Wanderwoche an der Cote d'Azur mit spektakulären Aussichten!
Reisebericht: 12.10. – 18.10.2026
Mit einer wanderfreudigen, gutgelaunten Gruppe verbringe ich sieben wundervolle Tage an der Cote d'Azur mit Küsten- und Bergwanderungen, sowie exzellenten 3-Gänge Menüs!
Ein Reisebericht von
Martina Wegener
Ankunft in Nizza bei bestem Wetter!
Aus allen Himmelsrichtungen Deutschlands kommen unsere Gäste nach Frankfurt geflogen, und von dort geht es gemeinsam nach Nizza. Wir landen pünktlich, und unser Reisebus wartet schon auf uns, um uns in das Hotel zu bringen. Auf der Fahrt an der Küste entlang staunen wir über das unglaublich azurblaue Meer! Im Hotel checken wir zügig ein und packen in Ruhe die Koffer aus. Einige Gäste sind direkt von Berlin und München geflogen; mit ihnen treffe ich mich zum ersten Kennenlernen im Innenhof des Hotels.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde aller Gäste starten wir vergnügt einen Spaziergang zur Promenade am Mittelmeer. Wir passieren das Jahrhundertdenkmal und wandern bis zum beliebten Fotospot, dem Schild „I love Nice“, wo auch wir viele Fotos mit der Bucht von Nizza im Hintergrund schießen. Dann schlendern wir kurz über den Blumenmarkt, der montags immer ein Antikmarkt ist. Da es schon nach 17 Uhr ist, sind die meisten Händler leider schon am Abbauen. Weiter geht es durch die Altstadtgassen zum Sonnenbrunnen mit der Apollofigur. Einige Gäste gehen noch ein Eis essen, der Rest kommt mit mir ins Hotel zurück, wo wir etwas Zeit zum Frischmachen haben. Kurz vor 19 Uhr treffen sich alle in der Lobby und wir gehen um die Ecke in ein gemütliches Restaurant, wo uns exzellenter Service und ein köstliches 3-Gänge-Menü erwarten. So lassen wir den ersten Tag an der Côte d'Azur zufrieden ausklingen!
Küstenwanderung entlang mondäner Villen, Parfumfabrik und enge Gassen im Bergdorf Éze.
Mit einem leckeren Frühstücksbuffet starten wir den Tag. Um 8.30 Uhr treffen wir unseren Wanderguide Richard und den Busfahrer Raphael. Wir fahren nach Beaulieu-sur-Mer, wo wir unsere Wanderung entlang der Küste starten. Vorbei an den Villen der Familie Rothschild sowie des verstorbenen Schauspielers David Niven und gegenüber den Villen der Musiker Bono und Julian Lennon geht es bis nach Saint-Jean-Cap-Ferrat. Es gibt zahlreiche Fotomotive auf der Strecke. Nach dem Umrunden einer kleinen Landzunge machen wir Rast an einem Platz mit verschiedenen Restaurants für Kaffee oder Snacks.
Der Bus wartet schon auf uns und es geht weiter nach Èze, wo wir eine Parfumfabrik besichtigen und natürlich betörende Düfte erwerben können. Von dort spazieren wir in den historischen Ortskern, welcher mit seinen schmalen Gassen an einem Berghang liegt. Nach einer Pause geht es zurück nach Nizza. Ein Teil der Gäste steigt mit mir unterhalb des Schlosshügels aus. Die anderen Gäste werden weiter bis zum Hotel gebracht oder gehen im Mittelmeer schwimmen. Wir fahren mit dem Fahrstuhl zum Schlosshügel hoch. Von oben genießen wir die Aussicht auf Nizza und auf der anderen Seite den Blick auf den Yachthafen. Wir bewundern auch den breiten Wasserfall. Dann teilt sich die Gruppe auf: Einige gehen durch die Altstadt zurück zum Hotel, und ich wandere noch an der Promenade entlang zum berühmten Hotel Negresco. Um 19 Uhr haben wir wieder eine Reservierung in einem Restaurant und genießen ein exzellentes 3-Gänge-Menü.
Wandertag im Esterelgebirge mit seinen roten Felsen und Abstecher nach Cannes.
Heute steht eine längere Wanderung auf dem Programm: Es geht ins Esterel-Gebirge mit seinen bekannten roten Felsen. Die Busfahrt dorthin dauert 1,5 Stunden, bevor wir mit der Wanderung starten, stoppen wir an einem Café direkt an der Küste. Auf dem Wanderweg teilt sich die Gruppe auf: Der Großteil wandert mit Richard zu einem Berggipfel - die gesamte Strecke beträgt ca. 10 Kilometer. Mit den anderen Gästen wähle ich einen weniger steilen Weg, der auch etwas kürzer sein soll. Da wir aber offensichtlich eine Abzweigung übersehen haben, sind wir am Ende abenteuerliche 14 Kilometer unterwegs und ziemlich erschöpft, als wir wieder im Bus sitzen.
Die Stimmung ist trotzdem gut und wir machen noch einen Abstecher nach Cannes. Dort zeigt Richard uns das berühmte Kongresszentrum, wo jedes Jahr die Filmfestspiele stattfinden. Dann haben wir noch eine Stunde zur freien Verfügung, um shoppen zu gehen oder an der Strandpromenade etwas zu trinken. Um 18:15 Uhr kommen wir wieder in unserem Hotel an, machen uns frisch und auf geht es zum nächsten 3-Gänge-Menü in einem Restaurant in der Nähe. Bisher hat jedes Restaurant das Menü des Vortages getoppt! Äußerst zufrieden und ziemlich müde begeben wir uns zur Nachtruhe.
Küstenwanderung zum Cap Taillat und Stadtführung durch St. Tropez.
Wir stärken uns wieder am Frühstücksbuffet und starten um 8:30 Uhr mit dem Bus Richtung Saint-Tropez. Heute steht eine entspannte Wanderung zum Cap Taillat auf dem Programm. Der Pfad entlang der Küste bietet spektakuläre Fotomotive – schroffe Felsen treffen auf klarstes, azurblaues Mittelmeer. An einem Strand haben wir Zeit für unser mitgebrachtes Picknick und zum Baden, bevor wir den Rückweg zum Bus antreten.
Als nächstes Ziel steht Saint-Tropez auf dem Plan. Richard führt uns zunächst durch die Altstadt und am Louis-de-Funès-Museum vorbei zum Hafen. Dann bleibt uns eine Stunde Zeit zum Bummeln oder zum Einkehren, zum Beispiel in die berühmte Brasserie Sénéquier. Voller Eindrücke treten wir die zweistündige Rückfahrt nach Nizza an. Richard spielt uns vom Band einige bekannte französische Lieder von Charles Trenet und Charles Aznavour sowie die berühmte Melodie aus den Louis-de-Funès-Filmen vor. Im Hotel gehen alle rasch duschen. Um 19:15 Uhr treffen wir uns in der Lobby und verbringen wieder einen schönen Abend in einem Restaurant in der Nähe bei einem 3-Gänge-Menü. Einige Gäste spazieren anschließend noch durch die abendliche Altstadt von Nizza.
Wanderung zwischen zwei Bergdörfern und Abstecher nach Monaco und Monte Carlo.
Nach dem Genuss des Frühstücksbuffets geht es auf eine Fahrt in die Berge. Wir starten den Tag mit einem Rundgang durch das verwinkelte Bergdorf Peille. Dann führt uns ein schmaler Pfad, der seinen Ursprung noch aus römischen Zeiten haben könnte, durch eine wunderschöne Landschaft bis zum Dorf Peillon. Die Häuser hier sind ebenfalls teilweise direkt an den Hang gebaut, und es gibt viele enge Gassen, die wir gemeinsam mit Richard erkunden.
Raphael wartet bereits mit dem Bus dort und weiter geht es in die Welt der „Reichen und Schönen“ nach Monaco. Zunächst unternimmt Richard mit uns einen Rundgang durch den Garten Saint-Martin, führt uns in die Kathedrale von Monaco und bis zum Fürstenpalast hinauf. Jetzt gibt es Freizeit zum Kaffeetrinken, Shoppen oder um einfach die Aussicht zu genießen – ganz nach Gusto. Um 14:30 Uhr treffen wir uns wieder und spazieren zum Hafen hinunter, an der Formel-1-Strecke entlang bis zum Casino von Monte-Carlo. Wir schauen uns das beeindruckende Foyer des Casinos an und schlendern noch ein wenig in der Umgebung herum. Dann geht es langsam mit dem Bus wieder Richtung Hotel in Nizza. Diesen wunderschönen Tag lassen wir bei einem 3-Gänge-Menü und netten Gesprächen ausklingen.
Wanderung von Gorbio nach Sainte–Agnès, Stadtrundgang in Menton.
Unser letzter Wandertag führt uns wieder in die Berge. Wir starten in dem Bergdorf Gorbio. Dort teilen wir uns auf: Der Großteil der Gruppe wandert mit Richard einen teils steilen Weg hinauf bis ins Dorf Sainte-Agnès. Einige Gäste, die es zum Abschluß etwas entspannter angehen lassen wollen, starten mit mir einen Rundgang durch das verwinkelte Gorbio. Wir bewundern eine alte Ulme auf dem Marktplatz, die dort bereits seit 1710 steht! Bevor es mit dem Bus weitergeht, fragen wir in einem Restaurant höflich, ob wir die Toiletten nutzen dürfen. Wir sind begeistert von der Ausstattung: Es gibt Unmengen von altem Geschirr, alles ist auf Nostalgie getrimmt und liebevoll dekoriert!
Wir müssen leider weiter, und Raphael bringt uns in das Dorf Sainte-Agnès. Dort wandern wir zunächst zur Burgruine auf den Berggipfel hinauf, von wo aus wir eine geniale Aussicht auf die Berge um uns herum haben. Dann schlendern wir durch die Gassen des Dorfes und landen bei einem Restaurant, wo wir draußen Kaffee trinken und einen Salat essen. Nach einer Weile trifft auch die andere Gruppe ein. Nachdem wir den Ort ausgiebig erkundet haben, geht es an die Küste in die Stadt Menton. Dort führt Richard uns durch die Altstadt bis zur Kathedrale hinauf. Eine riesige, von beiden Seiten begehbare Treppe bietet beeindruckende Fotomotive mit dem Meer im Hintergrund. Nun haben wir wieder Freizeit, um individuell den Ort zu erkunden oder am Meer etwas trinken zu gehen. Menton ist berühmt für seine Zitrusprodukte, und überall duftet es herrlich nach Zitrusseife oder Parfüm.
Wieder im Bus übergibt die Gruppe schon die Abschiedsgeschenke an Richard und Raphael, und die beiden bekommen tosenden Applaus für ihre hervorragende Arbeit und die gemeinsame Zeit. Im Hotel machen wir uns frisch und dann auf den Weg zum letzten gemeinsamen Abendessen. Ich habe im Restaurant unauffällig noch einen Aperitif als Abschiedsgetränk für die Gruppe bestellt.
Der Abend verläuft dann allerdings ganz anders als geplant: Eine Demonstration von Jugendlichen für bessere Lernbedingungen läuft aus dem Ruder. Vermummte Gestalten rennen mit Pyrotechnik durch die gesamte Innenstadt, die Polizei mit Tränengas hinterher. Wir versuchen, über die Strandpromenade der Demonstration auszuweichen, aber auch dort kommen sie uns entgegen. Kurz vor dem reservierten Restaurant geraten wir in eine Tränengaswolke und flüchten zurück zu unserem Hotel. Ich rufe beim Restaurant an, und mir wird gesagt, dass sie wahrscheinlich gar nicht oder erst sehr spät öffnen werden, da sie mitten im Zentrum der Unruhen liegen. Unsere Gruppe teilt sich auf, um irgendwo in den umliegenden Restaurants Platz zu bekommen. Der Großteil landet schließlich bei einem hervorragenden Italiener um die Ecke des Hotels. Diesen Abend hatte ich mir wahrlich anders vorgestellt und die Gruppe natürlich auch! Aber das Leben kommt eben manchmal anders als geplant.
Letzter Spaziergang durch Nizza, Notre Dame, Marc Chagall Museum und Heimreise.
Nach dem gestrigen Schreck sitzen alle wieder frohgemut beim Frühstück. Da wir erst um 15 Uhr für den Transfer zum Flughafen abgeholt werden, bleibt noch reichlich Zeit für einen letzten Rundgang durch Nizza. Einige Gäste gehen shoppen oder an den Strand, andere nehmen mein Angebot an, um 10 Uhr zur Notre-Dame zu spazieren und die Basilika von innen anzuschauen. Danach geht es weiter zum wirklich empfehlenswerten Marc-Chagall-Museum. Dort schauen wir uns in Ruhe die großformatigen Gemälde an und essen anschließend eine Kleinigkeit im lauschigen Museumsgarten-Café, welches von knorrigen Olivenbäumen eingerahmt ist.
Dann löst sich unsere kleine Gruppe auf, aber rechtzeitig zum Transfer treffen sich alle wieder im Hotel. Wir freuen uns sehr, dass Raphael uns zum Flughafen bringt, obwohl wir ihm den Ruhetag von Herzen gegönnt hätten. Im Bus verabschiede ich mich vorsichtshalber schon von den Gästen, da wir verschiedene Flüge haben. Das Feedback der Reisenden ist durchweg positiv; die meisten wundern sich, warum diese attraktive Kombireise „in der Natur wandern und Städte erkunden“ nicht viel häufiger angeboten wird.
Mir hat die Cote d'Azur ebenfalls sehr gut gefallen – ich war bestimmt nicht das letzte Mal hier! Mit dem sympathischen und versierten Guide Richard sowie dem Busfahrer Raphael hatten wir das große Los gezogen! Bei meiner Gruppe möchte ich mich ganz herzlich bedanken: Ihr wart immer gut gelaunt, wanderfreudig und echte Genießer, wenn es um leckeres Essen und gute Weine ging! Vielleicht sieht man sich ja mal auf einer Eberhardt-Reise wieder!
Eure Martina
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