Zum Hauptinhalt springen ... Alle Themen & Ziele
  (03 52 04) 92 112 / Mo – Fr: 07:00 – 19:00 Uhr + Sa: 10:00 – 15:00 Uhr
Eberhardt TRAVEL GmbH
Testsieger 2025
Banner-Hero

Von sonnigen Kapstadt in Südafrika bis zu den gewaltigen Viktoria Wasserfällen in Simbabwe

Reisebericht: 10.03. – 28.03.2026

Lesen Sie von unserer abwechslungs- und erlebnisreichen Reise ans schönste Ende der Welt!

Annett Müller

Ein Reisebericht von
Annett Müller

Südafrika - Simon`s Town - Boulders Beach – © Annett Müller (Eberhardt TRAVEL) Südafrika - Stellenbosch - Weingut Jordan – © Annett Müller (Eberhardt TRAVEL) Südafrika - unterwegs – © Annett Müller (Eberhardt TRAVEL) Südafrika - Oudtshoorn - Straußenfarm – © Annett Müller (Eberhardt TRAVEL) Südafrika - St. Lucia - Bootsfahrt - Schreiseeadler – © Annett Müller (Eberhardt TRAVEL) Südafrika - Hluhluwe iMfolozi Park - Pirschfahrt - Senegalkiebitz – © Annett Müller (Eberhardt TRAVEL) eSwatini - Pause bei Swazi Candle – © Annett Müller (Eberhardt TRAVEL) Südafrika - Hoedspruit-Pridelands - Pirschfahrt – © Annett Müller (Eberhardt TRAVEL) Südafrika - Kruger Nationalpark - Pirschfahrt – © Annett Müller (Eberhardt TRAVEL) Südafrika - Kruger Nationalpark – © Annett Müller (Eberhardt TRAVEL) Simbabwe - Viktoria Wasserfälle – © Annett Müller (Eberhardt TRAVEL) Simbabwe - Viktoria Wasserfälle – © Annett Müller (Eberhardt TRAVEL)

Von Deutschland nach Südafrika – Flug

Auf dem Flughafen Frankfurt/Main traf sich die Eberhardt-Gruppe um Reisebegleiterin Annett, um den langen Direktflug mit Lufthansa gemeinsam zu bestreiten.

Willkommen in Kapstadt mit Tafelberg und afrikanischen Klängen

Am späten Vormittag landeten wir im sonnigen Kapstadt. Die Uhren mussten wir eine Stunde vorstellen. Am Flughafen begrüßte uns Martina, unsere örtliche Reiseleitung und der junge Kees, unser Busfahrer. Schnell südafrikanische Rand an der Geld-Geb-Maschine geholt, Gepäck verstaut und los ging es schon zur ersten Erkundungsrunde in Kapstadt. Unser erstes Ziel war natürlich der Tafelberg und das bei Traumwetter! Die Karten waren durch Eberhardt bereits gekauft, also ging es ohne Wartezeit los. Mit der sich drehenden Gondel (Bauherren natürlich die Schweizer) ging es hinauf. Keiner musste drängeln, denn diese Gondel dreht sich während der Fahrt um 360 Grad. WOW, welche Ausblicke bei klarer Sicht und Sonnenschein. Liebe Reisegäste, das habt Ihr Euch verdient! Auf dem Rundweg über das Plateau boten sich immer wieder fantastische Ausblicke und Fotomotive. Das erste Must to see der Reise war geschafft. Alle Reisegäste waren mehr als glücklich, die lange Anreise vergessen. Anschließend besuchten wir das Bo Kaap Viertel am Fuße des Tafelbergers. So bunt wie die Regenbogennation ist auch dieses Viertel, inspiriert von Kap-Malaien mit indischer Herkunft (u.a. Sklaven aus Indonesien und Malaysia). Bei einem kleinen Spaziergang durch das Viertel besuchten wir einen traditionellen Gewürzladen. Safran, Lemon Pepper & Co wechselten den Besitzer. Am späten Nachmittag checkten wir im Hotel City Lodge ein, welches sich fußläufig und in nächster Nähe zur Victoria & Alfred Waterfront, dem touristischen Zentrum von Kapstadt, befindet. Nach dem Zimmerbezug gönnten wir uns eine Pause, bevor wir zum Abendessen aufbrachen. Glänzend Gold und afrikanisch bunt sollte es werden. Das beliebte GOLD Restaurant ist Entertainment und Erlebnis-Gastro pur. Ca. 14 verschiedene Gerichte, eine Auswahl von Spezialitäten aus ganz Afrika auf bunten Keramikgeschirr stapelten sich auf unserem Tisch - eine kulinarische Reise. Passend zum Ambiente wurden wir von den Xhosa traditionell bemalt und musikalisch unterhalten. Melancholische Gesänge um Liebe und Geister, rhythmischer Trommelwirbel und Tanzeinlagen in bunten Gewändern - wir hatten Spaß und klatschten begeistert und taktvoll mit. Ein Ständchen für unser Geburtstagskind fehlte natürlich auch nicht, Happy Birthday. Ein besonderer und gelungener erster Abend in Kapstadt, wir waren angekommen. Mit Begeisterung und kreativer Bemalung im Gesicht verließen wir zu später Stunde die Location und fuhren zum Hotel zurück.

Ausflug zum Kap der Guten Hoffnung & Pinguine

Die Sonne schien, also der perfekte Tag für unseren Ausflug. Wenn Engel reisen....... Via Sea Point und dem noblen Küstenvorort Clifton gelangten wir zum Maidon`s Cove, einem beliebten Aussichtspunkt mit Blick auf die 12 Apostel und die Bucht von Camps Bay - wieder ein perfekter Ort für Neidfotos. Nach einem kurzen Stopp im kleinen Hafen von Hout Bay (Zentrum der Holzindustrie) fuhren wir über den spektakulären Chapmans Peak Drive und entlang traumhafter Küsten, natürlich mit Fotostopps. Kurze Zeit später passierten wir den Eingang zum Nationalpark Kap-Halbinsel. Mit dem Flying Dutchman (Standseilbahn) fuhren wir zum Cap Point. Die letzten Stufen zum Leuchtturm mussten wir zu Fuß gehen. Der Ausblick vom Leuchtturm ganz oben raubte uns den Atem, einfach Wahnsinn. 9.575 km von Berlin (leider fehlt das Schild am Wegweiser) entfernt. Zum Parkplatz gingen die meisten zu Fuß wieder hinunter, überall einzigartige Fotomotive! Zum 2. Cap Point fuhren wir mit dem Bus. Am berühmten Schild Kap der Guten Hoffnung war das obligatorische Gruppenfoto angesagt. Später zertifizierte Annett den Gästen ihre erfolgreiche Kap-Taufe mit dem passenden Getränk Amarula. Entlang der False Bay (Falsche Bucht) fuhren wir nach Simons Town weiter. Unser kleiner Bus fand einen nahen Parkplatz, so dass der Weg zum Boulders Beach nicht weit war. An diesem Beach hat sich eine Pinguin-Kolonie gemütlich gemacht. Die schwarz-weißen Gesellen fühlen sich hier sichtlich wohl und präsentierten sich als Fotomodels im Frack. Es war sehr lustig, ihnen zuzuschauen. Nach diesem wunderbaren Ausflug kehrten wir in unser Hotel nach Kapstadt zurück. Nach dem Abendessen im Hotel zogen wir noch einmal los (Schlafen können wir zu Hause). Auf einen orientierenden Spaziergang zeigte Annett die Hotspots der Waterfront. Ein Bummel an der abendlich beleuchteten Waterfront ist schon ganz besonders. Den Abend ließen einige Gäste mit Annett im Biergarten bei Irish Pub Ferrymans an der Waterfront in geselliger Runde mit Guinness und Live-Musik ausklingen. Cape Town by Night is magic!

Ausflug in die Weinregion rund um Franschhoek und Stellenbosch

Das Wetter zeigte sich auch heut von seiner sonnigen Seite. Zwar ungewöhnlich heiß für diese Zeit (Spitzenwert 38 °C in Paarl für heut angekündigt, eine Woche zuvor war es noch 10 ° C kühler), doch GottseiDank wehte ein kleines Lüftchen und besser so als trüb und Regen.
Unser Ausflug führte uns in die nahen Weinanbaugebiete rund um Franschhoek und Stellenbosch. Eine zauberhafte Landschaft im Sonnenschein präsentierte sich. In dieser facettenreichen Weinregion liegen malerische kleine Orte bis hin zu hohen, schroffen Bergformationen. Hier liegt auch der Ursprung der kap-holländischen Architektur, die bis heute noch deutlich zu erkennen ist. Die Anfänge der Weinbaukultur am Kap reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück. Holländische und französische Siedler brachten das Know-How aus der Heimat mit und fanden in den sonnigen Tälern beste Bedingungen für den Weinanbau: Viel Sonne, milde Winter - ein Paradies der Trauben! Südafrikanische Weine sind eine Garantie für auszeichnete Qualität und Geschmack und sind weltweit bekannt. Zunächst erreichten wir Groot Drakenstein. Hier befindet sich das Gefängnis, wo Nelson Mandela bis zu seiner Freilassung inhaftiert war. Die Bronzestatue erinnert daran. Mandela ist auch nach seinem Tod in Südafrika allgegenwärtig und wird von Farbigen und Weißen gleichermaßen verehrt. Das kleine Städtchen Franschhoek ("französischen Ecke") war unsere nächste Station. Der hübsche Ort versprüht wirklich französischen Charme mit seinen einladenden Cafes und originellen Galerien. Danach fuhren wir nach Stellenbosch, wo wir einen kleinen Spaziergang unternahmen und etwas freie Zeit hatten. Stellenbosch ist nach Kapstadt die zweitälteste von Europäern gegründete Siedlung an der südafrikanischen Küste. In der "alten" Stadt begegnet man vielen jungen Menschen, denn Stellenbosch ist Universitätsstadt. Viele, originalgetreu restaurierte Gebäude im kap-holländischen Stil, die aus der Zeit der Ostindien-Kompanie stammen, sind bis heute erhalten geblieben. Zum Abschluss unseres Ausfluges fuhren wir zum Jordan Wine Estate, eine Weinfarm mit 300 Jahre alter Geschichte an einem romantischen See. Von den Weinbergen am Jordanhang aus hat man einen Panoramablick auf das Stellenbosch Kloof Valley und die Stellenbosch Mountains. 1993 übernahmen Kathy und Gary das Weingut von ihren Eltern und spezialisierten sich auf den Anbau klassischer Sorten, die zum Erfolg führten. Angebaut werden je zu Hälfte Rot- und Weißweine, abhängig von der Lage der Weinhänge. Chardonnay und Merlot sind dabei die führenden Sorten. Mister Wunderbar kredenzte uns auf der schattigen Terrasse einige Weine zum Verkosten. Danach folgte eine kurze Führung durch das Weingut, wo die Gäste einen Einblick in die Geschichte und deren Produktion erhielten. Danach machten wir es uns auf dem Rasen der privaten Picknick-Area am See gemütlich, eine super Location. Sonnenschirme, Kuschelkissen und Picknickkörbe mit allerhand Farmers-Leckereien, Wein und andere Getränke boten den perfekten Rahmen für unser Wein-Picknick. Mit den prall gefüllten Picknickkörbe waren wir etwas überfordert, einfach viel zu viel für uns ernährungsbewusste Europäer;-). Am späteren Nachmittag waren wir in Kapstadt zurück. Der letzte Abend in Kapstadt stand jedem Gast zur freien Verfügung.

Via Mossel Bay in die Kleine Karoo, nach Oudtshoorn

An diesem Tag verabschiedeten wir uns von Kapstadt und zogen weiter. Eine längere Fahrt führte uns in die Kleine Karoo, vorbei an Kornfeldern und weitem Farmland, auf den Feldern weideten Paradieskraniche sowie Rinder und Schafe. Auf unserer Strecke begleiteten uns die Langeberge, ein Gebirgszug, der sich über 200 km fast bis nach Kapstadt zieht. Wir passierten Heidelberg, ja richtig gelesen. Früher gab es hier nur eine riesige Farm. 1855 wurde dann eine Kirche sowie eine Schule gebaut und die Siedlung nach der deutschen Stadt benannt. In Riversonderend stoppten wir an der alten Bäckerei Ou Meul (Alte Mühle). Hier gab es hausgemachte Leckereien und guten Kaffee, genau das Richtige für unsere frühe Mittagspause. Bei Albertinia hielten wir an einer Aloenfarm und deckten uns mit natürlichen Beauty-Produkten ein. In Mossel Bay (Muschelbucht) besichtigten wir das Bartolomeus Diaz Museum. Über den Robinson-Pass erreichten wir am Nachmittag Oudtshoorn, die Straußenhauptstadt der Welt. Unser Ziel war die romantische Swartberg Country Manor Lodge, die malerisch und etwas versteckt unterhalb der schwarzen Berge liegt. Mit Bubbles wurden wir empfangen und bezogen unsere Zimmer im eleganten Mainhouse. So waren wir plötzlich Hausbesitzer. Die gemütliche Terrasse mit Ausblick wurde zum Lieblingsplatz für den Sundowner. Am Abend wurde für uns lecker uns gekocht. Fast alle entschieden sich für Straußen-Filet, yummi, yummi. Nach diesem entspannten Abend hüpften wir in unsere himmlischen Betten mit Zugang zum Traumland.

Höhlen, Strauße & mehr Erlebnisse

Unweit der Lodge befinden sich die Cango Caves, die wir während eines Rundganges besichtigten. LyAnne freute sich schon, uns in die unterirdische Welt zu entführen. Im charmanten Deutsch erklärte sie uns auf äußerst amüsante Weise die Geschichte der Caves und sang das Ave Maria, was Gänsehaut erzeugte. Anschließend waren wir auf der Straußenfarm verabredet. Dort erwartete uns Geraldine, die uns in die Geheimnisse der Straußenzucht einweihte. Wir lernten einige „Farmbewohner" näher kennen, auch die jüngsten Strauße im Kindergarten. Diese konnten wir sogar streicheln, während sich die erwachsenen Strauße hungrig auf die Leckerlis stürzten. Über den Outeniqua-Pass (... Männer, die Taschen mit Honig tragen..) mit Panorama-Fotostopp ging es zurück zur Küste In Wilderness zog sich die Sonne kurzfristig zurück. Während einige auf der Terrasse eines Hotels ein Kaffee-Päuschen genossen, unternahmen andere mit Annett einen Spaziergang am fast menschenleeren Strand.
Am Nachmittag erreichten wir unser nächstes Ziel: Knysna, die hübsche Lagunenstadt, wo uns auch die Sonne wieder Hallo sagte. Abends unternahmen wir einen Spaziergang zur Knysna Waterfront, wo wir vorzüglich im Restaurant „Drydocks" a la carte zu Abend speisten. Ob Prawns, Kabeljau oder Steak für jeden Geschmack war etwas dabei. Vorsorglich hatten wir vorab Plätze reserviert.

Plettenberg Bay – Tsitsikamma Nationalpark – Gqeberha

Heute hatte Frau Sonne nicht die richtige Lust, sich in voller Pracht zu zeigen und versteckte sich immer wieder hinter Wolken. Auf unserem Weg entlang der Gartenroute stoppten wir in „Plet“ wie die Einheimischen das vornehme Plettenberg Bay nennen. Bald merkten wir, dass wir gewaltige Schluchten überqueren. An der Bloukrans-Bridge hielten wir und beobachteten wie sich Adrenalin-Junkies kopfüber in die 216 m tiefe Schlucht stürzten (höchste Spannbeton-Brücke). Leider traute sich von uns keiner. Im Tsitsikamma Nationalpark angekommen, wanderten wir auf dem befestigten Rundweg (ca. 3 km) durch ein Stück „Urwald", jeder in seinem eigenem Tempo. Einige Wege waren gesperrt. Nach der letzten Sturmflut werden diese saniert. Obwohl die Sicht etwas trüb war, wurden wir mit einzigartigen Ausblicken beschenkt. Dassies bzw. besser bekannt als Klippschliefer standen Fotomodell. Auf der alten, wackligen Hängebrücke stehend, schauten wir fasziniert wie der schwarze Storm River in den Indischen Ozean mündet. Kleine versteckte Wege führten abenteuerlich zu kleinen Buchten. Einzelne Mutige wagten ein Bad im Indischen Ozean, Respekt! Nach diesem aktiveren Erlebnis fuhren wir nach Gqerberha, unseren letzten Ziel im 1. Teil unserer Reise. In Gqerberha (früher Port Elizabeth und 3. größte Hafenstadt Südafrikas) erzählte uns Martina von der traurigen Liebesgeschichte von Mr. Donkin, einst Gouverneur der Kap-Kolonie: seine Frau Elizabeth lernte die Stadt nie kennen, denn sie verstarb bei der Geburt ihres Sohnes in Indien. Als er zum Gouverneur berufen wurde, erbaute er in Gedenken an seine geliebte Frau eine weiße Pyramide auf einem Hügel. Am späten Nachmittag checkten wir im Hotel ein.
Beim gemeinsamen Abendessen verabschiedeten wir uns offiziell von unserer liebgewonnen Martina (Guide) und unserem Busfahrer Kees. Die vom Wein-Picknick auf Jordans über gebliebenen Flaschen wurden erfolgreich geleert.

Auf zu neuen Abenteuern: Flg nach Durban – Sankt Lucia

Nach einem zeitigen Frühstück fuhren wir zum Flughafen. Den Online Check In hatte Annett bereits am Vorabend erledigt. Am Flughafen sagten wir Martina und Kees Good Bye. Die beiden waren ein super Team, vor allem Martina, die mit viel Wissen, Humor, Herzlichkeit und Kees, der mit sicherer, vorausschauender Fahrweise unser Reiseerlebnis mit dem Prädikat „besonders und ausgezeichnet“ verzierten. Der Abschied fiel entsprechend schwer. Der Flug mit Airlink war pünktlich und am freundlichen Service an Bord sollten sich diverse deutsche Fluggesellschaften orientieren. Vormittags landeten wir pünktlich in Durban. Die „indische“ Metropole empfing uns mit Sonnenschein. Unsere Reiseleiterin Sonet und John, unser Busfahrer, erwarteten uns schon. Die Metropole Durban ließen wir links liegen und fuhren direkt nach Sankt Lucia. Unterwegs erfuhren wir Interessantes zum Zuckerrohranbau, der in der Region Kwazulu Nathal vorherrscht. Auch zu King Shaka, dem brutalen König der Zulus erfuhren wir so einiges. Wir müssen zugeben, auf der längeren Fahrt auch etwas Augenpflege betrieben zu haben (Wir mussten ja auch früh aufstehen). Wir entdeckten nun ein anderes Afrika als in der Kapregion: traditionelle Dörfer mit den typischen Rundhütten, bunte Märkte der Einheimischen. Bereits am Mittag erreichten St. Lucia am iSimangaliso Wetland Park, der zum UNESCO Weltnaturerbe gehört. Auf Zulu bedeutet das Wunder. Flora und Fauna sind hier wirklich ein Wunder - eine Mischung aus Sumpfgebiet und Savanne. Hier befindet sich auch der größte See Südafrikas. Eigentlich kein echter See, sondern eine Lagune, die durch einen Küstenstreifen (Düne) vom indischen Ozean getrennt ist. Dort befinden sich die zweithöchsten, bewaldeten Dünen der Welt. Schnell merkten wir, dass das ganz andere Klima als in der Kapregion uns hier schwitzen lässt. Eben tropisches Klima, etwas schwülwarm. Obwohl sich Mücken eigentlich bei diesem Klima recht wohl fühlen, hören oder sehen wir fast keine. In der familiär geführten Umlilo Lodge, mitten in einem tropischen, kleinen Garten wurden wir von Lorenzo und seiner Familie herzlich begrüßt. Anschließend relaxte jeder auf seine Weise. Viele Gäste bummelten durch den Ferienort mit den vielen Warnschildern "Achtung Hippos on the road", statteten den Marktfrauen einen Besuch ab, um lecker Baby-Ananas zu probieren oder testeten originelles Kinder-Spielzeug. Am späteren Nachmittag fuhren wir zur Anlegestelle, wo unsere Bootsfahrt auf den Ausläufern des St. Lucia Sees begann. Wir hatten ein Boot exklusiv für uns. Die diesjährige Regenzeit war überdurchschnittlich, entsprechend hoher Wasserstand und an den Ufern gedeihte eine üppige Vegetation. Unsere Augen mussten sich sehr anstrengen, um Hippos und Crocs (die wir leider nicht entdeckten) zu erspähen. Aber die Landschaft entschädigte. Dann sahen wir Steine mit Ohren im Wasser, also Hippos (Flusspferde). Wenn die Sonne scheint, zieht es Flusspferde ins kühle Nass, denn sie besitzen keinen Sonnenschutz. Deshalb kommen sie nur nachts aus dem Wasser, um zu fressen. Hippos schauen eigentlich niedlich und harmlos aus, wenn sie so im Wasser vor sich hin dösen und ihre Ohren wie Propeller kreisen. Doch Vorsicht, sie sind sehr gefährlich und unberechenbar! In ihren weitaufgerissenen Mäulern stecken Zähne, fast so groß wie die Stoßzähne der Elefanten! Täglich futtern sie fast 50 kg Grünzeug und können bis zu 50 km/h rennen. In Afrika gilt es als das gefährlichste Tier, jährlich sterben ca. 100 Menschen durch ein Hippo. Das sind doppelt so viele wie von einem Löwen getötet werden. Eine Hippo-Mama mit Nachwuchs ging an Land, ein Schreiseeadler (Fish Eagle) beobachtete uns. Als die Sonne unterging schipperten wir zurück.
Zum Abendmahl sind wir in unserer Umlilo Lodge zurück. Es gab einige Stromausfälle und ehe das Notstromaggregat ansprang, vergingen einige Minuten. Wir mußten zwar etwas auf das Abendessen warten, aber das ist Afrika und kein Problem. Alles wird frisch vom Familienbetrieb gekocht und serviert - wir fühlen uns sehr wohl hier. Zu später Stunde entschloßen sich noch einige Gäste mit Annett zu einem Verdauungsspaziergang. Wir Abenteuer hatten die Hoffnung auf Hippo Begegnungen.

Von Sankt Lucia zum uMflozi Nationalpark bei Hluhluwe

Nach einem entspannten Frühstück war noch etwas Zeit für einen morgendlichen Spaziergang. Anschließend fuhren wir zum sonnigen Public Beach. Die schwache Brandung ließ für viele Gäste ein erfrischendes Bad im Ozean zu. Am Mittag verließen wir das schöne Touristenörtchen und machten uns auf nach Hluhluwe. Hier erwartete uns eine Safari in offenen Jeeps. Dieser Nationalpark gilt mit 950 Km als der älteste und drittgrößte Nationalpark Südafrikas. Ein herrliches Stück Natur mit einer schier endlosen Hügellandschaft, zu dieser Jahreszeit und nach der guten Regenzeit unfassbar grün. Vom Main-Gate starteten wir mit 2 Jeeps mit lokalen Guides zur Safari (ca. 3 h). Erste Begegnungen mit Büffeln und Zebras faszinierten uns. Senegal-Kiebitz, Impalas mit Madenhacker als Begleitschutz, fotogene Blauracke, Nyalas, Drachenspinne und Warzenscheine (Pumba) gaben sich die Ehre. Nach dem zuvor gesichteten Geparden hielten wir vergeblich Ausschau. Zu Schluss kommt bekanntlich das Beste: Breitmaulnashörner! Wow, dennoch befremdlich Nashörner ohne Horn zu sehen. Wir erfuhren, dass Wilderei immer noch eine Ernst zunehmende Gefahr darstellt. Um den Fortbestand zu sichern, hat man sich im Park entschieden, die begehrten Hörner zu entfernen. Wie krank muss ein Mensch sein, Nashörner zu töten! Um zu glauben, dass Nashorn-Pulver die männliche Potenz steigert - ein Mythos! Wenn diese Menschen ein Problem mit ihrem Selbstwertgefühl haben, kaut doch eure Fingernägel, konsultiert einen Arzt, macht es euch auf der roten Couch gemütlich, ändert eure Ernährung! Ich habe kein Verständnis für diese Menschen und deren Handlanger!
Unsere nächste Unterkunft ist die Hluhluwe River Lodge. Unser Reisefahrzeug war zu groß und wir parkten draußen. Mit Shuttles oder zu Fuß (ca. 20 min) durch den afrikanischen Busch erreichten wir diese. In der herrlichen, luxuriösen Lodge inmitten der Natur Südafrikas wurden wir von den Inhabern nebst Haushund Adolf, der freundlichen Crew und Nyalas begrüßt. Auf der Terrasse mit Blick auf den St. Lucia See stießen wir mit einem GT auf den erlebnisreichen Tag an, bevor wir mit einem ausgezeichneten 3-Gänge-Menü bewirtet wurden.

Von Südafrika nach eSwatini (Swaziland)

Heute sagten wir Südafrika vorerst Good Bye und reisten nach eSwatini, welches bis 2019 Swaziland genannt wurde. Von Reiseleiterin Sonet erfuhren wir, dass der Swazi König die Namensänderung beschloss, da sich für ihn Swaziland zu sehr nach „Switzerland“ also der Schweiz anhörte. Dieses kleine Königreich inmitten von Südafrika ist seit 1968 unabhängig von Großbritannien und mit einer Fläche von 17.000 km² sowie aktuell 1,2 Mio. EW halb so groß wie die Schweiz. Der König des Landes hat mit über 15 Ehefrauen und über 40 Kinder und regiert bereits seit 39 Jahren. Jede Ehefrau verfügt über ein eigenes Haus, in dem sie mit den gemeinsamen Kindern lebt. Entgegen des luxuriösen Lebens des Königs darbt sein Volk überwiegend in Armut und führt ein eher bescheidenes Dasein. Die Grenzpassage bei Laviumisa lief reibungslos. Vorbei am Sitz der Königin Mutter gelangten wir ins Ezulwini-Tal. Beim Swasi-Candle-Craft-Center verbrachten wir unsere Mittagspause. Viele Souvenirs wurden erstanden und die Abrechnung im Cafe war äußerst lustig, aber effektiv. Am frühen Nachmittag erreichten wir das Mantega Cultural Village. Vom lokalen Guide Paul erhielten wir eine informative Führung. Wir staunten nicht schlecht über die verschiedenen Gebräuche, die räumliche Aufteilung zwischen Männer und Frauen sowie die fein säuberlich gefertigten Rundhütten, welche aus reinen Naturmaterialien bestehen. So bieten diese bei Hitze angenehm kühle Temperaturen, sind wasserdicht und können mit wenigen Handgriffen versetzt werden. Auch bei Kälte können diese durch Innen-Feuerstellen geheizt werden, der Rauch zieht dann nach oben ab und dient gleichzeitig als Moskitoschutz dient. Eine damalige Siedlung bestand aus Mann, mehreren Ehefrauen, deren Kinder und der Großmutter. Die weiblichen Familienmitglieder hatten ihre eigenen Bereiche mit Küche sowie eine spezielle "Brauerei", wo sie das Bier für die Männer brauten. Kinder ab dem Alter von sechs Jahren haben ihre eigene Hütte, wobei Mädchen und Jungen ab dann getrennt wohnen. Die Männer hatten hingegen ihren eigenen Eventbereich mit Feuerstelle, Zutritt von Frauen nicht erlaubt, nur wenn Service-Dienste angefordert wurde - kaum vorstellbar in Deutschland. Im Hintergrund der Execution Rock (Hinrichtungsfelsen). In der Vergangenheit wurden hier Gesetzlose von den Swasi-Königen über die Klippe in den Tod gestürzt. Im Anschluss an die Führung präsentierten uns die Swasis eine mitreißende, rhythmische und akrobatische Gesangs-und Tanzshow. Via Mbabane (Hauptstadt) und ein paar Umleitungen fuhren wir zu unserer nächsten Unterkunft, auf holprigen Straßen, etwas außerhalb in den umliegenden Bergen von Mbabane. Die Landschaft erinnerte etwas an das Voralpenland. Überall Holzwirtschaft und geschäftiges Treiben, gerodete Flächen werden abgebrannt, um diese für neue Pflanzungen vorzubereiten. Am späten Nachmittag erreichten wir die Foresters Arms Lodge, ehemals das Anwesen von einem Holzfabrikanten. Es begann zu regnen, auch die Nacht hindurch. Aber das störte uns weniger, da tagsüber regenfrei war. Wir bezogen unsere schönen Zimmer mit Blick auf Garten und Pool, alles im altenglischen Stil (very britsh). Zum Abendessen werden wir von Ruth und deren Sohn (Eigentümer) persönlich begrüßt. Die Tische waren einladend gedeckt und Service wird GROSS geschrieben. Das weibliche Servicepersonal trug Ausgehkleidung, so wie man sich der Schwiegermutter präsentiert. Serviert wurde ein mehrgängiges Menü nach persönlicher Auswahl, wer mehr mochte, bekam Nachschlag! Wieder ein gelungener Abend auf dieser Reise.

zurück nach Südafrika

Nach einem entspannten Frühstück ging unsere Reise weiter. Bevor wir Swaziland bei Jeppe`s Reef wieder verließen, besuchten wir einen bunten Swazimarkt mit Kerzenfabrik und die Ngwnya Glasfabrik (hottest attraction in swaziland), wo Altglas eingeschmolzen und zu Gläsern, Vasen und anderen Kunstgegenständen in Handarbeit weiterverarbeitet wird. Bald passierten wir wieder die Grenze zu Südafrika und reisten durch die Region Mpumalanga. Die Region Mpumalanga bedeutet "Ort der aufgehenden Sonne". Ja, auch an diesem Tag begleitete uns diese. Viele Obstplantagen wie Bananen, Avocados, Zitrus- und Nussbäume säumten die Straße. In Mbombela (Nelspruit), der Hauptstadt der Region machten wir in einem belebten Einkaufszentrum eine Pause. Auf der weiteren Strecke genossen wir die abwechslungsreiche Landschaft und die meisten betrieben wieder etwas Augenpflege. Am frühen Nachmittag kamen wir im schönen Örtchen Graskop an. Ganz in der Nähe, hoch oben thronte unsere nächste Unterkunft, das komfortable Angels View Hotel mit einer atemberaubenden Aussicht, die wir an diesem Tag noch ausgiebig genossen. Bis zum gemeinsamen Abendessen hatten wir genügend Freizeit. Manche lockte der Pool, andere spazierten durch die Garten-Anlage, wo gerade eine lokale Hochzeit stattfand. Das Abendessen wurde im Hotelrestaurant serviert. Es dauerte diesmal etwas, aber Afrika hat die Zeit und die Europäer die Uhr.... Ihr wisst schon. Wir freuten uns auf den nächsten Tag mit der Panoramaroute, die morgen wartete...

Ausflug über die spektakuläre Panoramaroute

Wir genossen ein entspanntes Frühstück, allerdings bei etwas trüber Aussicht. Aufgrund der Wettervorhersage änderten wir den Tagesablauf für den Ausflug über die Panoramaroute. Zunächst fuhren wir zu „God's Window", also Gottes Fenster, welches offen war. Aus luftiger Höhe hatten wir eine beeindruckende Aussicht auf das unter uns liegende Tal (Lowveld). An manchen Tagen kann man bei guter Fernsicht sogar über den Kruger Nationalpark bis an die Grenze zu Mosambik sehen können. Nächster Stopp war der spektakuläre Aussichtspunkt am Blyde River Canyon, der wegen seiner Schönheit auch "Frauencanyon" genannt wird. Auf ca. 1300 m Höhe hatten wir einen atemberaubenden Ausblick auf den unter uns liegenden See und Schlucht. Auch hier hatten wir ein Riesen-Glück mit dem Wetter! Die Schlucht des Canyons ist über 800 m tief und der Canyon selbst über 25 km lang. Der Blyde River (Freudenfluss) durchfließt ihn. Vor der Kulisse der Three Rondavels wurde natürlich für Neidfotos gepostet. Außerdem luden die zahlreichen Souvenirstände zum Stöbern ein. Bei Bourke's Luck Potholes machten wir ebenfalls Halt. Die eindrucksvolle Gesteinsformation trägt den Namen des Mannes, der hier sein Glück fand und später wieder verlor. Hier erlebten wir die beeindruckende Kraft der Natur, viele ausgewaschene Stellen weisen auf die enorme Wasserkraft endlos vergangener Jahre hin. Neben der geologisch-wissenschaftlich Begründung über die Entstehung erzählt auch dieser Ort eine interessante Geschichte. Eine Geschichte der Voortrekker mit Happy End am Trauer (Treur)- und Freuden (Blyde) Fluß. In Graskop, im berühmten Harrie's Pancake hatten wir vorsorglich Plätze für unsere Mittagspause reserviert. Das war auch gut so, denn der Andrang war groß. Wir schlemmten süße oder herzhafte Pancakes. Es begann zu regnen, aber trotzdem machten wir uns auf den Weg zu unseren letzten Station. Das Goldgräberstädtchen „Pilgrim's Rest" erinnert an lang vergangene Goldgräberzeiten. Viele alte Kolonialbauten reihen sich auf der Hauptstraße aneinander und wir fühlten uns in eine andere Zeit, 150 Jahre zurück versetzt. Eigentlich war geplant, in der nostalgischen Bar des alten Royal Hotels mit einen Amarula anzustoßen. Aber mangels Besucher war die Bar seit einigen Monaten geschlossen. Umso mehr freute sich der Besitzer des kleinen Kramladens über unseren Umsatz. Kurzerhand wurde also im Bus genossen. Da die Verkaufsverhandlungen mit den Nuss-Verkäufern in Pilgrim`s Rest nicht erfolgreich waren, machten wir noch einen kurzen Stopp in Graskop. Da es regnete baten wir die liebenswürdige Mama Macadamia in unseren Bus. Stolz und dankend präsentierte sie uns ihr Angebot (unzählige Kilos Nüsse auf dem Kopf). Ca. 40 Tüten leckere, frische Macadamia Nüsse (natur, geröstet, chili) waren jetzt in unserem Besitz. Unser Hotel war in Regenwolken gefangen und es regnete wie aus Eimern, keine Aussicht wie am gestrigen, sonnigen Tag. Das ist Afrika, so schnell kann sich das Wetter ändern. Nach dem Abendessen (diesmal mit schnellem Service) gingen wir zu Bett.

Auf nach Hoedspruit am Kruger Nationalpark

Heute konnten wir ausschlafen. Der Himmel war noch immer eingetrübt, aber das trübte unsere Laune nicht. Nach einem umfangreichen Frühstück brachen wir auf. Upps, trotz Koffer Check: Annetts Koffer fehlte, nach kurzer Verzögerung wurde er persönlich nachgeliefert. Da noch weiterer Bedarf an Macadamia Nüssen bestand, noch ein kurzer Halt in Graskop. Aufgrund des nächtlichen Starkregen waren einige Paßstraßen nach Hazyview überspült. Deshalb entschieden wir uns einen sicheren Umweg zu nehmen. Wir fuhren über den Abel-Erasmus-Pass mit Fotostopp vom Hochplateau hinunter nach Hoedspruit. Bereits am frühen Nachmittag, die Sonne schien wieder, erreichten wir traumhafte Anlage des Radisson Safari Hotels in Hoedspruit. Schnell konnten wir unsere Zimmer beziehen, in die Pools hüpfen und einfach relaxen. Doch für einige Gäste war die Auszeit nicht lang. Einige hatten sich entschieden, eine optionale Safari im privaten Konzessionsgebiet Pridelands-Hoedspruit zu unternehmen, welches wie Fort Knox gesichert war. Also aufgesattelt und rein ins Safari-Abenteuer! Zunächst beeindruckt von grünen Landschaften und der reichen Vogelwelt mit Glanzstar, Rot- und Gelbschnabel Toko, Geier wurde es fellig: Impalas (Mc Donald), Kudus, Giraffen & Löwen mit Cubs beim Büffelschmaus. Zum Schluss noch ein Breitmaulnashorn, leider wieder ohne Horn. WOW, auf dieses Ausfahrt stießen wir im Sonnenuntergang mit einem Savanna Dry an. Zurück in der Lodge wartete das Abendessen auf uns oder wir auf das Essen? Aufgrund von Personalmangel im Service und in der Küche speisten wir a la carte. Das Essen war hervorragend, nur die Zubereitung dauerte etwas länger als üblich. Wir nahmen es gelassen, wir waren in Afrika und das Kreuz des Südens strahlte am Himmel. In der Nacht sahen wir Blitze und Wetterleuchten am südlichen Horizont. Aufgrund der sehr intensiven Regenzeit in diesem Jahr kam es in den vergangenen Wochen zu massiven Überschwemmungen im Süden des Kruger Nationalparks. Wir waren, GottseiDank, in der Mitte. Also schnell ins Bett, da morgen die ganztägige Safari im Park auf dem Programm stand.

ganztägige Safari im Kruger Nationalpark

Die Nacht war kurz, für einige Gäste auch ab und zu beleuchtet. Die Zimmer waren mit indirekten Bewegungsmeldern ausgestattet. Gut gemeint, denn nachts ist Schwarzafrika. In unbekannter Umgebung findet man meist schlecht den Lichtschalter. Verständlich nervig für einige Gäste, wenn bei jedem Fuß oder Bettdeckenzipfel, der vom Bett runterhängt, das indirekte Licht angeht. Erprobte Abhilfe: Kissen vor den Bewegungssensor. 4.45 Uhr trafen sich alle pünktlich in der Lobby bei Kaffee, Tee und kleinen Snacks, Lunchpakete für den Tag verstaut und mit unserem Bus zu Orpen Gate. Unterwegs ein herrlicher Sonnenaufgang. Am Gate zum Kruger Nationalpark erwarteten uns 2 Jeeps mit Ranger. Nach üblicher Zettelwirtschaft, obwohl bereits durch EHT vorbereitet, startete unsere Safari. Nun mystischer Beginn im Nebel: Silhouetten von Gnus, Giraffen, Spinnennetzwerken, Nattern und Vögeln (wie Balu- und Gabelracke). Später dann Mangusten, Sandhühner am Pad-Rand und Elefanten aus nächster Nähe! Nun war auch Frau Sonne aufgewacht und es wurde kuschlig warm. Unser Outdoor-Frühstück nahmen wir auf einem abgeschiedenen Picknick-Platz ein. Weitere Sichtungen: Zebras, Giraffen, Elefanten mit Babyfanten und seltene Wildhunde im Rudel. Ein Kampfadler beobachtete uns , Zebras und Impalas in Harmonie. Nach unserer Mittagspause in einem Camp dann ein relaxter Leopard auf einer Astgabel, keine 200 m entfernt König Löwe. Auf der Rückfahrt noch Baby Hyäne, Riesentrappe, Büffel, Elefanten und Breitmaulnashorn (wieder ohne Horn). Fazit: eine erfolgreiche Safari.
Beim Abendessen schlemmten wir vom reichhaltigen Buffet und ließen den Tag gemütlich ausklingen.

Fahrt nach Pretoria

Heute genossen wir das opulente Frühstücksbuffet in der Lodge. Zu normaler Zeit fuhren wir via Ohrigstad und Lydenburg nach Pretoria. Auf der Autobahn N4 kamen wir zügig voran. Unterwegs erfuhren wir, dass die Stadt Cullinan, unweit von Johannesburg, nach dem Besitzer der Diamant-Mine benannt wurde, wo der größte Diamant gefunden wurde. Der "Stern von Afrika" brachte im Rohzustand ein Gewicht von satten 3106,75 Karat auf die Waage. Einige Diamantsteine zieren die britischen Kronjuwelen. In der Ferne sahen wir viele Steinkohle-Tagebaue, riesige Türme der Kraftwerke und einen buddhistischen Tempel. Unsere Mittagspause verbrachten wir an der Raststätte Alzu bei Middelburg. Angrenzend befindet sich eine private Wildtierfarm mit Nashörnern, Oryxen, Kuh- und Elandantilopen und Straußen. Am Nachmittag drehten wir eine kleine Tour durch Pretoria, die Hauptstadt Südafrikas. In dieser Jahreszeit blühen die violett farbenen Jacaranda Bäume leider nicht. Wir umfuhren das Voortrekker-Monument, ein Wahrzeichen der Stadt und den Church Square, wo in der Mitte die Statue von Paul Kruger steht. Ringsherum bestaunten wir toll sanierte Gebäude wie den Justizpalast und die Münze. Am Wohnhaus von Paul Kruger gibt es einen echten Briefkasten, in dem einige Post von uns landete (Post in D angekommen?). Hoch über Stadt ragen die Union Buildings, von denen wir einen fantastischen Blick über die Stadt hatten und ein kurzes Stück durch den Park zur überdimensionalen Mandela-Statue liefen.
Kurze Zeit später checkten wir der modernen City Lodge im Stadtteil Lynnwood ein, wo wir die letzte Nacht in Südafrika verbrachten. Zum Abendessen erwartete uns ein Buffet und wir verabschiedeten uns offiziell von Sonet, unserer Reiseleiterin im 2. Teil der Reise durch Südafrika.

Zu den Victoria Wasserfällen nach Simbabwe

Auf zum letzten Teil unserer Reise, nach Simbabwe zu den berühmten Victoria Wasserfällen. Am Flughafen Johannesburg verabschiedeten wir uns von Sonet und John, unserem Busfahrer. Ihre Reise mit uns endete hier. Ab hier war nun Annett wieder alleinige Chef, hihi.
Nach ca. 2 h Flug mit ausgezeichnetem Service landeten wir in Vic Falls. Dank von Eberhardt bereits erstellten onlie Visa waren wir schnell und problemlos durch die Einreisekontrolle. Draußen wurden wir mit viel Sonne und Bernhard, unser lokaler Fahrer willkommen geheißen, der uns zur wunderschönen Pioneer`s Lodge, in einem grünen Villenviertel (etwas außerhalb vom Zentrum) chauffierte, wo wir die letzten 2 Tage unserer Reise nächtigten. Nach professionellem Check In wurde zugleich der einladende Pool in der gepflegten Gartenanlage gestürmt. Am späteren Nachmittag ging es für einige Gäste noch einmal in die Lüfte. Bereits am Vortag wurden die optionalen Heli-Flüge über die Vic Falls organisiert. Nicht ganz preiswert, aber ein einzigartiges Erlebnis bei Traumwetter. Zum Abendessen konnten wir aus verschiedenen Speisen wählen. Die meisten entschieden sich für Krokodil und Strauß, einfach lecker. Mit einem Absacker an der Bar beendeten wir den Tag.

Victoria Wasserfälle so voll wie nie zuvor erlebt

Nach einem genüsslichen Frühstück holte uns Bernhard in der Lodge ab. Die Besichtigung der Victoria Wasserfälle war der Höhepunkt diesen Tages. Am Eingang zu den Victoria Wasserfällen erledigte Bernhard den Papierkram. Anschließend besichtigten wir, rund 2 h, die berühmten und spektakulären Wasserfälle bei bestem Wetter, aber mit Unmengen von Wasser! Beim ausführlichen Spaziergang zu den verschiedenen Aussichtspunkten der Fälle fand jeder sein persönliches Fotomotiv. Ab Point 10 war die Gicht so enorm, dass wir klitschenass wurden (trotz diversen Regenschutz), wie nach einem Gewitterguss. Das Reserve EHT-Regen-Cape schenkten wir einer nassen, verlorenen Seele. Einfach Wahnsinn und spektakulär, welche Wassermaßen in diesem Jahr hinunter stürzten. Mächtig gewaltig! Ich bin jedes Jahr an den Fällen, aber so habe ich es noch nie erlebt. 4.090 m³ pro Sekunde, 2025 waren es nur 2.900 m³/s in der Zeit und die Jahre zuvor sehr wenig, so um die 1.200 m³/s. Wie wir erfuhren wird der Flutscheitel 2026 erst in den nächsten Wochen erreicht! (Ich werde es kontrollieren, da ich Ende April wieder dasein darf). Zur Trockenlegung trafen wir uns am Cafe. Es war ja warm und alles trocknete schnell. Die nassen Textil-Turnschuhe von Deichmann wechselten den Besitzer, ab sofort war Annett mit Badelatschen unterwegs (zu rutschig und unsicher für den Weg bei der Besichtigung). Frisch geföhnt und gestylt baten wir Bernhard noch ein Abstecher am ehrwürdigen Victoria Falls Hotel zu machen. Mit etwas Überredungskunst gelang es Annett, dass wir "unauffällig" eintreten durften. Anschließend fuhr uns Bernhard noch zum Elephant Walk Village, wo wir ihn aus seinen Diensten vorerst entließen. Hier wurde geshoppt und gesnackt. Ein Bummel über die Main Road mit den historischen, viktorianischen Gebäuden folgte. Dieser Spaziergang fiel etwas länger aus. Kein Wunder, denn hier gab es viele Shops. Mittlerweile war es sehr heiß geworden. Bequem mit Taxis zu Pioneer`s Lodge zurückzufahren, wollte keiner. Also laufen, nichts ahnend, dass ca. 2 km sehr anstrengend werden können. Unterwegs kreuzte eine Pavian-Herde unseren Weg. Ankommen in der Lodge war am Nachmittag wieder Pool-Time angesagt. Um 16 Uhr holte uns Bernhard zur Cruise auf dem Sambesi ab. Am Bootsanleger wartete eine Überraschung auf uns. Unsere Eberhardt-Gruppe erhielt ein upGrade! Auf dem Luxus Boot Riversong kuschelten wir uns in die bequemen Loungesessel und genossen einfach nur. Mit netten Gesprächen, geistreichen Getränken und viel Spaß läuteten wir den letzten Abend unserer Reise ein. Wie gesagt, enorm viel Wasser! Die sonst sichtbaren Inseln waren nicht auszumachen. Tiere sahen wir weniger, dafür aber einen atemberaubenden Sonnenuntergang = ein gebührender Abschluss. Entsprechend lustig und musikalisch war der Transfer zur Lodge zurück. Als besonderes Dessert zum Abendessen spendierte Eberhardt noch einen Klassiker: Springbok (was das ist, nachzulesen bei Google).
In der Nacht erledigte Annett noch den Online Check In für den Rückflug, so dass alle Gäste entspannt die Rückreise antreten konnten.

Entspanntes Frühstück in Vic Falls – Rückflug

Der letze Tag: Ausschlafen und entspannt frühstücken. Am späten Vormittag holte uns Bernhard ab. Auf Wunsch trete er noch eine Extra Runde zum Livingstone Baobab für uns, bevor wir zum Flughafen fuhren. Danke an Bernhard. Mit Airlink flogen wir zunächst nach Johannesburg, wo am Abend unser Flug mit Lufthansa nach Deutschand (Frankfurt) startete.

Ankunft in Deutschland

Pünktlich am frühen Morgen landeten wir in Frankfurt. Hier trennten sich unsere Wege ud wir verabschiedeten uns herzlich.


Rund 10.000 km von Deutschland entfernt, reisten wir zusammen mit dem Bus 3.773 km in unseren Reisefahrzeugen. Sicher kommen noch mind. 450 km dazu (Jeep-Safaris und Transfers). In der Nähe und in der Ferne konnten wir große und kleine Tieren beobachten, faszinierende Landschaften und einzigartige Momente genießen.
Und zum Ende ein Dankeschön an Euch, liebe Reisegäste. Ich hoffe, Euch hat das Afrika-Fieber gepackt und wir konnten Euch begeisterten. Ich behalte Euch in bester Erinnerung als eine super nette, aufgeschlossene, lustige, neugierige und harmonische Truppe. Behaltet Ihr die wunderbaren Momente in Euren Herzen. Es hat mir sehr viel Freude und Spaß bereitet, Euch in meine „Traumländer" zu begleiten. Bleibt gesund und reiselustig. Bis bald! Eure Annett


Bildergalerie zur Reise


Kommentare zum Reisebericht