Yacht–Kreuzfahrt in Kroatien – Das südliche Dalmatien
Reisebericht: 24.09. – 03.10.2026
Zehn Tage mit unserer Reisegruppe zwischen Split, Dubrovnik, Korčula, Hvar und den schönsten Buchten der Adria!
Ein Reisebericht von
Wolfgang Eckert
Ankommen in Trogir – Urlaubsgefühl vom ersten Tag an
„Dobro došli u Hrvatsku!“ – Herzlich willkommen in Kroatien! Mit diesen Worten begann für uns eine Reise, die schon nach wenigen Stunden deutlich machte, dass sie etwas Besonderes werden würde. Zehn Tage wollten wir gemeinsam das südliche Dalmatien entdecken – nicht aus dem Busfenster, sondern vom Wasser aus. Unsere Yacht sollte für diese Zeit unser schwimmendes Zuhause werden. Und eines kann ich als Reiseleiter schon vorwegnehmen: Selten haben wir eine Landschaft so unmittelbar und intensiv erlebt wie auf dieser Reise.
Nach unserem Flug nach Split ging es zunächst zur Insel Ciovo nahe Trogir, wo wir in unserem Hotel eincheckten. Kaum waren wir angekommen, änderte sich die Stimmung spürbar. Die Sonne schien, die Luft roch nach Meer und Pinien, und über dem Meer wehte eine leichte Brise, uns beschlich bereits dieses ganz besondere mediterrane Lebensgefühl.
Nach einem gemeinsamen Abendessen saßen wir bei einem Espresso oder einem kühlen Getränk zusammen und ließen die Reise langsam beginnen. Man merkte schon jetzt: Die nächsten Tage würden nicht nur von Sehenswürdigkeiten leben, sondern vor allem vom gemeinsamen Erleben.
Krka und Šibenik – Wasser, Natur und Geschichte
Am nächsten Tag wartete mit dem Krka-Nationalpark gleich ein landschaftlicher Höhepunkt auf uns. Das Grün der Wälder, das klare Wasser und das ständige Rauschen der Wasserfälle waren ein wunderbarer Kontrast zur sommerlichen Wärme.
Wir ließen uns Zeit, schauten, fotografierten und genossen die Natur. Dabei zeigte sich schnell, dass unsere Gruppe inzwischen richtig „auf Betriebstemperatur“ war: Hier ein Zuruf, dort ein gemeinsames Foto und immer wieder die Frage: „Wo geht es jetzt lang?“ – für eine Reiseleitung gehört genau das dazu.
Später ging es nach Šibenik. Beim Spaziergang durch die Altstadt begegneten uns die Jahrhunderte kroatischer Geschichte auf Schritt und Tritt. Besonders beeindruckte uns die Kathedrale des Heiligen Jakob. Doch mindestens genauso schön waren die kleinen Momente abseits der großen Sehenswürdigkeiten: schattige Gassen, blühende Bougainvilleen, kleine Cafés und der Duft von mediterraner Küche, der aus den Restaurants strömte.
Leinen los! – Unsere Yacht wird zum Zuhause
Dann war es endlich soweit: Einschiffung in Trogir!
Für manche von uns war es die erste Yacht-Kreuzfahrt überhaupt. Entsprechend groß war die Neugier. Wie sieht die Kabine aus? Wo sitzen wir beim Essen? Wann legen wir ab? Und natürlich die wichtigste Frage: Wann dürfen wir endlich ins Meer?
Nachdem die Koffer verstaut und die Kabinen bezogen waren, hieß es schließlich: Leinen los!
Trogir blieb langsam hinter uns zurück. Wir standen an Deck und sahen zu, wie die Stadt kleiner wurde. Vor uns lag die glitzernde Adria, über uns der blaue Himmel und um uns herum dieses Gefühl, dass der Urlaub nun wirklich begonnen hatte. Die Berge des Biokovo-Gebirges rückten näher, und schließlich erreichten wir die Insel Hvar mit ihrer gleichnamigen Hauptstadt.
Spätestens hier verstanden wir, warum eine Yacht-Kreuzfahrt durch Dalmatien etwas ganz Besonderes ist. Statt jeden Morgen Koffer zu packen, wachten wir mit Blick aufs Meer auf und konnten einfach dort anlegen, wo es besonders schön war. Das türkisfarbene Meer, die Sonne auf der Haut und das Gefühl, sich einfach treiben lassen zu können, waren pure Urlaubsmomente.
Zusammen mit unserer Tourmanagerin Marijana erkundeten wir die Stadt und ließen den Abend an der Schiffsbar gemütlich ausklingen.
Mljet – Natur pur
Am frühen Morgen nahmen wir Kurs auf Mljet. Mit jeder Seemeile steigerte sich die Gelassenheit, die das Meer ausstrahlt.
Die grüne Insel mit ihrem Nationalpark empfing uns ganz anders als die lebhaften Küstenstädte. Hier dominierte die Natur. Dichte Wälder, klare Seen und eine wohltuende Ruhe machten den Ausflug zu einem besonderen Erlebnis.
Am Abend saßen wir wieder an Bord zusammen. Bei einem Glas Wein oder einem anderen kühlen Getränk wurden die Erlebnisse des Tages ausgetauscht. Die Gespräche wurden länger, das Lachen herzlicher – und langsam hatte man das Gefühl, dass wir nicht mehr einfach nur eine Reisegruppe waren.
Dubrovnik – ein großer Moment unserer Reise
Dann kam der Tag, auf den sich viele besonders gefreut hatten: Dubrovnik.
Zunächst legten wir einen Badestopp in einer Bucht vor Dubrovnik ein. Endlich Schwimmen in kristallklarem Meer, Sonne tanken und sich auf den Höhepunkt unserer Reise vorbereiten!
Nach dem Mittagessen ging es los. Schon die Anfahrt vom Wasser aus war beeindruckend. Die mächtigen Mauern, die roten Dächer und das tiefblaue Meer lagen vor uns. Dubrovnik zeigte sich genau so, wie man es von Bildern kennt – und trotzdem war der Anblick in Wirklichkeit noch einmal etwas ganz anderes.
Beim gemeinsamen Stadtrundgang erfuhren wir viel über die Geschichte der Stadt. Wir spazierten über den Stradun, sahen die historischen Gebäude und tauchten ein in das Gewirr der kleinen Seitengassen.
Natürlich gab es auch freie Zeit. Und die wurde genutzt! Einige spazierten auf der Mauer oder fuhren mit der Seilbahn, andere suchten sich ein Café oder gingen auf Souvenirjagd, wieder andere wollten einfach nur sitzen und das Treiben beobachten.
Dubrovnik ist zweifellos eine Stadt der großen Bilder – aber es waren auch die kleinen Momente, die uns in Erinnerung bleiben werden: der Schatten einer alten Hauswand, das Klappern von Geschirr in einem Café, der Duft von Lavendel und die warme Abendluft, wenn die Sonne langsam tiefer stand.
Kapitäns–Dinner – ein Abend unter Freunden
Nach Dubrovnik ging es weiter nach Trstenik. Am Abend stand das Kapitäns-Dinner auf dem Programm.
Und plötzlich war die Atmosphäre eine ganz andere. Schicke Kleidung, festlich gedeckte Tische, gutes Essen und natürlich viele Gespräche über die vergangenen Tage.
Wir blickten gemeinsam zurück – auf die ersten Schritte in Trogir, Krka, Šibenik, die Einschiffung, die Badestopps und Dubrovnik.
Es wurde gelacht, erzählt und natürlich auch das eine oder andere Glas Wein getrunken. Als plötzlich ABBA erklang, wurde das Upperdeck zur Tanzfläche. Solche Abende sind es, die eine Reisegruppe zusammenwachsen lassen.
Korčula – Geschichte trifft Lebensfreude
Am nächsten Morgen hieß unser Ziel Korčula.
Die Altstadt präsentierte sich mit ihren engen Gassen und historischen Steinhäusern wie eine kleine mittelalterliche Bühne. Beim Stadtrundgang erfuhren wir Interessantes über die Geschichte der Insel und ihre maritime Bedeutung.
Den Tag ließen wir in der Altstadt ausklingen. In einer Konoba genossen wir bei einheimischer Musik dalmatinische Spezialitäten. Anschließend kehrten wir auf unser Schiff zurück und nahmen noch einen gemütlichen Schlummertrunk an Deck, während über uns die Sterne funkelten.
Das Meer als täglicher Höhepunkt
Unser nächstes Ziel war Makarska. Die Küste mit dem mächtigen Biokovo-Gebirge im Hintergrund bot uns dabei eine fantastische Kulisse. Und natürlich dauerte es nicht lange, bis die ersten von uns fragten: „Wann ist eigentlich der nächste Badestopp?“
Genau diese Badestopps wurden zu einem der schönsten Bestandteile unserer Reise. Die Yacht suchte geschützte Buchten auf, der Anker fiel – und schon waren die ersten im Wasser.
Was anfangs vielleicht nur als kurze Abkühlung gedacht war, entwickelte sich schnell zu einem kleinen Ritual. Handtuch nehmen, Sonnencreme auftragen, Badeleiter hinunter und hinein in das kristallklare Wasser.
Wer einmal mitten in der Adria geschwommen ist und anschließend vom Wasser aus auf unsere Yacht und die dalmatinische Küste geblickt hat, versteht, warum diese Reise so besonders war.
In Makarska spazierten einige Gäste mit dem Reiseleiter durch die Altstadt, entdeckten historische Gebäude und genossen anschließend die freie Zeit. Makarska ist einer dieser Orte, an denen man eigentlich gar kein großes Programm braucht. Es genügte, durch die Gassen zu gehen, irgendwo Platz zu nehmen und das Leben an sich vorbeiziehen zu lassen.
Brač und Bol – der letzte große Badetag
Allmählich rückte das Ende unserer Reise näher. Doch bevor es zurück nach Trogir ging, wartete noch ein letzter Höhepunkt auf uns: Brač und Bol.
Der berühmte Zlatni Rat lag vor uns – eine helle Landzunge, die sich weit in das türkisblaue Meer hinausschiebt. Natürlich wurde auch hier gebadet.
Vielleicht war es gerade deshalb so schön, weil wir wussten, dass es unser letzter großer Badestopp war. Man genoss das Wasser bewusster, schaute noch einmal länger auf die Küste und nahm die Wärme der Sonne in sich auf.
Zurück nach Trogir – und ein bisschen Wehmut
Schließlich nahm unsere Yacht Kurs auf Trogir.
Wir saßen an Deck und ließen die vergangenen Tage noch einmal Revue passieren. Zehn Tage waren vergangen – und plötzlich fühlte sich die Reise viel zu kurz an.
Wir hatten gemeinsam Städte entdeckt, Inseln erkundet, im Meer gebadet, gut gegessen und viel gelacht. Wir hatten frühe Morgenstunden erlebt, lange Abende an Bord verbracht und immer wieder dieses wunderbare Gefühl gehabt: Heute müssen wir nicht irgendwohin fahren – heute fahren wir einfach übers Meer.
Bei der Ankunft in Trogir war deshalb auch ein wenig Wehmut dabei. Aber noch wartete ein Höhepunkt auf uns: Split, wo zunächst der Diokletianpalast im Mittelpunkt stand. Dieses UNESCO-Welterbe ist nicht nur ein historisches Monument, sondern das Herz der Stadt. Während wir durch die imposanten Mauern des Palastes schlenderten, fühlten wir uns in die Zeit des Römischen Reiches zurückversetzt. Jeder Stein erzählte eine Geschichte und wir konnten die Pracht und Macht des Kaisers Diokletian förmlich spüren. Nach einer interessanten Führung luden am Abend die lebhaften Märkte und charmanten Cafés in den verwinkelten Gassen der Altstadt zum Verweilen ein und ließen uns das mediterrane Lebensgefühl in vollen Zügen genießen. Danach fuhren wir mit einem Bus zum letzten Mal auf unser Schiff zurück, wo uns unser Reiseleiter noch zu einem Abschiedsdrink einlud.
Als wir schließlich zum Rückflug nach Split mussten, hieß es Abschied nehmen von unserer Yacht und von einem Dalmatien, das wir auf eine ganz besondere Art kennenlernen durften.
Vom ersten „Dobro došli“ bis zum letzten „Doviđenja“ war es eine Reise voller Sonne, Meer, Genuss und gemeinsamer Erlebnisse.
Und vielleicht ist genau das die schönste Erinnerung an diese zehn Tage: Wir waren nicht einfach nur Gäste in Kroatien. Für eine kurze Zeit gehörte die Adria ein kleines bisschen uns – und wir werden dieses Gefühl sicher noch lange mit nach Hause nehmen.
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