Rundreise Schweden, Finnland und Norwegen 15.07. – 29.07.2026
Reisebericht: 15.07. – 29.07.2026
Gemeinsam reisen wir im ewigen Schein der Mitternachtssonne durch atemberaubende Landschaften bis an das nördliche Ende Europas
Ein Reisebericht von
Karsten Fischer
1.Tag – Mittwoch, 15.07.2026: Anreise nach Kiel und Fähre nach Göteborg (660 Bus– km)
Sehr früh am Morgen um 4:30 Uhr begrüßen unser Busfahrer Maik und ich die ersten drei Reisegäste auf dem Firmengelände in Kesselsdorf. Wir starten zum Flughafen Dresden und weiter zum Flughafen Leipzig und nehmen weitere Reiseteilnehmer auf. Unsere Route führt uns anschließend über den Berliner Ring weiter Richtung Norden. Unterwegs gibt es eine kleine Abwechslung und wir stimmen uns auf das Thema Schweden ein. Wir besuchen nahe der Autobahn die Siegessäule in Hakenberg. Sie erinnert an den Sieg des brandenburgischen Heeres unter Kurfürst Friedrich Wilhelm gegen die überlegenen Schweden in der Schlacht bei Fehrbellin im Jahre 1675. Der Kurfürst wurde zum „Großen Kurfürst“ und erhielt fortan hohe Anerkennung in Europa. Zur Mittagszeit gibt es an der Raststätte Gudow eine Stärkung und nach entspannter Reise erreichen wir bereits 14 Uhr den Schwedenkai in Kiel. Die meisten nutzen die freie Zeit für einen Bummel in die nahe Innenstadt. Weitere individuell angereiste Gäste nehmen wir in Empfang und wir gehen an Bord unserer Fähre Stena Germanica mit einer Kapazität von rund 1500 Passagieren. Um 17:45 Uhr legt die Fähre ab und gleich danach erwartet uns im Restaurant ein köstliches skandinavisches Buffet mit inkludierten Getränken. Satt und zufrieden fallen die ersten nach dem langen Tag in ihre Kojen. Aber im Restaurant- und Barbereich ist noch viel Trubel. Auf großen Bildschirmen läuft das Halbfinalspiel der Fußball WM und viele wollen noch die beeindruckende Fahrt der Fähre durch die imposante Große Beltbrücke gegen 23 Uhr miterleben. Letztlich verpassen aber einige die Passage, denn wenige Augenblicke vor der Durchquerung erzielt Argentinien gegen die Engländer den Siegtreffer in der Nachspielzeit.
2.Tag – Donnerstag, 16.07.2026: Göteborg – Stockholm (523 Bus– km)
Nach einer ruhigen Überfahrt stärken wir uns am Morgen am reichhaltigen Frühstücksbuffet und genießen die beeindruckende Einfahrt durch den Schärengarten, vorbei an der Festung Älvsborg, in den Hafen von Göteborg, der zweitgrößten Stadt Schwedens. Göteborg wurde 1619 durch König Gustav II. Adolf gegründet, beim Stadtbau unterstützten niederländische und deutsche Fachleute, daher gibt es viel Ähnlichkeit mit Amsterdam. Göteborg ist heute eine bedeutende Handels- und Industriestadt und hat den größten Hafen Skandinaviens. Nach einem letzten Blick auf die Stadt von einem schönen Aussichtspunkt geht es ostwärts Richtung Jönköping am Südufer des Vätternsees, dem zweitgrößten See Schwedens. In dem schönen Ort Gränna am Ostufer, direkt vor der Insel Visingsö, gibt es die erste größere Pause. Gränna ist bekannt für seine rot- weißen Zuckerstangen, die Polkagrisar. Diese werden hier seit Mitte des 19. Jahrhunderts hergestellt, die Witwe Amalia Eriksson erhielt damals die Erlaubnis zur Eröffnung einer Zuckerbäckerei. In einem dieser zahlreichen Läden können wir in der Schauwerkstatt die Herstellung miterleben, einige Kostproben zu uns nehmen und die ersten Mitbringsel für daheim kaufen. Weiter geht es an den Götakanal, der im Jahr 2000 zum schwedischen Bauwerk des Jahrtausends gekürt wurde. Der Kanal wurde zwischen 1810 und 1832 von 58000 schwedischen Soldaten von Hand gegraben und verbindet die Ostsee im Osten des Landes mit dem Kattegat an der Westküste. Im Ort Berg bewundern wir die Schleusentreppe mit sieben Schleusen und zwei einzelne Schleusen. Insgesamt wird hier ein Höhenunterschied von 29 Metern überwunden. Das schöne Wetter lädt viele Menschen zum Baden ein, für uns eine schöne Gelegenheit für eine Fika, die traditionelle Pause der Schweden mit Kaffee und den schmackhaften Zimtschnecken, die Kanelbullar. Am Abend erreichen wir die schwedische Hauptstadt Stockholm.
Im Quality Hotel Strawberry Arena begrüßen wir dann auch unsere Gäste, die mit Flugzeug angereist sind. Nun ist unsere Reisegruppe mit 26 Teilnehmern komplett.
3.Tag – Freitag, 17.07.2026: Stockholm und Fähre nach Helsinki (42 Bus– km)
Am Vormittag erkunden wir bei einer Stadtführung die wichtigen Sehenswürdigkeiten Stockholms. Am Stadthaus sind wir mit unserer Stadtführerin Benedikta verabredet. Sie erklärt uns die Geschichte und Bedeutung dieses besonderen Gebäudes, in dem jedes Jahr im Dezember das feierliche Bankett anlässlich der Verleihung der Nobelpreise stattfindet. Weiter geht es mit dem Bus durch die Innenstadt mit vielen historischen Gebäuden und stolzen Prachtbauden, auf die Inseln Skeppsholmen und Djurgarden und schließlich liegt uns am Aussichtspunkt im Stadtteil Södermalm bei schönstem Wetter die Stadt förmlich zu Füßen. Die Stadtführung endet am königlichen Schloss, es gibt kurz Gelegenheit für einen Gang durch die engen gepflasterten Gassen der Altstadt Gamla Stan, bevor wir um 12:15 Uhr das Zeremoniell der königlichen Wachablösung am Schloss erleben und in die Atmosphäre von Geschichte und königlicher Tradition eintauchen können. Danach geht es wieder nach Djurgarden zu einem besonderen Höhepunkt unserer Reise. Im Vasamuseum sind wir von der Vasa fasziniert, dem stolzen königlichen Kriegsschiff, das im Jahre 1628 bei seiner Jungfernfahrt schon im Hafen versank und erst nach 333 Jahren aus dem Schlamm geborgen und großartig restauriert wurde. Somit ist ein Schiff, welches aufgrund seiner Fehlkonstruktion niemals auf den Meeren gefahren und keine erfolgreiche Seeschlacht geschlagen hat, das berühmteste und besterhaltene Segelschiff des 17. Jahrhunderts. Am Nachmittag müssen wir Abschied von der imposanten schwedischen Hauptstadt nehmen. Im Fährhafen wartet unsere Fähre nach Helsinki, die Silja Serenade. Auf dem Schiff, bereits 1990 erbaut, aber mehrmals modernisiert, erwartet uns ein besonderes Kreuzfahrt- Ambiente, ein abwechslungsreiches Abendprogramm und natürlich gleich nach Ablegen ein umfangreiches, schmackhaftes Abendbuffet. Wir müssen die Uhren schon eine Stunde auf finnische Zeit vorstellen.
In der Abendsonne geniessen wir an Deck eine stundenlange Fahrt durch den endlos erscheinenden Schärengarten mit den zigtausenden Inseln. In der Dämmerung gegen Mitternacht gibt es einen kurzen Zwischenstop in Mariehamn auf den Alandinseln, einer autonomen finnischen Provinz.
4.Tag – Samstag, 18.07.2026: Helsinki – Kuopio (415 Bus– km)
Nach entspannter Überfahrt und einem reichhaltigen Frühstücksbuffet erreichen wir Helsinki. Am Terminal erwartet uns schon unsere Stadtführerin Ingelis zur zweistündigen Stadtrundfahrt.
Wir erfahren einiges zur wechselvollen Geschichte Finnlands. Das Land gehörte lange Zeit zu Schweden, ab Beginn des 19. Jahrhunderts als Kriegsbeute zu Russland. Zar Alexander I. machte das kleine Helsinki zur Hauptstadt seines neuen Großfürstentums Finnland. Der finnische Marschall Mannerheim führte Finnland 1917 in die Unabhängigkeit. Bekanntheit erlangte Helsinki vor allem durch die Olympischen Sommerspiele 1952 und durch die KSZE- Schlußakte von Helsinki 1975, die eine Annäherung zwischen Ost und West einleitete. Halt bei unserer Rundfahrt machen wir im Park am imposanten Denkmal von Jean Sibelius, dem bekanntesten finnischen Musiker und am Senatsplatz. Dort bewundern wir den Dom, die Statue von Zar Alexander II. und in der Nähe die orthodoxe Uspenski- Kathedrale. Ingelis redet in den 2 Stunden fast ohne Pause, Sie ist der Gegenentwurf des allgemein als sehr schweigsamen Finnen. Sie gibt uns auch einen Einblick in die schwierige finnische Sprache. Am Südhafen am großen Riesenrad (eine Gondel davon ist typisch finnisch eine Saunagondel) verabschieden wir uns von Ingelis und machen am Markt und in der Markthalle unsere Mittagspause. Am Ende der Pause heißt es schon wieder Abschied zu nehmen. Unser „Bussikuski“ Maik verlässt uns nach dreieinhalbtätiger routinierter und freundlicher Chauffeurtätigkeit. Wir danken Maik besonders für seine herzliche Art und wünschen ihm einen schönen Heimflug. Das Lenkrad übernimmt nun bis zum Ende der Reise Daniel.
Weiter geht es Richtung Norden, unser erstes Ziel ist der bekannte Wintersportort Lahti. Hier besichtigen wir die Salpausselkä- Arena mit ihren drei großen Sprungschanzen. Unsere Fahrt durch die finnische Seenplatte bis zu unserem heutigen Hotel in Kuopio dauert noch über drei Stunden. Wir sind fasziniert von der Weite der Landschaft. Finnland lässt sich eigentlich mit einem Satz beschreiben: „ Ein Land im hohen Norden, wo nach Wald nochmals Wald kommt und Seen auf Seen folgen.“ Die Stadt Kuopio empfängt uns am Abend im Regen und so hat nach dem Abendessen keiner mehr Lust auf Erkundung der näheren Umgebung.
5.Tag – Sonntag, 19.07.2026: Kuopio – Luosto (640 Bus– km)
Heute geht es von Mittelfinnland über Oulo entlang des nördlichen Endes des Bottnischen Meerbusens, ehe wir bei Kemi in Richtung Rovaniemi abbiegen. Der Regen hat mittlerweile aufgehört. In der Nähe von Rovaniemi machen wir Halt im Weihnachtsmanndorf am Polarkreis. Hier hat der Alte also sein Büro. Gegen ein Entgelt kann man bis zu seinem Schreibtisch vordringen und sich mit ihm ablichten lassen. Die meisten von uns besuchen das Postamt, bestaunen die viele Weihnachtspost in den Regalen und schreiben selbst ihre Karten und Briefe, versehen mit dem Originalstempel. Auch ein Rundgang durch die vielen Souvenirshops darf nicht fehlen. Aber als erstes haben wir das Wichtigste zu erledigen. Wir überschreiten feierlich Hand an Hand gemeinsam den nördlichen Breitengrad 66° 33`, die Linie des Polarkreises und stoßen darauf mit einem Glas Schnaps an. Ab hier kann die Sonne einige Tage alle 24 Stunden ununterbrochen im Winter unter und im Sommer über dem Horizont stehen. Wir spüren die Magie dieses Ortes. Nach dieser stimmungsvollen Pause geht es weiter Richtung Norden tief hinein in die Weiten Finnisch- Lapplands. Und bald begegnen wir den ersten braven Gehilfen des Weihnachtsmannes, den Rentieren. Für unseren umsichtigen Fahrer Daniel wird es nun herausfordernd. Kaum Autoverkehr auf der Straße, aber Rentiere, die minutenlang vor dem Bus herlaufen und nicht gern ausweichen wollen. Am Abend erreichen wir unsere heutige Unterkunft, das Lapland Hotel Luostotunturi. Zur Begrüßung empfängt uns auch hier eine Gruppe Rentiere und ein Ferienarbeiter hat mächtig zu tun, um den Hotelvorplatz mit dem Wasserschlauch in der Hand von den Hinterlassenschaften der Rentiere zu säubern.
6.Tag – Montag, 20.07.2026: Luosto – Nordkap (666 Bus– km)
Nach einem ausgiebigen Frühstück wollen wir heute bis an das Nordkap. Viele Kilometer liegen noch vor uns. Die Landschaft wird karger, die Wälder teilweise lichter und das Licht am Himmel hat so ein besonderes Strahlen. Unsere erste Pause machen wir auf dem Gipfel des Skigebietes Saariselkä. Wir werden belohnt mit einer Rundumsicht über die Weiten Lapplands. Auf der Weiterfahrt passieren wir mit dem Inarisee den drittgrößten See in Finnland und den heiligen See der Sami. Viele kennen den Namen, er wird ja oft im Kreuzworträtsel gefragt: See in Finnland mit 5 Buchstaben. Ab jetzt vergessen wir den Namen nicht mehr. Finnland als Land der 1000 Seen zu betiteln ist übrigens völlig untertrieben. In Wirklichkeit gibt es über 187000 Seen größer als 500 Quadratmeter.
Unsere Mittagspause machen wir an der Bärenhöhle. Ein komfortabler Holzsteg mit 280 Stufen führt bis zum Bärenhöhlenstein, einem riesigen Findling. Durch eine kleine Öffnung kann man auf allen Vieren in die Höhle kriechen. Innen ist sie überraschend geräumig. Von der Höhle geht es dann noch 190 Stufen bis zum Aussichtspunkt nach oben. Nach dem langen Sitzen im Bus eine willkommene Gelegenheit zum Aktivsein. Wenig später passieren wir die finnisch- norwegische Grenze, verlassen die EU, von Kontrolle weit und breit keine Spur. Die Uhren werden wieder eine Stunde zurück gedreht. Erste Station in Norwegen ist der kleine Ort Karasjok, Sitz des Parlaments der Sami und auch ein Museum zur Geschichte der Sami gibt es hier. Schließlich erreichen wir den Porsangerfjord, mit einer Länge von 123 km der viergrößte Fjord in Norwegen. Hier nun ändert sich die Landschaft . Ein großer Regenbogen ist Anlass für einen kurzen Fotostop, Durch den knapp 7 km langen, 1999 eröffneten Nordkaptunnel gelangen wir vom Festland auf die Nordkapinsel Mageroya. Der tiefste Punkt dieses Unterseetunnels befindet sich 212 Meter unter dem Meeresspiegel. Am Abend beziehen wir unser Scandic Hotel in Honningsvag, doch das ganz große Abenteuer erwartet uns noch. Pünktlich um halb Acht fährt uns ein norwegischer Fahrer mit unserem Bus die restlichen 30 km bis ans nördliche Ende Europas. Unser Fahrer Daniel muß die gesetzlich vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten einhalten und hat seine wohlverdiente Pause. In der großen Nordlandhalle erwartet uns im Restaurant Aurora zuerst das Abendessen. Danach folgt der Höhepunkt unserer Reise. Der bange Blick zum Himmel muss nicht sein, wir haben wolkenlosen Postkartenhimmel. Wir betreten den 300 Meter hohen Nordkapfelsen, markiert durch seinen markanten Stahl Globus. Schnell sind unsere Becher mit Sekt gefüllt und wir stoßen gemeinsam auf diesen magischen Moment an. Später gibt es für jeden noch ein Nordkap Diplom. Bis nach Mitternacht bleiben wir hier, in der Nordkaphalle gibt es viele Informationen, Ausstellungen , Filmvorführung , Johanneskapelle, sogar einen Thai- Pavillon und immer wieder gibt es draußen am Globus neue Fotomotive. Für viele wird es sicher der nördlichste Punkt in ihrem Leben sein. Wir sind nördlicher als 99% der Festlandsmasse Alaskas und Kanadas, nördlicher als Island und der besiedelten Teile Grönlands, der Nordpol ist nur noch 2000 km entfernt. Gegen 1 Uhr nachts kehren wir glücklich und begeistert in unser Hotel zurück.
7.Tag – Dienstag, 21.07.2026: Nordkap – Tromsö (500 Bus– km)
Wir nehmen Abschied von der Nordkapinsel Mageroya. Auf der E6 geht es in Richtung Südwest zunächst bis Alta. An der Nordlichtkathedrale gibt es einen kurzen Fotostop und wenig später machen wir unsere Mittagspause am Alta Museum, welches in seinem Außengelände zum UNESCO- Weltkulturerbe gehörende grandiose Felszeichnungen aus der Steinzeit beherbergt. Weiter geht es entlang des Langfjordes zum Lyngenfjord. Vor uns erhebt sich die gewaltige Kulisse der Lynger Alpen, deren höchste von Gletschern bedeckte Gipfel bis 1800 Meter aus dem Meer ragen. Leider wird uns der spektakuläre Ausblick durch tiefhängende Wolken und einsetzenden Regen etwas verwehrt. Über den Lyngenfjord setzen wir ab Olderdalen mit einer 50- minütigen Fährfahrt über und nach kurzer Busfahrt verkürzt uns noch eine zweite Fjordfähre den Weg nach Tromsö, der Hauptstadt der Provinz Troms . Erschöpft von der langen Fahrt erreichen wir erst 20 Uhr unser Quality Hotel im Stadtzentrum.
8.Tag – Mittwoch, 22.07.2026: Tromsö – Harstad (315 Bus–km)
Nach einem herzhaften Frühstück begeben wir uns auf einen einstündigen Stadtrundgang. Wir besuchen das Denkmal des Polarforschers Roald Amundsen, den Hafen mit seinen alten Speicherhäusern, das Denkmal des ersten norwegischen Königs Haakon VII. nach der Erklärung der Unabhängigkeit von Schweden 1905 und bewundern die moderne Architektur des Rathauses und der Stadtbibliothek. Dann gibt es noch eine Stunde Freizeit zum Shopping, bevor wir mit dem Bus zum anderen Teil der Stadt am gegenüberliegenden Ufer des Tromsöfjordes wechseln. Hier besichtigen wir die Eismeerkathedrale und sind beeindruckt von der Architektur und dem lichtdurchfluteten Innenraum. Die gerade übende Orgelspielerin serviert uns noch einen musikalischen Ohrenschmaus.
Weiter geht es in Richtung Vestfjord und damit zum Inselarchipel der Vesteralen und Lofoten. Über die spektakuläre Tjelsund Hängebrücke fahren wir auf die Insel Hinnoya, die größte Insel Norwegens. Am späten Nachmittag erreichen wir das neue elegante Quality Hotel in Harstad, direkt am Wasser gelegen.
9.Tag – Donnerstag, 23.07.2026: Harstad – Svolvaer (185 Bus– km)
Am Vormittag machen wir einen kurzen Abstecher zur Kirche in Trondenes, nur 10 Minuten Fahrzeit von unserem Hotel entfernt. Das ist die nördlichste mittelalterliche Steinkirche in Norwegen.
Weiter geht die Fahrt an das nördliche Ende des Raftsunds in den kleinen Ort Hanoy. Hier warten wir am Bootsanleger auf unser Schiff, denn heute steht eine dreistündige Seeadlersafari auf unserem Reiseprogramm. Kurz vor 14 Uhr geht es los, die Crew begrüßt uns herzlich auf ihrem Ausflugsschiff .
Wir legen ab und fahren in südliche Richtung durch den rund 20 km langen Raftsund, der die Vesteralen von den Lofoten trennt. Dann biegen wir in einen 2km langen Seitenarm, den legendären Trollfjord ein. Der schmale Eingang und die mehreren hundert Meter hohen Felswände auf beiden Seiten sind beeindruckend. Schon bald sichten wir die ersten Seeadler, die majestätisch über dem Fjord kreisen. Auch nach dem Verlassen des Trollfjordes können wir auf einigen Inseln des Raftsunds viele Seeadler beobachten. An Deck serviert uns derweilen die Crew eine köstliche Fischsuppe. Die drei Stunden vergehen wie im Fluge und schon fahren wir in den Hafen von Svolvaer ein. Für die nächsten beiden Nächte wird das Scandic Hotel direkt am Wasser unsere Unterkunft. Zum Abendessen werden wir mit einem reichhaltigen Buffet und gewohnter norwegischer Gastlichkeit bewirtet. Am späten Abend schlendern wir noch durch die Hafenpromenade und Stadtzentrum. Es ist laut und es herrscht geschäftiges Treiben. Heute beginnt ein großes Musikfestival in Svolvaer und dauert bis Sonntag.
10.Tag – Freitag, 24.07.2026: Lofotenrundfahrt und Wikingermuseum (200 Bus– km)
Heute Morgen müssen wir endlich mal keine Koffer packen. Der Tag steht ganz im Zeichen unserer großen Lofoten Rundfahrt. Die tiefhängenden Wolken und der vereinzelte Regen sollen uns nicht von unserem Vorhaben abhalten. Zuerst besuchen wir das Lofoten Fischerdorf Henningsvaer. Bei einem Spaziergang entdecken wir den malerischen Ort mit seinen typisch roten Fischerhütten (Rorbuer), seinen Galerien, den Stockfisch- Trockengestellen und einige eilen noch zum legendären, von Wasser umgebenen Fußballplatz auf einer Insel des Ortes. Weiter geht die Fahrt zum Fotostop an der Brücke Gimsoystraumen und um 11 Uhr erreichen wir das Wikingermuseum Lofotr in Borg. Nach einer herzlichen Begrüßung führt uns Vianna unmittelbar neben dem Originalstandort durch den Nachbau eines der größten je gefundenen Langhäuser der Wikinger und lasst uns mit ihren Erläuterungen tief in das Leben der Wikinger eintauchen. Die Wikinger waren ein stolzes, aber auch kämpferisches Volk, im Handwerk und der Kunst sehr begabt und ihre seefahrerischen Fähigkeiten beeindruckend. Zum Abschluß der Führung wird uns ein Mittagessen im rustikalen Geschirr serviert, eine echte Wikingersuppe, zubereitet im Kessel über dem offenen Feuer. Uns bleibt noch genügend Zeit zum Spaziergang im großen Außenbereich mit vielen Infotafeln bis hinunter am Fjord zum Original Wikinger Segelschiff sowie dem Besuch im Empfangsgebäude mit Ausstellung, Kinosaal und Souvenirshop. Nach drei Stunden Aufenthalt fahren wir weiter in das Dorf Vikten und wollen einem Glasbläser bei der Arbeit über die Schulter schauen. Doch trotz Voranmeldung warten wir und andere Gäste vergeblich am noch warmen Glasofen. Der Glasbläser hat schon Feierabend und ist nach Hause gefahren. Scheinbar gilt auch in Norwegen der Spruch „Am Freitag nach Eins…“. Auf einem kleinen Umweg besuchen wir dafür einen der schönsten Sandstrände auf den Lofoten, den Hauklandstrand. Der feine weiße Sand, das türkisblaue Wasser und die umliegenden Berge verbreiten Karibik Feeling im hohen Norden. Wir können uns einigermaßen vorstellen, was hier wohl bei schönem Sommerwetter los ist. Am Abend kehren wir nach Svolvaer zurück. Dieser Tag hat uns trotz des unschönen Wetters die ganze Schönheit, Vielfalt und Geschichte der Lofoten gezeigt.
11.Tag – Samstag, 25.07.2026: Svolvaer – Mosjoen (530 Bus– km)
Heute nehmen wir Abschied von den Lofoten. Nach knapp 2 Stunden Fahrt erreichen wir den Fähranleger in Lodingen auf der Insel Hinnoya. Von dort aus setzen wir mit dem Schiff in 70- minütiger Fahrt auf das Festland in die Provinz Nordland über und weiter geht es auf der E6 gen Süden über das Saltfjellgebirge. Am Nachmittag überschreiten wir am Polarkreiszentrum wieder den Polarkreis, diesmal aber in umgekehrter Richtung. Neben uns auf der E6 sehen wir die Gleise der Nordlandbahn, die über 700 km von Bodö nach Trondheim fährt. Auf unserer weiteren Reise werden uns immer mal wieder die Gleise der Bahn begleiten. Nach einer längeren Pause verlassen wir nun auch mit etwas Wehmut die arktische Region endgültig. Am späten Abend erreichen wir nach vielen Tageskilometern geschafft unser heutiges gemütliches Hotel Fru Haugans in Mosjoen.
12.Tag – Sonntag, 26.07.2026: Mosjoen – Trondheim (410 Bus– km)
Schon nach einer halben Stunde Fahrt machen wir heute Morgen unseren ersten Halt.
Wir besuchen den eindrucksvollen Wasserfall Laksforsen am Fluß Vefsna. Aus einer Höhe von 17 Metern ergießt sich eine gewaltige Wassermenge in großer Breite in die Tiefe. Rechts vom Wasserfall befindet sich eine Lachstreppe. In den Sommermonaten kann man mit etwas Glück hier Lachse beobachten wie sie gegen die Strömung springen. Sie haben die Meere verlassen und wandern ihre Heimatflüsse hinauf, um im Oberlauf der Flüsse zwischen Oktober und Januar zu laichen.
Für uns geht es weiter auf der E6 Richtung Süden, wir haben das Nordland verlassen und sind in der Provinz Trondelag angekommen. In Steinkjer, dem Verwaltungssitz der Provinz, machen wir Mittagspause. Nach zwei weiteren Stunden Fahrt entlang des Trondheimfjords erreichen wir die drittgrößte Stadt Norwegens. Unser erstes Ziel ist der prachtvolle Nidarosdom, die einstige Krönungskirche der norwegischen Könige. Unsere freundliche Domführerin Lilith vermittelt uns in einer halben Stunde viel Interessantes zur faszinierenden Architektur und zur bewegten Geschichte des norwegischen Nationalheiligtums. Anschließend erwartet uns Stadtführer Max zur zweistündigen Stadtführung. Zuerst fahren wir mit dem Bus auf die Festung Kristiansten. Von hier oben hat man einen schönen Rundumblick auf die Stadt. Dann fahren wir mit dem Bus zum Dom zurück. Von hier erkunden wir die Stadt zu Fuß. Wir laufen über die Gamle Bybro, die bekannte rote Holztorbrücke, bewundern die alten Speicherhäuser an den beiden Ufern des Flusses Nidelva, schlendern durch die Altstadt Bakklandet, inspizieren den gerade nicht betriebsbereiten einzigen Fahrradlift der Welt und kommen dann am Hafen an. Von hier hat man einen schönen Blick auf die Insel Munkholm . Wir verabschieden uns von Max, unser modernes Clarion Hotel ist ganz nah.
13.Tag – Montag, 27.07.2026: Trondheim – Oslo (560 Bus– km)
Seit dem Besuch des Nordkaps waren wir schon mehrere Tage südwärts unterwegs, trotzdem haben wir es hier in Trondheim erst bis zur Mitte des Landes geschafft. Heute geht es über das Dovrefjell in gut 1000 Meter Höhe nochmal durch eine rauhe Gebirgslandschaft. Das Dovrefjell ist einer der größten Nationalparks in Norwegen. Hier gibt es Europas einzige wild lebende Herde Moschusochsen. Wir machen oben am Hoydesteinen einen Fotostop, die zotteligen Tiere mit ihren großen Hörnern sind nicht zu sehen und auch der schneebedeckte Gipfel der Snohetta, mit 2286 Metern der höchste Berg im Fjell, ist von Wolken eingehüllt. Bergab geht es bis Dombas, ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt in der Region. Hier machen wir eine ausgiebige Mittagspause. Weiter geht es durch das längste Tal in Norwegen, das 200 km lange Gudbrandsdal. Hier soll der literarische Held aus Henrik Ibsens Drama Peer Gynt gelebt haben. Die Schauspielmusik für die Bühnenfassung dieses Stücks komponierte Norwegens berühmter Musiker Edvard Grieg. Aus dem Gudbrandsdal kommt auch der bekannte Braunkäse Brunost. In Ringebu besuchen wir die wunderschöne Stabkirche aus dem 13. Jahrhundert. In dieser Zeit gab es über 1000 Kirchen in dieser traditionellen norwegischen Holzbauart. Heute kann man im Land noch 28 gut erhaltene Kirchen bestaunen.
Nicht mehr weit ist es bis Lillehammer, der Stadt der Olympischen Winterspiele von 1994. Diese Spiele gelten bis heute als Musterbeispiel freundlicher und maßvoller Spiele und man schwärmt immer noch von der angenehmen Atmosphäre. Fast alle Wettkampfstätten sind bis heute erhalten und werden genutzt. Wir lassen uns von der olympischen Stimmung anstecken, fahren mit dem Bus zum Aussichtspunkt oberhalb des Lysgardsbakken- Schanzenareals. Hier entscheidet jeder für sich , wie er nach unten in den Schanzenauslauf kommt. Mit dem Bus, mit dem Sessellift oder zu Fuß über die Treppen zwischen den beiden Schanzen. In der Stadt bummeln wir noch kurz durch die Fußgängerzone. Mittlerweile hat die Sonne auch die letzten Wolken vertrieben. Entlang des Mjosasees, Norwegens größtem See, passieren wir Hamar mit seiner olympischen Eishalle in Form eines umgedrehten Wikingerschiffs. Am Abend erreichen wir unser Scandic Hotel im Holmenkollenpark von Oslo in unmittelbarer Nähe zur Sprungschanze und zum Langlauf- und Biathlonstadion. Das Thema Wintersport beschäftigt uns also weiter. Der schöne Tag endet mit einem fantastischen Ausblick auf die norwegische Hauptstadt und den Oslofjord im Schein des Vollmondes.
14.Tag – Dienstag, 28.07.2026: Oslo – Göteborg (330 Bus– km)
Nach einem ausgiebigen letzten Frühstück auf norwegischem Boden begrüßen wir unseren Stadtführer Jan Erik. Zuerst besichtigen wir die modernen Sportstätten am Holmenkollen, dann geht es mit dem Bus in die Stadt hinunter. Wir unternehmen einen Spaziergang durch den berühmten Vigelandpark. Die in Stein gemeißelten Skulpturen des Bildhauers Gustav Vigeland zeigen den Kreislauf des Lebens, regen an zum Nachdenken über das eigene Leben. Einfach beeindruckende Kunstwerke. Mit dem Bus geht es weiter zur Museumsinsel, in die Innenstadt, vorbei am königlichen Schloß, der Festung Akerhus, dem Rathaus bis hin zur Oper. Es bleibt nur wenig Zeit für einen Gang zur Oper. Denn es heißt Abschied zu nehmen von den Teilnehmern der Reisegruppe, die Oslo mit dem Flugzeug verlassen. Noch eine kurze Begleitung zum Hauptbahnhof, dann bringt sie der schnelle Flytoget zum Flughafen. Wir fahren mit dem Bus entlang des Oslofjords in Richtung Schweden und erreichen rechtzeitig Göteborg. Die Fähre Stena Germanica steht schon bereit, wir genießen das schöne Wetter auf dem Oberdeck und die Ausfahrt aus dem Göteborger Hafen und freuen uns schon auf das skandinavische Buffet am Abend.
15.Tag – Mittwoch, 29.07.2026: Heimreise (660 Bus– km)
Gut ausgeschlafen und gestärkt vom letzten Frühstück an Bord erreichen wir am Morgen Kiel und legen am Schwedenkai an. Hier verabschieden wir uns herzlich von denen, die in Kiel bleiben oder mit der Bahn weiter reisen. Mit dem Bus geht es nun auf bekannter Strecke nach Hause. Einige Pausenstops unterwegs, bevor sich am Leipziger Flughafen weitere Reisegäste verabschieden.
Die letzten von insgesamt 6636 Buskilometern werden auch geschafft und in Kesselsdorf, dem Firmensitz von Eberhardt Travel geht eine wunderbare Reise erfolgreich zu Ende.
Daniel und ich und das ganze Team von Eberhardt Travel bedanken sich ganz herzlich für Euer entgegen gebrachtes Vertrauen. Es war uns eine Freude, mit so einer sympathischen, interessierten Reisegruppe unterwegs gewesen zu sein. Danke an unsere beiden Chauffeure Daniel und Maik für die sehr gute Zusammenarbeit. Sie haben uns mit großer Umsicht und guter Laune sicher an jedes Ziel gebracht.
Wir wünschen allen Mitreisenden Gesundheit, Glück und weiter viele schöne Reiseerlebnisse. Möge diese Reise noch lange in bester Erinnerung bleiben und Kraft für den Alltag schenken.
Auf ein Wiedersehen irgendwo in dieser schönen weiten Welt.
Euer Reiseleiter
Karsten Fischer
Europa
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Südamerika
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Ozeanien