Rundreise Seychellen – Inselhopping im Indischen Ozean
Reisebericht: 09.10. – 18.10.2026
3 Inseln, unzählige Grüntöne und ganz viel Mee(h)r. Die Seychellen sind ein Cocktail aus einsamen Bilderbuchstränden, grünen Berghängen, eindrucksvollen Palmenwäldern & den freundlichen Seychellois.
Ein Reisebericht von
Anne Schröder
1. Tag: Flug nach Victoria (Mahé)
An einem trüben Freitag im Oktober treffen sich 14 Reiselustige aus ganz Deutschland in Frankfurt am Main, um den Sommer auf den Seychellen zu verlängern.
Für vier unserer Gäste und mich beginnt die Reise um 8.11 Uhr mit der ICE-Fahrt von Dresden nach Frankfurt. Mit nur leichter Verspätung erreichen wir gegen 13.00 Uhr den Flughafen und machen uns auf den Weg zum Terminal 1. Erfreulicherweise können wir unser Gepäck bereits aufgeben. So bleibt genügend Zeit, in Ruhe anzukommen, bevor sich nach und nach unsere Reisegruppe am Flughafen zusammenfindet.
Nach der Pass- und Sicherheitskontrolle treffen wir uns alle am Gate B42. Hier besprechen wir schon einmal, wie es nach unserer Ankunft auf Mahé weitergehen wird. Die Vorfreude wächst – und für einige Gäste beginnt der Urlaub mit zusätzlichen Komfort: Sie nutzen das angebotene Upgrade in die Premium Economy.
Unser Flugzeug, ein moderner Airbus A330neo von Condor, steht bereit. Um 17.30 Uhr heben wir pünktlich ab und lassen Deutschland hinter uns. An Bord richten wir uns für den knapp elfstündigen Nachtflug ein, essen zu Abend und versuchen, ein wenig Schlaf zu finden. Schließlich erwartet uns am nächsten Morgen bereits ein erster erlebnisreicher Tag auf den Seychellen.
2. Tag: Erste Begegnungen mit Mahé und Victoria
Mit einer Apfeltasche zum Frühstück beginnt unser Morgen über den Wolken. Da unsere Flugroute zur Umgehung einer Flugverbotszone über Afrika führt, landen wir etwas später als geplant: Kurz nach 6.00 Uhr Ortszeit erreichen wir Victoria, der Hauptstadt der Seychellen. Die Uhren stellen wir zwei Stunden vor – nun sind wir auch zeitlich auf den Seychellen angekommen!
Nach der Passkontrolle und der Gepäckausgabe begrüßt uns unsere örtliche, englischsprechende Reiseleiterin Lucine. Bevor wir zur ersten Erkundung aufbrechen, nutzen wir die Gelegenheit, uns umzuziehen und Seychellen-Rupien zu besorgen.
Unser erstes Ziel ist Victoria, eine der kleinsten Hauptstädte der Welt. Ihre überschaubare Größe macht es leicht, die verschiedenen Seiten der Stadt bei einem Rundgang kennenzulernen: Kolonialgeschichte, kreolisches Alltagsleben und unterschiedliche Religionen liegen hier dicht beieinander. Wir besuchen den farbenfrohen Hindutempel und halten an der größten katholischen Kirche der Seychellen. Wir kaufen an einem der Straßenstände Süßkartoffel-, Maniok- und Bananenchips zum Verkosten. Da der ursprüngliche Markt gerade umgebaut wird, findet das Marktgeschehen vorübergehend in einer großen Halle statt, wo wir Unterschlupf finden, als uns ein kurzer, aber heftiger Wolkenbruch überrascht. Auch diese tropische Begrüßung gehört dazu!
Natürlich darf auch das bekannteste Wahrzeichen Victorias nicht fehlen: der silberfarbene Clock Tower. Seit 1903 steht der kleine Uhrturm mitten in der Stadt. Sein Vorbild befindet sich in London. Damit erinnert er bis heute an die britische Kolonialzeit und an Königin Victoria, der er gewidmet ist. Zwischen den deutlich höheren Gebäuden würde man ihn beinahe unterschätzen – und doch ist gerade dieser kleine Turm eines der markantesten Fotomotive der Hauptstadt. Unser Rundgang endet am Nationalmuseum für Geschichte, welches in einem wunderschönen historischen Kolonialgebäude untergebracht ist.
Anschließend fahren wir nach Eden Island. Die künstlich aufgeschüttete Luxusinsel haben wir zuvor schon von oben bei einem Fotostopp bewundert. Weiter geht’s in ein lokales Restaurant am Hafen zum Mittagessen. Wir genießen unser erstes kreolisches Buffet, bestehend aus Reis, Chicken-Curry, Linsenpüree, gebackener Aubergine und Haifisch-Chutney – einer traditionellen Spezialität auf den Seychellen. Den süßen Abschluss bildet Vanilleeis mit karamellisierten Kokosraspeln – von Kokosnougat spricht man hier.
Am frühen Nachmittag erreichen wir das STORY Hotel, unsere Unterkunft für die kommenden vier Nächte. Das 5-Sterne-Hotel liegt direkt am langen Traumstrand Beau Vallon. Die Rezeptionistin Neige begrüßt uns auf Deutsch, dazu gibt es ein Willkommensgetränk. Bis wir unsere Zimmer beziehen können, ist allerdings noch etwas Geduld gefragt. Wir überbrücken die Wartezeit mit einem Getränk aufs Haus. Anschließend bleibt Zeit zum Ankommen. Nachdem wir unsere großzügigen Zimmer in der weitläufigen Hotelanlage bezogen haben, gehen die meisten von uns mit dem Meer auf Tuchfühlung. Glasklar und angenehme 28 °C warm lässt es keine Wünsche offen.
Beim gemeinsamen Abendessen im Buffet-Restaurant VASCO lassen wir die ersten Eindrücke bei einem hervorragenden Buffet Revue passieren. Nach diesen beiden langen Reisetagen freuen wir uns auf eine erholsame Nacht – und darauf, die Seychellen in den nächsten Tagen noch näher kennenzulernen.
3. Tag: Mit dem Katamaran in den Sainte–Anne–Marinepark & Insel Moyenne
Heute tauschen wir festen Boden gegen einen Tag auf dem Meer: Ein Katamaran-Ausflug führt uns in den Sainte-Anne-Marinepark und auf die kleine Insel Moyenne. In Victoria geht es an Bord. Unser Ziel liegt nur wenige Kilometer vor Mahé: Der Sainte-Anne-Marinepark umfasst sechs Inseln und die umliegenden Meeresflächen. Seit 1973 steht das Gebiet unter Schutz.
Während unserer einstündigen Katamaranfahrt lassen wir uns den Wind durch die Haare wehen und genießen den Blick aufs Meer, welches uns heute in den verschiedensten Blau- und Grüntönen zahlreiche Fotomotive liefert. Dann ankern wir vor der Insel Moyenne. Wir steigen in ein Glasbodenboot und schauen uns ganz bequem und trocken die Unterwasserwelt des Nationalparks an. Anschließend geht’s vom Katamaran aus direkt ins „kühle“ Nass. Wir genießen das glasklare Wasser beim Baden oder Schnorcheln. Zurück an Bord stärken wir uns beim kreolischen Mittagsbuffet und genießen nebenbei beste Live-Musik durch die Besatzung.
Anschließend bringen uns die Dingis zur Insel Moyenne. Diese ist nur etwa 400 Meter lang und 300 Meter breit, besitzt aber einen eigenen Nationalparkstatus innerhalb des Marineparks. Zwischen dichter Vegetation und Granitfelsen führt ein Spazierweg über die Insel. Besonders bekannt ist sie für ihre frei umherstreifenden Aldabra-Riesenschildkröten, denen wir bei unserem Rundgang ebenfalls einen Besuch abstatten.
Unser Reiseleiter Cyrill erzählt uns während eines kleinen Spaziergangs vom britischen Journalisten Brendon Grimshaw, der die Insel 1962 kaufte und zu dem Kleinod machte, was sie heute ist. Unser gemeinsamer Weg endet an Grimshaws Grab. Er stirbt 2012 und findet auf Moyenne seine letzte Ruhestätte – an dem Ort, dem er einen großen Teil seines Lebens widmet.
Anschließend spazieren wir ohne unseren Reiseleiter den Rest den Rundweges über die Insel und werden immer wieder mit tollen Ausblicken belohnt. Danach bleibt noch Zeit für ein erfrischendes Bad im Meer, dessen Pegel sich in der kurzen Zeit ganz schön erhöht hat.
Die Dingis bringen uns zurück zum Katamaran und am frühen Abend erreichen wir wieder den Hafen von Victoria. Ein wunderschöner Ausflugstag neigt sich dem Ende …
4. Tag: Mahés grüner Norden – Botanischer Garten und Mission Lodge
Die ganze Nacht hat es geregnet, und auch die erste Wettervorhersage verspricht wenig Besserung. Doch schon beim Frühstück gibt es Hoffnung: Vielleicht bleibt der Vormittag doch trocken? Um 9.00 Uhr starten wir zu unserer Rundfahrt durch den Norden Mahés. Die Regenschirme haben wir vorsichtshalber dabei – zum Einsatz kommen sie zum Glück nicht.
Wir fahren an der Westküste entlang Richtung Norden. Im Botanischen Garten angekommen tauschen wir die Küstenstraße gegen Wege zwischen tropischen Bäumen, endemischen Palmen und exotischen Pflanzen. Der Botanische Garten wurde 1901 gegründet und zählt zu den ältesten Nationaldenkmälern der Seychellen. Wir begegnen dem Brotfruchtbaum, einer Flaschenpalme und den auffälligen Helikonien. Besonders schön sind die Blüten des Kanonenkugelbaums. Auch Wasserlilien, der Noni- und der Elefantenapfelbaum ziehen unsere Aufmerksamkeit auf sich. Dank unseres Reiseleiters sind wir nun auch bestens über sämtliche traditionellen Verwendungen informiert und können diversen Pflanzen Heilmittel oder Aphrodisiaka nachsagen. Auch im Botanischen Garten erwarten uns die typischen Aldabra-Riesenschildkröten und wir füttern gleich erstmal eine Runde.
Über Serpentinen führt unsere Fahrt nun hoch hinaus ins Inselinnere. Wir halten an einer wilden Teeplantage und lauschen kurz Cyrills Erläuterungen.
Am Mittag erreichen wir die Mission Lodge auf etwa 450 Metern Höhe im Morne-Seychellois-Nationalpark. Seine Lage eröffnet weite Ausblicke auf die bewaldeten Berghänge und die Küste Mahés. Doch hinter dem bekannten Aussichtspunkt verbirgt sich auch ein bedeutendes Kapitel der Inselgeschichte. Hier befand sich einst die Siedlung Venn’s Town. Cyrill berichtet uns über die Sklaverei auf den Seychellen. Die Geschichte der befreiten afrikanischen Menschen und ihrer Nachkommen ist eng mit der Entwicklung der kreolischen Gesellschaft der Seychellen verbunden.
Den Nachmittag verbringen wir bei schönstem Wetter am Strand, bis mit Eintreffen der Dunkelheit der Regen zurückkehrt. Das Timing ist in Ordnung!
5. Tag: Freizeit am Beau Vallon
Heute dürfen wir ausschlafen und das Frühstück lang und ausgiebig mit Sekt, Omelett und Meerblick zelebrieren. Vor uns liegt ein freier Tag am Beau Vallon – Zeit für Strand, Meer und all das, worauf jeder gerade Lust hat. Auch das Wetter meint es gut mit uns. Am Vormittag verabschieden wir ein Mitglied unserer Reisegruppe, das zum Angelausflug aufbricht.
Wir bummeln durch die weitläufige Hotelanlage, faulenzen am Strand und werden schließlich bei der gemeinsamen Aqua-Gymnastik aktiv. Dabei kommt auch der Spaß nicht zu kurz! Lange Strandspaziergänge stehen auch ganz weit oben im Kurs. Nach dem Mittag kehrt unser Angelprofi mit einem beachtlichen Fang zurück: fünf Bonitos und ein Barrakuda! Großzügig werden die Fische an Einheimische, Mitarbeiter und unseren Reiseleiter verschenkt.
Anschließend setzen wir unsere sportlichen Wasseraktivitäten fort und paddeln mit fünf Kajaks hinaus in die Bucht von Beau Vallon. Wir genießen den Blick aufs türkisblaue Meer unter uns und die grünen Berghänge, die einen wunderschönen Kontrast zum weißen Sandstrand bilden.
Bevor wir später ans Kofferpacken denken, wartet ein gemeinsamer Tagesausklang auf uns: Zum Sonnenuntergang treffen wir uns am Strand und stoßen mit dem heimischen Takamaka-Rum auf unseren Seychellen-Urlaub an. Ein paar Flughunde leisten uns in den Bäumen über uns Gesellschaft.
Wir treffen uns wieder zum gemeinsamen Abendessen im Buffet-Restaurant. Einige Gäste genießen heute das besondere Ambiente des japanischen Restaurants. So klingt unser freier Tag am Beau Vallon ganz nach individuellem Geschmack aus.
6. Tag: Gewürzgarten und Überfahrt nach Praslin
Heute heißt es Abschied nehmen von Mahé, denn am Nachmittag geht unsere Reise mit der Fähre nach Praslin weiter. Doch zunächst steht noch ein Besuch im Süden Mahés auf unserem Programm. Nach dem Frühstück verstauen wir unsere Koffer im Bus und starten Richtung Gewürzgarten. Im Gepäck ist leider auch der Regen, der uns an diesem Tag nur wenige Pausen gönnt.
Der „Jardin du Roi“ liegt sehr hübsch in den grünen Hügeln eingebettet mit Blick auf den Anse Royale in der Ferne. Seine Wurzeln reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück, als die Franzosen auf der Insel Gewürzgärten anlegten. Wir spazieren entlang der kleinen Wege und Cyrill erklärt uns viel über die Pflanzen und Gewürze. Wir sehen, riechen und fühlen Jasmin, Papaya- und Muskatnussbäume und noch vieles mehr. Eine Vielzahl von Heilpflanzen und Gewürzen wie Zimt und Vanille begegnen uns in dieser tropischen Oase. Immerhin können wir eine knappe Stunde Regenpause für unseren Rundgang nutzen. Erneuter „liquid sunshine“ rieselt dann auf uns herab, sodass wir den Besuch etwas verkürzen.
Zum Glück wartet das Mittagessen direkt im Gewürzgarten auf uns. Das leckere, kreolische Buffet wurde mit Gemüse und Gewürzen aus dem eigenen Garten liebevoll zubereitet. Zum süßen Abschluss gibt es Vanilleeis mit Kokosnougat. Da bis zur Weiterfahrt noch reichlich Zeit bleibt und es draußen unermüdlich weiterregnet, lassen wir uns beim Essen viel Zeit.
Auf dem Rückweg Richtung Victoria legen wir einen kurzen Stopp an ein paar hübschen Souvenir-Häuschen ein und besorgen ein paar Mitbringsel für die Liebsten zu Hause. Anschließend geht es weiter Richtung Victoria. Zähflüssig bahnt sich unser Bus den Weg durch die Rush Hour von Victoria bis zum Fährterminal. Wir geben unsere Koffer abgeben und reihen uns in die Warteschlange ein. 16.45 Uhr beginnt unsere Überfahrt nach Praslin und die hat es leider in sich. Der kräftige Wellengang macht vielen Reisenden an Bord zu schaffen. Auch in unserer Gruppe bleibt die Seekrankheit nicht aus. Umso größer ist die Erleichterung, als wir gegen 18 Uhr wieder festen Boden unter den Füßen haben.
Vom Hafen aus fahren wir bereits im Dunkeln eine knappe halbe Stunde zu unserem Hotel. Trotz der Dunkelheit lässt sich die natürliche Schönheit Praslins bereits erahnen, als die Straße uns durch riesige Palmenwälder führt. Angekommen im Hotel Coco de Mer werden wir herzlich mit einem Willkommensgetränk begrüßt. Dank des zügigen Check-Ins sind wir pünktlich beim Abendessen. Ein leckeres Buffet und der aufmerksame, schnelle Service lassen den anstrengenden Teil des Tages allmählich in den Hintergrund rücken. Bei einem abschließenden Getränk an der Bar lassen einige von uns den Abend gemütlich ausklingen. Willkommen auf Praslin, dem zweiten Teil unserer Reise.
7. Tag: Zwischen Palmenwald und Traumstrand – Vallée de Mai und Anse Lazio
Bei Tageslicht erkunden wir nun endlich die gepflegte Anlage unseres neuen Hotels. Alle Zimmer haben einen fantastischen Meerblick. Diesen genießen wir auch beim guten Frühstück. Anschließend holen wir noch die Strandhandtücher an der Rezeption ab, denn heute stehen gleich zwei ganz unterschiedliche Seiten Praslins auf unserem Programm: der Palmenwald des Vallée de Mai und der Strand Anse Lazio.
Nach kurzer Fahrt erreichen wir das Vallée de Mai im Herzen Praslins. Das 20 Hektar große Naturreservat gehört seit 1983 zum UNESCO-Weltnaturerbe. Hier wachsen alle sechs auf den Seychellen endemischen Palmenarten gemeinsam. Die Hauptrolle spielt heute natürlich die berühmte Coco de Mer. Ihre unverwechselbare, zweigeteilte Nuss enthält den größten Samen des gesamten Pflanzenreichs. Das Vallée de Mai beherbergt den weltweit größten natürlichen Bestand dieser besonderen Palme. Zwischen mächtigen Palmen tauchen wir in eine grüne Welt ein, in der es an jeder Ecke etwas zu entdecken gibt. Cyril erzählt uns ausführlich von den verschiedenen Palmenarten.
Während wir seinen Erklärungen lauschen, wandern unsere Blicke immer wieder vom Weg hinauf in die Blätter und hinein ins dichte Grün. Schließlich möchten wir auch die tierischen Bewohner des Waldes entdecken. Tatsächlich haben wir Glück: Wir freuen uns über die Sichtung eines Seychellenpapageis, den „Black Parrot“. Auch Spinnen und Geckos lassen sich des öfteren entdecken. Es lohnt sich, genau hinzuschauen und sich Zeit zu nehmen! So sind wir für die etwa 1,2 Kilometer lange Strecke fast zwei Stunden unterwegs. Der Weg ist das Ziel …
Wir stärken uns anschließend bei einem guten Mittagsbuffet und setzen unsere Fahrt Richtung Strand fort. Der Anse Lazio lässt keine Wünsche offen. Puderzuckersand, türkisfarbenes Wasser und die markanten Granitfelsen bilden genau die Kulisse, die man mit den Seychellen verbinden. Er zählt nicht ohne Grund zu einem der schönsten Strände der Welt. Nun bleibt ausgiebig Zeit zum Baden, Schnorcheln und Genießen. Dann fahren wir zurück zu unserem Hotel Coco de Mer. Als krönenden Abschluss schenkt uns der Abend noch einen traumhaft schönen Sonnenuntergang. Nach dem satten Grün des Palmenwaldes und dem leuchtenden Türkis des Meeres genießen wir das warme Farbenspiel des Abendhimmels. Was für ein schöner Tag auf Praslin!
Mit dem Katamaran nach La Digue – auf zum Postkartenmotiv
Kleine Insel, große Kulisse: Heute geht es nach La Digue, auf die viertgrößte Insel der Seychellen. Die kleine Insel ist nahezu autofrei und lässt sich wunderbar mit dem Fahrrad erkunden – entsprechend gehören die Zweiräder hier fest zum Inselbild. Heute lockt die Insel vor allem mit ihren Stränden und den markanten Granitfelsen. Die wollen wir uns zum Abschluss unserer Reise natürlich nicht entgehen lassen!
Badeschuhe an, Strandtasche gepackt – wir sind bereit für La Digue! Nach dem Frühstück treffen wir uns am Strand. Zwei Dingis holen uns direkt am Strand ab und bringen uns hinaus zum Katamaran. Unser heutiger Katamaran ist kleiner als der beim ersten Bootsausflug und diesen haben wir auch ganz für uns allein. Wasser und Softdrinks stehen bereit – allerdings greift man besser zu, solange das Boot noch ruhig liegt. Denn auf der Überfahrt zeigt der Indische Ozean wieder einmal, was er kann. Das Segel wird gehisst, der Wind weht uns durchs Haar und wir genießen die Überfahrt mit frischer Meeresluft und etwas Wellengang.
Auf der Insel wechseln wir das Verkehrsmittel: Statt Katamaran heißt es nun Lastwagen. Mit unserem Inselgefährt fahren wir zunächst zum Grand Anse. Hier bleibt uns ein wenig Zeit zum Schauen und Fotografieren. Motive gibt es reichlich: heller Sand, mächtige Wellen und ein Strand, der herrlich wild wirkt. Mit dem offenen Lastwagen geht es weiter über die Insel. Auf den schmalen Straßen herrscht erstaunlich viel Betrieb. Fahrräder begegnen uns überall. Nach Praslin wirkt La Digue auf uns deutlich lebhafter und voller – die kleine Insel ist ganz offensichtlich kein Geheimtipp. Zum Mittagessen kehren wir im Old Pier Café ein. In der Strandbar wartet ein sehr leckeres Buffet auf uns. Anschließend zeigt uns Cyrill, wie früher die traditionelle Verarbeitung der Kokosnuss funktionierte.
Dann schultern wir unsere Badesachen und machen uns auf den Weg zur Anse Source d’Argent. Am berühmten Strand angekommen, folgt zunächst ein kurzer Realitätscheck. Wer nach dem Anse Lazio einen weiteren weitläufigen Badestrand erwartet, muss sich hier erst einmal umstellen. Die Anse Source d’Argent ist gut besucht, im Wasser liegen Steine, und zum unbeschwerten Losschwimmen eignet sich das flache Meer nicht wirklich. Wir suchen uns ein schattiges Plätzchen ganz am Ende des Strandes. Die erste Begeisterung fällt bei einigen noch etwas verhalten aus. Doch dieser Strand braucht einen anderen Blickwinkel – und unbedingt Badeschuhe. Vorsichtig suchen wir uns den Weg ins Wasser. Vom Wasser aus entfaltet die Anse Source d’Argent ihren ganzen Reiz: Die gewaltigen Granitfelsen, der helle Sand und das tropische Grün ergeben genau das Bild, für das dieser Strand so berühmt ist. Plötzlich versteht man die vielen Fotos. Nur stehen wir diesmal selbst mitten im Motiv. Nach ausreichend Schnorchel- und Badezeit bringt uns der Lastwagen zurück zum Katamaran. Aber unser letzter großer Ausflug ist noch nicht ganz vorbei. Nach nur wenigen Minuten Fahrt entlang der Küste wartet ein weiterer Schnorchelstopp auf uns – und der wird zu einem besonders schönen Abschluss des Tages. Eine Weile genießen wir die Unterwasserwelt oder schwimmen einfach nur im kristallklaren Wasser mit der perfekten Temperatur. Wir saugen noch einmal die Farben der Seychellen in uns auf: das strahlend türkisfarbene Meer und die saftig grünen Palmenhänge im Hintergrund. Zur Stärkung gibt es liebevoll zubereitete Obstteller. Nun fahren wir in den Sonnenuntergang und erreichen per Katamaran und Dingi unser Hotel auf Praslin.
Später treffen wir uns zum letzten gemeinsamen Abendessen. Ein Abschlussgetränk an der Bar darf heute auch nicht fehlen. Ein tropisch-fruchtiger Cocktail mit Frangipani-Dekoration. Ach, wir werden’s vermissen! Schade!
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