Dresden – mit Besuch der Semperoper
Reisebericht: 09.03. – 10.03.2013
Die Semperoper, erbaut im Stil der italienischen Hochrenaissance, zählt mit Sicherheit zu den schönsten Opernhäusern der Welt - erleben Sie hier die Aufführung "La Traviata"!
Ein Reisebericht von
Kerstin Hugel
1. Tag – Samstag, 09.03.2013:
Am frühen Morgen starteten wir in Erfurt und am Vormittag trafen wir bei winterlichen Wetter in Dresden ein, um kurz darauf unsere Stadtrundfahrt zu starten. Wir lernten die wichtigsten
Sehenswürdigkeiten von "Elbflorenz" kennen, unter anderem die Frauenkirche, das Schloss und natürlich die Semperoper. Anschließend konnten wir ganz individuell durch die pulsierende Altstadt bummeln - überall war reges Treiben! Am Nachmittag fuhren wir gut gelaunt weiter zur Pension "Fuchsbergklause" im Ortsteil Dresden-Weixdorf. Dort wurden wir herzlichst durch unsere Gastgeberfamilie Schade begrüßt und es folgte ein leckeres Abendessen. Gut gestärkt ging es mit unserem Bus zurück in die Dresdner Innenstadt, denn dort erwartete uns heute Abend noch ein ganz besonderes Highlight. Wir genossen das einmalige Ambiente der Semperoper! Bereits von außen gibt sich die Oper mit geschwungener Fassade als klassischer Theaterbau zu erkennen. Die Innenräume sind mit Bildern und Deckengemälden geschmückt. Reich verzierte Leuchter erhellen das Opernhaus. Diese Atmosphäre ist einmalig schön: Der Kronleuchter und die Königsloge lassen die Vorstellung des königlichen Theaters aufleben. Wir erlebten heute die Oper „La Traviata" von Giuseppe Verdi in italienischer Sprache! Die Pariser Edelkurtisane Violetta Valéry liebt es, rauschende Feste zu feiern, deren Mittelpunkt sie sich vorbehält. Ihre tödliche Krankheit überspielt sie, sie leistet sich keine Schwäche, denn das würde Einsamkeit bedeuten. Sie lernt Alfredo kennen, der sich in sie verliebt hat. Beide ziehen sich für ein neues Leben aufs Land zurück. Alfredos Vater fordert um des Ansehens der Familie willen von Violetta die Trennung. Sie kehrt nach Paris zurück und hinterlässt Alfredo einen Abschiedsbrief. Der reist ihr nach und trifft sie an der Seite ihres früheren Liebhabers auf einem Ball. Mit seinem im Glücksspiel gewonnenen Geld demütigt er sie öffentlich. Später erfährt er von seinem Vater die Zusammenhänge der plötzlichen Trennung. Alfredo sucht Violetta auf und trifft eine Sterbende. Nach dieser knapp 3-stündigen Veranstaltung ging es nach einem erlebnisreichen Tag mit unserem Bus zu unserer Pension zurück.
2. Tag – Sonntag, 10.03.2013:
Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir am Vormittag zum Asisi-Panometer in den Ortsteil Dresden-Reick. Wir erlebten hier eine Zeitreise in das barocke Dresden. Yadegar Asisi legt in seinem 360°-Panorama über die barocke Glanzzeit Dresdens den Fokus auf
das Leben am sächsischen Hofe und das Alltagsleben der Bürger, Krämer, Fischer, Dienstboten und Handwerker. Er verdichtet die Zeitvon etwa 1695 bis 1760 zu einer künstlerischen Momentaufnahme des Dresdner Barocks. Den »Geruch der Zeit« atmen förmlich die Szenen mit den historischen Personen im Rundbild. So sieht man Zar Peter I., den Erfinder des Porzellans Böttger, Johann Sebastian Bach oder den Hofnarr Joseph Fröhlich. Zu sehen ist auch die Ankunft der Sixtinischen Madonna im Jahr 1754. Vergessene
Alltagsepisoden mit Holztreidlern und Waschfrauen an der Elbe, Sänftenträgern und Komödianten auf den Plätzen und vielem mehr, machen das Panorama zu einem erlebbaren Kunstraum dieser Epoche. Auch die Nachtvariante hält glanzvolle Eindrücke bereit - ein einmaliges Erlebnis und ein wahrer Augenschmaus! Die Mittagszeit war gekommen und nach diesem ausgiebigen Vormittagsprogramm knurrte so manch einem von uns der Magen. Wir erreichten Kötzschenbroda, einen traditionellen Ortsteil von Radebeul mit Wein- und
Winzerflair. Im Restaurant "Stumpf´s Hof", unmittelbar an den Elbwiesen gelegen, erwartete uns ein leckeres Mittagessen. Zum Abschluß unserer Reise besuchten wir gut gestärkt das Staatsweingut „Schloss Wackerbarth" in Radebeul. Nach einem kleinen Rundgang in der barocken Schlossanlage und im historischen Park probierten wir schließlich das perlende Getränk. Wie kommen die Bläschen in den Sekt? Und wieso mussRohsekt eigentlich gerüttelt und gesteilt werden? An das Verfahren der Sektherstellung knüpfen sich viele Fragen und so manches Geheimnis... - während einer informativen Führung konnten diese Fragen beantwortetwerden. Am frühen Nachmittag hieß es nun leider schon von den ersten Gästen Abschied nehmen und wir traten mit vielen schönen Eindrücken die Heimreise an!
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