Stockholm: Eine kleine Gruppe auf einer großartigen Tour
Reisebericht: 06.08. – 11.08.2026
Unterwegs in Stockholm – klein und fein, touristisch und kulinarisch, in Geschichte und Gegenwart, zu Wasser und zu Land, und alles bei Kaiserwetter!
Ein Reisebericht von
Dr. Inge Bily
1. Tag: Donnerstag, 06.08.2026: Flüge nach Stockholm
Heute starten wir zu unserer herrlichen Stockholm-Tour, reisen mit dem Flieger aus mehreren Richtungen an. Auf dem Flughafen Stockholm-Arlanda werden wir von den Fahrern der bestellten Transfer-Taxen schon mit einem Eberhardt-Schild in Empfang genommen. Sie bringen uns ins schöne 4-Sterne Elite Hotel Marina Tower direkt am Wasser, sogar mit eigenem Bootsanleger der Linie 80 vor der Tür. Was will man mehr?! Wir finden es richtig toll!
Ein kurzes Treffen, um einige organisatorische Dinge zu besprechen, dann unternahmen wir die erste Fahrt mit dem Boot Nr. 80, das uns zum Restaurant Finnboda hamn brachte, in dem wir uns fürs gemeinsame Abendessen Plätze reserviert hatten.
Nun sind wir richtig angekommen in Stockholm, freuen uns, dass alle da sind, essen, plaudern, spazieren dann am Ufer entlang zu unserem nahen Hotel. Ein schöner erster Tag ist das, finden wir übereinstimmend und freuen uns schon auf das morgige Programm. Und das Wetter ist auch genau richtig für unsere Unternehmungen: Sonne, aber keine drückende Hitze wie noch vor der Abreise zu Hause. Das kann gern alles so bleiben, auch in den nächsten Tagen.
In Stockholm waren die meisten von uns noch nicht, waren dafür umso mehr gespannt auf die kommenden Tage mit einem so schönen Programm und dabei trotzdem Freiräumen für eigene Pläne. Und mit dem Bootsanleger vor der Tür und den grünen Travelcards, die für alle Stockholmer Verkehrsmittel gelten, in der Tasche, kann uns so schnell nichts passieren. Da sind wir bestens gewappnet.
2. Tag: Freitag, 07.08.2026: durch Stockholm mit Renata: touristisch und kulinarisch
Gut ausgeruht und nach einem prima Frühstück im Hotel waren wir bereit für diesen ersten Erkundungstag in der Hauptstadt Schwedens. Unsere Stockholmer Reiseleiterin Renata war pünktlich zur Stelle, zusammen mit Eddy, unserem sympathischen Busfahrer. So ging es durch Stockholm, durch alte und neuere Viertel, immer wieder über Brücken, auch unter ihnen hindurch, und vorbei an schönen Parks. Renata erklärte uns die Geschichte Stockholms und Schwedens, hielt mit uns an vielen sehenswerten Punkten der Stadt. Wir machten Fotos, wurden auch nicht müde, Renata zu fragen. Im Stadshuset (Rathaus) lernten wir beim Rundgang durch das Gebäude viel über die neuere schwedische Geschichte. Wir bewunderten die Architektur und die Ausstattung der prächtigen Säle. Natürlich ging es dabei auch um die aktuelle Politik. Und nicht zu vergessen: Die großen Feierlichkeiten zur Nobel-Preis-Verleihung, die hier jedes Jahr stattfinden. Ein Foto auf der Treppe musste einfach sein, auch von uns!
Den nächsten Stopp machten wir am Konzerthaus, wo jedes Jahr die Nobelpreise verliehen werden. Und Renata machte uns auf dem Platz vor dem Konzerthaus alle gleich zu Nobelpreisträgern, mit Medaille aus Schokolade und Handschlag! Da staunten wir nicht schlecht und nahmen die Ehrung sehr gern an! Das wurde natürlich alles im Bild festgehalten.
Nun sollte sich langsam der kulinarische Teil der Stadtführung nähern. Darauf waren wir erst recht gespannt! Los ging es im Café Vette Katten. Die vorzüglichen Torten und überhaupt das Ambiente hier werden wir bestimmt nicht vergessen. Frisch gestärkt nahmen wir nun mit Renata die Stockholmer Altstadt ins Visier. Wir sahen das Schloss, den Marktplatz, das ehemalige deutsche Viertel, gingen hinein in die deutsche St. Gertrud Kirche und erfuhren erneut eine Menge über die Geschichte Stockholms, auch über die deutschen Bewohner und den Grund ihres Hierseins.
Mit der U-Bahn fuhren wir nun zur wohl bekanntesten Markthalle Stockholms, zur Saluhalle auf Östermalm. Sie wurde bereits 1888 eröffnet und erstrahlt nach umfangreicher Sanierung nun in neuem Glanz. Hier findet man Leckerbissen ohne Ende! Sie reichen von herzhaft bis süß, von Fisch bis Wurst und Schinken bis hin zum Käse, von unterschiedlichem Brot bis zu feinem Backwerk und erlesenen Süßigkeiten, auch von einfachem bis hochprozentigem Wasser. Für uns waren in einer Abteilung der Markthalle schon Plätze reserviert, was hier gar nicht so einfach ist. Man muss es lange vorbestellen. Also lernten wir unterschiedlich zubereitete Sorten Fisch und diverse Pasteten kennen und dazu noch eine ganz besondere Speise, nämlich „Jansons Versuchung“. Das können wir gut auch mal zu Hause machen, denn es ist wirklich nicht schwer und schmeckt vorzüglich. Im Internet finden sich mehrere Rezepte. Und bei alledem übte Renata noch ein bekanntes schwedischen Trinklied mit uns ein. Mehr als satt und zufrieden verabschiedeten wir uns von unserer prima Stadtführerin Renata.
Nun wollten wir noch die hoch gepriesenen U-Bahn-Stationen Stockholms sehen, zumindest einen Teil von ihnen. Schnell war ein Plan entworfen, wir fuhren los und waren restlos begeistert, kamen mit dem Fotografieren gar nicht nach!
Nach dieser schönen Zusatztour stand uns der Sinn dann doch nach einer Pause. Wir steuerten unser Hotel an und fanden auf den Freisitzen schöne Plätze fürs Abendessen.
Morgen wartet am Vormittag eine Bootstour durch Stockholm auf uns. Am Nachmittag gehen wir dann ins berühmte Freilichtmuseum Skansen.
3. Tag: Sonnabend, 08.08.2026: Fahrt mit dem Ausflugsboot „Unter den Brücken von Stockholm“ und danach ein Besuch im Freilichtmuseum Skansen
Mit unserem Boot Nr. 80 sind wir inzwischen gut vertraut. Es brachte uns zum Nybroplan, einem zentralen Platz zwischen den beiden Stadtteilen Norrmalm und Östermalm. Nybroplan ist außerdem ein wichtiger Verkehrsknoten, der auch leicht den Anschluss an die Linie 7 der Straßenbahn ermöglicht. Die werden wir später noch brauchen. Vom Nybroplan gehen wir nun durch die Stallgatan zum Bootsanleger Strömkajen. Von hier aus startet um 10 Uhr unsere Bootsfahrt „Unter den Brücken von Stockholm“. Unterwegs gab es jede Menge Informationen: Fünfzehn Brücken und zwei Schleusen passierten wir, erfuhren eine Menge Wissenswertes. Eine entsprechende Übersichtskarte konnte man sich nehmen. So waren wir mehr als zwei Stunden unterwegs, fuhren vom Mälarsee hinaus auf die Ostsee und bekamen einen guten Eindruck von Stockholm vom Wasser aus.
Nun stand das berühmte Freilichtmuseum „Skansen“ auf unserem Programm.
Die Straßenbahn der Linie 7, und sogar eine historische Straßenbahn, brachte uns vom Nybroplan nach wenigen Stationen direkt zum Haupteingang des „Skansen“. Dies ist das älteste Freilichtmuseum der Welt. Es wurde auf Initiative von Artur Hazelius angelegt. Ziel war und ist es bis heute, die schwedische Kultur, die historische Bauweise und Geschichte, die Volkskunde im weitesten Sinne, auch die heimische Flora und Fauna anschaulich zu vermitteln.
Man sieht im Freilichtmuseum „Skansen“ unterschiedliche Gebäude aus verschiedenen Zeiten. Gerade am Wochenende kann man Auftritte von Musik- und Tanzgruppen in regionaler Tracht miterleben. In dem weitläufigen Gelände gibt es einen kleinen Zoo mit heimischen Tieren, ein Aquarium, zahlreiche schön gestaltete Spielplätze und natürlich reichlich Möglichkeiten, um sich zu stärken und zu erholen. Dies war ein herrlicher Nachmittag, bei Sommerwetter und mit gut gelaunten Menschen. Einige von uns hatten noch eigene Pläne, z.B. einen Museumsbesuch. Auch das bringen wir im Programm des heutigen Tages gut unter.
Morgen haben wir wieder ein interessantes Programm: Wir besuchen das Vasamuseum und fahren dann durch die Schären nach Vaxholm. Na, da sind wir wirklich gespannt. Erstmal gönnen wir uns aber ein Abendessen im Restaurant unseres Hotels. Bei diesem herrlichen Wetter sitzen wir natürlich draußen, ganz nahe zum Wasser.
4. Tag: Sonntag, 09.08.2026: Besuch im Vasamuseum und Fahrt durch die Schärenlandschaft nach Vaxholm
Heute wartet eine Sensation auf uns: das Vasamuseum auf der Insel Djurgarden. Mit dem Boot Nr. 80 und einem kleinen Spaziergang waren wir schnell am Ziel. In der Nähe des Vasamuseums sind eine Reihe weiterer Museen, so u.a. auch das Vikinger- und das ABBA-Museum.
Am Vasamuseum war um diese frühe Zeit noch keine Besucherschlange. So kamen wir gleich hinein, orientierten uns, sahen zunächst den Film zum Vasa-Schiff und gingen dann auf eine individuelle Besichtigungstour rund um das große Schiff. Natürlich gibt es hier jede Menge Führungen in verschiedenen Sprachen, auch über eine App kann man sich durchs Museum leiten lassen.
Das Vasa-Schiff wurde von König Gustav II. Adolf, der im 30-jährigen Krieg in der Schlacht bei Lützen (bei Leipzig) fiel, und für den es dort auch eine sehenswerte Gedenkstätte gibt, in Auftrag gegeben. Allerdings ist das Schiff am 10. August 1628 auf seiner Jungfernfahrt im Stockholmer Hafen gesunken. Grund war der zu weit oben liegende Schwerpunkt des Schiffes. Erst 333 Jahre später konnte es geborgen werden. Dies alles und noch viel mehr erklärte uns der Film anschaulich. Dieser Film zeigt aber nicht nur den Bau und den dramatischen Untergang des Schiffes, sondern auch seine sehr aufwändige und noch immer andauernde Restaurierung. Was wir im Museum vor uns sahen, besteht zu 98% aus Originalteilen! Kaum zu glauben! Zahlreiche kleine Ausstellungen in Seitennischen des Museums stellen spezielle Themen vor, so z.B. die Buchführung, die Herstellung von Kerzen, das alltägliche Leben zu dieser Zeit in Stockholm, den Handel und noch vieles mehr. Es war genügend Zeit, dies alles ausführlich zu erkunden.
Vom Vasa-Museum fuhren wir dann mit der Straßenbahn Nr. 7 zum Bootsanleger, wo uns ein Schiff nach Vaxholm bringen sollte. Wir wollten unbedingt durch die herrliche Schärenlandschaft fahren, noch dazu bei diesem Wetter! In Vaxholm gingen wir zunächst zum örtlichen Informationszentrum im kleinen Rathaus der Stadt, dann zum Nordhafen, um vom einzigartigen Angebot an wunderbaren Torten und Kuchen, die man dort am Wasser im Café Hembygdsgard genießen kann, einen Eindruck zu bekommen. Dann war bis zur Rückfahrt genügend Zeit für Spaziergänge durch Seitenstraßen mit hübschen Häuschen. Wi rmachen jede Menge Fotos. Auch die Festung kann man wieder besichtigen. Das heben wir uns fürs nächste Mal auf.
Zufrieden mit diesem herrlichen Tag fuhren wir zurück. Morgen fahren wir wieder mit dem Schiff, dann nach Drottningholm.
5. Tag: Montag, 10.08.2026: Schloss und Theater Drottningholm und Abendessen bei „Ulla Winbladh“
Heute stand der Besuch von Drottningholm auf unserem Programm. Darauf sind wir schon sehr gespannt, denn schließlich ist das auch der Wohnsitz der schwedischen Königsfamilie. Naja, mit einer Audienz bei König Silvia wird es nicht klappen!
Am Morgen waren wir überpünktlich am Schiffsanleger Klara Mälarstrand. Und nach einer guten Stunde Fahrt durch die herrlichen Schären vor Stockholm kamen wir dann in Drottningholm an, gingen gleich zu unserer gebuchten Führung zum wirklich sehenswerten alten Theater, in dem im Sommer noch immer Theaterstücke und Opern aufgeführt werden. Das Programm lag bereit.
Dann hatten wir zusammen noch eine Eintrittskarte zur Besichtigung des Schlosses Drottningholm, jedenfalls der Räume, die für Besucher zugänglich sind. Anschließend konnten alle den schönen Parkt durchstreifen, auch bis zum Chinesischen Lustschlösschen gehen, das König Adolf Frederik seiner Königin Lovisa Ulrika zum Geburtstag geschenkt hatte. Und eine kleine Stärkung im Café war natürlich zwischendurch auch nötig. Dass eine Fika-Pause hier in Schweden ganz wichtig ist, hatten wir ja schon von Renata gelernt.
Zurück von dieser schönen Tour nach Drottningholm, hatten wir dann sogar noch etwas Zeit für einen kleinen Spaziergang durch die Innenstadt von Stockholm.
Zum Abendessen trafen wir uns alle im Restaurant „Ulla Winbladh“ auf der Insel Djurgarden. Wir genossen dieses schmackhafte Essen ganz besonders, sprachen über die vergangenen gemeinsamen Tage unserer schönen Stockholm-Reise, machten Pläne für die Zukunft. Nach einem kurzen Spaziergang zurück waren wir schon am Schiffsanleger. Unser Schiff Nr. 80 ließ nicht lange auf sich warten und brachte uns, wie schon gewohnt, sicher zu unserem Hotel Elite Marina Tower zurück. Morgen trennen sich unsere Wege leider, aber wir bleiben in Verbindung. Es waren unvergessliche Tage, die wir hier zusammen erlebt haben! Nun kam der Abschied.
6. Tag: Dienstag, 11.08.2026: Heimflug
Ein Großteil von uns konnte auch diesen Abreisetag noch für kleinere Unternehmungen, z.B. für einen Museumsbesuch oder einen Abschiedsspaziergang, nutzen, denn zwei Flieger gingen erst am Nachmittag.
Wir haben zusammen viele neue Eindrücke im sommerlichen Stockholm und in seiner herrlichen Umgebung gesammelt. Dabei ist die wunderbare Zeit leider viel zu schnell vergangen. Stockholm hat uns einfach in seinen Bann gezogen. Wir kommen ganz bestimmt einfach mal wieder. In 6 Tagen kann man ohnehin nicht alles erkunden, aber eben einen guten Anfang machen!
Liebe Sunshine-Gruppe, es war mir ein großes Vergnügen, mit Euch unterwegs zu sein. Ich wünsche Euch alles, alles Gute, Gesundheit an erster Stelle und dazu Energie für viele schöne Reisen und Unternehmungen.
Ein herzliches Dankeschön für ein gutes Miteinander, für Pünktlichkeit und Gruppengeist, für Aufgeschlossenheit und großes Interesse, für anregende Gespräche, für gute Laune und Humor, kurzum für Euren ganz persönlichen Beitrag zum Gelingen dieser herrlichen Tour.
Eure Inge
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