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Das große Abenteuer Down Under: Von den Lichtern Singapurs bis zum Roten Zentrum Australiens

Reisebericht: 15.09. – 06.10.2026

Von Singapurs Skyline über die magische Weite des Outbacks bis zu Australiens Traumstränden und Metropolen. Ein unvergessliches Abenteuer voller Naturwunder und Kultur!

Manuel González Urrutia

Ein Reisebericht von
Manuel González Urrutia

Tropischer Garten - Singapur – © Manuel González Urrutia (Eberhardt TRAVEL) Schilfrohrlandschaft - Wedge Island - WA - Australien – © Manuel González Urrutia (Eberhardt TRAVEL) Moderne Architektur - Melbourne - Victoria - Australien – © Manuel González Urrutia (Eberhardt TRAVEL) Hochhäuser in der Stadt - Melbourne - Victoria - Australien – © Manuel González Urrutia (Eberhardt TRAVEL) Laterne - Melbourne - Victoria - Australien – © Manuel González Urrutia (Eberhardt TRAVEL) Kakadusee - Kakadu - NT - Australien – © Manuel González Urrutia (Eberhardt TRAVEL) Palme am Wasser - Kakadu - NT - Australien – © Manuel González Urrutia (Eberhardt TRAVEL) Grüner Käfer - Gunbalanya - NT - Australien – © Manuel González Urrutia (Eberhardt TRAVEL) Tropenpflanzen - Edge Hill - QLD - Australien – © Manuel González Urrutia (Eberhardt TRAVEL) Seilbahnfahrt - Kuranda - Queensland - Australien – © Manuel González Urrutia (Eberhardt TRAVEL) Braunvogel am Nest - Australien – © Manuel González Urrutia (Eberhardt TRAVEL) Historisches Gebäude - Sydney - New South Wales - Australien – © Manuel González Urrutia (Eberhardt TRAVEL)

Der Auftakt einer großen Reise

Alles verläuft zugleich erschreckend schnell und doch zäh. Die Vorbereitungen auf den letzten Drücker – immer bleibt noch etwas zu erledigen – und dann dehnen sich die Minuten auf dem Weg zum Flughafen scheinbar ewig, wenn unvorhergesehene Verzögerungen den Zug ausbremsen. Glücklicherweise mit ausreichend zeitlichem Puffer gestartet, widmete sich an diesem Tag jeder zunächst seinen eigenen Aufgaben, bis wir schließlich überaus pünktlich am Gate zusammentrafen, voller Vorfreude auf das Boarding und den offiziellen Start unserer Reise. Es folgte ein angenehmer Flug mit gutem Essen, ausreichend Beinfreiheit zum Strecken und der Gelegenheit, etwas Schlaf nachzuholen. Die Verwirrung der inneren Uhr ließ einen zwar grübeln, ob das Essen vor einem nun Mittag-, Abendessen oder doch eher Frühstück war, doch auf dem kleinen Bildschirm zog das Flugzeug unaufhaltsam seine Bahn. Nach dem einen oder anderen Film war es schließlich geschafft: Wir erreichten unser erstes Ziel, Singapur.

Nächtlicher Lichterglanz an der Marina Bay

Wir landeten bereits vorangeschrittenen Tages, doch das spielte keine Rolle, denn wir hatten fest vor, der Nacht ein paar Stunden abzuringen. Nach der kurzen Fahrt vom Flughafen zum Hotel verstauten wir im Handumdrehen unser Gepäck im Zimmer und machten uns als Gruppe zu Fuß auf den Weg in Richtung des weltberühmten Marina Bay Sands. Ein gutes Stück Weg lag vor uns, das wie im Fluge verging, während wir der Panoramaroute folgten – den Fluss stets zur linken Hand. So tauchten wir tief in diese besondere Stadt ein, geprägt von aufragenden Wolkenkratzern, makellosen Straßen und zahlreichen Sportlern, die in fröhlichen Gruppen auf unserer Route joggten.
Pünktlich erreichten wir unsere Ziele: zunächst die spektakuläre Wasser- und Lichtshow am Marina Bay Sands und im Anschluss die faszinierende Lichtershow in den Gardens by the Bay. Beide Aufführungen boten optische Glanzlichter und der gesamte Spaziergang war absolut sehenswert. Dass die Zeitverschiebung uns durcheinanderwirbelte, änderte nichts an der geschätzten Gewohnheit eines späten Abendessens. Wir kehrten den Wolkenkratzern und der Moderne den Rücken und steuerten eine kleine Zeile von Straßenrestaurants auf der gegenüberliegenden Flussseite an, wo jeder etwas Schmackhaftes fand. Als die Stunden verstrichen, machten wir uns zügig auf den Rückweg zum Hotel, um nicht vom neuen Tag auf der Straße überrascht zu werden. Die erste Nacht der Reise lag hinter uns – mit vollem Rückenwind.

Kulturfeuerwerk in Chinatown und Flug nach Perth

Ohne den Fuß vom Gaspedal zu nehmen, starteten wir mit einem vielseitigen Frühstück voll lokaler Aromen in den Tag. Anschließend bestiegen wir ohne Zeitverlust den Bus und fuhren direkt zum Botanischen Garten, wo uns die eindrucksvolle Pflanzenwelt immer wieder voller Faszination den Auslöser unserer Kameras betätigen ließ. Die nächste Etage unserer Entdeckungsreise führte uns durch die Straßen dieser facettenreichen Stadt voller positiver Kontraste und angenehmer Überraschungen, in der jeder Stadtteil seine ganz eigenen Besonderheiten entfaltet.
Den Abschluss bildete Chinatown. Unser chinesischstämmiger Reiseleiter führte uns mit großer Begeisterung ein: Zuerst besichtigten wir den imposanten Buddha-Tempel, gefolgt von einem Spaziergang durch die bunten Gassen, der schließlich in einem Restaurant endete, wo wir unseren Hunger stillten. Den krönenden Höhepunkt unseres Aufenthalts markierte die Rundumaussicht von der Beobachtungsplattform des berühmten Marina Bay Sands. Zu gerne wären wir noch ein paar Minuten länger verweilt, doch die Zeit drängte und die Zeiger rückten unaufhaltsam vor – ohne dass wir ahnten, dass sich unser Nachtflug nach Perth noch verzögern sollte. Schließlich flogen wir durch die Nacht dem Morgengrauen entgegen, voller hoher Erwartungen an das, was uns an unserem nächsten Ziel auf dieser gewaltigen Reise erwarten würde.

Erste Sonnenstrahlen über den Ufern von Perth

Unser erster Tag in Australien erwartete uns direkt vor der Hotellobby mit strahlendem Sonnenschein. Als Kunstgenießer traten wir ein paar Schritte zurück und bezogen auf der gegenüberliegenden Flussseite Aufstellung, um einen fantastischen Blick auf das Gesamtkunstwerk der Skyline zu genießen. Die intensiven Sonnenstrahlen machten diesen Augenblick zu einem wahrhaft angenehmen Erlebnis. Da ein Blick von oben natürlich nicht fehlen durfte, begaben wir uns auf die Anhöhe des Botanischen Gartens. Zwischen farbenfrohen Blüten, schattigen Bäumen und makellosem Rasen lag uns Perth erneut zu Füßen – nur getrennt durch das blaue Band des Swan River. Eben diesen Fluss befuhren wir nach dem Mittagessen auf einer sanften Bootsfahrt, die Fremantle friedlich mit Perth verbindet. Den Ausklang des Tages und die Abendstunden gestaltete jeder nach eigenen Wünschen, doch der Spaziergang vom Hafen zurück zum Hotel brachte uns allen diese Stadt wieder ein Stück näher.

Wüstendünen, Felsnadeln und Beuteltiere

Erst unser zweiter Tag in Australien und schon erlebten wir die extremen Gegensätze, die dieses Land so einmalig schön machen. Der Morgen begann mit strahlender Sonne, ehe uns wenige Minuten später ein kräftiger Regenguss überraschte – zum Glück saßen wir trocken im Bus und konnten beobachten, wie der Schauer so rasch verflog, wie er gekommen war. Den restlichen Tag lachte uns das Wetter ununterbrochen entgegen. Während links und rechts wunderschöne Landschaften vorbeizogen, raubte uns der erste Halt schlichtweg den Atem: Schneeweiße Sanddünen türmten sich wie Verschneite Berge direkt an den Stränden mit türkisblauem Wasser auf. Ohne Zögern erklommen wir im Nu die Höchste der Dünen und versanken im Staunen über das Panorama. Egal in welche Himmelsrichtung man blickte – es war schlichtweg faszinierend.
Unser Ausflug hatte jedoch gerade erst begonnen. Auf die Dünen folgte ein weiteres Naturphänomen ohnegleichen: „The Pinnacles“. Bis zu drei Meter hohe Kalksteinformationen ragen dort wie steinere Finger aus dem gelben Sand dem Himmel entgegen. Als die Sonne ihren Höchststand erreichte, durchstreiften wir diesen Wald aus bizarren Felsgebilden, die von Wind und Zeit geformt wurden. Es entstanden unzählige Fotos und die Gespräche in unserer Reisegruppe wurden von Minute zu Minute lebhafter. Beim anschließenden Mittagessen – wahlweise mit fangfrischem Hummer oder Fisch – lagen alle goldrichtig und traten gestärkt die Weiterreise an. Auf dem Rückweg besuchten wir den Yanchap-Nationalpark, wo wir Kängurus in aller Ruhe beobachten konnten, manche sogar mit kleinen Jungen im Beutel. Auch die etwas zurückhaltenderen Koalas zeigten sich schließlich von ihrer besten Seite und bescherten den Fotografen charmante Motive. Zurück im Hotel blieben nur noch das Abendessen und die Vorbereitung auf den nächsten Tag, denn die Reise ging zügig weiter Richtung Melbourne!

Von der Morgenstille ins pulsierende Melbourne

Die Tagesanbrüche waren noch nicht zu sehen, als wir durch ein stilles, schlafendes Stadtbild fuhren, das sich nach der Samstagnacht noch der Ruhe hingab. Ein reibungsloser Flug und ein kleiner Sprung auf der Uhr brachten uns gegen Mittag an unser neues Ziel: Melbourne! Strahlender Sonnenschein empfing uns in dieser wunderschönen Stadt, die so unendlich viel zu bieten hat. Kaum hatten wir die Koffer auf den Zimmern abgestellt, machten wir uns auch schon auf den Weg zum Queen-Victoria-Markt. Über die Fußgängerbrücke am Bahnhof schnitten wir quer durch die Häuserblocks und nutzten charmante, künstlerische Gassen und elegante Passagen, durch die seit über hundert Jahren Menschen schlendern. Am Ziel erwartete uns der Markt mit einer überwältigenden Fülle an Waren. Der Rückweg gestaltete sich ebenso kurzweilig und verlief ohne Zwischenfälle. Wir erreichten das Hotel genau richtig, um kurz durchzuatmen, ehe wir zum Abendessen aufbrachen und Melbourne im Lichterglanz der Nacht erkundeten.

Das Zusammenspiel von Historie und Moderne

Melbourne erweist sich als faszinierende Metropole, die sich besonders in den frühen Morgenstunden und am späten Nachmittag von ihrer schönsten Seite zeigt. Die gelungene Mischung aus hochmodernen Wolkenkratzern und historischen Prachtbauten – wie etwa dem eindrucksvollen Hauptbahnhof – sorgt dafür, dass die tief stehende Sonne lange Schatten wirft und sich auf den riesigen Glasfassaden spiegelt. Das stetige Gleiten der Straßenbahnen und der malerische Yarra River laden förmlich dazu ein, die verwinkelten Gassen zu erkunden, die enorme kulinarische Vielfalt zu genießen und tief in dieses vielschichtige, über Jahrzehnte gewachsene Kulturgeflecht einzutauchen.

Die majestätische Küstenkulisse der Great Ocean Road

Ein Tag voller frischer Temperaturen, klarem Himmel und strahlendem Sonnenschein begleitete uns auf all unseren Wegen. Reisen bedeutet nicht bloß, an einem Ziel anzukommen, sondern den Weg selbst auszukosten: die Landschaft am Fenster vorbeiziehen zu lassen, sich hinter jeder Kurve überraschen zu lassen und sich am tiefen Blau des Meeres zu berauschen, dessen Wellen mit Wucht an die Küste branden. Die Great Ocean Road erwies sich als herrliches Erlebnis voller spektakulärer Kulissen, deren Krönung die majestätischen Felsformationen bildeten – vom Meer und der Zeit meisterhaft geformte Skulpturen. Wir schätzten uns glücklich, dieses Naturschauspiel bei perfektem Licht- und Schattenspiel erleben zu dürfen, umrahmt vom Blau des Himmels, der schroffen Küste, der widerstandsfähigen Vegetation und den Möwen, die das Bild komplettierten. Erfüllt von diesen Eindrücken kehrten wir ruhig und pünktlich ins Hotel zurück, um Kräfte für das Kommende zu sammeln – denn dieses Abenteuer hatte gerade erst begonnen.

Einreise ins Rote Zentrum und Abendessen unter Sternen

Allmählich gewöhnten wir uns an den Rhythmus des ständigen Wandels, den die Erkundung eines gigantischen Landes wie Australien mit sich bringt – schließlich ist der Kontinent fast doppelt so groß wie die 27 EU-Staaten zusammen. Aus dieser Perspektive betrachtet gab es in den 20 Tagen enorm viel zu entdecken! Also machten wir uns ohne Zeitverlust mit dem Frühstück in der Hand auf den Weg zum Flughafen und landeten Stunden später an einem der mystischsten Orte unseres Planeten: Uluru! Die gewaltige Felsformation, die wir bereits aus dem Flugzeugfenster erblickt hatten, blieb aus der Ferne und aus allen Richtungen präsent. Es ist schlicht unmöglich, sich der Anziehungskraft dieser gewaltigen Masse zu entziehen, die inmitten der flachen, roten Ebene emporragt.
Heute tauchten wir mit voller Kraft in diese Landschaft ein, wo die Sonne brennend heiß vom Himmel scheint und die rote Erde im Kontrast zu den Wüstenblumen und dem tiefblauen Himmel steht. Unser Tagesprogramm führte uns zu einer Wanderung bei den Kata Tjuta, gefolgt von einem Sonnenuntergang mit Blick auf den Uluru. Den perfekten Abschluss bildet ein Abendessen im Freien – unter einem Dach aus tausenden Sternen direkt zu Füßen des heiligen Felsens.

Sonnenaufgang am Uluru und die Abgeschiedenheit des Outbacks

Wie es mittlerweile fast zum Rhythmus geworden war, hieß es auch heute wieder: früh heraus. Wir stiegen im Dunkeln in den Bus, um noch vor Tagesanbruch ein nahegelegenes Ziel anzusteuern. Nachdem wir gestern den Sonnenuntergang bewandert hatten, folgte nun das Gegenstück: Wir bezogen auf einem Hügel Aufstellung, um den Sonnenaufgang am Uluru zu beobachten. Das Outback ist so flach, dass die allerersten Sonnenstrahlen ungehindert über das Land streichen und exakt auf die Felswand treffen, die daraufhin in einem fast glühenden Orange erstrahlt. Die Stimmung war magisch. Da die Morgenstunden recht kühl waren, stiegen die Temperaturen mit der höher steigenden Sonne rasch an.
Wir hatten das Privileg, zwei kurze Wanderungen direkt am Fuße des Uluru zu unternehmen, vorbei an geschwungenen Felswänden, die mystische Formen und die Legenden der Anangu offenbaren, eingebettet in die schlichte Schönheit der Natur. Noch vor dem Mittagessen verabschiedeten wir uns von diesem Ort. Eine lange Überlandfahrt lag vor uns. Nach einigen Zwischenstopps, stundenlangem Blick aus dem Fenster und dem einen oder anderen Nickerchen erreichten wir schließlich Alice Springs, wo mehr als nur eine Überraschung auf uns wartete.

Pioniergeist, Schluchten und die Wallabis des Outbacks

Wir erwachten entspannt und starteten den Tag in aller Ruhe. Nach dem Frühstück führte uns das Programm zur historischen Telegrafenstation, die später auch den Waisenkindern der sogenannten „Stolen Generation“ Zuflucht bot. Anschliessend besichtigten wir zwei einzigartige australische Institutionen, die einst aus der Notwendigkeit heraus entstanden, Menschen in extrem abgelegenen Regionen medizinisch und schulisch zu versorgen: den Royal Flying Doctor Service und die School of the Air. Beide Einrichtungen besitzen eine bewegende Geschichte und sind bis heute von unschätzbarem Wert.
Nach knapp einer Stunde Fahrt nutzten wir die Gelegenheit für eine kurze Wanderung entlang eines fast ausgetrockneten Flussbettes, gesäumt von gewaltigen Eukalyptusbäumen, hinein in die beeindruckende Standley-Chasm-Schlucht. Dort ragen zwei gigantische Felswände senkrecht empor und geben den Blick frei auf ein von der Sonne erhelltes Massiv, das einen herrlichen Kontrast zum schattigen Grund der engen Schlucht bildet.
Nach einem leichten Mittagessen und einer kurzen Busfahrt wartete bereits die nächste spektakuläre Felslandschaft auf uns: Simpsons Gap. Diesmal leisteten uns kleine Bewohner Gesellschaft – aufmerksame Wallabis, auch bekannt als Warru, die geschickt zwischen den Felsbrocken am Fuße der Hügel umhersprangen. Sie waren der absolute Star des Augenblicks. Unter angeregten Gesprächen kehrten wir ins Hotel zurück, um uns von den ereignisreichen Tagen zu erholen, ehe wir uns pünktlich zum Abendessen wiedersahen.

Übergang in den tropischen Norden

Mit diesem Tag brachen wir in die zweite Hälfte unserer Reise auf – wie schnell die Zeit doch vergeht! Wir nutzten jeden Augenblick aus, rangen dem Schlaf manch Stunde ab und blickten dankbar auf all die wunderbaren Erinnerungen zurück. Nach dem morgendlichen Frühstück und einem Flug, der sich beinahe schon routiniert anfühlte, wechselten wir von der trockenen Hitze Zentralaustraliens in das tropisch-feuchte Klima von Darwin. Es ist faszinierend zu bedenken, dass diese beiden Orte bereits vor über hundert Jahren durch das Telegrafenkabel miteinander verbunden wurden – unter ungeheurem Aufwand und mithilfe unzähliger Kamele.
In Darwin unternahmen wir zunächst eine Orientierungsfahrt mit dem Bus. Nach dem Hotel-Check-in brachen wir sogleich zu einem gemeinsamen Spaziergang auf, der bei einem kühlen Getränk und guten Gesprächen an der „Beach Front“ gipfelte. Der Rückweg bot Gelegenheit, den Ort weiter zu erkunden und letzte Besorgungen zu erledigen. Im Hotel blieben schließlich nur das Abendessen und das Kräftesammeln für das anstehende Abenteuer des kommenden Tages.

Im Reich der Krokodile: Kakadu–Nationalpark

Nach dem Frühstück in Darwin machten wir uns auf den Weg in den Kakadu-Nationalpark. Eine lange, schmale Straße führte uns durch einen herrlichen, sonnigen Tag, der unendlich viel bereitstellte. Kleine Wallabis, die fast wie Osterhasen wirkten, standen am Wegesrand und beäugten unser Fahrzeug mit sichtbarer Neugier. Nach einer kurzen Rast an einem der für Australien so typischen Roadhouses setzten wir unsere Fahrt fort. Die erste Aktivität ließ nicht lange auf sich warten: eine wunderschöne Wanderung im Nationalpark, begleitet vom lautstarken Rufen zahlloser bunter Vogelarten – ein Naturkonzert, wie man es nur selten erlebt. Die dichte Vegetation, aufragende Felsformationen und Uralte Felsmalereien machten den Spaziergang zu einem rundum gelungenen Auftakt.
Nach einem schmackhaften Mittagessen gingen wir an Bord eines Bootes auf den Yellow Waters, um auf dem sanft dahinfließenden Fluss Tiere zu beobachten. Erst zeigten sich exotische Vögel, dann beeindruckende Krokodile und schließlich sogar eine Gruppe Wasserbüffel. Jedes Tier präsentierte sich von seiner besten Seite und machte die Fahrt zu einem vollen Erfolg. Erfüllt von diesen Eindrücken legten wir noch einen Stopp im Warradjan Cultural Centre ein, ehe es direkt zum Hotel ging. Dort schliefen wir glücklicherweise nicht im Maul eines Krokodils, sondern ganz sicher in einem Hotel, das in Form eines Riesenkrokodils erbaut wurde – so originell wie komfortabel.

Felskunst und die Spuren von Crocodile Dundee

War die vorherige Nacht bereits von den Geräuschen der Wildnis erfüllt, so galt dies auch für den Morgen. So viel Leben rundherum machte den Aufenthalt in diesem außergewöhnlichen Hotel zu einem fantastischen Erlebnis. Nach dem Frühstück waren wir bereit, den Tag zu erobern. Unser Ziel war das Aufspüren verborgener Felsmalereien in den steinigen Hängen nahe des Nationalparks. Der Weg verlief nicht ganz ohne kleine Unwägbarkeiten, doch genau das macht das echte Outback-Abenteuer aus.
Die erste Wanderung führte uns hoch hinauf auf die felsigen Ränge. Die Aussicht von oben im Schatten der Wände bei strahlendem Sonnenschein war schlicht großartig. Es folgten weitere Aussichtspunkte sowie ein einfaches Picknick in dieser Landschaft, die wegen ihres Klimas recht unwirtlich wirkt – den ersten Entdeckern mag der Weg unter der brennenden Sonne wahrlich nicht leichtgefallen sein. Die Rückfahrt verlief in angeregter Plauderei über die Erlebnisse, was uns schließlich auf den Filmklassiker Crocodile Dundee brachte, mit dem wir den Tag stimmungsvoll ausklingen ließen.

Tropenflair in Palm Cove und Ankunft in Cairns

Der Tag unserer vorletzten Station war gekommen. Wir brachen noch vor Sonnenaufgang zum Flughafen auf, um jede Stunde an unserem neuen Ziel zu nutzen: Cairns! Satte grüne Landschaften, blauer Himmel und ein Meer, dessen Wasser vom starken Wind leicht aufgewühlt war, prägten das Bild. Entlang der Route wechselten sich Mangroven mit geschmackvollen Häusern ab. Wir legten eine Pause in Palm Cove ein und schlenderten die wunderschöne Küstenstraße entlang – ein beschatteter Strand, tropische Vegetation und feine Gebäude fügten sich zu einem herrlichen Ensemble zusammen. Die Zeit verflog im Nu und unsere Fahrt ging weiter zum Botanischen Garten von Cairns – eine beeindruckende, kostenfrei zugängliche Oase mit riesigen Bäumen und filigranen Orchideen.
Nach dem Einchecken im Hotel unternahmen wir einen ersten Orientierungsspaziergang durch die lebendige, freundliche Kleinstadt. Da sich bald der Hunger meldete, machten wir uns früh auf den Weg zum Abendessen: Krokodil und Känguru standen auf der Speisekarte!

Durch den Regenwald von Kuranda

Australien zeigt sich so riesig wie vielfältig – ein Land voller großer Kontraste. Als wir die Augen öffneten, erstrahlten der Strand und die Strandpromenade bereits im Sonnenlicht. Der Wind bewegte die Palmenwedel direkt hinter unserem Hotel, und das Riesenrad, das gestern Nacht noch erleuchtet rotierte, drehte nun am Morgen seine Runden.
Nach dem Frühstück bestiegen wir den Bus für eine kurze Fahrt: Nicht einmal eine Stunde dauerte der Weg, der sich die Berge hinaufschlängelte. Schon dicht hinter der Küste beginnt hier der dichte Regenwald. Und genau der machte seinem Namen Ehre: Kurz nach unserer Ankunft in Kuranda begrüßte uns ein frischer Schauer. Nichtsdestotrotz bot der Ort unzählige Aktivitäten – von Souvenirständen und gemütlichen Cafés bis hin zu Bumerang-Wurfdemonstrationen und traditionellen Tänzen. Die Ausblicke während der Fahrt mit der Seilbahn und der historischen Eisenbahn zurück nach Cairns waren spektakulär. Den Tag beschlossen wir bei einem gemütlichen Abendessen.

Ein Tag auf der Sandbank im Great Barrier Reef

Ein Blick auf den Wetterbericht hätte ohnehin nichts geändert, doch der dunkle, verregnete Morgen überraschte nach dem sonnigen Vortag dennoch. Das Wetter ist wie es ist – wegen ein paar Tropfen ließen wir uns die Laune nicht verderben, auch wenn für den Katamaran-Ausflug strahlender Sonnenschein begehrter gewesen wäre. Das Küstenwetter unterscheidet sich jedoch oft von den Bedingungen auf offener See. Der starke Wind sorgte zwar für spürbaren Seegang auf unserem Schiff, doch je weiter wir uns von der Küste entfernten, desto mehr klarte der Himmel auf. Als wir schließlich die kleine Sandbank mitten im Ozean betraten, schaffte die Sonne vollends den Durchbruch.
Feinster weißer Sand, türkisblaues Wasser in allen Schattierungen und eine faszinierende Vogelwelt erwarteten uns. Unzählige Seevögel vollführten ihre Balztänze – ein einmaliges Schauspiel. Es war ein wunderbarer Aufenthalt, bei dem der Himmel uns erneut sein Lächeln schenkte. Die Rückfahrt verlief zwar ebenso schaukelnd, doch mit einem Lächeln im Gesicht kehrten wir an Land zurück, duschten im Hotel und machten uns auf den Weg zum Abendessen.

Ankunft im Herzen der Weltmetropole Sydney

Etwas länger zu schlafen tut gelegentlich gut, also ließen wir den Wecker ausgeschaltet. Zur eigenen Überraschung waren dennoch einige von uns pünktlich um sechs Uhr wach. Nach einem entspannten Frühstück verfrachteten wir am späten Vormittag die Koffer in den Bus und traten den Flug nach Sydney an – der letzten Station einer langen Reihe. Unaufhaltsam näherte sich unsere Reise dem Ende.
Unter einem leicht bewölkten Himmel verließen wir Cairns mit den besten Eindrücken. Nach einem ruhigen Flug erreichten wir Sydney. Kaum im Hotel angekommen, stellten wir nur das Gepäck ab und steuerten direkt das fantastische Queen Victoria Building an. Es war großartig, dieses Prachtbauwerk Stockwerk für Stockwerk zu erkunden – die Geschäfte, die Buntglasfenster, die historischen Uhren und Treppenaufgänge. Alles ist mit so viel Geschmack gestaltet, dass man verweilen mochte. Nach dem anschließenden Abendessen fielen wir müde ins Bett, um Kräfte für die anstehende Stadtbesichtigung zu sammeln.

Das Opernhaus, die Bucht und ein überraschender Schauer

Mit einem Spezialitätenkaffee in der Hand begann der Tag hervorragend – ein Tag voller unvergesslicher Eindrücke. Es startete mit einem Fotostopp direkt unter der imposanten Harbour Bridge. Die gesamte Gruppe stellte sich fürs Foto auf. Anschließend fuhren wir durch verschiedene Viertel der Stadt, unter anderem vorbei am berühmten Bondi Beach.
Zur Mittagszeit reservierte unsere Reiseleiterin die schönsten Aussichtspunkte auf die Bucht für uns. Nach einem leichten Snack gingen wir an Bord von Captain Cook Cruises. Das große Schiff bot uns beste Bedingungen, um die Bucht und ihre Wahrzeichen aus jedem Blickwinkel zu fotografieren. Später erkundeten wir das historische Viertel The Rocks sowie den lebendigen Circular Quay, ehe wir vor dem Opernhaus standen. Im goldenen Abendlicht bot das Bauwerk eine magische Kulisse. Wir hatten sogar das Glück, einer Gesangsprobe eines Kinderchors im großen Auditorium zu lauschen. Als wir das Gebäude verließen, geriet die Straße plötzlich in Bewegung – Menschen liefen los, ehe wenige Minuten später ein heftiger Hagelschauer niederging! Doch so schnell der Spuk kam, so schnell zog er wieder ab. Keine zwanzig Minuten später kehrte Leben auf den Straßen ein, und wir machten uns auf den Weg zu einem reichhaltigen Abendessen.

Die schroffen Felsen der Blue Mountains

Dieser Tag wirkte wie bestellt: Jeder einzelne Programmpunkt griff perfekt ineinander, begünstigt von hervorragendem Wetter. Wir begannen den Morgen im Featherdale Wildlife Park, wo die Tiere gerade zu erwachen schienen. Ein Exemplar war eindrucksvoller als das andere, doch der Koala blieb der unangefochtene Star.
Weiter ging die Fahrt hinauf in die Blue Mountains, deren Silhouetten sich am Horizont abzeichneten. Wunderschöne Wohnhäuser, Eukalyptuswälder und historische kleine Bahnhöfe säumten den Weg. Am Ziel angekommen, verzauberte uns der Blick auf die berühmte Felsformation „Three Sisters“ und das weite Tal. Jede neue Perspektive offenbarte ein völlig neues Panorama. Nach einer Mittagsrast genossen wir weitere Ausblicke, ehe wir am späten Nachmittag ein letztes Mal nach Sydney zurückkehrten. Am Circular Quay teilte sich die Gruppe in kleine Grüppchen auf, um die verbleibende Zeit im Abendlicht in vollen Zügen auszukosten.

Abschied von Australien und Rückflug über Singapur

Ein entspannter Morgen ohne Eile: Nach einem ruhigen Frühstück wurden die Koffer gepackt und die letzten Vorbereitungen getroffen. Das Ende unserer Reise war gekommen; drei Wochen waren wie im Fluge vergangen. In der Lobby verabschiedeten sich die ersten Mitreisenden, während sich die Wege nach und nach trennten – einige traten den Heimflug an, andere setzten ihre Reise individuell fort.
Pünktlich um zwölf Uhr fuhren wir zum Flughafen, erledigten die Formalitäten und warteten am Gate auf das Boarding. Unser Zwischenziel war Singapur, der Zwischenstopp auf dem Weg zurück nach Deutschland.

Wohlbehalten zurück in der Heimat

Auf den Flügen gen Westen reist man der Zeit entgegen. Nach einem angenehmen Flug mit Filmen, Verpflegung und etwas Schlaf ertönte die Durchsage der Crew: Wir standen kurz vor der Landung. Die kühleren Temperaturen im Vergleich zu den letzten Wochen ließen sich mit einer dünnen Jacke gut aushalten.
Nach der Gepäckausgabe und dem Weg zum Bahnhof folgten die letzten Umarmungen. Wir blickten glücklich auf eine rundum gelungene Reise zurück – in der Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen bei neuen Abenteuern.


Drei Wochen voller gewaltiger Eindrücke, beeindruckender Natur und herzlicher Gemeinschaft liegen hinter uns. Australien hat uns verzaubert und Erinnerungen geschenkt, die ein Leben lang bleiben. Danke an alle Mitreisenden für diese unvergessliche Zeit!


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