Traumreise Perlen im Indischen Ozean – Sri Lanka & Malediven
Reisebericht: 08.02. – 23.02.2014
Schon die Gewürzhändler im Altertum berichteten von der unbeschreiblichen Schönheit Serendibs, wie sie die Insel damals tauften. Später wurde daraus Ceylon, heute nennen die Singhalesen ihr Land stolz
Ein Reisebericht von
Anett Scheffler
Reisebericht
Samstag, 08.02.2014/Sonntag, 09.02.1014
Gegen 13.30 Uhr trafen wir uns alle, nachdem uns unser Transfer pünktlich abgeholt hatte, an der Flughafen-Information in Berlin-Tegel. Beim Check In brauchten wir zunächst viele Geduld, denn es gab Probleme mit dem Kofferband, so dass sich die Abfertigung verzögerte. Aber letztendlich klappte alles und wir hatten noch Zeit für unseren Begrüßungssnack im Restaurant. Hier konnten wir unsere kleine, aber feine Gruppe von 12 Reisegästen schon etwas kennenlernen. Überrascht war der eine oder andere von uns, dass sich 2 Gäste schon auf Sri Lanka befinden und dort vor der Rundreise einige Tage Erholungsurlaub genossen. Das ist bei dieser Reise perfekt möglich, da sich unser erstes Hotel Mount Lavinia direkt am Strand befindet. Begeistert stellten wir fest, dass ein Teil der „Traumhotel"-Serie genau in diesem Hotel gedreht wurde und die Spannung stieg natürlich. Nachdem wir pünktlich im Flieger saßen, mussten wir noch 1 Stunde warten, bis endlich auch das letzte Gepäckstück verladen war. Der Flug selber verlief gut undd er Kapitän holte vieles der Verspätung auf. Lecker Essen und ein ausgezeichnetes Unterhaltungsprogramm mit einer großen Auswahl deutschsprachiger Filme ließen den ersten Teilabschnitt unserer Reise schnell verstreichen. Auch das Umsteigen in Doha war perfekt organisiert. Pünktlich landeten wir in Colombo. Hier hieß es zunächst die Einreisekarten ausfüllen und dann Geduld bei der Passkontrolle zu haben. Alle Koffer rollten bereits über das Gepäckband, als wir dort ankamen. Jetzt tauschten wir noch schnell das erste Geld und dann erwartete uns auch schon unser Reiseleiter Ananda auf uns. Er begrüßte jeden mit einem wunderschönen Blumenkranz und auf ging es zum Hotel Mount Lavinia. Ganz stolz berichtete Ananda über die neue Autobahn vom Flughafen bis nach Colombo. Die letzten Kilometer fuhren wir dann direkt durch Colombo und bekamen schon einen ersten Eindruck vom Verkehr, denn auch am Sonntag waren die Straßen gut befahren. Wunderschön, direkt am hoteleigenen Strand gelegen, erreichten wir unser Hotel. Man fühlte sich gleich wie in alte Zeiten versetzt, das Hotel bezauberte mit kolonialem Charme und bereits am Eingang wurden wir von uniformierten Angestellen empfangen, die einem alten britischen Film entsprungen schienen. Alle freuten sich auf die Zimmer, um endlich zu duschen und die Beine auszustrecken. Natürlich wurde auch ein erster Rundgang durchs Hotel unternommen, herrlich der Blick von der Dachterrasse mit dem Pool über den Indischen Ozean. Am hoteleigenen Strand konnte man sich ganz ohne lästige Strandverkäufer erholen. Am Abend fuhren wir mit unserem Bus einen kurzen Weg bis zum Strandrestaurant, wo eine leckere gegrillte Meerfrüchte-Platte auf uns wartete. Dazu mussten wir die Einheimischen zunächst zu Fuss die Bahnschienen überqueren. Der eine oder andere zog unter dem Tisch die Schuhe aus, um den warmen Sand hautnah zu spüren. Zwischendurch unterhielten mit typischen Tänzen, Trommeln und Feuershow. Ein wunderbarer Abend.
Montag, 10.02.2014
Nach einem ausgiebigen Frühstück auf der Terrasse mit herrlichem Blick über den Ozean starteten wir zu unserer Stadtrundfahrt in Colombo. Die Spuren der ursprünglichen Siedler aus Holland, Portugal und England lassen sich auch heute noch überall im Stadtbild Colombos finden. Viele Kirchen und Monumente zeugen von der europäischen Besiedlung vor ca. 500 Jahren, auch in vielen Trachten und sogar in der heutigen Landessprache finden sich diese Einflüsse.Quer durch den morgentlichen Verkehr war unser erster Stop Wolfendahl-Kirche
Zwei interessante Sehenswürdigkeiten aus der Zeit der Holländer sind die Wolfendhahl Kirche (1750) und das wunderschöne Dutch Period Museum.
Pettah
Der Beira Lake und das WTCC prägen mit dem Fort-Viertel das Stadtbild. Sehenswert ist im Stadtviertel Cinnamon Gardens mit dem Rathaus, das in den 1940er Jahren nach Vorbild des Capitols in Washington erbaut wurde und auch Independence Hall genannt wird.
Colombo ist die inoffizielle Hauptstadt des Landes, auch wenn Sri Jayawardenepura Kotte, ein Vorort der Metropole, der offizielle Regierungssitz von Sri Lanka ist.
Die Pettah, 1,6 Kilometer vom Fort entfernt, ist ein Händlerbezirk mit hauptsächlich tamilischen und moslemischen Ladenbesitzern. So hektisch und unübersichtlich hier vieles zur Hauptgeschäftszeit wirken mag, das Viertel weist nichts desto trotz eine erkennbare Ordnung auf. Auf der west-östlichen Hauptachse dominieren Textilhändler, während auf anderen Straßen Gewürze, Eisenwaren, Juwelen usw. vorherrschen. Am östlichen Ende kauft man Lebensmittel ein, besonders Obst und Gemüse. Einen zusätzlichen exotischen Reiz erhält der Bezirk durch seine Moscheen und Hindu Tempel. Besonders sehenswert ist die aus Backstein errichtete Ul-Afar-Juma Moschee.
Gangaramaya Temple
Independence Memorial Hall
Außerhalb des Fort, in südlicher Richtung, befindet sich der alte britische Kolonialbezirk "Cinnamon Gardens" (Zimtgärten).
Weitere "Pfichtziele" in Colombo sind der buddhistische Gangarama Tempel nahe dem Beira Lake im Stadtzentrum und die "Unabhängigkeitshalle" am Independence Square. Hier trat am 4. Februar 1948 das erste srilankische Parlament zusammen. Ein Denkmal erinnert an den ersten Premierminister D.S. Senanayake.
Seema MalakaAuf dem See gibt es einen Tempel, den Seema Malaka, der zu einem buddhistischen Kloster, dem Gangaramaya, gehört. Dies ist das älteste buddhistische Kloster auf Sri Lanka und befindet sich am südöstlichen Ende des Beira Lake.
Mitten in Colombo befindet sich der Beira Lake, ein aus drei Seen bestehendes Gewässer. Dieses wurde durch verschiedene Kolonialmächte zur Verteidigung angelegt und mehrmals umgestaltet. Am Südostufer des Sees befindet sich das buddhistische Kloster Gangaramaya zu dem auch der kleine Seetempel Seema Malaka gehört.
Dambulla
20 km von Sigiriya entfernt liegt Dambulla, ein großes und freistehendes Felsmassiv. Hier befindet sich der im ersten Jahrhundert erbaute Felsentempel. In diesen Felsenhöhlen fand der König 14 Jahre lang Zuflucht, während die Hauptstadt Anuradhapura von den Indern besetzt war. Nach der Rückeroberung der Hauptstadt wurden die Höhlen zu einem herrlichen Felsentempel.Der Ausblick vom Gipfel ist atemberaubend. In über 100 m Höhe befinden sich fünf Höhlen, die in Heiligtümer verwandelt wurden. Ein 14 m langer ruhender, in Fels gehauener Buddha befindet sich in der ersten Höhle. Steingravierungen und Fresken, die das religiöse und historische Interesse wecken, sind in den Höhlen zahlreich vorhanden. Diese Fresken entstanden in der Zeit vom 15. bis zum 18. Jahrhundert. In einer der Höhlen, der größten und schönsten, stehen nicht weniger als 150 lebensgroße Statuen von Gottheiten. Zahlreiche Szenen aus dem Buddhaleben sind in leuchtenden Farben gemalt
Polonnaruwa
Die Stadt liegt südöstlich von Anuradhapura, 216 km von Colombo entfernt. Sie war im Mittelalter die Hauptstadt der Insel. Nachdem Anuradhapura zu Beginn des 11. Jahrhunderts von indischen Eroberern besetzt wurde, wurde der Regierungssitz nach Polonnaruwa verlegt. Die erhaltenen Bauwerke sind Überreste aus der Regierungszeit von nur zwei Königen. Die Stadt war großzügig gestaltet. Drei konzentrische Stadtmauern wurden errichtet, und zahlreiche Parks, Gärten, Paläste, Tempel und Schreine schmückten die Stadt. Ein gut ausgebautes Kanalnetz und ein künstlicher See (Parakrama Samudra) sicherten die Wasserversorgung.
Sigiriya - die Himmelsfestung: Das über 200 Meter aus dem Dschungel aufragende Felsmassiv, das als Festung diente, bietet dem Besucher einen unvergesslichen Anblick, wenn man, von der Dschungelstraße abbiegend, auf den roten Felsen schaut, der sich gegen den strahlend blauen Himmel abhebt.
Diese Stätte muß noch atemberaubender gewesen sein, als der Palast die Felsenspitze krönte und die weißen Marmorwände, die ehernen Dächer und juwelenbesetzten Turmspitzen vom Sonnenlicht überflutet wurden. Die weltberühmten Sigiriya-Fresken sind von außergewöhnlicher Schönheit, es sind Darstellungen von Mädchen, Nymphen oder himmlischen Wesen, die mit Tonfarben auf die spiegelblanken Felsen gemalt wurden.
Sigiriya erlebte nur einen kurzen Höhepunkt. Der Palast wurde von 477 bis 495 n. Chr. bewohnt, eines der phantastischsten Bauwerke, die einst das Land zierten. Es gibt viele voneinander abweichende Darstellungen über die Sigiriya-Epoche, die Geschichte verliert sich in der Fülle von Legenden, Liebesgeschichten und Romanzen. Eine Geschichte bleibt jedoch bestehen, die des Königs Kasyapa, des Erbauers, der eine Künstlernatur hatte (477 bis 495 n. Chr.). Barden besangen ihn, Theaterstücke und Filme versuchten, seine Persönlichkeit und seine Werke darzustellen.Die Felsenfestung Sigiriya war eine Nachbildung des Wohnsitzes „Kuvera", dem Gott des Reichtums. Kasyapas großartige Träume sollten Gestalt annehmen und zur Realität werden. Aber er wurde von seinem Halbbruder Moggalana militärisch herausgefordert. Kasyapa glaubte sich allein auf dem Schlachtfeld, entzog sich dem aussichtslosen Kampf und ging freiwillig in den Tod.
Auf halber Höhe des Felsens erreicht man über eine steile Treppe eine Galerie, von der eine Wendeltreppe zu den weltberühmten Fresken führt. Inschriftenforscher geben an, daß von der ursprünglichen Existenz von über 500 solcher Portraits ausgegangen werden kann. Heute sind nur noch 19 erhalten.
Auf der Nordwestseite des Felsens führt ein Pfad von der Galerie zum Gipfel. Dieser Pfad wird von einer Mauer geschützt, die von einem solch hochpolierten Putz bedeckt ist, daß man sich trotz jahrhundertelanger Wettereinwirkung fast darin spiegeln kann. Entlang des Pfades sieht man die Sigiriya-Graffiti, das sind von Pilgern eingravierte Unterschriften und Reime.Der Gipfel des Felsmassivs hat eine Flächenausdehnung von über 12.000 qm. Eine Außenwand des Palastes wurde an das äußerste Ende des Abhangs gebaut. Der Lustgarten auf der Westseite des Felsens ist mit Seen, kleinen Inseln, Spazierwegen und Pavillons geschmückt.
Das HochlandWeitläufige Teefelder, eine saftige und grüne Pflanzenwelt, die sich meilenweit über die Hügel bis an die nebelumschleierten Berggipfel hinstreckt, enge, gewundene Straßen, vom Duft von Ginster, wilden Blumen und Pinien erfüllte Luft, über Felsen sprudelnde Flüsse: das ist die Heimat des weltberühmten Ceylon-Tees.
Die niedrigen und dichten Teesträucher gedeihen gut in diesem milden Klima. Höhenlage, Bodenbeschaffenheit, die Sonne und der Regen beeinflussen das Aroma des Tees. Am Tag werden eine halbe Million Kilogramm geerntet und verarbeitet.
Die Blätter und Knospen werden von Hand gepflückt und auf natürliche Weise getrocknet, bis sie braun und faltig sind. Dann werden sie maschinell gepreßt und noch einmal getrocknet. So wird der Tee, wie man ihn kennt und schätzt, hergestellt. Dann ist er bereit, um aufgegossen zu werden, und wenn Sie eine Teeplantage besuchen wollen, sind Sie herzlich willkommen.Tief in den Bergschluchten und an den Klippen siedelt die Bevölkerung des Hochlandes in friedlichen Dörfern und Siedlungen. Frühmorgens begegnen Sie den Menschen auf ihrem Weg in die Teefelder. Nach Feierabend sitzen sie vor Ihren Häusern, umgeben von Kohl- , Lauch-, Kartoffel- und Karottenbergen, dem „englischen Gemüse", das sie selbst anbauen und an die Händler aus Colombo verkaufen.Das kühle Bergklima ist günstig für das Gedeihen der Blumen, die wild auf den Hügeln wachsen, für Orchideen, die in den Gärtnereien und im Botanischen Garten von Peradeniya gezüchtet werden. Das ist ein atemberaubendes Bild von Farben und Formen.
Das Hochland bietet eine Vielfalt von Unterkunftsmöglichkeiten. Sie reichen vom kleinen Rasthaus bis zum anspruchsvollen Hotel. Viele Häuser stammen noch aus der Kolonialzeit. Sie sind in eine romantische und malerische Gegend gebettet. Alle Gasthäuser und Hotels sind beheizt, es wird einheimische und internationale Küche angeboten. Ihr Urlaub im Hochland Sri Lankas wird zu einem Erlebnis werden.Die bedeutensten Städte im Hochland sind Kandy, Zentrum der schönen Künste und des Handwerks, sowie Nuwara Eliya, die legendäre Stadt in den Wolken.
Sri Lankas überwältigende landschaftliche und klimatische Vielfalt, dazu das reiche kulturelle Erbe, haben seit vielen Jahrhunderten Reisende aus allen Teilen der Erde angelockt. Daran hat sich heute nichts geändert; Sri Lanka bietet auf nur gut 65.000 Quadratkilometern Fläche eine berauschende Fülle von Eindrücken, die die moderne Gegenwart mit der großen Tradition der Vergangenheit harmonisch vereinen.
Nirgends in Sri Lanka ist der Charme des Landes so ausgeprägt wie in Kandy, der trotzigen wie auch entzückenden Bergfestung, in knapp 500 Metern Meereshöhe gelegen. Im 14. Jahrhundert zur Hauptstadt erhoben und Erbe der großen kulturellen Vergangenheit Sri Lankas, erlosch Kandys königliche Würde, als im Jahre 1815 der letzte König, Sri Wickrema Rajasinghe, von den Briten gefangen genommen wurde.
Kandys landschaftliche Schönheit ist viel gepriesen, eingebettet in die liebliche Bergwelt und umschlungen von der Mahaweli Ganga, dem längsten Fluß Sri Lankas. Kandy ist bis heute aber auch ein Zentrum eines blühenden Kunsthandwerks wie auch Musik, Tanz und Volkskunst geblieben, die in der Zeit der Könige zur Blüte kamen.
Kandy ist geprägt von Bergen und Tälern, von Flüssen und Seen und Wasserfällen. Es liegt gerade 116 km von der Hauptstadt Colombo entfernt. Kandy ist auch Symbol der Religiosität Sri Lankas und besitzt viele große Heiligtümer und Schreine, die in den vielen Tempeln, Kirchen und Moscheen verehrt werden.
Anspruchsvolle Reisende, die gerne fremde und ferne Länder erkunden, entdecken Kandy als Stadt mit Flair und Atmosphäre, die den Glanz der Geschichte und eine geheimnisvolle Glückseligkeit ausstrahlen. So läßt sich das charmante Kandy, die Stadt in den Bergen, erleben: orientalisch-gelassen, trotz der menschenwimmelnden Bürgersteige, die quirligen Märkte mit ihrem verlockenden Angebot an tropischen Früchten, die Basare mit fremdartigen Nahrungsmitteln, die pulsierende Geschäftigkeit - eine Stadt voller Leben.Tempel in Kandy
Dalada Maligawa, der „Zahntempel", für die Buddhisten der Leitstern, geht schon auf das 16. Jahrhundert zurück. Überwältigend ist das spektakuläre Oktagon „Pathiruppuwa", das erst vom letzten König von Kandy zu Beginn des 19. Jahrhunderts erbaut wurde. Dieser Kandy-König hat auch den schönen See Kandy angelegt. Im Zahntempel finden täglich buddhistische Rituale statt, um die heilige Zahnreliquie zu verehren, von Trommlern und Flötenspielern würdig umrahmt. Ihre höchste Verehrung erfährt die Zahnreliquie auf der großen, festlichen „Esala Dalada Perahera", der alljährlich am Juli/August - Vollmond stattfindenden „Prozession des heiligen Zahns".Malwatte und Asgiriya Tempel, die beiden berühmten Mönchsklöster in Kandy, deren Oberpriester die höchsten Würdenträger des buddhistischen Ordens in Sri Lanka darstellen. Das Malwatte - (Blumengarten-) Kloster, verziert mit Holz- und Metallarbeiten, liegt neben dem Kandy See. Hier finden die feierlichen Ordinationen in den Sangha (Orden) statt. Im Asgiriya - Tempel ist die übergroße Statue eines liegenden Buddha anzutreffen. Nahe bei Asgiriya liegen die Grabstätten der alten Könige von Kandy.Der Tempelkomplex von Gadaladeniya, Lankatilleke und Embekke, bekannt als die sog. „Westlichen Schreine" liegt 16 km außerhalb von Kandy, an der Kadugannawa-Peradeniya Straße.
Der Gadaladeniya-Tempel ist reizvoll gelegen; seine Tür- und Wandgemälde wie auch seine edlen Steinfriese sind besonders sehenswert.
Der Lankatilleke-Tempel, der einer Kathedrale in Europa ähnelt, besitzt große, geschnitzte Holzportale und Fresken an den Wänden und Decken, die bis heute in ihrer ursprünglichen Farbe erstahlen. Der Embekke-Tempel, dem Gott Skanda geweiht, ist für seine großartig geschnitzten Holzsäulen bekannt; in ihnen befinden sich ausdruckskräftige Darstellungen von Tänzern, Musikanten, Kämpfern, Soldaten wie auch von legendären wilden Tieren und Vögeln. Ganz in der Nähe sind noch die Ruinen einer alten Pilgerunterkunft mit übrigens ganz ähnlichen Säulen aus Stein. Der ganze Tempelkomplex stammt bereits aus dem 14. Jahrhundert.
Galmaduwa, auch ein Tempel aus dem 14. Jahrhundert, ist ein einzigartiger, weil unvollendeter Bau, der zugleich singhalesische, südindische, islamische und christliche Stilelemente in sich vereinigt. Der Tempel liegt rund 6 km von Kandy entfernt.
Dodanwela, ein Tempel aus dem 14. Jahrhundert, ist von großer historischer Bedeutung, weil hier der Kandy-König Rajasinghe seine Krone und sein Schwert nach seinem glorreichen Sieg über die Portugiesen opferte. Beide sind im Tempel aufbewahrt.
Hindagala, ein besonders reizvoll gelegener Tempel, besitzt wertvolle Felsinschriften, die schon aus dem 5. und 6. Jahrhundert stammen und auf frühe Siedlungen in der Umgebung von Kandy hinweisen.
Degaldoruwa, aus dem 14. Jahrhundert stammender, rund 10 km von Kandy entfernter Tempel, beherbergt wertvolle alte Fresken, die das Alltagsleben im zeitgenössischen Kandy darstellen. Sie zählen zu den schönsten ihrer Art in Sri Lanka.
Medawela, ein durch seinen rustikalen Baustil auffallender Tempel aus dem 18. Jahrhundert, etwa 10 km von entfernt, wurde auf einem antiken Tempel errichtet und ist berühmt wegen seines einzigartigen Schreinraumes, der im Stil einer typischen Getreidescheune der Kandy-Region erbaut worden ist. Das Ziegeldach ist in einem geometrischen Muster angelegt und das großartige „Makara Thorana" (Gewölbe) in Stuck gemalt.
Der Botanische Garten von Peradeniya, 6 km von der Stadtmitte von Kandy entfernt, an der Straße von Colombo nach Kandy gelegen, war einst der Lustgarten der Königin. Der 60 Hektar große Garten, in eine Schleife des Mahaweli-Flusses gebettet, ist ein wahres Paradies tropischer Wild- und Kulturpflanzen. Pflanzbeete, Blumenrabatten und Ziergärten laden zum Besuch des bekannten Botanischen Gartens ein. Seine Orchideen gehören zu den schönsten Eindrücken, ferner auch die stattliche Große Palmenallee, oder das Oktagon-Haus, oder die leuchtenden Hibiskus- und Bougainvillea- Beete.
Nuwara Elyia
Nuwara Eliya, knapp 1.900 Meter über dem Meeresspiegel gelegen, erreicht man über den Ramboda-Paß bei einer Steigung von über 300 Metern auf knapp zehn Kilometern. Während der Kolonialzeit war dieser Ort eine Bergstation. Das im Herzen des Teelandes gelegene Nuwara Eliya hat sich seinen englischen Charakter erhalten. Die Häuser haben romantische Giebeldächer, die Gärten sind nach englischem Muster angelegt. Interessant sind das alte Postamt mit seiner Turmuhr und das Kriegerdenkmal. Eine Attraktion ist der 18-Loch-Golfplatz. Sie können Tennis oder Badminton spielen. Dem Wanderer bieten sich ausgedehnte Spaziergänge in das Hügelland oder ein Ausflug zum Botanischen Garten nach Hakgala.In der Nähe von Nuwara Eliya ist das höchste und abgelegenste Plateau Sri Lankas zu finden. Naturfreunde werden ihre Erfüllung in diesen weiten, mit Patnagras bedeckten Ebenen finden. Das ist die Heimat wilder, aber friedlicher Tiere und der Lebensraum vieler Vogelarten.
Weite Teile Nuwara Eliyas haben inzwischen den bunten Basar-Charakter und die Lebhaftigkeit anderer Städte auf der Insel angenommen, doch dazwischen stößt man immer wieder auf englisches Kolonial-Ambiente. Mit geradezu versnobtem viktorianischem Flair empfängt zum Beispiel der 1876 gegründete "Hill Club" seine Gäste. Frauen haben inzwischen Zutritt, zumal der einst elitäre Herrenclub in einen florierenden Hotel- und Gastronomiebetrieb umgewandelt wurde. Von Männern wird aber weiterhin erwartet, dass sie zum Dinner mit Jackett und Krawatte erscheinen.
Schmale Saumpfade führen durch die Hochebene zum Worlds End, die Felsen fallen jäh über 1.000 Meter ab. Nach nur 45 Kilometern gelangen Sie an den Haputale-Paß, dort genießt man einen unvergeßlichen Ausblick. Das Schutzgebiet des Haputale-Waldes ist in unmittelbarer Nähe. Dieses Gebiet eignet sich besonders gut für Camping. Die Wasserversorgung ist gesichert: es gibt viele kleine und kristallklare Flüsse.
Die Legende erzählt, der berühmte englische Teemagnat Thomas Lipton pflegte auf einem hohen Felsbrocken, inmitten seiner Plantage, auszuruhen. Von hier zeigte er den Freunden seinen riesigen Besitz. Die Einwohner nennen diesen Platz heute noch "Liptons Sitz".
Gleich hinter dem Hotel erhebt sich der Pidurutalagala, der mit 2524 Metern höchste Berg Sri Lankas. Zum Gipfel haben Zivilisten keinen Zutritt, dort stehen vom Militär gesicherte Radiomasten. Das war zu Hermann Hesses Zeiten noch anders. Der Literat erwanderte den Gipfel und schrieb leicht ironisch: "In englischen Fuß ausgedrückt, klingt seine Höhe sehr respektabel, in Wirklichkeit sind es wenig über zweieinhalbtausend Meter, und die Besteigung ist ein Spaziergang."
Ein traumhaft schöner Spaziergang führt auf einem dreieinhalbstündigen Rundweg durch den Nationalpark Horton Plains, wo die Kolonialherren einst Leoparden und Sambahirsche jagten. Eine schmale, 25 Kilometer lange Straße führt von Nuwara Eliya aus zum Schutzgebiet. Das letzte Stück legen Wanderer auf größtenteils guten Wegen zu Fuß zurück - bis zu einem auf 2100 Metern gelegenen Plateau voller bizarrer, vom Wind gebeugter Bäume, üppiger Rhododendren und Farne.Schließlich tut sich unerwartet das "Ende der Welt" auf - oder auch nicht. Denn "World's End", ein spektakulärer Steilabfall mit fast senkrechten Wänden von 1600 Metern Höhe, bleibt oft in Dunst oder nebligem Gewölk verhüllt. Bei optimalem Wetter wird der Wanderer aber mit einem atemberaubenden Panorama belohnt. Die Aussicht reicht bis zur 90 Kilometer entfernten Südspitze Sri Lankas und zum Indischen Ozean.
Wenn Sie bergsteigen wollen, können Sie das am Pidurutalagala. Er ist mit seinen 2.825 Metern der höchste Berg Sri Lankas. Er wird auch Sri Pada oder Adams Peak genannt und ist für Buddhisten, Hindus und Moslems heilig.
Auf dem kegelförmigen Gipfel finden Sie eine Vertiefung im Stein. Von den Buddhisten wird diese Einkerbung als Fußspur Buddhas, von den Hindus als Fußspur Sivas, von den Moslems als Fußspur Adams und von den Christen als Fußspur des Apostels Thomas beansprucht. Pilgerfahrten zum Adams Peak werden seit Jahrhunderten in der Zeit von Dezember bis April veranstaltet.Während der Fahrt über eine der schönsten Straßen durch das Hügelland, die Ella Wallawaya Road, sollten Sie nach einer Riesenhöhle Ausschau halten. Das ist der Ort, an dem die 23 Häuser des Königs Ravana beheimatet waren. An dieser Stelle nahm er Sita, die Ramayana-Prinzessin, gefangen. An einem klaren Tag machen Sie Rast in einem kleinen Gasthaus auf der Höhe des steilen Abhangs. Durch eine enge Felsspalte in den Bergen können Sie das Meer der Südküste silbern blinken sehen.
Bergsteigen, trekken, wandern, Tennis oder Golfspielen bei 2.100 Metern Höhe inmitten des lieblichen Teelandes, da ist die kühle, exotische Schönheit der Bergwelt Sri Lankas immer gegenwärtig. Die Landschaft wartet darauf, von Ihnen entdeckt zu werden!
Yala National Park
Diese größte Elefanten-Schutzgebiet Sri Lankas, auch Ruhuna National Park genannt, ist rund 40 km von Hambantota entfernt. Die beste Zeit für einen Aufenthalt im Park ist zwischen Oktober und Dezember; denn je trockener die Jahreszeit, desto mehr Dickhäuter sammeln sich an den wenigen verbliebenen Wasserlöchern. Und nicht nur sie - es ist spannend zu beobachten, was sonst noch alles auftaucht: Büffel, Sambar- und Axishirsche, Wildschweine oder sogar ein Leopard. Auch das Vogelleben ist spektakulär; am häufigsten zu sehen sind Pfauen, Pelikane, Großstörche und Löffelreiher.
Galle
Nur 15 oder 20 Minuten weiter nach Süden, eine alte, kolonialgeschichtlich bedeutende Festung, eine Stadt großer historischer Vergangenheit, geprägt von Charme und Faszination der Historie, angeblich das einstige „Tarschisch" der Bibel. Der Hafen hatte in der Kolonialzeit seine größte Blüte. Im malerischen Fortviertel von Galle lebt die Erinnerung an die florierende holländische Kolonialzeit nach. Davon zeugt noch die kolossale Befestigung einschließlich zahlreicher historischer Baudenkmäler aus längst vergangenen holländischen Zeiten.
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