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Rundreise Ost–Kanada zum Indian Summer

Reisebericht: 21.09. – 03.10.2026

Kanada im Herbst – eine faszinierende Reise voller beeindruckender Natur, lebendiger Städte und leuchtender Farben. Wir entdecken den Osten des Landes und erleben den traumhaften Indian Summer.

Susanne Schirmann

Ein Reisebericht von
Susanne Schirmann

11 360 Grad Blick vom CN Tower – © Susanne Schirmann (Eberhardt TRAVEL) 20 US Wasserfälle – © Susanne Schirmann (Eberhardt TRAVEL) 42 Schlafstätten – © Susanne Schirmann (Eberhardt TRAVEL) 52 Hardy Lake – © Susanne Schirmann (Eberhardt TRAVEL) 54 Hardy Lake – © Susanne Schirmann (Eberhardt TRAVEL) 97 Omega Park – © Susanne Schirmann (Eberhardt TRAVEL) 100 Bison – © Susanne Schirmann (Eberhardt TRAVEL) 104 Indian Summer – © Susanne Schirmann (Eberhardt TRAVEL) 117 Wanderung am  Lac Taureau – © Susanne Schirmann (Eberhardt TRAVEL) 136 Tadoussac – © Susanne Schirmann (Eberhardt TRAVEL) 157 Canyon Saint Anne – © Susanne Schirmann (Eberhardt TRAVEL) 186 Basilika Notre Dame in Montreal – © Susanne Schirmann (Eberhardt TRAVEL)

Anreise nach Toronto – Willkommen in Ontario!

In Frankfurt am Main starten wir aus den verschiedensten Himmelsrichtungen am Flughafen. Der Weiterflug nach Toronto verläuft angenehm und wir werden an Bord gut versorgt. Nach der Landung geht es zügig durch die Einreise und schon bald halten alle ihr Gepäck in den Händen. Dann wartet bereits unsere Reiseleiterin Marina auf uns mit einer herzlichen Begrüßung. Mit ihr und Buschauffeur Nick geht es Richtung Zentrum und führt mitten durch den dichten Feierabendverkehr von Toronto. Die Stadt macht gleich deutlich, dass wir in einer echten Metropole angekommen sind. Toronto ist mit rund drei Millionen Einwohnern die größte Stadt Kanadas und zugleich eine der multikulturellsten Städte des Landes. Nach einem schnellen Check-in im riesigen Chelsea Hotel treffen wir uns am Abend gemeinsam mit unserer kanadischen Reiseleiterin Marina zum ersten Abendessen im The 3 Brewers, einem gemütlichen Brauhaus direkt gegenüber dem Eaton Centre. Und passend zur Jahreszeit empfängt uns dort alles im Oktoberfest-Look. Das Essen ist lecker und die Bedienung sorgt für einen reibungslosen Ablauf, was uns besonders freut, denn wir haben nun schon einige Stunden auf dem Buckel. Danach ist für einige von uns noch lange nicht Schluss. Gemeinsam machen wir uns auf den Weg zum berühmten Toronto-Schriftzug am Nathan Phillips Square. Vor der beleuchteten Kulisse entstehen die ersten schönen Fotos unserer Reise. So erleben wir Toronto gleich am ersten Abend als lebendige, internationale und pulsierende Großstadt – und freuen uns auf alles, was in den nächsten Tagen vor uns liegt. Endlich– unsere Indian-Summer-Reise beginnt!

City Tour Toronto–CN Tower–Niagara Fälle

Nach unserer ersten Nacht in Toronto starten wir voller Vorfreude in einen Tag mit gleich mehreren Höhepunkten. Bei einer orientierenden Stadtrundfahrt entdecken wir die lebendige Metropole am Ontariosee und bekommen einen schönen Eindruck von ihrer Vielfalt. Wir fahren über die elegante Bloor Street mit ihren zahlreichen Boutiquen, durch das Finanzviertel und vorbei am Royal Ontario Museum und dem weitläufigen Universitätsgelände. Auch der Hospitalbezirk, Chinatown, das berühmte Royal York Hotel und der Hauptbahnhof liegen auf unserer Route. Toronto zeigt sich dabei als moderne, internationale Großstadt mit ganz unterschiedlichen Gesichtern. Dann richtet sich unser Blick nach oben: Vor uns erhebt sich der CN-Tower, das Wahrzeichen Torontos und eines der bekanntesten Bauwerke Kanadas. Mit seinen 553,33 Metern ragt er weit über die Skyline hinaus. Er wurde zwischen 1973 und 1976 gebaut und ursprünglich vor allem als Sende- und Kommunikationsturm errichtet. Bei seiner Fertigstellung war er die höchste frei stehende Konstruktion der Welt – ein Rekord, den er mehr als 30 Jahre lang hielt. Von 2007 bis 2010 galt er außerdem als höchster Turm der Welt. Auch heute ist der CN-Tower beeindruckend: Die Haupt-Aussichtsplattform liegt auf 346 Metern, die darunterliegende Plattform auf 342 Metern. Noch höher befindet sich „The Top“ auf rund 447 Metern – die höchste Aussichtsplattform der westlichen Hemisphäre. Wir erleben den CN-Tower heute bei bestem Wetter und haben damit das große Glück, Toronto bei strahlendem Sonnenschein von oben zu bewundern. Die Sicht ist fantastisch: Vor uns breitet sich die gewaltige Skyline aus, dahinter glitzert der Ontariosee. Bei klarer Sicht reicht der Blick von der höchsten Plattform sogar bis zu den Niagarafällen. Für uns ist dieser perfekte Panoramablick eindeutig einer der schönsten Momente unseres Toronto-Aufenthalts. Danach verlassen wir die Millionenmetropole und machen uns auf den Weg zu einem weiteren weltberühmten Wahrzeichen Kanadas: den Niagarafällen. Dort wartet zunächst ein ganz besonderes Erlebnis auf uns. Mit dem Helikopter steigen wir für einen 12-minütigen Flug hinauf und erleben die gewaltigen Wasserfälle aus der Vogelperspektive. Unter uns erstreckt sich der Niagara River, während die mächtigen Wassermassen der Horseshoe Falls und der US-Wasserfälle in die Tiefe stürzen. Aus dieser Perspektive wird erst richtig deutlich, welche Dimension dieses Naturschauspiel hat. Wieder festen Boden unter den Füßen fahren wir anschließend direkt zu den Wasserfällen und wechseln erneut die Perspektive. Zu Fuß spazieren wir entlang der Kante und kommen den tosenden Wassermassen beeindruckend nah. Das ununterbrochene Donnern des Wassers und die aufsteigende Gischt machen eindrucksvoll spürbar, welche Kraft hier am Werk ist. Zum Abschluss fahren wir an die Wasserfälle besonders nah heran. Mit der Hornblower Schiff fahren wir hinaus auf den Niagara River und direkt hinein in die Gischt der gewaltigen Horseshoe Falls. Je näher wir den Wasserfällen kommen, desto spektakulärer wird das Erlebnis – und desto weniger trocken bleiben wir. Ein bisschen Gischt gehört bei einem echten Niagara-Erlebnis schließlich dazu! Am Abend wartet schließlich noch ein weiterer Höhepunkt auf uns: der Skylon Tower. Hoch über Niagara Falls genießen wir den Blick auf die nun beleuchteten Wasserfälle und lassen diesen erlebnisreichen Tag Revue passieren. Toronto aus 346 Metern Höhe, ein Helikopterflug über die Niagarafälle und die tosenden Wassermassen aus nächster Nähe – eindrucksvoller könnte ein Tag in Kanada kaum sein. Von unseren Zimmern genießen wir zu Tagesabschluss noch ein schönes Feuerwerk, welches allabendlich über den Fällen gezündet wird.

Niagara on the Lake–Saint Marie among the Hurons–Gravenhurst

Wir starten den Tag nach einem reichhaltigen Frühstück. Bereits von unseren Zimmern ist die charakteristische Silhouette des Skylon Towers zu sehen, während über den gewaltigen Wasserfällen feiner Sprühnebel aufsteigt. Es zieht uns weiter und wir verlassen das Doubletree Fallsview Hotel und fahren durch eine der bekanntesten Wein- und Obstregionen Ontarios. Entlang unserer Strecke entdecken wir immer wieder stattliche Herrenhäuser, liebevoll angelegte Gärten und gepflegte Anwesen. Die fruchtbaren Böden machen die Region zu einem wichtigen Anbaugebiet – nicht umsonst gilt sie als einer der großen „Obstkörbe“ Kanadas. Zwischen Weinbergen und Obstplantagen führt unser Weg weiter in Richtung Ontariosee. Am See angekommen, genießen wir den Blick über das Wasser. Bei guter Sicht lässt sich in der Ferne sogar die Skyline von Toronto erkennen. Auch am Ufer gibt es einiges zu entdecken: Hübsche Häuser mit aufwendig gestalteten Vorgärten säumen die Straßen und vermitteln den Eindruck einer ausgesprochen gepflegten Wohngegend. Anschließend erreichen wir Niagara-on-the-Lake. Der kleine Ort empfängt uns mit seinem besonderen historischen Charme. Rund um die Hauptstraße reihen sich Boutiquen, Cafés und Souvenirläden aneinander, dazwischen sorgen Blumenbeete und historische Gebäude für ein sehr stimmungsvolles Ortsbild. Wir schlendern durch das Zentrum und können gut nachvollziehen, warum Niagara-on-the-Lake zu den schönsten Orten der Region zählt. Weiter geht es in Richtung Midland. Dort erwartet uns zur Mittagszeit ein Essen im Museumsrestaurant. Gutbürgerliche Küche sorgt für eine angenehme Stärkung, bevor wir am Nachmittag in die Geschichte der Region eintauchen. Unser Ziel ist St. Marie among the Hurons, eine rekonstruierte französische Missions- und Handelssiedlung aus dem 17. Jahrhundert. Zur Einstimmung sehen wir zunächst einen interessanten Film, der sogar in deutscher Sprache angeboten wird (Reiseleiterin Marina hat uns vorher intensiv auf den heutigen Besuch mit vielen Fakten und Geschichte vorbereitet). Danach erkunden wir das weitläufige Gelände selbst. Zwischen den originalgetreu rekonstruierten Holzhäusern, Werkstätten und weiteren Gebäuden bekommen wir einen anschaulichen Eindruck davon, wie das Leben an diesem abgelegenen Ort vor rund 400 Jahren ausgesehen hat. Wir können die historische Anlage besonders intensiv auf uns wirken lassen – beinahe so, als wäre die Zeit stehen geblieben. Am späten Nachmittag erreichen wir schließlich Gravenhurst. Unser Hotel liegt direkt am See und empfängt uns mit einer ruhigen, idyllischen Atmosphäre. Je nach Lage unseres Zimmers genießen wir den Blick auf das Wasser oder die herbstlich gefärbte Landschaft. Nach diesem abwechslungsreichen Reisetag bleibt Zeit, den Abend individuell zu gestalten und neue Energie für die kommenden Erlebnisse und den morgigen Tag zu sammeln.

Wanderung am Hardy Lake & Dampfschifffahrt auf dem Muskoka Lake

Erneut zeigt sich die Muskoka-Region von ihrer allerbesten Seite: strahlend blauer Himmel, Sonnenschein und nicht eine einzige Wolke. Schon am Morgen wissen wir, dass ein wunderschöner Tag vor uns liegt. Unser erstes Ziel ist der Hardy Lake Provincial Park. Auf einer herrlichen Wanderung geht es durch den Wald und immer wieder direkt am Hardy Lake entlang. Die Wege führen über wurzelige Waldpfade, während die Sonne durch das Blätterdach scheint. Ganz besonders schön ist heute der Blick auf den See: Das ruhige Wasser spiegelt den tiefblauen Himmel und die umliegenden Bäume und lässt die Landschaft wie gemalt erscheinen. Wir genießen unseren wunderschönen Spätsommer-Spaziergang, die Natur und natürlich auch die vielen schönen Fotomotive. Am Nachmittag wartet dann ein ganz besonderes Erlebnis auf uns. Von Gravenhurst aus gehen wir an Bord der berühmten RMS Segwun und starten zu unserer Fahrt über den Muskoka Lake. Das historische Dampfschiff ist eine echte Besonderheit: Die Segwun wurde bereits 1887 gebaut und gilt als das älteste noch in Betrieb befindliche Dampfschiff Nordamerikas. Ursprünglich transportierte sie einst Passagiere, Post und Fracht zu den zahlreichen Siedlungen, Resorts und Ferienhäusern rund um die Muskoka Lakes. Und was könnte für unsere heutige Fahrt besser passen als dieses traumhafte Wetter? Bei strahlendem Sonnenschein und wolkenlosem Himmel gleiten wir über den glitzernden Muskoka Lake. Links und rechts ziehen die für die Region so typischen Freizeithäuser, bewaldeten Ufer, kleinen Buchten und Inseln an uns vorbei. Die Landschaft ist einfach fantastisch und lässt uns immer wieder staunen. An Bord genießen wir die entspannte Atmosphäre, führen schöne Gespräche, lachen miteinander und lassen die Seele ein wenig baumeln. Dazu das sanfte Gleiten des historischen Schiffes über das Wasser und diese wunderbare Landschaft rundherum – mehr Kanada geht eigentlich kaum. Am Abend bleiben wir ganz entspannt in Gravenhurst. Von unserem Hotel spazieren wir nur wenige Minuten zum Dock by the Bay, wo wir gemeinsam zu Abend essen und diesen rundum gelungenen Tag gemütlich ausklingen lassen.

Algonquin Park–Logging Museum–Ottawa–Citytour

Bei strahlend blauem Himmel und wunderbar milden Spätsommertemperaturen verlassen wir heute die idyllische Muskoka-Region. Die Sonne lässt die Landschaft regelrecht leuchten, während wir uns auf den Weg in Richtung Algonquin Provincial Park machen. Schon unterwegs zeigt sich Kanada von seiner schönsten Seite: endlose Wälder, glitzernde Seen und immer wieder kleine Flüsse begleiten uns. Der Algonquin Park ist Kanadas ältestes Provinzschutzgebiet und zählt zu den bekanntesten Naturräumen des Landes. Auf unserer Fahrt durch die weitläufige Landschaft erleben wir die typische Mischung aus Birken, Ahornbäumen und mächtigen Kiefern. Die ersten herbstlichen Farbtöne mischen sich bereits ins Grün des Waldes und sorgen gemeinsam mit dem tiefblauen Himmel für wunderschöne Ausblicke. Unser nächster Halt ist das Visitor Centre. Hier erfahren wir bei einem interessanten Film viel über die Entstehung des Parks, seine Landschaft und die Tiere, die hier heimisch sind. Elch, Schwarzbär, Wolf und verschiedene Greifvögel gehören zu den Bewohnern des riesigen Schutzgebietes. Besonders beeindruckend ist der Blick von der Terrasse: Vor uns breitet sich ein scheinbar endloses Waldmeer aus, das sich bis zum Horizont erstreckt. Anschließend tauchen wir noch tiefer in die Geschichte der Region ein. Im Freilichtmuseum entdecken wir, unter welchen Bedingungen die Menschen früher in den Wäldern arbeiteten. Entlang des Waldweges begegnen uns historische Gebäude und Stationen, die anschaulich vom Leben der Holzfäller und den Anfängen der Forstwirtschaft erzählen. Dabei wird uns einmal mehr bewusst, wie eng die Geschichte der Menschen mit dieser gewaltigen Natur verbunden ist. Im Laufe des Nachmittags erreichen wir Ottawa, die Hauptstadt Kanadas. Nach der Weite und Ruhe des Algonquin Parks erwartet uns nun eine ganz andere Kulisse. Ottawa wirkt trotz ihrer Funktion als Hauptstadt angenehm überschaubar und lädt geradezu dazu ein, sie zu Fuß zu entdecken. Gemeinsam mit unserer Reiseleiterin Marina erkunden wir den Parlamentshügel. Die imposanten neugotischen Gebäude aus hellem Sandstein gehören zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Marina erzählt uns auch von dem großen Brand, der weite Teile des Parlamentskomplexes zerstörte und dessen Wiederaufbau die heutige Architektur maßgeblich prägte. Bei unserem Besuch strahlen die kupfernen Dächer in der warmen Sonne und bilden einen wunderbaren Kontrast zum tiefblauen Himmel. Nur wenige Schritte entfernt entdecken wir die ewige Flamme. Sie erinnert symbolisch an die Einheit Kanadas und umfasst alle Provinzen und Territorien des Landes. Danach führt unser Weg zum nationalen Kriegsdenkmal, das an die kanadischen Soldaten und die Kriege erinnert, an denen Kanada beteiligt war. Ein weiterer Höhepunkt unseres Rundgangs ist der historische Rideau-Kanal. Die Schleusen verbinden Ottawa mit dem Ottawa River und gehören zum gleichnamigen UNESCO-Weltkulturerbe. Besonders spannend ist, dass das historische Schleusensystem noch heute funktioniert. Gleich daneben erhebt sich das elegante Château Laurier, dessen Architektur tatsächlich an ein französisches Märchenschloss erinnert. Weiter geht es zur imposanten Notre-Dame Basilika. Wir haben das Glück, auch einen Blick in das prächtig ausgestaltete Innere werfen zu können. Nach so vielen historischen Eindrücken darf anschließend ein Bummel durch den lebhaften ByWard Market nicht fehlen. Zwischen kleinen Geschäften, Cafés, Restaurants und Straßenmusikern herrscht eine ganz besondere Atmosphäre – quirlig, bunt und typisch Ottawa. Unser Hotel Lord Elgin liegt zentral in der Stadt, sodass wir Ottawa auch am Abend noch wunderbar erleben können. Viele aus unserer Gruppe lassen den Tag bei einem gemeinsamen Abendessen im Biermarkt gemütlich ausklingen und testen die vielen Biersorten vom Fass, die das Haus anbietet. Und weil Ottawa bei Nacht noch einmal einen ganz eigenen Zauber entwickelt, genießen wir auf dem Rückweg den Blick auf den beleuchteten Parlamentshügel. Ein erlebnisreicher Tag liegt hinter uns – Natur pur im Algonquin Park, Geschichte und Kultur in Ottawa und dazu dieses herrliche Spätsommerwetter, das uns Kanada heute von seiner allerschönsten Seite gezeigt hat.

Omega Tierpark–Saint Michel de Saints–Lac Taureau

Heute verabschieden wir uns von Ottawa und lassen die kanadische Hauptstadt hinter uns. Über den Ottawa River wechseln wir dabei nicht nur die Stadt, sondern auch die Provinz: Wir erreichen Gatineau und damit die Provinz Quebec. Sofort verändert sich die Atmosphäre. Französisch begegnet uns nun überall, und plötzlich fühlt sich Kanada ein kleines bisschen europäischer an. Bevor wir die Hauptstadtregion endgültig verlassen, werfen wir noch einen letzten Blick zurück auf Ottawa. Vom Canadian Museum of History auf der Québec-Seite bietet sich uns ein wunderbares Panorama auf die Skyline der Hauptstadt. Auch das Museum selbst ist beeindruckend. Besonders die große Halle mit ihren zahlreichen Totempfählen der indigenen Völker Kanadas zieht unsere Blicke auf sich. Schnell wird klar: Für dieses Museum könnte man problemlos einen ganzen Tag einplanen. Doch heute wartet noch ein ganz anderes Erlebnis auf uns. Im Parc Omega heißt es: Schulbus statt Reisebus und Safari statt Museumsbesuch! Gemeinsam mit unserem örtlichen Fahrer Alain machen wir uns auf die Entdeckung des weitläufigen Naturparks. Auf rund 730 Hektar erleben wir Kanadas Tierwelt aus nächster Nähe. Die ersten neugierigen Wapitis lassen nicht lange auf sich warten und freuen sich über unsere mitgebrachten Karotten. Doch damit nicht genug: Karibus, Elche, weiße Bergziegen, Bisons, Wildschweine und sogar Schwarzbären kreuzen unseren Weg. Die Tiere leben in großzügigen, naturnahen Bereichen und so fühlt sich unsere Fahrt tatsächlich ein wenig wie eine Safari an – nur eben mitten in Quebec. Mit vielen schönen Eindrücken im Gepäck setzen wir unsere Reise fort und erreichen am Nachmittag Saint-Michel-des-Saints. Unsere Unterkunft, die Auberge de Lac Taureau für die kommenden zwei Nächte liegt idyllisch inmitten der Natur am gleichnamigen See. Hier heißt es nun erst einmal ankommen, durchatmen und die Ruhe genießen. Morgen dürfen wir einen freien Tag am See verbringen. Doch bevor wir uns in die wohlverdiente Erholung verabschieden, lassen wir den Tag bei einem gemütlichen Abendessen und einem guten Getränk in fröhlicher Runde ausklingen.

Ein freier Tag am Lac Taureau

Heute erleben wir unseren freien Tag in Kanada von seiner besonders ruhigen Seite. Direkt am Ufer des Lac Taureau beginnt der Morgen mit einem wunderschönen Blick über das Wasser. Das klare Licht des Herbstes taucht die Landschaft in warme Farben. Nach dem Frühstück schnüren wir unsere Wanderschuhe und machen uns gemeinsam auf den Weg. Unsere Wanderung führt uns über etwa sechs Kilometer durch die abwechslungsreiche Natur rund um den See. Mal verläuft der Pfad dicht am Wasser entlang, mal tauchen wir in den Wald ein. Kleine Buchten, glitzernde Wasserflächen und die ersten kräftigen Herbstfarben begleiten uns auf unserem Weg. Zwischen den hellen Birken entdecken wir immer wieder Pilze am Wegesrand, während der weiche Waldboden angenehm unter unseren Füßen nachgibt. Die Strecke ist gut zu bewältigen – auch wenn uns die eine oder andere hartnäckige Mücke zwischendurch zu etwas mehr Tempo motiviert. Wieder zurück an unserer Auberge wartet kurz darauf eine schöne Überraschung auf uns: Direkt am privaten Strand des Lac Taureau haben wir zu einem kleinen Picknick eingeladen. Bei kanadischem Bier und ausgewählten Weinen lassen wir es uns mit herzhaften Kleinigkeiten gut gehen, plaudern miteinander und genießen die entspannte Atmosphäre am See. Der Nachmittag gehört ganz unseren persönlichen Wünschen. Während einige Gäste den beheizten Außenpool nutzen, unternehmen andere noch einen Spaziergang oder machen es sich einfach am Seeufer gemütlich. Bei diesem herrlichen Wetter fällt die Entscheidung nicht schwer, möglichst viel Zeit draußen zu verbringen. Am Abend kommen wir noch einmal gemeinsam zum Essen zusammen. Bei guter Stimmung und vielen fröhlichen Gesprächen lassen wir diesen besonderen Tag ausklingen. Unser Aufenthalt am Lac Taureau hat uns eine wunderbare kleine Auszeit geschenkt – Zeit zum Abschalten, Durchatmen und Genießen, bevor wir uns wieder auf den Weg zu neuen Erlebnissen machen.

Wasserfälle von Montmorency–Zuckerhütte– La Malbaie

Nach unserem herrlichen Frühstück erfolgt ein letzter Blick auf den Lac Taureau, dann heißt es für uns Abschied nehmen von diesem wunderschönen Fleckchen Erde. Das ruhige Wasser, die klare Morgenluft und die herrliche Natur machen uns den Abschied nicht leicht. Dabei erfahren wir noch ein interessantes Detail über unseren See: An seiner tiefsten Stelle erreicht der Lac Taureau rund 300 Meter. Auch sein ungewöhnlicher Name sorgt für Gesprächsstoff. „Taureau“ bedeutet Stier – und tatsächlich soll der Name auf Geräusche zurückgehen, die einst am Staudamm entstanden und an das Brüllen eines Stieres erinnert haben. Unsere Reise führt uns heute weiter in Richtung Québec City und entlang des gewaltigen St.-Lorenz-Stroms. Mit rund 3.200 Kilometern Länge verbindet er die großen Seen mit dem Atlantik und gehört damit zu den bedeutendsten Wasserwegen Nordamerikas. Besonders eindrucksvoll erleben wir heute die Gezeiten: Zwischen Ebbe und Flut können hier Höhenunterschiede von bis zu sieben Metern entstehen. Je nach Wasserstand verändert sich dadurch auch das Erscheinungsbild des mächtigen Stroms immer wieder. Unser nächstes Ziel sind die Montmorency-Wasserfälle. Bevor wir uns jedoch auf den Weg zu den tosenden Wassermassen machen, wartet zunächst ein gemütliches Mittagessen auf uns. Im Le Manoir werden wir bereits erwartet und dürfen uns ganz in Ruhe an einem leckeren Buffet bedienen. In einem schönen Raum mit herrlichem Blick genießen wir unser Mittagessen – und haben den besonderen Platz heute sogar ganz für uns. Gut gestärkt machen wir uns anschließend auf den Weg zu den Montmorency-Wasserfällen. Schon aus der Ferne hören wir das gewaltige Rauschen. Mit ihren rund 84 Metern Höhe sind die Fälle sogar höher als die berühmten Niagara-Fälle. Besonders beeindruckend erleben wir das Naturschauspiel von der Hängebrücke, die direkt über die tosenden Wassermassen führt. Unter uns stürzt das Wasser mit gewaltiger Kraft in die Tiefe, während feiner Sprühnebel aufsteigt. Von hier oben eröffnet sich außerdem ein herrlicher Blick über den Wasserfall und den St.-Lorenz-Strom bis hinüber in Richtung Québec. Anschließend fahren wir über eine Brücke auf die Ile de Orleans, eine wunderschöne Insel mitten im St. Lorenz Strom gelegen. Nach einer orientierenden Rundfahrt, bei der wir die vielen landwirtschaftlichen Betriebe zu sehen bekommen, widmen wir uns einer Spezialität, die untrennbar mit Québec verbunden ist: dem Ahornsirup. Bei Relais des Pins erfahren wir anschaulich, wie aus dem zunächst völlig klaren Baumsaft der berühmte süße Sirup entsteht. Die Ahornsirup-Saison beginnt im Frühjahr, wenn die Temperaturen tagsüber über den Gefrierpunkt steigen, während es nachts noch frostig bleibt. Dann wird der Saft der Ahornbäume gesammelt und anschließend eingekocht. Besonders erstaunlich finden wir, dass für einen Liter Ahornsirup ungefähr 40 Liter Ahornsaft benötigt werden. Aus dem zunächst dünnflüssigen Saft entsteht durch langes Erhitzen nach und nach der goldene, aromatische Sirup, den wir anschließend natürlich auch probieren dürfen. Dabei wird uns einmal mehr bewusst, wie viel traditionelle Handarbeit und Erfahrung hinter diesem typisch kanadischen Genuss steckt. Weiter geht unsere Fahrt durch die wunderschöne Landschaft Québecs. Wir passieren Baie-Saint-Paul, ein charmantes Künstlerstädtchen, das mit seinen bunten Häusern und zahlreichen Galerien einen ganz besonderen Eindruck hinterlässt. Danach wird die Strecke kurvenreicher. Die Straße schlängelt sich durch die reizvolle Landschaft, und durch die stets ruhige Fahrweise unserer Busfahrerin Marina, genießen wir die abwechslungsreiche Fahrt bis nach La Malbaie. Schließlich erreichen wir unsere Unterkunft, die Auberge de Trois Canards, die idyllisch auf einer Anhöhe über dem St.-Lorenz-Strom liegt. Wir beziehen unsere Zimmer für die nächsten beiden Nächte und lassen den ereignisreichen Tag bei einem feinen Gourmetmenü ausklingen.

Fahrt nach Tadoussac mit Whale Watching

Der Morgen zeigt sich zunächst von seiner eher grauen Seite. Über dem mächtigen St. Lorenz Strom liegt ein trüber Schleier, als wir nach einem ausgiebigen Frühstück unsere Auberge verlassen. Besonders originell ist dabei unser Frühstücksritual: Den Toast rösten wir ganz traditionell selbst am Kamin. Gut gestärkt machen wir uns anschließend auf den Weg nach Tadoussac. Vor uns liegt eine wunderschöne Fahrt durch die herbstliche Landschaft Québecs. Die Wälder leuchten in warmen Rot-, Gelb- und Orangetönen, dazwischen blitzen Seen auf. Immer wieder passieren wir kleine Ortschaften mit hübschen Holzhäusern und farbenfrohen Fassaden, die der Landschaft ihren typisch kanadischen Charme verleihen. Für die letzte Etappe nach Tadoussac wechseln wir schließlich mit dem Bus auf die Fähre. Eine Straßenbrücke über den Saguenay gibt es bis heute nicht, sodass die kostenlose Autofähre hier zum ganz normalen Bestandteil der Reise gehört. Schon nach kurzer Überfahrt erreichen wir den kleinen Ort an der Mündung des Saguenay in den St. Lorenz Strom. Zu Fuß machen wir uns auf den Weg zum Walmuseum und Forschungszentrum. Dort empfängt uns unser Guide Cédric, der seine Begeisterung für die faszinierende Welt der Wale sofort mit uns teilt. Zum Einstieg sehen wir einen eindrucksvollen Film, der mit Drohnenaufnahmen einen ganz besonderen Blick auf die Meeressäuger ermöglicht. Anschließend erfahren wir viel Wissenswertes über das Verhalten, die Lebensweise und die verschiedenen Arten, die hier im St. Lorenz unterwegs sind. Im angeschlossenen Walmuseum wird es noch anschaulicher. Zwischen imposanten Skeletten entdecken wir unter anderem die Überreste von Minkwalen und Belugas. Besonders beeindruckend ist der gewaltige Kiefer eines Blauwals, der uns eindrucksvoll vor Augen führt, welche Dimensionen diese Tiere erreichen können. Und obwohl Wale zu den größten Lebewesen unseres Planeten gehören, ernähren sie sich teilweise von winzigem Plankton und Krill, ergänzt durch Fische. Auch einige beruhigende Fakten gibt es: Menschen gehören keineswegs auf den Speiseplan der Wale – und selbst ein versehentliches „Verschlucken“ wäre aufgrund ihrer Anatomie gar nicht möglich. Nach diesen spannenden Einblicken bleibt noch etwas Zeit, Tadoussac auf eigene Faust zu erkunden. Inzwischen hat sich die Sonne durch die Wolken gearbeitet und lässt die Bucht glitzern. Wir schlendern am Wasser entlang, genießen die entspannte Atmosphäre des kleinen Ortes und schauen in das eine oder andere Café, bevor kurz darauf unser nächstes Highlight beginnt. Jetzt geht es endlich hinaus aufs Wasser zur Walbeobachtung. Unser Schiff ist gut gefüllt, doch schon bald haben sich die vielen Gäste gut verteilt. Die Spannung steigt, denn schließlich weiß man nie, wann und wo der nächste Wal auftaucht. Und dann ertönt auch schon der erste Ruf der Moderatorin: „Da drüben!“ Sofort wandern die Blicke zur angegebenen Stelle und wir wechseln eifrig von einer Seite des Bootes zur anderen. Besonders die Belugas sorgen für Begeisterung. Ihre hellen, weißen Körper sind im beinah glatten Wasser gut zu erkennen, bevor sie wieder elegant abtauchen. Rund drei Stunden sind wir auf dem St. Lorenz Strom unterwegs und erleben dabei eine beeindruckende Vielfalt. Neben den Belugas beobachten wir mehrere Minkwale, die auch als Zwergwale bezeichnet werden, und sogar einen stattlichen Finnwal. Immer wieder zeigen sich außerdem Kegelrobben, die neugierig durch das Wasser gleiten und für zusätzliche Fotomomente sorgen. Schließlich heißt es Abschied nehmen von der faszinierenden Welt der Wale. In Baie-Sainte-Catherine gehen wir wieder an Land, wo Marina bereits mit unserem Bus auf uns wartet. Ruhig und sicher bringt sie uns zurück zu unserer charmanten Auberge des Trois Canards. Beim gemeinsamen Abendessen endet ein abwechslungsreicher Tag zwischen regionalen Spezialitäten und vielen Eindrücken, die beeindruckende Tierwelt des St. Lorenz Stroms hautnah erlebt zu haben.

Canyon St. Anne–Basilika St. Anne de Beaupré–Citytour Quebec

In der Auberge des Trois Canards genießen wir noch einmal unser Frühstück und nehmen Abschied von diesem besonderen Ort. Draußen zeigt sich der Herbst von seiner schönsten Seite, und schon bald sitzen wir im Bus und fahren durch die farbenprächtige Landschaft in Richtung Québec. Unser erster Höhepunkt des Tages ist der Canyon Sainte-Anne. Was für ein beeindruckendes Naturschauspiel! Tief unter uns bahnt sich der Sainte-Anne-Fluss seinen Weg durch die schroffen Felswände. Das Wasser rauscht und donnert durch die Schlucht, während wir auf den verschiedenen Wegen immer wieder neue Perspektiven entdecken. Besonders spannend wird es auf den Hängebrücken, die über die Schlucht führen und uns einen spektakulären Blick in die Tiefe ermöglichen. Anschließend führt uns unsere Reise weiter zu einem der bedeutendsten religiösen Orte Kanadas: zur Basilika Sainte-Anne-de-Beaupré. Seit Jahrhunderten kommen Pilger hierher, um der heiligen Anna, der Mutter von Maria, zu gedenken. Der imposante Bau beeindruckt uns bereits von außen, doch besonders im Inneren gibt es viel zu entdecken. Fein gearbeitete Mosaike, farbenprächtige Glasfenster und zahlreiche kunstvolle Details erzählen von der langen Geschichte dieses Wallfahrtsortes. Auch Berichte über Heilungen haben Sainte-Anne-de-Beaupré zu einem wichtigen Pilgerziel gemacht. Marina vermittelt uns dazu interessante Hintergründe und lässt uns die besondere Bedeutung dieses Ortes noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive erleben. Am Nachmittag erreichen wir schließlich Québec. Schon die Lage der Stadt ist außergewöhnlich: An dieser Stelle verengt sich der St.-Lorenz-Strom auf nur etwa 800 Meter. Daher stammt auch der Name Québec, der aus der Sprache der Algonquin kommt und sinngemäß „wo sich der Fluss verengt“ bedeutet. Von hier aus können wir sogar Lévis auf der gegenüberliegenden Seite des Stroms erkennen. Unser Stadtrundgang beginnt auf den geschichtsträchtigen Plains of Abraham. Heute präsentiert sich das ehemalige Schlachtfeld als großzügige Grünanlage mitten in der Stadt. Kaum vorstellbar, dass hier 1759 eine der entscheidenden Schlachten zwischen Briten und Franzosen um die Vorherrschaft in Nordamerika ausgetragen wurde. Heute spazieren Menschen durch den Park, treiben Sport oder genießen einfach die Natur. Im Winter verwandelt sich die Anlage sogar in ein beliebtes Langlaufgebiet. Gemeinsam mit Marina entdecken wir anschließend die historische Altstadt von Québec zu Fuß. Wir folgen zunächst dem Verlauf der mächtigen Stadtmauer und tauchen dann immer tiefer in die verwinkelten Straßen der Oberstadt ein. Québec ist die einzige Stadt nördlich von Mexiko, deren historische Befestigungsanlagen noch weitgehend erhalten sind. Kein Wunder also, dass die Altstadt seit 1985 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Immer wieder bleiben wir stehen, denn überall gibt es etwas zu sehen. Das imposante Rathaus, hübsche Plätze und natürlich das wohl berühmteste Wahrzeichen der Stadt ziehen unsere Blicke auf sich: das Château Frontenac. Hoch über dem St.-Lorenz-Strom thront das markante Hotel mit seinen Türmchen und Dächern und prägt die Silhouette Québecs wie kaum ein anderes Gebäude. Mit seinen mehr als 600 Zimmern gehört es zu den bekanntesten Hotels Kanadas und gilt als eines der meistfotografierten Hotels der Welt. Durch die schmalen Gassen der Oberstadt geht es weiter vorbei am Ursulinenkloster, bevor wir schließlich in die Unterstadt hinabsteigen. Rund um den Place Royale fühlt sich Québec noch einmal ganz anders an. Historische Steinhäuser, Kopfsteinpflaster, kleine Geschäfte und gemütliche Cafés vermitteln das Flair einer europäischen Altstadt. Hier spüren wir besonders deutlich, wie eng die Geschichte Québecs mit ihren französischen Wurzeln verbunden ist. Für unsere vorletzte Nacht in Kanada beziehen wir unser Hotel Château Laurier, das unmittelbar vor den Toren der Altstadt liegt. Zum gemeinsamen Abschluss dieses besonderen Tages kehren wir im Brauhaus „Les Trois Brasseurs“ ein. Bei einem gemütlichen Abendessen lassen wir es uns gut gehen. Danach zieht es uns noch einmal hinaus in die Straßen der Altstadt. Québec zeigt sich nun von seiner nächtlichen Seite: Die historischen Fassaden werden von warmem Licht angestrahlt, in den Gassen herrscht angenehme Ruhe und über allem erhebt sich das hell erleuchtete Château Frontenac. Wir genießen diesen letzten Abend in Québec ganz bewusst. Nach zwei abwechslungsreichen Wochen zwischen beeindruckender Natur, faszinierenden Städten und den leuchtenden Farben des Indian Summer ist dieser Spaziergang durch das nächtliche Québec ein weiteres schönes Highlight unserer gemeinsamen Reise.

Freizeit in Quebec, Fahrt nach Montreal–Spaziergang Mont Royal und Abschiedsdinner

Unser letzter Vormittag in Québec steht ganz im Zeichen der Freizeit. Nach den vielen gemeinsamen Erlebnissen der vergangenen Tage genießen wir es, noch einmal ganz individuell durch die Stadt zu schlendern. Einige nutzen die Zeit für einen letzten Einkaufsbummel, andere lassen sich einfach durch die Gassen treiben und genießen noch einmal das besondere französische Flair von Québec. Zwischen historischen Häusern, kleinen Geschäften und gemütlichen Cafés können wir uns in aller Ruhe von dieser wunderschönen Stadt verabschieden. Gegen Mittag heißt es dann: auf nach Montréal! Über die gut ausgebaute Strecke erreichen wir am Nachmittag die größte Stadt Québecs und damit zugleich die letzte Station unserer Reise. Unser erster Halt führt uns zur berühmten Rennstrecke auf der Île Notre-Dame. Auf dem Circuit Gilles-Villeneuve werden normalerweise die Motoren des Formel-1-Grand-Prix von Kanada zum Leben erweckt. Heute allerdings ist die Strecke wegen einer Charity-Veranstaltung für den normalen Verkehr gesperrt. So können wir sie zwar nicht mit unserem Bus befahren, machen uns aber zu Fuß auf den Weg und schnuppern trotzdem ein wenig Rennsportluft. Die Strecke trägt den Namen des kanadischen Formel-1-Fahrers Gilles Villeneuve und gehört seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Motorsport-Schauplätzen Nordamerikas. Anschließend fahren wir hinauf zum Mont Royal, dem Hausberg von Montréal. Von hier oben bietet sich normalerweise ein beeindruckender Blick über die Stadt, den Sankt-Lorenz-Strom und die markante Skyline. Heute meint es das Wetter allerdings nicht ganz so gut mit uns: Regen und Nebel hüllen Montréal ein, sodass von der Skyline kaum etwas zu sehen ist. Doch davon lassen wir uns die Stimmung nicht verderben. Bei angenehm milden Temperaturen genießen wir unseren Spaziergang durch die grüne Parklandschaft des Mont Royal und nehmen die besondere Atmosphäre dieses Ortes einfach auf eine etwas andere Weise wahr. Danach geht es zu unserem Hotel, wo wir kurz einchecken und etwas Zeit zum Frischmachen haben. Am Abend wartet dann noch ein ganz besonderer gemeinsamer Abschluss auf uns. Gemeinsam mit unserer Reiseleiterin Marina und unserer Busfahrerin Marina fahren wir noch einmal in die Altstadt von Montréal zum Restaurant Port Vieux im Vieux-Port. Bei unserem letzten gemeinsamen Abendessen , bei dem auch heute unsere Busfahrerin Marina dabei ist, lassen wir die vergangenen zwölf Tage Revue passieren. So viele Eindrücke, wunderschöne Landschaften, interessante Städte und gemeinsame Erlebnisse liegen hinter uns. Natürlich darf dabei auch ein herzliches Dankeschön nicht fehlen: Wir nutzen die Gelegenheit, uns bei unseren beiden Marinas für ihre großartige Begleitung, ihre Unterstützung und ihren Einsatz während der gesamten Reise zu bedanken. Beide sind Meisterinnen ihres Fachs und haben uns täglich aufs Neue beeindruckt. Mit vielen schönen Erinnerungen und einem Gefühl von Dankbarkeit lassen wir unseren letzten gemeinsamen Abend in Kanada gemütlich ausklingen und erleben eine lustige Rückfahrt zurück zu unserem besonderen „Alt Hotel“ in Montreal.

Citytour Montreal, Freizeit und Fahrt zum Flughafen Montreal – Rückflug Deutschland

Unser letzter gemeinsamer Tag in Kanada beginnt mit einem schönen Frühstück im modernen „Alt-Hotel“, welches nur für uns Gruppe bereitgehalten wird. Heute erleben wir Montréal, mit Anne-Marie, unsere lokale Reiseleiterin, welche uns noch einmal viele interessante Facetten der Stadt zeigt. Wir fahren zunächst entlang des Hafens und passieren das historische Zollhaus aus dem Jahr 1830. Entlang der Rue Saint-Paul genießen wir immer wieder schöne Blicke auf die Umgebung und entdecken auf der Île Sainte-Hélène die markante Biosphère. Die kugelförmige Konstruktion entstand für die Expo 67 und beherbergt heute ein Umweltmuseum, das sich mit den großen Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz beschäftigt. Weiter geht es durch Chinatown und über die Rue Sainte-Catherine, eine der wichtigsten Einkaufs- und Geschäftsstraßen der Stadt. Anschließend erkunden wir die Unterstadt zu Fuß, welche 32 km unterirdirsche Wege bereithält. Danach führt unsere Fahrt vorbei an der imposanten Basilique Marie-Reine-du-Monde und an der traditionsreichen McGill University, einer der bekanntesten Universitäten Kanadas. Immer wieder entdecken wir dabei wunderschöne Häuser im Arts-and-Crafts-Stil, die Montréal auch architektonisch so abwechslungsreich machen. Am Mont Royal erhebt sich das Oratoire Saint-Joseph, eine der bedeutendsten Wallfahrtsstätten Kanadas. Von hier führt unsere Route weiter vorbei an einem großen Leonard-Cohen-Wandbild. Der berühmte Sänger, Dichter und Komponist wurde in Montréal geboren und blieb seiner Heimatstadt zeitlebens eng verbunden. Auch das elegante Ritz-Carlton und die Musikfakultät liegen auf unserem Weg, bevor wir schließlich die anglikanische Kathedrale erreichen. Von hier aus setzen wir unseren Rundgang zu Fuß fort und erkunden die historische Altstadt von Montréal. Zwischen den liebevoll restaurierten Fassaden, kleinen Plätzen und kopfsteingepflasterten Straßen lässt sich wunderbar nachvollziehen, wie stark die französische Geschichte die Stadt bis heute prägt. Unser gemeinsamer Rundgang endet schließlich an der beeindruckenden Basilique Notre-Dame, einem der bekanntesten Wahrzeichen Montréals. Hier verabschieden wir uns herzlich von Anne-Marie. Mit ihrer sehr guten deutschen Sprache, ihrer temperamentvollen und zugleich wunderbar lockeren Art hat sie uns Montréal auf unterhaltsame und persönliche Weise nähergebracht. Wir bedanken uns für eine tolle Reiseleitung und die vielen interessanten Geschichten, die sie mit uns geteilt hat. Anschließend besuchen wir gemeinsam mit Reiseleiterin Marina die Basilika Notre-Dame. Der Innenraum beeindruckt mit seiner prachtvollen neugotischen Architektur, den kunstvollen Holzarbeiten und dem tiefblauen Gewölbe, das mit goldenen Sternen geschmückt ist. Danach bleibt noch Zeit, Montréal ganz individuell zu genießen. Jeder nutzt die letzten Stunden auf seine Weise, schlendert durch die Altstadt, stöbert noch einmal in den Geschäften oder lässt es sich in einem der vielen Lokalitäten schmecken. Am Nachmittag heißt es dann endgültig Abschied nehmen von Montréal. Gemeinsam spazieren wir zurück zu unserem Bus, verabschieden Reiseleiterin Marin, die zurück nach Quebec fährt und fahren mit unserem Reisemobil zum Flughafen. Ein letztes Goodbye an unsere wunderbare Busfahrerin Marina, die nun ebenfalls nach Quebec fährt, um morgen eine neue Gruppe in Empfang zu nehmen. Mit zahlreichen schönen Erinnerungen im Gepäck treten wir schließlich die Heimreise nonstop in nur 7 Stunden nach Deutschland an.

Ankunft in Frankfurt und Weiterreise nach Hause

Nach einem ruhigen und sicheren Nachtflug mit der Lufthansa landen wir am frühen Morgen wieder in Frankfurt am Main. Damit heißt es Abschied nehmen, denn hier trennen sich unsere Wege: Einige aus unserer Gruppe fliegen noch weiter nach Berlin, Dresden oder Leipzig, während andere ihre Heimreise mit der Deutschen Bahn oder dem Auto fortsetzen. Hinter uns liegen wunderschöne Reisetage durch den Osten Kanadas – und der Indian Summer hat seinem Namen dabei wirklich alle Ehre gemacht. Leuchtend rote Ahornblätter, goldene Birkenwälder, glitzernde Seen und faszinierende Städte haben uns auf unserem Weg begleitet und für unzählige besondere Momente gesorgt. Doch nicht nur die Landschaften und Erlebnisse haben diese Reise zu etwas Besonderem gemacht. Ein ganz großes Dankeschön gilt unserer Reiseleiterin Marina, die uns mit viel Herzblut, großem Wissen, besonderem Engagement und persönlicher Verbundenheit durch ihre Heimat Ostkanada begleitet hat. Mit ihrer souveränen und zugleich herzlichen Art hat sie uns Land und Leute nähergebracht.
Ebenso möchten wir unserer gleichnamigen Busfahrerin Marina von Herzen danken. Mehr als 3.000 Kilometer hat sie uns sicher und souverän durch den Osten Kanadas chauffiert – immer aufmerksam, routiniert und ausgezeichnetem Fahrvermögen.
Und natürlich geht unser größtes Dankeschön an unsere wunderbare Reisegruppe! Wir haben wundervolle Tage erlebt, in denen viel gelacht, erzählt und gemeinsam entdeckt wurde. Alle sind rücksichtsvoll miteinander umgegangen, waren füreinander da und haben mit ihrer offenen, geselligen und herzlichen Art zu dieser ganz besonderen Reiseatmosphäre beigetragen. So nehmen wir nicht nur viele schöne Erinnerungen an Kanadas Osten und einen farbenprächtigen Indian Summer mit nach Hause, sondern auch das gute Gefühl, gemeinsam eine ganz besondere Reise erlebt zu haben.


Im Namen von Eberhardt Travel sage ich allen Beteiligten von Herzen: Danke für diese wundervolle gemeinsame Zeit! Es war uns eine große Freude, mit euch durch den Osten Kanadas zu reisen. Kommt alle gut nach Hause – und vielleicht sehen wir uns ja bei einer nächsten Reise wieder!
Ein großes Dankeschön auch an Leon Prinz, Reisemanager von Eberhardt TRAVEL, der gemeinsam mit unserem kanadischen Partner dafür gesorgt hat, dass wir diese schönen Tage erleben und reibungslos genießen durften! Thank you very much-Merci beaucoup-Dankeschön!
Eure Susanne Schirmann, Reisebegleiterin von Eberhardt TRAVEL im Namen von den beiden Marinas und allen Beteiligten!


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