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Brügge, Antwerpen & Gent – die Schätze Flanderns

Reisebericht: 24.10. – 29.10.2012

Belgien, ein kleines Land, was es in sich hat. Auf unserer Reise haben wir die schönsten Städte in Flandern im Programm und nicht nur die Kultur, Architektur und Malerei beeindrucken uns sonder wir ge

Ein Reisebericht von
Gisela Gerlach

Stadtführung in Brüssel – © Gisela Gerlach (Eberhardt TRAVEL) Stadtführung in Antwerpen – © Gisela Gerlach (Eberhardt TRAVEL) Stadtführung in Antwerpen – © Gisela Gerlach (Eberhardt TRAVEL) Grachtenrundfahrt in Brügge – © Gisela Gerlach (Eberhardt TRAVEL) Grachtenrundfahrt in Brügge – © Gisela Gerlach (Eberhardt TRAVEL) Bummel durch Gent – © Gisela Gerlach (Eberhardt TRAVEL) Bummel durch Gent – © Gisela Gerlach (Eberhardt TRAVEL) Bummel durch Gent – © Gisela Gerlach (Eberhardt TRAVEL) Bummel durch Gent – © Gisela Gerlach (Eberhardt TRAVEL) Bummel durch Gent – © Gisela Gerlach (Eberhardt TRAVEL) Leuven – © Gisela Gerlach (Eberhardt TRAVEL) Errasmus von Rotterdam in Leuven – © Gisela Gerlach (Eberhardt TRAVEL)

1. Tag, Anreise nach Antwerpen       (780 km)

Am Mittwoch(24.10.2012) 6.00 Uhr beginnt unsere Reise in Dresden. Unser Busfahrer ist vom Unternehmen Puschmann. Wir nehmen an den verschiedenen Zustiegstellen unsere Gäste auf und es wird schnell deutlich, dass wir zum überwiegenden Teil Frauen sind, die sich auf den Weg nach Belgien machen. Bis Neudietendorf (nach Erfurt) nehmen wir noch Gäste auf und unser Fahrer ist zwischenzeitlich Ingo, der uns sicher chauffiert.
Eine besondere Fahrt ist es für Frau U. Renate, die einen runden Geburtstag feiert und die Gruppe gratuliert recht herzlich.
Unsere Fahrt führte uns durch Deutschland an Gießen, Köln und Aachen vorbei. Auf den Weg nach Belgien durchqueren wir ein Stück der Niederlande und in Belgien angekommen geht es bis zum Lummen Kreuz und weiter nach Antwerpen. In Vorbereitung des ersten Abendessens gibt es Informationen zu Gambrinus'Reichs. Was den Franzosen der Wein, ist für die Belgier das Bier. Kein Land kennt eine solche Vielfalt unterschiedlicher Biere, die im Geschmack teils sehr gewöhnungsbedürftig sind, aber dennoch werden sie von uns in den nächsten Tagen ausprobiert. Gegen 17.45 Uhr erreichen wir unser Hotel Hollyday Inn Express Sity Nord in Antwerpen welches sich in der Nähe des bekannten MAS (Museum aan de Stroom) befindet. Nach einem guten Abendessen (heute noch im Hotel) endet ein doch recht anstrengender Tag.

2. Tag, Donnerstag, der 25.10.2012 –  Stadtführung in Brüssel  (133 km)

Brüssel ist es uns wert, bei Zeiten aufzustehen. 8.00 Uhr starten wir, so zeitig spielt das Wetter noch nicht mit. Es ist nebelig und vor Brüssel geraden wir noch in einen Stau. Unserer Stadtführer (Gustav) wartet unweit der Kathedrale auf uns und bringt uns bei einer Rundfahrt Brüssel nahe. Die Stadt, die an der Senne liegt, als „Hauptstadt Europas", als Sitz von Belgiens  Regierung und Parlament, aber auch bekannt für den Sitz internationaler Organisationen und Behörden wie die EU und der NATO.
Nirgends in Belgien kommen Flamen und Wallonen so eng zusammen wie in  Brüssel.
Wir fahren mit dem Bus wichtige Stationen in Brüssel an.  Wir sehen  die Gebäude im Regierungsviertel, das Stadtschloss, den Kunstberg „Mont des Arts". Den Besuch des Atomiums verschieben wir auf den Nachmittag. Nach der Rundfahrt schließt sich der Besuch der Altstadt zu Fuß an.
Unser Weg führt über den Spanienplatz zum Grand'Place, den jeder Besucher von Brüssel sehen möchte. Der 110 m lange und 68 m breite Platz mit seinen Zunfthäusern ist einer der schönsten der Welt.
Weiter führt uns unser Weg natürlich zu Manneken Pis ein Wahrzeichen von Brüssel.
Nach der Stadtführung haben wir Freizeit und jeder kann die Stadt erkunden. Vergessen wird dabei nicht, die bekannten Brüsseler Waffeln zu probieren. Auf der Rückfahrt nach Antwerpen nehmen wir uns Zeit für das Atomium. Das Wahrzeichen der Stadt, das 1958 zur Weltausstellung entworfen wurde und ein 165-milliardenfach vergrößertes Eisenatom zeigt.
In Antwerpen wieder angekommen, geht ein Teil der Gruppe zum Abendessen in das Restaurant „De Peerdestal", ca 100 m vom Großen Markt entfernt. (Hier werden wir jeden Abend unser Abendessen einnehmen!) Sehr zufrieden mit dem Menü und dem Ambiente des Restaurants lassen wir den Tag ausklingen.

3. Tag, Freitag, der 26.10.2012 –Stadtführung in Antwerpen (12 km)

Heute ist ausschlafen angesagt. Nur wenige Kilometer fahren wir mit dem Bus. Endlich lernen wir die Stadt kennen, an deren Stadtring unser Hotel liegt.
Was wird uns erwarten? Antwerpen ist bekannt für den Diamantenhandel, Modetrends, ist Belgiens Tor zur Welt (ist nach Rotterdam und nun auch nach Hamburg einer der größten  Seehafen Europas) und natürlich die Stadt für Rubens-Freunde.
Bei Ankunft auf dem Parkplatz an der Schelde werden wir schon von 2 Stadtführerinnen erwartet.
Mit viel Begeisterung und Temperament werden uns die Geschichte und die Gebäude der Stadt vermittelt.
Es geht zum Druckereimuseum Plantin-Moretus (hier kann ein ganz menschliches Bedürfnis befriedigt werden). Weiter geht es zum Freitagmarkt, zur Sint-Carolus Borromeuskerk,  zum Grünen Markt, der Liebfrauen-Kathedrale und dem Grote Markt, in dessen Mitte Jef Lambeaux 1887 den großen Brabo Brunnen aufstellte. Dargestellt ist Silvius Brabo, wie er die dem Riesen Amtigonus abgeschlagene Hand in die Schelde wirft. Aus dem „Hand te werpen" bezog Antwerpen seinen Namen.
Zum Abschluss der Stadtführung erleben beide Gruppen eine Führung in der Liebfrauen-Kathedrale. Dabei ragen zwei berühmte Meisterwerke von Peter Paul Rubens heraus.  „Die Kreuzaufrichtung" und die „Kreuzabnahme" Beide Gemälde entstanden 1610 und 1614 kurz nach Rubens' Rückkehr aus Italien.
Damit beenden wir die Stadtführung, aber noch nicht den Weg auf den Spuren von Rubens.
Der größere Teil unserer Gruppe besucht nach einer Mittagspause das Rubenshaus. Er hatte es 1610 - ein Jahr nach der Heirat mit Isabella Brant - gekauft und lebte bis zu seinem Tod 1640 in dem Haus. Die Rubens-Freunde konnten individuell das Haus erkunden.
Danach blieb noch Zeit, dass jeder Gast Antwerpen auf seine Weise genießen konnte.

4. Tag, Sonnabend, der 27.10.2012 – Ausflug nach Brügge und Damme   (218 km)

08.00 Uhr starten wir schon, um rechtzeitig in Brügge zu sein.
Dabei geht es auf unserer Fahrt nach Westflandern an Gent vorbei. Die Stadt ist Programm für den morgigen Tag. Heute wollen wir so viel Zeit wie möglich in Brügge, der Hauptstadt Westflanderns verbringen.
Gegen 9.30 Uhr treffen  wir auf den Parkplatz ein, wo unser Stadtführer auf uns wartet.
Der Gang durch die Gassen der fast vollständig mittelalterlich gebliebenen Innenstadt zeigt uns wie schön die Stadt ist. Leider wird unser Rundgang von Hagel, Regen und Wind bei Temperaturen von unter 10 Grad begleitet. Die schönsten Gebäude, Denkmale und Plätze sind der Begijnhof, die Liebfrauenkirche mit  der „Madonna von Brügge" von Michelangelo, der Grote Markt mit Belfried und der Burg (war ursprünglich der zentrale Platz von Brügge) mit dem Rathaus und der Heiligblutkapelle.
Gegen Mittag benötigen wir dringend einen Glühwein, heißen Tee oder auch ein kühles Bier. Das Wetter stimmt uns aber optimistisch, als wir uns 13.00 Uhr zur Grachtenrundfahrt treffen.
Bei blauem Himmel und Sonnenschein sehen wir die Stadt noch einmal von den Grachten aus.
Auf dem Weg zum Bus sind wir uns einig, „Bei den Gang durch die Gassen der fast vollständig mittelalterlich gebliebenen Innenstadt und eine Fahrt auf den Grachten gehören zum zauberhaftesten, was nicht nur Belgien, sondern Nordeuropa zu bieten hat: Brügge ist wirklich das „Venedig des Nordens!"
Auf dem Weg nach Antwerpen halten wir noch einmal in Damme. Das Städtchen, das seine Blütezeit  mehr als 200 Jahre, als Vorhafen von Brügge, hatte. Der Grote Markt mit seinem gotischen Stadthaus ist noch Zeitzeuge der alten Zeit.
Als Bücherstadt Nr. 1 rühmt sich Damme und nicht umsonst auch als Heimat von Thyl Ulenspiegel, eine der Hauptfiguren aus dem Roman von Charles de Coster.
Erneuter Regen lässt den kurzen Trip durch Damme schnell zu Ende gehen. Nahe der niederländischen Grenze fahren wieder nach Antwerpen und genießen die Wärme und das gute Essen im Restaurant „De Peerdestal".

5. Tag, Sonntag, der 28.10.2012 –  Ausflug nach Gent und Leuven    (233 km)

Für die Kunstliebhaber unter uns ist der Genter Altar allein schon eine Reise wert. Wir haben Sonntag und die Gottesdienste erlauben uns erst einen späteren Eintritt in die Kathedrale. Stadtführung ist keine geplant und somit unternehmen wir einen Orientierungsrundgang. Ingo bringt uns mit dem Bus zur St.Jacobskerk an der am Vormittag ein Trödlermarkt stattfindet. Den lassen wir aber „links" liegen und spazieren, heute ohne Regen und mit Sonne, zum Vrijdagmarkt, dem Zentrum des politischen Lebens im mittelalterlichen Gent, unser Weg führt uns  zur Kraanlei, der Burg Gravensteen, der Information, der Graslei, Kroonlei über die St.Michielsbrug vorbei an Postgebouw, der St. Niklaaskerk ,dem Belfrid zum St.Baafsplein.
Bei unserem Rundgang bemerkten wir, die Stadt ist nicht mit Brügge zu vergleichen. Brügge ist herausgeputzter, ordentlicher, in Gent wo die Flüsse Schelde und Leie zusammenfließen geht es lebendiger zu. Dafür sorgen auch die 26 000 Studenten in der Stadt.
Unseren Rundgang beenden wir an der  Sint-Baafskathedraal mit dem Genter Altar. Nach einer Mittagspause treffen wir uns 13.00 Uhr wieder an der Kathedrale, um den Altar zu besichtigen. Mit dem Audioguide ausgerüstet betreten wir die Kapelle.
Der Altar gehört zu den großartigsten Werken der altflämischen Malerei. Die Tafeln sollen von Hubert van Eyck um  1420 begonnen und von seinem Bruder Jan van Eyck um 1432 vollendet worden sein. Mit der Besichtigung des Altars endet unser Besuch in Gent. Wir hätten in Gent noch länger verweilen können, haben aber noch ein lohnendes Ziel: Leuven.  Das Stadthaus gilt als eines der schönsten spätgotischen Profanbauten Europas und das ist uns den Weg wert. In Leuven angekommen, zwingt uns eine Baustelle am Fischmarkt auszuzeigen. Von hieraus sind es ca 300 m bis zum Groten Markt. Wir sehen das Stadthuis noch im schönsten Sonnenschein. Unsere Zeit erlaubt es uns einen Besuch  der Sin Pieterskerk, die zu den Hauptwerken der brabanter Gotik gehört.
Mit dem Besuch von Leuven geht unsere Reise zu Ende. Auf der Fahrt nach Antwerpen
Planen wir schon unsere Fahrt zurück nach Deutschland.
Bevor unser letzter Tag endet, genießen wir noch einmal den Bummel über den Grote Markt in Antwerpen um heute ein letztes Mal im „De Peerdestal" lecker zu essen.

6. Tag, Montag, der 29.10.2012 – Rückreise nach Deutschland (780 km)

07.30 Uhr stehen wir alle mit gepackten Koffern vor dem Bus. Schnell sind die Koffer verstaut und wir beginnen unsere Rückreise nach Deutschland unsere gewohnte Strecke. Wie üblich planen wir aller 2 Stunden unsere Pausen und sind gegen 19.00 Uhr wieder in Dresden. Nach Verabschiedung der Gäste ist auch für uns (RL/BF) die Reise zu Ende.Ich möchte die Gelegenheit nutzen mich noch einmal bei allen Reisegästen zu bedanken aber auch bei unserem Chauffeur Ingo Puschmann. Ich wünsche Ihnen alles Gute und verbleibe mit den besten Wünschen für Sie, Ihre Gisela Gerlach


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