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Rundreise Papua–Neuguinea mit Goroka Festival und Neubritannien

Reisebericht: 07.09. – 24.09.2026

Mehr Abenteuer geht gar nicht und das war jeden reisenden der fünfköpfigen Entdecker-Gruppe bewusst! Diese Reise war diese einmal im Leben Reise, ein bericht reicht gar nicht, um alles zu erzählen....

Sten Bernhardt

Ein Reisebericht von
Sten Bernhardt

Goroka Show - Papua-Neuguinea – © Sten Bernhardt (Eberhardt TRAVEL) Mudmen, Goroka Show - Papua-Neuguinea – © Sten Bernhardt (Eberhardt TRAVEL) Goroka Show - Papua-Neuguinea – © Sten Bernhardt (Eberhardt TRAVEL) Krokodilmänner - Papua-Neuguinea – © Sten Bernhardt (Eberhardt TRAVEL) Mudmen - Papua-Neuguinea – © Sten Bernhardt (Eberhardt TRAVEL) Paradiesvogel - Papua-Neuguinea  – © Sten Bernhardt (Eberhardt TRAVEL) Hornschnabelvogel - Papua-Neuguinea  – © Sten Bernhardt (Eberhardt TRAVEL) Goroka Show - Papua-Neuguinea  – © Sten Bernhardt (Eberhardt TRAVEL) Ozone Sky Bar - Hongkong  – © Sten Bernhardt (Eberhardt TRAVEL) Victoria Peak - Hongkong  – © Sten Bernhardt (Eberhardt TRAVEL) Victoria Peak - Hongkong  – © Sten Bernhardt (Eberhardt TRAVEL) Wong Tai Sin Tempel - Hongkong  – © Sten Bernhardt (Eberhardt TRAVEL)

1. Tag: Flug nach Hongkong

In Frankfurt fand unsere Gruppe zusammen. Einige von uns waren bereits am Vortag angereist, nun ging es gemeinsam zum Flughafen. Gegen Mittag starteten wir mit Cathay Pacific nach Hongkong. Vor uns lagen 18 Reisetage und eine Menge neuer Eindrücke! :)

2. Tag: Ankunft in Hongkong – Vorprogramm: Stadtrundfahrt durch Kowloon – Tempel, Märkte und viele Hochhäuser!

Angekommen am frühen Morgen in der Weltmetropole Hongkong empfing uns unser Reiseleiter Vincent, nachdem wir unser Gepäck abgeholt haben. Wir haben uns in den geräumigen Toiletten am Flughafen kurz frisch gemacht und schon ging es auf Entdeckungstour! Wir begannen am Wong-Tai-Sin-Tempel, voller Räucherstäbchen und gewussel und besuchten anschließend das Chi-Lin-Kloster mit seinem Garten – ein ruhiger Gegenpol zum geschäftigen Hongkong. Danach spazierten wir über den Vogelmarkt und weitere Märkte bis zum Goldfischmarkt. Auch ein Obst- und Gemüsemarkt durfte nicht fehlen, besondern interessant war natürlich der Freiluft Metzger - hier entstanden die ersten skurrilen Fotos! Anschließend der erste Blick auf die Skyline, an der Promenada in Kowloon. Danach ging es zurück in das Hotel und erstmal ankommen! Am Abend saßen wir bei Pekingente zusammen, ein tolles 1. Abendessen auf der Reise! Sogar mit einer Nudelshow, der Koch warf den Teig imposant wie ein Springseil durch das Restaurant bis unsere dünnen Nudeln entstanden. Anschließend liefen wir raus und schauten uns die Skyline bei Nacht an.

3. Tag: Hongkong Island – fahrt mit der Doppeldecker–Straßenbahn, Victoria Peak und Dim–Sum–Mittagessen

Heute fuhren wir mit der doppelstöckigen Straßenbahn über Hongkong Island, liefen durch Central und das Finanzviertel und schauten vom Victoria Peak auf die Stadt. Später brachten uns die Rolltreppen des Central–Mid-Levels Escalator durch SoHo; auch den Man-Mo-Tempel besuchten wir. Nach einem späten Dim-Sum-Mittagessen änderten sich unsere Reisepläne: Der Flug nach Port Moresby entfiel. Unser Flug wurde aufgrund eines Flugzeugschadens verschoben und wir wurden auf den nächst besten Flug am folgetag über die Philippinen gebucht. Gar nicht so schlecht! Mehr zeit in Hongkong und neue Eindrücke beim Zwischenstopp in Manila! In Port Moresby verpassen wir nicht viel durch die eine Nacht weniger, schließlich haben wir mit viel Puffer geplant.

In Hongkong nutzten wir den zusätzlichen Abend für einen gemeinsamen Ausflug zum Night Market, nach Central und zur Ozone Bar. Die Ozone Bar ist die höchste Hotelbar der Welt und befindet sich im luxuriösen Ritz Carlton Hotel in Hongkong – auf 480 Meter Höhe im 118. Stockwerk. Ein toller Abschluss von Hongkong!

4. Tag: Planänderung – Flug über die Philippinen nach Papua–Neuguinea – Stadtrundfahrt in Manila

Am Morgen ging es zum Flughafen und mit Philippine Airlines weiter nach Manila. Dort hatten wir dank einer organisierten Stadtrundfahrt Gelegenheit, mehr als nur das Flughafengebäude zu sehen: Wir besuchten unter anderem das Fort, die Altstadt, Kathedralen und den Unabhängigkeitspark. Ein tolles Abendessen mit Aussicht rundete den Tag ab - trotz Planänderung sind alle happy. Eine tolle Stadt und fast perfekt, denn ein neues Reiseziel auf der Liste ist dazugekommen. Am Abend kehrten wir zum Flughafen zurück. Kurz nach Mitternacht sollte unser Flug nach Port Moresby starten.

5. Tag: Ankunft in Papua–Neuguinea – Port Moresby und weiter auf die Insel Neubritannien

Am Morgen landeten wir in Papua-Neuguinea. Bis zum nächsten Flug blieb Zeit für eine kurze Stadtrundfahrt: Wir hielten am Parlamentsgebäude und besuchten den Botanischen Garten. Beim Besuch vom Parlamentsgebäude wurden wir direkt Zeuge der ersten kulturellen Begegnung. Hunderte von Tänzerinnnen verschiedener Provinzen kamen in Vorbereitung auf den 51. Unabhängigkeitstages in die Hauptstadt und in den Regierungsbezirk um Ihre Kultur zu präsentieren. Besser konnte es gar nicht sein. So haben wir direkt einen Eindruck dieser farbenfrohen und stolzen Kultur der Menschen auf Neuguinea bekommen. Im Botanischen Garten bekamen wir nicht nur einen Einblick in die Flora, sondern auch in die Artenreiche Fauna der Insel. Farbenfrohe Paradiesvögel und Papageien-Arten, die süßen Baumkängurus und sogar die gefährlichen Kasuare, die man lieber nicht in freier Wildbahn treffen sollte. Die prächtigen (Helm)Kasuare sind flugunfähige Vögel, welche nur auf der Insel Neuguinea und den nördlichen Australien zu finden sind. Ich habe ein wenig über die Tiere erzählt und im Anschluss gab es eine Mittagspause im Bistro des Parkes. Natürlich gleich mit der nächsten Überraschung: spontan kamen Mitglieder des Krokodil-Stammes an und wollten an der Feier zur Unabhängigkeit im Park teilnehmen. Mit dunkler Bemalung und sogar einem lebenden Krokodil auf den Schultern, war dies einer der spannendsten Begegnungen auf der Reise. Danach flogen wir mit Air Niugini weiter nach Rabaul und fuhren zu unserem Hotel in Kokopo. Nach diesen beiden Reisetagen über Hongkong und Manila tat es gut, beim Abendessen erst einmal anzukommen.

6. Tag: Die Insel Neubritannien entdecken!

Das Hotel in Kokopo lag idyllisch am Meer, mit Bungalows und Südsee-Feeling! Sogar Blick auf den Vulkan ... herrlich. Heute führte uns unser Ausflug zum Kokopo War Museum und weiter zu Schauplätzen rund um Rabaul. Im Kokopo War Museum hat uns Guide Elisabeth und auch unser sympathischer Guide/Fahrer/Spaßkanone Johnny viel über die japanische Besatzungszeit aber auch generell über die letzten 100 Jahre erzählt. Vor allem die Zeit, also es noch Deutsch-Neuguinea gab, ist den einheimischen sehr positiv in Erinnerung. Anschließend gingen wir durch die Gänge eines in den Fels gehauenen japanischen Krankenhauses, sahen Bootswracks in einer Höhle und besuchten Yamamotos Bunker. Hier war überall Kopf einziehen und ducken angesagt. Zwischendurch genossen wir den Blick über Rabaul und die Bucht – mit Lunchbox und frischer Kokosnuss. Die Kokosnüsse gab es frisch geerntet, denn wir waren nie allein. Sobald wir irgendwo ausstiegen waren die Augen auf uns und so auch das ein oder andere Angebot. Aber wer sagt schon Nein zu einer frischen Kokosnuss!

Anschließend ging es durch Rabaul in den alten Teil der Stadt, welche vor über 25 Jahren den Vulkanen zum Opfer viel. Im Neuguinea-Club gab es nochmal interessant Artefakte und auch echte Totenköpfe, welche verziert schlicht "rumlagen", sehr spannend! Im Yammamoto Bunker neben an war Geschichte zum greifen. In den Bunker eingeritzte Schlachtpläne der Umgebung und wenn man sich vorstellt, hier wurde Pearl Harbour geplant, ein schauriges Gefühl. Dann kam ein ungeplanter Höhepunkt: Auf einem Rugbyfeld fand ein Fest im Zusammenhang mit den Unabhängigkeitsfeierlichkeiten statt. Wir sahen Wettkämpfe zwischen Kindern und Sing-Sing-Vorführungen und kamen mit Einheimischen ins Gespräch. Viel Musik, gute Stimmung und viele Menschen, was für eine Erfahrung – für einige war schon jetzt klar, die Reise wird ein voller Erfolg! Der geplante Besuch der U-Boot-Bunker war an diesem Tag nicht möglich; dieses Fest blieb uns dafür in bester Erinnerung. Am Abend dann leckeres Essen... von Meeresfrüchten über indische Küche und philippinische Leckereien bis zur Pizza, hier fand jeder etwas.

7. Tag: Vulkanaufsteig und Kolonialgeschichte auf der Insel Neubritannien

Der Wecker klingelte sehr früh. Um fünf Uhr brachen wir mit lokalen Guides zum Mount Tavurvur auf, damit wir vor der stärkeren Hitze unterwegs waren. Erst gingen wir an der Bucht entlang, dann führte der Weg steil bergauf. Der Aufstieg verlangte Trittsicherheit, doch oben wurden wir mit einem Blick in den Krater und aufsteigenden Schwefeldämpfen belohnt.

Zurück bei den Fahrzeugen gab es Eier aus den heißen Quellen und frische Kokosnüsse. Am Nachmittag besuchten wir den Bitapaka War Cemetery. Einen riesigen Friedhof, gut gepflegt und mit viel Stolz der einheimischen, denn hier sind die gefallen, die das Land verteidigt haben vor den japanern. Ganz spontan wurden wir anschließend in eine Missionsstätte eingeladen: Die Schwestern zeigten uns das Gelände und erzählten von seinen deutschen Wurzeln. Aus einem kurzen Halt wurde eine besonders persönliche Begegnung. Wie liefen über die Anlage, erzählten von der Kirche in Deutschland und unserer Reise. Aber selbst hier sind die deutschen sehr bekannt. Nicht zuletzt waren hier einige Bischöfe der Region mit deutschen Wurzeln und die Missionare fahren aller paar Jahre auf Fortbildungsreise nach Deutschland.

Für die einheimischen war der 1. Kontakt mit deutschen auch der erste Kontakt generell mit der modernen welt, damals bei der Entdeckung der Insel Neuguinea. Es heißt, die deutschen Seefahrer brachten Missionare welche die Einheimischen und damals noch als Kannibalen lebenden missionierten, und das sehen viele sehr positivi und dankbar. Acuh wenn es vermutlihc ein paar deutsch brauchte, bis der Kannibale sein Esserverhalten änderte... :)

Am Abend gab es wieder leckeres essen und tolle Gespräche!

8. Tag: Dorfbesuch auf der Insel Neubritannien – Kochen mit Einheimischen

Für die geplante Bootsfahrt zu den Duke-of-York-Inseln war der Wellengang zu hoch. Statt aufs Meer hinauszufahren, besuchten wir eine einheimische Familie. Gemeinsam kochten wir und erfuhren mehr über den Anbau von Kakao, Kokosnüssen, Tabak und Betelnüssen. Vor allem aber bekamen wir Gelegenheit, miteinander über den Alltag ins Gespräch zu kommen. Eine wirklich authentische und spannende Erfahrung. Dann ging es erstmal für den Nachmittag zurück in das Hotel.

Nach einem frühen Abendessen brachen wir zum Baining Fire Dance auf, einem traditionellen Feuertanz der Baining auf der Gazelle-Halbinsel im Osten Neubritanniens. Ursprünglich wurden diese nächtlichen Tänze unter anderem zu Geburten, zur Ernte, zum Gedenken an Verstorbene oder als Teil von Initiationsritualen aufgeführt. Charakteristisch sind die großen, kunstvoll bemalten Masken aus Rindenstoff auf einem leichten Bambusgerüst. Sie stellen verschiedene Tiere, Pflanzen und Naturgeister dar. Im Dunkeln erlebten wir Tanz und Gesang am lodernden Feuer. Die Tänzer sprangen durch die Flammen – ein faszinierendes Zusammenspiel von Rhythmus, Bewegung und Feuer, das uns in seinen Bann zog. Dieser Einblick in die Kultur der Baining war ein eindrucksvoller Abschluss unserer Tage auf Neubritannien.

9. Tag: Auf Umwegen nach Port Moresby

Schon um halb fünf ging es zum Flughafen. Dort dauerte der manuelle Check-in länger als erwartet, denn statt PC und Check-In-Software gab es an dem Tag nur Papier und Stift - aber damit muss man hier rechnen; wir wurden auf einen späteren Flug nach Port Moresby umgebucht. Aber das war kein Problem, die eine Stunde warten verging wie im Flug. Denn es kam gerade die Rugby-Mannschaft von Rabaul an, diese haben am vortag gegen die Rivalen gewonnen und einen wichtigen sieg erungen, das wurde gebührend gefeiert. Wie immer, mit viel musik und tanz. Dann ging es wieder auf das Festland, nach Port Moresby, in die Hauptstadt. Durch den späteren Abflug verschob sich auch unser Anschluss nach Mount Hagen. Ich habe uns umbuchen lassen. Aber als der Nachmittagsflug gestrichen wurde, war klar: Heute kommen wir nicht mehr ins Hochland. Ich organisierte schnell ein Hotel am Flughafen, welches wir sowieso schon am Anfang der Reise gehabt hätten . Beim Abendessen konnten wir nach diesem Tag erst einmal durchatmen, aber genau mit solchen Situationen muss man hier rechnen, zum Glück konnte ich alles für die Gruppe regeln!

10. Tag: Willkommen im Hochland – Melpa–Stamm & Huli–Wigmen

Am Morgen flogen wir nach Mount Hagen – und kurz nach der Ankunft ging es schon los zu den Dorfbesuchen. In Kulkie Village sahen wir, wie mit traditionellen Techniken Feuer entfacht und mit Steinäxten gearbeitet wird. Die Vorführungen machten deutlich, wie viel Geschick und Erfahrung für diese Techniken erforderlich sind – und wie sich mit natürlichen Materialien Werkzeuge für den Alltag herstellen lassen. Im Panga Huli Village erfuhren wir mehr über die leuchtende Gesichtsbemalung und die kunstvollen Perücken der Huli Wigmen. Diese werden aus dem eigenen, über viele Monate gezüchteten Haar gefertigt und für festliche Anlässe mit Vogelfedern geschmückt. In KosKala Village erlebten wir einen traditionellen Balztanz und hörten von überlieferten Heilpraktiken sowie der Bedeutung getrennter Männer- und Frauenhäuser. Drei Begegnungen, die uns unterschiedliche Einblicke in die Kulturen des Hochlands ermöglichten.

Am Abend bezogen wir unsere Lodge hoch über Mount Hagen. Von dort oben blickten wir auf die Umgebung – ein schöner Kontrast zum lebhaften Programm des Tages.

11. Tag: Mount Hagen: Ahnenhäuser, Schlammkrieger und Bilums

Auch heute waren wir in mehreren Dörfern zu Gast. Im Kaip Village erfuhren wir mehr über die Bedeutung des Frauenhauses und traditionelle Vorstellungen von Krankheit und Tod. Dazu sahen wir einen Geistertanz. In Munanga Village zeigten uns die Frauen, wie Bilums entstehen – kunstvoll gearbeitete Netztaschen, die im Alltag zum Tragen und Aufbewahren dienen. Anschließend führten sie einen Tanz auf. Im Polga Village wurde uns die Tradition der Asaro Mud Men nähergebracht. Charakteristisch sind ihre großen Lehmmasken mit ausdrucksstarken Gesichtern und die mit hellem Schlamm bedeckten Körper. Einer bekannten Legende zufolge versteckten sich die Asaro auf der Flucht vor Angreifern im Flussschlamm. Als sie wieder auftauchten, hielten ihre Gegner sie für Geister und flohen. Die markante Verkleidung erinnert an diese Geschichte und wird heute bei kulturellen Aufführungen und Festen gezeigt.

Häufig begrüßte uns das Dorfoberhaupt und begleitete uns durch das Programm. Neben den Vorführungen waren für uns besonders die Gespräche bereichernd: Sie gaben uns Einblicke, wie überlieferte Bräuche verstanden werden und welchen Platz sie heute im Leben der Menschen haben.

12. Tag: Die berühmten Skelettkrieger von Chimbu – Zubereitung vom traditionellen

Wegen einer Hotelüberbuchung in Goroka blieben wir länger als vorgesehen bei Mount Hagen. Unser Ausflug führte uns zunächst in das Komun Village. Dort sahen wir, wie Lebensmittel geschützt und gelagert werden und wie ein Mumu vorbereitet wird. In diesem traditionellen Erdofen garen Fleisch und Gemüse mithilfe erhitzter Steine, abgedeckt mit Blättern – eine Zubereitungsweise, die auch bei gemeinschaftlichen Festessen zum Einsatz kommt.

Anschließend besuchten wir das Mindima Village in der Provinz Simbu. Dort erlebten wir Darstellungen der „Skeleton Boys“, deren Körperbemalung an menschliche Skelette erinnert. Wohl die markantesten und berühmtesten Stämme des Landes, denn hier tummelten sich schon mehr touristen als bei den letzten Dorfbesuchen, wo man fast denken konnte, wir sind hier allein. Außerdem sahen wir die eines Geisterwesens und der „Dust Shakers“. Auch die Hinter deren Aufführung steht eine Tradition zum Abschluss der Trauerzeit: Das symbolische Abschütteln der Asche durch verwitwete Frauen steht für den Übergang zurück ins gesellschaftliche Leben und die Möglichkeit eines Neubeginns. Auch die „Insect Hunters“ stellten uns ihre Tradition vor: Sie gehen nachts im Wald auf Insektenjagd und bewahren dabei überliefertes Wissen über die Natur und die Nutzung von Insekten als Nahrung. Äußerst skurril ist dabei das grillen von Insekten auf einem kleinem Lagerfeuer auf dem Kopf eines der Stammesmitglieder - sowas sieht man nicht alle Tage.

Auf einem Markt besorgte ich frisches Obst für die Fahrt. Nach mehreren Mittagessen aus der Lunchbox kam diese Abwechslung bei uns allen gut an.

Da unser Hotel in Goroka überbucht war, sind wir für die kommenden Tage in Moutn Hagen geblieben, eigentlich gar nicht schlecht! Wir sind in einer tollen Unterkunft geblieben und werden jeden Tag auf das Goroka Festival eingeflogen - ein regelrechtes Upgrade! Manchmal haben die "strapazen" auch was gutes.

13. Tag: Goroka Show per Charter–Flugzeug – ein Festival voller Farben, Musik und Kultur zum Anfassen!

Heute führte unser Weg nicht über die Straße, sondern per Charterflug nach Goroka. Vor dem Abflug wurden wir gewogen; dann mussten wir wegen Nebels noch etwas warten. Schließlich konnten wir starten. James holte uns nach der Landung ab und brachte uns zum Festivalgelände.

Die Goroka Show wurde erstmals 1957 von australischen Verwaltungsbeamten, den sogenannten „Kiaps“, organisiert. Damals stand das Gebiet noch unter australischer Verwaltung; erst am 16. September 1975 wurde Papua-Neuguinea unabhängig. Mit gemeinsamen Tänzen und Gesängen sollte das Fest die unterschiedlichen Gemeinschaften des östlichen Hochlands zusammenbringen. Daraus entwickelte sich eine der bekanntesten Kulturveranstaltungen des Landes. Ganz nach dem Motto des Landes, viele Kulturen, eine Nation oder auch "Einheit in der Vielfalt"!

Wir hatten einen eigenen Platz auf der Tribüne, konnten uns aber auch individuell zwischen den teilnehmenden Gruppen bewegen. Überall gab es etwas zu entdecken: kunstvollen Kopfschmuck, aufwendige Körperbemalung und Tänze, begleitet von rhythmischen Gesängen. Bei diesen „Sing-Sings“, gemeinschaftlichen Gesangs- und Tanzaufführungen, präsentieren die Gruppen ihre jeweiligen Traditionen. Gerade die unterschiedlichen Schmuckformen, Farben und Bewegungen machten die kulturelle Vielfalt sichtbar. Unbeschreiblich und eine regelrechte Reizüberflutung.

Nach dem Mittagessen flogen wir zurück nach Mount Hagen – mit vielen Bildern im Kopf und dem Eindruck eines Festes, das Menschen zusammenbringt und ihre kulturelle Identität sichtbar macht.

14. Tag: Goroka Show Teil 2 – Besuch bei den Vorbereitungen der Stämme!

Am zweiten Tag konnten wir mit unserem Charterflug früher starten. Bevor wir das Festivalgelände betraten, beobachteten wir auf dem Vorplatz und entlang der Straßen, wie sich die Gruppen auf ihre Auftritte vorbereiteten. Hier wurde Kopfschmuck zurechtgerückt, dort die Körperbemalung vervollständigt. Dazu erlebten wir weitere Sing-Sings, bei denen Tanz und Gesang zusammenkommen. Gerade diese Zeit vor der eigentlichen Show fand ich besonders spannend: Wir sahen nicht nur die fertigen Auftritte, sondern auch die Sorgfalt, mit der sie vorbereitet wurden.

Anschließend gingen wir noch einmal über das Gelände und entdeckten immer neue Details in der Kleidung, im Schmuck und in den Tänzen der verschiedenen Gruppen. Zwar übernachteten wir entgegen der ursprünglichen Planung nicht in Goroka, konnten die Show aber an beiden Tagen von Mount Hagen aus besuchen.

15. Tag: Flug von Goroka nach Port Moresby

Ein letztes Mal brachte uns ein Charterflug von Mount Hagen nach Goroka. Dort wechselten wir zum Terminal für unseren Weiterflug nach Port Moresby. Die Zeit bis zur Öffnung des Check-ins überbrückten wir im Flughafencafé, bevor wir mit leichter Verspätung in die Hauptstadt aufbrachen.

Am Abend kamen wir beim Buffet im Hotel wieder zusammen. Nach den ereignisreichen Tagen im Hochland mit ihren Begegnungen, Dorfbesuchen und farbenfrohen Sing-Sings war dies ein ruhiger Ausklang – und Gelegenheit, die vielen Eindrücke noch einmal Revue passieren zu lassen.

16. Tag: Sogeri Plateau und Variarata–Nationalpark – Fotostopp Hanuabada Stelzendorf

Zuerst besuchten wir eine Gedenkstätte zum Zweiten Weltkrieg, die uns an die Kämpfe in Papua-Neuguinea und die vielen Menschen erinnerte, die dabei ihr Leben verloren. Anschließend fuhren wir hinauf zum Sogeri-Plateau und weiter in den Varirata-Nationalpark.

Dort entschieden wir uns auf Wunsch der Gruppe spontan für eine leichte, etwa zwei Kilometer lange Wanderung mit einem lokalen Guide. Nach den vielen Eindrücken der vergangenen Tage genossen wir die Bewegung und die Zeit in der Natur. Anschließend schmeckten uns die Lunchboxen am Picknickplatz besonders gut.

Auf der Rückfahrt hielten wir an einem Aussichtspunkt mit Blick auf Hanuabada. Die auf Stelzen über dem Wasser errichteten Häuser prägen das Bild dieses Küstendorfes bei Port Moresby. Am Abend kamen wir zu unserem gemeinsamen Abschlussessen zusammen – Gelegenheit, Erinnerungen auszutauschen und die Reise in geselliger Runde ausklingen zu lassen.

17. Tag: Rückflug nach Hongkong

Nach dem Frühstück hieß es ein letztes Mal: Koffer schließen. Am Vormittag fuhren wir zum Flughafen von Port Moresby und traten unsere Rückreise über Hongkong nach Frankfurt an.

Unterwegs blieb Zeit, die vielen Eindrücke Revue passieren zu lassen: den ersten Abend in Hongkong, den Feuertanz auf Neubritannien, die Begegnungen in den Dörfern des Hochlands und die farbenfrohen Festtage in Goroka. Besonders die Gespräche mit unseren Gastgebern und die gemeinsam erlebten Momente werden mir in Erinnerung bleiben.

18. Tag: Wieder in Deutschland!

Damit endete eine Reise, die nicht immer genau nach Plan verlief. Manche Änderung verlangte Geduld und Flexibilität, eröffnete aber auch Raum für unerwartete Begegnungen. Was bleibt, sind die Erinnerungen an unsere Gastgeber, die Vielfalt Papua-Neuguineas und die gemeinsam erlebte Zeit.


Papua-Neuguinea hat uns mit seiner kulturellen Vielfalt, eindrucksvollen Landschaften und vor allem durch die Begegnungen mit seinen Menschen berührt. Nicht alles verlief wie geplant, und manches verlangte uns Geduld und Flexibilität ab. Umso mehr danke ich euch für eure Offenheit, euren Zusammenhalt und euren Humor. Es war mir eine Freude, dieses besondere Land gemeinsam mit euch zu entdecken. Ich wünsche euch, dass neben den vielen Bildern auch die persönlichen Begegnungen noch lange in Erinnerung bleiben.


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