Herzlich Willkommen im Dreiländereck und Zittauer Gebirge
Reisebericht: 08.05. – 12.05.2013
Die Oberlausitz und das Zittauer Gebirge sind immer eine Reise wert, besonders jetzt im Frühling. Von der herzlichen Gastlichkeit konnten wir uns in Jonsdorf überzeugen.
Ein Reisebericht von
Reisebericht
Morgens 8.00 Uhr starten wir in Chemnitz unsere Reise ins Zittauer Gebirge. Pünktlich kamen wir in Bautzen an. Die älteste Stadt der Oberlausitz zählt mit ihrer historisch wertvollen Bausubstanz zu den schönsten Städten Deutschlands. Auf steilen Granitfelsen, umflossen von der Spree, erhebt sich die imposante Altstadt. Stattliche Türme, Reste der massiven Stadtbefestigungen und prächtige barocke Fassadenprägen das Antlitz der Tausendjährigen. Wir bummeln durch die Altstadt vorbei am barocken Rathaus zum Dom St. Petri. Die Ortenburg und die Alte Wasserkunst sind weitere Sehenswürdigkeiten, die wir uns ansehen. Nach unserem Stadtbummel fuhren wir nach Herrnhut. Hier besuchten wir die Schauwerkstatt Herrnhuter Sterne und konnten uns einen Einblick in die Geschichte der Sterne verschaffen und natürlich wie die Sterne heute gefertigt werden. Danach fuhren nach Jonsdorf.
Mit Leierkastenmusik, Fettbemmchen und Kräuterlikör wurden wir im Kurhaus Jonsdorf empfangen. Nach dem Beziehen der Zimmer, erwartete uns Schäfer Jonas, alias Gert Linke, zu einem interessanten Spaziergang durch den Kurpark und dabei brachte er uns auf humorvolle Weise die Geschichte des Ortes nahe. Hungrig genossen wir danach das „Oberlausitzer Spezialitäten- Büfet".
Am nächsten Morgen starteten wir 9.30 Uhr mit Irmela zur Zittauer Gebirgsrundfahrt. Zuerst fuhren wir nach Walthersdorf ". Hier am bekannten „Quirle- Häusel" hielten wir und wagten einen neugierigen Blick in das Innere des Hauses. Weiter ging es in das schönste Dorf Sachsens nach Bertsdorf und anschließend über Olbersdorf nach Zittau.
An der Mündung der Mandau in die Lausitzer Neiße, dort wo die Grenzen Deutschlands, Polens und Tschechiens aneinander stoßen, grüßen schon von weitem die Türme Zittaus.
Beim Stadtrundgang mit Irmela liefen wir den einstigen Verlauf der Stadtmauer, auch den grünen Ring genannt, teilweise entlang. Schleiferbrunnen, Blumenuhr mit Meißner Glockemspiel oder das Salzhaus waren einige Höhepunkte. Irmela führte uns durch die teilweise denkmalgeschützte Altstadt.
In Jonsdorf wartete ein leckeres Mittagessen auf uns und nach einer Mittagspause begann der 2. Teil unserer Rundfahrt.
Oybin war das nächste Ziel. Hier genossen wir das rschöne Wetter und liefen entweder zur Bergkirche, bummelten durch den Ort oder genossen in den Caffes ein leckeres Eis. Viele von uns gönnten sich eine Fahrt mit dem Qybin- Express und fuhren auf den Berg Oybin .Die Heimfahrt erfolgte über Lückendorf zurück nach Jonsdorf
Nach dem Abendessen erfreuten uns die „Bertsdorf- Singers" mit Liedern und Geschichten aus der Oberlausitz
9.30 Uhr starten wir zur Schlesienrundfahrt. In Reichenau waren die Schäden des
letzten Hochwassers von 2010 schon teilweise beseitigt. Straßen und Brücken sind saniert, aber an den Häusern sind schon noch massive Schäden sichtbar. Weiter führte unsere Reise nach Friedland und Neustadt an der Tafelfichte auf tschechischem Gebiet. Leider haben wir heute keine Sicht, sodass uns Tafelfichte, Heufuder oder Schneekoppe verborgen blieben.
Bad Flinsberg ist ein malerischen Ort mit gepflegten Kuranlagen. Wir besichtigten die alte Wandelhalle des Kurhauses.
Nach der Besichtigung fuhren wir weiter nach Schreiberhau, der zweite bedeutende polnische Ort im Riesengebirge und ein Touristenzentrum.
Über Stonsdorf, dem Ort, der dem bekannten Getränk den Namen gab, gelangten wir nach Hirschberg, einem weiteren Höhepunkt unserer Rundreise.
Nach einem Mittagessen aus der Bordküche auf dem Parkplatz in Hirschberg.
Hier in Hirschberg unternahmen wir einen Rundgang durch die Altstadt. An diesem Tag fand auch ein Tourismustag statt. Es stellten sich Städte und Landschaften aus den drei Ländern vor. Mit viel Info- Material beladen, begaben wir uns dann zum Bus.
Wegen des schlechten Wetters und der immer schlechteren Sicht, beschlossen wir den schnellsten Weg zurück nach Jonsdorf zu nehmen.
Nach dem schlesischen Menü wurden wir noch musikalisch mit dem Alleinunterhalter Franticek unterhalten.
Am nächsten Morgen starteten wir 9.30 Uhr mit Gert Linke nach Großschönau. Hier besichtigten wir die evangelisch-lutherische Kirche. Sie wurde zwischen 1703 und 1705 erbaut. Mit drei Emporen bietet sie Platz für 2.000 Kirchgänger. Damit ist sie die zweitgrößte Dorfkirche Sachsens. Die größte Kostbarkeit ist das von Johann Eleazar Zeissig (genannt Schenau) 1787 gemalte Altarbild "Christi Auferstehung". Mit einem Orgelkonzert beenden wir die Besichtigung. Entlang der Mandau findet man viele der regional typischen Umgebindehäuser. Das gesamte Ortsbild der Gemeinde wird von über 650 Umgebindehäusern geprägt
Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch in den Verkaufsräumen des „Frottana" Werkes.
Unsere nächsten Ziele waren die Spreequelle in Neugersdorf und in Ebersbach besichtigten wir eine weitere Quelle, den Spreeborn. Hier erwartete uns „Nante" mit seinem Leierkasten und „Berliner Weiße mit Schuss". Auf unserer Weiterfahrt nach Obercunnersdorf fuhren wir zur Kottmasdorfer Mühle. Die Kottmarsdorfer Bockwindmühle wurde im Jahre 1843 erbaut und steht auf dem 435 m hohen Pfarrberg.
Der ganze Ort Obercunnersdorf hat von der Unesco den Namen Denkmalort verleihen bekommen, wegen der vielen Umgebindehäuser, über 250 sind noch vorhanden. Liebevoll gepflegte Gärten vermitteln einen wohltuenden Eindruck.
Den Nachmittag nutzte unsere Gruppe, um mit der Schmalspurbahn zu fahren oder sie besuchen das Jonsdorfer Schmetterlingshaus, einige wanderten zu den Nonnenfelsen.
Für viel Stimmung und Abwechslung sorgten an diesem Abend das Duo Brendler aus Zittau.
Heute hieß es Abschied von Jonsdorf zu nehmen.
Zuerst ging es zum Kloster St. Marienthal, das sich direkt an der Neiße befindet. Große Schäden hatte das Hochwasser am 07.08. und 08.08.2010 angerichtet, die bis heute noch nicht alle beseitigt sind. In der Kapelle müssen immer noch Trockner die Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk entziehen. Nach einem Rundgang fuhren wir weiter zum Bertsdorfer See vor den Toren von Görlitz.
Hier aßen wir Mittag und fuhren anschließend in die Stadt Görlitz. Zuerst mit dem Bus und anschließend zu Fuß erkundeten wir die schöne Stadt an der Neiße.
Görlitz besitzt eine der am besten erhaltenen Altstädte und mit Zgorzelec, der polnischen Schwesterstadt, verstehen sie sich als eine Europastadt.
Am Nachmittag traten wir dann wieder die Heimreise an.
„Kummt oack rei..." Diesen Spruch findet man überall in der Oberlausitz und er beweißt, dass die Oberlausitzer freundlich und herzlich ihre Gäste erwarten.
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