Orgelfahrt in die Brandenburgische Niederlausitz
mit Kreuzorganist Holger Gehring (Dresden) – Besichtigungen und Vorführungen historischer Orgeln in Großkmehlen, Ortrand, Hosena und Doberlug-Kirchhain (Stadtkirche und Zisterzienserklosterkirche)
TF-QQOR8
in Planung
min. 25
1 Tag
1 ME
Leistungen inklusive
- Fahrt im modernen Komfort-Reisebus
- Mittagessen in Tettau
- Reisekaffeetrinken in Doberlug-Kirchhain
- 5 konzertante Orgelvorführungen durch Kreuzorganist Holger Gehring
- Kirchenbesichtigungen
- ausführliches Teilnehmerheft mit wissenswerten Details zur Reise
- Reiseorganisation: Antje Müller (art bohème)
Wichtige Hinweise
- Bitte teilen Sie uns unverzüglich nach Ihrer Reisebuchung relevante Lebensmittelunverträglichkeiten und Allergien, sowie benötigte spezielle Ernährungsformen mit. Nur so können wir diese rechtzeitig bei unseren Leistungsträgern anmelden.
- Mindestteilnehmerzahl 25, bei einer gesetzlichen Absagefrist von mindestens 3 Tagen. Wir informieren Sie unabhängig von diesen Fristen, jedoch sofort nach einer Entscheidungsfindung, in den allermeisten Fällen zu einem bedeutend früheren Zeitpunkt.
Reiseablauf
24.10.26
Erlebnisreiche Niederlausitz
Auf der Orgelfahrt in die Brandenburgische Niederlausitz, zwischen Spreewald und Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft gelegen, sind fünf Instrumente aus zweihundert Jahren Orgelbaugeschichte vom Barock bis zur Romantik zu erleben. Ebenso vielfältig in Bezug auf Architektur und Ausstattung sind die Kirchen, in denen sie erklingen. Die älteste Orgel aus dem Jahr 1718 steht in der St. Georgskirche in Großkmehlen. Es handelt sich dabei um eines der beiden von Gottfried Silbermann in Brandenburg erbauten Instrumente. Mehr als einhundertdreißig Jahre später, um 1850, errichtete Johann Friedrich Thurley aus Treuenbrietzen eine Orgel in der von heller Schlichtheit bestimmten Kirche in Ortrand. Die Phase der Hochromantik repräsentiert eine Orgel in der zeitgleich erbauten Christuskirche Hosena, ein Instrument der seinerzeit wichtigsten schlesischen Orgelbauwerkstatt Schlag & Söhne aus Schweidnitz. In der spätromanischen Zisterzienserklosterkirche in Doberlug, die durch den Kontrast ursprünglicher zisterziensischer Schlichtheit in der Architektur und einer farbenprächtigen historistischen Ausstattung beeindruckt, erklingt eine frühe Orgel der bedeutenden Frankfurter Orgelbauwerkstatt Wilhelm Sauer aus dem Jahr 1876. In der Stadtkirche St. Marien in Doberlug-Kirchhain mit ihrem aufwendig bemaltem Holzgewölbe ist eine Orgel der Werkstatt Voigt aus dem Jahr 1920 zu erleben. Alle Instrumente sind mit stilistisch passender Orgelmusik aus ihrer jeweiligen Entstehungszeit zu hören. Lassen Sie sich verzaubern von faszinierender Technik, reizvoller Architektur und klanglicher Vielfalt!
Ortrand St. Barbarakirche
Klassizistische Biedermeierorgel
1846-1847 erbaut von Johann Friedrich Thurley (Treuenbrietzen)
2023-2025 restauriert durch Hermann Eule (Bautzen)
2 Manuale und Pedal 22 Register
Hosena Christuskirche
Hochromantische Orgel
1912-1913 erbaut von Schlag & Söhne (Schweidnitz)
2015 restauriert durch Ekkehart Groß (Kubschütz)
2 Manuale und Pedal 20 Register
Doberlug-Kirchhain Stadtkirche St. Marien
Spätromantische Orgel
1920-1921 erbaut von Arno Voigt (Bad Liebenwerda)
2019 restauriert durch Mitteldeutscher Orgelbau A. Voigt (Bad Liebenwerda)
3 Manuale und Pedal 33 Register
Großkmehlen St. Georgskirche
Barockorgel
1717-1718 erbaut von Gottfried Silbermann (Freiberg)
1995-1996 restauriert durch Wilhelm Rühle (Moritzburg)
2 Manuale und Pedal 22 Register
Doberlug Zisterzienserklosterkirche
Frühromantische Orgel
1874-1876 erbaut von Wilhelm Sauer (Frankfurt/Oder)
1999-2002 restauriert durch Christian Scheffler (Sieversdorf)
2 Manuale und Pedal 28 Register
Es begleiten Sie Frau Antje Müller (art bohème) und Kreuzorganist Holger Gehring.
Vita Holger Gehring
Holger Gehring wurde 1969 in Bielefeld geboren und erhielt dort u. a. bei Herbert Wulf seine erste musikalische Ausbildung. Er studierte Kirchenmusik an den Musikhochschulen in Lübeck (Orgel bei Martin Haselböck, Cembalo bei Hans-Jürgen Schnoor) und Stuttgart (Orgel und Cembalo bei Jon Laukvik). Anschließend studierte er künstlerisches Orgelspiel bei Daniel Roth an der Musikhochschule Frankfurt und danach Solistenklasse Orgel bei Ludger Lohmann Musikhochschule Stuttgart. Zeitgleich studierte er an der Schola Cantorum in Basel bei Jesper Christensen Cembalo, Generalbass und Ensemble für Alte Musik. Meisterkurse führten ihn zu Marie-Claire Alain, Luigi Ferdinando Tagliavini, Andrea Marcon und Michael Radulescu. Er ist Preisträger mehrerer nationaler und internationaler Wettbewerbe für Orgelliteraturspiel und Orgelimprovisation. Nach seiner kirchenmusikalischen Tätigkeit an der Friedenskirche Ludwigsburg und als Assistent des württembergischen Landeskirchenmusikdirektors war er als Kantor der Stadtkirche Bad Hersfeld tätig, zudem Dozent an der Kirchenmusikalischen Fortbildungsstätte Schlüchtern sowie Orgelsachverständiger der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. 2004 wurde er zum Kreuzorganisten an die Kreuzkirche Dresden berufen und 2005 zum Orgelsach-verständigen der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens ernannt. Seit September 2017 ist er außerdem Custos der neuen Konzertsaalorgel der Dresdner Philharmonie im Kulturpalast Dresden. Darüber hinaus ist er als Lehrbeauftragter für Orgelliteraturspiel und Orgelimprovisation sowie für Generalbass und Aufführungspraxis Alte Musik an der Staatlichen Hochschule für Musik und an der Hochschule für Kirchenmusik Dresden tätig. Er ist außerdem künstlerischer Leiter der Schloss-konzerte in Reinhardtsgrimma und Dozent auf Meister- und Fortbildungskursen. Publikationen über Orgelspiel und Orgelbau, CD-, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen ergänzen seine Tätigkeit. Regel-mäßig arbeitet er mit renommierten Orchestern wie der Dresdner Philharmonie oder den Musikern der Sächsischen Staatskapelle Dresden zusammen und begleitet den Kreuzchor auf seinen inter-nationalen Konzertreisen. Eine rege solistische Konzerttätigkeit als Organist und Cembalist führt ihn durch das In- und Ausland.
www.holgergehring.de
Vita Antje Müller
Antje Müller wurde 1969 in Dresden geboren. Nach einem Magisterstudium im Hauptfach Musikwissen-schaft und einem Aufbaustudium Kulturmanagement begann ihre berufliche Laufbahn im Laaber-Musikverlag Regensburg und bei der Sächsischen Orgelakademie Lichtenstein. Anschließend arbeitete sie als Veranstaltungsleiterin im Musikbüro der Dresdner Kreuzkirche und später als Leiterin der Geschäftsstelle der ev.-luth. Landessynode Sachsens. 2023 übernahm sie die Geschäftsführung der Gesellschaft der Orgelfreunde. Darüber hinaus ist sie seit 2010 als selbstständige Musikmanagerin und Reiseleiterin für verschiedene Kulturträger in Dresden und Umgebung tätig.
www.artboheme.de
Termine & Preise
Diese Reise
ist nicht geeignet
für Personen mit eingeschränkter
Mobilität .
Eingeschränkte Mobilität auf Reisen betrifft jeden Reisegast, dessen Beweglichkeit aufgrund einer körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung eingeschränkt ist,
und er aus diesem Grund nicht an allen Führungen und Besichtigungen teilnehmen kann.
Im Zweifel können wir vorab für Sie prüfen, ob die Teilnahme für Sie möglich ist. Bitte fragen Sie uns vor Buchung, ob diese Reise für Sie geeignet ist - wir beraten
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