Teutoburger Wald & Weserbergland
Reisebericht: 15.08. – 19.08.2011
Eine Gruppe von 23 Gästen wollte der Geschichte um die berühmte Schlacht am Teutoburger Wald und dem Hermannsdenkmal ganz Nahe sein.
Eine Gruppe von 23 Gästen wollte der Geschichte um die ber
Ein Reisebericht von
Gisela Gerlach
1. Tag, Anreise nach Bielefeld 583 km
Am Montag(15.08.2011) 6.00 Uhr begann unsere Reise in Dresden. Unser Busfahrer Andreas nahm uns unsere Koffer ab und verstaute sie in unserem Satra Eberhardt Reisebus.
In Chemnitz, Meerane, Raststätte Teufelstal, Weimar und Gotha nahmen wir noch Gäste auf. Unsere Fahrt ging durch das schöne Deutschland, den Bundesländern Sachsen, Thüringen, Hessen, durch das schöne Werratal -an Kassel vorbei- nach Nordrhein-Westfalen. Nachdem wir Paderborn nur von weiten sahen, waren wir dann gegen 14.00 Uhr in Bielefeld.
Unsere Stadtführerin wartete schon auf uns an der Information, um uns bei der Stadtrundfahrt mit Bielefeld bekannt zu machen.
Dabei staunten wir nicht schlecht welch großer Komplex sich hinter der Heilanstalt Bethel, im Stadtteil Gadderbaum verbirgt. Hier werden auch heute Epileptiker und psychisch Kranke behandelt. Die Gründung geht auf den Pastor Friedrich von Bodelschwingh (1831-1910) zurück.
Beeindruckt hat uns aber auch die Ravensburger Spinnerei, die Universität oder Sparrenburg, das Wahrzeichen der Stadt. Bielefeld in Mitten des Teutoburger Waldes hat uns beeindruckt.
Nach 2 Stunden Stadtfahrt geht es nun aber zu unserem Best Western Hotel. „Oldenruper Hof“. Für einige von uns ging die Fahrt heute Morgen zeitig los und etwas Ruhe tut gut, um dann um 19.00 Uhr zum Abendessen wieder fit zu sein und den Abend bei einen Glas Wein ausklingen zu lassen.
2. Tag, Minden–Porta Westfalica 138 km
Nach dem Frühstück starten wir mit dem Bus und fahren nach Minden. Bekannt durch das Wasserstraßenkreuz und die Porta Westfalica. Mit dem Schiff „Helena“ verbringen wir 2 Stunden auf dem Wasser.
Dabei erleben wir zwei interessante Schleusungen (Berg- und Talschleusung) durch die fast 100 Jahre alte Schachtschleuse. In wenigen Minuten überwinden die Schiffe einen Höhenunterschied von 13 Metern.
Interessant ist wie 2 Wasserstraßen sich queren, ohne ineinanderzufließen. Die Weser und der Mittellandkanal. Das größte Doppel-Wasserstraßenkreuz der Welt.
Gegen Mittag verlassen wir das Schiff und besuchen die an der Weser gelegene Schiffsmühle. In einer Führung von 30 min erfahren wir viel Wissenswertes über die Entstehung der Schiffsmühlen und auch den Standorten der Mühlen in der Vergangenheit wie z.B. auch an der Elbe.
Viel Zeit für die Altstadt Minden bleibt nicht. Aber die wichtigsten Bauten wie der Dom oder auch der Marktplatz mit dem ältesten Rathaus in Westfalen sehen wir uns an und nehmen eine Kleinigkeit zu uns, bevor es weiter geht. Im Besucherbergwerk Kleinenbremen haben wir eine Führung angemeldet. Mit Helm und gutem Schuhwerk ausgerüstet sehen wir bei einem Rundgang die riesigen Hohlräume, die alten Abbaufelder. Im Tageslicht wieder angekommen setzen wir unsere Fahrt fort. Das Kaiser Wilhelm Denkmal (1896 enthüllt), hat sich schon auf unserer Fahrt durch die Porta Westfalica gezeigt. Jetzt wollen wir aber das Denkmal aus der Nähe sehen. Der Bus schlängelt sich den Berg hoch bis zum Parkplatz, dann gehen wir ca 250 Meter zu Fuß. Oben angekommen zeigt sich ein schöner Blick auf die Weser, die an der Porta Westfalica in einem 800 m breiten Einschnitt, das Weser - und Wiesengebirge durchbricht.
Nach einem erlebnisreichen Tag kehren wir zu unserem Hotel zurück und planen noch den nächsten Tag.
3. Tag, Gütersloh und Harsewinkel 80 km
Nach dem wir uns am Frühstücksbuffet gestärkt haben. An dieser Stelle möchte ich einmal erwähnen, dass wir eine hervorragende Küche hatten. Dem Koch und Helfern ein großes Lob und vielen Dank.
Also gut gestärkt ging es nach Gütersloh.
Einer Kreisstadt mit fast 100000 Einwohnern und Sitz bekannter Unternehmen wie Miele und Bertelsmann.
Bei einer Stadtführung erfuhren wir auch die unterschiedliche Meinung der Bewohner zum neuen Theater. Unserer Gruppe gefällt es. Wohler fühlen wir uns aber z.B. in der Nähe des idyllischen Museumscafes und den schönen Fachbauwerkhäusern.
Nach einem Kaffe, Eis oder kleinem Mittagessen treffen wir uns vor dem Rathaus und fahren nun zur Klosteranlage Marienfeld in Harsewinkel. Beeindruckend ist die Klosterkirche. In ihr haben wir den Orgelklängen lauschen dürfen, die von der Johann-Patcoclus-Möller-Orgel aufgenommen wurden.
Danach wartete schon Frau -Ilse- auf uns, um eine Stunde mit uns im Hühnermoor zu wandern. Wo ist eigentlich das Moor? Es trocknet aus. Aber mit viel Wissenswerten über Pflanzen, Entstehung des Moors und kleinen Experimenten z.B. der Untersuchung des PH Wertes, wandern wir eine Stunde bei schönem Wetter durch das Land und erfahren nebenbei noch einiges zur neuen landwirtschaftlichen Erntetechnik.
Im Hotel wieder angekommen werden wir heute mit einem besonderen Abendessen überrascht und erleben heute rustikales, westfälisches Abendessen. Mit viel Kraut und deftigen Speisen.
4. Tag, Externsteine – Detmold – Hermannsdenkmal 86 km
Bei schönstem Sommerwetter mit viel Sonne haben wir heute besondere Ziele.
Das Erste, die Externsteine mit einer 70 Mio. Jahre steinernen Geschichte. Von der Straße aus sind sie nicht zu sehen. Dafür sind die Bäume zwischenzeitlich zu hoch gewachsen. Aber am Infozentrum vorbei laufen wir ca 300 Meter und stehen vor der Felsgruppe. Beeindruckend, wie die Felsen senkrecht aufgepresst wurden. Früher ein heidnisches Heiligtum, sind die Externsteine heute noch ein christlicher Wallfahrtsort. Wir bewundern das monumentale Steinrelief der Kreuzabnahme Christi(1150) bevor einige von uns die Felsen erklimmen. Wir haben uns soviel Zeit genommen, dass auch noch ein gemütlicher Spaziergang um den See möglich ist.
Gegen 11.30 Uhr geht es nun aber weiter in die alte Residenzstadt Detmold. Hier kann jeder nach Lust und Laune die Stadt erkunden oder auch im Schlosspark die Mittagszeit genießen. Viele schöne Fachwerkhäuser sind zu sehen, ein großer Markt lädt zum Staunen und Probieren ein.
Um 14.00 Uhr treffen wir uns am Schlosseingang, um bei einer Führung durch das Schloss die Geschichte zu erfahren und die Besonderheiten zu sehen. Mit großer Bewunderung durchqueren wir den Königssaal, den Ahnensaal, den Roten Saal oder auch das Jagdzimmer.
Nach einer Stunde verlassen wir das Schloss und gehen zum Bus in die Nähe des Theaters.
Wir setzen unsere Fahrt Fort und Fahren zum Hermannsdenkmal. Überwältigend vor dem 53m hohen Denkmal zu stehen. Erinnern wollen wir aber nicht nur an Arminius und der Schlacht am Teutoburger Wald 9 n. Ch. ssondern auch an den Erbauer Ernst von Bandel.
Heute ist der letzte Abend im Hotel. Nach dem Abendbrot genießen einige Gäste den lauen Sommerabend im Garten, bis gegen 22.00 Uhr ein starkes Niederschlagsgebiet den Abend an der frischen Luft ein Ende setzt.
5. Tag, Heimreise, aber bevor es soweit ist sehen wir uns noch Lemgo an 580 km
Nach dem Frühstück werden 8.30 Uhr die Koffer geladen und wir fahren ca 40 min nach Lemgo. Eine Stadt wie ein Bilderbuch. Wenn auch am Morgen noch dunkle Wolken zu sehen sind, drängt sich während der Stadtführung die Sonne immer mehr durch. Damit können wir die Besonderheiten der Weserrenaissance bei Sonnenschein in voller Schönheit bewundern. Eines der bedeutendsten ist natürlich das Hesenbürgermeisterhaus mit dem Städtischen Museum.
Lemgo als älteste Stadt des Lipper Landes und wohlhabende Hansestadt schon im 13. Jahrhundert hat viele bedeutende Bauten aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Es ist schwer, alles in 2-3 Stunden aufzunehmen. Nach der Stadtführung gönnen wir uns noch etwas Freizeit, um dann gegen 12.00 Uhr die Heimreise anzutreten. Nach unserer Fahrt wieder an Paderborn und Kassel vorbei, löst sich unsere Gruppe in Neudietendorf zufrieden und mit vielen neuen Eindrücken langsam auf. Gegen 20.20 Uhr verabschiede ich mich von den letzten Gästen in Dresden.
In der Hoffnung, dass alle Gäste die Reise in den Teutoburger Wald lange in guter Erinnerung behalten, bedanke ich mich noch einmal bei allen Gästen, aber auch bei unserem Busfahrer Andreas Glatzel. Ich wünsche Ihnen alles Gute, Gesundheit und Lust am Reisen.
Viele Grüße
Ihre Gisela Gerlach
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