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Reisebericht: Weihnachten im Salzburger Land

22.12. – 27.12.2019, 6 Tage Weihnachtsreise mit Abtenau - Berchtesgaden - Hellbrunner Adventszauber - Christkindlmarkt in Salzburg - Stille-Nacht-Gedächtniskapelle - Steirischer Bodensee - Weihnachtsidylle auf der Hofalm - Hallein - Wagrain

Bei (fast) perfektem Winterwetter lassen wir das Jahr 2019 im Salzburger Land ausklingen und begrüßen gemeinsam ein neues und hoffentlich gesundes und erfolgreiches Jahrzehnt.

Tag 1 Anreise nach Abtenau



Im ungemütlichen Dresdener Schmuddelwetter treffen wir uns um kurz vor 8 Uhr morgens, alle mit dem gleichen Wunsch und Ziel: weiße Weihnacht im Salzburger Land. Pünktlich geht es los über die A4 Richtung Süden. Schnell füllt sich der Bus auf dem Weg durch Sachsen und als wir die Grenze zum Freistaat Bayern überfahren ist unsere Reisegruppe zunächst erst einmal schon komplett.
Zu unserer Überraschung hält sich der Weihnachtsverkehr auf der A9 Richtung in Grenzen und gegen Mittag haben wir schon fast München erreicht. Von hier geht es auf die A8 Richtung Salzburg. Bevor die Dämmerung richtig eingesetzt hat erreichen wir den Chiemsee und können somit noch einen schönen Blick über den zweitgrößten See Deutschlands genießen. Von hier ist es auch schon nicht mehr weit bis zur österreichischen Grenze und eine knappe Stunde später erreichen wir unser Hotel in Abtenau. Während der gesamten Fahrt hat es immer mal wieder geregnet und wir müssen leider feststellen, dass auch hier in 700 Metern Höhe kein Schnee liegt. Später erfahren wir, dass es hier vor ein paar Tagen fast 20 Grad waren und der ganze Schnee geschmolzen ist. Trotzdem lassen wir uns die Stimmung nicht verderben und genießen zum Abschluss des Tages ein gutbürgerliches Vier-Gänge-Essen im hoteleignen Restaurant.

Tag 2 Berchtesgaden und Schloss Hellbrunn


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Der erste Ausflug unserer Reise führt uns heute zunächst einmal zurück nach Deutschland. Auf der Fahrt können wir die im Moment leider etwas zu grüne Landschaft des Salzburger Landes zum ersten Mal im Tageslicht genießen und über die bewegte Geschichte der Region sprechen. Denn wenn man weiß, dass Salzburg erst seit 1816 zu Österreich gehört, dann ist es auch nicht mehr ganz so seltsam, dass wir gerade auf dem Weg zurück nach Bayern sind.
Unser erstes Ziel ist die Salz- und Residenzstadt Berchtesgaden. Bei einer adventlichen Führung mit wunderbaren Gesangseinlagen haben wir die Möglichkeit das Königliche Schloss der Wittelsbacher und seine reichen Schätze zu besichtigen. Danach hat dann auch der Weihnachtsmarkt in der Altstadt geöffnet, der zu einem Bummel durch die festlich dekorierten Gassen einlädt. Pünktlich um 15 Uhr ertönen dann die ersten Schüsse des traditionellen Adventsböllern – eine Tradition, die über mehrere Jahrhunderte verboten war, da sie auf heidnische Bräuche zur Wintersonnenwende zurückgeht.
Später fahren wir zurück nach Österreich ins nahegelegene Salzburg, wo wir uns den bekannten Weihnachtsmarkt am Schloss Hellbrunn ansehen möchten. Mittlerweile hat es auch aufgehört zu regnen und wir können die wunderbare Atmosphäre in den Gärten des weihnachtlich geschmückten Lustschlösschens genießen. Über 700 geschmückte Christbäume sind hier aufgestellt und leuchten in der gerade hereinbrechenden Dunkelheit.
Den Abend lassen wir auch heute wieder bei gutem Essen im Hotel Traunstein ausklingen und hoffen, dass wir doch noch eine Chance auf weiße Weihnacht haben. Als kleine vorweihnachtliche Überraschung gibt es nach dem Abendessen noch eine kleine musikalische Einlage von einem traditionellen Zither-Quartett.

Tag 3 Salzburg und Oberndorf


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Den Vormittag des 24. Dezembers verbringen wir, ganz standesgemäß, in einer der Hochburgen des Christkindlmarkts – in Salzburg. Auch heute gibt es leider keinen Schnee, dafür aber strahlenden Sonnenschein. Die barocke Altstadt Salzburgs ist festlich geschmückt und viele kleine und große Weihnachtsmärkte laden dazu ein, ein wenig zu Schlendern. Es bietet sich natürlich auch die Gelegenheit die bekanntesten Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, wie zum Beispiel das Geburtshaus des Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart, den weltbekannten Dom oder aber mit der Festungsbahn hinauf zur Hohensalzburg zu fahren. Später lädt das berühmte Café Tomasselli zu einem köstlichen Stück Apfelstrudel ein und was am Ende natürlich nicht fehlen darf, ist eine originale Mozartkugel aus der Confiserie Fürst.
Natürlich ist ein Heiligabend ist jedoch natürlich nicht vollständig ohne Weihnachtsmusik, also führt uns unser nächster Stopp auf den Spuren des Liedes „Stille Nacht" weiter nach Oberndorf. Im Salzburger Land gibt es insgesamt 13 Orte, die sehr eng in Verbindung stehen mit der Entstehung eines der berühmtesten Weihnachtslieder der Welt. Oberndorf ist der Ort in dem das Lied 1818 zum ersten Mal von den Autoren Josef Mohr und Franz Xaver Gruber aufgeführt wurde. Die Kirche St. Nikola steht heute nicht mehr, stattdessen seit 1936 jedoch eine kleine Kapelle, die an das Ereignis erinnern soll.
Ein unvorhergesehener Regenschauer kürzt unseren Besuch etwas ab und mit Weihnachtsmusik als Einstimmung geht es schließlich zurück nach Abtenau, wo im Hotel unsere Weihnachtsfeier stattfinden wird. Wir begehen den Abend bei einem schmackhaften Menü und natürlich darf auch ein kleines Geschenk nicht fehlen – so kann es passieren, dass aus Busfahrer und Reiseleiterin spontan zwei Weihnachtswichtel mit einer großen Überraschungskiste werden, die für jeden eine Kleinigkeit hervorzaubern.

Tag 4 Steirischer Bodensee, Filzmoos und Schlittenfahrt zur Unterhofalm


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Am ersten Weihnachtsfeiertag sollen wir endlich unsere weiße Weihnacht bekommen, denn in der Nacht hat es zu scheinen begonnen. Über die Salzburger Dolomitenstraße zwischen Gosaukamm und Tennengebirge geht es in die Steiermark - das „Grüne Herz" von Österreich. Unser erstes Ziel heißt heute Steirischer Bodensee – sehr viel kleiner als sein großer Bruder im Dreiländereck Deutschland-Österreich-Schweiz, aber sehr idyllisch gelegen. Wir verlassen die Bundesstraße bei Schladming und er geht langsam die Passstraße hinauf. Auf etwa halbem Weg durchkreuzt ein schneeräumender Anwohner unser Vorhaben – unser Busfahrer Volker muss anhalten und nun kommen wir nicht mehr weiter – die Schneeketten müssen her! Nachdem die leidige Aufgabe erfüllt ist, können wir unseren Weg fortsetzen. Vom Parkplatz aus ist es noch ein kleiner Spaziergang durch das verschneite Seewigtal bis wir das Restaurant Forellenhof erreichen. Wer möchte, kann in einer halben Stunde um den zugefrorenen See spazieren. Danach kann man sich mit einer heißen Tasse Kaffee oder einer Suppe wieder aufwärmen.
Am frühen Nachmittag geht unsere Fahrt weiter über den bekannten Wintersportort Ramsau ins Dachsteingebiet. Wir fahren nach Filzmoos, wo wir von 460 PS auf 2 PS umsteigen und eine winterliche Schlittenfahrt zur Unterhofalm unternehmen. Spätestens jetzt verspüren alle die langersehnte Winteridylle bei einem halben Meter Neuschnee. Auf der Alm erwartet uns im urigen Ambiente ein kräftiger Jagatee, der die Wärme zurück in die Gliedmaßen bringt.
Mit dem Schlitten geht es schließlich zurück nach Filzmoos, von wo aus der Bus uns zurück nach Abtenau bringt. Nach dem langen Tag haben wir uns ein gutes Abendessen auch wirklich verdient.

Tag 5 Stille Nacht in Hallein und Wagrain


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Der heutige Tag steht noch einmal ganz im Zeichen von „Stille Nacht". Zunächst fahren wir über Golling und Kuchl in die nahegelegene Salzstadt Hallein, wo uns niemand geringerer erwartet als der Komponist Franz Xaver Gruber höchst persönlich. Auf einem Rundgang durch die Altstadt zeigt er uns die Stadt, in der er über 20 Jahre lebte und führt uns schließlich in sein ehemaliges Wohnhaus, das heutige Stille Nacht-Museum. Dort erzählt er uns sehr lebhaft von seinem Werdegang und von der Entstehung der berühmten Melodie. Unter anderem können wir uns hier auch die Originalinstrumente seiner Zeit ansehen.
Zurück am Bus erwartet uns Volker mit einem Mittagsimbiss, Glühwein und Lebkuchen. Nachdem für das leibliche Wohl gesorgt wurde, führt uns der Weg nun weiter nach Wagrain. Über mehrere Jahrzehnte lebte der Stille Nacht-Dichter Josef Mohr hier als Hilfspfarrer. Jedes Jahr findet hier ihm zum Gedenken ein Konzert in der Pfarrkirche statt, welchem wir natürlich auch beiwohnen wollen. Zum Abschluss der stimmungsvollen Musikveranstaltung wird natürlich jedes Jahr gemeinsam „Stille Nacht" gesungen.
Für die Weihnachtsgäste ist das heute schon der letzte Abend der Reise und so wird schließlich noch einmal das gute Essen im Hotel in Abtenau genossen.

Tag 6 Bettenwechsel in Abtenau


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Heute heißt es Abschied nehmen. Früh morgens verlassen uns Volker und die Weihnachtsgäste. Wir verbleibenden Zwölf verbringen einen ruhigen Tag im Schnee, der seit der letzten Nacht wieder pausenlos fällt. Nach einem ausgiebigen Frühstück besteht die Möglichkeit mit der Bergbahn auf den Hausberg Karkogel zu fahren oder in Abtenau ein wenig spazieren zu gehen. Am Nachmittag wird die Saunalandschaft des Hotel Traunsteins gebührend getestet.
Gegen 19 Uhr treffen dann die Silvestergäste mit Fahrer Valerian in Abtenau ein. Gemeinsam essen wir zu Abend und lernen uns kennen, um ab morgen gemeinsam das Salzburger Land weiter zu erkunden.

Tag 7 Hallstatt-Dachstein und Silvestermärkte im Salzkammergut


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Unser erster gemeinsamer Ausflug in neuer Besetzung führt uns heute zunächst über den Pass Geschütt und Gosau in die UNESCO-Welterberegion Hallstatt-Dachstein. Die Region um den Hallstätter See wurde über Jahrtausende geformt und geprägt durch den Salzabbau, der hier vor über 7000 Jahren begonnen wurde. 1734 fand man im Salzbergwerk einen perfekt konservierten Leichnam aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. Dieser „Mann im Salz" sollte schließlich Stellvertreter werden für eine gesamte Epoche: die Hallstatt-Kultur.
Das Örtchen selbst ist zwischen Salzberg und See gebaut, die Häuser scheinen förmlich an der Gesteinswand zu kleben. Es lässt sich leicht nachvollziehen, warum das kleine Dorf bis ins späte 19. Jahrhundert nur über den See zu erreichen war. Heute ist Hallstatt ein Paradebeispiel für die negativen Auswirkungen des Massentourismus, denn besonders im Sommer wird der Ort von vor allem asiatischen Tagestouristen überrannt – so sind wir heute sehr positiv überrascht, dass wir den pittoresken Ort beinahe für uns haben und bei leichtem Schneefall einen Spaziergang machen können.
Anschließend geht es durch das Trauntal weiter zum einst mondänen Kurort Bad Ischl. Hier traf der Habsburgerkaiser Franz Joseph zum ersten Mal auf seine zukünftige Frau Elisabeth, besser bekannt als Sisi. Die Kaiservilla, die etwas exponiert über dem Ort liegt, überrascht uns mit ihrer Schlichtheit.
Unser nächstes Ziel heißt Sankt Wolfgang am Wolfgangsee. Spätestens seit der Verfilmung von Ralph Benatzkys Oper Im weißen Rößl ist der kleine Ort jedem ein Begriff. Wir nutzen hier die Gelegenheit ein wenig zu Schlendern, eine Kleinigkeit zu Essen und den festlichen Silvestermarkt zu besuchen. Und der Heilige Wolfgang scheint uns wohlgesonnen, denn der Nothelferheilige soll unter anderem auch für das Wetter zuständig sein – und die Sonne kämpft sich so langsam für uns durch die Schneewolken! Vorbei am zwölf Kilometer langen See geht es für uns weiter nach Sankt Gilgen, wo wir in der einbrechenden Dämmerung noch einen zweiten der typischen Silvestermärkte des Salzkammergutes besuchten. Anschließend schließen wir unsere Rundfahrt ab; vorbei am Fuschlsee fahren wir über Salzburg und Golling zurück ins verschneite Abtenau.

Tag 8 Schlittenfahrt am Katschberg


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Der nächste Morgen beginnt mit herrlichstem Winterwetter und nach dem Frühstück brechen wir auf in Richtung Kärnten. Auf der Fahrt Richtung Süden genießen wir die Sicht auf die schneebedeckten Nadelwälder und Bergspitzen des Tennengebirges und des Dachsteinmassivs. Dann geht es auf der Tauernautobahn weiter und wir durchfahren den knapp sechs Kilometer langen Katschbergtunnel, den Grenztunnel zwischen den Bundesländern Salzburg und Kärnten. Von der nächsten Ausfahrt aus manövriert uns Valerian sicher die enge Passstraße hinauf zur Katschberghöhe. Das Skigebiet ist bei diesem Kaiserwetter mehr als voll und so wird es zur Herausforderung, mit dem Bus überhaupt einen Platz zu finden. Schließlich werden wir abgeholt von vier Pferdeschlitten, die uns hinauf zur Pritzhütte auf 1828 m bringen sollen. Gut gelaunt und warm eingepackt geht es unter Glockengeläut bergauf. Wir genießen die strahlende Wintersonne und den wunderbaren Blick hinunter auf das Gönntal und Sankt Michael im Lungau. Wie es sich gehört, geht unterwegs auch die Obstlerflasche auf der Kutsche um und macht die Minustemperaturen etwas erträglicher.
Angekommen an der Pritzhütte erwarten uns in urigem Ambiente Jagatee, Glühwein und eine deftige Brettljause, die sich alle schmecken lassen. In geselliger Stimmung geht die Zeit viel zu schnell vorbei. Es werden noch ein paar Wintertraumfotos geschossen, um die Daheimgebliebenen ein wenig neidisch zu machen und dann geht es auch schon wieder zurück in Richtung Bus. Zurück geht es dann über Sankt Michael wieder auf die Autobahn. Vor uns liegen jetzt die nördlichen Tauern und das Dachsteinmassiv mit dem Gosaukamm – ein Anblick, der immer wieder atemberaubend ist.
Über Sankt Martin am Tennengebirge und Annaberg-Lungötz erreichen wir pünktlich zu einem wunderbaren Sonnenuntergang wieder Abtenau und es bleibt noch ein wenig Zeit zu entspannen, bevor wir wieder einmal ein leckeres Abendessen genießen.

Tag 9 Enzianbrennerei Grassl, Königssee und Abtenau


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Ein weiteres Mal führt uns unser Weg heute Morgen ins Berchtesgadener Land. Unser Ziel ist heute die berühmte Enzianbrennerei Grassl. Der Traditionsbetrieb besitzt seit dem 17. Jahrhundert als einziger die Erlaubnis, nach den geschützten Enzianwurzeln zu graben. Bei einer kleinen Führung lernen wir die Herstellungsweise von der Pflanzenkunde bis zur Lagerung des Destillats in Eichenfässern kennen und können anschließend alle Varianten an Kräuterschnäpsen, Obstlern und Likören verkosten.
Als kleine Überraschung geht es für uns nun noch weiter in Richtung Berchtesgaden und weiter zum Königssee. Vor uns zeigt sich das Watzmannmassiv heute bei strahlendem Sonnenschein und bester Sicht. So bietet es sich auch an in Schönau am Königssee eine kleine Schifffahrt zur Halbinsel Sankt Bartolomä zu unternehmen und das wunderbare Panorama in Mitten der Alpengipfel zu genießen.
Am Nachmittag geht es zurück nach Abtenau, wo uns in der Konditorei Goldener Stern leckere Kuchen, Torten und Kaffee erwarten. Im Anschluss bleibt noch Zeit, einen Blick in die Pfarrkirche von Abtenau zu werfen. Mit ihren erst kürzlich wiederentdeckten Deckenmalereien aus dem 16. Jahrhundert ist sie eine der schönsten Kirchen in der Region. Wer nun Müde von einem erlebnisreichen Tag ist, kann sich von Valerian mit dem Bus zum Hotel chauffieren lassen, wer noch ein wenig Energie hat, bricht zu einem kurzen Winterspaziergang in der Dämmerung auf. Rechtzeitig zum Abendessen finden wir uns alle wieder im Hotel Traunstein ein.

Tag 10 Salzburg mit Besuch des DomQuartiers und Silvesterfeier


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Den letzten Vormittag im Jahr 2019 verbringen wir wieder in der barocken Salzstadt des Weltkulturerbes Salzburg. Während unser erster Besuch vor allem dem Christkindlmarkt gewidmet gewesen ist, wollen wir heute ein wenig tiefer in Geschichte und Kultur eintauchen.
Wir erreichen die viertgrößte Stadt Österreichs heute wieder im strahlenden Sonnenschein und während wir vom Busterminal in die Altstadt hineinspazieren, sind wir begeistert wie ruhig und friedlich heute Morgen alles noch ist. Da wir zügig unterwegs sind, bleibt noch Zeit, den berühmten Salzburger Dom von innen zu besichtigen, bevor wir uns wieder treffen um gemeinsam das 2014 wiederöffnete DomQuartier zu besuchen. Bei zwei parallelen Führungen erfahren wir näheres über die Regentschaft der Fürsterzbischöfe und den Reichtum, den das Salz der Region der Stadt eingebracht hat. Vom Carabinierisaal geht es durch die Residenzräume, die Gemäldegalerie, die Domschatzkammer und das Kuriositätenkabinett. Einige der Exponate bekommen wir ausführlicher erklärt und bekommen so auch einen lebhaften Eindruck vom Salzburg des 17. und 18. Jahrhunderts. Unsere Führung bringt uns zum Schluss auf die Orgelempore des Doms und die Dachterrasse mit Blick auf Dom- und Residenzplatz: wunderbare Aussichten, die man sonst nicht geboten bekommt!
Nun bleibt uns noch ein wenig Zeit durch die Gassen der Altstadt zu spazieren, einen Kaffee oder eine Salzburger Brezel zu genießen, bevor es schließlich zurück zum Bus und anschließend nach Abtenau geht. Zurück am Hotel ist das Wetter immer noch fantastisch und so bietet es sich an, mit der Gondel hinauf auf den Karkogel zu fahren um die herrliche Aussicht von dort zu genießen.
Am Abend treffen wir uns alle in festlicher Robe wieder, um das Jahr 2019 zu verabschieden und 2020 willkommen zu heißen. Das Hotelpersonal hat sich mächtig ins Zeug gelegt, die Gaststätte festlich zu dekorieren und für musikalische Untermalung zu sorgen. Für das leibliche wohl sorgt ein Buffet mit lokalen Spezialitäten, auf dem für jeden etwas Leckeres dabei ist. Das Dessert wird anschließend feierlich vom Hotelinhaber und Chefkoch präsentiert. Nach dem Essen probieren wir uns gemeinsam im Wachsgießen und versuchen aus den entstandenen Figuren möglichst positive Vorhersagen für das kommende Jahr zu treffen. Die Stimmung ist prächtig und so verpassen wir um ein Haar den Jahreswechsel. Gemeinsam schaffen wir es doch gerade noch rechtzeitig herunterzuzählen und um 00:00 Uhr auf ein hoffentlich erfolgreiches und gesundes neues Jahr anzustoßen.

Tag 11 Roßfeld-Panoramastraße und Perchtenlauf in Pfarrwerfen


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Auch das neue Jahr begrüßt uns nach anfänglichem Nebel wieder mit wunderbarem Winterwetter. Nach einem etwas späteren ausgedehnten Frühstück geht es heute ein letztes Mal ins Berchtesgadener Land. Auf dem Programm steht eine Panoramafahrt entlang der Roßfeld-Höhenstraße, der höchstgelegenen durchgehenden Straße Deutschlands. Gebaut wurde sie zwischen 1933 und 1937 als Teil der Deutschen Alpenstraße. Der Krieg verhinderte die Fertigstellung, sodass der Teilabschnitt erst ab 1955 komplett befahrbar war. Um die immensen Bau- und Unterhaltungskosten zu refinanzieren handelt es sich um eine mautpflichtige Bundesprivatstraße, von der sich ein Teil heute auf österreichischem Bundesgebiet befindet.
Wir haben auch heute wieder unheimliches Glück und perfekte Sicht über die Gipfel der Berchtesgadener Alpen mit dem Watzmann, dem Kehlstein und dem steinernen Meer, direkt vor uns liegt der Hohe Göll und Richtung Österreich liegt das Salzachtal vor uns. Dahinter zeichnen sich noch einmal Tennengebirge und Dachsteinmassiv ab. Am Scheitelpunkt legen wir eine Pause ein. Seit 2019 gibt es am sogenannten Hennenköpfl einen kleinen Panoramawanderweg – der heute leider sehr eingeschneit ist. Trotzdem ist die Aussicht atemberaubend.
Zurück in Abtenau gibt es das letzte gemeinsame Abendessen heute etwas früher, denn am Abend folgt ein letzter Höhepunkt. Unser Weg führt uns noch einmal ins Pongau, nach Pfarrwerfen. Dort findet jedes Jahr der größte Perchtenlauf des Salzburger Landes statt. Perchten sind Gestalten des österreichisch-bayrischen Brauchtums, die vor allem in der Zeit zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag auftreten und traditionell den bösen Winter austreiben sollen.
Bei dem sehenswerten Spektakel können wir die aufwändigen Holzmasken und Fellkostüme der zahlreichen Perchten und Hexen bestaunen und uns von der Begeisterung der Einheimischen anstecken lassen.

Tag 12 Heimreise


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Das Jahr ist noch jung und trotzdem heißt es schon Abschied nehmen. Wir verlassen heute Abtenau und das Salzburger Land – es geht nach Hause. Wir wünschen uns, dass wir das schöne Winterwetter einpacken und mitnehmen können, doch leider will das nicht so recht funktionieren.
Immerhin meint es der Verkehrs-Gott gut mit uns. Ohne Staus und Behinderungen legen wir unseren Weg durch Österreich, Bayern und Sachsen zurück und pünktlich um 18 Uhr treffen wir in Dresden ein.
Eine schöne Weihnachts- und Silvesterzeit geht nun zu Ende und war hoffentlich ein Beginn für ein gesundes und fröhliches Jahr 2020.

Bildergalerie zur Reise

Kommentare zum Reisebericht

Sehr schöne Reise. Gute Organisation,sehr gute Reiseleiderin Sinah Witzig und Busfahrer Volgmar.Die Weihnachtsfeier war ein großer Reinfall vom Hotel!
Keine Weihnachtsmusik und das essen von 10 Punkten 4 reicht.lg Fam. Simon

simon
06.01.2020

Sehr schöne Reise. Gute Organisation,sehr gute Reiseleiderin Sinah Witzig und Busfahrer Volgmar.Die Weihnachtsfeier war ein großer Reinfall vom Hotel!
Keine Weihnachtsmusik und das essen von 10 Punkten 4 reicht.lg Fam. Simon

simon
06.01.2020

Es war eine schöne Reise. Besonders hervorzuheben sind die Führungen im Berchtesgadener Schloss der Wittelsbacher, die Gruber-Führung in Hallein und im Domquartier zu Salzburg. Reiseleiterin Sinah Witzig begleitete den Aufenthalt und die Ausflüge mit großem Engagement.
Das Hotel war zweckmäßig eingerichtet, sehr sauber und das Personal war höflich, hilfsbereit und freundlich. Die Mahlzeiten waren reichlich und schmackhaft.
Kritikwürdig: Der Weihnachtsabend fand im normalen, ungeschmückten Speiseaal statt, von Musik war nichts zu hören, die Abstände zwischen den Gängen waren deutlich zu lang und von Weihnachtspunsch und -gebäck gab es keine Spur, von einer Feier ganz zu schweigen. Es war ein ganz normaler Hotelabend, nur langweiliger als sonst - also voll daneben.
Bei beiden Busfahrern haben wir uns sehr sicher und gut aufgehoben gefühlt.

Bernd Wagner
07.01.2020
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