Single Wanderreise Kleinwalsertal 27.09.–02.10.26
Reisebericht: 27.09. – 02.10.2026
Sonnige Herbsttage im Kleinwalsertal, Einkehr auf urigen Hütten, glückliches Vieh auf den Weiden und ein "zu Hause" auf Zeit im Hotel Montana in Riezlern begeisterte 20 Singles jeden Tag aufs Neue...
Ein Reisebericht von
Ria Heilmann
Anreise ins Kleinwalsertal mit den Gästen der Schweiz Reise von Eberhardt Travel
14 Gäste reisten von Dresden mit mehreren Zustiegen im Bus der Schweiz Gruppe von Eberhardt Travel bis nach Illertissen. Dort stiegen wir in einen Kleinbus um, der uns flott ins Kleinwalsertal brachte. Unterwegs hatten wir traumhaftes Wetter. Die Allgäuer Alpen waren zum Greifen nah und sogar das Zugspitzmassiv war in der Ferne gut zu erkennen. Bei der Walserschanze gings über die Grenze nach Österreich. Das Kleinwalsertal gehört zu Österreich, ist aber nur über Deutschland mit Fahrzeugen zu erreichen. Am Hotel Montana in Riezlern empfings uns Doreen Gajda sehr herzlich und schon im Bus wurden durch sie die Zimmerschlüssel verteilt. Nach der langen Fahrt waren wir glücklich, endlich im Urlaub angekommen zu sein. Jeder richtete sich ein, genoss ein erstes Getränk auf der Hotelterrasse in der warmen Sonne oder erkundete schon mal das Zentrum von Riezlern zu Fuss. Vier Damen waren mit dem PKW angreist und zwei hatten die Anreise mit der Deutschen Bahn gewählt. 18 Uhr trafen wir uns alle zu unserem ersten Abendessen im Hotel Restaurant. Jeden Abend wurden wir mit einem schmackhaften 5-Gang-Menue verwöhnt. Nach dem Abendessen erhielten wir die ersten wichtigen Informationen von unserem Berg- und Wanderführer Andy von der Bergschule Kleinwalsertal und danach stiessen wir mit einem Marillenschnaps vom Bodensee auf unsere bevorstehende Wanderreise an.
Wanderung ins Bärgunttal und am Nachmittag auf verschiedenen Routen von der Sonna Alpe zurück ins Hotel – 12,5 km
Das Frühstück im Hotel war sehr liebevoll angerichtet und es gab alles was man braucht, um gut gestärkt für die Wanderung zu sein. Jeder bekam danach seine Gästekarte ausgehändigt und mit der konnten wir während unseres Aufenthaltes alle öffentlichen Verkehrsmittel sowie die Seilbahnen und Sessellifte kostenlos benutzen. Gegen 9 Uhr war Andy wieder da und jeder stellte sich kurz mit seinem Vornamen vor. Wanderer sind per DU und wenn man sich über 1000 m Höhe bewegt, ist das DU ein ungeschriebenes Gesetz. Wir gingen hinunter ins Breitachtal und ab der Breitachbrücke fuhren wir mit dem Walserbus bis ans Talende in Baad. Nun begann unsere erste Wanderung immer am Bärguntbach entlang ca. 150 Höhenmeter stetig bergan bis zur Bärgunthütte. Dort luden der frisch gebackene Kuchen von Sabine und eine Buttermilch mit Heidelbeeren zum Verzehr ein. Der Blick zum Widderstein war grandios und in der Nähe der Hütte waren Ziegen und später auch 2 Pferde zu beobachten. Nach der kleinen Stärkung wanderten war auf der anderen Talseite wieder zurück nach Baad. Andy bot an, mit den tüchtigen Wanderern auf dem Baader Höhenweg zur Sonna Alpe zu laufen und die Alternative war, mit dem Bus zurück nach Mittelberg zu fahren und den Zaferna Sessellift hinauf zur Sonna Alpe zu nutzen. Die Einkehr in der Mittagssonne auf der Terrasse der Sonna Alpe genossen wir ausgiebig bei schmackhaften Suppen und Kaiserschmarrn. Für den Rückweg entschieden sich 6 Damen, weiter auf dem Höhenweg zu wandern und mit dem Heuberglift nach Hirschegg zu fahren und von dort auf dem Panoramaweg zurück ins Hotel zu gehen. Alle anderen stiegen mit Andy ein Stück ab und wanderten dann auf einem aussichtsreichen Weg immer am Hang entlang, zuweilen auch durch den Wald, in Richtung Hirschegg. Später kamen wir zum Rohrweg und wanderten dort vorbei an einem künstlich angelegten Wasserspeicher, unter dem Heuberg Sessellift hindurch und über Windegge auf dem Panoramaweg zurück zum Hotel. Am Nachmittag luden Schwimmbad und Sauna im Hotel zum Relaxen ein und die nimmer Müden gingen noch einmal hinunter nach Riezlern ins Ortszentrum. Wer sich auf der Sonnenterrasse aufhielt, konnte die Landung des Hotelchefs mit seinem Gleitschirm auf der Wiese vorm Hotel verfolgen. Zum Abendessen hatten wir dann endlich mal richtig Hunger.
Breitachklamm, Gemsteltal und Ifenbahn – 16 km
Heute starteten wir etwas früher zur Bushaltestelle. Drei Damen entschieden sich, am Vormittag schon mal der Kanzelwand mit dem Lift einen Besuch abzustatten. Alle anderen fuhren mit dem Walserbus hinaus aus dem Kleinwalsertal bis zur Haltestelle Walserschanze an der Grenze zu Deutschland. Von dort wanderten wir ein Stück der Strasse entlang bis zum Abzweig des Zwingstegs hinunter zur Brücke über die Breitachklamm. Dann ging es zunächst durch den Wald bergan und später recht steil bergab zum Eingang in die Breitachklamm. Nach einer kurzen Verschnaufpause wanderten wir die 2,5 km durch die imposante und tiefste Schlucht Mitteleuropas. Vor mehr als 8000 Jahren schmolzen die Gletscher und das Wasser bohrte sich tief durch die Felsen. Auf unserer Wanderung war leider sehr wenig Wasser in der Breitach und wo sonst Wasserfälle in die Schlucht stürzen, war kein Tropfen Wasser zu sehen. Dennoch war der Weg zwischen den bis zu 150 m hohen Felsen sehr imposant und bot zahlreiche Fotomotive. Die Hochwassermarken an der Felswand machten uns sehr nachdenklich, denn immer nach einem Hochwasser musste der Weg durch die Breitachklamm wieder hergestellt werden. Wir gingen oben noch ein Stück auf einem gesicherten Weg am Felsen bis zum Abzweig. Dann war es ein kurzes, sehr steiles Stück hinauf bis zur Walserschanze und dort stiegen wir wieder in den Walserbus ein. Unterwegs bei der Talstation der Kanzelwandbahn stiegen unsere Gäste zu und gemeinsam fuhren wir bis zur Germse. Dort startete unsere Wanderung durch das Germsteltal. Es war ein schöner Wanderweg hinauf zu den Almen im Gemsteltal. Bernhards Gemstelalp war leider überfüllt und so fanden wir aber schöne Plätze draussen bei der urigen Schönesbodenalpe. Dort gab es leckere Produkte aus eigener Herstellung und besonders der Biokäse, das geräucherte Rindfleisch und das Käsefondue hatten es uns angetan. Aus dem Wasserhahn an der Tränke wurde frisches Gebirgswasser gezapft und da schmeckten die verschiedenen Schorlen nochmal so gut. Gut gestärkt wanderten wir auf der gegenüberliegenden Talseite zurück ins Tal und weil es noch so früh am Tag war und das Wetter mehr als perfekt, beschlossen wir zur Talstation der Ifenbahn mit dem Walserbus zu fahren. Dort angekommen stiegen wir gleich in die Ifenbahn und fuhren bis zur Mittelstation. Im Sommer fährt die Bahn nicht weiter, um der Natur eine Ruhepause zu gönnen. Wir gingen zur Ifenhütte und die meisten von uns kehrten ein auf der aussichtsreichen Sonnenterrasse. 4 Mädels wanderten mit mir auf dem Panoramaweg bis zu einem Aussichtspunkt direkt unter dem Ifengipfel. Mit der letzten Bahn fuhren wir wieder hinunter und mit dem Walserbus zurück ins Hotel. Wir hatten diesen wunderbaren Tag in vollen Zügen genossen und soooo viel gesehen und erlebt.
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