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Mit A–ROSA STELLA die Rhone entdecken

Reisebericht: 13.06. – 22.06.2026

Sie schlängelt sich durch Weinberge, entlang an alten Gemäuern und teilt das Land bis zum Meer. Wir gleiten vorbei an wilden Landschaften, mittelalterlichen Städten und berühmten Weinanbaugebieten…

Heike Wagner

Ein Reisebericht von
Heike Wagner

Flußkreuzfahrt Rhone - Lyon – © Heike Wagner (Eberhardt TRAVEL) Flußkreuzfahrt Rhone -Tournon-sur-Rhône – © Heike Wagner (Eberhardt TRAVEL) Flußkreuzfahrt Rhone -Tain-l’Hermitage – © Heike Wagner (Eberhardt TRAVEL) Flußkreuzfahrt Rhone - Ockerfelsen – © Heike Wagner (Eberhardt TRAVEL) Flußkreuzfahrt Rhone - Ockerfelsen – © Heike Wagner (Eberhardt TRAVEL) Flußkreuzfahrt Rhone - Arles – © Heike Wagner (Eberhardt TRAVEL) Flußkreuzfahrt Rhone - Les Baux-de-Provence – © Heike Wagner (Eberhardt TRAVEL) Flußkreuzfahrt Rhone - Viviers – © Heike Wagner (Eberhardt TRAVEL) Flußkreuzfahrt Rhone - Maison de la Lavande – © Heike Wagner (Eberhardt TRAVEL) Flußkreuzfahrt Rhone - Grotte de la Madeleine – © Heike Wagner (Eberhardt TRAVEL) Flußkreuzfahrt Rhone - Lyon – © Heike Wagner (Eberhardt TRAVEL) Flußkreuzfahrt Rhone - Straßburg – © Heike Wagner (Eberhardt TRAVEL)

Samstag, 13.06.2026 Anreise nach Strassburg

Obwohl ein Drittel auf Schweizer Territorium fließt, ist der Fluß so typisch für Frankreich wie Paris und der Eiffelturm. Die köstlichen Weine, die malerische Orte und die südfranzösische Lebensart des „Savoir-vivre“ sind unvergleichlich. Heute brechen wir auf, diese wunderschöne Region zu entdecken!

Früh am Morgen, schon um 6 Uhr, treffen wir uns am Dresdner Flughafen, unser Busfahrer Marek ist hellwach, fröhlich und bereit für die lange Reise, Von Dresden aus starten wir, und unser Bus hält an zahlreichen Zustiegen, bis alle 34 Gäste zusammen sind. Ein lange Fahrstrecke von 640 Kilometern liegt vor uns, aber es gibt genügend erholsame Pausen, wo wir uns die Beine vertreten können
Wir fahren vorbei an Eisenach, sehen von Weitem die mächtigen Wartburg, durchqueren die hessische Wetterau, passieren die Metropole Frankfurt. In Rheinland-Pfalz fahren wir auf der Weinstraße in der Region Neustadt und Bad Dürkheim. Am Nachmittag kommen wir ganz entspannt und pünktlich im Hotel Novotel Strasbourg an. Manche Gäste nutzen noch die Zeit bis zum Abendessen, um eine wenig zu bummeln, die Altstadt liegt nicht weit entfernt. Andere Gäste ruhen sich ein wenig auf dem Zimmer aus und dann genießen wir ein erstes gemeinsames Abendessen.

Sonntag, 14.06.2026 Lyon – Einschiffung auf der A–Rosa Stella

Über Dijon, Charlon-sur-Saone und Macon geht es die letzten 500 km nach Lyon. Entspannt lehnen wir uns im Sitz zurück und bewundern die schöne Landschaft des Elsass mit seinen Weinbergen, die im Hintergrund von den Vogesen überragt werden.

Am Nachmittag erreichen wir pünktlich Lyon, am Zusammenfluss von Rhone und Saone gelegen, mit über 500.000 Einwohnern neben Paris und Marseille die drittgrößte Stadt
Frankreichs. Unsere A-Rosa Stella erwartet uns am Quai, schnell sind die Koffer ausgeladen, sie werden von eifrigen Helfern an Bord gebracht. Wir verabschieden uns herzlich von unserem Busfahrer Marek und gehen die Gangway hinauf an Bord. Unkompliziert und ohne Wartezeit verläuft der Check-In, wir beziehen unsere Kabinen, dann erwartet uns ein kleiner Imbiss. Es folgt die vorgeschriebene Sicherheitseinweisung und eine Information über das Ausflugsprogramm. Danach nutzen wir die Zeit, das schöne Schiff zu erkunden: die großzügigen Salons und das geräumige Sonnendeck, von dem aus wir einen guten Blick haben auf die Stadt mit ihren schattigen Uferpromenaden und den prunkvollen Bauten. Um 18 Uhr heißt es „Leinen los“ und wir machen noch eine kleine Stadtrundfahrt per Schiff: vorbei an dem modernen Viertel Confluence, wo sich die futuristische gläserne Fassade des Musée des Confluences, ein Museum für Wissenschaft und Kultur, über dem Wasser erhebt. Nicht weit davon entfernt sehen wir einen grellbunten Würfel, der Orange Cube von Jakob + MacFarlane überstrahlt alle anderen Bauwerke. Überragt wird die Stadt von der Basilika Notre-Dame de Fourvière auf dem Gipfel des Berges Fourvière, daneben erhebt sich der Turm Tour métallique de Fourvière, der dem Eiffelturm gleicht . Einst war es ein Aussichtsturm, heute ist er ein – für die Öffentlichkeit nicht zugänglicher – Sendeturm.
Dann ist es Zeit zum Abendessen, die Tische sind extra für unsere Gruppe reserviert. Aber bei diesem schönen Wetter kehren wir nach dem Essen wieder zurück auf das Sonnendeck, während der abendlichen Fahrt erleben wir auch unsere erste Schleusung. Viele weitere werden folgen, denn pro Strecke müssen wir zwölf Schleusen passieren.
Dann wird es Nacht und wir freuen uns auf das Bett in unseren Kabinen - und auf die Erlebnisse des nächsten Tages.

Montag, 15.06.2026 Tournon–sur–Rhône – Tain–l’Hermitage

Die beiden Städtchen Tain-l’Hermitage und Tournon liegen eingebettet in dem berühmten Weinanbaugebiet Croze-Hermitage mit seiner steilen Terrassenlage. Verbunden werden die beiden Orte durch die berühmte Rhônebrücke von Marc Seguin. Seit dem Jahre 1849 erhebt sie sich in einer Höhe von 50 Metern über den beiden Ufern. Oft wurde sie kopiert, war Modell für zahlreiche weitere Brücken. Direkt an der Pier erinnert eine Statue an den Baumeister Marc Seguin. Ursprünglich war geplant, einen Ausflug mit einem kleinen Zug in die Weinberge zu machen, aber der Zug fährt aktuell leider nicht. Als Alternative gibt es einen Ausflug in Erik Borjas Zen Garten mit Empfangs-, Meditations-, Tee-, Spazier- und Drachengarten. Der Garten ist ein Gesamtkunstwerk, das alle Sinne gleichzeitig ansprechen soll. Er folgt der Tradition der Zen-Klostergärten, dient zur Kontemplation Natur und der Gärtnerkunst. Viele Gäste nutzen den Vormittag, um gemütlich durch die Altstadt von Tournon und über die Brücke an das andere Ufer nach L‘Hermitage zu bummeln. Den Nachmittag genießen wir auf dem Sonnendeck, es weht ein frischer Wind, der die hochsommerliche Temperatur erträglich macht. Einige Gäste laufen mit der Reiseleitung den kurzen Weg hinauf zum Schloßmuseum. Das Schloss auf einem Felsen über der Stadt ist das ist Wahrzeichen von Tournon und gehört zu den am besten erhaltenen Schlösser der Ardèche. Heute ist es ein Museum und erzählt von der Geschichte der Adelsfamilie de Tournon und der Rhône mit ihrer Schifffahrt. Aktuell gibt es noch eine Sonderausstellung über die Kunst der Seidenpapiergestaltung. Neben den interessanten Ausstellungen können wir auch die Panoramaterrasse betreten und es eröffnet sich uns ein atemberaubender Blick über die ganze Region, die Dächer der Altstadt, die Weinberge, den Flusslauf und wir können von oben unser schönes Schiff einmal aus einer anderen Perspektive fotografieren
Um 18 Uhr heißt es „Leinen los“ und das Schiff nimmt Kurs auf Avignon. Vor dem Abendessen berichtet Alex, unser Ausflugsmanager, noch über die beiden nächsten Häfen, über Sehenswürdigkeiten und Exkursionen. Nach dem Abendessen werden uns auf dem Sonnendeck die Offiziere des Schiffes vorgestellt und mit lautem Applaus begrüßt. Schließlich klingt der Tag aus bei einem Glas des typischen lokalen Weines, dem Cȏte-du-Rhone.

Dienstag, 16.06.2026 Avignon

Wie schön ist es, am frühen Morgen auf das Sonnendeck zu gehen, vielleicht schon mit einer Tasse Kaffee. Das Schiff gleitet ruhig auf dem Fluss entlang, die Vögel zwitschern und manchmal schwebt noch leichter Morgennebel über dem Wasser. Nach dem Frühstück erreichen wir Avignon, mit seinen 92.000 Einwohnern die bedeutendste Stadt der Provence. Der prachtvolle Papstpalast, die berühmte Rhône-Brücke und die verwinkelten Altstadtgassen mit zahlreichen Straßencafés sind ein Sinnbild der südfranzösischen Lebensart.
Beim Einlaufen dreht der Kapitän eine Runde um die Brücke Pont Saint-Bénézet und jedem liegt das Lied auf der Zunge „Sûr le pont d´Avignon“. Die einst so mächtige Brücke galt lange als die größte Brücke in Europa, doch Unwetter, Überschwemmungen und Kämpfe zerstörten sie und es erfolgte auch kein Wiederaufbau Man kann ein Ticket kaufen und die Brücke betreten. Obwohl sie heute das andere Ufer nicht mehr erreicht, bietet sich ein schöner Blick auf die Stadt und den Rocher des Doms. Unser Liegeplatz befindet sich ganz zentral nahe der Stadtmauer, von hier können wir zu Fuß aufbrechen, um das historischen Zentrum zu erkunden.
Wie ein steinerner Koloss überragt die Papstpalast, der als größter gotischer Palast der Welt gilt, die Dächer der Stadt. Bei einer Führung sehen wir unter anderem die Privatgemächer des Papstes mit Fresken des Künstlers Matteo Giovannetti. Das imposante Gebäude gehört zu den größten Denkmälern gotischer Baukunst in Europa. Im 14. Jahrhundert regierten die Päpste mehrere Jahrzehnte von hier. Das spektakulärste Bauwerke Südfrankreichs ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes, er verkörpert das Herzstück von Avignon. Daneben liegt der Park „Jardin des Doms“, eine grüne Oase, wo man Energie tanken und eine erfrischende Rast einlegen kann. Von mehreren Stellen aus hat man einen schönen Blick auf die Umgebung: die landschaftliche Schönheit der Provence erstreckt sich von der Rhône-Ebene bis zum Mont-Ventoux!
Am Nachmittag führt ein Ausflug zu den Bergdörfern Gordes und Roussillon, die von
majestätischen Ockerfelsen umgeben sind. Wir wandern auf dem „Ockerlehrpfad“, wo die Felsen ein besonderes Farbspiel bieten, es wechselt von strahlendem Orange bis zu
leuchtendem Rot. Unzählige Nuancen des Ockertons und das Spiel von Licht und
Schatten machen den Anblick unvergesslich. Ein kleiner Bummel durch den Ort mit seinen hübschen Souvenirshops und verlockenden Eisdielen rundet den Aufenthalt ab.
Wir liegen in Avignon bis in die Nacht und auf dem Sonnendeck unterhält uns das Duo „Les Guitares de Camargue“ mit temperamentvollen Gipsy-Klängen. Aber es lockt noch eine andere Attraktion: direkt neben unserem Liegeplatz erhebt sich ein gigantisches
Riesenrad! So verabreden wir uns für 21 Uhr, um im Sonnenuntergang gemeinsam in die Lüfte zu schweben. Von oben bietet sich ein herrlicher Blick über die Stadt und den Papstpalast. Doch wir haben immer noch nicht genug und machen, als wir wieder festen Boden unter den Füßen haben, noch einen kleinen Lichterspaziergang durch die malerischen Gassen bis zum Papstpalast. Die Straßenokale und die imposanten Gebäude strahlen im Glanz der Laternen und müde, aber glücklich kehren wir schließlich zurück zum Schiff. Was für ein schöner Tag!

Mittwoch, 17.06.2026 Arles

Wir wachen auf und sind in Arles - provenzalisch, südfranzösisch und von einzigartigem Charme. Mit seinen zahlreichen römischen Bauwerken steht es auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Auf einem geführten Stadtrundgang erkunden wir am Vormittag die schmalen Altstadtgassen, schauen hinein in das mächtige römische Amphitheater, in dem heute Konzerte und sportliche Veranstaltungen stattfinden und sehen die Kirche Saint-Trophime mit ihrem imposanten romanisches Portal. Ein Name ist hier in der südfranzösischen Metropole allgegenwärtig: Vincent van Gogh. Obwohl die Stadt kein Original des Künstlers besitzt, prägt der Maler das Stadtbild. Auf der Durchreise von Paris nach Marseille verschlug es ihn 1888 nach Arles, er blieb über ein Jahr. Während dieser Periode erschuf er Hunderte von Kunstwerken, beim Stadtrundgang entdecken wir überall Kopien seiner Bilder. Zum Abschluss des Stadtrundganges können wir noch über den Markt schlendern, der eine Fülle von frischem Obst und Gemüse, Fisch, Käse, Backwaren und Gewürzen bietet. Die strahlenden Farben der Früchte erinnern an ein Gemälde von Vincent van Gogh. Der Nachmittags-Ausflug führt circa 40 Kilometer durch das Rhonedelta mit Sümpfen, Salinen und Reisfeldern, es geht in die Camargue. Auf weiten Fllächen grasen die legendären Stiere und die wilden Pferde, am Horizont erstreckt sich der große Vaccarès-Binnensee. Wir hatten uns gewünscht, Flamingos zu treffen, und der Wunsch ging in Erfüllung. An mehreren Stellen leuchtet es rosa, nahe der Straße stehen einige wenige elegant auf einem Bein im Wasser, aber in der Ferne entdecken wir ganze Flamingo-Schwärme. Die Fahrt zeigt uns die Schönheit dieser einzigartigen Landschaft, denn die Camargue ist immer noch ein Naturparadies im Süden Frankreichs, obwohl mittlerweile ein Großteil der Flächen landwirtschaftlich genutzt wird. Wir halten an in dem kleinen Wallfahrtsort Les-Saintes-Maries-de-la-Mer, auch die „heimliche Hauptstadt“ der Camargue genannt.
Hier machen wir einen Spaziergang und wer mag, steckt seine Füße kurz ins Mittelmeer oder besucht die Kirche „Notre-Dame-de-la-Mer" aus dem 9. Jahrhundert. Diese Kirche hat eine Besonderheit, das Dach darf bestiegen werden. So sehen wir zu unseren großen Erstaunen mehrere Personen den Turm hinaufklettern, ohne jede Sicherung hoch oben in schwindelnder Höhe.
Zum Abendessen sind wir wieder zurück an Bord und wir können die Liegezeit über Nacht nutzen, um später noch noch einen Abendbummel durch die Stadt oder entlang der Flusspromenade über die Brücke bis zum anderen Ufer zu machen.

Donnerstag, 18.06.2026 Arles

Heute bleiben wir noch in Arles und so bietet sich die Möglichkeit, individuell durch die Stadt zu bummeln und das lebhafte Treiben entspannt aus einem der zahlreichen Straßencafés zu beobachten. Schön ist auch ein Spaziergang entlang der Uferpromenade, die zum Teil auch von Bäumen beschattet ist.
Am Nachmittag starten wir zu einem neuen Ausflug, es geht nach Les-Baux-de-Provence. Auf dem Wege halten wir aber zuerst in einer anderen Welt, einer Welt aus Farben, Lichtern und Klängen, aus steil aufragenden Felsformationen: wir sind in den Carrières de Lumières, den Steinbrüchen des Lichts. Es ist eine gigantische immersive Show aus Kunst und Musik. Hier in dem alten Kalksteinbruch finden wir die größte fest installierte Multimedia-Installation Frankreichs, die die Werke der Großen Meister der Malerei (Dali, Gaudi, van Gogh...) abwechselnd in digitalen Ausstellungen zeigt. Wir sehen Werke von Picasso und der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo. Dank eines hochmodernen Verfahrens, das die Bilder auf mehr als 6000 qm Wandfläche projiziert und auch der Boden zu einem riesigen Bilderteppich verwandelt, können wir ganz in Bilder eintauchen, scheinen teilweise in den Farben zu schweben.

Nach einer Stunde kehren wir wieder zurück in die Realität und fahren nach Les Baux-de-Provence, das zu den schönsten Dörfern Frankreichs gehört. Eingebettet in einer atemberaubenden Landschaft mit Weinreben und Olivenbäumen überblickt es Naturschuztgebiete von außergewöhnlicher Schönheit.
Wir schlendern langsam bergauf durch hübsche Kopfsteinpflastergassen, die von pittoresken alten Häusern mit kleinen Cafés und bunten Geschäften gesäumt sind. Die Festungsruine ist ein einzigartiges Zeugnis der reichen und bewegten Geschichte der Stadt im Mittelalter. Trotz der hohen Temperaturen gehen wir fast alle bis hinauf und genießen das Panorama, einige Gäste bleiben gemütlich in einem schattigen Lokal sitzen. Wir haben großes Glück, denn es sind recht wenige Besucher im Ort und wir können die märchenhafte Szenerie in Ruhe genießen.

Freitag, 19.06.2026 Viviers

Wir sind in Viviers, es liegt mit seinen 4.000 Einwohnern in einer landschaftlich reizvollen Gegend. Unser Stadt-Spaziergang am Vormittag ist wie ein Ausflug in das Mittelalter. Der kleine Ort gleicht einer Filmkulisse, seine mittelalterliche Struktur ist komplett bewahrt. Wir sehen „Bourg“, die Unterstadt, wo die einfachen Menschen wohnten und die „Ville haute“, die Oberstadt, wo rund um die KathedraIe die wohlhabende Bevölkerung ihre Häuser wie das Hôtel de Tourville, das Hôtel de Beaulieu und das Maison des Chevaliers, auch Maison des Têtes genannt, besaß. Es geht steil hinauf zur Cathédrale Saint-Vincent, der kleinsten Kathedrale Frankreichs. Dann wandern wir aus dem Mittelalter zurück auf unser Schiff. Leider müssen wir nun auch langsam an das Ende unserer schönen Reise denken, denn vor dem Mittagessen treffen wir uns noch in der Lounge und erhalten von Alexander Informationen über das Ausschiffungsprocedere.
Unser Nachmittags-Ausflug ist ein landschaftliches Highlight, es geht in die Schluchten der Ardeche. dem 120 km langen Nebenfluss der Rhone. Hier finden sich geheimnisvolle Höhlen und liebliche Dörfer mit kleine Kirchen, Schlössern und alten Brücken. Auf der Fahrt machen wir noch Halt im Lavendel-Museums und lernen viel über diese beliebte Pflanze, die als Sinnbild der Provençe gilt: Anbau, Verarbeitung und die Bedeutung des Lavendels für den Süden Frankreichs. Souvenirs bieten sich in Hülle und Fülle im Museums-Shop, wir können Seife, Öle, Cremes, Parfums, Bilder kaufen, es gibt sogar lila Stofftiere.
Dann gelangen wir in die Schlucht der Ardèche und sehen von einem Aussichtspunkthinuter, wie sich der Fluß durch die engen Felsen windet. Ein weiterer Fotostop erfolgt am Pont d’Arc, dem bekannten Felsbogen und dann geht es unterirdisch weiter über 180 Stufen in die Tiefen der Höhle "Grotte de la Madeleine" mit ihren bizarre Gesteinsformationen, Stalaktiten und Stalagmiten.
Die Gäste, die sich nicht in die Höhle begeben wollen, sitzen gemütlich auf der schattigen Terrasse des Bistros beisammen, hier können wir auch den köstlichen Kastanienlikör „Crème de Chataigne“ kosten.

Samstag, 20..06.2026 – Lyon

Nach einer entspannten Fahrt durch schöne Landschaft mit Weinbergen und malerischen kleinen Orten erreichen wir um 12 Uhr Lyon, die drittgrößte Stadt Frankreichs. Sie blickt auf eine reiche Geschichte zurück und ist bekannt für ihre traditionelle Küche, ihr umfassendes architektonisches Erbe, ihre vielfältigen Museen und ihre interessanten kulturellen Veranstaltungen. Das historische Viertel Vieux Lyon gehört zum UNESCO Weltkulturerbe. Die Region ist auch die Heimat von weltberühmten Kochen, allen voran Paul Bocuse.
Am Nachmittag brechen wir auf zur Stadtrundfahrt, dem letzten Ausflug unserer schönen Kreuzfahrt. Zunächst besichtigen wir die prunkvolle Basilika Notre-Dame de Fourvière, die hoch über der Stadt liegt. Von der Aussichtsplattform lässt sich die Gegend hervorragend fotografieren, in der Ferne erhebt sich der Mont Blanc. Bei einem Spaziergang durch die Altstadt sehen wir die zahllreichen Restaurants und können uns gut vorstellen, warum die Stadt als Gourmet-Treffpunkt gilt. Danach lernen wir beim „Traboulieren“ die berühmten Gänge ("Traboules") kennen, die von den schmalen Gassen abzweigen. Sie verbinden die Höfe und Wohnhäuser mit den Werkstätten der Seidenweber. Früher dienten die Gänge dazu, die wertvollen Stoffe geschützt vor Regen trockenen Fußes in die Ateliers zu bringen. Wer nicht am Lyon-Ausflug teilnimmt, kann die berühmten Markthallen, die den Namen des weltberühmten französischen Kochs Paul Bocuse tragen, besuchen. Das Angebot an Wein, Backwaren, Käse, Fisch- und Fleischspezialitäten ist umwerfend und selbst für französische Verhältnisse außergewöhnlich. Nach der Rückkehr an Bord heißt es „Koffer packen“ und beim Abendessen verabschiedet sich die Crew von uns mit einer originellen Eistorten-Paade. Danach genießen wir den letzten Abend auf dem Sonnendeck oder machen noch einen kleinen Spaziergang entlang der belebten Uferpromenade, wo bei diesem warmen Wetter ganz Lyon auf den Beinen ist.

Sonntag, 21.06.2026 Ausschiffung – Fahrt nach Strassburg

Auf Wiedersehen, Arosa Stella! Wir nehmen Abschied von unserem schönen Schiff, denn der Bus steht bereit zur Abfahrt, die Fahrt geht zurück nach Straßburg, wir übernachten wieder im Hotel Novotel. Wir gehen kurz auf unsere Zimmer, dann bummeln wir gemeinsam durch die Altstadt und zum imposanten Münster, dessen 142 m hoher Turm einst das höchste Bauwerk der Welt war. Wer möchte, kann die Kirche besichtigen oder ein wenig durch die belebten Gassen bummeln. Heute wird in ganz Frankreich das Musikfest „Fête de la Musique“ gefeiert und bei diesem herrlichen Wetter bleibt keiner zuhause. Überall an den Straßenecken, auf Plätzen und Brücken, ja sogar vor der Kathedrale finden sich Bands und musizierende Gruppen. Die Qualität der Darbietungen ist unterscheidlich, die Lautstärke jedoch immer sehr hoch. Wir gehen zum Anleger der Ausflugsboote von Batorama und fahren mit dr „Gänseliesel“ über eine Stunde auf der Ill, dem Flüsschen, das die Altstadt von Straßburg umrundet. Malerische alte Fachwerkhäuser mit mehrgeschossigen Dächern, eine bunte Blütenpracht und unzählige kleine Cafés und Restaurants säumen die Ufer. Wir fahren auch vorbei am Europa-Parlament mit seiner modernen Architektur. Nach der Fahrt erwartet uns im Restaurant Gruber, nur wenige Minuten vom Anleger entfernt, ein köstlicher Flammkuchen, die Spezialität der Region. Gemeinsam kämpfen wir uns durch die Menschenmassen, hauptsächlich ausgelassene Jugendliche, wieder durch die Altstadt zurück in unser Hotel und hören ein letztes Mal das französische „Bonne nuit“.

Montag, 22.06.2026 – Heimreise

Am Morgen noch ein letztes leckeres Frühstück - Zeit genug haben wir, denn im Hotel ist das Buffet bereits ab 6.30 Uhr geöffnet. Pünktlich um 8.15 Uhr rollt Michael mit dem Bus vor, das Gepäck ist schnell verladen und wir machen uns auf die Heimreise. Am Vormittag lassen wir in einem kleinen Vortrag die Reise noch einmal Revue passieren und bei der langen Fahrt gibt es genug Zeit, die Fotos noch einmal durchzuschauen und sich an viele schöne Momente zu erinnern. Die Stimmung morgens auf dem Sonnendeck, wenn die Vögel anfangen zu zwitschern. Das ruhige Dahingleiten über dem Wasser, der Anblick der Weinberge, die auf beiden Ufern emporragen. Die malerischen alten Städte mit ihren verwinkelten Gassen. Die gemütlichen Restaurants und Straßenlokale, wo man unter schattigen Bäumen sitzen und das lebhafte südfranzösische Treiben beobachten kann.

Und schon sind wir wieder zurück in Deutschland. Zum Glück sind die Autobahnen frei und wir kommen überpünktlich an den einzelnen Ausstiegsorten an. Ein herzliches Verabschieden und dann trennen sich unsere Wege.


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