Mandarinenernte in Kroatien
Reisebericht: 24.10. – 31.10.2013
Die Abschlussfahrt der Saison 2013 führte unsere Gäste ins sonnige Kroatien. Einmalig war der "Ernteinsatz" in der Mandarinenplantage die wir in Fischerbooten ereichten. Natürlich durfte auch eine Wei
Ein Reisebericht von
Steffen Mucke
Reise durch die Alpen nach Slowenien
24.10.2013. Nun hat der goldene Herbst endgültig Einzug gehalten, links und rechts der Autobahn bescheint die Sonne die bunten Wälder in denen sich die Morgennebel langsam lichten. Schöner kann die Fahrt nicht beginnen, auch wenn wir in Dresden erst einmal im Dunklen gestartet sind.
Nach und nach vervollständigt sich unsere Reisegruppe, die zuverlässigen Transferfahrer haben die Gäste pünktlich von zu Hause abgeholt.
Durchs schöne Vogtland hindurch gelangen wir nach Bayern, und bald sind wir auf dem Weg in Richtung Regensburg, dahinter erstreckt sich der Bayerische Wald, hier sind die herbstlichen Impressionen besonders schön.
Hoch über dem Flusstal der Donau sehen wir auf der linken Seite die Häuser von Passau und gelangen wenig später über die Grenze nach Österreich. Unsere Fahrt verläuft ohne Verzögerungen und hinter dem Knoten Wels grüßen uns die ersten Berge. Wir schwenken in diese Richtung ein, eine halbe Stunde später umgeben uns die Kalkalpen. Hier ändert sich das Bild; steil steigen die Berge von der Autobahn an und unsere Blicke gehen hinauf zu den Spitzen. Wir bleiben unten im Tal und sehen diese wunderschöne Landschaft an den Fenstern unseres Busses vorüberziehen.
Dann sind wir im grünen Herzen von Österreich angelangt- der Steiermark. Unser Weg führt uns in Richtung Graz, hinter der Stadt treten die Berge zurück und wir sind in einer schönen Ebene auf dem Weg nach Slowenien.
Die Sonne neigt sich langsam dem Untergang zu und beleuchtet die zarten Wolken mit einem roten Schimmer- eine wunderschöne Impression am Ende eines langen Tages.
Kurz vor halb sieben langen wir an unserem Hotel in Murska Sobota an, schnell sind die Zimmer verteilt und kurz nach sieben treffen sich unsere drei Reisegruppen zum gemeinsamen Abendessen, welches uns die nötige Stärkung bringt.
Es gibt schon heute viel zu erzählen, viele bekannte Gesichter und auch neue Gäste kommen miteinander ins Gespräch und später tauchen wir in den weichen Betten ein ins Reich der Träume, ein erster schöner Tag geht so zu Ende.
Die Reise an die Adria
25.10.2013. In der Ebene in welcher Murska Sobota liegt hat sich dichter Nebel gebildet. Wir sind gegen acht gestartet und sehen die Schwaden wie sie wabernd an den Fenstern des Busses vorbeiziehen als wollten sie uns narren.
Aber mit sicherer Hand lenken uns die Chauffeure durch das Gebräu, und in Höhe des Ortes Maribor schafft es die Sonne erste Lücken in den Nebel zu reißen. Nun sind wir im Wechselspiel von Dunst und strahlendem Sonnenschein unterwegs, doch langsam schafft sich die Sonne mehr und mehr Raum.
Einen kleinen Aufenthalt gibt es an der Grenze zu Kroatien und dann führt uns die weitere Fahrt an der kroatischen Hauptstadt Zagreb vorbei. Noch etwas im Dunst liegt das Medvenica- Gebirge, in großem Bogen umfahren wir die Stadt und sind wenig später auf dem Weg in Richtung Karlovac. Hier sind wir wieder im gebirgigen Terrain, die Autobahn führt uns später immer parallel der Küste.
Dann kommt uns die mächtige Bergkette des Velebits immer näher und beim Berggipfel von Sveti Rok unterqueren wir den Hauptkamm um nach der Tunnelöffnung die Adria zu sehen.
Weit dehnt sich die mächtige Wasserfläche aus, der Weg führt uns dann noch bis nach Split.
Aus den Bergen kommend, sehen wir von oben das Häusermeer der Stadt; in Serpentinen gelangen wir hinunter und an der Riva unter Palmen werden wir schon von unseren Stadtführerinnen erwartet. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen beginnt nun eine Zeitreise. Zuerst sind wir bei den Römern angelangt. Der einst mächtige Kaiser Diokletian legte sich hier seinen Palast an der besonders eindrucksvoll im unteren Teil aussieht.
Als wir dann wieder ans Tageslicht kommen, wechseln wir schnell die Zeitepoche und sind im Mittelalter angelangt. Besonders die Venezianer gestalteten sich die Stadt nach ihren Vorstellungen, das Baumaterial dazu lieferten die Römer, denn deren Steine wurden zum Teil benutzt um diese in der Welt einmalige Symbiose zu schaffen.
Nach der wissenswerten Führung verbleibt den Gästen noch etwas Freizeit sich weitere Sehenswürdigkeiten anzuschauen, an der Riva einen Kaffee zu trinken oder ein leckeres Eis zu genießen.
Pünktlich gegen sechs werden wir von den Bussen abgeholt, unser Weg führt uns direkt an der Küste entlang, gegenüber ist leicht im Dunst die Insel Brac zu sehen; bald jedoch ist die Sonne hinter der Insel untergegangen. Kurz vor halb acht langen wir an unserem Hotel in Tucepi an, beim Abendessen lassen wir diesen schönen Tag dann ausklingen, die Vorfreude was der Morgige bringen mag ist schon groß.
Die Perle an der Adria– Dubrovnik
26.10.2013. Nur leichte Wolken haben sich auf das Biokovogebirge gelegt welches gleich hinter unserem Hotel ansteigt. Wir wollen heute eine der schönsten Städte an der Adria besuchen, und die Sonne wird unser ständiger Begleiter an diesem Tag sein.
Wunderschön verläuft die Fahrt entlang der Küste; rechts von uns, etwas im Dunst, erstreckt sich die Insel Hvar. Dann gelangen wir in das fruchtbare Delta der Neretva, wir sehen schon heute die Mandarinenbäume mit ihren reifen Früchten. Das wird morgen ein großes Erlebnis wenn wir dann zur Ernte schreiten können, unser Ziel heute heißt aber Dubrovnik.
Gegen elf kommen wir am Pile- Platz an; hier werden wir schon von unseren Stadtführern Willkommen geheißen und bei weiterhin schönem Wetter tauchen wir nun ein in die Historie dieser einmaligen Stadt.
Durch das Pile- Tor gelangen wir hinein; mächtige Schutzmauern hielten einst alle Feinde auf Distanz, heute erobern wir und andere Touristen aus zahlreichen Ländern das alte Ragusa. Wir kommen direkt zur Stradun, das ist die Hauptfußgängerzone, hier sind viele Sprachen der Welt zu hören. Interessant ist die Historie der Stadt, wir erfahren wie es gelang über die vielen Jahrhunderte die Autonomie zu wahren und stehen staunend vor den Prachtbauten einer längst untergegangenen Epoche. Zollhaus, Rektorenpalast, Alter Hafen und die Kathedrale- all das wird uns von unseren Führern nähergebracht und in den schmalen Gassen haben wir die Zeit um Jahrhunderte zurückgedreht.
Nach dieser wissenswerten Führung verbleibt noch etwas Freizeit für eigene Erkundungen, gegen halb zwei treffen wir uns aber wieder um einem weiteren Höhepunkt entgegen zu fahren.
Kroatien hat eine lange Weinbautradition, auf der Halbinsel Pelješac gedeiht ein edler Tropfen; hier sind wir auf einem Weingut eingeladen um von dieser Spezialität einmal kosten zu können. Schon auf der Fahrt zum Weingut sehen wir die Weingärten, mühsam ist hier die Arbeit und groß der Fleiß unter der heißen Sonne im Sommer.
Über eine Treppe gelangen wir in den Keller des Gutes, hier werden wir von den Mitarbeitern zwischen den aufgestapelten Weinfässern erwartet und können nun diesen besonderen Wein verkosten. Hier, in dieser einmaligen Atmosphäre des Weinkellers, erfahren wir Wissenswertes über Erzeugung, Warenkunde und die lange Tradition des Weinbaus in Dalmatien.
Wieder etwas schlauer geworden verlassen wir das Gut, gelangen später auf die Küstenstraße und können von hier beobachten wie die Sonne langsam hinter den Bergen verschwindet.
Im Reich der Mandarinen
27.10.2013. Auch heute werden wir wieder von schönem Wetter verwöhnt. Auf dem uns schon bekannten Weg gelangen wir in das Mündungsdelta der Neretva. Auf den eigens dafür angelegten Parzellen die vom Wasser umflossen sind, reift so manche Frucht. Beim Vorüberfahren sind schon die gelben Mandarinen zu sehen, fleißige Hände sind in den Plantagen zu Gange diese Köstlichkeiten zu pflücken, und wir werden auch dabei sein.
Zunächst jedoch fahren wir zur Villa Neretva; hier werden wir von den freundlichen Mitarbeitern und vom Chef Herrn Jerkovic persönlich begrüßt. Dabei kommen wir in den Genuss der herzlichen Gastfreundschaft die besonders diese Region auszeichnet. Zum Willkommen gibt es einen Schnaps und getrocknete Feigen, dann gelangen wir zur Anlegestelle an der die Boote schon auf uns warten.
Durch kleinere und größere Kanäle die von Schilf umsäumt sind geht die romantische Tour unserem vorläufigen Ziel entgegen: einer Mandarinenplantage.
Die Boote sind angelandet und wir versehen uns mit einem Plastikbeutel um zur Ernte zu schreiten. An den Bäumen mit den immergrünen Blättern funkeln uns die Früchte gelb und reif entgegen. Beim Pflücken bemerken wir, dass es gar nicht so einfach ist die Mandarinen vom Baum zu lösen. Nur mit dem richtigen „Dreh" ist das gut möglich, und der Spaß unter uns „Erntehelfern" dann auch groß. Dabei können wir ausgiebig naschen, ein Privileg welches nur wir Touristen haben. Es ist schon reizvoll einmal in einer Plantage mit Zitrusfrüchten zu sein, eine Erfahrung die es bei uns nicht gibt.
Nach dem sich dann jeder seine Beutel gefüllt und ausgiebig die reifen Früchte direkt vom Baum gekostet hat, geht es mit den Booten wieder zurück. In der Villa Neretva erwartet uns nach getaner Arbeit ein leckeres Mittagessen zur Stärkung. Auf den Tischen steht Wein aus der Region und in munteren Gesprächen tauschen wir unsere Erlebnisse aus.
Als wir dann gegen halb zwei Abschied von diesem gastlichen Ort nehmen, lacht immer noch die Sonne; ein wunderschöner Nachmittag erwartet uns im Urlaubsort Tucepi. Der Bummel auf der sonnendurchfluteten Promenade, ein Bad im Meer oder nur ein Kaffee- dieser Nachmittag hatte für alle etwas zu bieten und als sich die Sonne ihrem Untergang zuneigt, haben sich viele unserer Reisegäste am Strand versammelt um zuzuschauen wie der rote Ball langsam hinter den Erhebungen der Insel Hvar versinkt. Mit dieser wunderschönen Impression verabschieden wir auch diesen Tag.
Die Reise ins Morgenland– Mostar
28.10.2013. Der Balkan ist reich an verschiedenen Eindrücken die auch immer mit der komplizierten Geschichte und den jeweiligen, meist fremden Herren die hier herrschten, verbunden ist.
Als wir an der bosnischen Grenze anlangen wechseln wir dann auch gleichzeitig vom ehemaligen Einflussbereich der Venezianer über in den einstmaligen Herrschaftsbereich der Osmanen. Das wird auch schon gleich nach der Grenze offenbar als wir die erste Moschee mit einem spitzen Minarett sehen.
Romantisch verläuft die Fahrt an der Neretva entlang, bald rücken die Berge dicht an den Fluss heran und bilden hier eine enge Schlucht in welcher sich der Strom in zahlreichen Kurven windet. Rechts sehen wir das Dorf Pocitelj mit den Häusern die sich den Hang hinauf ziehen, dort ist auch eine Moschee und das ehemalige türkisches Bad zu sehen.
Doch wir folgen der Neretva noch weiter aufwärts, sehen die Weingärten der Herzegowina und gelangen wenig später zu unserem Ziel nach Mostar.
Am Franziskanerkloster werden wir schon von den Stadtführern erwartet und pünktlich kann die Erkundung dieses einmaligen Ortes beginnen.
Gleich hinter der Hauptstraße tauchen wir endgültig in das Morgenland ein; die einstigen Herren haben die Bebauung nach ihrer Vorstellung gestaltet und wir sind mittendrin. Zunächst führt uns der Weg nach unten, von hier bestaunen wir das Wunder der Alten Brücke, es ist das Wahrzeichen von Mostar. Dieses Bauwerk verbindet mit einem eleganten Bogen die zwei Ufer; die Mittagssonne strahlt die Brücke an und vor dieser einmaligen Kulisse gelingt uns ein schönes Gruppenfoto zur Erinnerung für die Gäste.
Dann geht der Rundgang weiter, mit unserer Führerin Amila gelangen wir dann über das Bauwerk und erreichen das andere Ufer. Hier werden die Gassen dann ganz eng, und vorbei an zahlreichen Souvenirbuden gehen wir weiter bis zum Türkischen Haus. Hier machen wir uns mit dem Leben einer Familie vertraut wie sie unter den besonderen Bedingungen dieser Zeit ihr Leben fristete. Amila erklärt uns so wissenswert wie humorvoll den Alltag in dieser Wohnung, macht uns mit dem Hausrat vertraut und entführt uns gleichsam in eine uns fremde Welt.
Fremd erscheint uns auch das Innere der Moschee die wir im Anschluss besuchen, es ist gegen eins und der Muezzin ruft die Gläubigen zum Gebet.
Dann ist die Führung beendet und für unsere Gäste beginnt die Freizeit in dieser exotischen Stadt. Überall kann man Einkehren und ein leckeres Mittagessen in diesem einmaligen Ambiente genießen.
Der Abschied fällt dann doch auch etwas schwer als wir Mostar verlassen um an diesem Spätsommertag nach Tucepi zurückzukehren. Leider müssen wir morgen auch diesen gastlichen Ort verlassen und die Koffer müssen noch gepackt werden.
Die Wunder der Natur im Krka– Nationalpark
29.10.2013. Die blaue Adria auf der linken, die steil aufsteigenden hellen Karstberge des Biokovogebirges auf der rechten Seite- dieser einmalige Kontrast begleitet und zu Beginn des Tages. Doch bald sind wir in den wilden Schluchten des Hinterlandes unterwegs, eine abenteuerliche Straße bringt uns hinauf zur Autobahn.
Unser Kurs führt uns in Richtung Šibenik und von hier zum Krka- Nationalpark. Das Wetter kann schöner nicht sein als wir hier ankommen, von einem strahlend blauen Himmel lacht die Sonne, keine Wolke trübt den Genuss.
Schon auf der Serpentinenstraße die uns hinunter führt, kann der Genuss nicht größer sein. Der Fluss Krka hat sich hier zu einem großen See ausgebreitet und mit seiner tiefblauen Farbe erfreut er unser Auge.
Als wir unten anlangen hören wir schon das Brausen des Wasserfalls. Es ist der Skradinski Buk der seine Wasser über zahlreiche Terrassen nach unten sendet. Grandios ist der Blick von hier oben und als wir unten an der Brücke anlangen, ist der Eindruck überwältigend. Wir schauen die Kaskaden hinauf, das Wasser kommt uns direkt entgegen und bildet über allem einen Schleier von feinstem Nebel der die Haut netzt.
In der nächsten Stunde sind wir dann inmitten dieses grandiosen Wasserfalls unterwegs; Wanderwege und Knüppeldämme führen uns durch das rauschende Nass und am Ende des Rundwegs gibt es noch die ethnologischen Sammlungen des Parks die uns mir dem Leben und Arbeiten der Vergangenheit vertraut machen.
Zadar– die Stadt zwischen den Römern und der Moderne
12.50 Uhr. Nachdem unsere Gäste eine schöne Freizeit im Park verbringen konnten, sind wir nun aufgebrochen eine interessante Stadt zu besuchen. Zuvor genehmigen wir uns am Krka Fluss und mit Blick auf den malerische Ort Skradin einen Mittagsimbiss, dann sind wir in Richtung Norden unterwegs.
Im Hintergrund ist schon die mächtige Bergkette des Velebits zu sehen, wir nehmen aber Kurs auf die Küste und den auf einer Halbinsel gelegenen Ort Zadar.
Als wir ankommen verwöhnt uns ein weiteres Mal die warme Nachmittagssonne und ein weiteres Mal sind auch hier die Stadtführer sehr pünktlich, so dass die Führung sofort beginnen kann. Bevor wir uns die historischen Ecken von Zadar anschauen, gelangen wir zur Spitze der Halbinsel um hier eine moderne Attraktion in Augenschein zu nehmen: die Meeresorgel. Edi, unser bewährter Führer, macht uns mit dem Aufbau dieses „Instruments" vertraut; Musik macht hier die Adria welche mit ihren Wellen Bälge und Pfeifen in Gang setzt.
Dann gelangen wir in die Historie der Stadt; wir stehen am ehemaligen Forum Romanum, Überbleibsel der Römer. Später hielt dann auch hier das Christentum Einzug, die vorromanische Rotunde der Donatskirche legt davon Zeugnis ab und ist bis heute der Blickfang dieses Platzes. Im Hintergrund ist der Turm der Kathedrale zu sehen, das Kirchenschiff sehen wir von außen und entlang der Fußgängerzone gelangen wir zum Hauptplatz.
Hier schlägt das Herz der Stadt, zwischen Stadtwache, Loggia und Rathaus gibt es zahlreiche Cafés die zum Besuch einladen, nachdem wir mit den Gebäuden hier vertraut gemacht worden sind, endet die Führung und es verbleibt noch genügend Zeit um auf eigene Erkundungen zu gehen.
Die nordkroatische Küste und die Fahrt nach Slowenien
30.10.2013. Morgennebel haben sich auf das Land gelegt. Unsere Tour führt uns zum Zrmanja- Fluss, bei Maslenica hat sich dieser Karststrom eine schmale Verbindung zu Adria gesucht und am Parkplatz davor legen wir einen ersten Fotostopp ein. Leider bringt der Fluss auch wabernde Schwaden von Nebel mit sich, so dass die Brücke in einen geheimnisvollen Dunst gehüllt ist.
Dann geht es hinauf in die Berge, unter dem Tulove Grede hindurch, es ist ein schönes Bergmassiv und war bei den Karl- May- Filmen der Goldberg der Apachen, gelangen wir vorerst in das Hinterland. Doch nicht sehr lange und wir nehmen Kurs auf den Vratnik- Pass; von hier erreichen wir dann wieder auf die Küstenstraße. Oben am Pass legen wir einen erneuten Fotostopp ein, der kalte Borawind schüttelt uns hier kräftig durch und wirbelt das gefallene Laub durch die Luft.
Bei der Fahrt hinunter auf Meeresniveau haben wir einen grandiosen Panoramablick auf die vorgelagerten kahlen Inseln Pag, Rab und Krk. Dabei rüttelt Bora am Bus und als wir unten anlangen, schäumt das Meer vom Wind.
Weiter geht es die Küste entlang, weitere schöne Panoramen erfreuen unser Auge, besonders als wir von hoch oben einen Blick auf die Bucht von Bakar werfen können.
Leider heißt es nun hinter Rijeka Abschied von der Küste zu nehmen und mit einem letzten Blick hinunter zu Kvarner Bucht und dem mondänen Ort Opatija, erreichen wir die Berge und bald die Grenzen zu Slowenien. Hier geht alles auch zügig vonstatten und durch das reizvolle Hinterland gelangen wir an der slowenischen Hauptstadt vorbei zur Bergkette der Karawanken. Leider hat sich nun der Himmel bezogen, die Berge sind kaum zu sehen und der Herbst hat uns nun endgültig erreicht.
Es ist schon düster als wir in Bled anlangen, aber im letzten Tageslicht gelingt dennoch ein schöner Spaziergang hinunter zum malerischen See mit Blick auf die Insel. Über allem thront die Burg die wenig später schön angeleuchtet wird, und spätestens zum Abendessen, als wir uns alle wieder sehen, sind wir uns einig: auch das war wieder ein schöner Tag.
Nach dem Diner hat Frau Hugel noch für eine Überraschung gesorgt, wir dürfen den Klängen einer slowenischen Folkloregruppe lauschen und sehen die schönen Tänze der Region in den malerische Trachten die von den Einheimischen getragen werden. Einige unserer Gäste werden dabei mit einbezogen- ein Riesenspaß und Frau Hugel sei Dank gesagt für die gelungene Überraschung!
Abschied von einer schönen Reise
31.10.2013. Wie schnell sind die Tage vergangen? Diese Frage stellt sich immer zum Schluss und eine schlüssige Antwort kann der Mensch darauf nicht geben.
Die Berge haben sich auch heute verhüllt als wir gegen acht starten. Entlang der Karawanken gelangen wir zum Tunnel der uns gute acht Kilometer unter dem Massiv hindurch nach Österreich bringen wird.
Als wir drüben ankommen empfängt uns Kärnten mit dichtem Nebel und Regen. Später wird es etwas besser aber die Berge bleiben heute unseren Blicken verborgen. Über den Alpen hat sich eine mächtige Wolkenbank aufgebaut, und erst als wir in die Ebene von Salzburg gelangen, wird es wieder schön.
Dafür werden wir aber nun vom goldenen Herbst verwöhnt; blauer Himmel, strahlender Sonnenschein und eine bunte Laubfärbung sind unsere Begleiter bis es dunkel wird.
Damit endet auch dieser Tag schön und Petrus hat uns einmal mehr seine gute Laune bewiesen.
Auch wenn wir heute nicht ganz vom Stau verschont bleiben, die Transferautos stehen dennoch bereit um unsere Gäste an der heimische Haustüre abzuliefern; auf diese Art endet für alle die Reise ganz entspannt.
Dunkel ist es und ein kühler Wind bläst von den Rollbahnen des Dresdner Flughafens herüber als wir halb neun hier anlangen. Da heißt es nun auch von den letzten Gästen Abschied zu nehmen, hier an der Stelle, an der vor acht Tagen alles begann.Vielen Dank das Sie dabei waren, ich denke wir konnten schöne Tage miteinander verbringen und haben auch viel erlebt in einem der schönsten Länder Europas.
Stellvertretend möchte ich mich im Namen von „Eberhardt- Travel" bedanken für das Vertrauen, die Wissbegier und die Toleranz für das manchmal Unbekannte oder Ungewohnte- das macht die Reisen in fremde Länder letztendlich zum Erlebnis!
Dank auch unserem sicheren und freundlichem Chauffeur Jan der uns mit sicherer Hand und Ruhe durch alle Schwierigkeiten gebracht hat und uns ein ständiges Gefühl der Sicherheit gab.
Bleiben Sie gesund, reisefreudig und immer offen für die schönen Dinge dieser Welt, das wünscht Ihnen bis zu einem Wiedersehen über das ich mich freuen würde, Ihr Reiseleiter:
Steffen Mucke.
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