Reisebericht: Ungarn in die Weinregion Eger

23.10. – 30.10.2012, 8 Tage Györ – Donauknie – Eger – Budapest


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Györ, Esztergom, Eger und natürlich Budapest waren die Ziele dieser schönen Reise. Bei einer Kutschfahrt durften wir die berühmte Puszta kennenlernen und schließlich konnten wir von dem berühmten Ungarnwein kosten. Natürlich fehlte auch ein echter Gulasch nicht!
Ein Reisebericht von
Steffen Mucke
Steffen Mucke

Die Fahrt nach Györ

23.10.2012. Der Herbst hat Einzug gehalten. Wir sind gegen 8.00 Uhr in Dresden gestartet, einige der Gäste sind schon seit Chemnitz unterwegs. Die Vorfreude ist groß, ich schaue in erwartungsvolle Gesichter; der Höhepunkt des Saisonendes ist gekommen: die Abschlussfahrt nach Ungarn. Insgesamt sind die Reisegäste auf drei Busse aufgeteilt und mir ist die Ehre zu Teil geworden der Chronist für diese Reise zu sein.
Heute hat es die Sonne schwer durch den dicken Nebel zu dringen. Als auf der Südhöhe, oberhalb Dresdens weitere Gäste einsteigen, haben sich über der Stadt die Nebelschwaden festgehangen und verwehren uns den Blick hinunter. Auch als wir auf der Autobahn unterwegs sind ist die Sicht vorerst eingeschränkt, plötzlich taucht aus den Nebelschwaden  die Grenze zu Tschechien auf die wir aber ohne Probleme überqueren. Beim Ort Usti endet die Autobahn erst einmal, wir schwenken ein in das Elbtal, welches hier sehr reizvoll ist. Hoch oben ist die Burg zu sehen und im weiteren Verlauf folgen wir dem Fluss der hier einige Windungen beschreibt.
Die Nebel haben sich etwas gelichtet so dass nun der Blick frei wird auf eine wirklich schöne Szenerie. Der große Maler Herbst hat hier sein Werk begonnen, die Straße wird gesäumt von vielen Bäumen die einen schönen bunten Schmuck tragen.
Dann geht es weiter auf der Autobahn; bald macht sich der Großstadtverkehr von Prag bemerkbar, auf dem Weg in Richtung Brno durchqueren wir die tschechische Hauptstadt. So ganz nebenbei sehen wir auf dieser Fahrt auch noch etwas von den Sehenswürdigkeiten dieser Metropole; nachdem wir die Moldau überquert haben ist im Hintergrund  schemenhaft die Prager Burg zu sehen. Auf den Hängen über dem Fluss hat sich auch der Nebel fest gehangen. Wir kommen am Hauptbahnhof vorbei und  können danach unmittelbar einen Blick nach rechts auf den Wenzelsplatz werfen. Schnell wie ein Gedanke sind wir aber vorbei und bald liegt der Trubel der Großstadt hinter uns.
Die Autobahn in Richtung Brno ist in keinem guten Zustand und so werden wir an manchen Stellen kräftig durchgerüttelt.
Bald haben wir diese Industriestadt erreicht, Brno wird auch häufig als das mährische Manchester bezeichnet und empfängt uns heute mit einem kleinen Stau. Doch bald geht es flott weiter, etwas später überqueren wir die Grenze zur Slowakei und dahinter wagt sich sogar die Sonne etwas heraus. Sie wechselt sich mit den wabernden Nebelschwaden ab und versucht diese zu durchdringen, das hat durchaus seinen Reiz.
Bei Bratislava überqueren wir erstmalig die Donau, dieser mächtige Strom sendet seine Wasser dem Schwarzen Meer zu. Wir werden die Donau auch die nächsten Tage nicht aus den Augen verlieren; unser Weg führt uns nun zu einem weiteren Grenzübergang nach Ungarn. An diesen EU- Grenzen geht heute alles problemlos und nach der Grenze ist es nun auch nicht mehr weit bis zu unserem Ziel.
Da der Nachmittag schon stark vorangeschritten ist, so neigt sich auch die Sonne ihrem Untergang zu. Durch den dichten Nebel bedingt wird es schon sehr zeitig dunkel. Bald verlassen wir die Autobahn und sind auf der Landstraße nach Györ unterwegs. In unserem Hotel „Raba" ist schon alles vorbereitet, die Zimmer sind schnell vergeben und zum Abendessen sind unsere drei Gruppen erstmalig auf dieser Tour vereint. Es gibt viele bekannte Gesichter, die Wiedersehensfreude ist groß und so verläuft das Abendessen in munterer Atmosphäre. Schnell kommen die Gespräche in Gang, das Essen ist sehr lecker und so können wir recht munter diesen ersten Tag beschließen. Die Vorfreude ist groß was der morgige Tag bringen wird, hoffentlich schickt uns Petrus besseres Wetter!

Von Györ nach Esztergom

24.10.2012. Ein erster Blick aus dem Fenster nach meinem Erwachen zeigt mir auch heute  trübes Nieselwetter; die Straßen von Györ glänzen nass vom Sprühregen, wir werden das Beste daraus machen.
Eine erste Stärkung des Tages  bringt das reichhaltige Frühstück. Doch bald sind wir dann im Großstadtverkehr von Györ unterwegs, unser Ziel ist die Donau. Auf der Landstraße gelangen wir an den mächtigen Fluss von dem aber nicht viel zu sehen ist. Nur hin und wieder schimmert er zwischen den Bäumen durch. Es ist eine Fahrt entlang der typischen Flussauen die durchaus nicht ohne Reiz ist. Dann zwingt uns ein Unfall noch zu einer Umleitung fernab der Touristenstrecke. Wir sehen von der Straße aus die typischen Dörfer der Region und haben dabei ganz nebenbei einen Einblick in das einfache Leben hier.
Stärkerer Verkehr kündet die Stadt Esztergom an. Wir durchfahren die Straße zum Zentrum des Ortes und sehen dabei die schöne Architektur der Häuser die aus Habsburger Zeiten erhalten blieb. Gepflegt ist manche Fassade anzuschauen, an anderen hat wiederum der Zahn der Zeit genagt.
Bald erreichen wir den Parkplatz, nur wenige Treppen führen uns hinauf und schon sind wir am Dom angelangt. Die kleine Anstrengung hat sich aber gelohnt; fast stockt einem der Atem über das gigantische Gotteshaus. Mächtige Säulen und Kuppeln zieren diese Kirche die in der Mitte des 19. Jahrhunderts völlig neu entstand. Beim Eintritt in den Dom wird man umfangen von einer großen Feierlichkeit; um die schönen Arbeiten im oberen Teil sehen zu können muss man schon den Kopf in den Nacken legen. Das ist ein beeindruckender Auftakt dieses Tages und dieser Höhepunkt lässt uns das trübe Wetter schnell vergessen.

Nach Visegrad und Szentendre

Wir setzen die Fahrt entlang der Donau fort die hier einen großen Bogen beschreibt. Vorsichtig versucht die Sonne durch die Wolken zu brechen, kurzzeitig schafft sie es auch und bescheint dabei eine wunderschöne Szenerie.
Die Hänge die vom Fluss aufsteigen erstrahlen in der farbenfrohen Pracht des Herbstes, dazwischen schlängelt sich der hier schon breite Fluss und wir fahren entlang der Uferstraße. Dabei haben wir diese wunderschönen Impressionen im Wechselspiel von Licht und Schatten. Bald ist vor uns auf dem Berg schon die Burg auszumachen, sie liegt malerisch über dem Flusstal; eine windungsreiche Straße führt uns hinauf. Am oberen Parkplatz treffen sich unsere drei Busgruppen zum Picknick. Wer möchte kann aber erst einmal hinauf zur Burg gehen und auf den geschichtsträchtigen Pfaden dieser einmaligen Region wandeln. Derweil haben fleißige Hände schon einen Imbiss vorbereitet den wir uns an der frischen Luft gut schmecken lassen. Bei der Abfahrt zur Donau halten wir noch einmal an einem schöne Punkt, leider ist der Blick hinunter zum Fluss etwas eingetrübt, doch das stört unseren Tatendrang nicht; entlang der Donau gelangen wir bald zu einem besonders reizvollen Städtchen  dieser Region- Szentendre.
Schon zu Beginn des 20.Jahrhunderts entwickelte sich hier eine Künstlerkolonie. Später wurde der schöne Altstadtkern saniert und zeigt sich uns heute von der ganz malerischen Seite. Gleich vom Parkplatz gelangen wir auf die schmale Hauptstraße, sie wird von niedrigen Häusern mit schönen Fassaden gesäumt. Manch eine Hauswand erstrahlt in hellen und freundlichen Farben und überall sind die Touristen unterwegs diesen reizvollen Ort zu erkunden. Zahlreiche Souvenirhändler bieten ihre Ware feil, es gibt auch einige typische Produkte aus dieser Region. Gleich neben der Altstadt fließt die Donau, am Ufer sind Deichanlagen zu sehen die den Ort vor Hochwasser schützen sollen.
Die Fußgängerzone mündet auf den Hauptplatz ein, hier steht auch die serbisch- orthodoxe Kirche. In ihrem Inneren ist eine schöne Ikonostase zu sehen, an dieser Wand sind prachtvolle Arbeiten zu bewundern. Der Bummel durch diesen wirklich pittoresken Ort lässt uns eintauchen in eine längst vergangene Zeit und dabei erahnen wir das Lebensgefühl vergangener Generationen.
Doch nach einer guten Stunde müssen wir dann aufbrechen; ein gutes Stück Weg liegt noch  vor uns, das Ziel für heute heißt Eger. Wir fahren dabei an der ungarischen Hauptstadt Budapest vorbei, überqueren hier die Donau und als wir dann in Richtung Eger unterwegs sind, erfreut uns kurz vor dem Untergang noch einmal die Sonne mit ihren goldenen Strahlen. Damit lassen wir diesen schönen Tag langsam ausklingen, laben uns am reichhaltigen Buffet und freuen uns auf den morgigen Tag der uns eine sehr reizvolle Stadt näherbringen wird:

Eger

25.10.2012. Unsere drei Gruppen haben sich gegen neun an der Rezeption versammelt und harren erwartungsvoll den Dingen die nun kommen werden. Die Stadtführerinnen sind auch pünktlich eingetroffen und somit kann der Entdeckungstour nichts mehr im Wege stehen. Leider möchte auch heute die Sonne nicht für uns scheinen aber das bremst unseren Tatendrang nicht im Geringsten. Zu Fuß gelangen wir ins Zentrum, doch bevor wir auf die reizvolle Fußgängerzone einschwenken, schauen wir uns das Lyzeum an. Dieser mächtige Bau der auch zur Herrschaft der Habsburger entstand ist schon sehr imposant. In der großen Eingangshalle, auf den glänzenden Fließen, kommt man sich doch etwas verloren vor. Dann beginnt der Aufstieg; nicht ohne Mühen über zahlreiche Treppen gelangen wir hinauf ins Observatorium. Wir erreichen einen Raum in dem zahlreiche historische Instrumente ausgestellt sind. Hier sehen wir alte Fernrohre, Sextanten und überhaupt wichtiges Inventar welches früher den Menschen auch ohne Elektronik half, die damaligen Forschungen für die Praxis nutzbar zu machen. Durch eine hohe Tür gelangen wir in einen weiteren Raum in dem Versuchsanordnungen für physikalische Experimente zu sehen sind.
Eine junge Mitarbeiterin steht bereit um uns einiges davon zu zeigen; dabei werden wir wieder zu Schülern und erinnern uns an die Stunden als wir atemlos den Versuchen unserer Lehrer zuschauten, damals eine willkommene Abwechslung im manchmal recht tristen Schulalltag.
Dann geht es noch einige Treppen hinauf, wir gelangen zur Aussichtsplattform und haben die Stadt Eger zu unseren Füßen. Weit schweift der Blick über die Dächer dieser schönen Stadt, auch wenn es heute wieder etwas trüb ist, so kann man doch etwas vom malerischen Umland sehen.
Noch ein paar Stufen und wir sind ganz oben angelangt. Hier gibt es eine Camera Obskura, mit einem Spiegelsystem wird ein Stadtpanorama auf eine Projektionstisch gezaubert, wir sehen das Leben der Stadt aus diesem ganz besonderen Blickwinkel und staunen dabei über die Technik die völlig ohne Elektronik uns ein Fern- Seh- Bild vom Leben des Ortes liefert.
Dann, etwas tiefer, schauen wir auch noch in der Bibliothek vorbei, einem sehr hohen Saal mit schönen Deckengemälden. Sehr hoch sind die Bücher gestapelt, uralte Einbände zeugen vom Schatz der hier liegt und als Höhepunkt sehen wir noch eine originale Handschrift von Goethe.
Dann verlassen wir das Lyzeum und gelangen über die reizvolle Fußgängerzone zur Burg die von mächtigen Mauern eingefasst ist. Auch hier ist der Weg etwas beschwerlich, aber dafür werden wir hier oben mit einem schönem Stadtpanorama belohnt. Von unserer Führerin werden wir mitgenommen auf den Schwingen der Zeit und erfahren dabei viel über die Geschichte dieser Region. Ständig präsent war die Türkengefahr und dagegen musste man sich schützen, die Sprache die die alten Steine sprechen ist beredt, welche Geheimnisse werden wohl für alle Zeit dahinter verborgen bleiben? Von dieser Faszination ergriffen verlassen wir die Burg und über schöne Wege einer sehenswerten Stadt langen wir wieder am Hotel an. Hier begann die Führung und hier endet sie; noch etwas Zeit und dann treffen wir uns alle am Bus wieder.
Unsere Fahrt dauert auch nicht sehr lange; am anderen Ende der Stadt gibt es mehrere Weinkeller und da sind wir nun zu einer Käseverkostung eingeladen. Die Zufahrt ist etwas eng, aber bald können die Gäste aussteigen und in den Kellerräumen verschwinden. In diesem Gewölbe sind für uns lange Tafeln aufgestellt und auf den Tischen stehen Teller mit den verschiedenen Köstlichkeiten die hier produziert werden. Nachdem wir Platz genommen haben, lassen wir uns die würzigen Kostproben schmecken; ein Mitarbeiter gibt dazu einige Erklärungen ab und so ist dieser Aufenthalt recht kurzweilig. Selbstverständlich bekommen wir auch von dem guten Wein gereicht. Wie im Fluge vergeht die Zeit, nach diesem Aufenthalt geht es zurück zum Bus und nun, am zeitigen Nachmittag, beginnt die Freizeit in Eger. In dieser schönen Stadt gibt es genügend Möglichkeiten zum individuellen Erkunden was von den Gästen auch ausgiebig genutzt wird.

Folkloreabend im Tal der schönen Frauen

Zu jedem Ungarnaufenthalt gehört auch der Besuch einer Csarda, so heißen hier die typischen Restaurants. Gegen Abend starten die Busse, der Weg ist nicht sehr weit. In diesem Teil von Eger, dass das Tal der schönen Frauen genannt wird, gibt es zahlreiche Weinkeller und auch Gasthäuser. Hier sind wir nun zu einem Folkloreabend eingeladen und am Eingang der Csarda werden wir schon von Musikern Willkommen geheißen. Die Musikanten sind in die hier typische Tracht gekleidet und werden uns den ganzen Abend mit ihrer Zigeunermusik erfreuen. Im großen Raum sind für uns die Tische gedeckt, zuerst gibt es einen guten Weißwein der mit sogenannten Weinhebern unseren Gästen kredenzt wird. Das geschieht manchmal in einem recht abenteuerlichen Abstand zum Glas, dass aber immer vom Strahl des Weines getroffen wird.
Dann kommt schon die leckere Vorspeise auf den Tisch: die „Burschenfängersuppe", es ist eine Ragoutsuppe mit viel Fleisch, sie ist angenehm gewürzt und schmeckt sehr gut. Zum Hauptgang gibt es Entenkeule in der Art wie sie hier zubereitet wird und zum Dessert eine Roulade mit Weincremé- alles sehr lecker. Immer wieder kommen die Kellner und schenken Wein aus ihren Hebern nach.
Dieser Abend ist sehr stimmungsvoll, die Musiker bringen uns die Weisen ihrer ungarischen Heimat näher, mal lustig dann wieder sentimental; dabei werden wir entführt in eine längst vergangene Epoche. Das moderne und hektische Leben bleibt dabei weit zurück, die Uhren ticken anders und die gesamte Romantik der vergangenen Zeiten ergreift Besitz von uns an diesem schönen Abend. Der Geiger kommt dabei von Tisch zu Tisch und freut sich über ein kleines Trinkgeld. Dieser schöne Abend findet seinen Höhepunkt noch bei einem kleinem Spiel an dem sich zwei unserer Gäste aktiv beteiligen- ein großer Spaß!
Doch, wie alle schönen Stunden vergeht auch dieser Abend viel zu schnell; die Musik der Zigeunerband klingt noch auf dem Weg zum Hotel nach und als wir ankommen sind wir uns einig: das war ein besonders schöner Abend!

Forellenpicknick

An den nächsten Tagen werden sich die Wege unserer drei Gruppen vorerst trennen, die Programmpunkte finden an verschiedenen Tagen statt, sind aber identisch. Heute steht für unsere Busgruppe ein besonderer Höhepunkt an.
Beim ersten Blick aus dem Hotelfenster sehe ich dass uns Petrus einen schönen Tag bescheren wird. Da unser Weg nicht sehr weit ist starten wir gegen zehn. Bald sind wir aus der Stadt hinaus und in einer wunderschönen Landschaft unterwegs. Gleich hinter Eger steigen die Berge des Bükk- Gebirges an; die Hänge leuchten uns in den bunten Farben des Herbstes entgegen in die die Morgensonne ihre goldenen Strahlen sendet.
Die Straße schlängelt sich durch die Berge und wir haben dabei sehr schöne Impressionen, nach jeder Biegung gibt es neue Eindrücke.
Gegen 10.45 Uhr kommen wir in Szilvasvarad an, hier beginnt unsere Zugfahrt. Doch zuvor haben unsere Gäste noch ein wenig Gelegenheit im Ort zu bummeln.
11.35 Uhr, die Gäste sitzen in den Wagen, ein Pfiff und ein Ruck- die Zugfahrt beginnt. Auch wenn diese Fahrt nicht sehr lange andauert, die Eindrücke die wir von dem goldenen Herbsttag aus diesem romantischen Tal mitnehmen sind grandios. Nachdem wir den Haltepunkt erreicht haben gehen wir noch eine Stecke zu Fuß, kommen an einem kleinen See vorüber in dem sich die nahen Berge mit den bunten Bäumen widerspiegeln und kommen bald am Picknickplatz an.
Auch wenn es etwas frisch ist, das Forellenpicknick findet ganz urig im Freien statt. Dazu ist in einer langen Reihe ein Holzkohlefeuer entfacht an dem nun die Gäste Platz nehmen. Jeder bekommt zwei Stöcke in die Hand, an einem ist die Forelle aufgespießt und am anderen ein Stück Speck. Beides wird über das Feuer gehalten, das herunterträufelnde Fett vom Speck wird auf die Forelle getropft die dabei über dem Feuer gedreht wird. Das ist für alle ein großer Spaß, am Ende werden wir dabei von einem leckeren Mahl belohnt. Zum frisch gegrillten Fisch gibt es Salat und zum Nachtisch noch ein schmackhaftes Dessert aus Mohnpudding und Erdbeeren, sehr lecker!
Wir werden auch weiterhin mit schönem sonnigen Wetter belohnt, auch als wir zu Fuß zurück zum Bus gehen. Es ist etwa eine halbe Stunde Fußweg durch dieses schöne Tal, wir kommen an einem Wildgehege vorbei und genießen die himmlische Ruhe in diesem schönen Bükk- Gebirge. Leider hatten die Reisegäste der anderen zwei Busse mit dem Wetter hier nicht so viel Glück, aber ich glaube im schönen Restaurant hat die Forelle im stimmungsvollen Rahmen mindestens genauso gut geschmeckt.
Unser Bus steht bereit, der Abschied fällt doch etwas schwer als wir gegen 14.00 Uhr aufbrechen müssen, aber ein weiterer Höhepunkt dieser Reise steht an und dazu müssen wir zurück nach Eger fahren.

Weinprobe

Wir sind im Land des Weines; schon immer war Ungarn bekannt für diesen edlen Tropfen. Eger trägt im deutschen den Namen Erlau und spätestens bei Nennung dieses Namens fällt dem Weikenner der Name „Stierblut" ein; dieser Tropfen wird hier erzeugt und von dem wollen wir nun kosten. Der Weinkeller befindet sich im Tal der schönen Frauen, wir kennen es schon vom  Folkloreabend und sind nun erneut mit dem Bus dorthin unterwegs. Die Weinkeller sind hier direkt in den Felsen geschlagen, innerhalb eines dieser Gewölbe sind Tische aufgestellt an denen wir Platz nehmen. Es ist hier doch etwas kühl, die angesagte Kaltfront ist im Anmarsch.
Von einer Mitarbeiterin bekommen wir die einzelnen Weinsorten erklärt die wir nun kosten können. Es ist nicht immer leicht diesen edlen Tropfen zu ziehen, wenn er dann im Glase funkelt ist von der Arbeit nichts mehr zu spüren.
Bei nun schon sehr herbstlichen Temperaturen verlassen wir den Weinkeller und gelangen nach wenigen Minuten zu unserem Hotel.

Fahrt in die Puszta

Der Himmel hat sich weiter bezogen, es tröpfelt auf das Vordach des Hotels das vor meinem Fenster liegt. In der Heimat ist der erste Schnee gefallen, der Winter hält schon jetzt Einzug. Beim Frühstück drehen sich natürlich die Gespräche um das Wetter, schließlich wollen wir heute mit Pferdekutschen die Puszta erkunden.
Wir starten 10.00 Uhr, der Weg führt uns nach Süden aber das Wetter bessert sich vorerst nicht. Dicke Wolken ziehen über das Land und entladen ihre nasse Last, so dass die Scheibenwischer des Busses im Dauereinsatz sind.
Bald wird das Land flacher, wir sind in der großen Schwemmebene der Theiß angelangt die schon vor vielen Generationen trockengelegt wurde. Bald kommen wir am Theißsee vorüber und fahren weiter durch die Puszta die sich mit einer scheinbar endlosen Fläche bis zum Horizont ausbreitet.
Dann sind schon die ersten Pferde zu sehen und bald langen wir am Gestüt in Hortobagy an. Von einer Mitarbeiterin werden wir begrüßt; traditionell gibt es dazu einen Schnaps und Pogatschen, das ist ein Gebäck welches mit überbackenem Käse warm serviert wird.
Dann können wir uns die Ställe mit den edlen Pferden anschauen; über den Hof gelangen wir später zur großen Reithalle, hier gibt es eine Vorführung der berühmten Reitkünste. Ein Reiter steht dabei in der Tracht der Pusztahirten auf zwei Pferden und wird uns nun in den nächsten Minuten atemberaubende Kunststücke zeigen. Es ist eine jahrhundertealte Tradition und die Pferde gehörten immer schon zum Leben der Menschen hier, waren doch die Vorfahren der Ungarn Nomaden; über Generationen wurden die Reitkunststücke weitergegeben, schön dass wir daran teilhaben konnten.
Unterdessen sind vor der Reithalle die Kutschen vorgefahren die uns nun hinaus in die Puszta bringen werden. Petrus selbst hat nun auch ein Einsehen, er hat den Regen abgestellt als wir die Kutschen besteigen.
Die Eindrücke die wir nun genießen können sind einmalig. Auf den ausgefahrenen Wegen des flachen Landes nehmen wir schaukelnd unsere Fahrt auf. Dabei schweift das Auge weit in die unermessliche Ferne, hier gibt es keine Erhöhungen und der Blick geht zwangsläufig dahin wo sich Himmel und Erde scheinbar berühren.
Bald ist das Blöken von Schafen zu vernehmen, wir nähern uns einer Herde an. Es sind sogenannte Zackelschafe, sie haben schwarze Wolle und eigenartig gedrehte Hörner. Die Herde grast hier frei und ist sehr scheu. Wir können nur von der Kutsche fotografieren die geringste Störung vertreibt diese schönen Tiere. Auf ruckeligen Wegen geht es weiter, der nächste Halt ist bei den Wasserbüffeln die einst aus Fernost eingeführt wurden und sich auch in der Puszta sehr wohl fühlen. Wiederholt lassen wir die Fotoapparate klicken, dazu bekommen wir von der einheimischen Führerin interessante Details zu den Tieren erklärt.
Weiter geht die Fahrt, im Hintergrund ist ein langes Gebäude mit Schilfdach zu sehen, dahinter befinden sich die Graurinder. Sie haben es sich auf dem Boden bequem gemacht und bieten ein schönes Fotomotiv. In der Nähe befindet sich auch eine Gruppe halbwüchsiger Pferde, es sind große Fohlen die neugierig näher kommen. Zuerst etwas verhalten, danach bekommen sie Zutrauen zu uns und zum Schluss wird diese Gruppe Jugendlicher fast zudringlich. Die Pferde lassen sich geduldig streicheln und umringen nun die Reisegruppe. Es ist eine schöne Begegnung von Mensch und Tier in dieser unberührten Naturlandschaft.
Wir setzen unsere Kutschfahrt fort und erreichen im großen Bogen wieder die Stallungen. Nachdem wir noch einen Blick in den Stall der Zuchthengste geworfen haben geht die Fahrt mit dem Bus weiter.
Ein weiterer Höhepunkt steht auf dem Programm: der Besuch eines typischen Landgasthofes den man auch hier Csarda nennt. Er befindet sich direkt im Ort Hortobagy und ist gut erreichbar. Der Gastraum ist ganz typisch eingerichtet, hell getünchte Wände und eine geschmackvolle Einrichtung lassen diesen Aufenthalt zum Erlebnis werden. Da es draußen schon recht kalt geworden ist hat man die zwei großen Kachelöfen angeheizt, sie strömen eine wohlige Wärme aus.
Auf den Tischen stehen verschiedene Sorten von Wein und bald werden uns kleine Kessel mit der wohl bekanntesten ungarischen Spezialität gereicht: Gulyas. Diese Speise wir hier in Form einer würzigen Suppe mit Rindfleisch, Kartoffeln und Gemüse gegessen und hat uns allen prächtig gemundet. Dazu ein guter Schluck Ungarnwein; die musikalische Untermalung bringt uns auch heute eine Zigeunerkapelle.
Als wir dann wieder mit dem Bus unterwegs sind, ist uns allen klar: es war ein stimmungsvoller und schöner Tag in der Puszta.

In der Karsthöhle von Aggtelek

Petrus hat die Temperatur noch weiter abgesenkt. Als wir auf dem Weg zum Bus sind steht das Quecksilber auf vier Grad und ein kalter Wind bläst uns ins Gesicht.
Aber das bremst unseren Tatendrang keineswegs, wir werden heute von einer ungarischen Kollegin begleitet die uns noch einige schöne Ecken ihres Heimatlandes zeigen wird.
Unser Weg führt uns erneut durch das Bükk- Gebirge doch machen die Bäume mit ihrer schönen Laubfärbung heute einen recht traurigen Eindruck. Die Scheibenwischer unseres Busses bekommen immer wieder Arbeit; über den Bergen ziehen bleigraue Wolken ihre Bahn und entladen die feuchte Last auf das schöne Land.
Nach etwa zweistündiger Fahrt erreichen wir den Ort Aggtelek, durchfahren ihn und kommen am Parkplatz vor der Höhle an. Bald sind die Tickets gekauft und nun beginnt eine Reise ins innere der Erde. Wir haben es hier in der Gegend mit Kalkstein zu tun der auch als Karst bezeichnet wird, dieser besondere Stein ist an der Entstehung der Naturwunder beteiligt die wir nun zu sehen bekommen. Durch das eindringende Wasser wird der Kalkstein gelöst, beim langsamen Einsickern in die Höhle wird aus dem verflüssigten Kalk wieder fester Stein, es bilden sich die Tropfsteine die tausende von Jahren brauchen und sich zu diesen mächtigen Stalaktiten und Stalagmiten entwickeln.
Der Weg führt uns zunächst abwärts und mündet in der ersten Erweiterung mit einigen großen Tropfsteinen. Wir bekommen dazu von einem Bergführer interessante Details gesagt und erfahren auch etwas über die Fauna dieser Höhle. Weiter geht der Weg durch die gut beleuchtete Höhle und immer mehr Tropfsteine sind zu sehen. Atemlos betrachten wir diese Märchenwelt,  skurille Fabelwesen entstehen in unsere Phantasie: wir sehen eine riesige Schildkröte aus Kalkstein, betrachten an der Decke einen Tiger der sein Maul aufreißt und schrecken vor einem Elefanten zurück. Was für Wunder doch Mutter Natur schaffen kann und auf den Flügeln unserer eigenen Phantasie durchqueren wir diese Höhle an deren Kalkwänden auch schlafende Fledermäuse zu sehen sind.
Als Höhepunkt langen wir dann in einem riesigen unterirdischen Saal an in welchem Stühle aufgestellt sind- es ist der Konzertsaal. Wir nehmen jetzt Platz und bekommen ein besonderes Schauspiel geboten. Da diese große Höhle eine sehr gute Akustik hat, kommen wir jetzt in den Genuss eines kleinen Konzertes. Als dann noch das Ave Maria von Schubert erklingt, stellt sich Gänsehaut ein; die wunderschöne Stimme von Luciano Pavarotti bricht sich an den Wänden der Höhle und kommt wie ein kleines Echo zurück. Atemlos lauschen wir den Klängen einer überirdischen Musik die hier, mitten im Schoß der Erde, zur vollen Entfaltung kommt. Menschliches Genie und urwüchsige Natur- es ist eine Kombination die niemanden kalt lassen kann und als die letzten Töne verklungen sind, herrscht eine Ruhe die vom tiefsten Eindruck zeugen die diese Impression mit sich gebracht hat!
Der Weg führt uns dann noch weiter, immer vorbei an neuen Säulen der Tropfsteine; nach einer guten Stunde verlassen wir die Höhle, dieser schöne Eindruck wird wohl noch lange nachwirken.

Besuch beim Bauern und Fahrt nach Miskolc

Es ist nur eine kurze Fahrt zu dem niedrigen Bauernhaus im Ort Aggletek; hier werden wir schon von unseren Gastgebern freundlich begrüßt. Neben den bekannten touristischen Attraktionen ist es immer auch schön, abseits der betretenen Pfade, das wirkliche Leben des Gastlandes zu erkunden; bei diesem Besuch wird uns ein solcher Einblick gewährt. Im Garten und in der Guten Stube sind für unsere Gäste Plätze vorbereitet und ein kleiner Mittagsimbiss steht zu unserer Stärkung bereit. Wir können von den Spezialitäten dieser Region kosten, es gibt Brot mit Pilzbutter und Schmalz, würzige Salami und geräucherten Käse. Dazu ein Glas guten Tokajer- Wein, ein Genuss. Dabei stören die kühlen Temperaturen kaum, wir sind nun in das bäuerliche Leben dieser schönen Ecke integriert, in der Nähe kräht ein Hahn und nach dem Essen zeigt uns der Hausherr noch seinen schönen Garten mit den zahlreichen Obstbäumen.
Auch hier vergeht die Zeit wie im Flug, als wir dann losfahren steht die sympathische Familie am Gartenzaun und winkt uns ein letztes Lebwohl zu; es war schön hier zu Gast sein zu dürfen, auch wenn wir verschiedene Sprachen sprechen, verstanden haben wir uns dennoch.
Weiter führt und der Weg in den Ort Miskolc; entlang der schon längst abgeernteten Felder kommen wir nach einer Stunde Fahrzeit dort an. In einer Seitenstraße befindet sich das Museum der Orthodoxie. Viele Völkerschaften vereinigen sich auf dem Boden Ungarns; die Griechen und besonders die hier lebenden Serben brachten die Glaubensrichtung der Ostkirche mit und bei der wissenswerten Führung durch dieses schön eingerichtete Museum erfahren wir viel von dieser uns etwas fremden Welt. Die wahren Schätze sind die schönen Ikonen mit der Darstellung der Heiligen, sakrale Schmuckgegenstände in kunstvoller Verarbeitung sind zu sehen und als Höhepunkt blicken wir auch noch in die orthodoxe Kirche hinein. Hier gibt es eine der schönsten Ikonostasen zu sehen die ich kenne; es sind die typischen Wände einer jeden orthodoxen Kirche die den Altarraum vom Gebetsraum trennen. Diese schöne Wand reicht bis ganz hinauf und ist geschmückt von zahlreichen schönen Ikonenmalereien.
Die Hauptsehenswürdigkeit dieser Kirche ist aber in einer Seitennische zu sehen. Es ist das Bildnis der Schwarzen Madonna, einer Kopie der legendären Schwarzen Madonna von Kasan, einst ein Geschenk der russischen Zarin Katharina 2.
Um diese Madonnen mit schwarzem Gesicht ranken sich zahlreiche Mysterien und die Entstehung wird wohl nie richtig aufgeklärt werden können.
Etwas nachdenklich verlassen wir diesen Ort, bald sind wir wieder inmitten der Felder unterwegs um zu unserem Hotel zu gelangen. Es ist weiterhin trüb, Regen tröpfelt an die Scheiben unseres Busses und als wir am Hotel ankommen ist es schon dunkel geworden.
Leider heißt es morgen schon Abschied nehmen von Eger, die Koffer müssen gepackt werden aber ein weiterer Höhepunkt steht uns noch bevor:

Budapest

29.10.2012. Als ich am Morgen aus meinem Hotelfenster schaue wähne ich mich noch im Reich der Träume. Doch nachdem ich mir mehrfach die Augen gerieben habe, erkenne ich dass das Schauspiel draußen Realität ist. Dicke Schneeflocken fallen herunter- über Nacht hat der Winter Einzug gehalten.
Es ist auch das große Thema unserer Reisegäste beim Frühstück, für diese Jahreszeit kommt der raue Gesell doch etwas früh.
Wir sind gegen neun gestartet und nach Eger fahren wir an Feldern vorbei die eine weiße Decke tragen. Als wir dann gute zwei Stunden später in der ungarischen Hauptstadt ankommen hat der Flockenwirbel aufgehört.
Die Straße mündet auf einen sehr großen Platz ein, es ist der Heldenplatz mit den monumentalen Denkmälern aus der ungarischen Geschichte.
Es war das Jahr 896 als die Magyaren unter dem Fürsten Arpad in das Karpatenbecken eindrangen und das Land in Besitz nahmen. Das war die Geburtsstunde von Ungarn und anlässlich der Wiederkehr dieses Datums nach eintausend Jahren, wurde dieser Platz gestaltet.
Zum Auftakt unseres Besuches in Budapest beginnen wir hier unseren Rundgang. Unsere Stadtführerin macht uns mit der Geschichte Ungarns vertraut, denn hier sind viele der Könige in Form von Plastiken verewigt. Der große Platz wird umstanden von den monumentalen Bauten die auch im ausgehenden 19.Jahrhundert entstanden sind.
Dann geht es mit dem Bus weiter durch die Innenstadt; wie in allen Metropolen der Welt geht es manchmal sehr langsam voran,  das Verkehrsaufkommen ist sehr hoch. Bald sind wir an der Donau angelangt und fahren am Parlamentsgebäude vorbei. Es wurde Anfang des 20.Jahrhunderts fertiggestellt und beeindruckt durch seine Monumentalität. Die Fassade erscheint von der Entfernung sehr kleingliedrig und stellt mit den Elementen der Romanik ein einmalig schönes Ensemble dar.
Dann überqueren wir die Donau und sind am gegenüberliegenden Ufer von Buda unterwegs. Der Fluss ist heute eher grau als blau und das Wetter weiter trüb, doch das bremst unseren Tatendrang nicht als wir die erste Höhe erklimmen. Es ist der Gellerthügel von dem wir einen ersten schönen Blick auf die Stadt mit ihren fast zwei Millionen Einwohnern werfen können.
Erst hier oben wird das Ausmaß dieser Metropole offenbar, soweit das Auge reicht dehnt sich das Häusermeer nach allen Seiten aus. Allerdings treibt uns das nasskalte Wetter bald wieder zum gut geheizten Bus der uns nun hinunter zur Elisabethbrücke bringen wird. Vorbei an der wohl berühmtesten Flussquerung der Stadt, der Kettenbrücke, erreichen wir den Parkplatz. Mit unserer Führerin geht es nun durch die Fußgängerzone zur Markthalle. Hier gibt es das übliche Gewirr von vielen Menschen, jedoch zählen die Eindrücke eines Marktes mit zu den authentischsten eines jeden Landes. Soweit das Auge reicht sind die Stände aufgebaut, Obst, Gemüse in der einen Ecke, etwas weiter hinten hängen an einem Fleischerstand riesige Salami zum Verkauf und im oberen Teil gibt es zahlreiche Imbissstände. Hier herrscht auch ein babylonisches Sprachgewirr vor; Touristen aus allen Teilen dieser Welt haben Teil an diesem Leben und sind selbst ein Teil davon geworden; auch das ist Völkerverständigung. An diesem letzten Tag in Ungarn genehmige ich mir noch eine Gulaschsuppe und treffe dabei auch auf Reisegäste aus unseren Gruppen.
Dann beginnt der zweite Teil unserer Rundfahrt, wir erklimmen den Burgberg der Stadt und erkunden noch einmal zu Fuß die Sehenswürdigkeiten.
Hier oben weht ein kühles Lüftchen, doch was wir nun zu sehen bekommen zählt zum Schönsten was Budapest zu bieten hat. Wir gelangen zur Matthiaskirche mit ihrer schönen Fassade und den bunten Dachziegeln. Im Jahre 1867 ließen sich hier Sissi und Franz Josef 1. zu Königin und König krönen und so mancher hat wohl gerade an diesem Ort den farbenfrohen Film mit Romy Schneider in Erinnerung.
Gleich neben der Kirche befindet sich der Komplex der Fischerbastei; einst Bollwerk der Donaufischer, heute längst von den Touristen erobert. Hier gibt es viele kleine Türmchen die eingefasst sind von neoromanischen Bögen; von der Mauer hat man einen schönen Blick hinunter auf die Donau und das Parlamentsgebäude.
Langsam wird es dunkel, der Abend hält an diesem trüben Tag Einzug, es wird Zeit zum Hotel zu fahren und hier diesen schönen Tag zu beschließen. Die Kühle ist doch etwas in den Körper hineingezogen, im Hotelzimmer wartet eine warme Dusche und als sich unsere Gruppen beim letzten Abendessen dieser Reise wiedersehen, künden die lebhaften Gespräche davon, dass auch dieser vorletzte Tag in der ungarischen Hauptstadt trotz trüben Wetters für alle noch einmal ein großer Höhepunkt war.

Heimfahrt

30.10.2012. Als wolle sich Petrus für das trübe Wetter von gestern entschuldigen sendet er heute Morgen uns zum Abschied Sonnenstrahlen.
Wir starten gegen neun und fahren noch einmal hinein in den goldenen Herbst. Links und rechts der Autobahn dehnen sich Felder aus die dann wieder abgelöst werden von kleinen Wäldern, das bunte herbstliche Laub wird von den Strahlen der Sonne beleuchtet und gibt uns auf dieser Fahrt in die Heimat noch einmal eine schöne Impression. Der große Maler Herbst hat sein Kunstwerk vor unseren Augen ausgebreitet, ein letzter schöner Eindruck dieser Reise an diesem Vormittag.
Unser Weg führt uns ab Györ auf derselben Stecke zurück die wir gekommen sind, wir sehen noch einmal die Burg von Bratislava, umfahren Prag in großem Bogen und als wir die Grenze zu Deutschland überschreiten ist es schon dunkel geworden. Hier oben im Erzgebirge hat sich noch eine Schneedecke erhalten und gemahnt uns daran dass sich dieses Jahr langsam dem Ende zuneigt. Unsere Reise endet an diesem Tage und wie alle schönen Tage sind auch diese viel zu schnell vergangen.

Zu guter Letzt...

... möchte ich mich bei allen Reisegästen ganz herzlich im Namen von „Eberhardt- Travel" für Ihr Dabei sein bedanken; ich glaube das unsere drei Reisegruppen gemeinsam schöne Tage erlebt haben, auch wenn Petrus  manchmal seine Launen gehabt hat.
... vielen Dank auch an unsere Buschauffeure die uns immer sicher auch durch schweres Terrain gebracht haben.
...  gebührt ein großer Dank Frau Hugel die uns wieder einmal durch ihre sehr gute Organisation einen großen Höhepunkt zum Saisonabschluss bescherte.
Bleiben Sie liebe Reisegäste gesund, kommen Sie gut durch den Winter. Alle Mitarbeiter, Reiseleiter und Partner freuen sich darauf Sie nächstes Jahr wieder bei uns, bei „Eberhardt- Travel", begrüßen zu dürfen. Unser Motto bleibt:


RICHTIG REISEN IN DIE GANZE WELT


So soll es immer bleiben und Sie sind jederzeit herzlich Willkommen!
Es ist nun Zeit mich vom geneigten Leser zu verabschieden, ein Lebewohl allen Reisegästen die dabei waren und allen Lesern, die zufällig auf diese Zeilen gestoßen sind, möchte ich sagen: schauen Sie doch einmal bei uns vorbei, es lohnt sich!
Damit sage ich für heute Adieu, auch im Namen von Kerstin Hugel und Martina Pötschke die zwei Kolleginnen die die anderen Gruppen betreut haben. Ich verbleibe bis zu einem Wiedersehen Ihr:


Steffen Mucke, Reiseleiter.


Und: Bleiben Sie immer offen für die schönen Dinge dieser Welt!

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