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Große Rundreise West–Kanada, Inside Passage und Höhepunkte in Alaska

Reisebericht: 21.07. – 09.08.2026

Westkanada, die Inside Passage und Alaska begeistern mit beeindruckender Natur, mächtigen Gletschern, tiefen Fjorden, endlosen Wäldern und einer faszinierenden Tierwelt.

Mareike Schmidt

Ein Reisebericht von
Mareike Schmidt

Calgary, Kanada  – © Mareike Schmidt (Eberhardt TRAVEL) Banff, Kanada – © Mareike Schmidt (Eberhardt TRAVEL) Banff Gondola – © Mareike Schmidt (Eberhardt TRAVEL) Whiskyverkostung Dawson Falls – © Mareike Schmidt (Eberhardt TRAVEL) Walstatue, Vancouver  – © Mareike Schmidt (Eberhardt TRAVEL) Nugget Falls, Mendenhall Gletscher, Juneau  – © Mareike Schmidt (Eberhardt TRAVEL) Elch, Talkeetna – © Mareike Schmidt (Eberhardt TRAVEL) Alaska Wilderness Express – © Mareike Schmidt (Eberhardt TRAVEL) Anchorage Museum – © Mareike Schmidt (Eberhardt TRAVEL) Anchorage Museum – © Mareike Schmidt (Eberhardt TRAVEL) Belugawal, Anchorage  – © Mareike Schmidt (Eberhardt TRAVEL) Alaska Native Heritage Center, Anchorage  – © Mareike Schmidt (Eberhardt TRAVEL)

Flug nach Calgary

Am Morgen traf ich mich mit den ersten Gästen am Flughafen in Dresden. Gemeinsam flogen wir zunächst nach Frankfurt, wo ich die restlichen Gäste unserer Reisegruppe begrüßte. Nun war unsere Gruppe vollständig und wir konnten uns gemeinsam auf die bevorstehende Reise freuen. Nachdem wir unsere Plätze im Flugzeug eingenommen hatten, machten wir es uns für den längeren Flug gemütlich und genossen die Reise über den Wolken.

Nach einem angenehmen Flug landeten wir am Nachmittag in Calgary. Die im Westen Kanadas gelegene Stadt befindet sich in der Provinz Alberta und zählt zu den größten Städten des Landes. Calgary liegt am Zusammenfluss des Bow River und des Elbow River und befindet sich nur etwa 80 Kilometer östlich der beeindruckenden kanadischen Rocky Mountains. Dadurch gilt die Stadt als beliebter Ausgangspunkt für Reisen in die berühmten Nationalparks Banff und Jasper. Calgary entwickelte sich insbesondere durch die Öl- und Gasindustrie zu einem bedeutenden Wirtschaftszentrum. International bekannt ist die Stadt außerdem für die jährlich stattfindende Calgary Stampede, eines der größten Rodeo- und Westernfestivals der Welt. Im Jahr 1988 war Calgary zudem Austragungsort der Olympischen Winterspiele.

Am Flughafen wurden wir herzlich von unseren Reiseleitern Wolfgang und Ingo begrüßt, die uns in den kommenden Tagen begleiten sollten. Nach der Begrüßung machten wir uns gemeinsam auf den Weg zu unserem Hotel. Dort angekommen, checkten wir ein und hatten zunächst etwas Zeit, um uns von der langen Anreise zu erholen und unsere Zimmer zu beziehen.

Am Abend trafen wir uns wieder zu einem gemeinsamen und schmackhaften Abendessen. In gemütlicher Runde ließen wir unseren ersten Tag in Kanada ausklingen und stimmten uns auf die bevorstehenden Erlebnisse ein. Nach der langen Anreise und den vielen ersten Eindrücken freuten wir uns schließlich auf unsere Betten und eine erholsame Nacht.

Banff und Yoho Nationalpark

Am Morgen starteten wir mit einem ausgiebigen Frühstück in den Tag und nutzten anschließend die Gelegenheit, uns Calgary noch etwas genauer anzuschauen. Unser erster Halt war die auffällige Peace Bridge, die den Bow River überspannt. Die leuchtend rote Fußgänger- und Fahrradbrücke wurde von dem spanischen Architekten Santiago Calatrava entworfen und im Jahr 2012 eröffnet. Mit ihrer ungewöhnlichen, röhrenförmigen Konstruktion ist sie inzwischen zu einem modernen Wahrzeichen Calgarys geworden. Der Bow River entspringt in den kanadischen Rocky Mountains und fließt durch das Zentrum von Calgary. Sein oftmals türkisblau schimmerndes Wasser verdankt seine besondere Farbe unter anderem feinen Gesteinspartikeln, die mit dem Schmelzwasser aus den Bergen transportiert werden.

Anschließend machten wir einen kurzen Abstecher zum ehemaligen Olympiagelände von Calgary. Die Stadt war 1988 Austragungsort der Olympischen Winterspiele und damit die erste kanadische Stadt, in der Olympische Winterspiele stattfanden. Der heutige WinSport Canada Olympic Park erinnert noch immer an dieses bedeutende Sportereignis. Einige der damaligen Sportstätten werden bis heute genutzt und dienen unter anderem als Trainingszentrum für verschiedene Wintersportarten. Besonders bekannt sind die ehemalige Skisprungschanze sowie die Bob- und Rodelbahn. Einige Gäste nutzten die Gelegenheit, in einem ausgestellten Bob Platz zu nehmen und ein Erinnerungsfoto zu machen.

Während wir Calgary hinter uns ließen und uns den Rocky Mountains näherten, erzählte uns Wolfgang viel Wissenswertes über Kanada. Mit einer Fläche von knapp zehn Millionen Quadratkilometern ist Kanada nach Russland das zweitgrößte Land der Erde. Gleichzeitig leben hier nur rund 40 Millionen Menschen, sodass große Teile des Landes äußerst dünn besiedelt sind. Kanada besteht aus zehn Provinzen und drei Territorien und erstreckt sich vom Atlantischen bis zum Pazifischen Ozean und weit in die Arktis hinein. Englisch und Französisch sind die beiden Amtssprachen des Landes. Besonders beeindruckend ist die landschaftliche Vielfalt mit riesigen Waldgebieten, unzähligen Seen, den Rocky Mountains, weiten Prärien und der arktischen Tundra im hohen Norden.

Ein großes Thema waren während unserer Reise auch die zahlreichen Waldbrände in Kanada. Zu dieser Zeit waren landesweit Hunderte Brände aktiv, und die Zahl hatte zeitweise die Größenordnung von rund 900 gleichzeitig registrierten Feuern erreicht. Waldbrände gehören grundsätzlich zum natürlichen Kreislauf der kanadischen Wälder, können sich jedoch bei großer Trockenheit, hohen Temperaturen und starkem Wind schnell ausbreiten. Der Rauch kann über enorme Entfernungen transportiert werden und die Sicht sowie die Luftqualität auch in Regionen beeinträchtigen, die weit von den eigentlichen Brandgebieten entfernt liegen. Dies sollten wir im Laufe des Tages auch an der diesigen Sicht über den Rocky Mountains bemerken.

Schon bald erreichten wir den beeindruckenden Banff-Nationalpark, der 1885 gegründet wurde und damit der älteste Nationalpark Kanadas ist. Er umfasst eine Fläche von mehr als 6.600 Quadratkilometern und gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe der Canadian Rocky Mountain Parks. Mächtige Bergketten, Gletscher, türkisfarbene Seen, dichte Nadelwälder und eine vielfältige Tierwelt prägen die Landschaft. Unter anderem sind hier Elche, Wapitis, Dickhornschafe sowie Schwarz- und Grizzlybären beheimatet.

Zur Mittagszeit erreichten wir schließlich Banff, wo wir unsere Mittagspause einlegten. Der kleine Ort liegt auf etwa 1.400 Metern Höhe, umgeben von den eindrucksvollen Gipfeln der Rocky Mountains. Seine Entwicklung ist eng mit der Entdeckung heißer Quellen und dem Bau der kanadischen Eisenbahn im 19. Jahrhundert verbunden. Heute ist Banff einer der bekanntesten Ferienorte Kanadas und ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen und andere Unternehmungen im Nationalpark. Die lebhafte Banff Avenue bildet mit ihren Restaurants, Cafés und kleinen Geschäften das Zentrum des Ortes.

Anschließend statteten wir dem berühmten Fairmont Banff Springs Hotel einen kurzen Besuch ab und nutzten dort auch die Gelegenheit für eine kleine Toilettenpause. Das imposante Luxushotel erinnert mit seinen Türmen und seiner Lage vor der Kulisse der Rocky Mountains an ein europäisches Schloss und wird deshalb häufig als „Castle in the Rockies“ bezeichnet. Das ursprüngliche Hotel wurde bereits im späten 19. Jahrhundert von der Canadian Pacific Railway eröffnet, um wohlhabende Reisende in die noch junge Tourismusregion zu locken. Über die Jahrzehnte wurde das Gebäude mehrfach erweitert und entwickelte sich zu einem der bekanntesten historischen Hotels Kanadas.

Vom Hotel aus machten wir uns zu Fuß auf den Weg zu den Bow Falls. Die Wasserfälle liegen am Bow River unweit des Zentrums von Banff. Obwohl sie nicht besonders hoch sind, beeindrucken sie durch ihre Breite und die großen Wassermengen, die hier über die Felsen strömen. Umgeben von bewaldeten Berghängen boten sie uns einen schönen ersten Eindruck von der eindrucksvollen Natur des Banff-Nationalparks.

Danach führte unsere Tour weiter zum Tunnel Mountain. Der Berg erhebt sich unmittelbar über Banff und erreicht eine Höhe von rund 1.690 Metern. Seinen Namen erhielt er während des Baus der Canadian Pacific Railway, als ursprünglich geplant war, einen Tunnel durch den Berg zu treiben. Letztendlich entschied man sich jedoch für eine andere Streckenführung, sodass der geplante Tunnel niemals gebaut wurde – der Name blieb trotzdem erhalten.

Ein weiterer Höhepunkt des Tages erwartete uns anschließend an der Banff Gondola. Mit der Gondel fuhren wir auf den Sulphur Mountain hinauf. Die Bergstation liegt auf einer Höhe von etwa 2.280 Metern und bietet normalerweise einen spektakulären Panoramablick über Banff, das Bow Valley und die umliegenden Gipfel der Rocky Mountains. Oben angekommen, genossen wir die beeindruckende Aussicht und die besondere Atmosphäre der Bergwelt.

Aufgrund der zahlreichen Waldbrände war die Luft an diesem Tag allerdings sehr diesig, sodass die umliegenden Berge teilweise nur schemenhaft zu erkennen waren. Dennoch war die Aussicht wunderschön und vermittelte uns einen eindrucksvollen Eindruck von der Weite und Größe der kanadischen Rocky Mountains.

Nach diesem erlebnisreichen Tag machten wir uns schließlich auf den Weg zu unserem Hotel und checkten in unsere Zimmer ein. Am Abend trafen wir uns zu einem leckeren gemeinsamen Abendessen und ließen die zahlreichen Eindrücke des Tages noch einmal Revue passieren. Einige Gäste hatten anschließend noch genügend Energie und nutzten den Abend für einen Spaziergang in das Zentrum von Banff, während die anderen den Tag gemütlich im Hotel ausklingen ließen.

Panoramafahrt entlang des Icefield Parkway – Jasper Nationalpark

Am heutigen Morgen genossen wir zunächst unser Frühstück, um uns für den langen und erlebnisreichen Tag zu stärken. Anschließend machten wir uns auf den Weg zu einigen der schönsten Naturschauplätze der kanadischen Rocky Mountains.

Unser erster Halt war der berühmte Lake Louise im Banff-Nationalpark. Der Gletschersee ist vor allem für sein intensiv türkisfarbenes Wasser und die beeindruckende Bergkulisse bekannt. Seine außergewöhnliche Farbe entsteht durch feinste Gesteinspartikel, sogenanntes Gletschermehl, die mit dem Schmelzwasser in den See gelangen. Gemeinsam mit den umliegenden Bergen und dem bekannten Fairmont Château Lake Louise bot sich uns eine traumhafte Kulisse.

Weiter ging es zum Moraine Lake, der im Valley of the Ten Peaks liegt und von zehn mächtigen Berggipfeln umgeben ist. Auch hier erwartete uns leuchtend türkisfarbenes Wasser vor einer spektakulären Berglandschaft. Kein Wunder, dass der Moraine Lake zu den bekanntesten Fotomotiven Kanadas gehört. Wir genossen diesen besonderen Ort und ließen die wunderschöne Landschaft auf uns wirken.

Nach einer Mittagspause setzten wir unsere Fahrt über den landschaftlich beeindruckenden Icefields Parkway fort. Unser nächster Halt war der Peyto Lake. Von einem Aussichtspunkt konnten wir den Gletschersee von oben betrachten und hatten einen fantastischen Blick auf das intensiv gefärbte Wasser und die umliegenden Berge.

Danach erwartete uns mit dem Athabasca-Gletscher ein weiteres großes Highlight. Der Gletscher gehört zum gewaltigen Columbia Icefield und ist einer der bekanntesten Gletscher der kanadischen Rocky Mountains. Ein Großteil unserer Gruppe entschied sich für eine Fahrt mit einem speziellen Ice Explorer auf den Gletscher. Diese außergewöhnlichen Fahrzeuge sind vor allem auf Kraft ausgelegt und erreichen lediglich eine Höchstgeschwindigkeit von etwa zehn Kilometern pro Stunde. Dabei können sie sogar extrem steile Strecken bewältigen. Schließlich erreichten wir den Athabasca-Gletscher und standen mitten auf einer beeindruckenden Eislandschaft. Der Gletscher hat die Landschaft über Jahrtausende geprägt und einst einen wesentlich größeren Teil des Tales ausgefüllt. Seit dem 19. Jahrhundert hat er sich jedoch deutlich zurückgezogen und einen großen Teil seines früheren Volumens verloren. Besonders eindrucksvoll war es zu erfahren, welche gewaltigen Kräfte im Eis wirken und wie tief die teilweise verborgenen Gletscherspalten sein können. Gleichzeitig machte uns der Besuch nachdenklich. Die Gletscher der Rocky Mountains verlieren zunehmend an Eis und sind wichtige Süßwasserspeicher für die Region. Direkt vor dieser mächtigen Eisfläche zu stehen und gleichzeitig zu wissen, wie stark sie sich innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit verändert hat, war ein ganz besonderes Erlebnis.

Die Gäste, die nicht mit dem Ice Explorer auf den Gletscher fahren wollten, konnten die Zeit für einen Spaziergang in Richtung Gletscher nutzen oder sich im Besucherzentrum über das Columbia Icefield und seine Entstehung informieren.

Zum Abschluss unseres erlebnisreichen Tages besuchten wir noch die Athabasca Falls im Jasper-Nationalpark. Der Athabasca River stürzt hier mit großer Kraft durch eine enge Felsschlucht. Die Wasserfälle sind zwar nicht außergewöhnlich hoch, beeindrucken dafür aber durch die gewaltigen Wassermassen und die Kraft, mit der sich der Fluss über Jahrtausende seinen Weg durch das Gestein gebahnt hat.

Nach diesem langen Tag voller wunderschöner Landschaften und unvergesslicher Eindrücke erreichten wir schließlich unsere idyllisch gelegene Unterkunft. Dort genossen wir die Ruhe und ließen den Abend gemütlich ausklingen. Hinter uns lag ein Tag, der uns einmal mehr gezeigt hatte, wie beeindruckend und gleichzeitig schützenswert die Natur der kanadischen Rocky Mountains ist.

Weiterreise nach British Columbia – Kamloops

Unseren heutigen Tag begannen wir mit einem schmackhaften Frühstück – und bereits am Morgen wartete eine ganz besondere Überraschung auf uns: Wir konnten tatsächlich Elche beobachten. Was für ein schöner Start in den Tag! Solche unerwarteten Begegnungen mit der Tierwelt sind es, die eine Reise durch Kanada immer wieder zu etwas ganz Besonderem machen.

Anschließend fuhren wir noch einmal durch Jasper. Dabei wurden wir mit den Folgen der verheerenden Waldbrände des Jahres 2024 konfrontiert. Der Anblick war erschreckend und machte uns sehr nachdenklich. Im Juli 2024 erreichte ein gewaltiger Waldbrand die Stadt und zerstörte rund 30 Prozent der Gebäude in Jasper. Insgesamt gingen 358 Gebäude verloren, darunter Wohnhäuser, Geschäfte, Hotels und Kirchen. Auch große Flächen des umliegenden Jasper-Nationalparks wurden vom Feuer erfasst. Umso bewegender war es zu sehen, wie die Menschen heute versuchen, ihre Stadt wiederaufzubauen und nach dieser Katastrophe nach vorne zu schauen.

Wir ließen Jasper schließlich hinter uns und fuhren weiter in Richtung British Columbia. Unser nächstes Ziel war das Mount Robson Visitor Center. Der Mount Robson ist mit 3.954 Metern der höchste Berg der kanadischen Rocky Mountains und erhebt sich eindrucksvoll über die umliegende Landschaft. Häufig versteckt sich sein Gipfel hinter dichten Wolken, doch wir hatten großes Glück: Der Berg zeigte sich uns und bot ein fantastisches Fotomotiv.

Natürlich kamen während unserer Fahrt auch die Bären zur Sprache – schließlich sind wir mitten in Kanada unterwegs. Wolfgang erklärte uns mit einem Augenzwinkern, wie ein Bär die verschiedenen Touristen vermutlich auf seiner Speisekarte einordnen würde: Ein Mensch im Zelt ist „Take-away“, ein Jogger ist „Fast Food“, ein Radfahrer „Essen auf Rädern“ und wer gemütlich auf einer Parkbank sitzt, bestellt praktisch selbst „Essen to go“. Wir hofften natürlich trotzdem, dass sämtliche Bären der Region an diesem Tag bereits ausgiebig gefrühstückt hatten!

Während der Weiterfahrt erzählte uns Wolfgang außerdem einiges über das Leben und das Gesundheitssystem in Kanada. Anders als manchmal behauptet, ist die medizinische Versorgung in Kanada nicht wirklich kostenlos, sondern wird überwiegend über Steuern finanziert. Berechtigte Einwohner sind über die Krankenversicherung ihrer jeweiligen Provinz oder ihres Territoriums abgesichert und müssen für medizinisch notwendige Behandlungen bei Ärzten und in Krankenhäusern in der Regel nicht direkt bezahlen. Das kanadische System unterscheidet sich damit beispielsweise deutlich vom deutschen Modell mit gesetzlichen und privaten Krankenkassen. Allerdings ist längst nicht jede Leistung automatisch abgedeckt. Zahnbehandlungen, Sehhilfen, verschreibungspflichtige Medikamente außerhalb eines Krankenhauses oder Krankenwagentransporte können je nach Provinz und persönlicher Situation ganz oder teilweise selbst bezahlt werden müssen. Deshalb besitzen viele Kanadier zusätzlich eine private Versicherung, beispielsweise über ihren Arbeitgeber. Die genauen Leistungen unterscheiden sich zwischen den einzelnen Provinzen und Territorien.

Überhaupt ist das Leben in Kanada stark von den enormen Entfernungen und regionalen Unterschieden geprägt. Während die großen Städte über eine gute Infrastruktur verfügen, liegen kleinere Gemeinden teilweise viele Kilometer voneinander entfernt. Gerade in ländlichen Regionen gehören lange Fahrtstrecken zum Alltag. Gleichzeitig sind die Nähe zur Natur, die riesigen Wälder, Seen und Berge für viele Menschen ein wichtiger Bestandteil der hohen Lebensqualität des Landes.

Unsere Mittagspause legten wir in Clearwater ein. Der kleine Ort in British Columbia zählt nur rund 2.500 Einwohner und gilt als Tor zum Wells Gray Provincial Park.

Gut gestärkt machten wir uns anschließend auf den Weg zu den Dawson Falls im Wells Gray Provincial Park. Der Park wird aufgrund seiner zahlreichen Wasserfälle auch als „Canada's Waterfalls Park“ bezeichnet. Die Dawson Falls liegen am Murtle River und erstrecken sich über eine Breite von rund 90 Metern. Das Wasser fließt hier über etwa 200.000 Jahre alte Lavaformationen und bildet einen breiten, stufenförmigen Wasserfall, der manchmal auch als „Little Niagara“ bezeichnet wird.

Inmitten dieser wunderschönen Naturkulisse wartete dann noch ein ganz besonderer Genuss auf uns: eine kleine Whiskyverkostung. Whisky mit Ahornsirup zu probieren, während um uns herum das Wasser rauschte und wir mitten in der kanadischen Natur standen, hatte schon etwas ganz Besonderes. Wir waren uns schnell einig: In solch einer Umgebung schmeckt der Whisky gleich noch ein bisschen besser.

Anschließend besuchten wir die beeindruckenden Helmcken Falls, einen der Höhepunkte des Wells Gray Provincial Parks. Hier stürzt der Murtle River ganze 141 Meter in einen gewaltigen Canyon hinab. Damit gehören die Helmcken Falls zu den höchsten Wasserfällen Kanadas. Die Landschaft wurde über Jahrtausende durch vulkanische Aktivitäten, Gletscher und die Kraft des Wassers geformt. Von der Aussichtsplattform konnten wir beobachten, wie die Wassermassen in die Tiefe stürzten – ein beeindruckender Anblick und ein wunderbarer Abschluss unserer heutigen Naturerlebnisse.

Danach setzten wir unsere Reise fort und erreichten am Abend Kamloops. Die Stadt liegt im Süden von British Columbia am Zusammenfluss des North und South Thompson River. Der Name Kamloops geht auf das indigene Wort „Tk’emlúps“ zurück, das sinngemäß „Zusammenfluss der Gewässer“ bedeutet. Die Geschichte der Region ist eng mit den Secwépemc First Nations verbunden, die dieses Gebiet seit Jahrtausenden bewohnen. Später prägten unter anderem Pelzhändler, Goldsucher, die Eisenbahn und die Landwirtschaft die Entwicklung der Stadt.

Nach einem langen und abwechslungsreichen Tag erreichten wir schließlich unser Hotel. Beim gemeinsamen Abendessen ließen wir die vielen Eindrücke noch einmal Revue passieren.

Reise nach Vancouver

Heute machten wir uns auf den Weg nach Vancouver und damit zu einem weiteren Höhepunkt unserer Reise durch Westkanada. Während der Fahrt wurden wir jedoch erneut mit den Auswirkungen der Waldbrände konfrontiert. In der Ferne konnten wir Brände und Rauch erkennen, und plötzlich ertönte sogar auf unseren Mobiltelefonen ein Warnsignal. Ein beklemmender Moment, der uns noch einmal deutlich machte, wie präsent die Waldbrandgefahr in Kanada zu dieser Zeit war.

Gegen Mittag erreichten wir Hope, wo wir unsere Mittagspause einlegten. Die kleine Stadt liegt im Süden von British Columbia am Fraser River und ist von einer beeindruckenden Berglandschaft umgeben. Bekannt ist Hope unter anderem für seine zahlreichen Holzskulpturen. Auch Teile des Films „Rambo: First Blood“ wurden hier gedreht.

Am frühen Nachmittag erreichten wir schließlich Vancouver. Die Metropole liegt wunderschön zwischen dem Pazifik und den Coast Mountains und ist für ihre außergewöhnliche Verbindung von Großstadt und Natur bekannt. Vancouver ist außerdem eine ausgesprochen multikulturelle Stadt und besitzt einen der bedeutendsten Häfen Nordamerikas.

Unsere erste Fahrt führte uns durch Chinatown, dessen Geschichte eng mit der chinesischen Einwanderung nach Kanada verbunden ist. Anschließend spazierten wir durch Gastown, den ältesten Stadtteil Vancouvers. Mit seinen historischen Backsteingebäuden und der berühmten Steam Clock besitzt das Viertel einen ganz besonderen Charme.

Von dort aus ging es weiter zum Hafen von Vancouver. Besonders auffällig ist hier das Canada Place mit seinem weißen, an große Segel erinnernden Dach.

Danach besuchten wir noch den berühmten Stanley Park. Die rund 400 Hektar große Grünanlage liegt direkt am Wasser und begeistert mit dichten Wäldern und wunderschönen Ausblicken auf die Stadt, das Meer und die umliegenden Berge. Bekannt sind außerdem die Totempfähle am Brockton Point, die die Kunst und Kultur verschiedener First Nations repräsentieren.

Am frühen Abend erreichten wir unser Hotel in Vancouver. Nach diesem abwechslungsreichen Tag freuten wir uns auf ein gemeinsames Abendessen im Coast Restaurant. Bei leckerem Essen und gemütlicher Atmosphäre ließen wir die vielen Eindrücke des Tages noch einmal Revue passieren und freuten uns auf die nächsten Erlebnisse unserer Reise.

Freizeit in Vancouver oder Ausflug nach Vancouver Island

Heute begann unser Tag bereits früh am Morgen – zumindest für diejenigen von uns, die nicht die Gelegenheit nutzten, Vancouver auf eigene Faust zu erkunden. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg nach Victoria, der Hauptstadt der kanadischen Provinz British Columbia.

Ein Teil unserer Reise führte uns mit der Fähre durch die wunderschöne Inselwelt zwischen dem kanadischen Festland und Vancouver Island. Schließlich erreichten wir Swartz Bay, einen wichtigen Fährhafen im Norden der Saanich Peninsula. Von hier aus setzten wir unsere Fahrt mit dem Bus in Richtung Victoria fort.

In Victoria angekommen, machten wir zunächst eine Stadtrundfahrt. Die Stadt liegt an der Südspitze von Vancouver Island und ist für ihre historischen Gebäude, gepflegten Gärten und ihren ausgeprägten britischen Einfluss bekannt. Benannt wurde sie nach Königin Victoria. Besonders rund um den Inner Harbour zeigt sich die elegante Atmosphäre der Stadt mit dem imposanten Parlamentsgebäude von British Columbia und dem berühmten Fairmont Empress Hotel.

Während unserer Rundfahrt besuchten wir auch das Terry-Fox-Denkmal. Terry Fox zählt bis heute zu den bekanntesten Persönlichkeiten Kanadas. Nachdem ihm aufgrund einer Krebserkrankung ein Bein amputiert werden musste, begann er 1980 seinen berühmten „Marathon of Hope“. Sein Ziel war es, quer durch Kanada zu laufen und dabei Spenden für die Krebsforschung zu sammeln. Nach mehr als 5.000 zurückgelegten Kilometern musste er seinen Lauf aufgrund einer erneuten Erkrankung abbrechen. Terry Fox starb 1981 im Alter von nur 22 Jahren, doch sein Mut und sein Engagement inspirieren bis heute Menschen auf der ganzen Welt.

Anschließend hatten wir etwas Freizeit und nutzten unsere Mittagspause in Victoria, um die schöne Atmosphäre der Stadt zu genießen, durch die Straßen zu schlendern oder uns in einem der zahlreichen Cafés und Restaurants zu stärken.

Am Nachmittag erwartete uns mit den berühmten Butchart Gardens ein weiteres Highlight. Die Geschichte der Gartenanlage begann Anfang des 20. Jahrhunderts, als Jennie Butchart einen ehemaligen Kalksteinbruch ihres Mannes in einen wunderschönen Garten verwandelte. Daraus entstand im Laufe der Jahre eine weitläufige Anlage mit verschiedenen Themengärten, darunter der berühmte Sunken Garden, der Japanese Garden und der Rose Garden. Heute zählen die Butchart Gardens zu den bekanntesten Gartenanlagen Kanadas. Die farbenprächtigen Blumen und liebevoll gestalteten Wege boten uns immer wieder wunderschöne Fotomotive.

Viel zu schnell ging unser schöner Tag auf Vancouver Island zu Ende. Wir machten uns wieder auf den Weg zum Fährhafen und genossen anschließend die Überfahrt zurück zum kanadischen Festland. Schließlich erreichten wir wieder Vancouver und konnten auf einen abwechslungsreichen Tag mit vielen schönen Eindrücken zurückblicken.

Vancouver, Beginn der Kreuzfahrt nach Alaska

Am heutigen Tag starteten wir alle etwas entspannter in den Morgen. Nach einem ausgiebigen Frühstück konnte jeder noch ein wenig Freizeit genießen und die letzten Stunden in Vancouver individuell gestalten. Ingo machte sich mit einigen Gästen auf den Weg nach Granville Island, während ich die Zeit nutzte, um die Kofferanhänger für unsere bevorstehende Kreuzfahrt abzuholen.

Gegen Mittag trafen wir uns wieder und machten uns gemeinsam auf den Weg zu unserem „fahrenden Hotel“, das für die kommenden Tage unser neues Zuhause sein sollte. Am Hafen hieß es dann Abschied nehmen von unseren Reiseleitern Wolfgang und Ingo, die uns während unserer Reise durch Westkanada begleitet hatten.

Anschließend begann der Check-in für unsere Kreuzfahrt. Nachdem wir auch die erforderliche Einreisekontrolle für die USA passiert hatten, konnten wir endlich an Bord gehen. Nach einer kurzen Wartezeit durften wir unsere Kabinen beziehen und hatten Gelegenheit, uns mit unserem neuen Zuhause vertraut zu machen und erste Erkundungen auf dem Schiff zu unternehmen.

Am späten Nachmittag trafen wir uns noch einmal als Gruppe, um offene Fragen zu klären und die wichtigsten Informationen für die kommenden Tage zu besprechen. Nun konnte der nächste spannende Abschnitt unserer Reise durch die Inside Passage in Richtung Alaska beginnen.

Am Abend genoss ich gemeinsam mit einigen Gästen ein leckeres Abendessen im Garden Café.

Kreuzfahrt durch die Inside Passage – Tag auf See

Heute starteten wir noch einmal ganz entspannt in den Tag. Wer Lust hatte, konnte den Morgen mit einem ausgiebigen À-la-carte-Frühstück im Grand Pacific Restaurant beginnen und sich dabei in aller Ruhe für den bevorstehenden Seetag stärken.

Am Vormittag trafen wir uns zu einem gemeinsamen Schiffsrundgang, um unser schwimmendes Zuhause für die nächsten Tage etwas genauer kennenzulernen. Die Norwegian Jade wurde 2006 gebaut und zuletzt 2022 umfassend renoviert. Mit einer Länge von rund 294 Metern und einer Breite von 32 Metern ist sie eine beeindruckende Erscheinung. Bei Doppelbelegung bietet das Schiff Platz für etwa 2.350 Gäste, um die sich mehr als 1.000 Besatzungsmitglieder kümmern. Insgesamt verfügt die Norwegian Jade über 1.201 Kabinen und Suiten. Bei unserem Rundgang stellten wir schnell fest, dass es an Bord jede Menge zu entdecken gibt. Neben dem großen Pooldeck mit Swimmingpool und Whirlpools gibt es das Mandara Spa, einen Fitnessbereich, verschiedene Geschäfte, ein Casino und zahlreiche Bars und Lounges. Für die Unterhaltung am Abend sorgen unter anderem Live-Musik und Shows im großen Stardust Theater, das Platz für mehr als 1.000 Zuschauer bietet.

Auch kulinarisch bietet die Norwegian Jade jede Menge Abwechslung. Neben den beiden Hauptrestaurants Grand Pacific und Alizar stehen unter anderem das Garden Café mit seinem großen Buffet sowie verschiedene weitere Restaurants zur Verfügung. Wer etwas Besonderes ausprobieren möchte, findet zudem Spezialitätenrestaurants mit französischer, italienischer, brasilianischer oder Steakhouse-Küche. Insgesamt gibt es an Bord mehr als ein Dutzend verschiedene Möglichkeiten zum Essen.

Nach unserem Rundgang konnte jeder den restlichen Seetag ganz nach seinen eigenen Vorstellungen verbringen. Die einen erkundeten das Schiff weiter, andere machten es sich gemütlich, genossen den Blick aufs Meer oder nutzten die verschiedenen Angebote an Bord.

Am späten Nachmittag trafen wir uns erneut, um noch offene Fragen zu klären und uns über die kommenden Tage auszutauschen. Langsam hatten wir uns alle auf unserem schwimmenden Hotel eingelebt und konnten die Kreuzfahrt in vollen Zügen genießen.

Am Abend kamen wir wieder zusammen und genossen ein schmackhaftes Abendessen im Alizar Restaurant. Bei gutem Essen und gemütlicher Atmosphäre ließen wir unseren entspannten Tag auf See ausklingen und freuten uns auf die kommenden Erlebnisse in Alaska.

Ketchikan in Alaska

Am heutigen Tag erreichten wir Ketchikan und damit unseren ersten Hafen in Alaska. Die Stadt liegt im Südosten Alaskas auf Revillagigedo Island und ist von dicht bewaldeten Bergen und Wasser umgeben. Ketchikan zählt rund 13.000 Einwohner und erstreckt sich aufgrund seiner besonderen geografischen Lage hauptsächlich als schmaler Streifen entlang der Küste. Eine Straßenverbindung zum nordamerikanischen Festland gibt es nicht, sodass viele Lebensmittel, Möbel und andere Waren per Schiff oder Flugzeug in die Stadt gebracht werden.

Ketchikan liegt inmitten des Tongass National Forest, des größten Nationalwaldes der USA und eines riesigen gemäßigten Regenwaldgebietes. Seinen Spitznamen „Rain Capital of Alaska“ trägt die Stadt nicht ohne Grund, denn an einem Großteil des Jahres fällt Niederschlag. Die üppigen Wälder und Gewässer bieten zahlreichen Tierarten einen Lebensraum. Mit etwas Glück lassen sich in der Region unter anderem Schwarzbären, Weißkopfseeadler, Bergziegen, Orcas und Buckelwale beobachten. Gleichzeitig ist Ketchikan ein beliebtes Ziel für Kreuzfahrtschiffe, wodurch in der Sommersaison täglich Tausende Besucher in die kleine Stadt kommen.

Am Morgen machten wir uns zunächst zu Fuß auf den Weg, um Ketchikan etwas genauer kennenzulernen. Natürlich durfte dabei ein Besuch der berühmten Creek Street nicht fehlen. Die historische Straße wurde auf Holzstelzen direkt über dem Ketchikan Creek errichtet und gehört heute zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Anfang des 20. Jahrhunderts befand sich hier das ehemalige Rotlichtviertel Ketchikans. Heute reihen sich in den bunten Holzhäusern kleine Geschäfte, Galerien und Cafés aneinander. Besonders während der Lachswanderung kann man von den Stegen aus beobachten, wie sich die Fische ihren Weg flussaufwärts bahnen.

Gegen Mittag kehrten wir zurück auf die Norwegian Jade, doch schon bald wartete mit unserem Ausflug „Lighthouse, Totems & Eagles“ das nächste Erlebnis auf uns. Vom Wasser aus konnten wir die wunderschöne Küstenlandschaft rund um Ketchikan aus einer ganz anderen Perspektive erleben.

Unterwegs erfuhren wir einiges über die Weißkopfseeadler, die in dieser Region häufig anzutreffen sind. Die majestätischen Vögel sind das Wappentier der USA und stehen unter besonderem gesetzlichen Schutz. Adlerpaare bleiben häufig über viele Jahre zusammen und nutzen ihre Nester immer wieder. Männchen und Weibchen beteiligen sich sowohl am Brüten als auch an der Versorgung der Jungtiere. In Südost-Alaska werden die Eier meist im Frühjahr gelegt. Besonders beeindruckend war es natürlich, die mächtigen Vögel in ihrer natürlichen Umgebung beobachten zu können.

Ein weiterer Schwerpunkt unseres Ausfluges waren die Totempfähle, die für die Kultur der indigenen Völker Südost-Alaskas eine große Bedeutung besitzen. In der Region um Ketchikan sind insbesondere die Kulturen der Tlingit, Haida und Tsimshian präsent. Totempfähle können beispielsweise Adler, Bären, Raben, Wölfe und andere Tiere darstellen. Dabei handelt es sich jedoch nicht einfach um Dekorationen. Die geschnitzten Figuren können Geschichten erzählen, an wichtige Ereignisse oder Personen erinnern und die Zugehörigkeit zu bestimmten Familien und Clans ausdrücken.

Traditionell wurden viele Geschichten und das damit verbundene Wissen mündlich von Generation zu Generation weitergegeben. Menschen, die mit den jeweiligen Symbolen und Überlieferungen vertraut sind, können deshalb wesentlich mehr aus einem Totempfahl „lesen“, als sich einem Außenstehenden auf den ersten Blick erschließt. Auch die Gestaltung und Bedeutung der Pfähle kann sich zwischen den verschiedenen indigenen Gruppen unterscheiden. Besonders beeindruckend ist die aufwendige Handarbeit, die hinter den kunstvollen Schnitzereien steckt.

Nach unserem abwechslungsreichen Ausflug kehrten wir schließlich wieder auf das Schiff zurück. Hinter uns lag ein Tag voller neuer Eindrücke, an dem wir nicht nur die wunderschöne Natur Alaskas erleben, sondern auch einiges über die Tierwelt und die Kultur der indigenen Bevölkerung erfahren konnten.

Am Abend stärkten wir uns bei einem leckeren Essen an Bord. Einige von uns ließen den Tag anschließend bei einer Zaubershow ausklingen und staunten über die verschiedenen Tricks und Illusionen.

Juneau – Alaskas Hauptstadt

Am heutigen Tag erreichten wir Juneau, die Hauptstadt des US-Bundesstaates Alaska. Die Stadt liegt malerisch zwischen dem Gastineau Channel und den steil aufragenden Bergen und ist eine der ungewöhnlichsten Hauptstädte der USA. Obwohl Juneau eine Fläche von mehr als 8.000 Quadratkilometern umfasst, leben hier nur rund 32.000 Menschen. Eine weitere Besonderheit ist, dass keine Straße Juneau mit dem übrigen nordamerikanischen Straßennetz verbindet. Die Stadt ist daher nur per Schiff oder Flugzeug erreichbar. Seit 1906 ist Juneau die Hauptstadt Alaskas und entwickelte sich ursprünglich vor allem durch Goldfunde in der Region.

Unser erstes Ziel war der beeindruckende Mendenhall-Gletscher, der nur wenige Kilometer außerhalb von Juneau liegt. Der rund 20 Kilometer lange Gletscher gehört zum riesigen Juneau Icefield und endet am Mendenhall Lake. Wie viele Gletscher weltweit hat auch der Mendenhall-Gletscher in den vergangenen Jahrzehnten deutlich an Masse verloren und sich immer weiter zurückgezogen. Trotzdem bot sich uns eine beeindruckende Kulisse aus Gletscher, Bergen, Wald und See. Ein ganz besonderes tierisches Erlebnis hatten wir ebenfalls: Hoch oben in einem Baum entdeckten wir tatsächlich ein Stachelschwein, das es sich dort gemütlich gemacht hatte.

Anschließend besuchten wir eine Lachsaufzucht und erfuhren mehr über die große Bedeutung der Lachse für Alaska. Lachse verbringen einen Teil ihres Lebens im Meer, kehren zur Fortpflanzung jedoch in die Gewässer zurück, in denen sie selbst geschlüpft sind. Bei der Aufzucht werden junge Lachse zunächst unter kontrollierten Bedingungen herangezogen und später ins Meer entlassen. Besonders interessant war die sogenannte Fischtreppe. Sie besteht aus mehreren kleinen Stufen und Becken und ermöglicht den zurückkehrenden Lachsen, Höhenunterschiede zu überwinden und flussaufwärts zu ihren Laichgebieten beziehungsweise zur Aufzuchtanlage zu gelangen. Gerade während der Lachswanderung ist es faszinierend zu beobachten, mit welcher Kraft sich die Tiere gegen die Strömung bewegen.

Weiter ging es zu einer der auffälligsten Sehenswürdigkeiten Juneaus, der großen Walstatue „Tahku“. Die lebensgroße Skulptur zeigt einen aus dem Wasser springenden Buckelwal und erinnert an die große Bedeutung dieser Tiere für Alaska. Durch die Wasserfontänen rund um die Statue entsteht der Eindruck, als würde der Wal tatsächlich gerade aus dem Wasser auftauchen.

Zum Abschluss unseres gemeinsamen Programms besuchten wir das Alaska State Museum. Das Museum vermittelt einen interessanten Überblick über die Geschichte, Natur und verschiedenen Kulturen Alaskas. Besonders umfangreich sind die Ausstellungen zu den indigenen Völkern des Landes, darunter die Tlingit, Haida, Tsimshian, Aleuten und Iñupiat. Traditionelle Kleidung, Werkzeuge, Kunstwerke und Alltagsgegenstände geben einen Einblick in ihre Lebensweise und ihre jahrhundertealten Traditionen. Weitere Ausstellungen beschäftigen sich unter anderem mit der russischen Kolonialzeit, dem Goldrausch und der späteren Entwicklung Alaskas.

Danach blieb noch genügend Zeit, um Juneau auf eigene Faust zu entdecken. Einige nutzten die Gelegenheit zum Bummeln und Einkaufen, andere statteten dem legendären Red Dog Saloon einen Besuch ab. Das urige Lokal erinnert mit seiner Einrichtung an die Zeit des Goldrausches und gehört heute zu den bekanntesten Adressen der Stadt. Natürlich durfte in Alaska auch die Kulinarik nicht zu kurz kommen, und so nutzten einige die Gelegenheit, köstlichen Rotlachs zu probieren.

Am Abend wartete schließlich noch Unterhaltung an Bord auf uns. Bei der Crew-Talentshow zeigten einige Besatzungsmitglieder, welche überraschenden Talente in ihnen schlummerten. Mit Musik, Tanz und verschiedenen Darbietungen sorgten sie für einen unterhaltsamen Abschluss unseres erlebnisreichen Tages in Juneau.

Skagway

Am heutigen Tag erreichten wir Skagway, eine kleine historische Stadt im Südosten Alaskas mit weniger als 1.000 Einwohnern. Während der Sommermonate verändert sich das beschauliche Städtchen jedoch deutlich, denn zahlreiche Kreuzfahrtschiffe bringen Besucher aus aller Welt hierher. Bekannt wurde Skagway vor allem während des Klondike-Goldrausches Ende des 19. Jahrhunderts. Tausende Goldsucher kamen damals in die Stadt, um von hier aus ihre beschwerliche Reise in Richtung Yukon und zu den Goldfeldern am Klondike River anzutreten. Noch heute erinnern zahlreiche historische Gebäude an diese aufregende Zeit.

Für einen Teil unserer Gruppe begann der Tag mit einer Fahrt mit der berühmten White Pass & Yukon Route Railroad. Die historische Eisenbahn wurde ab 1898 während des Klondike-Goldrausches erbaut und sollte den schwierigen Weg über die Berge erleichtern. Heute zählt die Strecke zu den bekanntesten Attraktionen Skagways. Während der Fahrt schlängelte sich unser Zug durch eine spektakuläre Berglandschaft, vorbei an tiefen Schluchten, Wasserfällen und steilen Berghängen. Immer wieder boten sich uns wunderschöne Ausblicke. Besonders beeindruckend war die Vorstellung, unter welchen schwierigen Bedingungen die Goldsucher diese Region einst zu Fuß durchqueren mussten.

Der andere Teil unserer Gruppe machte sich auf den Weg in den Yukon. Das Yukon Territory ist eine dünn besiedelte Region im Nordwesten Kanadas und untrennbar mit dem Klondike-Goldrausch verbunden. Nachdem 1896 Gold am Klondike River entdeckt worden war, machten sich Zehntausende Menschen auf die Suche nach Reichtum. Die gewaltigen Berge, Seen und nahezu unberührten Landschaften vermitteln noch heute einen Eindruck von der Weite und Wildnis des kanadischen Nordens.

Gegen Mittag waren wir wieder zurück in Skagway und hatten genügend Zeit, die kleine Stadt individuell zu erkunden. Die historischen Häuser mit ihren bunten Fassaden und zahlreiche Geschäfte luden zum Bummeln und Einkaufen ein. Wer Lust hatte, konnte außerdem eine lokale Brauerei besuchen und verschiedene Biersorten probieren.

Auch die Geschichte des Goldrausches ist in Skagway überall präsent. Im Besucherzentrum des Klondike Gold Rush National Historical Park kann man mehr über die Goldsucher und ihre abenteuerliche Reise erfahren. Historische Gebäude und Ausstellungen lassen die damalige Zeit wieder lebendig werden.

Ein besonders bekannter Ort ist der Red Onion Saloon. Das Gebäude stammt aus der Zeit des Goldrausches und wurde 1898 eröffnet. Damals befand sich hier unter anderem ein Bordell, das heute Teil eines kleinen Museums ist. Mit seiner historischen Einrichtung erinnert der Saloon noch immer an die wilden Zeiten Skagways. Wer noch tiefer in diese Epoche eintauchen wollte, konnte außerdem eine der unterhaltsamen Shows besuchen, die Geschichten und Persönlichkeiten aus der Zeit des Goldrausches aufgreifen.

Nach unseren unterschiedlichen Erkundungen kehrten wir schließlich zurück auf die Norwegian Jade. Am Abend wartete für mich noch ein besonderes kulinarisches Erlebnis. Ich besuchte das Spezialitätenrestaurant Teppanyaki an Bord. Hier werden die Speisen direkt vor den Gästen auf einer großen heißen Grillplatte zubereitet. Dabei sorgen die Köche mit kleinen Kunststücken und viel Unterhaltung dafür, dass nicht nur das Essen, sondern bereits die Zubereitung zu einem Erlebnis wird.

Glacier Bay Nationalpark – Icy Strait Point – Alaska

Am heutigen Tag erwartete uns ein ganz besonderes Highlight unserer Alaska-Reise: der Besuch des Glacier Bay Nationalparks. Bereits früh am Morgen, gegen 6:00 Uhr, erreichten wir den Nationalpark. Während die Norwegian Jade langsam durch die beeindruckende Fjordlandschaft glitt, konnten wir die ersten Blicke auf die majestätische Natur Alaskas genießen. Steile Bergflanken, schneebedeckte Gipfel, unberührte Wälder und gewaltige Eisflächen prägten die Landschaft.

Am Vormittag hatten wir zunächst noch etwas Zeit, das Schiff und die besondere Atmosphäre im Glacier Bay Nationalpark zu genießen. In der Spinnaker Lounge standen zwischen 7:00 und 14:00 Uhr Ranger des Nationalparks für Fragen zur Verfügung und erzählten Wissenswertes über die Landschaft, die Gletscher und die Tierwelt der Region. Es lohnte sich außerdem, ein Fernglas mitzunehmen, denn viele Tiere waren aufgrund der großen Entfernung mit bloßem Auge nur schwer zu erkennen.

Gegen 10:00 Uhr erreichten wir den Bereich des Margerie-Gletschers. Der gewaltige Gezeitengletscher ist rund 34 Kilometer lang und reicht bis zum Tarr Inlet. Besonders beeindruckend war die bläulich schimmernde Eiswand, die sich vor uns auftürmte. Mit etwas Glück kann man hier beobachten, wie Eis vom Gletscher abbricht und mit gewaltigem Getöse ins Meer stürzt. Dieses sogenannte Kalben ist ein faszinierendes Naturschauspiel und macht deutlich, welche enormen Kräfte in einem Gletscher wirken.

Außerdem hatten einige Gäste die Chance an einem Whale Watching teilzunehmen. Der Ausflug führte uns mit einem Boot hinaus in die Gewässer rund um Glacier Bay und auf die Suche nach der faszinierenden Tierwelt Alaskas. Das Boot bietet Platz für bis zu 140 Personen. Teilweise hatten wir recht starken Seegang, was die Fahrt zusätzlich zu einem kleinen Abenteuer machte. Besonders schön war die Begegnung mit mehreren Buckelwalen. Immer wieder konnten wir die Tiere beobachten, wenn sie an der Wasseroberfläche auftauchten. Auch einen Braunbären konnten wir entdecken, der sich in Ufernähe aufhielt. Solche Tierbeobachtungen sind natürlich immer eine Frage des Glücks und der richtigen Entfernung.

Nach dem Ausflug machten manche von uns noch einen kleinen Spaziergang zu den Gondeln im Icy Strait Point. Icy Strait Point liegt auf Chichagof Island im Südosten Alaskas und ist ein besonderer Kreuzfahrthafen, der direkt von der indigenen Tlingit-Gemeinschaft betrieben wird. Die Anlage entstand auf dem Gelände einer ehemaligen Fischkonservenfabrik aus dem Jahr 1912, deren historische Gebäude teilweise erhalten und restauriert wurden. Dort gab es neben den Gondeln lediglich einen kleinen Souvenirladen. Besonders interessant ist jedoch die ZIP Line, die hier als eine der längsten beziehungsweise größten ZIP Line-Anlagen der Welt gilt und über die Besucher mit hoher Geschwindigkeit über die Landschaft gleiten können.

Am Abend traf ich mich noch mit manchen Gästen zum Abendessen im Garden Café. Anschließend ließen wir den Tag noch gemütlich in der Spinnaker Lounge ausklingen.

Seetag – Auf dem Weg nach Whittier (Alaska)

Der heutige Tag stand ganz im Zeichen der Erholung und des Abschieds von unserer Kreuzfahrt. Wir hatten einen entspannten Seetag vor uns und waren auf dem Weg nach Whittier, unserem letzten Hafen in Alaska. Nach den vielen erlebnisreichen Tagen an Land und den zahlreichen Ausflügen bot sich noch einmal die Gelegenheit, die Annehmlichkeiten der Norwegian Jade zu genießen und die bisherigen Eindrücke Revue passieren zu lassen.

Am Morgen konnten wir noch einmal gemütlich im Grand Pacific Restaurant frühstücken. Viele nutzten den Vormittag anschließend für etwas Ruhe, einen Spaziergang über das Schiff oder um noch einmal die verschiedenen Bereiche der Norwegian Jade zu erkunden.

Am Nachmittag trafen wir uns zu unserer letzten gemeinsamen Sprechstunde. Dabei besprachen wir ausführlich den Ablauf der Ausschiffung am nächsten Tag und klärten alle offenen Fragen. Nach den vielen Tagen an Bord war es kaum zu glauben, dass unsere Kreuzfahrt bereits ihrem Ende entgegenging.

Am frühen Abend trafen wir uns noch einmal zu einem gemeinsamen Abendessen im Grand Pacific Restaurant. Wir tauschten uns über die vergangenen Tage aus und erinnerten uns an die vielen besonderen Momente unserer Reise durch Alaska. Von den Gletschern und Walen über die historischen Goldgräberstädte bis hin zu den beeindruckenden Landschaften der Inside Passage hatten wir unglaublich viel erlebt.

Später am Abend trafen sich einige von uns noch in der Spinnaker Lounge. Bei einem gemütlichen Beisammensein ließen wir den letzten Abend an Bord ausklingen. Gegen 22:00 Uhr hieß es schließlich, die Koffer vor die Kabinentür zu stellen, damit sie in der Nacht von der Crew abgeholt und für die Ausschiffung bereitgestellt werden konnten.

Damit ging unser letzter Abend auf der Norwegian Jade zu Ende. Ein wenig Wehmut war dabei, denn hinter uns lagen viele wunderschöne und unvergessliche Tage auf See. Gleichzeitig waren wir gespannt auf unseren letzten Abschnitt in Alaska und die Erlebnisse, die uns nach der Ausschiffung noch erwarten würden.

Ankunft in Whittier – Portage Gletscher See – Anchorage

Am heutigen Morgen hieß es Abschied nehmen von der Norwegian Jade und unserer Kreuzfahrt durch die Inside Passage und entlang der Küste Alaskas.

Nach einem letzten Frühstück im Garden Café trafen wir uns im Atrium zur gemeinsamen Ausschiffung. Alles verlief erfreulich schnell und unkompliziert, sodass wir bereits kurze Zeit später das Schiff verlassen konnten. Reiseleiterin Anna empfing uns am Hafen herzlich.

Whittier ist eine kleine, ungewöhnliche Hafenstadt am Prince William Sound. Der Ort ist von hohen Bergen und Gletschern umgeben und besitzt einen der wichtigsten Tiefwasserhäfen Alaskas. Besonders außergewöhnlich ist, dass ein Großteil der Bevölkerung in einem einzigen großen Gebäude lebt. Whittier ist außerdem ein wichtiger Ausgangspunkt für Ausflüge in den Prince William Sound und zu den umliegenden Gletschern.

Unser erster kurzer Stopp führte uns zum Portage Lake. Der See liegt südöstlich von Anchorage und ist von einer beeindruckenden Berglandschaft umgeben. Leider meinte es das Wetter an diesem Morgen nicht besonders gut mit uns, sodass uns der Blick auf den Portage-Gletscher verwehrt blieb. Die Wolken und der Nebel lagen so dicht über den Bergen, dass wir nur erahnen konnten, welche beeindruckende Gletscherlandschaft sich dahinter verbarg.

Anschließend besuchten wir das Alaska Wildlife Conservation Center. In dem weitläufigen Gelände werden verletzte, verwaiste oder nicht mehr auswilderbare Wildtiere aufgenommen und versorgt. Wir konnten dort zahlreiche typische Tiere Alaskas beobachten, darunter Elche, Braun- und Schwarzbären, Bisons, Moschusochsen und verschiedene weitere Wildtiere. Besonders schön war es, die Tiere aus nächster Nähe zu sehen und gleichzeitig mehr über die Tierwelt Alaskas und die Arbeit der Einrichtung zu erfahren.

Weiter ging unsere Fahrt in Richtung Anchorage. Unterwegs machten wir noch einen kurzen Stopp an einem kleinen Flughafen für Wasserflugzeuge. Diese Flugzeuge gehören in Alaska zum Alltag, denn viele abgelegene Orte und Regionen sind nicht über Straßen erreichbar. Wasserflugzeuge ermöglichen es, auch entlegene Gebiete zu erreichen und gehören damit zu einem wichtigen Teil des Transportwesens in Alaska.

Kurz darauf erreichten wir Anchorage und legten zunächst einen Fotostopp ein, um die Skyline der größten Stadt Alaskas festzuhalten. Anchorage liegt zwischen dem Cook Inlet und den Chugach Mountains und verbindet auf besondere Weise das Leben einer modernen Stadt mit der beeindruckenden Wildnis Alaskas.

Anschließend hatten wir ausreichend Zeit für unsere Mittagspause und konnten Anchorage ein wenig auf eigene Faust erkunden. Gegen Nachmittag erreichten wir schließlich unser Hotel und konnten uns nach diesem abwechslungsreichen Tag etwas erholen.

Am Abend traf ich mich mit einem Gast zum gemeinsamen Abendessen. Dafür besuchten wir Humpy's Great Alaskan Alehouse, ein uriges und gemütliches Restaurant im Herzen von Anchorage. Die große Auswahl an Bieren und das leckere Essen sorgten für einen gelungenen Abschluss unseres ersten Tages nach der Kreuzfahrt.

Weiterreise zum Denali Nationalpark – Talkeetna und Huskys

Heute hieß es für uns, Anchorage erst einmal zu verlassen und weiter in Richtung Denali Nationalpark zu fahren.

Nach etwa einer Stunde Fahrt legten wir einen Zwischenstopp an einem Supermarkt ein. Hier konnten wir uns mit Lebensmitteln und Getränken für den heutigen und den kommenden Tag versorgen. Anschließend ging es weiter durch die beeindruckende Landschaft Alaskas, die zunehmend wilder und ursprünglicher wurde.

Ein besonderes Highlight erwartete uns bei Happy Trails, dem Unternehmen von Martin Buser. Martin Buser ist einer der bekanntesten Schlittenhundeführer Alaskas und nahm mehrfach am berühmten Iditarod Trail Sled Dog Race teil. Bei unserem Besuch erfuhren wir viel über die faszinierende Welt des Schlittenhundesports und das Leben mit den Huskys. Die Hunde waren natürlich der Star des Besuchs. Die energiegeladenen Huskys begrüßten uns teilweise lautstark und voller Begeisterung. Wir konnten viel über ihre Haltung, ihr Training und ihre besondere Beziehung zu den Mushern erfahren. Besonders beeindruckend war, wie viel Ausdauer und Kraft diese Tiere besitzen und welche wichtige Rolle sie über viele Jahrzehnte beim Transport in den abgelegenen Regionen Alaskas spielten. Auch heute noch hat der Schlittenhundesport in Alaska eine große kulturelle Bedeutung.

Anschließend setzten wir unsere Fahrt nach Talkeetna fort. Das kleine Örtchen liegt am Zusammenfluss von drei Flüssen und ist vor allem als Ausgangspunkt für Besteigungen des Denali bekannt. Viele Bergsteiger machen hier Station, bevor sie sich auf den Weg zum höchsten Berg Nordamerikas machen. Talkeetna selbst hat sich seinen historischen und etwas urigen Charakter bewahrt. Kleine Holzhäuser, Geschäfte, Cafés und Restaurants säumen die Straßen und vermitteln einen Eindruck vom ursprünglichen Alaska. Wir hatten Zeit, den Ort auf eigene Faust zu erkunden, durch die kleinen Geschäfte zu schlendern und die besondere Atmosphäre zu genießen.

Am späten Nachmittag erreichten wir schließlich unser Hotel und konnten uns nach der langen Fahrt etwas erholen.

Am Abend trafen wir uns zum gemeinsamen Abendessen im Prospectors Restaurant.

Erkundungstour im Denali Nationalpark – Alaska

Heute erwartete uns ein ganz besonderer Höhepunkt unserer Reise durch Alaska: die Erkundung des Denali Nationalparks. Nach dem Frühstück machten wir uns voller Vorfreude auf den Weg zu unserer Tundra Wilderness Tour. Der Denali National Park and Preserve gehört zu den bekanntesten Nationalparks Alaskas und ist für seine beeindruckende Landschaft und die artenreiche Tierwelt bekannt. Im Mittelpunkt steht der Denali, mit 6.190 Metern der höchste Berg Nordamerikas. Die Fahrt führte uns tief in die beeindruckende Landschaft des Nationalparks. Weite Tundraflächen, dichte Wälder, Flüsse und imposante Bergketten begleiteten uns auf unserem Weg. Besonders spannend war die Möglichkeit, Wildtiere in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten. Wir konnten Grizzlybären, einen Elch, einen Karibus, Dallschafe und Tannenhühner entdecken.

Immer wieder hielten wir Ausschau nach Tieren und genossen die außergewöhnliche Landschaft. Bei einem kurzen Fotostopp konnten wir die Gelegenheit nutzen, die beeindruckende Umgebung festzuhalten. Das Wetter und die Sichtverhältnisse waren an diesem Tag auch ganz auf unserer Seite. Während unserer langen Tour legten wir außerdem zwei kurze Pausen ein, um uns die Beine zu vertreten und die sanitären Einrichtungen zu nutzen. Trotz der langen Fahrt wurde es nicht langweilig, denn hinter jeder Kurve wartete eine neue Landschaft und immer wieder hielten wir Ausschau nach Tieren.

Am späten Nachmittag hieß es dann, Abschied von einem Teil unserer Gruppe zu nehmen. Die Gäste, die einen Flug über die beeindruckende Bergwelt Alaskas gebucht hatten, stiegen bereits am Princess Hotel aus.

Am Abend gingen wir erneut zum gemeinsamen Abendessen im Prospectors Restaurant. Das Restaurant ist gemütlich und urig eingerichtet und bot eine angenehme Atmosphäre.

Hinter uns lag ein langer, aber wunderschöner Tag in der beeindruckenden Wildnis Alaskas. Die Weite der Landschaft, die faszinierende Tierwelt und die Nähe zum mächtigen Denali machten diesen Tag zu einem Erlebnis, das uns sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Panorama Zugfahrt mit dem „Alaska Wilderness Express“ nach Anchorage

Heute stand ein ganz besonderes Erlebnis auf unserem Programm: eine Panorama-Zugfahrt mit dem Alaska Wilderness Express von Denali nach Anchorage. Nach den erlebnisreichen Tagen in der Wildnis Alaskas konnten wir die Landschaft heute ganz entspannt aus einer besonderen Perspektive genießen.

Der Morgen begann mit einem Frühstück, bevor wir unsere Koffer für die Weiterreise vorbereiteten. Anschließend trafen wir uns vor dem Hotel und fuhren gemeinsam zum Bahnhof. Es blieb noch etwas Zeit, um das nahegelegene Denali Visitor Center zu besuchen. Dort konnten wir uns noch einmal über den Nationalpark informieren, Souvenirs kaufen und die sanitären Einrichtungen nutzen.

Gegen Mittag trafen wir uns schließlich am Bahnsteig. Der Alaska Wilderness Express ist ein privat betriebener Panoramazug, der vor allem während der Sommermonate zwischen verschiedenen touristisch wichtigen Orten Alaskas verkehrt. Besonders schön sind die großen Panoramafenster und die erhöhten Aussichtswagen, durch die man die vorbeiziehende Landschaft besonders gut betrachten kann.

Während draußen die beeindruckende Landschaft Alaskas an uns vorbeizog, begann unser Mittagessen. So konnten wir in aller Ruhe essen und gleichzeitig die Aussicht genießen.

Die Strecke führte uns durch die weite und teilweise nahezu unberührte Landschaft Alaskas. Dichte Wälder, Flüsse, Seen und gewaltige Bergketten begleiteten uns während der gesamten Fahrt. Immer wieder boten sich wunderschöne Fotomotive und wir konnten uns einfach zurücklehnen und die Landschaft an uns vorbeiziehen lassen.

Am frühen Abend wurde schließlich das Abendessen serviert. Die Kombination aus gutem Essen, gemütlicher Atmosphäre und der vorbeiziehenden Landschaft machte die Zugfahrt zu einem ganz besonderen Reiseerlebnis.

Am Abend erreichten wir schließlich Anchorage. Damit neigte sich ein wunderschöner Reisetag langsam dem Ende entgegen. Nach der Ankunft wurden wir vom Bahnhof abgeholt und fuhren gemeinsam zu unserem Hotel.

Freizeit in Anchorage oder Grizzly Bärenbeobachtung mit Wasser–Flugzeug und Boot

Heute konnten wir den Tag ganz nach unseren eigenen Vorstellungen gestalten. Während ein Teil der Gruppe eine ganz besondere Bärenbeobachtung mit Wasserflugzeug und Boot unternahm, nutzten andere Gäste die freie Zeit, um Anchorage auf eigene Faust zu erkunden.

Bereits am frühen Morgen traf sich Anna mit den Gästen, die zur Bärenbeobachtung aufbrachen. Mit einem kleinen Wasserflugzeug ging es hinaus in die beeindruckende Wildnis Alaskas. Ziel war es, Grizzlybären in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten. Nach dem Flug ging es mit einem Boot weiter, um die Tiere aus sicherer Entfernung beobachten zu können. Gerade diese Kombination aus Wasserflugzeug und Boot macht einen solchen Ausflug zu einem ganz besonderen Erlebnis, denn schon der Flug über die unberührte Landschaft Alaskas ist beeindruckend.

Ich traf mich am Morgen mit vier Gästen, um gemeinsam Anchorage zu erkunden. Unser erster Besuch führte uns zur Ulu Factory. Das Ulu ist ein traditionelles Messer der indigenen Bevölkerung Alaskas mit einer charakteristisch gebogenen Klinge. Ursprünglich wurde es unter anderem zum Schneiden von Fleisch und Fisch sowie bei der Verarbeitung von Tierhäuten verwendet. In der Ulu Factory konnten wir mehr über die Herstellung erfahren und natürlich auch einen Blick auf die traditionellen Messer werfen. Anschließend schlenderten wir zu den Anglern am Wasser. Besonders in den Sommermonaten ist das Lachsfischen in Anchorage ein wichtiger Bestandteil des Stadtlebens. Mitten in der Stadt kann man beobachten, wie Angler geduldig auf ihren Fang warten. Danach besuchten wir das Anchorage Museum, das einen umfassenden Einblick in die Geschichte, Kunst und Kultur Alaskas bietet. Besonders interessant sind die Ausstellungen zu den indigenen Völkern Alaskas sowie zur Natur und Geschichte des Bundesstaates.

Manche Gäste unternahmen dann eine Küstenwanderung. Der Tony Knowles Coastal Trail eignet sich dafür besonders gut. Der Weg verläuft über viele Kilometer entlang der Küste und bietet wunderschöne Ausblicke auf den Cook Inlet und die umliegenden Berge. Mit etwas Glück kann man unterwegs sogar Elche oder Weißkopfseeadler entdecken.

Am Abend trafen wir uns schließlich alle in der Hotellobby. Da Humpy's leider zu voll war, entschieden wir uns, gemeinsam im Restaurant unseres Hotels zu essen. Bei einem gemütlichen Abendessen und einem kleinen Umtrunk ließen wir unseren letzten Abend in Anchorage ausklingen. Auch Anna war dabei und so konnten wir gemeinsam auf die vergangenen Tage zurückblicken.

Alaska Native Heritage Center – Rückflug von Anchorage

Heute hieß es leider Abschied nehmen von Alaska. Nach den vielen beeindruckenden Erlebnissen der vergangenen Tage stand mit dem Besuch des Alaska Native Heritage Center noch ein letzter besonderer Programmpunkt auf unserem Reiseplan.

Nach einem gemütlichen Frühstück im Hotel machten wir uns auf den Weg zum Alaska Native Heritage Center. Das Kulturzentrum in Anchorage widmet sich der Geschichte, den Traditionen und der Gegenwart der indigenen Bevölkerung Alaskas. Im Mittelpunkt stehen die verschiedenen indigenen Gruppen, die seit vielen Jahrhunderten in den unterschiedlichen Regionen des Landes leben. Auf dem weitläufigen Gelände konnten wir traditionelle Gebäude und Wohnformen kennenlernen und mehr über die Lebensweise der verschiedenen Bevölkerungsgruppen erfahren. Besonders interessant waren die Einblicke in die unterschiedlichen Kulturen, Sprachen, Handwerkskünste und Traditionen. Dabei wurde deutlich, wie unterschiedlich die Lebensbedingungen der indigenen Gemeinschaften in den verschiedenen Regionen Alaskas waren und teilweise bis heute sind. Das Heritage Center vermittelt außerdem, welche wichtige Rolle die Natur und die Tierwelt für die indigene Bevölkerung spielen. Jagd, Fischfang, Handwerk und die Weitergabe von Wissen von einer Generation zur nächsten waren und sind wichtige Bestandteile vieler Traditionen.

Gegen Mittag machten uns auf den Weg zum Flughafen. Dort angekommen, hatten wir noch etwas Zeit, bevor unser Rückflug startete.

Am späten Nachmittag hieß es schließlich endgültig Abschied nehmen. Mit vielen wunderschönen Erinnerungen im Gepäck verließen wir Anchorage und damit Alaska. Hinter uns lagen abwechslungsreiche Tage mit beeindruckenden Gletschern, majestätischen Bergen, wilden Tieren, historischen Orten und faszinierenden Begegnungen mit der Kultur Alaskas.

Ankunft in Deutschland

Nach einer langen und erlebnisreichen Reise hieß es heute endgültig Abschied nehmen. Wir landeten gegen Mittag in Frankfurt und hatten damit wieder deutschen Boden unter den Füßen.

Nach der Landung hieß es, das Gepäck abzuholen und wir verabschiedeten uns voneinander. Nach vielen gemeinsamen Tagen voller beeindruckender Landschaften, spannender Begegnungen und unvergesslicher Erlebnisse fiel der Abschied nicht ganz leicht.

Hinter uns lag eine abwechslungsreiche Reise durch Westkanada und Alaska mit majestätischen Bergen, gewaltigen Gletschern, wilden Tieren, faszinierenden Städten und der beeindruckenden Inside Passage. Nun ging eine wunderschöne Reise zu Ende, von der sicherlich jeder von uns viele besondere Erinnerungen mit nach Hause nahm.


Eine ganz besondere Reise liegt hinter uns. Von den beeindruckenden Landschaften Westkanadas über die majestätischen Rocky Mountains bis hin zur faszinierenden Wildnis Alaskas durften wir unzählige besondere Momente erleben. Gewaltige Gletscher, türkisfarbene Seen, wilde Tiere, historische Goldgräberstädte und die beeindruckende Inside Passage haben uns immer wieder aufs Neue begeistert. Gemeinsam haben wir viele schöne Erlebnisse geteilt, viel gelacht, gestaunt und unvergessliche Erinnerungen gesammelt.

Bleibt alle schön gesund und weiterhin so reisefreudig! Alles Liebe!

Mareike


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