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Unvergessliche Impressionen: Unsere 16–tägige Reise durch Ostkanada

Reisebericht: 04.07. – 19.07.2026

„Toronto, Montréal und die Wildnis dazwischen: Ostkanada mit allen Sinnen erleben!“

Thomas Krupp

Ein Reisebericht von
Thomas Krupp

Stadtrundfahrt in Halifax  – © Thomas Krupp (Eberhardt TRAVEL) St. Anne de Beaupre – © Thomas Krupp (Eberhardt TRAVEL) St. Anne de Beaupre – © Thomas Krupp (Eberhardt TRAVEL) St. Anne Canyon – © Thomas Krupp (Eberhardt TRAVEL) MONTREAL – © Thomas Krupp (Eberhardt TRAVEL) Montreal Basilika – © Thomas Krupp (Eberhardt TRAVEL) Quebec Museum – © Thomas Krupp (Eberhardt TRAVEL) 1000 Islands  – © Thomas Krupp (Eberhardt TRAVEL) ..auf der Fähre  – © Thomas Krupp (Eberhardt TRAVEL) Big Apple  – © Thomas Krupp (Eberhardt TRAVEL) Toronto  – © Thomas Krupp (Eberhardt TRAVEL) Whirlpool  – © Thomas Krupp (Eberhardt TRAVEL)

Ankunft in Halifax

Mit strahlendem Lächeln, Vorfreude im Gepäck und elf wunderbaren Gästen starteten wir von Frankfurt am Main aus gen Westen. Als sich die Wolkendecke öffnete, erblickten wir zum ersten Mal die tiefgrünen Küstenlinien von Nova Scotia, die wie ein zackiges Seil im tiefblauen Atlantik liegen. Am Flughafen von Halifax wurden wir mit der sprichwörtlichen, warmherzigen atlantischen Gastfreundschaft von unserer Reiseleiterin Margarith und unserem Busfahrer empfangen. Schon während unserer ersten Orientierungsfahrt zog uns die charakteristische Mischung aus salziger Meeresbrise, geschäftigem Hafenleben und geschichtsträchtiger Kulisse in ihren Bann. Der Hafen von Halifax – der tiefste eisfreie Naturhafen der Welt – schmiegt sich tief in die Küstenlandschaft ein. Wir lernten, dass diese Bucht 1749 von den Briten als strategische Trutzburg gegen das französische Louisbourg gegründet wurde. Heute pulsiert hier das Leben: Zwischen historischen Docks und moderner Architektur weht durch die mehr als 40.000 Studierenden der sechs Universitäten ein frischer, junger Geist. Beim ersten Spaziergang über die hölzernen Planken der Promenade spürten wir das sanfte Schaukeln der Masten im Abendlicht und stießen bei fangfrischem Fisch auf unser bevorstehendes Abenteuer an.

Piratengeschichte, Titanic–Erbe und das Weltkulturerbe Lunenburg

Der Duft von frischem Kaffee und Waffeln empfing uns im Marriott Hotel, bevor wir mit Margarith und unserem sympathischen Busfahrer Tom – der uns mit stoischer Ruhe und großartigem Humor durch die Lande steuern sollte – zur Stadtrundfahrt aufbrachen. Wir flanierten durch das Herz von Halifax, wo sich gläserne Wolkenkratzer im alten Kopfsteinpflaster spiegeln. Die verwitterten Holzlagerhäuser an der Waterfront schienen uns Geschichten aus dem Krieg von 1812 zuzuflüstern, als hier Kaperfahrzeuge anlegten und Freibeuter ihre Beute feilschten. Hoch über den Dächern ragt die 1749 erbaute, sternförmige Zitadelle auf, an deren Fuß die schneeweiße, dreistöckige Town Clock unerbittlich die Zeit misst. Ein Schauer des Mitgefühls lief uns über den Rücken, als wir auf dem grünen Friedhof Fairview Lawn vor den schlichten dunklen Grabsteinen standen, unter denen 121 Opfer der schicksalhaften Titanic-Katastrophe ruhen.
Am Nachmittag schlängelte sich unser Bus entlang der zauberhaften Leuchtturm-Route nach Lunenburg. Das UNESCO-Weltkulturerbe empfing uns wie eine bunt bemalte Schatztruhe: In sattem Schwedenrot, Senfgelb und Ocker leuchteten die Holzhäuser aus dem 18. Jahrhundert im Sonnenlicht. Im Hafen schnupperte die Gruppe den Duft von Teer, Tauwerk und Meerwasser, während wir den eleganten Holzmast des legendären Schooners „Bluenose II“ bestaunten. In einem rustikalen Fischrestaurant direkt am Kai genossen wir zarten, im Butterbad geschwenkten Hummer und fangfrischen Schellfisch. Weiter ging die Fahrt nach Peggys Cove. Es wirkte wie ein lebendig gewordenes Gemälde: Bunte Fischerhütten, im seichten Wasser wiegende Hummerkörbe und mittendrin der ikonische rot-weiße Leuchtturm, der stoisch auf den sanft geschliffenen, riesigen Granitfelsen der Eiszeit thront. Zurück in Halifax verzauberte uns ein warmer, goldener Sommerabend an der belebten Promenade.

Schottisches Erbe und die Pionierwelt auf Cape Breton Island

Ein ohrenbetäubender, stolzer Klang weckte unsere Sinne am Morgen: Auf den Erdwällen der Zitadelle von Halifax wohnten wir der feierlichen Wachablösung bei, während der scharfe Wind den majestätischen Klang von Dudelsäcken und Trommeln über die Bucht trug. Mit diesem Gänsehaut-Moment im Herzen machten wir uns auf den Weg gen Norden nach Cape Breton Island. Die Landschaft verwandelte sich in eine alpine, raue Küstenwelt. Wir passierten New Glasgow und Antigonish – das Herz der schottisch-gälischen Kultur Kanadas – und erreichten schließlich den gigantischen Canso Causeway. Dieser 1.385 Meter lange Felsdamm schneidet 65 Meter tief ins Meer und verbindet das Festland spektakulär mit der Insel. Kurz darauf empfing uns das idyllische Städtchen Baddeck, schmiegsam gelegen am Ufer des leuchtend blauen Bras d’Or Salzwassersees. Im Alexander Graham Bell Museum tauchten wir fasziniert in den schöpferischen Geist des Erfinders ein. Voller Staunen erfuhren wir, dass Bell hier nicht nur das Telefon weiterentwickelte, sondern wie ein Besessener mit manntragenden Drachen, frühen Fluggeräten und raketenhaften Tragflügelbooten experimentierte. Den Tag beschlossen wir friedlich im Herzen dieser malerischen Insel.

Die spektakuläre Küstenwelt des Cabot Trails

Der heutige Tag glich einer Rauschfahrt der Naturgrün- und Ozeanblautöne: Wir befuhren den weltberühmten Cabot Trail, der sich atemberaubend durch den Cape Breton Highlands-Nationalpark schlängelt. Rechts von uns ragten die steilen, dicht bewaldeten Klippen empor, links fiel der Blick hunderte Meter tief auf die schäumende Gischt des Atlantiks. Das Highlight des Tages war unsere Wanderung auf einem kurzen Abschnitt des Skyline Trail. Auf hölzernen Stegen spazierten wir durch duftende Nadelwälder, bis sich die Welt plötzlich öffnete: Von einer erhabenen hölzernen Aussichtsplattform blickten wir endlos weit über den St.-Lorenz-Golf. Unter uns schwebten Weißkopfseeadler im Aufwind, und mit etwas Glück hätten wir in der Ferne die dunklen Rücken von Zwergwalen sehen können. Von den 300 Meter hohen Höhenzügen schraubte sich die Straße schließlich hinab ins verträumte Fischerdorf Pleasant Bay. In Neil’s Harbour machten wir Rast, wo der Wind nach Salz schmeckte, und wir uns mit dem Leben der Fischer vertraut machen konnten.

Zeitreise ins Jahr 1744 in der Festung Louisbourg

Heute öffnete sich für uns ein Tor in die Vergangenheit. Als wir die gewaltigen Tore der Festung Louisbourg durchschritten, hüllte uns der Duft von brennendem Birchwood-Holz, frisch gebackenem Brot und dem Rauch alter Kanonen ein. Wir traten ein ins Jahr 1744. Das geschäftige Treiben der größten historischen Rekonstruktion Nordamerikas zog uns sofort in seinen Bann: Kostümierte Soldatengruppen marschierten mit knirschenden Stiefeln über das Kopfsteinpflaster, Mägde klapperten mit Holzeimern, und ein Vertreter der Mi'kmaq-Ureinwohner ließ uns mit sanften Trommelschlägen und indianischen Gesängen in die tiefe Spiritualität seines Volkes eintauchen. In den Stuben erklang der beschwingte, nostalgische Ton der Hurdy-Gurdy-Drehleier. Bei einem traditionellen Mittagessen im Fortress Restaurant – serviert auf Zinntellern von Kellnerinnen in Schnürmieder und Haube – schmeckten wir die Geschichte Kanadas. Beschlossen haben wir diesen erlebnisreichen Tag in der idyllischen Stille unseres Golfresorts in Dundee an der West Bay, wo sich die Abendsonne glitzernd im See spiegelte.

Rückkehr nach Halifax und Spuren der Einwanderung

Mit der Wehmut des Abschieds von Cape Breton rollten wir erneut über den Canso Causeway zurück aufs Festland von Nova Scotia. Die Fahrt verlief wie im Flug, und bereits am frühen Nachmittag erreichten wir das vertraute Halifax. Den Gästen öffnete sich ein freier Nachmittag voller Entdeckungen. Viele schlenderten gelassen über die vier Kilometer lange Holzpromenade, genossen das Lachen der Straßenkünstler und das sanfte Tuten der einlaufenden Frachter. Ein tief bewegender Ort war für viele das Canadian Museum of Immigration am Pier 21. In den hallenden Räumen dieses "Ellis Island Kanadas", wo zwischen 1928 und 1971 über eine Million Hoffnungssuchende mit ihren Holzkoffern anlandeten, konnte man die Träume, Tränen und Aufbruchsstimmungen der Einwanderer fast noch in der Luft greifen. Zum letzten Mal genossen wir das nächtliche Lichtermeer der Hafenstadt.

Eisenbahn–Romantik im Schlafwagenzug

Am Morgen schnupperten wir ein letztes Mal die bunte Marktatmosphäre in den Hallen von Halifax, bevor am Bahnhof das Signal auf Grün sprang: Einsteigen bitte! Wir bestiegen den legendären Zug „The Ocean“ der VIA Rail – eine der ältesten Zugverbindungen Nordamerikas. Das metallische Klacken der Waggons und das sanfte Wiegen der Schienen begleiteten uns, während draußen die unendlichen, tiefgrünen Nadelwälder und spiegelglatten Flussläufe von Nova Scotia und New Brunswick vorbeizogen. Im Panoramawagen organisierte das Zugpersonal eine exklusive Weinverkostung. Die herzliche Zugbegleiterin Indira bezauberte uns mit Anekdoten aus der Pionierzeit der Eisenbahn. Nach einem exquisiten mehrgängigen Abendessen im eleganten Bordrestaurant krochen wir in unsere kuscheligen Schlafwagenkabinen. Das monotone, beruhigende Surren der Räder auf den Gleisen wog uns tief und friedvoll in den Schlaf.

Ankunft im französischen Charme von Québec City

Als wir die Augen öffneten, grüßte draußen bereits die sanft geschwungene Hügellandschaft von Québec. Am Bahnhof wurden wir von unserem Busfahrer Brian in Empfang genommen und ins Herz der wohl europäischsten Stadt Nordamerikas gebracht. Bei knusprigen Croissants und Café au Lait im Herzen der Altstadt begrüßte uns unsere bezaubernde Reiseleiterin Nadja, eine Wahl-Québeckerin mit Leib und Seele. Sie führte uns durch die einzige noch vollständig von Festungsmauern umgebene Stadt nördlich von Mexiko. Von der majestätischen Terrasse Dufferin blickten wir steil hinab auf den gewaltigen St.-Lorenz-Strom und staunten über die kupfergedeckten Türme des weltberühmten Château Frontenac. Über die Plains of Abraham – wo 1759 in einer blutigen Schlacht das Schicksal Neufrankreichs besiegelt wurde – gelangten wir per Standseilbahn hinab in die Unterstadt. In den engen, blumengeschmückten Kopfsteinpflastergassen von Petit Champlain fühlten wir uns wie im Märchen. Abends lauschten wir in einem Straßenrestaurant den Klängen eines mitreißenden Musikfestivals, das die ganze Stadt in ein Fest der Lebensfreude verwandelte.

Die Naturgewalten der Côte de Beaupré

Unser Ausflug führte uns heute entlang der idyllischen Côte de Beaupré, wo historische Holzmühlen, farbenfrohe Scheunen und blühende Apfelgärten das Bild prägen. Zuerst stockte uns der Atem an den Montmorency-Wasserfällen: Mit ohrenbetäubendem Getöse stürzen die Wassermassen 83 Meter in die Tiefe – ganze 30 Meter höher als die Niagarafälle! Gischt lag wie ein feiner Nebel in der Luft. Noch spektakulärer wurde es im Sainte-Anne Canyon. Über eine kühne Hängebrücke schwankten wir hoch über der tiefen Felskluft, während tief unter unseren Füßen der wilde Fluss schäumend durch den Fels brach. Den tiefen spirituellen Kontrapunkt bildete die Basilika Sainte-Anne-de-Beaupré. Wenn das Sonnenlicht durch die riesigen, leuchtenden Buntglasfenster fällt und tausende goldene Mosaiksteine zum Erstrahlen bringt, versteht man, warum dieser Ort jedes Jahr über eine Million Pilger tröstet und begeistert.

Weltgewandtes Flair und Untergrundwelten in Montréal

Wir folgten dem mächtigen Band des St.-Lorenz-Stroms bis in die sprudelnde Weltmetropole Montréal. Unser lokaler Stadtführer Louis empfing uns mit typisch französischem Charme und zeigte uns die faszinierende Doppelseele dieser Millionenstadt. Vom Hausberg Mont Royal aus lag uns die Skyline zu Füßen – ein schimmerndes Meer aus Glasfassaden, eingebettet zwischen Fluss und Wald. In der Altstadt Vieux-Montréal bewunderten wir das gold-blaue, mystische Licht in der neugotischen Basilika Notre-Dame. Ein sportliches Highlight war unsere Fahrt über den Asphalt der Formel-1-Rennstrecke Circuit Gilles Villeneuve auf der Île Notre-Dame. Doch Montréal überrascht auch unter der Erde: Bevor wir zum Abendessen aufbrachen, stiegen wir hinab in die "Unterirdische Stadt" (RÉSO) – ein munteres Tunnelsystem voller Geschäfte, in dem wir Ehrfurcht gebietend vor einem echten, bunt bemalten Originalstück der Berliner Mauer standen.

Tierische Begegnungen und die Bundeshauptstadt Ottawa

Heute schlug unser Herz für die Tierwelt Kanadas! Im weitläufigen Parc Omega bei Montebello rollte unser Bus langsam durch saftige Wiesen und dichte Wälder. Bären tatzten durch das Unterholz, Wölfe blickten uns aus wachsamen Augen an, und mächtige Büffel kreuzten unseren Weg. Das absolute Highlight aber waren die neugierigen Karibus und Hirsche: Sie streckten ihre feuchten Schnauzen direkt durch die Busfenster, um die von uns mitgebrachten Karotten knuspernd zu erobern – ein Lachen ging durch die gesamte Gruppe! Nachmittags erreichten wir die Bundeshauptstadt Ottawa, wo der Ottawa River sanft in den Fluss Rideau fließt. Bei unserem Rundgang bestaunten wir die majestätischen, neugotischen Parlamentsgebäude, den imposanten Peace Tower und das donnernde Schauspiel der Rideau Falls. Den Tag ließen wir auf dem bunten, seit 1826 bestehenden Byward Market zwischen dem Duft frischer Blumen, Gewürze und schmackhaftem Essen ausklingen.

Kultur der First Nations und das Inselreich der 1000 Islands

Der Morgen begann mit königlichem Glanz: Vor der Kulisse des Parlaments wohnten wir dem farbenprächtigen Wachwechsel bei, wo rote Röcke, Bärenfellmützen und der Klang einer schallenden Blaskapelle für Begeisterung sorgten. Gleich danach tauchten wir im Canadian Museum of History in die tiefe Seele Nordamerikas ein: In der riesigen Halle ragten die mächtigen, kunstvoll geschnitzten Totempfähle der Westküsten-Ureinwohner stumm in die Höhe. Auf unserem Weg gen Westen legten wir beim berühmten "Big Apple" einen kulinarischen Stopp ein, wo der süße Duft frisch gebackener, warmer Apfelkuchen die Luft erfüllte. Am Nachmittag gingen wir in Rockport an Bord eines Ausflugsbootes. Wie ein Märchenland breitete sich das Revier der Thousand Islands vor uns aus: 1.864 kleine, dicht bewaldete Felsinseln, auf denen sich von der nostalgischen Holzhütte bis zum majestätischen Schloss traumhafte Feriendomizile schmiegen. Abends erreichten wir das historische Kingston, bewacht vom wachsamen Schatten des alten Fort Henry.

Fahrt durch das Seenland und Ankunft in Toronto

Mit der beschaulichen Glenora-Fähre setzten wir über ins idyllische, von Weinbergen und bunten Farmhäusern geprägte Prince Edward County. Die Fahrt glich einer Reise durch ein friedliches Bilderbuch-Kanada. Am Nachmittag wandelte sich das Bild dramatisch: Die atemberaubende Skyline von Toronto wuchs vor uns in den Himmel. Wir passierten die gläsernen Schluchten des Finanzviertels, sahen das historische Rathaus neben dem kühnen Neubau und bewunderten das berühmte, schmale Flatiron Building. An der Queen’s Quay Harbourfront spürten wir den weiten Horizont des riesigen Ontariosees. Da dichtes Rauchgestöber von weit entfernten Waldbränden die Stadt in einen geheimnisvollen, aber weitsichtarmen Schleier hüllte, trafen wir die kluge Entscheidung, das Abenteuer CN Tower auf den nächsten Morgen zu verschieben.

Die Höhepunkte Torontos und der Zauber der Niagarafälle

Unsere Geduld wurde reich belohnt! Bei klarer Luft schwebten wir im gläsernen Aufzug auf die Aussichtsplattform des 553 Meter hohen CN Towers. Unter uns lag Toronto wie ein gigantischer Teppich aus Häusern, Parks und dem endlosen Blau des Ontariosees. Wir blickten direkt auf das riesige Rogers Centre und die nostalgischen Dampflokomotiven im Roundhouse Park. Anschließend ließen wir die Wolkenkratzer hinter uns und fuhren durch das "Goldene Hufeisen" – eine fruchtbare Oase voller Obstplantagen und berühmter Eiswein-Weingüter. Entlang des Niagara Parkways staunten wir über die gewaltigen Whirlpool-Stromschnellen, bevor wir am Table Rock standen. Das Dröhnen der Zivilisation verstummte, abgelöst vom tiefen, urzeitlichen Donnern der Horseshoe Falls. In knallrote Regenponchos gehüllt, bestiegen wir das Ausflugsboot. Die Motoren kämpften gegen die Strömung, während wir mitten hinein in die sprühende, weiße Gischtwolke fuhren – das Wasser prasselte, die Luft bebte, und die unbändige Kraft der Natur trieb uns Freudentränen in die Augen! Abends feierten wir dieses Naturschauspiel im Drehrestaurant des Skylon Towers: Während wir ein exquisites Essen genossen, drehte sich der Turm in einer Stunde einmal um die eigene Achse und schenkte uns den Blick auf die gewaltigen Wasserfälle.

Idyllisches Niagara–on–the–Lake und Abschied von Kanada

Der letzte Morgen in Kanada führte uns in das malerische Juwel Niagara-on-the-Lake. Das perfekt erhaltene Städtchen aus dem 19. Jahrhundert verzauberte uns mit seinen liebevoll gepflegten Vorgärten, viktorianischen Fassaden und nostalgischen Pferdekutschen. In der renommierten Konzelmann Winery stießen wir bei einer erlesenen Weinverkostung mit edlem Eiswein auf das Gelingen unserer gemeinsamen Reise an. Auf dem Weg zum Flughafen Toronto zeigte sich Kanada noch einmal von seiner dramatisch-wilden Seite: Ein sintflutartiger Sommerregen und eine aufregende Tornadowarnung begleiteten unsere Fahrt, ehe wir wohlbehalten und pünktlich unser Flugzeug bestiegen. Während die Lichter Torontos langsam in der Nacht versanken, schwelgten wir bereits in Erinnerungen.

Wiedersehen mit der Heimat

Nach einem sanften, ruhigen Nachtflug setzte unser Flugzeug am frühen Morgen wieder auf dem Heimatboden in Frankfurt am Main auf. Beim Abschied gab es viele warme Umarmungen und ein Lächeln auf jedem Gesicht. Wir kehrten zurück nach Hause – doch im Herzen trugen wir das Rauschen der atlantischen Wellen, das Dröhnen der Niagarafälle, den Duft der Nadelwälder und die unvergessliche Wärme der Menschen Ostkanadas.


Eine Reise lebt von den Menschen, die sie teilen. Ein besonderer Dank gilt unserer Reiseleiterin Margarith, die uns die Seele Ostkanadas mit viel Herzlichkeit und Wissen nähergebracht hat.Ebenso danken wir unseren Busfahrern: Tom, der uns mit Humor sicher über die Küstenstraßen Nova Scotias lenkte, und Brian, der uns routiniert durch die Metropolen bis zu den Niagarafällen brachte. Danke auch an Eberhardt Travel für die perfekte Organisation dieser Traversale.Der größte Dank gebührt euch, unseren Reisegästen. Eure gute Laune, Neugier und Harmonie haben diese 16 Tage unvergesslich gemacht. Möge die Erinnerung an den Atlantik und die Niagarafälle noch lange nachklingen!Bleibt gesund und reisefreudig!Euer Thomas


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