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Single – Wanderreise Nordsee – Nordfriesische Inseln Sylt, Amrum & Föhr

Reisebericht: 03.09. – 09.09.2026

Ganz im hohen Norden unseres Landes treffen sich 15 Singles und erleben sowohl sonnige, als auch stürmische Tage an der wunderschönen Nordsee ...

Petra Hady

Ein Reisebericht von
Petra Hady

Föhr – © Petra Hady (Eberhardt TRAVEL) Strand auf Sylt – © Petra Hady (Eberhardt TRAVEL) Sylt - Reisende Riesen – © Petra Hady (Eberhardt TRAVEL) Pharisäer in Dagebüll – © Petra Hady (Eberhardt TRAVEL) Wattwanderung – © Petra Hady (Eberhardt TRAVEL) Yachthafen von Föhr – © Petra Hady (Eberhardt TRAVEL) Amrum – © Petra Hady (Eberhardt TRAVEL) Hallig Hooge - Kirchwarft – © Petra Hady (Eberhardt TRAVEL) Hallig Hooge – © Petra Hady (Eberhardt TRAVEL) Hallig Hooge – © Petra Hady (Eberhardt TRAVEL) Hallig Hooge - Sturmflutkino – © Petra Hady (Eberhardt TRAVEL) Friesentee – © Petra Hady (Eberhardt TRAVEL)

1. Tag Anreise nach Dagebüll – Endlich geht's los !

15 Singles, ein gemeinsames Ziel und jede Menge Vorfreude im Gepäck – unsere Wanderreise nach Dagebüll beginnt!

Schon die Anreise hat es in sich. Während einige von uns ganz entspannt mit dem PKW unterwegs sind, machen sich auch die Bahnreisenden auf den Weg in Richtung Nordsee. Und wie es bei Bahnreisen manchmal so ist, wird aus einer einfachen Anreise schnell ein kleines Abenteuer. Verspätungen, Umstiege und die eine oder andere ungeplante Überraschung sorgen dafür, dass die ersten Geschichten für unsere gemeinsame Reise bereits unterwegs geschrieben werden.

Am Nachmittag sind die meisten von uns schließlich in Dagebüll angekommen. Zeit, erst einmal anzukommen, durchzuatmen und sich bei einer gemütlichen Tasse Kaffee kennenzulernen. In einem netten Café trifft sich ein Teil unserer Gruppe zum ersten gemeinsamen Plausch. Es wird erzählt, gelacht und natürlich neugierig geschaut, wer denn nun eigentlich zu den 15 Wanderfreudigen gehört.

Und kaum sitzen wir gemütlich beisammen, wird auch schon die erste kulinarische Spezialität der Region entdeckt: **Friesentorte**! Dabei handelt es sich um eine typisch norddeutsche Torte aus knusprigem Blätterteig, Sahne und Pflaumenmus bzw. Pflaumenkompott – süß, cremig und ziemlich verführerisch. Einer von uns kann da natürlich nicht widerstehen und bestellt kurzerhand ein Stück. Ein gelungener Auftakt!

Im Laufe des Tages trudeln nach und nach auch die letzten Mitreisenden ein, sodass unsere Gruppe am Abend endlich komplett ist. Beim ersten gemeinsamen Abendessen gibt es entsprechend viel zu erzählen. Die Erlebnisse der Anreise werden ausgetauscht, erste Gemeinsamkeiten entdeckt und natürlich wird auch ordentlich gelacht. Schließlich haben sich viele von uns heute zum ersten Mal persönlich getroffen – und genau das macht diesen ersten Abend besonders schön.

Doch so unterhaltsam der Abend auch ist: Die teilweise lange Anreise steckt uns allen ein wenig in den Knochen.

Also heißt es schließlich: ab ins Bett und Kräfte sammeln!

Denn eines ist an diesem Abend bereits ganz klar: Wir freuen uns riesig auf die kommenden Wandertage, auf die nordfriesische Landschaft und auf viele gemeinsame Erlebnisse!

Die Vorfreude auf das, was vor uns liegt, ist jedenfalls bei allen zu spüren. Und so geht unser erster Tag in Dagebüll mit einem guten Gefühl zu Ende: **Wir sind angekommen – jetzt kann das Wanderabenteuer beginnen!**

2. Tag Insel Föhr

Ein Tag auf Föhr – Nordseeluft und friesischer Charme

Unser erstes großes Ziel ist heute die Insel Föhr. Mit der Fähre setzen wir von Dagebüll über die Nordsee über und genießen schon die Überfahrt. Der Wind weht uns um die Nase, die frische Seeluft tut gut und die Vorfreude auf unseren ersten Wandertag wächst.

In Wyk auf Föhr angekommen, laufen wir zunächst durch die hübsche Fußgängerzone und machen uns auf den Weg zum Strand. Schon bald entdecken wir das Wahrzeichen der Stadt: den Glockenturm. Am Strand stehen die typischen Strandkörbe in Grün, Weiß und Blau – ein hübscher Anblick vor der Weite der Nordsee.

Natürlich zieht es uns zunächst direkt ans Wasser. Einige von uns ziehen kurzerhand die Schuhe aus und genießen es, den Sand unter den Füßen zu spüren. Danach beginnt unsere Wanderung immer mit Blick auf die Nordsee. Die Landschaft ist weit und ruhig, und irgendwann eröffnet sich sogar der Blick auf die Hallig Langeneß. Eine Hallig ist eine kleine, nicht eingedeichte Insel im Wattenmeer, die bei Sturmfluten teilweise überspült werden kann. Die Häuser stehen deshalb sicher auf künstlich aufgeschütteten Hügeln, den sogenannten Warften.

Diese Warften können wir nun auch selbst entdecken. Sie wirken aus der Ferne fast wie viele kleine einzelne Inseln, die mitten im Wasser liegen – ein ganz besonderer Anblick und typisch für die nordfriesische Landschaft.

Allerdings meint es das Wetter an diesem Morgen nicht ganz so gut mit uns. Es regnet. Vier aus unserer Gruppe entscheiden sich deshalb, die Wanderung an dieser Stelle nicht fortzusetzen und stattdessen die Insel ganz entspannt bei einer Rundfahrt mit dem Bus zu erkunden. Die übrigen elf nehmen den Regen gelassen. Mit Regenjacke oder Regenponcho gut geschützt, lassen wir uns die Stimmung nicht verderben und genießen einfach die frische, gesunde Nordseeluft.

Schließlich führt unser Weg ins Inselinnere. Wir wandern vorbei an wunderschönen reetgedeckten Häusern und erreichen schließlich das Bilderbuchdorf Nieblum. Das Dorf hat bereits mehrere Auszeichnungen erhalten – und wir verstehen sofort, warum. Hübsche Friesenhäuser, gepflegte Gärten und die ganz besondere Atmosphäre machen Nieblum wirklich zu einem allerliebsten Ort.

Hier sehen wir den Friesendom, die beeindruckende St.-Johannis-Kirche. Besonders interessant sind die alten Grabsteine rund um die Kirche, auf denen nicht nur Namen und Daten stehen, sondern ganze Lebensgeschichten erzählt werden. Diese sogenannten „sprechenden Grabsteine“ geben einen faszinierenden Einblick in das Leben der Menschen, die hier einst gelebt haben.

Nach so vielen Eindrücken wird es Zeit für eine Mittagspause. Bei Fischbrötchen oder einer leckeren Waffel stärken wir uns für den Rückweg.

Anschließend geht es durch das Inselinnere wieder zurück nach Wyk. Dort bleibt natürlich noch genügend Zeit, durch die hübschen Geschäfte zu bummeln oder es sich in einem Café gemütlich zu machen. Einige von uns genießen einen Grog, einen Tee oder – natürlich besonders passend auf Föhr – einen **Pharisäer**. Dieses typische nordfriesische Heißgetränk besteht aus Kaffee, Rum und einer Haube aus Schlagsahne. Und wir können schon jetzt sagen: Auf dieser Reise werden wir noch so manchen Pharisäer trinken – aber, dieser hier auf Föhr bleibt für uns die Nummer 1!

Mit der Fähre geht es zurück nach Dagebüll. Nach dem Abendessen sind wir zwar müde, aber der Tag ist noch nicht ganz vorbei. Wir ziehen noch einmal gemeinsam los und besuchen **Laura's Diner**, wo wir uns bei einem Getränk an einem großen Tisch gemütlich zusammensetzen.

Es wird geplaudert, gelacht und der erlebnisreiche Tag noch einmal Revue passieren gelassen. So sitzen wir gesellig beieinander und genießen einfach die Gemeinschaft.

Ein langer, abwechslungsreicher Tag auf Föhr geht zu Ende – mit Regen und Sonnenschein, Sand unter den Füßen, friesischen Dörfern, Nordseeluft und vielen schönen gemeinsamen Momenten.

3. Tag Insel Sylt

Sylt – Sturm, ein Seehund und ganz viel Nordseeglück

Heute wartet ein ganz besonderes Ziel auf uns: Sylt, eine der beliebtesten Urlaubsinseln der Deutschen. Schon die Anreise ist ein Erlebnis, denn mit dem Zug geht es über den Hindenburgdamm mitten durch das Wattenmeer. Der 11 Kilometer lange Eisenbahndamm wurde am 1. Juni 1927 feierlich eröffnet und verbindet seitdem das Festland mit Sylt.

Schließlich erreichen wir Westerland – und sofort empfängt uns jede Menge Trubel. Menschen, Geschäfte, Cafés und das geschäftige Treiben vermitteln eher städtisches Flair als beschauliche Inselidylle. Doch lange halten wir uns hier nicht auf. Wir steigen direkt in den Bus und fahren ganz in den Süden der Insel nach Hörnum.

Als wir dort am Strand ankommen, werden wir von einer heute ausgesprochen stürmischen Nordsee begrüßt. Was für ein Anblick! Am Himmel ziehen teilweise tiefschwarze Wolken vorbei, dazwischen scheint immer wieder die Sonne. Die Wellen tosen, der Wind bläst kräftig und die Nordsee zeigt sich von ihrer wilden Seite. Toll, toll, toll! Wir sind begeistert und können uns kaum sattsehen an diesem beeindruckenden Naturschauspiel.

Und genau das macht unseren Wandertag zu etwas ganz Besonderem. Wir starten unsere Wanderung mit dem Ziel, den Hafen von Hörnum zu erreichen. Dort wartet auch schon der markante rot-weiße Leuchtturm auf uns.

Doch unterwegs erleben wir so einiges. Eine von uns bekommt plötzlich unfreiwillig sportliche Ambitionen, als ihre Schirmmütze vom kräftigen Wind erfasst wird und davonfliegt. Natürlich rennt sie hinterher – und merkt dabei leider erst etwas später, dass ihr Handy dabei aus der Tasche gerutscht ist!
Also heißt es: suchen! Mit Geduld und vereinten Kräften machen wir uns auf die Suche und tatsächlich – wir finden das Handy wieder. Und das Beste daran: Es ist völlig unversehrt! Die Freude ist natürlich riesengroß. So ein Glück!

Wir setzen unseren Weg fort und wandern immer mit Blick auf das tosende Meer. Und dann entdecken wir plötzlich etwas Rundes zwischen den Wellen. Erst ist nicht ganz klar, was wir da sehen – doch dann erkennen wir ihn, den Kopf eines Seehundes!
Was für ein Glücksmoment! Die Freude in unserer Gruppe ist riesig – diese Begegnung mit einem echten Bewohner der Nordsee ist schon etwas ganz Besonderes.

Schließlich erreichen wir den Hafen von Hörnum. Nach unserer stürmischen Wanderung haben wir uns eine Stärkung redlich verdient. Und was passt an diesem Ort besser als ein leckeres Fischbrötchen? Also greifen wir zu und genießen unsere wohlverdiente Pause.

Anschließend geht es mit dem Bus wieder zurück nach Westerland. Dort bleibt noch etwas Zeit für einen Spaziergang durch die Fußgängerzone. Wir bummeln ein wenig durch die Geschäfte und gönnen uns anschließend noch eine kleine Pause in einem Café, bevor wir uns wieder auf den Weg zum Bahnhof machen.

Mit dem Zug fahren wir zurück nach Dagebüll. Hinter uns liegt ein außergewöhnlicher Tag: stürmische See, dunkle Wolken, Sonnenschein, ein verlorenes und glücklicherweise wiedergefundenes Handy, ein Seehund und jede Menge frische Nordseeluft.
Nach dem Abendessen gibt es dann noch eine besonders schöne Überraschung: Die glückliche Besitzerin des wiedergefundenen Handys lädt uns als Dankeschön auf ein Glas Prosecco ein. Sie hat sich so sehr über unsere gemeinsame Hilfe gefreut, dass sie mit uns auf den glücklichen Ausgang der kleinen Handy-Geschichte anstoßen möchte.

Und so lassen wir den ereignisreichen Tag gemeinsam ausklingen. Ein Glas Prosecco, viele Geschichten und noch mehr Lachen – was will man mehr?

4. Tag Deichwanderweg und Wattwanderung

Dagebüll – Ein Tag voller Wattwunder

Heute bleiben wir in unserem beschaulichen kleinen Dagebüll. Nach den ereignisreichen Tagen auf Föhr und Sylt tut es richtig gut, einmal etwas langsamer anzugehen. Und das Beste: Heute können wir erst einmal ausschlafen!
Nach einem ausgiebigen Frühstück treffen sich die meisten von uns, um den Deichwanderweg zu erkunden. Und auch das Wetter meint es heute besonders gut mit uns. Der Wind ist deutlich schwächer, die Sonne scheint und die Temperaturen sind angenehm – perfekte Bedingungen für einen entspannten Vormittag an der Nordsee.

Unser Weg führt uns an den hübschen, bunten Badehäuschen vorbei und weiter zum Leuchtturm von Dagebüll. Der ist heute allerdings nicht mehr in Betrieb, sondern hat ein ganz besonderes zweites Leben: Er beherbergt eine Ferienwohnung. So lässt es sich natürlich auch außergewöhnlich wohnen!

Unterwegs werfen wir noch einen Blick in die kleine Kirche von Dagebüll, bevor es wieder hinaus auf den Deich geht. Und dort begegnen uns die wohl typischsten Bewohner der nordfriesischen Landschaft: Schafe! Gleich ganze Herden stehen und grasen auf dem Deich. Wir können ihnen ganz nah kommen und freuen uns riesig über diese Begegnung. Die wolligen Deichbewohner gehören hier einfach zum Landschaftsbild dazu – und so manches Foto entsteht natürlich auch. Wir freuen uns auch über eine Lore, die von der Hallig Oland kommt, der Fahrer winkt uns fröhlich zu!

Zur Mittagszeit lassen wir es uns auf einer sonnigen Terrasse mit herrlichem Blick über das Wattenmeer gut gehen. Wir genießen die Sonne, die Aussicht und die entspannte Stimmung, bevor am Nachmittag unser nächstes großes Erlebnis auf dem Programm steht:

Unsere Wattwanderung!

Eine Reise an die Nordsee ohne Wattwanderung? Für uns natürlich undenkbar! Also heißt es Schuhe aus – zumindest für einige von uns. Manche sind barfuß unterwegs, andere bevorzugen Strandschuhe und wieder andere fühlen sich in Gummistiefeln am wohlsten.

Unser Wattführer ist einfach klasse. Mit viel Wissen, Begeisterung und Humor zeigt und erklärt er uns die faszinierende Welt, die sich unter unseren Füßen und im Watt verbirgt. Und plötzlich merken wir: Das Watt ist alles andere als eine eintönige Schlickfläche!

Wir entdecken Wattwürmer, Strandkrabben, Herzmuscheln, die Amerikanische Schwertmuschel, Nordseegarnelen, Pantoffelschnecken*und sogar den Bäumchen-Röhrenwurm. Unser Wattführer weiß zu jedem Tier Interessantes zu erzählen und zeigt uns, wo und wie die kleinen Bewohner im Watt leben.

Wir sind begeistert von dieser geheimnisvollen Wunderwelt, die auf den ersten Blick so unscheinbar wirkt. Unter unseren Füßen und zwischen den kleinen Wasserläufen steckt unglaublich viel Leben. Je länger wir uns damit beschäftigen, desto faszinierender wird die Landschaft.

Diese Wattwanderung ist für uns alle ein ganz besonderes und unvergessliches Erlebnis.

Nach dem Abendessen zieht es uns noch einmal hinaus. Wir gehen vor zur Mole und möchten uns den Sonnenuntergang anschauen. Ganz so spektakulär wie erhofft zeigt sich der Himmel heute allerdings nicht – es ist doch ziemlich bewölkt. Aber das tut der Stimmung keinen Abbruch. Im Gegenteil: Wir genießen die besondere Atmosphäre am Wasser und lassen den Tag ganz gemütlich ausklingen.

Dazu gibt es natürlich auch etwas typisch Norddeutsches: Friesengeist ! Der klare Schnaps wird traditionell flambiert und anschließend mit einem kleinen Trinkspruch serviert. Und der lautet:

"Wie Irrlicht im Moor, flackert's empor, lösch aus, trink aus, genieße leise, auf echte Friesenweise, den Friesen zur Ehr, vom Friesengeist mehr !"

Mit Blick auf das Wattenmeer, einer guten Portion friesischer Gelassenheit und vielen schönen Eindrücken lassen wir unseren Dagebüll-Tag ausklingen. Heute zeigt uns die Nordsee einmal mehr, dass es gar nicht immer ein großes Ausflugsziel braucht. Manchmal liegen die schönsten Erlebnisse direkt vor der Haustür.

5. Tag Insel Amrum

Amrum – Weiße Dünen und ganz viel Natur

Heute geht es wieder auf eine Insel – und zwar auf eine ganz besondere: Amrum! Schon die Anreise ist etwas Besonderes, denn wir fahren mit dem schnellen Katamaran **Rüm Hart** von Dagebüll aus über die Nordsee. Der Katamaran bringt uns zügig ans Ziel und so bleibt uns besonders viel Zeit, diese außergewöhnlich schöne Insel zu entdecken.

In Wittdün angekommen, steigen wir zunächst in die Bimmelbahn. Bei einer Rundfahrt über die gesamte Insel bekommen wir einen schönen ersten Eindruck von Amrum. Dabei erfahren wir viel Interessantes über die verschiedenen Orte und Sehenswürdigkeiten. Die Fahrt führt uns unter anderem durch Nebel, Süddorf und Norddorf, und natürlich darf auch der bekannte Leuchtturm nicht fehlen. Die vielen Erklärungen machen Lust darauf, die Insel anschließend noch zu Fuß zu erkunden.

Und dann geht es endlich los!

Unsere Wanderung führt zunächst entlang der Wandelbahn und über wunderschöne Bohlenwege. Schon hier zeigt sich Amrum von seiner allerliebsten Seite. Die Natur ist außergewöhnlich und wir können uns kaum sattsehen an der abwechslungsreichen Landschaft.
Ein besonderes Highlight erwartet uns bei der Aussichtsdüne. Wir erklimmen die Düne und werden oben mit einem fantastischen Rundblick über Amrum belohnt. Vor uns liegt die Insel mit ihrer einzigartigen Landschaft, und ringsherum spüren wir die Weite der Nordsee.

Doch was nun kommt, beeindruckt uns ganz besonders: Unser Weg führt direkt durch die weiße Dünenlandschaft. Feiner, heller Sand, weite Dünen und dazwischen die typische Vegetation – es ist einfach unbeschreiblich schön. Wir wandern mitten durch diese fast unwirklich wirkende Landschaft und können kaum glauben, dass wir uns tatsächlich in Deutschland befinden.

Der Wanderweg führt direkt durch den **Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer**. Die Natur ist hier besonders geschützt und darf sich weitgehend ungestört entwickeln. Für uns ist es ein ganz besonderes Erlebnis, durch diese ursprüngliche Landschaft zu wandern. Immer wieder bleiben wir stehen, schauen uns um und genießen einfach, was die Natur uns hier bietet.

Nach den Dünen geht es auf einem grünen Streifen wieder zurück in Richtung Wittdün.
Zurück in Wittdün bleibt natürlich noch Zeit für das, was zu einem gelungenen Inseltag ebenfalls dazugehört: eine gesellige Einkehr und ein kleiner Einkaufsbummel. Bei Kaffee, Kuchen oder einem anderen Getränk sitzen wir zusammen, erzählen von unseren Eindrücken und lassen den schönen Tag noch einmal Revue passieren. Ein bisschen Zeit zum Stöbern in den Geschäften darf natürlich ebenfalls nicht fehlen.

Dann heißt es wieder Abschied nehmen von Amrum. Mit der **Rüm Hart** fahren wir zurück nach Dagebüll. Und auch die Rückfahrt wird noch einmal zu einem schönen Erlebnis.
Einige von uns zieht es auf das Sonnendeck. Dort genießen wir den Fahrtwind, die frische Nordseeluft und die stimmungsvolle Abendsonne. Andere machen es sich im komfortablen Innenbereich gemütlich und lassen die Eindrücke des Tages auf sich wirken.

Während der Katamaran über die Nordsee gleitet, sind wir uns wohl alle einig: Amrum ist ein echtes Naturparadies und gehört ganz sicher zu den Höhepunkten unserer Reise!

Mit vielen wunderschönen Bildern im Kopf und einer großen Portion Inselglück erreichen wir schließlich wieder Dagebüll.

Freizeit oder Fakultativausflug Hallig Hooge

Hallig Hooge – Die Königin der Halligen

Heute könnten wir eigentlich auch ganz gemütlich unseren freien Tag genießen. Doch wenn man schon an der Nordseeküste unterwegs ist, darf eines natürlich nicht fehlen: ein Besuch auf einer Hallig! Und so entscheidet sich tatsächlich die gesamte Gruppe dafür, am fakultativen Ausflug zur Hallig Hooge, der „Königin der Halligen“, teilzunehmen.
Denn diese ganz besondere Lebensweise mitten im Wattenmeer muss man einfach einmal gesehen und erlebt haben. Halligen sind kleine, nicht eingedeichte Marschinseln, die bei Sturmfluten teilweise überspült werden. Die Häuser stehen deshalb sicher auf sogenannten Warften, künstlich aufgeschütteten Hügeln. Eine Welt, die ganz anders funktioniert als unser Alltag auf dem Festland.

Vom Fährhafen Schlüttsiel bringt uns die Fähre "Hilligenlei" hinaus nach Hooge. Schon der Name gefällt uns – „Hilligenlei“ bedeutet so viel wie „heiliges Land“. Und tatsächlich fühlt sich die Überfahrt hinaus in die Weite des Wattenmeeres schon ein bisschen wie eine Reise in eine andere Welt an.

Auf Hooge angekommen, begrüßt uns Kutscher Willy! Mit der Kutsche geht es zunächst zur Kirchwarft. Dort besichtigen wir die kleine Halligkirche, die ganz idyllisch auf ihrer Warft liegt.

Besonders interessant ist der Boden der Kirche: Er besteht aus Muscheln und Sand. Früher hat diese Bauweise einen praktischen Grund, denn nach einer Sturmflut konnte das Wasser dadurch schneller wieder versickern. Heute verläuft rund um die Kirche ein Schutzwall und sorgt zusätzlich für Sicherheit.

Anschließend bringt uns Willy mit der Kutsche zur Hanswarft, dem Zentrum der Hallig. Hier gibt es einiges zu entdecken. Wir besuchen das Sturmflutkino und erfahren auf eindrucksvolle Weise, wie sehr das Leben auf Hooge von den Naturgewalten geprägt ist. Sturmfluten gehören hier seit Jahrhunderten zum Leben dazu und machen deutlich, wie außergewöhnlich und zugleich herausfordernd das Leben auf einer Hallig ist.

Danach steht der "Königspesel" auf unserem Programm. Das wunderschön erhaltene ehemalige Kapitänshaus gibt uns einen faszinierenden Einblick in die frühere Lebensweise der Halligbewohner. Wir staunen über die gemütlichen Räume und die vielen Kostbarkeiten.

Anschließend haben wir etwas Freizeit und können Hooge auf eigene Faust erkunden. Einige von uns unternehmen einen Spaziergang über die Hallig, andere lassen es etwas ruhiger angehen. Und natürlich zeigt sich auch heute das nordfriesische Wetter von seiner wechselhaften Seite. Als der Regen einsetzt, finden wir schnell einen gemütlichen Platz zum Einkehren.

Was liegt bei diesem Wetter näher als eine schöne Tasse Tee? Oder wir bestellen einen Pharisäer und – wie könnte es anders sein – auch ein Stück Friesentorte. So lässt sich ein Regenschauer doch bestens überstehen!

Viel zu schnell vergeht die Zeit und schließlich heißt es Abschied nehmen von Hallig Hooge. Willy bringt uns mit der Kutsche wieder zur Fähre, die uns zurück zum Festland bringt. Dieser Ausflug zeigt uns eine ganz andere Seite Nordfrieslands und wir sind uns einig: Eine Hallig muss man einfach einmal erlebt haben!

Unser letzter Abend – ein wunderschöner Abschluss

Wir freuen uns alle sehr darauf, gemeinsam auszugehen und unsere schöne Reise gebührend ausklingen zu lassen.

Wir sind zu Gast in "Louisa's Heimatküche", einem Restaurant mit hochwertiger regionaler Küche. Schon das Ambiente gefällt uns ausgesprochen gut und sorgt für einen schönen Rahmen für unseren letzten Abend.

Die meisten von uns entscheiden sich für den "Fang des Tages"- frische Fischfilets, passend zu unserer Reise an die Nordsee und natürlich genau das Richtige für unseren letzten Abend.

Bei gutem Essen, einem schönen Ambiente und vor allem einer herzlichen Stimmung sitzen wir lange zusammen. Wir erzählen, lachen und lassen die vergangenen Tage noch einmal vor unserem inneren Auge vorbeiziehen: die Inseln Föhr, Sylt und Amrum, die Wanderungen bei Wind und Wetter, die Wattwanderung, unsere Seehundsichtung und natürlich all die vielen gemeinsamen Momente.

So genießen wir unseren letzten Abend in vollen Zügen. Es ist ein rundum gelungener Abschluss einer abwechslungsreichen und wunderschönen Reise durch Nordfriesland.
Und eines steht schon jetzt fest: Diese Reise wird uns noch lange in Erinnerung bleiben!

7. Tag Abreise

Abschied von Nordfriesland – Schöne Erinnerungen bleiben

Mit vielen schönen Erinnerungen, zahlreichen Eindrücken und einem Koffer voller Erlebnisse treten wir nach und nach unsere Heimreise an. Die vergangenen Tage sind wie im Flug vergangen. Wir haben gemeinsam gewandert, gelacht, gestaunt, Wind und Wetter getrotzt, Inseln entdeckt, das Watt erkundet und natürlich so manche friesische Spezialität genossen.

Einige von uns haben ihre Reise noch um ein oder zwei Nächte verlängert. Sie lassen den Urlaub ganz in Ruhe ausklingen und nutzen die zusätzliche Zeit, um noch die hübschen Städtchen Husum und Friedrichstadt zu besuchen. Aber auch für sie kommt schließlich der Tag der Heimreise.

Nach und nach machen sich alle auf den Weg nach Hause. Und so kommen wir schließlich alle wieder gesund und mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck daheim an.

Was bleibt, ist die Erinnerung an eine erlebnisreiche Reise durch Nordfriesland, an beeindruckende Landschaften, die wilde und manchmal ganz sanfte Nordsee, wunderschöne Inseln und die faszinierende Welt des Wattenmeeres.


Ich möchte mich bei euch allen ganz herzlich für die wunderschöne gemeinsame Zeit bedanken. Es war eine erlebnisreiche Reise mit vielen besonderen Momenten, viel Lachen und vor allem mit sehr liebenswerten Menschen!

Ich wünsche Euch allen alles Gute und weiterhin viele schöne Wandererlebnisse!

Und wer weiß – vielleicht treffen wir uns eines Tages wieder an einem anderen hübschen Ort auf unserer wunderschönen Welt. Darüber würde ich mich sehr freuen!

Eure Reiseleiterin Petra


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