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Ostseekreuzfahrt mit Mein Schiff Relax

Reisebericht: 28.06. – 08.07.2026

Danzig, Tallin, Helsinki, Riga, Kopenhagen - die schönsten Metropolen an der Ostsee erlebten neunzehn unternehmungslustige Eberhardt Gäste zusammen mit ihrer Reisebegleiterin Sabine Letzybyll

Sabine Letzybyll

Ein Reisebericht von
Sabine Letzybyll

im Hafen von Kiel – © Sabine Letzybyll (Eberhardt TRAVEL) Mein Schiff Relax – © Sabine Letzybyll (Eberhardt TRAVEL) Mein Schiff Relax – © Sabine Letzybyll (Eberhardt TRAVEL) Mein Schiff Relax – © Sabine Letzybyll (Eberhardt TRAVEL) Danzig - Gdansk – © Sabine Letzybyll (Eberhardt TRAVEL) Danzig - Gdansk – © Sabine Letzybyll (Eberhardt TRAVEL) Danzig - Gdansk – © Sabine Letzybyll (Eberhardt TRAVEL) Helsinki – © Sabine Letzybyll (Eberhardt TRAVEL) Mein Schiff Relax - Abendessen – © Sabine Letzybyll (Eberhardt TRAVEL) Kopenhagen - Kanalfahrt – © Sabine Letzybyll (Eberhardt TRAVEL) Mein Schiff Relax - Abendessen – © Sabine Letzybyll (Eberhardt TRAVEL) Auf hoher See – © Sabine Letzybyll (Eberhardt TRAVEL)

Sonntag, 28. Juni 2026 Anreise nach Kiel

In aller Frühe treffen sich Gäste von Eberhardt TRAVEL und Reisebüro Hoffmann in Dresden an einem Busparkplatz. Nach kurzfristigen Irritationen starten wir mit einer kleine Verspätung Richtung Kiel. Unterwegs sammeln wir noch hier und da ein paar Gäste ein, ab neun sind wir komplett. Während unsere Reiseleiterinnen Sabine und Irina uns unterwegs über das Leben an Bord informieren, vergeht die Zeit wie im Fluge, zumal es auch noch einen Sektempfang gibt. So schön kann ein Urlaub beginnen.
In Kiel werden unsere Koffer von Zauberhand verladen und gelangen auf eben diese Weise vor unsere Kabinen. Nach der obligatorischen Sicherheitsübung bleibt genügend Zeit einen Happen zu essen bevor unser Schiff Kiel verlässt.

Montag, 29.06.2026 Seetag

Ein Seetag lädt zum Entspannen ein. Jeder entscheidet selbst, ob er zu den Frühaufstehern oder zu den Langschläfern zählt. Frühstück gibt es für alle. Um zehn Uhr trifft sich die Eberhardt Gruppe zu einem Gedankenaustausch und um Pläne für die nächsten Tage zu besprechen. Dafür haben wir uns die Bar Le Chalet ausgesucht, denn hier ist es am Vormittag noch relativ ruhig. Eine Stunde später beginnt unser exklusiver Schiffsrundgang. Isabell, eine junge und freundliche Mitarbeiterin der Rezeption führt uns über die Decks 4 bis 6 und zeigt uns alle kulinarischen und kulturellen Bereiche. Auch Deck 14 – 17 besuchen wir. Insgesamt dauert die wirklich sehr informative Tour etwa zwei Stunden. Nun ist es bereits Mittag und wir werden von Hunger und Durst geplagt. Also begeben wir uns zur wohlverdienten Mittagspause. Die Fußball Weltmeisterschaft ist in vollem Gange und in Bars, manchmal auch im Theater können die Fans am Public Viewing teilnehmen. Zu den vor uns liegenden Häfen gibt es Vorträge, die wir, wenn wir sie verpassen, auch auf unserem Zimmerfernseher anschauen können. Es gibt Taschen-, Swarovski- und Schmuckpräsentationen und Treffen für verschiedene Gruppen (Alleinreisende oder Regenbogenmenschen.) Abends treffen wir uns zum gemeinsamen Abendessen und zum Austausch der am Tage erlebten Abenteuer. So langsam werden wir heimisch. Im Theater gibt es ab 21.30 Uhr ein Public Viewing. Heute spielt die deutsche Nationalmannschaft gegen Paraguay. Es geht um alles oder nichts. Zur Halbzeit steht es 0:1 für Paraguay. Wer jetzt erschöpft ins Bett fällt, erfährt am nächsten Morgen, dass wir nach dem 11-Meter-Schießen raus sind. Unsere Mannschaft muss nach Hause fahren. Schade. (Beruhigt euch, es ist nur ein Fußballspiel).

Dienstag, 30.06.2026 Gdynia – Gdansk

Der Tag beginnt früh: Pünktlich um 7 Uhr legt die Mein Schiff Relax im Hafen von Gdynia an, während eine frische Seebrise den Tag einläutet. Kaum eine halbe Stunde später startet der Ausflug „Das Beste von Danzig“. Während der knapp einstündigen Fahrt berichtet Stadtführerin Agnieszka faszinierende Details über die Geschichte der Dreistadt-Region aus Gdynia, Sopot und Danzig. In Danzig angekommen, führt der Weg direkt in die historische Altstadt. Nach dem Spaziergang durch das imposante Goldene Tor eröffnet sich der Königsweg, gesäumt von meisterhaft rekonstruierten Patrizierhäusern mit kunstvollen Fassaden. Wenig später lenken das Rechtstädtische Rathaus und der berühmte Neptunbrunnen alle Blicke auf sich, wo Agnieszka unsere Gruppe mit spannenden Anekdoten versorgt. Vorbei an der Marienkirche – der größten Backsteinkirche der Welt, geht es weiter in die malerische Frauengasse. Diese Gasse ist weltbekannt für ihre typischen historischen, erhöhten Terrassen, auf denen sich heute zahlreiche Bernsteingeschäfte aneinander reihen. In einer kleinen Manufaktur erfahren wir, was das „Gold der Ostsee“ so besonders macht und wie man echten Bernstein von Fälschungen unterscheidet. Beim anschließenden individuellen Bummel bleibt Zeit, um den Duft von frischem Kaffee zu genießen, ein traditionelles polnisches Gebäck wie die süßen Paczki zu probieren und nach Souvenirs zu stöbern. Nach einer Stunde Freizeit rollt der Bus wieder zurück nach Gdynia. Zurück an Bord der Mein Schiff Relax lassen wir den intensiven Tag auf dem sonnigen Pooldeck ausklingen, während das Schiff langsam ablegt und der Abend bei einem entspannten Abendessen im Restaurant ausklingt.

Mittwoch, 01.07.2026 Seetag

Am Morgen ist es noch etwas bewölkt, das macht aber nichts, von der ewigen Hitze haben wir schon ein bisschen die Nase voll. Heute müssen wir die Uhr eine Stunde vorstellen, worüber wir im Tagesprogramm informiert werden. Kulinarisch starten wir mit einem ausgiebigen Lachsfrühstück im Restaurant Atlantik oder im Harbour Market (Selbstbedienung) auf Deck 16. Gut gestärkt informieren wir uns im Theater bei einer Präsentation über unsere kommenden Landausflüge in Stockholm und Kopenhagen. Wer den Vormittag aktiv oder kreativ gestalten möchte, hält sich beim kostenpflichtigen Rücken-fit-Workshop in Form, besucht den Schmuck-Workshop im Atelier oder stöbert auf der Neuen Wall (Einkaufspassage Deck 4) durch die Läden. In der Bar „Blaue Flora“ diskutieren Fußballexperten über das frühe Ausscheiden der Fußballnationalmannschaft bei der WM. Am Nachmittag locken Pianoklänge im Atrium und eine süße Auszeit im Chalét, alternativ besteht die Möglichkeit sein Geld im Casino zu verzocken. Abends steht wieder Fußball auf dem Programm oder eine Show im LaCage (gegen Gebühr) oder ein Comedy-Programm in der Blauen Flora.

Donnerstag, 02.07.2026 Tallin

Heute erreicht unsere Mein Schiff relax das estnische Tallin bei kühlen 18 Grad und einigen Wolken am Himmel. Um Tallin kennenzulernen, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. So der geführte Ausflug „Das Beste von Tallin“, die Panoramafahrt mit Fotostopps oder ein Ticket für den Shuttle in die Innenstadt.
Der erste Stopp der Panoramafahrt bringt uns zu einer Gedenkstätte für die Opfer des Kommunismus in Estland. Ein schmaler langer tiefschwarzer Korridor symbolisiert den schweren Weg unter der unbarmherzigen, erdrückenden Macht eines totalitären Systems. Ein Bestandteil des Denkmals ist eine Tafel, die an estnische Offiziere erinnert, die Opfer des kommunistischen Terrors wurden. Weiter geht es für uns zum Domberg (Toompea). Dieser war seit dem Mittelalter das Zentrum der Macht. Hier residierten die weltlichen und geistlichen Herrscher, vom Schwertbrüderorden über dänische und schwedische Statthalter bis hin zum deutsch-britischen Adel. Wir sehen (von Außen) die Toompea Burg, in der heutzutage das estnische Parlament beherbergt ist. Ihr markantester Wehrturm ist der „Lange Herrmann“, heute ein wichtiges nationales Symbol. Der Adel auf dem Berg unterlag einer eigenen Gerichtsbarkeit und stand im ständigen politischen und wirtschaftlichen Konflikt mit den Bürgern der Unterstadt. Um sich abzugrenzen, war der Hügel mit Befestigungen umgeben, deren Tore nachts verriegelt wurden. Von einer Plattform haben wir einen Panoramablick auf die Ziegeldächer der Unterstadt und auf den Hafen. Unsere Stadtführerin zeigt uns auch den Weg in die Unterstadt. Hier siedelten damals Kaufleute, Handwerker und Gilden. Tallin war eine Hansestadt, die mit dem Fernhandel zwischen Westeuropa und Russland zu beträchtlichem Reichtum gelangte. Das Herzstück der Altstadt ist der Rathausplatz mit einem Rathaus im gotischen Stil und einer historischen Ratsapotheke, die zu den ältesten durchgehend betriebenen Apotheken Europas zählt. Zwischen der Ober- und der Unterstadt gibt es im Wesentlichen nur zwei markante Straßen. Das sogenannte „Lange Bein“, auf dem auch Fuhrwerke Platz hatten und das „kurze Bein“, eine steile Treppe für Fußgänger. Zum Schutz vor Angreifern und zum Teil auch vor den Adligen der Oberstadt, war die Unterstadt von einer mächtigen Stadtmauer umgeben, die ursprünglich über vierzig Wehrtürme hatte, von denen ein Großteil bis heute erhalten ist. Zu unserem Ausflug gehört auch der Besuch der Alexander-Newski-Kathedrale, dem orthodoxen Dom. Gebaut wurde dieser zwischen 1894 und 1900 als Estland zum Russischen Kaiserreich gehörte.
Nach den Ausflügen an Land geht das abwechslungsreiche Programm am Nachmittag an Bord weiter. Beim Faszientraining oder dem schweißtreibenden High Intensity Training können wir uns für die nächsten Tage fit halten. Wer es etwas ruhiger angehen möchte, genießt eine süße Auszeit im Chalet-Restaurant oder gönnt sich das exklusive Erlebnis einer Brückentour mit den nautischen Offizieren.
Der Abend steht ganz im Zeichen von Genuss und Unterhaltung. Kulinarisch lassen sich Freunde des guten Geschmacks bei der „FUGU Experience“ von Tim Raue verwöhnen oder nehmen an einer Wein-Verkostung im Chalet teil. Für die perfekte Urlaubserinnerung nutzen wir die verschiedenen CruiseVision-Fotoshootings, die uns im Panorama von Tallinn, in der Street Art Bar oder romantisch zum Sonnenuntergang in Szene setzen. Das Kulturprogramm zieht uns mit der skurrilen Zaubershow „Konzentrat der Freundlichkeit“ von André Hieronymus ins Theater und strapaziert unsere Lachmuskeln bei der Kreuzfahrt-Komödie „Auf Kribbel-Kurs“ in der Blauen Flora. Die Nacht wird schließlich mit der exklusiven Show „Glam of the Seas“ im La Cage, verschiedenen Live-Musik-Duos in den Bars und der Live-Übertragung des WM-Spiels Spanien gegen Österreich in der Arena eingeläutet. Ihren stimmungsvollen Höhepunkt findet die Nacht bei der Silent Party auf dem Agora-Deck und der anschließenden Partynacht mit DJ Eddie im D4 Club, während das Schiff um Mitternacht den Hafen von Tallinn wieder verlässt.

Freitag, 03.07.2026 Helsinki

Auch heute gibt es eine große Auswahl an Ausflügen, die wir nutzen können, um Helsinki kennenzulernen. So zum Beispiel die Tour „Helsinki auf einen Blick“. Dabei besuchen wir eines der bekanntesten und am häufigsten fotografierten Wahrzeichen Finnlands – das Sibelius-Denkmal. Das Kunstwerk besteht aus über sechshundert wellenförmig miteinander verschweißten, hohlen Edelstahlrohren. Das Design erinnert an Orgelpfeifen, obwohl Jean Sibelius kaum Orgelmusik komponiert hatte. Aus diesem Grund wurde das Denkmal zu einem umstrittenen Objekt. Als Zugeständnis an die Kritiker ließ die Bildhauerin direkt neben den Röhren eine klassisch gestaltete Büste des Komponisten platzieren. Unser nächster Stopp gilt der berühmten Felsenkirche von Helsinki. Diese befindet sich, wie auch das Sibelius-Denkmal, im Stadtteil Töölö. Im Jahr 1969 wurde sie von zwei finnischen Architektenbrüdern erbaut. Die Wände bestehen aus unbehauenem Granitfels, der für eine außergewöhnliche Akustik sorgt. Das Dach bildet eine riesige Kuppel, die mit rund 22 Kilometern Kupferdraht ausgekleidet ist. Nach diesem Besuch und der Fahrt durch markante Straßen Helsinkis endet der Ausflug mit einer einstündigen Freizeit auf dem Marktplatz. Im Anschluss daran können wir mit dem Bus zurück zum Schiff fahren oder alternativ im Stadtzentrum bleiben. Am Hafen laden regionale Bootsgesellschaften zu Kanalfahrten ein. Diese führen durch die vor Helsinki liegenden Schären. Sowohl ein kleiner Flyer als auch mehrsprachige Borddurchsagen informieren die Passagiere über die Sehenswürdigkeiten entlang der Route. Nach neunzig Minuten kehren die Boote zum Stadthafen zurück. Hier lockt nun noch das Riesenrad, in dem man während mehrerer Runden die Aussicht auf das Stadtzentrum genießen kann. Anschließend können wir mit dem Shuttle (10 € pro Person) oder mit dem Taxi (25 €) zu unserer Mein Schiff Relax zurückkehren.

Sonnabend, 04.07.2026 Riga

Alternativ zu den geplanten Ausflügen in Stockholm bietet das Bordreisebüro der Mein Schiff Relax nun Ausflüge in Riga an. Wir entscheiden uns für den Hop-on-Hop-off-Bus oder den Tagesshuttle. Mit dem Hop-on-Hop-off-Bus drehen wir zunächst eine große Runde. Selbst wer vorhatte, unterwegs auszusteigen, wird vorerst von einem kräftigen Regenschauer davon abgehalten. Doch dieser ist bald vorbei, und so entscheiden wir uns nach und nach, den Bus zu verlassen.Die Rigaer Altstadt ist nicht weit von unserem Ausstiegspunkt entfernt, und schon bald stehen wir vor dem berühmten Schwarzhäupterhaus. Dieses prächtige Gebäude am Rathausplatz ist das bekannteste Fotomotiv der Stadt. Im 14. Jahrhundert war es ein Bruderschaftshaus für unverheiratete deutsche Kaufleute. Das Original wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und in den 1990er-Jahren detailgetreu wieder aufgebaut.An der Nordseite der Petrikirche (in der man mit einem Aufzug auf den Turm fahren kann, um einen grandiosen Ausblick zu genießen) befindet sich ein überraschendes Fotomotiv: Es sind die Bremer Stadtmusikanten. Die Städte Bremen und Riga verbindet eine jahrhundertealte gemeinsame Geschichte durch die Hanse. Riga wurde 1201 vom Bremer Bischof Albert von Buxthoeveden gegründet. Seit 1985 sind beide Städte offizielle Partnerstädte, und im Jahr 1990 schenkte Bremen der Stadt Riga diese markante Skulptur.Auf dem Domplatz entdecken wir eine kleine Bimmelbahn. Während die großen Busse nicht durch die engen Gassen der Altstadt fahren können, haben wir hier eine Möglichkeit entdeckt, die charmanten Straßen und Wege ganz bequem zu durchfahren. Beim anschließenden Bummel durch die Stadt begegnen uns immer wieder kleine schwarze Katzen – allerdings nur symbolisch und nicht lebendig. Die Katzen sind ein beliebtes Souvenir in Riga. Der Sage nach hat ein wohlhabender lettischer Kaufmann zwei schwarze Katzenstatuen auf die Dachspitzen seines Jugendstilhauses montiert, und zwar so, dass diese ihr Hinterteil der gegenüberliegenden Großen Gilde zuwandten. Dies tat er aus Protest, weil ihm die Aufnahme in die Kaufmannsgilde verweigert worden war.

Sonntag, 05.07.2026 Seetag

Wir nutzen die gewonnene Zeit, da die Uhren in der vergangenen Nacht um eine Stunde zurückgestellt wurden, und starten entspannt in diesen Seetag. Das Schiff bietet ein abwechslungsreiches Programm, sodass wir den Tag ganz nach unseren persönlichen Interessen gestalten können. Der Vormittag steht im Zeichen von Information, Handwerk und Kulinarik. Wir besuchen die nautische Fragestunde, bei der der Kapitän und der Kreuzfahrtdirektor Einblicke in die Schiffsführung geben. Wer es aktiver mag, nimmt an einer Runde Shuffleboard teil. Auch kreative und kulinarische Workshops werden angeboten: Die Auswahl reicht von Foto-Kursen und Vorträgen über das Backen von Artisanbrot bis hin zu Fleischverkostungen. Mittags zieht es uns zum großen Käsebuffet, das neben den regulären Restaurantöffnungen eine gelungene kulinarische Abwechslung bietet. Am Nachmittag setzt sich das vielfältige Angebot fort. Wir haben die Wahl zwischen Lesungen, einer Fußball-Quizrunde oder einem Besuch im Casino, das zu Blackjack und Poker einlädt. Zwischendurch nutzen wir die Zeit für einen maritimen Einkaufsbummel in den Bordshops, informieren uns bei der Knotenkunde oder nehmen an der Seekartenverlosung teil. Für Entspannung sorgen die Angebote im SPA-Bereich, wo Kosmetikanwendungen und Massagen bereitstehen. Der Abend bringt ein breites kulturelles und gastronomisches Spektrum. Im Theater wird ein Varieté-Programm und die Show „Glam of the Seas“ gezeigt. Parallel dazu finden spezialisierte Events wie die „Fugu-Experience“ oder gezielte Verkostungen von Gin und Schaumwein statt. Wir lassen den Tag in den verschiedenen Bars und Lounges ausklingen, wo Live-Bands und DJ-Sets für die musikalische Untermalung sorgen.

Montag, 06.07.2026 Kopenhagen

Kopenhagen erreichen wir gegen Mittag. Heute unternehmen wir als Eberhardt-Gäste einen gemeinsamen Ausflug. Vor dem Schiff wartet bereits unser Busfahrer auf uns, der sich stilecht als „König“ Harald aus Island vorstellt und uns zum Schloss Rosenborg bringt. Hier steigt auch unsere Stadtführerin zu. Es heißt, man könne eine Stadt erst dann wirklich verstehen, wenn man sie aus der Perspektive ihrer Entstehung betrachtet. In Kopenhagen ist das zweifellos das Wasser. Und so beginnt unsere Stadtbesichtigung mit einer Bootsfahrt. Es nieselt ein bisschen und unser Boot hat kein Dach. Erste Befürchtungen bewahrheiten sich zum Glück nicht: Der Nieselregen lässt nach und wir bleiben relativ trocken. Während der Fahrt auf den Kanälen erleben wir hautnah, wie meisterhaft Kopenhagen den Spagat zwischen historischem Erbe und moderner Architektur bewältigt. Ein Höhepunkt der Fahrt sind die engen Kanäle von Christianshavn. Dieses Viertel verströmt den puren Charme skandinavischer Gelassenheit. Wir gleiten vorbei an alten, liebevoll restaurierten Hausbooten, auf deren Decks bunte Blumenkästen blühen. Die Brücken hier sind so niedrig, dass alle im Boot den Kopf einziehen müssen, was für ein vergnügtes Raunen sorgt. Wer schnell ist, erwischt hinter einer der Brücken einen Blick auf die barocke Vor Frelsers Kirke (Erlöserkirche), deren goldene Wendeltreppe sich wie eine Spirale um die Turmspitze windet. Sie ist allerdings nur für einen kurzen Augenblick zu sehen – kurz darauf hat man meist nur noch den „am häufigsten fotografierten Baum der Stadt“ auf dem Bild, wie unser Bootsführer mit einem Augenzwinkern bemerkt. Nach der Bootsfahrt setzen wir die Stadtbesichtigung mit dem Bus fort. Am Königlichen Opernhaus legen wir einen kurzen Stopp ein, allerdings werden wir nicht eingelassen – geschlossene Gesellschaft. Einen weiteren Fotostopp machen wir bei der hochmodernen Müllverbrennungsanlage CopenHill. Das vom Architekten Bjarke Ingels entworfene Gebäude verbindet Industrie und Freizeitsport auf spektakuläre Weise. Anstatt die Anlage vor den Bürgern zu verstecken, macht das Design sie zu einem aktiven Teil des Stadtlebens. CopenHill wandelt den Abfall von Hunderttausenden Haushalten in saubere Fernwärme und Strom um, während die Architektur an einen künstlichen Berg erinnert. Die Dachkonstruktion fällt schräg zum Boden ab und bietet Platz für eine 400 Meter lange Skipiste aus speziellem Kunststoff, auf der man das ganze Jahr über ohne Schnee fahren kann. An einer der Außenfassaden ragt zudem eine 85 Meter hohe Kletterwand empor – eine der höchsten künstlichen Wände der Welt. Neben der Skipiste führen Wanderwege und Treppen hinauf zum Gipfel, wo eine Rooftop-Bar einen Panoramablick über Kopenhagen und den Öresund bietet. Leider sehen wir das alles nur von Weitem, aber wer weiß? Vielleicht kommen wir ja noch einmal hierher, um uns dieses Projekt genauer anzusehen. Was bei einem Besuch in Kopenhagen natürlich nicht fehlen darf, ist die Kleine Meerjungfrau. Zunächst, bei der Bootsfahrt, dreht sie uns nur den Rücken zu. Bei unserem Fotostopp auf dem Rückweg zum Schiff können wir sie dann aber noch von vorn und ganz aus der Nähe betrachten.
Am Abend, als es draußen gar nicht mehr aufhören will zu regnen, genießen wir die kulinarischen Köstlichkeiten der Schiffsküche und besuchen im Anschluss die Crew-Show.

Dienstag, 07.07.2026 Kopenhagen

Den Vormittag verbringen wir heute noch in Kopenhagen. Leider lässt uns nun das Wetter im Stich, es regnet Blasen. Dennoch werden einige Ausflüge angeboten und wer individuell in die Stadt will, kann den Shuttle nutzen. Ansonsten heißt es Kaffee trinken, Bücher lesen oder bereits die Koffer packen. Morgen endet unsere Kreuzfahrt und wir machen uns auf den Heimweg.

Mittwoch, 08.07.2026 Kiel – Dresden

Ein letztes Frühstück im Restaurant Atlantik oder im Harbour Market. Dann schnappen wir uns unser Handgepäck und verlassen mit einem Tränchen im Auge unser Mein Schiff Relax. Wenn wir uns auch in den ersten Tagen erst eingewöhnen mussten, haben wir doch im Laufe der Reise, die Annehmlichkeiten unseres Kreuzfahrtschiffes schätzen gelernt. Die freundlichen Mitarbeiter, das hervorragende Essen und das Unterhaltungsprogramm werden uns lange in Erinnerung bleiben.
Nach und nach steigen wir im Laufe des Tages aus dem Eberhardt-Bus aus, der uns in Kiel abgeholt und uns wieder fast bis nach Hause gebracht hat.


Liebe Kreuzfahrer (Damen und Herren), nun liegen die Tage auf der Mein Schiff Relax hinter uns. Jetzt heißt es, Fotos sortieren und den Freunden und Nachbarn von unseren Erlebnissen zu berichten. Vielen Dank, dass Sie mit uns zur See gefahren sind. Ich wünsche Ihnen vor allem Gesundheit, damit Sie noch viele spannende Reisen mit Eberhardt TRAVEL unternehmen können.
Ich freue mich schon jetzt auf ein Wiedersehen.
Herzliche Grüße Ihre Reisebegleiterin Sabine Letzybyll


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