zugpferden des "Operntempels" wie z.B. Verdis AIDA und NABUCCO, Puccinis TURANDOT oder Rossinis BARBIER...bis zum 01. September die Zuschauer/Zuhörer im größten Operntheater der Welt (dazu unter Sternenhimmel) überraschen und hoffentlich auch begeistern. Begeistert und gefallen hat es uns, das steht außer Frage, aber ehrlich gesagt haben wir den sogenannten WOW-Effekt etwas vermisst, zum Glück aber verspürten wir diesen dann am nächsten Abend.
Nach einem langen Opernabend treten wir in der Nacht alle wieder wohlbehalten die Heimfahrt an. Die Nacht ist kurz, dennoch freuen wir uns schon jetzt auf den nächsten Opernabend, doch zuvor erst einmal auf den davorliegenden Tag.

Wie viel Schönheit empfängt das Herz durch die Augen. Leonardo da Vinci


italien

Ich bin mir ganz sicher, dass heute unseren Augen und somit unserem Herz eine ganze Menge Schönheit geboten wird! Heute werden wir im Laufe des Tages Natur pur und am Abend Kultur pur erleben.
Nach einem, wieder recht reichhaltigen – gar nicht typisch italienischen – Frühstück fahren wir über Land in das relativ naheliegende Valeggio sul Mincio, um dem "Parco Giardino
SIGURTÀ" einen Besuch abzustatten. Wir haben keine Vorstellung, was uns hier erwartet. Aber schon kurz nach dem Betreten der weitläufigen Anlage sind wir hin und weg, geradezu überwältigt...und beim Spaziergang durch diesen Garten/diesen Park spüren wir des Öfteren diese Momente, die uns des Atems berauben...Ich glaube, der Patrizier, der Anfang des 15. Jahrhunderts hier ein kleines Stück Land kaufte, käme aus dem Staunen nicht heraus, wenn er sehen würde, was Dr. Carlo Sigurtà aus Mailand, der den im Laufe der Jahrhunderte gewachsenen Besitz 1941 kaufte, in den folgenden drei Jahrzehnten daraus "gezaubert" hat.
Der seit 1978 der Öffentlichkeit zugängliche Garten/Park wurde zwischenzeitlich 2013 als schönster Garten Italiens und 2015 als zweitschönster Park Europas ausgezeichnet. Wir genießen die nahezu himmlische Ruhe im Park, die Farbenpracht der Pflanzen und das Barfußgehen auf der Wiese (unsere Füße jubeln!)
Vom Park aus haben wir nicht nur einen bezaubernden Blick auf die Reste einer nahegelegenen Skaligerburg, sondern auch auf den Borghetto Valeggio sul Mincio, den Damm, den Gian Galeazzo Visconti 1393 über den Fluss Mincio hat bauen lassen, allein mit dem Ziel, der Stadt Mantua, das Wasser abzudrehen. Ein nutzloses Bauwerk, es kostete eine Menge Goldgulden, wurde aber zu dieser Zeit nicht in Gebrauch genommen. Erst ein paar Jahrzehnte später, als die Viscontis aus Mailand mit den anrückenden Venezianern im "Clinch" lagen, war dieses Bauwerk von Nutzen. Doch die listigen Venezianer ließen, wie Sie wissen, sich nicht unterkriegen und besiegten die Lombarden auf dem Gardasee (Sie erinnern sich bestimmt an den Transport der Schiffe/Galeeren über den Monte Baldo).
Nur ungern verlassen wir den Park/Garten, dieses kleine Paradies, aber mit dem Besuch von Sirmione haben wir noch einen weiteren erlebnisreichen Programmpunkt, bevor am Abend wieder die Arena ruft. Von Valeggio aus fahren wir mit dem Bus streckenweise über eine ehemals blutgetränkte Erde. Hier fanden Mitte des 19. Jahrhunderts blutige Schlachten statt. Ich erinnere nur an die Schlacht von Solferino, in deren Folge sich der Schweizer Kaufmann Henry Dunant für die Bildung des Roten Kreuzes sehr stark engagierte.
Nach dem Verlassen der Po-Ebene erreichen wir die, vom römischen Dichter Catull (in Verona geboren) so viel geliebte und besungene Halbinsel Sirmione. Überwältigt vom Anblick der imposanten Skaligerburg passieren wir voller Neugierde das Stadttor und reihen uns mit großen Erwartungen in den Strom der zahlreichen Touristen ein. Was wir zuerst wahrnehmen, das sind die übergroßen und farbenfrohen und Eisberge rechts und links der Gassen. Wer kann da schon widerstehen? Wir jedenfalls nicht! Wir freuen uns über die nette Eberhardt-Spende und genießen das leckere Eis. Dann schwirren wir aus und erkunden ganz individuell diese kleine Ortschaft, die einst auch die berühmte Maria Callas als Rückzugsort bevorzugte. Bei aller Begeisterung über diesen hübschen Ort mit seinen kleinen Gassen, kleinen idyllischen Plätzen, schattigen Trattorien, feinen Hotels mit gepflegten Kuranlagen, kleinen Geschäften und der imposanten Burg heißt es für uns nach einer etwa zweistündigen Schnuppertour "Arrivederci Sirmione".
Zurück im Hotel bleibt kurz Zeit für eine kleine Katzenwäsche oder einen Sprung in den Pool - dann heißt es wieder auf nach Verona!
Im Restaurant einer ehemaligen Kirche werden wir heute zum Abendessen erwartet. Danach schreiten wir noch einmal zur Arena, denn ein Besuch der Arena ohne Verdis Oper "AIDA" wäre einfach ein Unding! Dabei stand die Oper einst unter keinem guten Stern. Man bezeichnete die Oper, die anlässlich der Eröffnung des Kairoer Opernhauses von Verdi komponiert worden war, als eine missglückte Oper, die wohl bald in den Archiven vermodern würde. Verdi selbst war unzufrieden und bedauerte sie je komponiert zu haben. Der junge Richard Strauß gar bezeichnete die Musik als "scheußlich" und als reine "Indianermusik" – und wären nicht die pompösen Bühnenbilder, so würden die Zuschauer kaum auf ihren Sitzen ausharren...(später wurde Strauß ein großer Verehrer von Verdi)
Wir harren aus! Kurzum wir sind hin und weg, begeistert von der Musik, den Solisten, ihren hervorragenden Stimmen (brillant die Aida!), den tollen Bühnenbildern und der einmaligen Atmosphäre in der Arena! Es ist ein Erlebnis, das wir nicht so schnell (oder niemals) vergessen werden!
Beschwingt und gut gelaunt erreichen wir zu früher Stunde wieder unser Hotel. Die Nacht ist wiederum kurz, aber wie heißt es doch gleich: Wenn ein schöner Tag vergangen, so freue dich auf den nächsten...Was wird wohl auf dem Programm stehen? Möglicherweise ein Spruch von Voltaire, der da lautet:

Eins ist sicher – Reisen tut immer gut


Sie haben ja so recht, lieber Herr Voltaire, wir würden ja auch gern noch reisen, wir tun es auch – aber leider nur ab...Mit Andrea Bocellis TIME TO SAY GOODBYE im Ohr nehmen wir Abschied von Verona, Abschied von Bella Italia. Ein wenig traurig sind wir schon, denn es war wirklich schön und sicher gäbe es noch eine Menge zu entdecken und zu hören – doch das heben wir uns auf für ein nächstes Mal.
Ich hoffe, dass Ihnen diese Reise ebenso gut gefallen hat wie mir und Sie sich mit diesem Ausflug in die Welt der Oper auch einen kleinen Traum, einen lang ersehnten Wunsch erfüllen konnten. Insgesamt gesehen war die Reise eine gute Mischung von Kultur und Natur. Ich würde sie jederzeit gern wieder unternehmen und wer weiß, vielleicht gibt es auch unter Ihnen einen "Wiederholungstäter"?
Ich bedanke mich bei Ihnen für sehr angenehme Tage, es hat mir sehr viel Freude bereitet, mit Ihnen zu reisen. Besten Dank sage ich auch unserem Fahrer, der uns wunderbar kutschiert hat und selbst bei der Panne – Radwechsel – stets die Ruhe bewahrt hat! Bleiben Sie gesund und weiterhin reisefreudig – dann sehen wir uns vielleicht noch einmal wieder!
Also dann viel Freude beim Lesen und "alla prossima volta" – bis zum nächsten Mal!

Ihre
Walburga Lindner

Bildergalerie zur Reise

Kommentare zum Reisebericht

Sehr geehrte Frau Lindner, liebe Mitreisend,
ich glaube man kann sagen es war ein schönes und entspanntes Erlebnis. Der Reisebericht bringt so manches in Erinnerung zurück. Ich bin ja wirklich wegen Verona und AIDA nochmals nach Italien gereist, denn im vorigen Jahr war ich schon mal da und auch am Gardasee. Von den Temperaturen war es auch angenehm. Wie ich aus dem Bericht lese, hatten Sie noch eine Panne bei der Rückreise. So waren Sie sicher zeitverzögert erst zu Hause. Bei mir hatte alles mit dem Flug geklappt, nur hatten wir 1 Stunde Verspätung in Italien, aber ich hatte genügend Zeit in München und war schon um 21.30 Uhr zu Hause.
Ihnen allen alles Gute, viele schöne Reisen und gute Erinnerungen. Vielen Dank Frau Lindner
Heide Schannor aus Halberstadt

Schannor,Heide
10.07.2018

Hallo, nochmal in die Rund.
Was ich vorhin vergessen hatte: ich bin Leserin in unserer Stadtbibliothek und habe gestern mehr durch Zufall ein interessantes Buch (kein Roman) zufällig gefunden und ausgeliehen :" Wie ich dank Shakespeare in Verona die große Liebe fand" von Glenn Dixon -eine wahre Geschichte. Es handelt u.a. von dem Büro, die die Briefe an Julia beantwortet (hatte ich auch schon mal als Bericht im Fernsehen) gesehen.

Heide Schannor

Schannor, Heide
10.07.2018
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