Rundreise und Kreuzfahrt Ost–Kanada zum Indian Summer
Reisebericht: 11.09. – 27.09.2026
Kanada und Neuengland entdecken: pulsierende Städte, traumhafte Küsten, beeindruckende Natur und eine erlebnisreiche Kreuzfahrt – mit einer wunderbaren Reisegruppe - besser geht es nicht!
Ein Reisebericht von
Carmen Kiefer
Flug nach Toronto in Kanada
Gut gelaunt und voller Vorfreude trifft sich unsere kleine Reisegruppe am Gate in Frankfurt. Vor uns liegt eine ganz besondere Reise durch den Osten Kanadas mit anschließender Kreuzfahrt bis nach Philadelphia.
Die Koffer sind aufgegeben, die Pässe griffbereit und die Vorfreude steigt. Jetzt heißt es nur noch: einsteigen und losfliegen! Kanada, wir kommen!
Nach acht Stunden Flug landen wir pünktlich um die Mittagszeit in Toronto. Ohne Probleme passieren wir die Einreisekontrollen und kaum haben wir unsere Koffer in Empfang genommen, werden wir auch schon von Margarith erwartet. Sie wird uns in den nächsten fünf Tagen ihre Wahlheimat nahebringen.
Nach dem Einchecken im Chelsea Hotel, das sehr zentral an der Yonge Street und mitten zwischen den Wolkenkratzern liegt, erkunden wir zunächst unsere Umgebung. Schon bald tauchen wir in das quirlige Großstadtleben ein. Toronto ist lebendig, bunt und voller Energie – genau das Richtige für den Auftakt unserer Kanada-Reise!
Doch nach dem langen Flug macht sich langsam der Hunger bemerkbar. Carmen hat für uns im italienischen Restaurant Donatello reserviert. Bei leckerem Essen und fröhlichen Gesprächen lassen wir den ereignisreichen Tag gemütlich ausklingen.
Ein gelungener Start in unsere gemeinsame Reise!
Stadtrundfahrt in Toronto – Reise zu den Niagara–Fällen und Bootstour
Heute stehen gleich zwei großartige Erlebnisse auf dem Programm: der CN Tower und die Niagara Fälle! Doch eins nach dem anderen. Zunächst stärken wir uns am exquisiten Frühstücksbuffet im Hotel, bevor wir früh in den Tag starten.
Bis zur Auffahrt auf den CN Tower müssen wir uns allerdings noch etwas gedulden. Margarith nutzt die Zeit und zeigt uns das neue Rathaus von Toronto. Die beiden geschwungenen Gebäudeteile erinnern an ein riesiges Auge. Davor plätschert der Springbrunnen mit dem bekannten Toronto Sign. Wegen den derzeit stattfindenden Filmfestspielen sind viele Straßen gesperrt. Doch Jim, unser Busfahrer, kennt sich bestens aus und findet immer wieder einen Weg, uns die schönsten Ecken der Stadt zu zeigen.
Dann ist es endlich so weit: Wir erreichen den CN Tower. Schon die Fahrt im gläsernen Aufzug ist spektakulär. Und erst die Aussicht von oben! Die Sonne glitzert auf dem Ontariosee, eine Fähre nimmt Kurs auf die vorgelagerten Toronto Islands und der Blick schweift weit über die architektonisch abwechslungsreiche Skyline. Nachdem wir uns ausgiebig sattgesehen haben, geht es wieder nach unten – natürlich nicht, ohne zuvor einen Blick durch den gläsernen Boden in die Tiefe zu wagen.
Welch ein Start in den Tag!
Margarith mahnt schon zur Eile, denn sie möchte uns möglichst viel von ihrer Stadt zeigen. Wir passieren den St. Lawrence Market, der auf dem Gelände des ehemaligen Rathauses entstand, und legen im Bankenviertel einen kurzen Stopp ein. Durch die gläserne Kathedrale geht es hinunter in die unterirdische Welt des „PATH“. Hier ist es erstaunlich sauber und gleichzeitig fast menschenleer. Margarith erklärt uns den Grund: Heute ist Samstag und im Bankenviertel wird am Wochenende nicht gearbeitet.
Nun geht es aber auf direktem Weg zu den Niagara Fällen. Durch den dichten Verkehr steuert Jim unseren Bus sicher entlang des Ontariosees. Nach rund zwei Stunden erreichen wir unser Ziel – gemeinsam mit vielen tausend anderen Besuchern.
Reibungslos gelangen wir mit der Zahnradbahn hinunter zum Fluss. Hier beginnt unsere Bootstour mitten hinein in die Gischt der Wasserfälle. Bevor wir an Bord gehen, bekommt jeder ein rotes Regencape. Gut ausgerüstet suchen wir uns einen Platz möglichst nah an der Reling.
Dann geht es los! Zunächst fahren wir an den American Falls vorbei. Doch schon bald nähern wir uns den gewaltigen Horseshoe Falls auf der kanadischen Seite. Die Wassermassen donnern in die Tiefe, die Gischt spritzt uns entgegen und wir stehen tatsächlich mittendrin. Da bleibt garantiert niemand trocken! Ein beeindruckendes Erlebnis, das uns allen noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Nass, aber glücklich, kehren wir zurück und stellen uns erst einmal für ein Gruppenfoto auf. Anschließend bleibt noch Zeit für einen schönen Panoramaspaziergang mit Blick auf die Wasserfälle.
Doch der Tag ist noch nicht zu Ende. Jim ist bereits abfahrbereit und bringt uns zum nächsten Naturschauspiel: dem Whirlpool. Hier wird das Wasser am Ende der Schlucht durch die starke Strömung in Bewegung gesetzt und bildet gewaltige Strudel, die rund 36 Meter in die Tiefe reichen.
Auf einer gemütlichen Fahrt durch Niagara-on-the-Lake zeigt uns Margarith anschließend das hübsche Städtchen mit seinen historischen Häusern und einladenden Geschäften. Leider bleibt keine Zeit für einen Spaziergang. Die Rückfahrt nach Toronto steht bevor und auch diesmal müssen wir uns durch den dichten Verkehr kämpfen. Mehr als zwei Stunden später erreichen wir schließlich wieder Toronto.
Dann schnell aufs Zimmer, um sich frisch zu machen, denn der reservierte Tisch im Hotelrestaurant wartet schon auf uns. Nach diesem langen und erlebnisreichen Tag lassen wir es uns beim Abendessen schmecken. Besonders schön: Wir feiern gemeinsam den Geburtstag eines unserer Reiseteilnehmer.
In fröhlicher Stimmung geht dieser ereignisreiche Tag zu Ende.
Bootsfahrt im 1000 – Islands – Nationalpark – Weiterreise nach Ottawa
Noch einmal genießen wir das Frühstück in unserem Hotel, dann heißt es Koffer packen und Abschied nehmen. Unser Ziel: Ottawa, die Hauptstadt Kanadas.
Während der Fahrt erzählt uns Margarith Wissenswertes über Kanada. Wir erfahren mehr über die Provinzen des Landes, das Schulsystem und die Geschichte Ottawas als Hauptstadt. So vergeht die Zeit wie im Flug.
Unser erstes Tagesziel ist der Nationalpark Thousand Islands. Erwartungsvoll gehen wir an Bord eines Ausflugsschiffes. Bei angenehmen Temperaturen fahren wir durch die Insellandschaft des Sankt-Lorenz-Stroms. Hunderte kleine und größere Inseln liegen verstreut im Wasser, viele davon mit Häusern und eigenen Anlegestellen.
Ein Höhepunkt der Fahrt ist der Blick auf Boldt Castle, ein Schloss auf Heart Island. Die Geschichte dahinter ist allerdings tragisch: Der Hotelmagnat George Boldt ließ es für seine Frau Louise errichten. Nach ihrem frühen Tod im Jahr 1904 wurden die Bauarbeiten eingestellt und das Anwesen blieb jahrzehntelang unvollendet. Heute ist es ein Museum.
Mit vielen Eindrücken kehren wir an Land zurück.
Weiter geht die Fahrt durch die Landschaft des Thousand Islands Nationalparks in Richtung Ottawa. Bald erreichen wir die ersten Vororte mit ihren gepflegten Einfamilienhäusern.
Bei einer ersten Orientierungsfahrt sehen wir das Fairmont Château Laurier, das direkt am ehemaligen Bahnhof liegt. Margarith erzählt uns, dass Ottawa mit seinen zahlreichen Museen, Regierungsgebäuden und Konsulaten einiges zu bieten hat.
Anschließend spazieren wir durch den Park zur Rideau Hall, dem Sitz der königlichen Vertretung in Kanada. Im weitläufigen Park entdecken wir zahlreiche Bäume, die von Staats- und Regierungsoberhäuptern bei ihren Besuchen gepflanzt wurden.
Nach den vielen Erlebnissen sind wir froh, uns im Hotel etwas ausruhen zu können. Am Abend geht es gemeinsam mit Carmen in einen typisch kanadischen Pub. Hier geht es rustikal zu, das Essen schmeckt hervorragend und es wird munter diskutiert und gelacht.
Zurück im Hotel, freuen wir uns auf unsere ruhigen Zimmer und sinken später müde, aber zufrieden in unsere Betten.
Ottawa – Safari im Omega Wildpark – Montreal
Bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel fällt das Aufstehen heute nicht schwer. Nach dem Frühstück bringen wir unsere Koffer zum Bus und machen uns bereit für einen Spaziergang durch das „Westminster of the Wilderness“, wie Ottawa scherzhaft genannt wird.
An der frischen Luft sind unsere Sinne schnell wach. Wir bestaunen das Denkmal der „Famous Five“, das an den Kampf für die politischen Rechte der Frauen erinnert. Vorbei an der Schleusentreppe des Rideau-Kanals geht es hinauf zum Parlament Hill. Leider präsentiert sich das Parlamentsgebäude derzeit hinter Baugerüsten, denn es wird grundlegend saniert. Von der Aussichtsplattform dahinter genießen wir den Blick über den Ottawa River bis hinüber in die Provinz Québec.
Anschließend bringt uns der Bus zum Canadian Museum of History, einem architektonischen Meisterwerk des kanadischen Architekten Douglas Cardinal. Der aus der First Nation stammende Architekt ließ sich bei seinem Entwurf von den Landschaften Kanadas und den Formen der Natur inspirieren. Auffällig sind die geschwungenen Linien und das Fehlen scharfer Ecken. Besonders beeindruckt uns die große Halle mit den Totempfählen.
Angefüllt mit diesen tollen Bildern vor Augen setzen wir unsere Fahrt fort. Der nächster Zwischenstopp ist der Omega Park. Dort steigen wir in einen ausrangierten Schulbus um, der uns über Pisten durch das weitläufige Gelände fährt. Mit Möhren ausgestattet, können wir das freilaufende Rot- und Damwild füttern. Auch Wildschweine, Wildpferde, Steinböcke und Rocky-Mountain-Ziegen sind hier zu Hause.
Die größten Stars des Parks warten allerdings hinter gesicherten Gehegen: Wölfe und Bären. Aufgeregt verfolgen wir das Geschehen und wechseln im Bus immer wieder die Seite, damit auch jeder einen guten Blick auf die Tiere erhaschen kann. Viel zu schnell vergeht die Zeit. Nach einer kurzen Mittagspause geht es weiter, denn es liegen noch rund zwei Stunden Fahrt vor uns.
Margarith erzählt uns unterwegs mehr über die französischsprachige Provinz Québec und die Besonderheiten ihrer Bewohner und Kultur.
Nach dem Einchecken in unserem Hotel in Montreal bleibt noch etwas Zeit zum Verschnaufen. Am Abend bringt uns der Bus in die Altstadt. Im Steakhouse am Alten Hafen erwartet uns ein leckeres Abendessen. In geselliger Runde verbringen wir einen wunderschönen Abend, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Montreal –Québek
Heute fährt Margarith mit uns auf den Berg, der der Stadt ihren Namen gab: den Mont Royal. Von hier oben eröffnet sich ein weiter Blick über Montreal und den Sankt-Lorenz-Strom.
Gemütlich spazieren wir zurück zum Bus. Die Fahrt führt uns durch die Innenstadt mit ihren engen Straßen und den vielen meist zweistöckigen Häusern, die mit ihren hübschen Fassaden das Stadtbild prägen. Über die Jacques-Cartier-Brücke erreichen wir die Île Sainte-Hélène. Die Insel ist heute ein großer Park und bietet schöne Ausblicke auf Montreal und den Sankt-Lorenz-Strom. Hier kann das Wasser je nach Stelle mit bis zu 56 km/h strömen.
Doch Margarith hat noch eine Überraschung für uns: Wir dürfen auf der Formel-1-Rennstrecke eine Runde drehen! Ein eher ungewöhnlicher Programmpunkt, der für viel Begeisterung sorgt.
Anschließend kommt Margariths Liebe zur Natur zum Vorschein. Sie zeigt uns die aus Blumen gestaltete Skulptur „Mutter Natur“. Eifrig werden die Kameras gezückt, bevor es weitergeht.
Der nächste Abschnitt könnte kaum gegensätzlicher sein. Vorbei an großen Getreidesilos fahren wir durch das Hafengebiet zu unserem nächsten Ziel: der Basilika Notre-Dame. Im Inneren schaffen die blau schimmernden Glasfenster eine besondere Atmosphäre.
Nach einem Bummel durch die Innenstadt, den einige von uns für einen kleinen Imbiss nutzen, fahren wir am Stadion vorbei stadtauswärts in Richtung Québec. Unterwegs überrascht uns Margarith mit einer Kostprobe von Timbits, den kleinen Gebäckstücken der kanadischen Kette Tim Hortons. An einem schön gelegenen Picknickplatz genießen wir dazu einen kanadischen Whisky-Likör.
Gut gelaunt legen wir die letzten Kilometer zurück. Schon bald erreichen wir Québec. Im zentral gelegenen Hotel Château Laurier verbringen wir unsere letzte Nacht an Land.
Am Abend sitzen wir noch einmal gemeinsam bei einem französischen Essen zusammen. Wir lassen den Tag Revue passieren und merken, wie schnell die vergangenen Tage vergangen sind. So viele Eindrücke, gemeinsame Erlebnisse und schöne Momente liegen bereits hinter uns – und gleichzeitig freuen wir uns auf das, was noch vor uns liegt. In geselliger Runde genießen wir unseren letzten Abend an Land, bevor morgen ein ganz neues Kapitel unserer Reise beginnt.
Québek Stadtbesichtigung – Beginn der Kreuzfahrt
Endlich ist der große Tag da: Unsere Kreuzfahrt beginnt! Doch bevor wir an Bord gehen, zeigt uns die temperamentvolle Nadia, die in Moskau geboren wurde, ihre Wahlheimat Québec.
Wir erfahren, dass der Name Québec aus der Sprache der Ureinwohner stammt und „Flussenge“ bedeutet. Tatsächlich ist der Sankt-Lorenz-Strom hier nur etwa 800 Meter breit. Die historische Altstadt blickt auf eine mehr als 400-jährige Geschichte zurück und gehört zum UNESCO-Welterbe. Um den Besucherstrom im überschaubaren Rahmen zu halten, dürfen täglich höchstens drei Kreuzfahrtschiffe in Québec anlegen.
Heute ist Québec die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und ein bedeutendes Verwaltungszentrum. Mehr als 100.000 Staatsbedienstete arbeiten hier. Entlang der Grande Allée reihen sich Häuser im viktorianischen Stil aneinander. Auffällig sind die vielen Außentreppen, die zu den oberen Stockwerken führen – so konnte im Inneren wertvoller Platz gespart werden.
Bei unserem Rundgang durch die Altstadt entdecken wir außerdem einige sehenswerte Murals, bevor wir uns nach einer kurzen Mittagspause von Québec verabschieden.
Nun heißt es Abschied nehmen von Margarith und Jim. Besonders der Abschied von Margarith fällt uns schwer. Ihre herzliche, humorvolle Art hat unsere Tage in Kanada geprägt und wir werden sie vermissen.
Dann steigt die Spannung: Wir betreten das Kreuzfahrtterminal. Werden Check-in und Einschiffung reibungslos funktionieren? Die Unterlagen werden hervorgeholt, kontrolliert und schließlich halten wir sie in den Händen – unsere Bordkarten!
Juhu! Die Kreuzfahrt kann beginnen!
Zuerst machen wir uns auf die Suche nach unseren Kabinen. Dabei legen wir bereits einige Meter zurück, denn die Norwegian Jewel ist groß. Gemeinsam mit Carmen erkunden wir anschließend das Schiff. Restaurants, Bars, Lounges und Decks – noch wirkt alles etwas verwirrend, doch wir werden uns sicher schnell zurechtfinden.
Jetzt ist erst einmal Zeit, die Koffer auszupacken und uns für die nächsten zehn Tage einzurichten. Am Abend genießen wir gemeinsam ein À-la-carte-Menü im Restaurant Azura. Danach fallen wir erschöpft, aber glücklich in unsere Betten.
Der erste Tag an Bord ist geschafft – und vor uns liegen zehn Tage Kreuzfahrt!
Kreuzfahrt in den Saguenay Fjord – La Baie / Kanada
Heute heißt es für alle, die einen Ausflug gebucht haben, früh aufstehen. Gemeinsam verlassen wir das Schiff und steigen in ein kleines Ausflugsboot um. Es bringt uns hinein in den Saguenay-Fjord.
Noch leuchten die Wälder in sattem Grün. Für den Indian Summer ist es in diesem Jahr noch zu warm. Mächtig erheben sich die Felswände entlang des Fjords, der bis zu 270 Meter tief ist und sich rund 100 Kilometer ins Landesinnere zieht. Wir genießen die Fahrt durch diese beeindruckende Landschaft und entdecken hoch oben im Felsen eine Marienstatue, die über den Fjord zu wachen scheint.
In L’Anse-Saint-Jean endet unsere Bootstour. Mit dem Bus geht es zurück zum Schiff. Unterwegs passieren wir eine berühmte überdachte Holzbrücke, die einst auf dem kanadischen 1.000-Dollar-Schein abgebildet war.
Am Nachmittag bleibt Zeit, die Annehmlichkeiten unseres Kreuzfahrtschiffes zu genießen und ein wenig zu entspannen. Nach einer kurzen Besprechung mit Carmen geht es zum Abendessen. Heute entscheiden wir uns für das Garden Café Buffet Restaurant und stellen uns unser Abendessen ganz nach Geschmack zusammen.
Bei angeregten Gesprächen sitzen wir noch lange zusammen. Erst nach und nach wird es ruhiger an Bord und auch wir ziehen uns zurück.
Ein abwechslungsreicher Tag geht zu Ende – mit beeindruckenden Landschaften am Saguenay-Fjord und entspannten Stunden auf unserem Schiff.
Kreuzfahrt auf dem Sankt Lorenz Strom nach Atlantik–Kanada – Erholung an Bord
Heute wartet ein Seetag auf uns. Mit unserem Tagesprogramm sind wir bestens vorbereitet und jeder hat seinen eigenen Plan, wie er die Annehmlichkeiten der Norwegian Jewel nutzen möchte: Fitnessstudio, Joggingrunde, Sportplatz, Casino, Shopping, Tanzkurse, Shows oder Kabarett. Langeweile kommt garantiert nicht auf!
Der Himmel zeigt sich zunächst bedeckt, doch im Laufe des Tages klart es auf. Am Abend werden wir sogar mit einem schönen Sonnenuntergang belohnt.
Der Kapitän kündigt für die Fahrt in Richtung Prince Edward Island hohe Wellen an. Und tatsächlich wird es unruhig. Unbeirrt hält unser Kreuzfahrtschiff Kurs und stampft durch die raue See.
Am Abend treffen wir uns in großer Runde im Restaurant Tzar’s Palace. Bei einem leckeren Wahlmenü und angeregten Gesprächen lassen wir den Seetag gemütlich ausklingen.
Kreuzfahrt Atlantik–Kanada – Charlottetown auf Prince Edward Island
Auch heute können wir es gemütlich angehen lassen. Erst um 10:00 Uhr legt die Norwegian Jewel in Charlottetown auf Prince Edward Island an. Schon bei der Einfahrt leuchten die ziegelroten Klippen in der Morgensonne. Die charakteristische rote Erde der Insel ist reich an Eisen und bietet ideale Bedingungen für den Kartoffelanbau. Prince Edward Island ist weit über Kanada hinaus für seine Kartoffeln bekannt. Ein großer Teil der Ernte wird zu Pommes frites verarbeitet und in Nordamerika verkauft. Neben der Landwirtschaft spielen auch Fischfang und Tourismus eine wichtige Rolle.
Kurz vor uns hat ein weiteres Kreuzfahrtschiff angelegt und schon bald strömen zahlreiche Besucher in die kleine Hauptstadt Charlottetown. Wer hier unterwegs ist, kommt natürlich am Hummer kaum vorbei.
Einige von uns haben einen Ausflug gebucht und erkunden die Insel. Sanfte Hügel, hübsche Häuser und immer wieder idyllische Ausblicke auf das Meer prägen die Landschaft. Unser Ziel ist das Haus von Anne of Green Gables, der berühmten Romanfigur der kanadischen Schriftstellerin Lucy Maud Montgomery. Die historischen Räume sind liebevoll und detailgetreu hergerichtet und lassen die Welt der Romanfigur lebendig werden.
Doch der nächste Höhepunkt wartet bereits: das sehnsüchtig erwartete Hummeressen! Alle bekommen einen Latz umgebunden, dann geht es dem leuchtend roten Hummer an den Leib. Es wird geknackt, gelacht und natürlich kräftig geschlemmt.
Viel zu schnell vergeht die Zeit. Über die sanft geschwungenen Hügel geht es zurück zum Schiff. Der Himmel ist blau, nur vereinzelt schieben sich Wolken vor die Sonne. Während die Norwegian Jewel wieder Kurs auf das offene Meer nimmt, genießen wir den Blick auf die Küste, die langsam am Horizont verschwindet.
Zum Abendessen gehen wir heute unsere eigenen Wege. Später treffen wir uns wieder in der Spinnaker Lounge und lassen den Tag bei der Musik der Bordband gemütlich ausklingen.
Sydney auf Cape Breton Island in der kanadischen Provinz Nova Scotia
Heute legt die Norwegian Jewel bereits um 8:00 Uhr in Sydney auf Cape Breton Island an. Alle, die einen Ausflug gebucht haben, treffen sich an der Rezeption. Gemeinsam verlassen wir das Schiff und steigen in den Bus Richtung Festung Louisbourg.
Die Fahrt führt uns durch die grüne Landschaft Cape Bretons, vorbei an Seen, Flüssen und dichten Wäldern. Vielerorts sind noch die Schäden des Hurrikans Fiona zu sehen, der die Insel 2022 schwer getroffen hat.
Schließlich erreichen wir die Festung Louisbourg, die an strategisch günstiger Stelle errichtet wurde. Sie sollte die französische Fischerei, den Handel mit Europa und den Zugang zu Québec und Montréal sichern. Im 18. Jahrhundert lieferten sich Franzosen und Briten hier erbitterte Kämpfe. Letztlich mussten sich die Franzosen geschlagen geben und Louisbourg verlor seine Bedeutung.
Erst in den 1960er-Jahren begann die kanadische Regierung mit dem Wiederaufbau. Heute ist die Festung ein beeindruckendes Freilichtmuseum, in dem das Leben des 18. Jahrhunderts wieder lebendig wird. Wir besichtigen die Bataillonskapelle und die mächtigen Befestigungsanlagen und schlendern anschließend durch die originalgetreu rekonstruierten Wohnhäuser, Lagerhäuser und Ställe. Überall begegnen uns Darsteller in historischen Kostümen und vermitteln einen Eindruck vom Alltag jener Zeit.
Nach unserem ausführlichen Rundgang bringt uns der Bus wieder sicher zum Schiff. In Sydney bleibt noch Zeit für einen Spaziergang am Kai. Natürlich darf dabei das Wahrzeichen der Stadt nicht fehlen: die riesige Geige, die an Sydneys musikalische Tradition erinnert.
Zurück an Bord haben wir noch etwas Zeit zum Verschnaufen, bevor es ins Stardust Theater geht. Eine schwungvolle Tanzshow sorgt für beste Unterhaltung. Anschließend treffen wir uns zum gemeinsamen Abendessen im Garden Café Buffet Restaurant und lassen den Tag gemütlich ausklingen.
Halifax – Eberhardt–Inklusiv–Ausflug mit Stadtbesichtigung und Peggy‘Cove
Verwundert reiben wir uns am Morgen die Augen: Zum ersten Mal auf unserer Reise regnet es! Doch das trübt unsere Entdeckerfreude keineswegs, denn Eberhardt Travel lädt uns heute zu einem Landausflug ein.
Nach dem Anlegen heißt es zunächst, unsere Schweizer Reiseleiterin zu finden. Das dauert etwas länger als geplant, doch schließlich ist auch diese kleine Herausforderung gemeistert. Gemeinsam steigen wir in unseren komfortablen Reisebus und starten zu unserem Ausflug.
Unser erster Halt ist der sorgfältig gepflegte Public Garden. Von dort geht es weiter zum Friedhof, auf dem 120 Opfer der Titanic ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Die schlichten Grabsteine stimmen uns nachdenklich. Unsere Reiseleiterin erzählt uns, dass die Region nicht nur durch dieses Unglück erschüttert wurde. Auch ein Flugzeugabsturz vor 28 Jahren, bei dem mehr als 200 Menschen ums Leben kamen, ist bis heute unvergessen. Sie selbst war damals mit der Identifizierung der Opfer betraut. Ihre persönliche Geschichte gibt diesem Ort eine ganz besondere Atmosphäre.
Nach diesen bewegenden Eindrücken setzen wir unsere Fahrt fort. Unser Ziel ist Peggy’s Cove, ein kleines, pittoreskes Fischerdorf an der Atlantikküste. Bunte Holzhäuser, kleine Kunsthandwerkerläden und die raue Küstenlandschaft prägen das Bild. Über allem thront der berühmte Leuchtturm, der noch heute den Schiffen den Weg weist und vor den Untiefen der Küste warnt. Trotz des Regens genießen wir unsere freie Zeit und erkunden den hübschen Ort zu Fuß.
Auf der Rückfahrt nach Halifax wird die Stimmung wieder heiterer. Unsere Reiseleiterin erzählt uns so manche unterhaltsame Anekdote aus dem kanadischen Familienleben, und wir erfahren dabei noch einiges über den Alltag in Kanada.
Zurück an Bord bleibt noch etwas Zeit, bevor wir uns zu unserem täglichen Treffen mit Carmen versammeln. Sie bereitet uns auf die morgige Einreise in die USA vor und erinnert uns auch daran, in der Nacht die Uhren um eine Stunde zurückzustellen.
Zum Abschluss des Tages treffen wir uns in kleiner Runde zum Abendessen. Bei leckerem Essen und angeregten Gesprächen lassen wir die vielen Eindrücke dieses besonderen Tages noch einmal Revue passieren.
Bar Harbor, Maine (USA)
eute erwartet uns strahlend blauer Himmel. Die Norwegian Jewel geht vor der amerikanischen Küste bei Bar Harbor vor Anker. Bevor wir jedoch mit den Tenderbooten an Land gebracht werden können, steht zunächst die Einreise in die USA an. Dafür brauchen wir einiges an Geduld. Endlich haben wir die Zollkontrolle passiert, doch schon wartet die nächste Schlange auf uns: die Tenderboote.
Nachdem auch diese Hürde geschafft ist, kann unser Ausflug endlich beginnen. Mit dem Bus fahren wir in den Acadia-Nationalpark und schon bald sind die langen Wartezeiten vergessen. Je höher wir kommen, desto beeindruckender wird die Landschaft. Vom Cadillac Mountain liegt uns die Küste zu Füßen: tiefblaues Meer, kleine vorgelagerte Inseln und dazwischen die zerklüfteten Felsen. Bei diesem Anblick werden die Kameras gezückt und wir können uns kaum sattsehen. Was für ein herrlicher Platz!
Weiter geht es entlang der Ocean Road. Immer wieder wechseln die Ausblicke zwischen rauer Küste, dichten Wäldern und stillen Seen. Am Thunder Hole beobachten wir, wie die Wellen mit großer Kraft in die Felsen schlagen. Am Jordan Pond wird es dagegen ganz ruhig. Das klare Wasser spiegelt den Himmel und die bewaldeten Berge wider – eine Landschaft, die man am liebsten für einen Moment ganz für sich allein hätte.
Diese besondere Mischung aus Meer, Bergen, Wäldern und Seen hat Bar Harbor schon früh zum beliebten Sommersitz wohlhabender Familien gemacht. Auf der Rückfahrt entdecken wir immer wieder prachtvolle Villen, die zwischen den Bäumen liegen. Familien wie die Rockefellers und auch die Familie des ehemaligen Präsidenten George Bush verbrachten hier ihre Sommer.
Wieder in Bar Harbor angekommen, bleibt noch Zeit zum Bummeln, Shoppen und Schlemmen. Wir genießen das lebhafte Treiben am Hafen, bevor uns am Nachmittag das Tenderboot zurück zur Norwegian Jewel bringt.
Nach einem gemeinsamen Treffen beschließen wir, den Abend in kleinen Gruppen gemütlich ausklingen zu lassen – mit vielen Bildern im Kopf und einem weiteren wunderschönen Reisetag im Gepäck.
Portland Maine, (USA)
Heute können wir es ganz ruhig angehen lassen. Unser Ausflug beginnt erst am Mittag, sodass genügend Zeit bleibt, den Morgen bei strahlend blauem Himmel an Bord zu genießen.
Routiniert verlassen wir das Schiff und dürfen unseren Schoner, ein klassisches Segelboot mit zwei Masten, betreten. Wir machen es uns an Bord gemütlich und schon bald heißt es: Leinen los! Kaum haben wir den Hafen verlassen, werden die imposanten Segel gesetzt. Einige von uns können sogar mit anpacken – ein großer Spaß und eine willkommene Abwechslung.
Der Wind ist perfekt und schon bald nimmt unser Schoner ordentlich Fahrt auf. Auf dem Atlantik weht trotz des strahlenden Sonnenscheins ein frischer Wind, deshalb sind wir froh über unsere Jacken und Mützen. Begeistert genießen wir die Fahrt entlang der Küste Neuenglands. Vor uns liegen kleine Inseln, felsige Küstenabschnitte und immer wieder historische Festungsanlagen, die an die bewegte Vergangenheit der Region erinnern. Die Crew führt die Manöver routiniert aus und wir beobachten gespannt, wie Segel gesetzt, Taue bedient und Kursänderungen vorgenommen werden. Natürlich werden dabei jede Menge Fotos gemacht.
Viel zu schnell vergeht die Zeit. Glücklich über dieses besondere Erlebnis gehen wir wieder an Land. Dort wartet bereits unser Bus, der uns auf einer Rundfahrt durch Portland und weiter zum ältesten Leuchtturm der Küste bringt, dem „Old Lighthouse“. Er wurde bereits errichtet, als die Vereinigten Staaten gerade einmal 15 Jahre alt waren. Wir nutzen die Gelegenheit für zahlreiche Fotos von diesem markanten Wahrzeichen.
Auf der Rückfahrt erfahren wir mehr über Portland. Ein verheerender Brand zerstörte 1866 große Teile der Stadt, weshalb viele Gebäude aus der Zeit danach stammen. Der Phoenix über dem Eingang der City Hall erinnert an den Wiederaufbau und die Erneuerung der Stadt.
Heute prägen neben dem Tourismus vor allem die Papierindustrie, der Fisch- und Hummerfang sowie die Landwirtschaft die Region. Dank seines tiefen Hafens ist Portland zudem ein wichtiger Marinestützpunkt.
Gerade noch rechtzeitig erreichen wir wieder den Hafen und unser Schiff. Bei unserem täglichen Treffen informiert uns Carmen darüber, dass sich wegen der ungünstigen Wettervorhersage der Zeitplan für den nächsten Tag ändern wird. So sind wir vorbereitet und können uns darauf einstellen.
Bei einem gemeinsamen Abendessen in größerer Runde lassen wir den erlebnisreichen Tag noch einmal Revue passieren. Anschließend gönnen wir uns einen Absacker in der Mojito Bar. Ein wunderbarer Tag geht zu Ende.
Boston, Massachusetts (USA)
Die Unternehmungslustigen unter uns müssen heute früh aufstehen, denn aufgrund der geänderten Liegezeit startet unser Ausflug nach Boston bereits sehr früh am Morgen. Trotzdem sitzen wir gut gelaunt im Bus, wo uns unsere aus Südtirol stammende Reiseleiterin Ingrid begrüßt. Ihr gut verständliches Englisch macht es uns leicht, ihren Erklärungen zu folgen, und zwischendurch übersetzt sie für uns.
Von der Back Bay aus nähern wir uns dem Zentrum. Kaum zu glauben, dass sich hier früher tatsächlich eine Bucht befand. Im 19. Jahrhundert wurde sie aufwendig trockengelegt und aufgeschüttet. Die Straßen sind deshalb ungewöhnlich breit und regelmäßig angelegt.
Boston wurde 1630 von puritanischen Siedlern gegründet und besitzt heute die größte irische Gemeinde außerhalb Irlands. Wir passieren den Boston Common, den ältesten öffentlichen Park der USA, bevor wir zu Fuß das North End erkunden, Bostons ältestes Wohnviertel mit seinem italienischen Flair.
An der Reiterstatue von Paul Revere tauchen wir tiefer in die Geschichte der amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung ein. Die berühmte Boston Tea Party wird dabei ebenso lebendig wie der Ruf „No taxation without representation“. Ingrid zeigt uns außerdem die Old North Church. Von ihrem Kirchturm aus signalisierten einst zwei Laternen, dass sich britische Truppen auf dem Weg befanden.
Zurück im Bus überqueren wir den Charles River und erreichen Cambridge. Hier befindet sich die weltberühmte Harvard University. Rund 30 Minuten haben wir Zeit, über den historischen Campus zu schlendern und die altehrwürdigen Gebäude auf uns wirken zu lassen.
Anschließend geht es wieder über den Charles River zurück nach Boston. Von der Brücke genießen wir noch einmal einen schönen Blick auf die Skyline. Vorbei an der Trinity Church, einem herausragenden Beispiel amerikanischer Architektur, erreichen wir das Massachusetts State House. Die goldene Kuppel glänzt in der Sonne und macht das Gebäude zu einem echten Blickfang.
Unser letzter Stopp ist die Boston Public Library, die erste große kostenlose kommunale Bibliothek der USA. Ihr Grundgedanke „kostenlos für alle“ war für die damalige Zeit ausgesprochen fortschrittlich.
Am Quincy Market haben wir schließlich die Wahl: Wer möchte, kann aussteigen und die lebendige Fußgängerzone auf eigene Faust erkunden. Andere bleiben lieber im Bus und fahren direkt zurück zum Schiff. Schließlich wollen wir auf keinen Fall die Abfahrt der Norwegian Jewel verpassen, die heute bereits um 16:00 Uhr den Hafen verlässt.
Nach dem Ablegen gibt es einen besonderen Grund zum Feiern: Unser jüngster Reiseteilnehmer hat Geburtstag! Bei unserem täglichen Treffen lassen wir ihn ordentlich hochleben.
Nach dem Auslaufen wird der Seegang, wie vom Kapitän angekündigt, deutlich unruhiger. Wir lassen uns davon nicht beeindrucken und genießen unser Abendessen. Anschließend besuchen wir die gut besuchte Bühnenshow, bei der die verborgenen Talente der Besatzung für beste Unterhaltung sorgen.
Langsam wird es Zeit, sich in die Kabinen zurückzuziehen. Ein letzter Ausflugstag bei strahlendem Sonnenschein geht zu Ende – und mit ihm ein weiterer ereignisreicher Tag unserer Kanada- und Neuenglandreise.
Erholung auf See – unterwegs nach Philadelphia (USA)
Ein entspannter Tag auf See liegt vermeintlich vor uns. Doch schon am Morgen schaukelt die Norwegian Jewel kräftig. Viel Wind und hohe Wellen begleiten uns, auch wenn die meisten von uns das leichte Schaukeln zunächst kaum stört. Der Kapitän erklärt, dass er durch eine Kursänderung sogar doppelt so hohe Wellen vermeiden konnte. Da sind wir froh, einen erfahrenen Steuermann am Ruder zu haben.
Gegen Mittag können wir in weiter Ferne die Skyline von New York erahnen. Ein kurzer Blick auf die berühmte Silhouette, denn auf dieser Reise werden wir hier nicht an Land gehen.
Während das Schiff weiter Kurs auf Philadelphia nimmt, wird es Zeit, die Koffer zu packen und die letzten Vorbereitungen für die lange Heimreise zu treffen. Bei unserem letzten gemeinsamen Treffen blicken wir auf eine erlebnisreiche Reise zurück. Wir sind dankbar, dass bisher alles so reibungslos verlaufen ist, und verabreden uns für den nächsten Morgen zum gemeinsamen Ausstieg.
Doch die hohen Wellen hinterlassen inzwischen ihre Spuren. Manche von uns werden ausgerechnet am letzten Tag noch seekrank. Und am Abend zeigt sich, dass der Seegang noch längst nicht überstanden ist. Als der Kapitän den Kurs ändert und Richtung Philadelphia steuert, bläst der Nor’easter direkt auf die Steuerbordseite. Das Schiff legt sich deutlich zur Seite und plötzlich kommt Bewegung in die Bars: Flaschen und Gläser geraten ins Rutschen und manches landet auf dem Boden.
Auch das Eindecken der Tische für den nächsten Morgen erweist sich als wenig sinnvoll. Teller und Besteck machen sich selbstständig und rutschen über die Tische. Die Besatzung nimmt die ungewohnte Situation erstaunlich gelassen und behält ihren Humor.
Und wir? Wir lassen uns unseren letzten Abend an Bord ebenfalls nicht verderben. Die Unermüdlichen unter uns treffen sich noch einmal in den Bars, genießen die letzten gemeinsamen Stunden und stoßen auf eine wunderschöne Reise an. So endet unser letzter Abend an Bord zwar ziemlich bewegt, aber vor allem mit viel guter Laune.
Eine wunderschöne Reise ist zu Ende. Wir haben beeindruckende Städte, traumhafte Landschaften und viele besondere Orte erlebt. Doch was diese Reise für mich so besonders gemacht hat, war unsere tolle und von Anfang an harmonische Reisegruppe.
Wir haben miteinander gelacht, gestaunt, schöne Momente geteilt und so manche Herausforderung gemeinsam gemeistert. Aus einer Gruppe von Menschen ist im Laufe der Reise eine echte Gemeinschaft geworden.
Und wer weiß – vielleicht treffen wir uns irgendwann wieder zu einem neuen gemeinsamen Abenteuer. Bis dahin bleiben uns die Erinnerungen an eine ganz besondere Reise.
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