Rundreise Dänemark, Südschweden und Insel Bornholm
Reisebericht: 24.07. – 31.07.2026
Vor uns lagen acht Tage voller nordischer Vielfalt: lebendige Städte, stille Küsten, weite Landschaften und Bornholm – klein an Größe, groß an Eindrücken.
Ein Reisebericht von
Christin Kuschka
1. Tag, 24.07.2026: Aufbruch in den Norden
Unsere Reise beginnt am Morgen in Dresden. Während wir Richtung Leipzig und weiter nach Rostock unterwegs sind, wächst unsere Reisegruppe mit jedem Zustieg ein Stück weiter zusammen. Nach und nach nehmen alle ihre Plätze ein, erste Gespräche entstehen und schließlich sind wir mit 22 Gästen komplett – bereit für die gemeinsame Reise in den Norden. In Rostock gehen wir an Bord der Fähre nach Gedser. Während der rund zweistündigen Überfahrt über die Ostsee genießen wir die frische Seeluft, lassen den Blick über das Wasser schweifen oder stärken uns an Bord. Langsam rückt Dänemark näher und mit ihm das Gefühl, dass unser Urlaub nun richtig beginnt. Nach der Ankunft setzen wir unsere Fahrt über die Inseln Falster und Seeland fort. Unterwegs legen wir einen Fotostopp an der eindrucksvollen Farø-Brücke ein. Von hier aus eröffnet sich ein weiter Blick über das Wasser und die dänische Inselwelt – ein schöner Moment, um die ersten Eindrücke des Nordens festzuhalten. Am Abend erreichen wir schließlich Kopenhagen. Im Comwell Copenhagen Portside beziehen wir unsere Zimmer und lassen den ersten Reisetag bei einem gemeinsamen Abendessen entspannt ausklingen. Mit vielen neuen Eindrücken und der Vorfreude auf die kommenden Tage endet unsere Anreise in die dänische Hauptstadt.
2. Tag, 25.07.2026: Königliches Kopenhagen und das Tor zu Schweden
Nach einem ausgiebigen Frühstück machen wir uns auf den Weg in das Herz von Kopenhagen. Schon während der Fahrt wird deutlich, warum diese Stadt immer wieder zu den lebenswertesten der Welt gezählt wird. Zwischen historischen Fassaden, moderner Architektur und unzähligen Fahrrädern herrscht eine entspannte Atmosphäre, die sofort ansteckend wirkt. Mit unserer Stadtführerin Barbara an unserer Seite tauchen wir in den nächsten Stunden tief in die dänische Hauptstadt ein. Zunächst begegnet uns die Kleine Meerjungfrau – viel kleiner, als man sie sich oft vorstellt, und doch umweht sie eine ganz besondere Stimmung. Ein kurzer Moment nur, aber einer, der sich einprägt. Von dort führt uns der Weg weiter zum Schloss Amalienborg, wo wir das Glück haben, die Wachablösung mitzuerleben. Es ist faszinierend zu beobachten, mit welcher Präzision und Ruhe die Soldaten ihren Dienst verrichten, während sich vor dem Schloss Menschen aus aller Welt versammeln. Ein stilles, fast feierliches Schauspiel mitten in der Stadt. Nach diesen klassischen Eindrücken Kopenhagens erwartet uns anschließend ein Perspektivwechsel der besonderen Art: CopenHill. Dass eine Müllverbrennungsanlage gleichzeitig Skipiste, Wanderweg und Aussichtspunkt sein kann, hätten wir wohl vorher kaum geglaubt. Von hier oben liegt uns Kopenhagen zu Füßen – mit seinen Türmen, Kanälen und dem glitzernden Wasser des Öresunds. Im Anschluss geht es hinunter in eines der wohl bekanntesten Viertel der Stadt: den Nyhavn. Und hier wird es bewusst etwas ruhiger. Wir haben Zeit für eigene Entdeckungen, für eine Mittagspause oder einfach dafür, das bunte Treiben auf uns wirken zu lassen. Die farbigen Häuser spiegeln sich im Wasser, Segelschiffe schaukeln sanft im Hafen, und aus den Straßencafés mischt sich Stimmengewirr mit dem Klirren von Gläsern. Einige nutzen die Gelegenheit für eine Kanalrundfahrt, andere bleiben einfach sitzen und genießen den Moment – genau diese freie Zeit macht den Nyhavn so besonders. Doch irgendwann heißt es weiterziehen. Am Nachmittag verlassen wir Kopenhagen und damit auch Dänemark auf eine ganz besondere Weise. Über die gewaltige Öresundbrücke fahren wir hinaus aufs Meer. Während rechts und links das Wasser vorbeizieht, verschwimmt die Grenze zwischen den Ländern fast unmerklich – und doch ist sie da. Plötzlich befinden wir uns in Schweden. In Malmö empfängt uns Petra, die uns ihre Stadt mit viel Herzblut näherbringt. Zwischen den historischen Plätzen der Altstadt und den modernen Gebäuden wird schnell deutlich, wie selbstverständlich hier Vergangenheit und Gegenwart zusammengehören. Malmö wirkt offen, lebendig und angenehm gelassen – ein schöner erster Eindruck von Schweden. Am Abend erreichen wir schließlich unser Hotel Scandic S:t Jörgen. Nach einem gemeinsamen Abendessen lassen wir die vielen Eindrücke des Tages noch einmal Revue passieren. Hinter uns liegt ein Tag, an dem wir gleich zwei Länder kennenlernen durften – und wir sind gespannt, welche Geschichten Südschweden in den kommenden Tagen noch für uns bereithält.
3. Tag, 26.06.2026: Klosterstille, Elchbegegnungen und königliche Mauern
Der Tag beginnt früh am Morgen in Malmö, bevor wir uns auf den Weg nach Lund machen. Schon von Weitem prägen die beiden mächtigen Türme des Doms die Silhouette der Stadt. Auch wenn uns der Blick ins Innere heute leider verwehrt bleibt, beeindruckt uns das romanische Bauwerk allein schon von außen. Seit fast 900 Jahren wacht der Dom über Lund und erzählt von einer Zeit, in der die Stadt das kirchliche Zentrum des gesamten Nordens war. Es ist faszinierend, sich vorzustellen, wie viele Generationen hier bereits ein- und ausgegangen sind. Wenig später wird es deutlich ruhiger. Eingebettet zwischen alten Bäumen und mit Blick auf den Ringsjön liegt das Bosjökloster – ein Ort, an dem die Zeit irgendwie langsamer zu vergehen scheint. Gemeinsam mit Julia erkunden wir das ehemalige Benediktinerinnenkloster, das bereits im 11. Jahrhundert gegründet wurde. Während wir durch die alten Gewölbe gehen, die kleine Kapelle entdecken und durch die liebevoll angelegten Gartenanlage schlendern, fällt es leicht, den Alltag für einen Moment hinter sich zu lassen. Die besondere Atmosphäre dieses geschichtsträchtigen Ortes begleitet uns noch, als wir das Klostergelände wieder verlassen. Nach so viel Geschichte wartet ein typisch schwedisches Erlebnis auf uns. Im Grönåsens Elchpark liegt schon der Duft vom Grill in der Luft. Jeder bereitet sich sein eigenes Elchwürstchen zu – eine Spezialität, die wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Gut gestärkt machen wir uns anschließend auf den Rundweg durch den Park. Mal verstecken sich die Tiere zwischen den Bäumen, mal stehen sie ganz entspannt am Zaun und beobachten neugierig ihre Besucher. Insgesamt begegnen wir zwölf ausgewachsenen Elchen und vier Jungtieren. Diese beeindruckenden Tiere einmal aus nächster Nähe zu erleben, ist für viele von uns einer der schönsten Momente des Tages. Am Nachmittag führt uns die Reise weiter entlang der schwedischen Ostseeküste nach Kalmar. Schon bei der Ankunft wird deutlich, welche Bedeutung diese Stadt einst hatte. Über Jahrhunderte galt sie als wichtiger Grenz- und Handelsort zwischen Dänemark und Schweden. Direkt am Wasser erhebt sich das mächtige Schloss Kalmar, das mit seinen Türmen und Bastionen beinahe märchenhaft wirkt. Der kräftige Wind bläst uns hier zwar ordentlich um die Nase, doch genau das verleiht diesem Ort eine ganz besondere Stimmung. Während unserer Führung tauchen wir in die bewegte Geschichte des Schlosses ein, das einst eine Schlüsselrolle für die Kalmarer Union spielte und bis heute zu den besterhaltenen Renaissanceschlössern Skandinaviens zählt. Am Abend beziehen wir schließlich unsere Zimmer im Calmar Stadshotell, das für die nächsten zwei Nächte unser Zuhause sein wird. Beim gemeinsamen Abendessen lassen wir die Erlebnisse des Tages noch einmal Revue passieren. Zwischen mittelalterlichen Klostermauern, mächtigen Elchen und einem Schloss voller Geschichte hätte dieser Tag abwechslungsreicher kaum sein können.
4. Tag, 27.07.2026: Ein Tag auf der Sonneninsel Öland
Nach einem gemütlichen Frühstück werden wir bereits vor unserem Hotel von Hilde erwartet, die uns heute ihre neue Heimat näherbringen möchte. Gemeinsam machen wir uns auf den Weg zur Öland-Brücke. Schon die rund sechs Kilometer lange Überfahrt ist ein Erlebnis für sich. Während rechts und links der Kalmarsund glitzert, rückt die zweitgrößte Insel Schwedens langsam näher. Schnell wird deutlich, dass Öland seinen ganz eigenen Charakter hat – weiter, ruhiger und ursprünglicher als das Festland. Unser erster Halt führt uns zum Gräberfeld von Gettlinge. Zwischen den steinernen Zeugnissen aus der Eisenzeit wird spürbar, wie lange Menschen diese Insel bereits besiedeln. Kaum vorstellbar, dass hier vor weit über tausend Jahren schon das Leben seinen Lauf nahm. Je weiter wir nach Süden fahren, desto karger wird die Landschaft. Nur wenig später stehen wir am südlichsten Punkt der Insel. Der gestreifte Leuchtturm Långe Jan ragt weithin sichtbar in den Himmel und trotzt seit über zwei Jahrhunderten Wind und Wetter. Hier scheint der Blick über die Ostsee fast endlos zu sein, begleitet von einer frischen Brise, die uns daran erinnert, wie nah wir dem Meer den ganzen Tag über sind. Nach einer kleinen Mittagspause erreichen wir schließlich das Stora Alvaret, eine der außergewöhnlichsten Naturlandschaften Europas. Auf den ersten Blick wirkt die weite Kalksteppe fast leer, doch gerade diese scheinbare Schlichtheit macht ihren besonderen Reiz aus. Zwischen den flachen Kalkfelsen wachsen seltene Pflanzen, die sich an diesen extremen Lebensraum angepasst haben. Kein Wunder, dass diese einzigartige Kulturlandschaft zum UNESCO-Welterbe gehört. Ein kurzer Stopp am Möckelmossen vermittelt uns einen Eindruck davon, wie eng auf Öland Natur und Vogelwelt miteinander verbunden sind. Ein ganz anderes Bild erwartet uns anschließend bei den Windmühlen von Lerkaka. Die historischen Mühlen gehören zu den bekanntesten Wahrzeichen Ölands und verleihen der Landschaft ihren unverwechselbaren Charakter. Während sie sich in einer langen Reihe entlang der alten Steinmauern aneinanderreihen, entsteht fast der Eindruck, als wäre die Zeit hier stehen geblieben. Zum Abschluss legen wir noch einen kurzen Stopp an der Ruine von Schloss Borgholm ein. Hoch über der Insel gelegen erzählt sie von Königen, Machtkämpfen und einem verheerenden Brand, der das einst prächtige Schloss zur Ruine werden ließ. Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – strahlt dieser Ort eine ganz besondere Atmosphäre aus. Am Nachmittag fahren wir zurück nach Kalmar. Bevor wir die Stadt erreichen, legen wir noch einen Fotostopp ein. Von hier bietet sich noch einmal ein wunderschöner Blick auf das imposante Schloss Kalmar, das sich malerisch am Wasser erhebt. Zurück am Hotel verabschieden wir uns herzlich von Hilde, die uns mit ihrer Begeisterung für Öland einen unvergesslichen Tag bereitet hat. Bis zum Abendessen bleibt noch etwas Zeit, durch die Gassen der Altstadt von Kalmar zu schlendern, kleine Geschäfte zu entdecken oder einfach die entspannte Atmosphäre der Stadt zu genießen. Beim gemeinsamen Abendessen lassen wir schließlich einen Tag ausklingen, der uns die landschaftliche Vielfalt und den besonderen Charme der Sonneninsel Öland auf eindrucksvolle Weise nähergebracht hat.
5. Tag, 28.07.2026: Von Schwedens Südküste zur Sonneninsel Bornholm
Heute heißt es Abschied nehmen von Kalmar. Doch bevor wir Kurs auf Bornholm nehmen, wartet noch eine unerwartete Entdeckung auf uns. Unser erster Halt ist Karlskrona – eine Stadt, die sich deutlich von vielen anderen schwedischen Städten unterscheidet. Ende des 17. Jahrhunderts wurde sie als neuer Marinestützpunkt gegründet und entstand nahezu vollständig auf mehreren Inseln. Bis heute ist Karlskrona die wichtigste Basis der schwedischen Marine und gehört mit ihrem einzigartigen barocken Stadtgrundriss zum UNESCO-Welterbe. Bei unserem Spaziergang begegnen wir zunächst Rosenbom, der berühmten hölzernen Bettlerfigur vor der Admiralitätskirche. Der Legende nach nimmt er bis heute Spenden für Bedürftige entgegen – allerdings nur, wenn man zuvor höflich den Hut anhebt. Wenige Schritte weiter stehen wir vor der markanten Admiralitätskirche, der größten Holzkirche Schwedens. Schließlich erreichen wir den weitläufigen Stortorget, einen der größten Plätze Skandinaviens, eingerahmt von beeindruckenden Kirchen und historischen Gebäuden. Es ist ein kurzer Besuch, der jedoch Lust macht, diese besondere Stadt einmal ausführlicher zu entdecken. Anschließend setzen wir unsere Reise durch die abwechslungsreiche Landschaft Südschwedens fort und erreichen am Nachmittag Ystad. Schon nach den ersten Schritten durch die schmalen Gassen verstehen wir, warum dieser Ort zu den schönsten Kleinstädten Schwedens zählt. Liebevoll erhaltene Fachwerkhäuser, blühende Stockrosen und verwinkelte Kopfsteinpflasterstraßen verleihen der Stadt eine ganz besondere Atmosphäre. Gemeinsam mit unserem Stadtführer Göran erkunden wir die Altstadt und wandeln dabei immer wieder auf den Spuren von Kommissar Kurt Wallander. An vielen Ecken fühlen wir uns an die bekannten Romane von Henning Mankell erinnert. Gleichzeitig entdecken wir aber auch das eigentliche Ystad – eine lebendige Kleinstadt mit langer Geschichte, in der mittelalterliches Flair und entspanntes Alltagsleben ganz selbstverständlich zusammengehören. Bevor wir uns wieder am Bus treffen, bleibt noch etwas Zeit, selbst durch die kleinen Gassen zu schlendern, in den Geschäften zu stöbern oder einen letzten Kaffee in Schweden zu genießen. Dann geht es weiter zum Hafen, wo bereits unsere Fähre auf uns wartet. Langsam verschwindet die schwedische Küste am Horizont, während wir über die Ostsee Kurs auf Bornholm nehmen. An Bord genießen wir gemeinsam unser Abendessen und lassen den Tag in aller Ruhe ausklingen. Als schließlich die Lichter von Rønne näherkommen, steigt die Vorfreude auf die nächsten Tage. Nach der Ankunft bringt uns der Bus zu unserem Hotel, das für die kommenden drei Nächte unser Zuhause sein wird. Müde, aber voller neuer Eindrücke, freuen wir uns darauf, morgen die dänische Sonneninsel Bornholm zu entdecken.
6. Tag, 29.07.2026: Bornholm von seiner schönsten Seite
Schon beim Blick aus dem Fenster ist klar: Heute meint es das Wetter besonders gut mit uns. Strahlender Sonnenschein begleitet uns, als wir gemeinsam zu einer Inselrundfahrt aufbrechen. Schnell wird deutlich, warum Bornholm als Sonneninsel Dänemarks bekannt ist. Hinter jeder Kurve zeigt sich ein neues Gesicht der Insel – mal rau und felsig, mal sanft und fast mediterran. Unser erster Halt führt uns zur Windmühle von Aarsdale. Die liebevoll erhaltene Holländerwindmühle erinnert an eine Zeit, in der das Leben auf Bornholm noch eng mit Landwirtschaft und Handwerk verbunden war. Wenig später erreichen wir Svaneke. Das kleine Hafenstädtchen zählt nicht ohne Grund zu den schönsten Orten Dänemarks. Zwischen den bunten Fachwerkhäusern, kleinen Galerien und gemütlichen Cafés lassen wir uns einfach treiben. Jeder nutzt die freie Zeit auf seine Weise – sei es bei einem Eis am Hafen, beim Stöbern in den kleinen Geschäften oder bei einem Spaziergang entlang der Uferpromenade. Svaneke strahlt eine Ruhe aus, die sofort entschleunigt. Anschließend besuchen wir die Rundkirche von Østerlars. Sie ist die größte und bekannteste der vier mittelalterlichen Rundkirchen Bornholms und diente einst nicht nur als Gotteshaus, sondern zugleich als Wehrkirche und Zufluchtsort für die Bevölkerung. Im Inneren erhebt sich die markante Mittelsäule, um die sich der Weg in die oberen Stockwerke windet – ein Bauwerk, das Geschichte und Funktion auf eindrucksvolle Weise miteinander verbindet. Je weiter wir in den Norden der Insel fahren, desto dramatischer verändert sich die Landschaft. Plötzlich prägen mächtige Granitfelsen, dichte Wälder und steile Klippen das Bild. Am Opalsee und am Hammersee legen wir einen Stopp ein und genießen die herrlichen Ausblicke. Kaum zu glauben, dass der Opalsee einst durch den Granitabbau entstanden ist und heute zu den schönsten Naturkulissen Bornholms gehört. Nur wenige Minuten später stehen wir vor der Ruine von Hammershus. Hoch über der Ostsee thront die größte Burgruine Nordeuropas und erzählt von einer Zeit, in der Bornholm hart umkämpft war. Während wir über die alten Mauern blicken, eröffnet sich ein weiter Blick über das Meer und die schroffe Küste – ein Ort, an dem Geschichte und Landschaft eine beeindruckende Einheit bilden. Nach so vielen Eindrücken wird es Zeit für eine kulinarische Spezialität der Insel. In einer traditionellen Heringsräucherei probieren wir den berühmten „Goldenen Bornholmer“. Der über Buchenholz geräucherte Hering gehört seit Generationen zu den bekanntesten Spezialitäten der Insel und schmeckt hier, direkt am Meer, besonders authentisch. Am Nachmittag erreichen wir schließlich Rønne, die größte Stadt Bornholms. Zwischen den schmalen Gassen, den kleinen Fachwerkhäusern und den Geschäften bleibt Zeit, die Inselhauptstadt ganz in unserem eigenen Tempo zu erkunden. Noch einmal genießen wir das entspannte Flair, bevor unsere Rundfahrt langsam ihrem Ende entgegengeht. Den Abschluss bildet der Dueodde Strand im Süden der Insel. Sein feiner, fast weißer Sand zählt zu den schönsten Europas und das Wasser leuchtet in den unterschiedlichsten Blautönen. Bei strahlendem Sonnenschein wirkt dieser Ort beinahe wie eine Küste im Süden Europas. Ein letzter Blick aufs Meer, ein tiefer Atemzug der salzigen Ostseeluft – schöner hätte dieser Tag kaum enden können. Zurück im Hotel lassen wir die vielen Eindrücke beim gemeinsamen Abendessen noch einmal Revue passieren. Bornholm hat uns heute seine ganze Vielfalt gezeigt – und genau das macht diese kleine Insel so besonders.
7. Tag, 30.07.2026: Ein Ausflug ans Ende Dänemarks
Unser letzter voller Reisetag auf Bornholm beginnt ganz entspannt. Während einige von uns die Ruhe des Hotels genießen, machen wir uns mit der Mehrheit der Gruppe auf den Weg zu einem ganz besonderen Ziel – den Erbseninseln. Schon die Überfahrt mit der Fähre ist ein Erlebnis. Bornholm verschwindet langsam hinter uns, während am Horizont die kleinen Felseninseln Christiansø und Frederiksø auftauchen – Dänemarks östlichster Punkt, nur wenige Kilometer vor der schwedischen Küste. Kaum angekommen, fühlt es sich an, als hätten wir eine andere Zeit betreten. Autos gibt es hier nicht, stattdessen bestimmen schmale Wege, alte Natursteinhäuser und der kleine Hafen das Bild. Alles wirkt ruhig und entschleunigt. Bei unserem individuellen Rundgang entdecken wir die mächtigen Festungsanlagen, die Ende des 17. Jahrhunderts zum Schutz des dänischen Königreichs errichtet wurden. Die dicken Granitmauern, Kanonen und historischen Türme erzählen von einer bewegten Vergangenheit, während heute Möwenrufe und das Rauschen des Meeres die einzige Geräuschkulisse bilden. Gerade diese Einfachheit macht den besonderen Reiz der Inseln aus. Nach unserem Aufenthalt bringt uns die Fähre zurück nach Gudhjem. Der kleine Hafenort schmiegt sich malerisch an den Hang und gehört mit seinen roten Dächern, den schmalen Gassen und den bunten Fischerhäusern zu den schönsten Orten Bornholms. Bevor wir die Rückfahrt zum Hotel antreten, bleibt noch etwas Zeit, durch den Ort zu schlendern, in den kleinen Geschäften zu stöbern oder einfach den Blick über den Hafen und die Ostsee schweifen zu lassen. Es sind diese ruhigen Momente, die oft besonders lange in Erinnerung bleiben. Zurück im Hotel kommen wir am Abend ein letztes Mal in dieser Runde zusammen. Beim gemeinsamen Abendessen lassen wir die vielen Eindrücke der vergangenen Tage noch einmal Revue passieren. Aus anfänglich fremden Gesichtern ist längst eine vertraute Reisegemeinschaft geworden. Mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck genießen wir unseren letzten Abend auf Bornholm – wohl wissend, dass morgen der Heimweg auf uns wartet.
8. Tag, 31.07.2026: Heimreise mit vielen Erinnerungen
Heute heißt es Abschied nehmen. Am frühen Morgen machen wir uns auf den Weg zum Hafen von Rønne, wo bereits die Fähre nach Sassnitz auf uns wartet. Langsam gleitet Bornholm an uns vorbei und verschwindet Stück für Stück am Horizont. Während die Insel kleiner wird, denken wir unweigerlich an die vielen Eindrücke zurück, die uns in den vergangenen Tagen begleitet haben. Was als gemeinsame Anreise nach Kopenhagen begann, entwickelte sich zu einer abwechslungsreichen Entdeckungsreise durch Dänemark, Südschweden und schließlich nach Bornholm. Wir sind durch die Gassen Kopenhagens gebummelt, haben die Wachablösung vor Schloss Amalienborg erlebt und die Öresundbrücke nach Schweden überquert. Wir haben mittelalterliche Klöster besucht, Elchen ganz nah gegenübergestanden, die Sonneninsel Öland erkundet und auf den Spuren von Kurt Wallander die Altstadt von Ystad entdeckt. Den krönenden Abschluss bildeten schließlich die abwechslungsreichen Tage auf Bornholm mit seiner beeindruckenden Natur, den kleinen Hafenorten und der entspannten Atmosphäre. Während der Überfahrt nach Sassnitz bleibt genügend Zeit, all diese Erlebnisse noch einmal Revue passieren zu lassen. In Sassnitz angekommen treten wir mit unserem Bus, die Heimreise an. Je näher wir unserem Zuhause kommen, desto mehr wird uns bewusst, wie viele gemeinsame Erinnerungen in dieser einen Woche entstanden sind. Mit vielen schönen Eindrücken, zahlreichen Fotos und vielleicht auch ein wenig Fernweh endet unsere Reise durch den Norden. Was bleibt, sind die Erinnerungen an beeindruckende Landschaften, spannende Geschichten und eine Reisegemeinschaft, die in den vergangenen Tagen zusammengewachsen ist. Genau diese Momente sind es, die das Reisen so besonders machen.
Europa
Asien
Orient
Nordamerika
Südamerika
Afrika
Ozeanien