Norwegen – Land der Trolle
Reisebericht: 07.07. – 15.07.2013
Auf dieser Reise erleben Sie die abwechslungsreichen Landschaften Norwegens: gewaltige Gebirgsketten, wildschäumende Wasserfälle, beeindruckende Fjorde, schwarze Felsen und von Schären durchbrochene B
Ein Reisebericht von
1.Tag
Unsere Reise begann gegen 06:00 Uhr mit dem Zustieg der ersten Gäste am Dresdner Flughafen. Bereits zu so früher Stunde begleitete uns die Morgensonne über Döbeln und Grimma nach Leipzig zum nächsten sächsischen Flughafen, hier war dann mit den letzten Zustiegen unsere Gruppe komplett. Unser Ziel an diesem Tag war Kiel, der Abfahrtsort unserer Fähre MS Germanica der schwedischen Reederei Stena Line nach Göteborg. Wir sind zeitig in Kiel angekommen, einige Gäste nutzten die Zeit für einen kurzen Abstecher ins nahe gelegene Zentrum der Stadt, andere zog es gleich an Bord der Fähre, um sich ausgiebig mit dem Schiff vertraut zu machen. Unsere Reise lag terminlich in der Hauptsaison, folglich war die Fähre nahezu ausgebucht. Das Abendessen war - wie immer - schon das erste Highlight auf einer Überfahrt nach Skandinavien. Die Fahrt verlief bei ruhiger See durch den kleinen und großen Belt und dem Kattegat.
2. Tag
Am Morgen nach einer wunderschönen Fahrt durch das westschwedische Schärenmeer legten wir in Schwedens zweitgrößter Stadt, Göteborg, ausgeruht und gestärkt durch ein schmackhaftes und reichhaltiges Bordfrühstück, an. Gut gelaunt und wieder mit Sonnenschein ging unsere Tour weiter Richtung norwegische Grenze, die Mittagspause nutzten wir zur Besichtigung einer s. g. Schiffssetzung, ein in Form eines Schiffes gesetzter Grabhügel. Diese Gräberfelder kommen häufig in Südschweden vor. Aber unser Ziel an diesem Tag war die norwegische Hauptstadt Oslo und hier wartete auch schon unsere Stadtführerin Kirsten auf uns. Mit ihr besuchten wir die Sehenswürdigkeiten der Stadt - das berühmte Rathaus, in welchem jedes Jahr der Friedensnobelpreis verliehen wird, den Skulpturenpark von Gustav Vigeland und das traditionsreiche Wintersportzentrum am Holmenkollen. Unvergessen bleibt auch imposante Blick vom Holmenkollen auf den Oslofjord. Während der dreistündigen Stadtrundfahrt haben wir nicht nur viel Wissenswertes über die Stadt, sondern auch über das Land erfahren.
Am Abend fuhren wir zur Übernachtung nach Oslo-Gardmoen.
3. Tag
Wir verlassen am Morgen Norwegens Hauptstadt und unser heutiger Übernachtungsstandort ist Dombas im Dovrefjell. Aber bis Dombas, dem nördlichsten Punkt auf unserer Reise, sind es noch einige Kilometer zu fahren. So erreichten wir gegen Mittag Lillehammer, dem Olympiaort der Winterspiele 1994. Einige Gäste fuhren mit dem Sessellift bis nach oben zur Skisprungschanze, um den Blick über die Stadt und dem größten See Norwegens, dem Mjössa, zu genießen. Nach einem kurzen Stadtbummel ging die Fahrt weiter, durch das sagenumwobene Gudbrandsdalen, in welchem Henrik Ibsen die Handlung seines Romans „Peer Gynt" spielen ließ. Musik aus diesem Werk umrahmte diesen Streckenabschnitt, bis wir in Ringebu angekommen sind. In diesem kleinen Ort steht eine von 28 erhaltenen Stabkirchen in Norwegen. Und zu einer Reise nach Südnorwegen gehört natürlich auch die Besichtigung einer dieser alten Holzkirchen. Wir hatten Glück, ein junger Mann erklärte uns in deutscher Sprache die Historie dieser Kirche.
Am späten Nachmittag erreichten wir Dombas, einem Wintersportort im südlichen Mittelnorwegen. Schon bei Ankunft in der Stadt wurden wir auf das Wahrzeichen der Gegend aufmerksam, dem Moschusochsen. Die Region Dovrefjell ist bekannt, dass hier diese zotteligen Wildtiere beheimatet sind.
4. Tag
Nach dem Frühstück stiegen wir wieder bei Sonnenschein in unseren Reisebus. Beginnend mit der Fahrt durch das wildromantische Tal des Flüsschens Rauma und mit einem Stopp an Wasserfall und Trollwand, bogen wir kurz vor Andalsnes von der Hauptstraße ab in eine der berühmtesten Straßen Norwegens, den „Trollstiegen". Auf diese Serpentinenstraße waren wir natürlich alle gespannt. Aber unser routinierter Busfahrer Reiner meisterte diese Bergstraße mit Bravour, natürlich auch mit Fotostopps. An der Aussichtsplattform angekommen, legten wir unsere Mittagspause ein, um uns dann wieder auf „Achse" zu begeben. Denn dieser Tag hielt noch weitere Naturschönheiten für uns bereit. Zunächst eine kurze Fjordüberfahrt von Linge nach Eidsdal und wir erreichten über eine weitere Serpentinenstraße, der Adlerstraße, den weltberühmten Ort Geiranger nebst gleichnamigem Fjord. Schon von weitem konnten wir zwei Kreuzfahrtschiffe erkennen, die im Fjord vor Anker lagen. Ausnahmsweise checkten wir nicht sofort im Hotel ein, sondern fuhren wieder von Höhe Meeresspiegel in Geiranger weiter zum berühmten Aussichtspunkt Dalsnibba. Binnen ca. einer Stunde Fahrtzeit gelangten wir mit unserem Bus auf eine Höhe von 1500 m über den Meeresspiegel und hatten einen sagenhaften Blick auf Geiranger und den Fjord. Mit diesen Eindrücken und vielen Fotos im Gepäck fuhren wir wieder talabwärts nach Geiranger ins Hotel.
5. Tag
Nach dem wunderschönen Aufenthalt im Hotel Union in Geiranger ging unsere Tour weiter südwärts Richtung Sognefjord, dem längsten Fjord Norwegens. Geiranger verließen wir aber nicht mit dem Bus, sondern der Fähre Richtung Hellesylt. Über das Bordmikrofon wurden wir in deutscher Sprache mit den Berühmtheiten und Fjordschönheiten bekannt gemacht, d. h. mit den Wasserfällen, welche aus teilweise über 1000-Meter-Höhe in den Fjord gelangen.
Von Hellesylt aus verlief unsere Fahrt wieder durch wunderschöne Natur zunächst nach Olden, hier verließen wir wieder die Hauptstraße und fuhren eine kleine Nebenstraße Richtung Briksdal. Und dieser Name steht für einen der größten und bekanntesten Gletschergebiete Europas. Die Sonne hat uns immer noch nicht verlassen, und so bot sich ein etwa 40-minütiger Fußmarsch vom Busparkplatz direkt zum Fuß des Gletschers an. Am Wegesrand wurde aber auch immer wieder über den Rückzug des Gletschers in den vergangenen Jahren informiert. Nach zweieinhalbstündigem Aufenthalt inklusive Wanderung fuhren wir wieder zurück nach Olden in Richtung Sogndal. Aber da man nicht auf einem Bein stehen kann, hielten wir noch einmal an einem anderen Gletscher, am Boyabreen, zu einem weiteren Fotostopp.
Etwas später als geplant erreichen wir den Sognefjord und unser Hotel in Sogndal, einem Ort idyllisch gelegen direkt am Wasser.
6. Tag
Den heutigen Tag verbrachten wir ausnahmsweise überwiegend nicht in unserem Reisebus, sondern andere Verkehrsmittel standen im Mittelpunkt. Zuerst am frühen Morgen eine Fährüberfahrt auf dem Sognefjord, von hier aus bog das Schiff ab in den Aurlandsfjord und schließlich in den Naeroyfjord, der wie der Geirangerfjord vor einigen Jahren in die Liste der Unesco-Natur-Erbe eingetragen wurde. In Gudvangen am Ende des Naeroyfjordes stiegen wir wieder für kurze Zeit in den Bus und erreichten gegen Mittag Flam. Und in Flam verließen wir wieder den Bus zum Umsteigen in die weltberühmte Flambahn nach Myrdal. Die Bahnstrecke ist 20,2 km lang und überwindet dabei einen Höhenunterschied vom 864 m.
Unmittelbar nach Ankunft in Myrdal wartete schon die nächste berühmte Eisenbahnlinie auf uns, die Fahrt mit der Bergenbahn. Den Namen bekam sie, da diese Zugverbindung Oslo mit der zweitgrößten Stadt des Landes verbindet, Bergen. In Voss wartete unserer Fahrer Reiner auf uns und wir stiegen wieder in den Bus zur Weiterfahrt nach Bergen. Nach dem Abendessen im Best Western Hotel unternahmen wir noch einen Stadtspaziergang zum Fischmarkt und zur Fahrt mit einer Standseilbahn auf den Hausberg der Bergener, dem Floyen. Von der Aussichtsplattform des Berges hat man einen grandiosen Blick auf die Stadt, dem Hafengebiet, den Fjorden und den Bergen.
7. Tag
Ein Abend in Bergen ist aber nicht ausreichend, um die Stadt kennen zu lernen. Am nächsten Morgen trafen wir uns am Hotel mit unserer Stadtführerin Angela zur Stadtrundfahrt. Und wie es kommen musste, so kam es auch: Die Stadt Bergen mit dem Image „Regenreichste Stadt Europas" behaftet, zeigte sich in nass, kühl und nebelig. Aber wir ließen uns unsere gute Laune durch das Regenwetter nicht vertreiben, das lag auch in besonderem Maße an den hervorragenden Ausführungen unserer Stadtführerin. Sie informierte uns auf kurzweilige Art und Weise über Land und Leute und lief mit uns natürlich zur bekanntesten Sehenswürdigkeit, dem Hanseviertel „Bryggen".
Gegen Mittag verließen wir noch bei Regenwetter die Stadt, aber im Verlauf des Nachmittages wurde das Wetter wieder schöner. Das Ziel am heutigen Tag war die „Hauptstadt des norwegischen Erdöls" Stavanger im Südwesten des Landes. Zwei kleine Fjordüberfahrten rundeten die Fahrt gen Süden ab. Gegen 17:00 Uhr erreichten wir die Stadt, welche einerseits supermoderne Bauwerke infolge des Erdölbooms aufweist, aber auch eine wunderschöne Altstadt. Wir parkten direkt vor dem Erdölmuseum, einige Besucher besuchten dies. Andere zogen es vor, sich die Altstadt nebst Dom anzuschauen. Unweit des Stadtzentrums lag unser Hotel, das Rica Forum, ein in runder Bauweise errichtetes Hochhaus-Gebäude. Besonderheit hier: Die Mahlzeiten fanden in der 21.Etage statt, folglich konnten wir einen Superblick auf die Stadt während des Essens genießen.
8. Tag
Die Reise neigt sich allmählich dem Ende zu, denn heute stand bereits die Abendfähre von Kristiansand nach Hirtshals in Dänemark auf dem Programm. Aber auch dieser letzte Tag in Norwegen hielt noch ein besonderes Highlight für uns bereit. Da wir noch Zeit hatten, entschlossen wir uns, die Hauptstraße von Stavanger nach Kristiansand zu verlassen, um den südlichsten Punkt des Landes, das Kap Lindesnes am Skagerrak, zu besuchen. Und da das Wetter wieder nur Sonnenschein für uns im Angebot hatte, war dieser Abstecher ein Glücksfall.
Gegen 16:30 Uhr legte die SuperSpeedFähre zur dreieinhalbstündigen Überfahrt nach Dänemark ab. Und wieder lachte die Sonne mit uns, quasi als Abschiedsgeschenk der Norweger an unsere Gruppe. Am späten Abend erreichten wir in Aalborg das Parkhotel und ließen uns das Abendessen im Hotel schmecken.
9. Tag
Nach dem Frühstück hieß es zum letzten Mal Abfahrt, diesmal Richtung Heimat. Über Dänemarks flaches Land passierten wir die Festlandsgrenze nach Deutschlands. Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Sachsen haben wir wieder nur von der Autobahn bzw. den dazugehörigen Raststätten kennen gelernt. Wieder am Leipziger Flughafen angekommen, verließen uns schon die ersten Gäste. In Grimma und am Dresdner Flugahfen verabschiedeten wir uns dann von den anderen.
Mit vielen wunderschönen Eindrücken, Informationen über Land und Leute fuhren unsere Gäste in Ihre Heimatorte.
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