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Reisebericht: Rundreise Afrika - Tansania & Sansibar

04.02. – 20.02.2013, 14 Tage Kilimanjaro - Arusha-Nationalpark - Tarangire-Nationalpark - Lake Manyara-Nationalpark - Ngorongoro-Krater - Serengeti - Gewürzinsel Sansibar

Ein Reisebericht von:
Dr. Günter Kieb
 
Studienreisebericht von Dr. Günter Kieb 04.02.2013 – 20.02.2013 Maasai, Ngorongoro-Krater, Serengeti, Sansibar – mit eigenen Augen sehen und erleben, das war unsere riesige Vorfreude.

04.02.2013:  Flug nach Dar es Salaam (Hafen des Friedens)


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Nach langen Vorbereitungen mit Bücher lesen, Gelbfieberimpfung, Auswahl der richtigen Tropenkleidung, Check der Fotoausrüstung, Bonbons kaufen und Kofferpacken ist es endlich soweit. Um 19.45 Uhr treffen wir 9 Erwartungsfreudige uns an der großen Infotafel im Terminal des Flughafens Berlin-Tegel.  Die komfortable Abholung von zu Hause  und die Anfahrt  haben bei allen gut geklappt. Nach der Kofferaufgabe haben wir noch genügend Zeit für den gemeinsamen Imbiss bei „Leysieffer" und erste Gespräche über Tansania - das Land unserer Wünsche.
Es wird auch ein Rückblick in deutsche Geschichte werden. Das heutige Festlandgebiet  Tansanias war von Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des ersten Weltkrieges deutsche Kolonie und als Deutsch –Ostafrika bekannt.
Der Abflug mit Qatar Airways nach Doha erfolgt planmäßig 21.40 Uhr. Alle hatten ihre gewünschten Sitzplätze, sogar Änderungswünsche der letzten Woche waren berücksichtigt worden. Der Flieger ist voll. Der Service an Bord ist sehr gut. Das Team der Flugbegleiter ist international zusammengesetzt. In den Sitzen befinden sich für jeden Bildschirme mit unzähligen frei wählbaren Unterhaltungsprogrammen.

05.02.2013: Erste Erkundungen in Dar es Salaam: Askari-Denkmal, Straßenhändler, Verkehrsstau und Bilder der Tinga-Tinga Malschule


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Früh am Morgen gegen 05.30 Uhr Ankunft in Doha. Obwohl wir nur Transitreisende sind werden unser Handgepäck und wir selbst aufwendig kontrolliert. Um 7.30 Uhr geht es planmäßig nach Dar es Salaam weiter. Der Flieger ist jetzt ohne Bildschirme an jedem Sitzplatz, die Bordverpflegung ist auch nicht mehr ganz so umfangreich. Auch diese Maschine ist voll. 13.35 Uhr Ankunft in Dar es Salaam. Es wird Zeit für uns alle die Uhren 2 Stunden vorzustellen. Damit sind wir auf der Höhe der ostafrikanischen Zeit. Einreiseformulare müssen von uns ausgefüllt werden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten klappt es bei allen sehr gut, auch ohne große Englischkenntnisse. Die weiteren Einreiseformalitäten gestalten sich dann etwas aufwendig, aber für Tansania normal: Jeder muss mit Pass, Formularen und den von mir ausgegebenen 50 USD an den Schalter herantreten, in meinem Beisein erfolgt dann die Prüfung, teilweise werden Fingerabdrücke und Bilder gemacht. Insgesamt läuft alles glatt, aber eben langsam. Karubu Tanzania – Willkommen in Tansania.
Unsere Betreuer der Agentur Takims Hollidays, Said und Ellen, sind schon da mit dem Bus. Alle haben bequem Platz, die Klimaanlage kühlt gut, eisgekühlte Wasserflaschen werden an alle verteilt, bei schwül-warmen Außentemperaturen um die 30 Grad Celsius haben wir eine angenehme Fahrt zum Hotel Southern Sun mitten in der City von Dar es Salaam. Die Luft ist staubig, überall sind die Straßen mit Autos überfüllt, Menschen über Menschen sind unterwegs. Rund 2,5-3 Millionen Einwohner hat Dar es Salaam, aber wer weiß dies schon genau, es gibt keine aktuelle offizielle Zählung in dieser aus allen Nähten platzenden Finanz- und Verwaltungs"hauptstadt." Offiziell ist Dodoma im Landesinneren die Hauptstadt.
Ankunft im Hotel, die Anmeldeformalitäten sind relativ schnell erledigt, indem ich mein Formular ausfülle und die Gesamtübersicht der Passdaten aller anfüge, dies reicht. Die Zimmer haben Klimaanlage und Wasserkocher für Tee oder Kaffee.  Wir verabreden uns für einen ersten Stadtrundgang aller nach einer kurzen Erfrischungspause.
Auf unserem Weg sehen wir u.a. das Nationalmuseum (Tage später besuchen wir dann auch das Museum), British Council (Britisches Kulturzentrum), Askari-Denkmal (Swahili für Wächter/ Krieger), Samora Machel Avenue mit neuen Hochhäusern, die Kathedrale St. Joseph mit ursprünglichen Gedenktafeln in deutscher Sprache, die Uferpromenade...Erste Begegnung haben wir mit Straßen- und Souvenirhändlern. Zum ersten Mal zeigen uns die Händler Bilder der Tinga Tinga-Malerei (benannt nach den Begründer Eduardo Tinga Tinga, 1936-1972, vom Stamm der Makua). Diese Malerei verbindet Tradition und Moderne.
Um 19.00 Uhr treffen wir uns alle im Restaurant zum gemeinsamen Abendessen am vorbestellten Tisch mit Starter, Hauptspeise und Nachtisch, es bleibt kein Wunsch offen. Wir besprechen das Programm für den nächsten Tag, dann geht es mit dem Flugzeug fast 500 Km nach Nordwesten. Einige von uns  tauschen im Hotel offiziell Geld und kaufen sich eine lokale Sim-Karte für das Handy.

06.02.2013: Arusha, noch sehen wir den Kibo nicht


Um 5.00 Uhr müssen wir schon wieder aufstehen, obwohl wir erst gegen10.00 Uhr auf dem Kilimanjaro International Airport zwischen Moshi und Arusha landen werden. Precision Air, die private Airline, die rund 60% des tansanischen Flugverkehrs realisiert, bringt uns sicher ans Ziel. An Board gibt es ein Getränk und Nüsse. Wir werden schon erwartet von unseren einheimischen Begleitern für die nächsten Tage: Hans, der sehr gut deutsch sprechende Reiseleiter und unsere Fahrer Steven und Jackson. Eisgekühlte Getränke stehen unbegrenzt für alle bis zum Ende der Safari in Mwanza zur Verfügung. Auf dem Weg zur Lodge sehen wir Störche, die hier im warmen Afrika überwintern. Entspannte Ankunft nach ca. 35 Minuten auf der Arumeru River Lodge unter deutschem Management. Nach kurzer Erholungs- und Erfrischungsphase bringen uns 2 Autos zum Ausgangspunkt unserer Mittags- und Nachmittagswanderung. Hans führt uns durch die hügelige kleinbäuerliche Farmlandschaft. Eine Bäuerin zeigt uns, wie auf traditionelle Weise Kaffee gemahlen, geröstet und gekocht wird. Der Kaffee schmeckt allen ausgezeichnet, auch den Nichtkaffeetrinkern. Auf unseren Weg zum nächsten Besuchshöhepunkt bei Mama Sophia treffen wir fröhliche Kinder, die natürlich mit Bonbons beschenkt werden. Wir sehen erste Meerkatzen von Ast zu Ast springen. Die Fotosafari wird gestartet. Bei der Bäuerin Mama Sophia erhalten wir das erste lokale Mittagessen: Den Maisbrei Ugali, Spinat und Bohnen. Einige von uns probieren, wie in Tansania üblich, nur mit der Hand zu essen. Auf unserem Rückweg treffen wir Frauen am Bach bei der Wäsche , wir sehen einen Ziegelbrennofen, Bäume mit riesigen Wurzeln und überqueren auf lockeren Steinen abenteuerlich einen Bach. Am Ende gelangen wir wieder zu den Autos, die uns zur Lodge zurückbringen. Auf der Rückfahrt kurze Stippvisite im Mount Meru Game Sanctury (Art kleiner Zoo). Auf dem Gelände unserer Lodge befinden sich ebenfalls ein paar Tiere, die kleinen Dig Digs und einige Zebras.
Gegen 19.00 Uhr treffen wir uns alle wieder zum gemeinsamen Abendessen als Buffet am großen Tisch auf der Terrasse.  Anschließend stellen wir uns ausführlich vor. Ich berichte, wie ich nach Tansania 1983 gekommen bin und wie die Zusammenarbeit Tansania-DDR damals aussah. Auf Wunsch aller beschließen wir,   dass das Trinkgeld für die Kofferträger selbst bezahlt wird, da es so praktischer handhabbar ist. „Große" Trinkgelder werden natürlich aus unserem zentralen Trinkgeldfonds genommen, in den jeder am Anfang erst einmal 50 USD einzahlt. Hans ist bereits nach Arusha  zurückgekehrt und wird am nächsten Tag pünktlich zurückkommen.

07.02. 2013: Auf in den Arusha-Nationalpark: Wir sehen den Kibo, den höchsten Berg Afrikas mit Schneehaube


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Nach sehr gutem Frühstück ist 8.30 Uhr Abfahrt mit Hans, unseren 2 Fahrern und den 2 Jeeps. Erst über asphaltierte Straßen, dann über Schotterpiste geht es in den Arusha Nationalpark am Fuße des gewaltigen Mount Meru, immerhin auch 4566 m hoch. Am Eingang des Nationalparks haben wir endlich  den Kilimanjaro, auch Kibo genannt, im Blick. Wenn auch in den Wolken, so ist doch eindeutig der Schnee auf dem Kibo sichtbar. Die Entfernung per Luftlinie beträgt vielleicht 45 km. Alle sind sehr zufrieden.
Im Park empfängt uns ein bewaffneter Ranger. Es folgt eine ausgedehnte Fußwanderung durch die saftige Gras- und Buschsavanne. Auf unseren manchmal recht feuchten  Wegen treffen wir Büffel, Warzenschweine, Giraffen, Zebras.... Natürlich auch einige der rund 500 Vogelarten, die es im Park gibt. Anschließend Picknick am kleinen Wasserfall, unsere Lunchboxen enthält Banane, Joghurt, Ei, Kartoffelsalat, Sandwich, Mango Juice und stammt aus der Arumeru River Lodge. Weiterfahrt durch den Park zur Aussicht auf die Momella Seen und Kaffee-Stopp aus der Thermosflasche. Dann fahren wir hinunter zur Hatari Lodge. Hier hatte einst Hardy Krüger seine Farm in Afrika. Am Eingang sind die Giraffen zum Greifen nahe. Der Name der Lodge geht auf den US Filmklassiker „Hatari" (Kiswahili: Gefahr), zurück, der hier und im etwas entfernten Manyara Nationalpark Anfang der 60iger Jahre des 20. Jahrhunderts gedreht wurde. Im Restaurant der Lodge hängen die Bilder der Stars von damals: John Wayhe und Hardy Krüger Sen. aus Deutschland. Abschließend fahren wir mit unseren Jeeps zu den Momella Seen, wir genießen die herrliche Ruhe und den Blick auf tausende von Flamingos! Auf der Rückfahrt zur Lodge besorgt Hans im Ort Usa River noch einen neuen Adapter für einen von uns. Auf unserem Weg passieren wir riesige Folienzelte. Hier werden Rosen und andere Blumen für den Export nach Europa und Deutschland gezüchtet. Die Flieger gehen täglich nach Europa, auch diese Nacht. Beim Abendessen in der Lodge stellt sich Hans vor und gibt persönliche Einblicke in tansanische Denk- und Verhaltensweisen. Mit Wehmut erzählt Hans davon, dass die Menschen in Tansania nicht so alt wie in Europa werden (Durchschnittliche Lebenserwartung: Frauen49 Jahre, Männer 52 Jahre) und das man sehr auf seine Gesundheit aufpassen muss. Tansania ist ein von der Natur und Tierwelt sehr bevorzugtes Land, aber auch ein sehr armes Entwicklungsland.

08.02.2013: Der Baumlöwe im Manyara-Nationalpark


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Fast mit deutscher Pünktlichkeit (wir werden noch erleben, dass die Tansanier ein anderes Zeit- und Entfernungsgefühl haben) fahren wir um 8.00 Uhr in Richtung Arusha, ca. 30 km entfernt, ab. Auf dem Weg passieren wir noch das Büro für die Ballonfahrtbuchung. 2 mutige Frauen von uns haben sich für dieses kommende einmalige Abenteuer entschieden. Während die beiden Frauen bezahlen, bestaunen die anderen gleich um die Ecke eine Werkstatt für schöne Hochzeitskleider. An den Nähmaschinen sitzen hier nur Männer. Am Geldautomaten ziehe ich problemlos Geld mit der Maestro-Sparkassenkarte. Auf der Fahrt durch Arusha merken wir, dass wir durch eine große, belebte Stadt mit rund 500.000 Einwohnern im Einzugsgebiet fahren. Die Arusha-Deklaration, die für die sogenannte sozialistische Orientierung Tansanias unter Präsident Julius Nyerere entscheidend war, wurde hier Ende der 60iger Jahre des letzten Jahrhunderts verabschiedet. Seit 1998 tagt in der Stadt das UN-Tribunal zu den Ruanda Kriegsverbrechen. Bei Ausfahrt aus der Stadt sehen wir in der Ferne eine blau strahlende Fabrik. Die hier produzierten Moskitonetze werden bis in die USA exportiert.
Nachdem Hans unterwegs kleine süße Bananen zum Probieren gekauft hat, sind wir gegen Mittag im Manyara Nationalpark und machen gleich am Eingang  erst einmal Picknick. Die Lunchbox ist noch aus der  Arumeru Lodge. Danach reiben wir uns gründlich mit Mückenschutz und Sonnenschutz ein und los geht es auf die Safari-Pirsch.
Trotz frühem Nachmittag sehen wir viele Tiere: Pavian-Affen, Elefanten (tauchen ganz plötzlich hinter unserem Jeep auf), Büffel,... Der Höhepunkt aber ist ein Löwe, dösend in einem Baum, also einer der berühmten Baumlöwen. Einmalig schön. Ferngläser und Fotoaparte werden gezückt. Am Nachmittag dann Weiterfahrt in Richtung Ostafrikanischer Graben (Rift Valley). Bei einem Stopp am Grabenrand haben wir einen fantastischen Blick zurück auf den Manyara Nationalpark. Unterwegs halten wir noch zweimal bei großen Souvenircentren: Erste Armreifen und Holzschnitzereien werden durch die Frauen gekauft. Ein angedachte Kauf eines tansanischen Diamanten (Tanzanit, in den 60iger Jahren erste Funde südlich des KIlimanjaro) muss aus Preisgründen gestrichen werden. Gegen 17.30 Uhr erreichen wir das Ngorongoro Farm House. Das ganze Gebiet dieser privaten Farm gleicht einem herrlichen und fruchtbaren Garten, es wächst und blüht überall (Auberginen, Kaffee, Bananen, Dattelpalmen und und und... Die Zimmer sind weit verstreut in festen afrikanischen Häusern im kolonialen Stil. Die herrliche Abendstimmung wird leider noch getrübt werden. Ein Ehepaar vermisst ein Beauty Case mit Kosmetik und Medikamenten, welches offensichtlich in der letzten Lodge in Arusha nicht miteingeladen wurde. Gemeinsam nehmen wir telefonische Suche auf, Hans informiert  ATB (die lokale Reiseagentur), ich frage in der Arumeru Lodge nach.
Das Gepäckstück bleibt trotz vieler Telefonate für immer verschollen. Wir sind leider ein Opfer der wachsenden Kriminalität in Tansania geworden, die auch ein fester Begleiter der positiven ökonomischen Entwicklung der letzten Jahre ist. Durch gegenseitige Hilfe von allen werden die Verluste etwas ausgeglichen. Abschließend  schlägt Hans vor, am nächsten Tag gleich direkt in den Krater zu fahren, um schneller das einmalige Tierparadies zu sehen.

09.02.20123: Ein Stück Eden in Afrika - Der Ngorongora-Krater


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8.00 Uhr Abfahrt in Richtung Ngorongoro Krater Nationalpark. Die Lunch-Boxen werden durch jeden einzelnen selbst zusammengestellt, dies gefällt uns allen sehr gut, auch wenn es etwas Zeit kostet. Schon bald sind wir am Eingang zum Ngogrongoro Nationalpark. Unsere Fahrer bezahlen die recht stolzen Eintritte in US Dollar. Wir anderen nutzen die Zeit zum Umsehen im Info-Center. Im Besucherzentrum ist der Krater in seinem riesigen Ausmaß mit allen Nebenkratern, wie z.B. Olmoti, noch einmal übersichtlich als Modell dargestellt. 25.000 bis 30.000 Tiere leben auf dem Kratergrund, der vor 10-15 Millionen Jahren entstand und der größte nicht mit Wasser gefüllte Krater der Welt ist (Gebiet ungefähr halb so groß wie der Bodensee). Endlich steigen wir aus unseren Jeeps , stehen am Kraterrand und schauen fasziniert in den Krater und versuchen erste Tierherden zu erkennen.
Gleich neben uns befindet sich ein Gedenkstein für verunglückte Erforscher des Kraters, u.a. für Michael Grzimek. Noch einmal machen wir kurzen Toilettenstopp, unsere Fahrer zeigen noch einmal ihre Eintrittskarten und dann fahren wir hinab in den weltberühmten und einmaligen Ngorongoro-Krater mit seiner riesigen Tiervielfalt.
Aber beindruckend ist auch, dass zwischen den wilden Tieren die Maasai ganz normal ihre Rinder- und Ziegenherden hüten. Im Gegensatz dazu dürfen wir unsere Jeeps nicht verlassen. Wir sind in einem einmaligen natürlichen Weltwunder. Wir staunen und sehen: Schakale, Hyänen, 5 Löwen ganz nah auf dem Weg zum Fluss, Störche, 3 Nashörner, Gnus, Zebras, Kronenkraniche, Flusspferde, andere Storcharten, Trappen, verschiedene Antilopenarten, Grants Gazelle, Sekretär, Elefanten....Gegen 13.30 Uhr Picknick aus der Lunchboxen am Hippopool. Es ist ziemlich voll: Mehr als 60 Fahrzeuge parken am See. Da wir nicht wollen, dass die  Greifvögel unser Essen entführen, essen wir in den Jeeps. Gegen 16.30 Ausfahrt aus dem Krater, nachdem wir noch zuvor Überreste eines alten deutschen Hauses im Krater gesehen hatten. Alle sind total begeistert von der Natur und überwältigt von den Tieren.
Am späten Nachmittag erreichen wir wieder den Kraterrand und unsere neue Lodge, die Ngorongoro Sopa Lodge. Erfrischungstücher und –trunk heißen uns willkommen. Unsere Zimmer in den Bungalows im afrikanischen Stil liegen allerdings etwas auseinander. Aber die Ausblicke sind fantastisch. Die Liegen  am Swimmingpool sind heute leider schon von anderen Gästen belegt. Das Sundowner-Getränk genießen dann alle. Die Zimmer sind großzügig eingerichtet und mit Safe ausgestattet. Obwohl es zu dieser Jahreszeit noch nicht so kalt ist wie im Juni/Juli sind wir völlig überrascht zur Nacht Wärmflaschen in unseren Betten zu finden.
Beim herrlichen gemeinsamen Abendbuffet  bedankt sich unser bestohlenes Ehepaar für die Hilfe und Unterstützung bei allen. Einige von uns genießen dann noch zum Abschluss den Kaffee mit warmer Milch (üblich in Tansania).

10.02.2013: Erkundung des Olmoti Kraters und Maasai-Kinder


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Heute lassen wir es etwas ruhiger angehen. Beim Frühstück müssen einige etwas länger auf Ihre Eier warten, aber es ist einfach voll. Unserer bestohlenen Familie
hilft die Ärztin der Lodge kostenlos mit benötigten Medikamenten aus.
Mit den 2 Jeeps geht es dann in das Nachbargebiet des Hauptkraters. Aber wir sind immer noch im Ngorongoro-Nationalpark. Wieder sehen wir große Rinderherden , aber auch Ziegen der Massai. Sehr oft hüten Kinder die Tiere. Am Fuße eines weiteren Kraters verlassen wir die Jeeps und ersteigen den nächsten Kraterrand. Unser Begleiter ist ein bewaffneter Wildhüter. Am Ende werden wir eine Höhe von rund 3000 Metern über Normal erreichen. Einigen unserer Frauen ist leicht schwindlig. Langsam( in Kiswahili pole pole) erreichen wir den Kraterrand, grandioser Blick in die Hochebene des Krater, mindestens 3 große Kuhherden mit jeweils über 100 Kühen sehen wir unter uns. Die Kuhglocken klingen fast wie in Bayern. Beim Abstieg begegnen uns Massai, die geforderten Preise für die Fotoerlaubnis sind aber für uns diesmal zu hoch. Nach dem Abstieg treffen wir uns an einer Wildhüterstation zum Picknick, die Lunchboxen stammen aus der Lodge und sind gut bestückt. Als Fleisch gibt es Hühnchen, einige der Lebensmittel sind aus Südafrika und Kenia importiert. Auf der Rückfahrt zur Sopa Lodge sehen und treffen wir viele Maasai Kinder an die wir gern unsere aus Deutschland mitgebrachten Bonbons verteilen. Am frühen Nachmittag sind wir in der Lodge zurück, es ist Sonntag und Zeit zum Erholen. Beim Abendbrotbuffet werten wir unsere Tageserlebnisse aus. Das Kulturprogramm liefern die singenden und tanzenden Mitarbeiter der Lodge.

11.02.2013: Die Migration – der große Treck der Gnus


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Heute geht es zur Wiege der Menschheit in die  Oldupai Schlucht.  Bevor wir das Kratergebiet verlassen gibt es noch einmal am Headquarter eine Toilettenpause,
von der Kraterhochebene geht es dann hinunter in die Serengeti. Auf dem riesigen Flächen rechts und links sehen wir immer wieder Giraffen, Zebras, einzelne Gnus und Kamele. Nach gut einer Stunde Fahrt sind wir in der Oldupai Schlucht, stehen am Talrand und betrachten eine Stätte der Wiege der Menschheit. Die Schlucht bildet das südliche Ende einer prähistorischen Linie die bis nach Äthiopien reicht.
Der Name Opdupai stammt aus der Sprache der Maasai und bezeichnet dabei eine hier wildwachsende Sisalpflanze. In dieser Schlucht fand das englische Forscherehepaar Leakey 1959 wertvolle Funde. Mit dem gefundenen „Nußknackermenschen"-Schädel wurde eine wichtige Lücke in der Dokumentation der Entwicklung der Menschheit geschlossen. Das Original dieser Schädels (rund 2 Millionen Jahre alt) werden wir einige Tage später im Nationalmuseum in Dar es Salaam bestaunen können.Auf dem Weg in die Serengeti besuchen wir noch ein an der Straße liegendes Maasai-Dorf. Typisch für die Maasai-Gemeinde, in der die Lebens- und Aufgabenbereiche von Frauen und Männer stark getrennt sind, werden wir von den Männern  und von den Frauen getrennt durch Tänze begrüßt. Typisch für die jungen Männer ist das steife Hochspringen in die Luft. Besonders auffällig ist ein Krieger mit seiner langen in Ocker eingefärbten Haartracht. Die traditionellen Hütten sind in einem eher schlechten Zustand. In der Vorschule zeigen die Kleinen, wie weit sie schon zählen können. Natürlich gibt es dafür von uns Bonbons. An den gemeinsamen Ständen der Frauen kaufen unsere Frauen gern Armbänder und unterstützen damit den Lebensunterhalt der Maasaifrauen, die den Tourismus als Wirtschaftszweig und Lebensgrundlage für sich entwickeln.
Weiter geht es auf dem Weg in die Serengeti. Gleich hinter dem Eingangs-Gate machen wir erst einmal Picknick aus den bewährten Lunchboxen. Dazu steigen wir auf einen kleinen Felsen, hier Kopjes genannt, und blicken in die weite Landschaft.
Auf unserer sich dann anschließenden Pirschfahrt  treffen wir auf die große Wanderung der Gnus (Migration).  Tausende Gnus und Zebras sind vor unseren Augen auf der Wanderung. Tiere, Tiere..., Schnauben, Getrampel und Staub... Ein einmaliges Naturerlebnis, das es so nicht noch einmal auf der Welt gibt!
Unsere Weiterfahrt führt uns dann zum Besucherzentrum in der Mitte der Serengeti um dort die noch fehlenden Eintritte zu bezahlen. Der Automat für die Kartenzahlung ist aber leider kaputt. Unsere Fahrer müssen dies dann am nächsten Tag erledigen. Nach über 1,5 Stunden erreichen wir dann die  Eco Lodge außerhalb der Serengeti. Die Lodge befindet sich bereits im Stammesgebiet der Ikuma. Im Gegensatz zu den Maasai sind sie Ackerbauern.
In der Eco-Lodge begrüßt uns der Manager vom Stamm der Chagga (um Moshi)
und verspricht uns rund um die Uhr Strom. Das ist wahr für die Beleuchtung, aber nicht für den zweiten Stromkreis, der unsere Ladegeräte speisen soll. Die Lodge besteht aus Zeltcontainern. Am Tag recht hübsch anzusehen, aber im Dunkeln reicht uns allen die Beleuchtung nicht. Im Vergleich zu den bisher gewohnten Abendessen ist die Vielfalt etwas geringer. Unsere 2 Ballonfahrerinnen müssen wegen des verlängerten Anfahrtswegs schon gegen 4.00 Uhr am nächsten Tag los.

12.02.2013: Prof. Grzimek sagte „Die Serengeti darf nicht sterben" – Die Serengeti lebt!


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Auch wir anderen müssen auf Grund des langen Weges in die Serengeti bereits um 5.30 Uhr los. Einer unserer Männer bemerkt erst jetzt, dass er am Abend am Tisch seine Gürteltasche  mit Pass, Impfausweis, Flugtickets Inland, Kreditkarten und Geld abgelegt hat. Die Tasche ist verschwunden und bleibt verschwunden. Das Lodge Management wird informiert, am Abend kommt dann die Polizei, es gibt Durchsuchungen in den Unterkünften bei den Angestellten, auch bei unseren Fahrern und Hans.
Es wird viel telefoniert werden mit ATB, deutscher Botschaft in Dar, dem  eberhardt - Notruf in Dresden. Technisch klappt dies alles sehr gut, auch hier fast am Ende der Welt. Die Tasche bleibt aber verschollen. Für diesen seltenen Extremfall werden wir aber später auch die passenden Lösungen finden.
Gegen 10.00 Uhr treffen wir auf unsere Ballonfahrerinnen. Sie sind begeistert! Den ganzen Tag über Fahrt durch die Serengeti, die Migration der Gnus treffen wir leider nicht mehr. Die Tierausbeute ist an diesem Tag nur gut. Oder sind wir schon zu verwöhnt. Haben wir nicht noch Krokodile, Flusspferde, Büffel und Gazellen gesehen? Die von der Lodge organisierte Sundowner  Exkursion erweist sich als Spaziergang auf einen Hügel, es gibt Nüsse und 2 Flaschen Sekt für alle. Zum Abendbrot gibt es Fleisch vom Grill. Das Bier bezahlt an diesem Abend eberhardt.

13.02.2013: Mwanza und Victoriasee


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Gegen 8.00 Uhr erfolgt die Abfahrt ins nahegelegene Dorf zur örtlichen Polizeistation, die Anderen warten unter einem großen Baum und studieren das Dorfleben, innen wird alles noch einmal erörtert bis wir ein Protokoll zum Diebstahl mit Stempel erhalten. Den Rest des Vormittags pirschen wir wieder durch die Serengeti. Unser Interesse an den Tieren wird langsam gesättigt.
Am Nachmittag erreichen wir das quirlige Mwanza am Ufer des Victoriasees, mit rund 700.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Tansanias. Dies ist auch das Gebiet der Sukuma, des größten Stammes des Landes. In einem Fotostudio lässt sich unser „Mann ohne Pass" neue Passbilder machen. Diese sind dann weitaus billiger als in Deutschland. Das Einchecken im Hotel Ryan's Bay ist problemlos. Unser Hotel in indischer Hand macht insgesamt einen sehr guten Eindruck. Die Klimaanlagen funktionieren perfekt.
Hans und die Fahrer laden uns dann noch am Ufer des Victoriasees mit Blick auf den Bismarckfelsen  (Bismarck Rock – Bezeichnung geht zurück auf die deutsche Kolonialzeit) zu einem Abschluss-Sundowner mit gutem Rotwein und Chips ein.
Wir  bedanken uns bei unserem Führer Hans und den Fahrern Steven und Jackson für die tollen, gemeinsam verbrachten Tage, und überreichen  kleine Souvenirs und die Trinkgelder. Die Fahrer bitten um eine Eintragung in ihre Fahrten-Bücher. Dies mache ich am nächsten Tag. Alle unterschreiben gern. Das Abendessen mit 3 Gängen ist wieder sehr gut.

14.02.2013: Der Victoriasee ist beeindruckend auch ohne das wir den Victoria-Barsch gesehen haben


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Am Vormittag herrliche 1 stündige Fahrt mit großem Dampfer auf dem Victoriasee.
Den auch bei uns in Deutschland berühmten Victoria–Barsch können wir natürlich nicht im See entdecken. Im 19. Jahrhundert haben viele Forscher die Quelle des Nil gesucht. Oft brachen sie von der Insel Sansibar aus auf. Heute weiß man, dass der Victoriasee eine, wenn auch nicht die einzige Quelle des Nils, ist. Abschließend müssen wir auf der Polizeistation letzte Formalitäten klären um den letzten nötigen Stempel zu erhalten. Damit ist dann eine glückliche Weiterreise für alle gesichert. Der Rest unserer Gruppe muss warten und beobachtet das nahe interessante Markttreiben. Es gibt noch einmal ein sehr gutes und volles Mittagessen im Hotel. Rechtzeitig werden wir noch informiert, dass unser Flugzeug  erst abends um Stunden verspätet fliegt. Wir verabschieden uns dankbar von unseren freundlichen und sehr hilfsbereiten 3 Führern, die mit dem Auto zurück durch die Serengeti nach Arusha fahren werden. Beim Ausladen auf dem etwas chaotischen Flugplatz wird Ausversehen durch Kofferträger die Gepäcktasche eines Fahrers mit in die Abfertigung genommen. Ich renne zurück und übergebe das Gepäckstück an den glücklichen Fahrer.
Gegen 19.30 Uhr werden wir in Dar es Salaam von unseren schon bekannten Begleitern in Empfang genommen. Diesen Abend haben wir kein gemeinsames Abendbrot, aber Biertrinken gehen fast alle.

15.02.2013. University of Dar es Salaam, Holzschnitzermarkt und Nationalmuseum mit Schädel des Nußknacher-Menschen


Wir sind zurück in Dar es Salaam. Im Laufe des Tages erhält unser „Mann ohne Pass" von der deutschen Botschaft, nicht weit von unserem Hotel entfernt, eine Art Behelfspass zur einmaligen Wiedereinreise nach Deutschland. Gott sei Dank ist es noch nicht soweit und wir haben noch ein paar schöne und erlebnisreiche Tage vor uns.
Nach dem Frühstück stelle ich unserer Gruppe ausgewählte aktuelle Probleme zu Politik, Wirtschaft und Bildung in Tansania vor. Auf der anschließenden Stadtrundfahrt passieren wir das Gebäude der ehemaligen Botschaft der DDR. Heute hat hier die deutsche Entwicklungshilfe Gesellschaft GIZ ihren Sitz. Dann kommt ein erster Einkaufshöhepunkt. Wir sind in den Werkstätten der Tinga-Tinga-Malerei-Kooperative im noblen Viertel Oyster Bay. Es wird fleißig verhandelt und eingekauft. Die anfängliche Scheu beim Handeln verschwindet langsam. Danach besuchen wir ein lokales tansanisches Unternehmen:  „Wonderwelders", zu deutsch „Die Wunderschweißer."40, teils behinderte Tansanier machen aus Altmaterialen nützliche Alltagsgestände und Kunst und sind damit selbst wirtschaftlich unabhängig.
Am Mittag fahren wir aus der Stadt heraus an die Universität Dar es Salaam, Sie ist die bedeutendste höhere Bildungseinrichtung Tansanias mit rund 16.000 Studenten. Bei einer Gesprächsrunde im Uniclub stellt Dr. Lucy Mboma, Business School der Uni, Lehrstuhl Marketing, die Uni und ihren persönlichen Weg als Hochschuldozentin vor. Auch typisch für Tansania: Kindermädchen haben ihr stets geholfen genug Zeit für den Beruf zu haben. Wir probieren  landestypisch frittierte Bananen-Snacks. In der Dispensary (Krankenstation) sehen wir die Fundamente für einen Neubau. Ansonsten ist die Ausstattung eher spärlich. Zum Schluss schauen wir uns die heute noch moderne Architektur der großen Nkrumah-Versammlungshalle an.
Am Nachmittag fahren wir dann direkt zum großen Holzschnitzermarkt in Uninähe. . Geschnitzte Elefanten und Giraffen sind besonders gefragt. Das Verhandeln der Preise geht zunehmend besser voran.
Auf der Rückfahrt in das 15 km entfernte Stadtzentrum steigen wir am Village Museum (Dorfmuseum) aus. Gezeigt werden Hütten der einzelnen Stämme Tansanias. Einzelne Haustypen haben wir schon während unserer Safari im Norden Tansanias gesehen.
Abschließend besuchen wir das Nationalmuseum bis es geschlossen wird. Höhepunkt der Ausstellung ist das Original des Nussknacker-Schädels aus der von uns schon besuchten Oldupai-Schlucht. Das Museum ist recht gut gegliedert und mit vielen Bildern und Schautafeln ausgestattet. Unsere europäischen Maßstäbe sollte man aber nicht anlegen. Im Museum werden auch die Aids-Problematik und seine Folgen für Tansania thematisiert. Hier gibt es noch sehr viel Aufklärungsproblematik zu leisten, auch wenn auf großen Werbeflächen in der Stadt für Kondome geworben wird. Das  Abendessen im Hotel Southern Sun mit seinen 3 Gängen ist wieder ausgezeichnet. Wir Weißen sind hier in diesem sehr guten Hotel in der Minderheit. Bevor es am nächsten Tag mit dem Flieger nach Sansibar geht deponieren wir nicht benötigtes Gepäck im Hotel. Wir kommen ja noch einmal wieder.

16.02.2013: Arabisches Sansibar


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Nach nur einer knappen halben Stunde Flug sind wir auf der Nelkeninsel Sansibar. Obwohl wir die Vereinigte Republik Tansania (offizielle Bezeichnung) nicht verlassen, erfordert der besondere autonome Status Sansibars, dass wir dieEinreiseformalitäten wie bei internationalen Flügen erfüllen. Nach 8.00 Uhr ist auch dies geschafft. Unser kleiner Bus mit dem sehr gut deutsch sprechenden Führer Ameir erwartet uns schon und bringt uns ins Hotel Zanzibar Serena Inn. Leider können wir noch nicht einchecken. Mit einem schönen Stadtplan des Hotels  in der Hand führt uns Ameir in die berühmte Stone Town, das städtische Zentrum von Sansibar.
Im Gegensatz zum Festland stellt Sansibar eine völlig neue und andere Welt dar. Die arabischen Einflüsse dominieren, seit Mitte des 19. Jahrhunderts der Sultan von Oman seinen Palast hierher verlegte und Sansibar zur Hauptstadt des omanischen Sultanats erklärte. Zu Beginn unsers Stadtrundgangs besuchen wir ein typisches Kaffeehaus und probieren Sansibar-Robusta-Gewürzkaffee.  Dann folgt die ganze Palette touristischer Attraktionen: Haus der Wunder, Markthalle, Nationalmuseum, Sklavengefängnis und Sklavenhandel-Denkmal, die prachtvoll geschnitzten Sansibar- Haustüren,...Unsere Frauen kaufen begeistert die herrlichsten Gewürze und Tücher auf dem Markt. Zum Buffet-Mittag fahren wir dann mit unserem Bus an ein Strandhotel außerhalb der Stadt und haben ein herrliches Lunch. Bei der Rückkehr ins Hotel sind leider immer noch nicht alle Zimmer fertig. Zur Überbrückung spendiert das Hotel einen Drink. In einem Fall dauert es aber eindeutig zu lang. Der Tourismus ist heute der führende Wirtschaftszweig auf der Insel, aber der Entwicklungsweg ist noch lang. Am Abend gibt es ein fantastisches Buffet am Pool mit Live Band. Alles ist sehr attraktiv und mit viel Liebe eingerichtet. Beim Essen berichte ich über ein Gespräch mit einem alten Kollegen aus der Zeit an der Uni in Dar es Salaam. Seiner Meinung nach hat Sansibar den Niedergang der Nelkenproduktion selbst durch Missmanagement verschuldet. Auch die Entwicklung des Tourismus sieht er eher kritisch und beklagt, dass zu wenig Geld aus dem Tourismus im Land bleibt. Mein Gesprächspartner ist 75 Jahre alt, Mitbegründer der privaten Universität auf Sansibar und unterrichtet noch heute Studenten im Fach Management.

17.02.2013: Sansibar die Insel der Gewürze


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Fahrt an die Ostküste in unser neues Hotel. Auf dem Weg dorthin machen wir eine zweistündige Gewürztour zu Fuß durch eine private chamba (Feld). Ein echter Höhepunkt mit Probieren und Kosten, über 30 Gewürze und Früchte lernen wir hautnah kennen, riechen wir und wenn möglich, probieren wir auch. Hier eine kleine, sicher nicht ganz vollständige Auflistung: Zitronengras, Manjok/Kassava, Kardamon, Kochbanane, Banane, Limette, Zitrone, Guave, Sternfrucht, kleine Sternfrucht, Orange(grün), Kabok (Wolle), Lippenstiftfrucht, Kakao, Kastanienapfel, Kaffee
(Robusta), Zimt (Rinde), Indischer Mandelbaum, Pomelo, Brotfrucht, Maracuja, Litschi, Nelke, Muskatnuss, Ingwer, Pfeffer (grün), Vanille, Ananas, Mango, Reis...
Nach über 1 Stunde Fahrt sind wir dann in der tollen Ferienanlage Karafuu Beach Hotel unter italienischem Management an der Ostküste.
Die Häuser der großen Ferienanlage sind alle toll und großzügig eingerichtet, überall gibt es Klimaanlagen. Das Abendessen vom Buffet ist Spitze. Für den nächsten Tag ist „nur" Baden und Erholen angesagt.

18.02.2013: Karafuu Beach Hotel: Erholung pur


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Wir erholen uns alle und lassen die tollen Erlebnissen der letzten Tage Revue passieren, baden in einem der zwei Swimming Pools oder direkt im herrlich blauen Indischen Ozean. Die Hotel-Boutique ist sehr gut ausgestattet und lockt zum Shoppen. Vor dem Abendbrot spendiert dann noch unser „neuer Passbesitzer" Sekt und bedankt sich bei allen für ihr Verständnis. Abends herrliches Buffet im Maasai-Restaurant. Die Maasai bewachen ansonsten auch das Hotel und den Strand.

19.02.2013, 20.02.2003: Herrliche Überfahrt nach Dar es Salaam


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Am Morgen holt uns unser Bus planmäßig ab. Es geht ein letztes Mal quer über die Insel zur Fähre. In einem Dorf kaufen wir noch einmal Wasserflaschen. Im Fährhafen erhalten wir die Tickets vom Manager von Tima Tours. Er kümmert sich extrem gut um uns. An die Ausreiseformalitäten sind wir nun schon fast gewöhnt. Es ist ein ziemliches Gedränge, aber wir und auch unser Gepäck kommen sicher an Bord der Fähre. Unser Koffermann hat wirklich ein gutes Trinkgeld verdient. In unserem klimatisierten Luxusabteil sind wir nicht die Einzigen, aber es gibt auch noch genügend Platz. Nach knapp 2 Stunden herrlicher Überfahrt erreichen wir wieder den Hafen des Friedens, Dar es Salaam. Im Hafen herrscht wieder großes Gedränge. Dann bekommen wir pflichtgemäß Träger zugeteilt.
Ein letztes Mal fahren wir in unser nun schon gut bekanntes Hotel Southern Sun in der City. Wir genießen unser letztes gemeinsames Mittagessen. Im Hotelshop werden letzte Souvenirs gekauft. Der Kurz-Hotelaufenthalt zum Duschen und Erholen hat uns sehr gut gefallen. Aber auf dem Flughafen werden wir natürlich bei etwas Aufregung und der schwülen Hitze sofort wieder schwitzen. Alles klappt aber sehr gut. Und nun werden aber auch die allerletzten Geschenke für zu Hause gekauft. Wir heben ab in Richtung Doha, steigen hier wieder um und erreichen am frühen Morgen den Flugplatz in Tegel. Unsere Uhren stellen wir wieder um 2 Stunden zurück. Draußen liegt leichter Schnee. Die Autos für unsere Heimfahrt warten bereits. Willkommen zurück in Deutschland.Mit „Karibu Tanzania" hatte man uns überall freundlich in Tansania begrüßt. Wir haben 4 herrliche und einmalige Nationalparks in Norden von Tansania erlebt, hatten einzigartige Naturerlebnisse und haben fremde Kulturen etwas näher kennen gelernt.Jederzeit helfe ich Ihnen gern mit weiteren und neuen Informationen zu einem herrlichen Land und seinen fröhlichen Menschen.

Asante sana !- Vielen Dank!
Karibu tena Tanzania – Seien Sie erneut willkommen in Tansania!

Ihr
Dr. Günter Kieb

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