Zum Hauptinhalt springen ... Alle Themen & Ziele
  (03 52 04) 92 112 / Mo – Fr: 07:00 – 19:00 Uhr + Sa: 10:00 – 15:00 Uhr
Eberhardt TRAVEL GmbH
Testsieger 2025
Banner-Hero

SINGLEREISE BALTIKUM & SKANDINAVIEN

Reisebericht: 31.08. – 11.09.2026

Baltikum und Skandinavien – Fünf Länder, unzählige Eindrücke und neue Freundschaften!

Wolfgang Eckert

Ein Reisebericht von
Wolfgang Eckert

Blick nach Russland – © Wolfgang Eckert (Eberhardt TRAVEL) Das Gespenst von Nida – © Wolfgang Eckert (Eberhardt TRAVEL) Thomas-Mann-Kulturzentrum – © Wolfgang Eckert (Eberhardt TRAVEL) Ein Segment der Berliner Mauer in Riga – © Wolfgang Eckert (Eberhardt TRAVEL) Ein Geschenk der Partnerstadt – © Wolfgang Eckert (Eberhardt TRAVEL) Blick auf Tartu – © Wolfgang Eckert (Eberhardt TRAVEL) Das Rathaus von Tartu – © Wolfgang Eckert (Eberhardt TRAVEL) Am Marktplatz – © Wolfgang Eckert (Eberhardt TRAVEL) Dom von Helsinki – © Wolfgang Eckert (Eberhardt TRAVEL) Blick in die Altstadt – © Wolfgang Eckert (Eberhardt TRAVEL) Die Festung auf Suomenlinna – © Wolfgang Eckert (Eberhardt TRAVEL)

Überfahrt mit der Fähre nach Litauen

Es gibt Reisen, die bleiben lange in Erinnerung – nicht nur wegen der beeindruckenden Landschaften oder der faszinierenden Städte, sondern vor allem wegen der Menschen, mit denen man sie erlebt. Genau das macht eine Singlereise so besonders. Alle starten allein und kommen mit vielen gemeinsamen Erinnerungen zurück.
Unsere Reise beginnt in Kiel. Bereits beim Einchecken auf die Fähre der DFDS herrscht eine angenehme Mischung aus Neugier und Vorfreude. Beim gemeinsamen Abendessen an Bord sind schnell die ersten Gespräche geführt. Während das Schiff langsam den Hafen verlässt und Kurs auf Litauen nimmt, beginnt für uns eine Entdeckungsreise durch fünf Länder rund um die Ostsee.

Erste Begegnung mit dem Baltikum

Nach einem entspannten Seetag erreichen wir Klaipėda, das ehemalige Memel. Die historische Hafenstadt empfängt uns mit ihrer liebevoll restaurierten Altstadt. Zwischen den Fachwerkhäusern und kleinen Plätzen lässt sich noch heute die bewegte Geschichte der Stadt spüren. Natürlich durfte auch ein Foto und ein Ständchen am Simon-Dach-Brunnen mit dem berühmten Ännchen von Tharau nicht fehlen.
Gemeinsam ließen wir den ersten Abend im 12. Stock des Hotels bei unserem Abendessen ausklingen. Die anfängliche Zurückhaltung war längst verschwunden – aus Fremden wurde langsam eine harmonische Reisegemeinschaft.

Zwischen Dünen und Fischerdörfern

Am nächsten Morgen bringt uns die Fähre auf die Kurische Nehrung – eine der schönsten Naturlandschaften Europas. Schon die Fahrt durch die schmalen Kiefernwälder vermittelt das Gefühl, in eine andere Welt einzutauchen.
Goldgelbe Wanderdünen wechselten sich mit dichten Kiefernwäldern ab, dazwischen lagen idyllische Fischerdörfer mit bunt gestrichenen Holzhäusern. In Nida schien die Zeit stehen geblieben zu sein. Von der Parnidis-Düne bot sich ein weiter Blick über das Kurische Haff bis zur Ostsee. Kein Wunder, dass diese einzigartige Landschaft „osteuropäische Sahara“ genannt wird und zum UNESCO-Welterbe gehört. Mit etwas Glück lassen sich hier sogar Elche beobachten – allein der Gedanke daran machte den Ausflug zu einem kleinen Abenteuer.
Nach einer Pause am Thomas-Mann-Kulturzentrum ging es nach einem weiteren Stopp am Wallfahrtsort Berg der Kreuze, wo wir den Pilgerort bestaunen konnten, weiter nach Riga, das Ziel unserer heutigen Etappe.

Riga – Jugendstil von Weltrang

Riga, die Hauptstadt Lettlands überrascht viele von uns mit ihrer Eleganz. Prächtige Jugendstilfassaden, historische Kontorhäuser und verwinkelte Gassen erzählen von der großen Zeit der Hanse.
Bei unserer Stadtführung wechseln sich imposante Boulevards mit kleinen Plätzen und versteckten Innenhöfen ab. Besonders die kunstvoll gestalteten Fassaden ziehen alle Blicke auf sich. Am Nachmittag bleibt für einige genügend Zeit, die Stadt individuell zu entdecken – sei es bei einem Kaffee auf dem Domplatz oder beim Bummel durch die kleinen Geschäfte der Altstadt. Andere Gäste nehmen das Angebot ihres Reiseleiters an und fahren mit dem Bus nach Jurmala, um den Strand und die Promenade bei schönstem Sonnenschein zu genießen.

Estlands grüne Mitte

Die Fahrt nach Estland führt durch den Gauja-Nationalpark. Sanfte Hügel, dichte Wälder und der gemächlich fließende Fluss Gauja prägen diese abwechslungsreiche Landschaft, die auch als „Livländische Schweiz“ bekannt ist. Unterwegs besuchen wir die Gutsmannhöhle und die Turaida Burg.
In Tartu erwartet uns eine lebendige Universitätsstadt voller Geschichte. Junge Studierende prägen das Straßenbild ebenso wie historische Gebäude und gepflegte Parkanlagen. Hier begegnen sich Tradition und modernes Leben auf sympathische Weise.

Tallinn – Mittelalter zum Anfassen

Ein weiterer Höhepunkt wartet in Tallinn. Kaum eine europäische Hauptstadt besitzt eine so vollständig erhaltene mittelalterliche Altstadt.
Von den Aussichtspunkten der Oberstadt schweift der Blick über ein Meer roter Ziegeldächer bis hinunter zum Hafen. Enge Gassen, alte Kaufmannshäuser und mächtige Wehrtürme vermitteln das Gefühl, mehrere Jahrhunderte zurückzureisen.
Am Abend zog es viele von uns noch einmal hinaus. Im warmen Licht der Laternen wirkte die Altstadt fast märchenhaft und bot eine wunderbare Kulisse für lange Gespräche und gemeinsame Erinnerungsfotos.

Von Tallinn nach Helsinki

Der erste Teil unserer Rundreise war dem Baltikum gewidmet. Mit vielen interessanten und manchmal überraschenden Eindrücken verabschiedeten wir uns heute von der Region und brachen auf nach Skandinavien. Das bedeutete mal wieder die Koffer zu packen und nach dem Frühstück zu verladen, damit man noch den freien Vormittag in der estnischen Hauptstadt genießen konnte. Bei gutem Wetter bot sich ein Stadtbummel durch die engen Gassen und Märkte an oder der Besuch eines Museums.
Mittags hieß es noch schnell ein gemütliches Cafè für eine kleine Stärkung zu finden, danach ging es auch schon auf die Fähre, mit der wir nach Helsinki übersetzten. Am Abend bezogen wir unser zentral gelegenes Hotel und ließen den Tag beim gemeinsamen Abendessen ausklingen.

Finnland – Zwischen Design und Natur

Die finnische Hauptstadt überraschte durch ihre angenehme Gelassenheit. Breite Straßen, viel Grün und die Nähe zum Meer prägen das Stadtbild.
Während unserer Rundfahrt lernten wir den imposanten Dom am Senatsplatz, den Sibelius-Park und die moderne Architektur kennen. Besonders angenehm war die entspannte Atmosphäre, die Helsinki ausstrahlt.
Wer wollte, konnte anschließend mit unserem Reiseleiter die historische Seefestung Suomenlinna besuchen – ein faszinierendes UNESCO-Welterbe mitten im Schärengarten.

Das Bilderbuchstädtchen Porvoo

Bevor wir Finnland verlassen, besuchen wir Porvoo – eine Stadt wie aus einem Bilderbuch. Die roten Speicherhäuser am Fluss gehören zu den bekanntesten Fotomotiven des Landes. Kopfsteinpflaster, kleine Kunsthandwerksläden und gemütliche Cafés laden zum Verweilen ein.
Am Nachmittag heißt es erneut: Leinen los. Während die Fähre Kurs auf Schweden nimmt, gleiten unzählige kleine Inseln des Schärengartens an uns vorbei. Die langsam untergehende Sonne taucht die felsigen Ufer in warmes Licht – einer jener Momente, die man einfach genießt.

Stockholm – Eleganz zwischen Wasser und Geschichte

Stockholm macht seinem Ruf als „Venedig des Nordens“ alle Ehre. Die Stadt verteilt sich auf vierzehn Inseln und verbindet königliche Pracht mit moderner Lebensart.
Während unserer Rundfahrt entdecken wir das Königliche Schloss, das Rathaus und zahlreiche prachtvolle Boulevards. Beim anschließenden Rundgang durch die Gamla Stan, der historischen Altstadt, bekommen wir einen Eindruck von dem mittelalterlichen Leben in dieser Stadt. Ein besonderer Höhepunkt ist der Besuch des Vasa-Museums. Das nahezu vollständig erhaltene Kriegsschiff aus dem 17. Jahrhundert beeindruckt selbst diejenigen, die sich sonst kaum für Seefahrt interessieren.

Ein würdiger Abschluss

Die letzte Etappe führt quer durch Schweden nach Göteborg. Beim großen skandinavischen Buffet an Bord der Stena-Line-Fähre wird noch einmal gemeinsam gelacht, erzählt und auf die vergangenen Tage angestoßen.
Als am nächsten Morgen Kiel in Sicht kommt, endet eine Reise voller Kontraste. Fünf Länder, drei baltische Hauptstädte, zwei skandinavische Metropolen, eindrucksvolle Naturlandschaften und unzählige Begegnungen liegen hinter uns.
Doch das Schönste an dieser Reise sind nicht nur die vielen Sehenswürdigkeiten. Es ist das gemeinsame Erleben. Aus einer Gruppe Alleinreisender ist innerhalb weniger Tage eine fröhliche Gemeinschaft geworden. Neue Freundschaften wurden geschlossen, Geschichten geteilt und Erinnerungen geschaffen, die weit über den Urlaub hinaus Bestand haben.

Rückreise nach Dresden

Nach einem gemeinsamen Frühstück auf der Fähre, verabschiedeten wir uns herzlich voneinander im Terminal-Gebäude. Danach trat jeder die Heimfahrt, ob per Bus oder Bahn, an.


Kommentare zum Reisebericht