Zum Hauptinhalt springen ... Alle Themen & Ziele
  (03 52 04) 92 112 / Mo – Fr: 07:00 – 19:00 Uhr + Sa: 10:00 – 15:00 Uhr
Eberhardt TRAVEL GmbH
Testsieger 2025
Banner-Hero

Rundreise Saarland – Lothringen – Luxemburg

Reisebericht: 01.10. – 07.10.2026

Saarland, Lothringen, Luxemburg; dieses Dreiländereck hat einiges zu bieten und das wollen wir auf unserer Reise erkunden!

Alicia Eckert

Ein Reisebericht von
Alicia Eckert

Metz - Bahnhof – © Alicia Eckert (Eberhardt TRAVEL) Domkomplex in Trier – © Alicia Eckert (Eberhardt TRAVEL) Losheimer See – © Alicia Eckert (Eberhardt TRAVEL) Blick vom Schaumbergturm – © Alicia Eckert (Eberhardt TRAVEL) Saarbrücken - Ludwigsplatz  – © Alicia Eckert (Eberhardt TRAVEL) Blick auf Saarbrücken von der Schlossterrasse – © Alicia Eckert (Eberhardt TRAVEL) Saarbrücker Schloss – © Alicia Eckert (Eberhardt TRAVEL) Die Alte Brücke in Saarbrücken – © Alicia Eckert (Eberhardt TRAVEL) Willkommen in Schengen! – © Alicia Eckert (Eberhardt TRAVEL) Luxemburg - Place Guillaume – © Alicia Eckert (Eberhardt TRAVEL) Luxemburg - Palais Grand Ducal – © Alicia Eckert (Eberhardt TRAVEL) Luxemburg - Parlament  – © Alicia Eckert (Eberhardt TRAVEL)

Anreisetag

An heutigen Anreisetag überquerten wir mit Ingo Puschmann als Buschauffeur Deutschland einmal von Ost nach West: am Morgen ging die Reise in Dresden los, am frühen Abend erreichten wir Saarbrücken, die Landeshauptstadt von Saarland. Dabei hatten wir das Gefühl, durch verschiedene Wetterzonen zu fahren: am Morgen bei sonnigem Wetter gestartet, kamen wir am Abend im verregneten, herbstlichen Saarbrücken an. Es kann nur besser werden!
Das Saarland ist das kleinste aller Flächenländer, aber es hat viel zu bieten, daher steht auch für die nächsten Tage viel auf dem Programm.
Aber heute war erst einmal Entspannung nach der Anreise angesagt. Im Hotel Mercure angekommen, ließen wir den Tag beim gemeinsamen Abendessen ausklingen. Wer wollte, konnte noch einen kleinen Abendspaziergang unternehmen, da unser Hotel sehr zentral gelegen ist.

Metz – Jouy aux Arches – Mirabellen Destillerie

Ein Ganztagesausflug in die Nachbarregion Lothringen stand heute auf dem Programm und das Wetter ist viel schöner geworden als gestern. Nach dem Frühstück im Hotel ging es über die französische Grenze nach Metz, in die Hauptstadt von Lothringen, das in der Geschichte sowohl von französischen als auch von deutschen Einflüssen geprägt war. Unterwegs gab es im Bus schon einige Informationen darüber und in Metz schauten wir uns dann die wichtigsten Sehenswürdigkeiten an, unter denen natürlich die Kathedrale Saint-Étienne an erster Stelle zu nennen ist. Metz bezauberte uns mit fast südlichem Flair und ausgelassener Stimmung in den Gassen und auf den Plätzen, wo man von einem Café aus das bunte Treiben beobachten konnte.
Weiter ging es zu einem Ort, an dem man in die römische Geschichte der Region eintauchen konnte: Ein römischer Aquädukt überragt die Häuser von Jouy-aux-Arches , quert die D657 und endet östlich noch im Ort. Es handelt sich um Überreste der römischen Aquädukt-Trasse von Gorze nach Metz.
Lothrigen ist auch für den Mirabellenanbau bekannt, jedes Jahr im August veranstaltet die Stadt Metz das traditionelle Fête de la Mirabelle. So lag es nahe, eine Mirabellen-Destillerie zu besuchen, um die köstlichen Produkte zu probieren.
Die Eindrücke des Tages waren dann ein Thema beim Abendessen im Hotel.

Trier – Weinprobe Weingut Othegraven

Mit Trier haben wir heute eine ganz besondere Stadt erlebt. Ihre Geschichte fasziniert, wenn man bedenkt, dass es vor gut 2000 Jahren eine der größten Städte des Römischen Reiches war. Dementsprechend prächtig waren die Bauwerke, die wir uns heute noch ansehen konnten. Allen voran das römische Tor, die Porta Nigra, die fast unbeschadet die Zeiten überstanden hat, anders als die Konstantinbasilika, die im 19. Jh. wiederaufgebaut wurde. Auf unserem Stadtrundgang haben wir uns auch den Kurfürstlichen Palast angesehen, ein prächtiges Bauwerk aus der Zeit, als die katholische Kirche die Herrschaft in Trier übernommen hatte.
Eigentlich wollten wir uns aber zuerst von dem Trierer Hausberg, dem Petrisberg, einen Überblick verschaffen, doch ein dichter Herbstnebel machte uns einen Strich durch die Rechnung, wir konnten die Stadt von oben kaum sehen. Auf diesem Berg wurde die Fläche nach dem Abzug der französischen Armee für die Landesgartenschau 2004 umgestaltet und es entstand ein neuer Stadtteil als Mischgebiet zum Wohnen und Arbeiten. Auch die Trierer Universität befindet sich in diesem modernen Bezirk der Stadt.

Beeindruckt von der in der Antike so wichtigen Stadt setzten wir am Nachmittag unser Programm fort und widmeten uns dem Thema Weinanbau, der seit eh und je in den südwestlichen Regionen von Deutschland eine große wirtschaftliche Bedeutung hatte.
Wir besuchten ein Weingut an der Saar. Das Weingut von Othegraven besteht seit dem 16. Jahr­hundert und gehört dem bekannten Fernsehmoderator Günther Jauch, da seine Großmutter eine geborene von Othegraven war.
Das herrschaftliche Gutshaus, der Park sowie der Weinberg sind als Ensemble denkmalgeschützt. Direkt an der Saar gelegen ist der Kanzemer Altenberg, das Herzstück des Weinguts. In präziser und sicher mühsamer Handarbeit entsteht hier ein qualitativ hochwertiger Wein, den wir bei einer gemütlichen Weinprobe in mehreren Varianten probieren durften. Vor der Weinprobe haben wir noch einen Spaziergang durch den wunderschönen Park unternommen. Mit einem gemeinsamen Abendessen ging dieser Reisetag zu Ende.

Saarschleife – Schaumbergturm – Völklinger Hütte

Unser Besichtigungsprogramm hat heute mit dem Wahrzeichen der saarländischen Natur begonnen. Um 9 Uhr sind wir Richtung Orscholz gestartet, um von der Aussichtsterrasse des Baumwipfelpfades die malerische Saarschleife zu bewundern. Da es der Saar in der Vorzeit nicht gelang, sich den direkten Weg zwischen Besseringen und Mettlach zu bahnen - das harte Gestein hat denn Fluss daran gehindert – windet sich die Saarschleife wie ein blaues Band neun Kilometer lang durch die bewaldete Landschaft. Von oben gesehen ein herrlicher Anblick! Wir hatten ein großes Glück mit dem Wetter, denn der Regen beschränkte sich auf ein paar Tropfen und zeitweise schien sogar die Sonne.
Unterwegs legten wir noch einen kurzen Stopp am Losheimer Stausee ein. Im Saarland gibt es nur wenige Seen und das machte diesen so besonders. Leider konnte man hier die negativen Auswirkungen der Dürre deutlich sehen – der Wasserstand war fast zwei Meter niedriger als normal.
Als nächstes stand der Schaumbergturm auf dem Programm, der einen weiten Blick ins Saarland bietet. Um hoch zu kommen, musste man an einem Drehkreuz ganz altmodisch einen Euro einwerfen. Das haben wir brav gemacht und sind mit dem Fahrstuhl zur Aussichtsplattform gefahren.
Danach noch schnell eine Kleinigkeit im Restaurant gegessen und schon ging es nach Völklingen.
Am Nachmittag erwartete uns eine Führung in der Völklinger Hütte. Als das weltweit einzige authentisch erhaltene Eisenwerk aus der Blütezeit der Eisen- und Stahlindustrie zieht sie Besucher aus aller Welt an. Die anschauliche und sehr interessante Führung durch das Werk ließ die Geschichte dieses Industrieortes lebendig werden.
Es war ein langer Tag und am Abend freuten wir uns auf ein gemeinsames Essen.

Spaziergang in Saarbrücken – Villeroy & Boch – Schifffahrt auf der Saar

Am Morgen fuhren wir zum Ludwigsplatz um die Stadt ein wenig näher kennen zu lernen, denn bisher haben wir uns eher in dem modernen Teil von Saarbrücken bewegt, in dem auch unser Hotel liegt.
Der Ludwigsplatz ist ein barockes Juwel aus der Zeit des umtriebigen Fürsten Wilhelm Heinrich. In der Morgensonne wirkten die weißen Beamtenhäuser besonders hübsch, doch den Mittelpunkt des royalen Platzes bildet die prächtige Ludwigskirche. Natürlich durfte auch das Schloss, die Keimzelle der Stadt nicht fehlen. Von der Schlossterrasse aus blickten wir auf den Stadtteil St. Johann, der bis 1909 eine selbstständige Stadt war.
Noch am Vormittag besuchten wir den Hauptfirmensitz von Villeroy & Boch in Mettlach, der seit über 200 Jahren in der alten Abtei untergebracht ist. In den ehemaligen Fabrikhallen eröffnete im letzten Jahr die einzigartige Villeroy & Boch Welt, ein Besucherzentrum, in dem wir während eines Rundgangs sehr viel Interessantes über diesen traditionellen Hersteller von feinstem Geschirr und anderen Keramikprodukten erfuhren.
Der Nachmittag verlief gemütlich - vom Bord eines Schiffes aus ließen wir die Landschaften an den Ufern der Saar an uns vorbeiziehen und erlebten so die Saarschleife bei schönstem Wetter noch einmal.
Nach einem ereignisreichen Tag kehrten wir zum Hotel zurück und aßen zusammen zu Abend.

Schengen – Luxemburg – kulinarischer Rundgang

Seit vielen Jahren gibt es in der EU den freien Personen und Warenverkehr – ohne Grenzkontrollen können wir von einem ins andere Land reisen und Güter ohne Zollkontrollen transportieren. Die Geburtsstunde dieser Idee war das Jahr 1985, als man in dem Ort Schengen an der deutsch-französisch-luxemburgischen Grenze ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet hat. Dieser kleine Ort war heute unser erstes Ziel. Wir unternahmen einen kurzen Spaziergang entlang des Moselufers, vorbei am Europäischen Museum bis zum Europa- Denkmal, dessen Bestandteil auch ein Stück der Berliner Mauer ist.
Danach ging es weiter nach Luxemburg, während einer Stadtführung waren wir in der Altstadt, die auf den Felsen zu einer Festung ausgebaut wurde, deren Mauern bis heute sichtbar sind. Von oben hatten wir einen herrlichen Blick auf diese interessante Stadt. Viele Herrscher kamen und gingen und erst seit 1867 ist das Großfürstentum Luxemburg unabhängig. Das moderne Gesicht der Stadt zeigt sich auf dem Plateau Kirchberg, wo viele europäische Institutionen zu finden sind, wie zum Beispiel der Europäische Gerichtshof. Unsere beiden Guides erzählten sehr lebendig und auch das trug dazu bei, dass wir von Luxemburg begeistert waren.
Am Abend erwartete uns in Saarbrücken ein kulinarischer Rundgang in Begleitung unserer örtlichen Gästeführerin, Astrid Lambrecht. Wir ließen uns die Vorspeise, das Hauptgericht und den Nachtisch in einem jeweils anderen Restaurant schmecken und lernten so die regionale Küche des Saarlandes besser kennen.
So ganz nebenbei schauten wir uns noch das neogotische Rathaus an und liefen über den St. Johanner Markt mit seinen Bars und Restaurants. Es war eine gute Ergänzung zu unserem Stadtspaziergang gestern.

Rückreise

Die letzten Tage haben uns das Saarland und seine Nachbarn näher gebracht, wir haben viel gesehen, gehört und einige Spezialitäten probiert! Und heute hieß es, Abschied zu nehmen, über Kaiserslautern, Frankfurt, Eisenach, Gera und Chemnitz sind wir zurückgefahren und am frühen Abend in Dresden angekommen.


Die Saarland-Rundreise war wie ein Kaleidoskop, wir besuchen die älteste deutsche Stadt, erlebten sowohl die Schönheit der Natur an der Saar als auch ein Stück der Industriegeschichte in der Völklinger Hütte und beim Keramikhersteller Villeroy & Boch. Wir lernten die Nachbarn, Lothringen und Luxemburg kennen, die heute zusammen mit dem Saarland ein Dreiländereck mit regem kulturellen und wirtschaftlichen Austausch bilden.
Liebe Gäste, ich hoffe, dass Sie die Saarland–Rundreise in guter Erinnerung behalten werden. Ich bedanke mich für die schöne Zeit mit Ihnen!
Es würde mich freuen, Sie mal wieder auf einer anderen Reise begrüßen zu dürfen!

Ihre Alicia Eckert


Kommentare zum Reisebericht