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Kaiserwetter, Delfine und Wasserfälle

Reisebericht: 26.09. – 03.10.2026

Wir erlebten eine Woche im nördlichen Dalmatien mit Biograd na Moru als Ausgangspunkt. Die Adria zeigte sich bei Kaiserwetter, wir besuchten Zadar, Pag, die Kornaten und die Krka-Wasserfälle.

Bettina Langendörfer

Ein Reisebericht von
Bettina Langendörfer

Blick zur Insel Pašman – © Bettina Langendörfer (Eberhardt TRAVEL) Hafen Biograd – © Bettina Langendörfer (Eberhardt TRAVEL) Denkmal Unabhängigkeitskrieg in Biograd – © Bettina Langendörfer (Eberhardt TRAVEL) Abendstimmung in Biograd  – © Bettina Langendörfer (Eberhardt TRAVEL) Kunsthandwerk  – © Bettina Langendörfer (Eberhardt TRAVEL) Enzianstrauch – © Bettina Langendörfer (Eberhardt TRAVEL) Olivenbaum  – © Bettina Langendörfer (Eberhardt TRAVEL) Käseauswahl – © Bettina Langendörfer (Eberhardt TRAVEL) Fahrt nach Tkon – © Bettina Langendörfer (Eberhardt TRAVEL) Strand in Tkon – © Bettina Langendörfer (Eberhardt TRAVEL) Souvenir gefällig? – © Bettina Langendörfer (Eberhardt TRAVEL) Vagan Melik Karaganjan – © Bettina Langendörfer (Eberhardt TRAVEL)

Anreisetag nach Biograd na Moru

Der Wecker klingelte bei einigen von uns noch vor der Dämmerung. Für uns 14 Alleinreisende – gemischte Alterszusammensetzung, jeder mit eigenen Erwartungen im Gepäck – begann der Tag mit Kofferpacken, Passkontrolle und der stillen Frage, wie diese gemeinsame Woche wohl werden würde. Die meisten kannten sich untereinander nicht, doch die Vorfreude war bei allen spürbar.
Mit dem Flugzeug ging es nach Zadar, von dort aus weiter mit dem Transferbus entlang der dalmatinischen Küste. Nach etwa einer halben Stunde tauchte das Adriatische Meer auf – und schließlich das Ortseingangsschild von Biograd na Moru, der „weißen Stadt am Meer“. Die Luft roch nach Salz, Sonne und Urlaub.
Mit mehreren Transferfahrzeugen erreichten wir nacheinander das Hotel Ilirija. Die Begrüßung an der Rezeption war freundlich , die Zimmerverteilung ging schnell. Koffer auspacken, frisch machen, kurz durchatmen – und schon zog es die ersten an die Uferpromenade. Die Plaža Dražica liegt praktisch direkt vor der Tür. Ein paar Unentwegte gingen sogar noch kurz ans Wasser, andere setzten sich mit einem Getränk auf die Terrasse und ließen den Anreisetag sacken.
Vor dem Abendessen trafen sich alle zur Begrüßungsrunde in der Lobby. Benjamin, unser örtlicher Reiseleiter hieß uns willkommen. Es gab heimische Liköre und Schnäpse oder auch etwas alkoholfreies. Wir prosteten uns zu– auf die Reise, auf neue Bekanntschaften und auf hoffentlich viele schöne Momente.
Anschließend ging es direkt weiter zum Abendessen. Zwei Tische waren für uns gedeckt und wir unterhielten uns angeregt. Beim Buffet– eine Mischung aus dalmatinischen Spezialitäten, Salaten und warmen Gerichten – wurde die Runde schon etwas lockerer. Die anfängliche Zurückhaltung legte sich Stück für Stück.
Nach dem Essen folgte dann die eigentliche Vorstellungsrunde auf der Restaurantterrasse. Wieder wurden Getränke serviert, während draußen die milde Abendluft über die Terrasse strich und das Meer leise im Hintergrund rauschte. Wir stellten uns gegenseitig kurz vor, denn beim Essen hatten wir ja schon einiges über unseren Gegenpart in Erfahrung gebracht. Vom rüstigen Rentner bis zu in der Mitte des Berufslebens stehenden war alles dabei.
Draußen war es inzwischen dunkel geworden. Die Promenade leuchtete in warmem Licht, einige von uns zogen noch zu einem Spaziergang los, andere gingen früh ins Bett. Morgen wartet schließlich schon die nächste Entdeckung – doch heute Abend zählte nur eines: Angekommen. In Dalmatien

Erkundung der weißen Stadt am Meer

Nach einem ausgiebigen Frühstück – und ja, es war wirklich lecker, mit frischem Brot, Schinken, Käse, Obst und allem was das Herz begehrt – machten wir uns auf, die „weiße Stadt am Meer“ zu erkunden. Der Himmel war blau, die Luft angenehm mild, und die Sonne tauchte die Promenade in ein warmes Licht. Perfekt für einen Spaziergang.
Gleich fußläufig vom Hotel Ilirija liegt die Plaža Dražica. Der Kiesstrand wirkte sehr einladend und war fast menschenleer. Das Wasser war ruhig und klar. Wir genossen den Blick auf die Bucht und ließen uns die Sonne ins Gesicht scheinen. Der Duft von Pinien und Salzwasser lag in der Luft.
Danach ging es weiter in die Altstadt. Wir schlenderten die Uferpromenade entlang, vorbei an kleinen Cafés, Konobas und Souvenirläden, bis wir den historischen Kern erreichten. Die Gassen sind eng und aus hellem Stein, die Häuser haben rote Dächer und blumengeschmückte Balkone.
Die Kirche der Hl. Anastasia mit ihrem mächtigen Glockenturm sahen wir uns von außen an. Der Turm ist weithin sichtbar und prägt das Bild der Stadt. Wir umrundeten das Bauwerk, betrachteten die Fassade und die Details, machten Fotos und erfuhren, dass Biograd einst Sitz kroatischer Könige war.
Ein Teil unserer Gruppe entschloss sich dann zu einer größeren Runde: Sie liefen die Küste entlang bis zum Nachbarort Sveti Filip i Jakov. Der Weg führt größtenteils an der Promenade und am Meer entlang, vorbei an Buchten und Olivenhainen Nach etwa 45 Minuten erreichten wir den ruhigeren Ort mit seinem kleinen Fischerhafen und den alten Steinhäusern. Ein kurzer Abstecher durch die Gassen, ein Blick aufs Wasser, eine kurze Rast in einer Eisdiele – und dann machten wir uns auch schon wieder auf den Rückweg. Viele zog es zum beziehungsweise ins Wasser, sei es das der Adria oder das des Pools.
Am späten Nachmittag trafen wir uns im Hotel wieder. Es gab Kaffee und Kuchen – nur für uns – in entspannter Runde. Draußen wurde das Licht langsam golden, drinnen wurde erzählt, gelacht und verglichen, wer heute wie weit und wohin gelaufen war, und welche neuen Getränke wir kennengelernt hatten.
Den Abschluss des Tages bildete das Abendbuffet im Hotel. Es war reichhaltig, frisch und für jeden etwas dabei. Danach klang der Abend gemütlich aus – bei einem Glas Wein oder Aperol auf der Terrasse, einem letzten Spaziergang an der Promenade oder einfach mit offenem Fenster und dem Rauschen des Meeres im Ohr.
Es war ein rundum gelungener Tag – entspannt, interessant und genau das, was wir uns von dieser Reise erhofft hatten.

Ausflug nach Zadar mit Benjamin–und ein Mittagessen auf dem Land

Am Vormittag stand Zadar auf dem Programm – und Benjamin, unser örtlicher Reiseleiter, führte uns durch die Stadt. Schon die Fahrt dorthin war mehr als nur ein Transfer: Benjamin erzählte uns viel über den Olivenanbau in der Region, über die verschiedenen Sorten, die hier wachsen, und darüber, wie wichtig Olivenöl für Dalmatien ist. Wir erfuhren, dass die Böden und das Klima hier ideal sind und viele Familien seit Generationen ihre eigenen Olivenhaine bewirtschaften.
Unterwegs sahen wir die Marina Dalmacija, einen der größten Yachthäfen Kroatiens, gelegen in Sukošan. Die vielen Boote und Yachten beeindruckten uns sehr.
Benjamin erzählte uns, dass die Maraschino-Kirsche bzw. der berühmte Maraschino-Likör in Zadar erfunden wurde. Tatsächlich stammt das Rezept aus einem Kloster in Zadar, wo die Mönche bereits im 16. Jahrhundert den berühmten Kirschlikör herstellten.
Vom Parkplatz des Busses aus ging es zu Fuß weiter. Zuerst zur alten Stadtmauer und zur alten Festung. Die Festung hatte ursprünglich nur einen einzigen Eingang – eine beeindruckende Verteidigungsanlage, die die Stadt über Jahrhunderte schützte. Wir spürten beim Gehen förmlich die Geschichte, die in diesen Steinen steckt.
Am westlichen Ende der Altstadt von Zadar liegt der Sonnengruß (Pozdrav Suncu), eine kreisrunde Installation aus 300 Glasplatten mit 22 Metern Durchmesser. Unter der Glasfläche speichern Solarzellen tagsüber Sonnenenergie. Die Platten sind so angeordnet, dass sie ein Sonnensystem ergeben – mit der Sonne im Zentrum und den Planeten in ihren Umlaufbahnen, jeweils mit Namen beschriftet.
Besonders schön ist der Sonnengruß bei Sonnenuntergang, wenn sich das rote Licht in den Glasplatten spiegelt. Nach Einbruch der Dunkelheit beginnt die Installation zu leuchten.
Direkt daneben liegt die Meeresorgel, bei der Wellen Luft durch Röhren unter den Stufen pressen und so Töne erzeugen – mal tief, mal hell. Zusammen mit dem Sonnengruß bildet sie ein einzigartiges Ensemble, in dem Architektur, Natur und Technik auf poetische Weise verschmelzen.
Weiter ging es zur Kathedrale– Die Kathedrale der Hl. Anastasia (kroatisch: Katedrala sv. Stošije) ist die größte Kirche Dalmatiens und das bedeutendste Gotteshaus von Zadar. Sie steht am Trg Svete Stošije im Herzen der Altstadt.
Benjamin erzählte uns von den Kreuzrittern, die auf ihrem Weg ins Heilige Land auch durch Zadar kamen, und von der bewegten Geschichte der Stadt, die immer wieder erobert und zerstört wurde.
Und dann war da noch Nikola Tesla. Benjamin erzählte uns, dass Tesla – der berühmte Erfinder und Physiker – serbischstämmig war und in Smiljan geboren wurde, nicht weit von hier. In Zadar erinnert man sich seiner als Sohn der Region, und so manches Gespräch drehte sich um seine Erfindungen und sein Erbe.
Zum Mittagessen ging es aufs Land. Schon die Anfahrt war ein Erlebnis: Erst fuhren wir mit einem Traktor die Feldwege entlang, vorbei an Olivenhainen, Weinreben und Gemüsegärten. Das holperte gehörig, aber genau das machte den Charme aus.
Dann wurden wir bewirtet – und wie! Als Vorspeise gab es Brot, Olivenöl, Käse und Schinken, dazu einen leckeren Tomatensalat, frisch aus dem Garten. Das Hauptgericht bestand aus geschmortem Fleisch mit Kartoffeln, zart und würzig, wie es nur auf dem Land zubereitet wird. Dazu spielte dalmatinische Live-Musik, es wurde gesungen, gelacht und angestoßen. Die Stimmung war ausgelassen, und so mancher summte die Melodien noch Stunden später.
Den Nachmittag verbrachten wir am Strand oder zumindest in einem Café in Strandnähe. Die einen lagen am Wasser, die anderen saßen mit einem Kaffee unter Pinien und schauten aufs Meer. Es war genau die richtige Mischung aus Erholung und Urlaubsgefühl.
Am Abend trafen wir uns zum Abendessen im Hotel und ließen den Tag Revue passieren. Wir tauschten unsere schönsten Momente aus – die Meeresorgel, der Traktor, das geschmorte Fleisch, der Gesang. Und wir stellten fest: Dieser Tag hatte alles gehabt, was eine gute Reise ausmacht – Kultur, Natur, gutes Essen und gute Gesellschaft.
Zadar hat uns beeindruckt: eine Stadt, in der Römer, Byzantiner, Venezianer und Österreicher ihre Spuren hinterlassen haben und in der das Meer buchstäblich Musik macht. Und das Mittagessen auf dem Land hat uns gezeigt, wie herzlich Dalmatien sein kann.

Ausflug zur Insel Pag

Ausflug zur Insel Pag

Heute stand ein besonderer Ausflug auf dem Programm: die Insel Pag. Nach dem Frühstück brachen wir gut gelaunt auf. Schon während der Fahrt begann Benjamin, uns die Landschaft näherzubringen. Er erzählte von der Fruchtbarkeit der roten und schwarzen Erde, die hier in der Region zu finden ist. Die rote Erde sei besonders mineralreich und eigne sich gut für den Anbau von Oliven und Wein, während die schwarze Erde – so erklärte er – vor allem in den feuchteren Senken zu finden sei und eine üppige Vegetation ermögliche.
Auch über das Klima erfuhren wir viel: milde, mediterrane Winter und heiße, trockene Sommer prägen diese Küste. Die Vegetation sei entsprechend angepasst – Pinien, Olivenbäume, Macchia und wilder Rosmarin. Benjamin verstand es, die Zusammenhänge zwischen Boden, Klima und Pflanzenwelt anschaulich zu erklären.
Dann die Überraschung: 1964 wurden hier Teile eines Karl-May-Films gedreht. Die raue, felsige Küstenlandschaft und das karge Hinterland dienten als Kulisse für den Wilden Westen. Benjamin erzählte, wie die Filmcrew damals in die Region kam und welche Spuren das Ereignis in der Erinnerung der Einheimischen hinterlassen hat. Wir konnten uns gut vorstellen, wie hier Winnetou und Old Shatterhand über die Felsen ritten.
Schließlich erreichten wir die Insel Pag und erkundeten dort zunächst die Stadt Pag. Die Altstadt beeindruckte uns mit ihren engen Gassen aus hellem Stein, dem gut erhaltenen Stadtkern und der Kathedrale Mariä Himmelfahrt. Besonders spürbar war der Stolz der Stadt auf ihre Salinen, denen Pag über Jahrhunderte hinweg seinen Wohlstand verdankte. Auch die traditionelle Spitzenklöppelei sahen wir uns an – filigrane Handarbeit, die zum UNESCO-Kulturerbe zählt.
Anschließend ging es zur Käserei Gligora, einer der bekanntesten Käsereien der Insel. Dort wurden wir durch die Produktionsräume und die Reifelager geführt. Wir erfuhren, dass der berühmte Pager Schafskäse seinen unverwechselbaren Geschmack der Milch der einheimischen Schafe, der salzigen Luft und dem rauen Klima verdankt. Bei der Verkostung probierten wir verschiedene Reifestufen – vom jungen, milden Käse bis zum würzigen, gereiften Laib –, dazu gab es Brot, Olivenöl und Wein. Ein rundum gelungener Stopp, der uns die Insel Pag auf dem Teller näherbrachte.
Am Nachmittag waren wir wieder beim Hotel Ilirija. Wir gingen zum Strand oder entspannten am Pool. Die Zeit bis zum Abendessen verging schnell, und wir ließen den Tag mit einem leckeren Getränk ausklingen. So endet ein rundum schöner Ausflug zur Insel Pag – mit vielen Eindrücken, gutem Essen und entspannten Stunden.

Große Kornatentour

Heute war wieder so ein Tag, der in Erinnerung bleibt. Schon am Morgen zeigte sich der Himmel in strahlendem Blau – Kaiserwetter, wie wir es in diesen Tagen schon gewohnt sind. Kapitän Ante holte uns mit seinem Motorboot ganz in der Nähe unseres Hotels ab. Wir stiegen ein, verteilten uns auf den sonnigen Plätzen an Deck, und schon ging es hinaus aufs offene Meer.
Unsere Fahrt führte uns zuerst an der Insel Pašman vorbei. Die Küste zog ruhig an uns vorüber, hier und da kleine Buchten und vereinzelte Häuser. Dann kamen wir an Fischzuchtanlagen vorbei – große Netze im Wasser, in denen Silber glitzerte, wenn die Sonne hineinfiel. Doch plötzlich wurde es noch aufregender: Delfine! Mindestens fünf tauchten neben unserem Boot auf. Sie begleiteten uns ein Stück, sprangen sogar aus dem Wasser, als wollten sie uns zeigen, wie gut sie springen können. Wir standen alle an der Reling und versuchten, den Moment mit der Kamera festzuhalten. Einfach nur schön.
Weiter ging es zur Insel Kornati. Wir passierten die Kleine Hure – ja, die Insel heißt wirklich so und wir kannten die Geschichte dazu. Dann liefen wir in eine malerische Bucht ein, das Wasser glasklar und einladend. Wer wollte, sprang hinein und schwamm eine Runde. Vom Boot aus sah man den felsigen Grund und die kleinen Fische, die um die Steine schwirrten.
Unser Kapitän Ante hatte in der Zwischenzeit den Grill angeworfen. Es gab Brot, Makrele und Fleisch vom Grill, dazu einen mega leckeren Krautsalat. Wir aßen, unterhielten uns angeregt und genossen einfach das Leben. Frisch gestärkt legten wir wieder ab.
Auf der Rückfahrt blickten wir auf die zahlreichen Kornateninseln, die an uns vorbeizogen – karg, felsig, aber wunderschön. Am Nachmittag gab es dann noch leckeren Teranino Likör und dazu Marmorkuchen. Süß, ein bisschen herb, genau das Richtige nach dem Bad und dem Essen.
Später kehrten wir zum Hotel zurück, mit einem Stopp für einen Drink unterwegs. Und dann war es auch schon Zeit zum Abendessen. Ein rundum gelungener Tag – mit Delfinen, Sonne, Meer und gutem Essen. So kann es weitergehen.

Zu den Wasserfällen von Krka

Nach dem Frühstück – auch heute musste es zügig gehen, denn der Tag war gut gefüllt – saßen wir pünktlich im Bus. Frisch gestärkt und mit ausreichend Proviant im Rucksack machten wir uns auf den Weg. Unser Reiseleiter heute: Vieko.
Schon während der Fahrt begann er zu erzählen – die Geschichte Kroatiens im Überblick. Von den ersten kroatischen Fürstentümern über die Personalunion mit Ungarn, die Jahrhunderte unter Venedig und Österreich-Ungarn, die Zeit Jugoslawiens bis hin zur Unabhängigkeit 1991. Vieko verstand es, die großen Linien mit kleinen Anekdoten zu verbinden, sodass die Fahrzeit wie im Flug verging.
Wir erreichten Skradin, ein hübsches kleines Städtchen am Rande des Nationalparks. Dort stiegen wir aus dem Bus und gingen zum Anleger.
Dann begann die Schifffahrt durch die Krka-Schlucht. Das Boot glitt ruhig den Fluss hinauf, links und rechts steile Felswände, dazwischen grüne Ufer und immer wieder ein Blick auf das türkisfarbene Wasser. Nach etwa einer halben Stunde legten wir an.
Und dann waren wir an den Wasserfällen. Was sollen wir sagen – die Bilder, die man kennt, werden der Wirklichkeit nicht gerecht. Das Wasser stürzt in breiten Kaskaden über die Felsen, dahinter die grüne Landschaft, dazwischen Holzstege, auf denen man zwischen den Becken hindurchgeht. Überall dieses Rauschen. Wir hatten Zeit für einen Rundgang und Freizeit.
Schließlich traten wir die Rückfahrt an. Kurz darauf hielten wir noch einmal für einen Fotostopp oberhalb von Skradin – ein letzter Blick von oben auf die Schlucht und das Wasser. Ein schöner Abschluss.
Auf der Rückfahrt beantwortete Vieko geduldig alle Fragen, die uns zu Kroatien in den Kopf kamen – angefangen von der durchschnittlichen Einkommenshöhe über das Gesundheitssystem bis hin zum Schulsystem. So verging auch die letzte Etappe wie im Flug.
Wieder am Hotel angekommen, war noch Zeit für einen Drink, zum Flanieren und Baden. Am Abend ließen wir den Tag beim Essen noch einmal an uns vorbeiziehen – und waren uns einig: Die Krka-Wasserfälle waren eines der Highlights dieser Reise.

Ein Tag zum Abschiednehmen

Der letzte volle Tag begann noch einmal mit viel Sonne. Vormittags nahmen wir die Fähre von Biograd nach Tkon. Die Überfahrt führte an der kleinen Insel Sveta Katarina vorbei – ein hübscher Anblick, wie sie mit ihren Bäumen aus dem Wasser ragte. Auf Pašman angekommen, spazierten wir durch Tkon und weiter zum einsamen Strand Studenac. Dort war es still, fast menschenleer. Wir badeten im klaren Wasser, saßen am Rand unter den Bäumen und genossen die Ruhe. Ein schöner Kontrast zu den lebhaften Tagen zuvor.
Am späten Mittag kehrten wir mit der Fähre nach Biograd zurück und aßen in einem Restaurant in der Stadt zu Mittag. Danach zog es uns noch einmal an den Strand – nicht mehr zum großen Programm, sondern zum Durchatmen, zum letzten Blick aufs Meer, zum Eis essen zum Abschiednehmen. Man merkte, dass die Woche zu Ende ging. Die Gespräche wurden leiser, die Blicke länger.
Nach dem Abendessen trafen wir uns zur Abschiedsrunde. Wir ließen die Woche Revue passieren: Zadar, Pag, die Kornaten, die Krka-Wasserfälle, Delfine, Kaiserwetter und klares Wasser. Wir bedankten uns, lachten noch einmal, tauschten Kontakte und Fotos aus. Und irgendwann blieb nur das leise Rauschen der Adria. Ein Tag zum Abschiednehmen – und doch ein schöner Schlusspunkt.

Abreise

Der letzte Morgen begann früh – sehr früh für die erste Gruppe, die schon vor dem eigentlichen Frühstück losmusste. Für sie gab es ein frühes Frühstück, dann hieß es Koffer schließen und zum Bus. Nach und nach folgten die beiden anderen Gruppen, jede zu ihrer Zeit, bis zum Mittag waren alle abgereist.
Wer später dran war, hatte noch Zeit, sich von Biograd zu verabschieden. Ein letzter Spaziergang an der Promenade, ein letzter Kaffee oder ein Eis mit Blick aufs Meer, ein letzter Gruß an die Plaža Dražica.
Ab Mittag bis spät in die Nacht dann die Nachrichten: Alle sind gesund und zufrieden am selben Tag zu Hause angekommen. Die Reise ist zu Ende, die Erinnerungen bleiben.


Am Ende dieser Woche bleibt vor allem eines: Dankbarkeit.
Benjamin hat uns Biograd und Zadar nähergebracht – mit Geduld, Humor und einem tiefen Wissen über Land und Leute. Vjeko hat uns die Geschichte Kroatiens erzählt, geduldig jede Frage beantwortet und uns die Krka-Wasserfälle zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht. Ihnen beiden gilt unser herzlicher Dank.
Und dann sind da wir selbst – Wir haben gelacht, gestaunt, geschwitzt, geschlemmt und gemeinsam den Sonnenuntergang genossen. Jeder hat auf seine Weise dazu beigetragen, dass diese Reise so besonders war. Dafür danke ich jedem Einzelnen.
Kaiserwetter, Delfine und Wasserfälle – so hieß unser Reisebericht. Und genau das haben wir erlebt. Mögen die Erinnerungen daran noch lange nachklingen. Bis zum nächsten Mal!


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