Reisebericht: Wanderreise Argentinien und Chile - Patagonien und Feuerland

15.02. – 03.03.2019, 17 Tage Wanderreise Buenos Aires - Nationalparks Los Glaciares und Torres del Paine - Feuerland - Ushuaia (75 Wanderkilometer)

Eine einmalige 17-Tage Wanderreise durch Patagonien und Feuerland. Über 100 Km zu Fuß durch den Nationalpark Los Glaciares mit El Chalten und Perito Moreno sowie den Nationalpark Torres del Paine. Ein Traumziel für jeden Wanderer. Unterwegs mit Benjamin R

1./2. Tag - 15.02. / 16.02.2019: Flug nach Argentinien – Stadtrundfahrt in Buenos Aires


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Irgendwann kommt alles im Leben und mit Geduld ist auch dieser Tag gekommen. Für alle war immer diese tolle Wanderreise durch Patagonien einfach ein Traum. Heute ein wahrgewordener Traum. 6 liebe Gäste starten diese Reise vom Flughafen Dresden und der Rest, insgesamt 15, treffen wir alle in Frankfurt am Main, von wo aus wir dann gemeinsam nach Buenos Aires fliege, mit mir Benjamin, Ihrer Reiseleitung. Wir fliegen mit Lufthansa und mit der Traummaschine Jumbo-Jet 747-800. Insgesamt sind wir über 13 Stunden unterwegs. Das ist die längste Strecke von Lufthansa überhaupt auf der Welt. Da es ein Nachtflug ist, versuchen wir zu schlafen, damit wir am nächsten Morgen fit für Buenos Aires sind. Wir erreichen überpünktlich, sogar noch vor 8 Uhr am Morgen, die Hauptstadt Argentiniens am Rio de la Plata. Bei der Landung kann man auf der rechten Seite schon den Rio de la Plata Fluss sowie auch die riesige Stadt aus der Luft erstaunen. Am Flughafen wartet auf uns schon Ines, unsere örtliche Reiseleiterin für heute in Buenos Aires.Mit Ihr fahren wir erstmal gemeinsam ins Two Hotel Buenos Aires, wo wir frühstücken können und auch die Möglichkeit haben uns umziehen. Insgesamt konnten wir somit heute sogar 2 Mal frühstücken. Aber warum umziehen? Gestern lag in Deutschland noch Schnee und heute erwarten wir hier über 30 Grad Celsius. Mit kurzärmeligem Hemd, kurzer Hose und voller Begeisterung fängt so unsere Wanderreise voller beeindruckender Erlebnisse an. Heute starten wir aber zunächst mit einer Rundfahrt und einem Rundgang durch die Stadt und die malerischen Viertel wie La Boca und San Telmo. In San Telmo können wir die alte schöne Markthalle besichtigen und im bunten Viertel La Boca über die berühmte Caminito Straße laufen. Es duftet nach Sommer und nach Tango. Nach 50 Minuten Freizeit, geht es weiter ins Recoleta Viertel wo sich der Friedhof befindet wo unter anderem Evita Peron letztendlich gemeinsam mit Ihrer Familie begraben wurde. Am Palermo vorbei sehen wir die schönen Villas der Botschaften aus der ganzen Welt. Der letzte Stopp heute ist die Plaza de Mayo und dann zu Fuß weiter bis zum Hotel. Vorbei führt der Weg am ehemaligen Cabildo oder  dem Rathaus im kolonialen Stil und daneben noch die Kathedrale, wo Papst Franziskus einst Bischof war, bevor er in Rom zum Papst gewählt wurde. Die berühmte Casa Rosada sowie der Regierungspalast sind heute zum Glück nicht gesperrt. Man merkt, dass Sommer ist und Buenos Aires dadurch ruhiger als sonst ist. Normalerweise gibt es fast jeden Tag eine kleine Demonstration, aber wie gesagt heute nicht und so kann man die Casa Rosada und seine Balkone sehr gut sehen und fotografieren.
Wir beziehen unsere Hotelzimmer in Buenos Aires für nur eine Nacht, bevor wir morgen nach Patagonien weiterreisen, wo der aktive Teil unserer Wanderreise beginnt. Wir treffen uns nach ca. 1,5 h wieder an der Rezeption und gehen in ein schönes Restaurant im Zentrum zum Abendessen, um ein leckeres Rinder-Steak zu verkosten,dazu gibt es Empanada-Teig als Vorspeise und Pommes und Salat als Beilage. Alles war Lecker. Dazu gab es ein Malbec Rotwein zum Anstoßen auf eine tolle Reise mit einer tollen Reisegruppe: Arriba, abajo, al centro y para dentro! Zurück im Hotel machen wir eine kleine Runde zum verdauern und um den Obeliscen auch aus der Nähe zu betrachten. Nachts ist alles so schön beleuchtet. Wir sind langsam müde und freuen uns sehr aufs Bett. Es war ein langer, aber schöner ersten Tag.

3. Tag - 17.02.19: Flug nach El Calafate - El Chalten - Wanderung zum Aussichtspunkt Las Aguilas


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Um kurz nach 3 Uhr klingelte heute der Wecker. Wir fliegen mit Aerolineas Argentinas um 6 Uhr nach El Calafate in Patagonien und von dort reisen wir über 2 Stunden weiter in die Wander- und Trekkinghauptstadt El Chalten. Im Flieger konnten wir etwas kleines Frühstücken und während des Fluges schlafen,um fit zu sein für die tolle Fahrt bis El Chalten und die tolle erste kleine Wanderung. Auf dem Weg bis El Chalten machen wir verschiedene Fotostopps. Um ca. 13.30 Uhr erreichen wir El Chalten und unser Lunajuim Hotel. Die kleine nette Ortschaft liegt am nördlichen Rand des Nationalparks Los Glaciares und ist von einer spektakulären Naturkulisse eingerahmt.
Unser örtliche Wanderreiseleiter für die nächste 4 Tage, Pablo, kommt ins Hotel, um uns zu begrüßen. Wir haben Zeit unsere Zimmer erstmal in Ruhe zu beziehen und etwas Kleines zu essen. Wir nutzen die Zeit auch um uns umzuziehen für die erste leichte Wanderung. Wir unternehmen die erste kleine Wanderung von ca. 7 Wanderkilometer mit 170 Meter Anstieg und 170 Meter Abstieg zu den zwei Aussichtspunkten Las Aguilas y Los Condores, von denen man einen wunderschönen Ausblick auf Fitz Roy genießen kann. Am Anfang des Weges besichtigen wir das Besucherzentrum vom National Park. Cerro Torre kann man heute leider nicht sehen, dafür haben wir einen tollen Blick auf die Berge und die Natur um uns herum. Während der Wanderung hat Pablo eine Überraschung für uns, es gibt Bier für alle. Es fängt an zu regnen und wir laufen schnell zurück ins Hotel. Heute wollen wir nicht mehr großartig irgendwohin gehen und wir entscheiden im Hotel das Abendessen zu uns zu nehmen und freuen uns dann auf das Bett.

4. Tag - 18.02.2019: Wanderung zum Campamento Poincenot ODER weiter zur Laguna de los Tres


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Heute haben wir unsere erste richtige Wanderung vor uns. Wir haben Glück und man sieht den Fitz Roy-Massiv sehr gut heute und das wollen wir gut ausnutzen. Sogar vom Hotel aus beim Frühstücken. Am frühen Morgen brechen wir so mit gutem Wetter im Rahmen unserer Wanderreise zum Fitz Roy auf. Wir starten gemeinsam mit Pablo und Mariano, unserer 2 Wanderreiseleitern direkt im Hotel an. Wir haben -wie gesagt- heute Glück und so wie heute bei guten Wetterverhältnissen haben wir bereits eine atemberaubende Sicht auf das Fitz Roy-Massiv die ganze Zeit bei der Wanderung. Aber nicht nur. Wir erstaunen auch ein weiteres Highlight mit dem Gletscher Piedras Blancas. Tolle blaue Farbe wie die Gletscher immer uns zeigen. Das Wetter ist heute gut im Sinne von kein Regen aber windig und die Wolken lassen uns nicht immer der Fitz Roy sehen. Wie ein König oben der Fitz Roy für uns sehr gut zu erkennen. Der Granitberg Fitz Roy ist mit seinen 3.406 Metern Höhe die höchste Erhebung des Massivs.
Da in den letzten Tagen so warm war und auch viel geregnet hat ist Poicenot Camping Platz und Aufstieg zur Laguna de Los Tres wegen Überschwemmungen gesperrt. 3 von uns mit Mariano wollen nicht mehr bis zu Laguna Madre y Laguna Hija weiter wandern und machen Mittagspause auf dem Weg. Den Rest will weiter mit Pablo und Benjamin die Wanderung weiter und so sind wir alle glücklich am Ende des Tages. Bevor wir uns in 2 Gruppen teilen, hatten wir alle das Glück ein Huemul (oder Pampa-Hirsch) vor unseren Augen gemütlich laufen zu sehen. Einfach so an uns vorbei. Das ist sehr seltem und was einfach Glück. Wir laufen weiter bis zur Laguna Madre und Laguna Hija und man könnten sagen dass man in Kanada ist. Weiter sind wir auch bis Laguna Capri gewandert wo die Sonne herrlich geschienen ist und man am Rand der Laguna gut sitzen und genießen könnte. Die Sonne war warm und Benjamin ging sogar kurz am Wasser. Herrlich. Nach dieser eindrucksvollen Wanderung kehren wir nach El Chalten zurück. Abendessen heute haben wir bei La Tapera. Am Ende der Reise werden wir uns an dieses Restaurant besonders erinnern. Es hat uns alle sehr gut geschmeckt.

5. Tag . 19.02.19 : Wanderung zur Laguna Torre im Nationalpark Los Glaciares


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Heute ist von der ganze Reise der schlimmste Tag wegen Wetter. Es ist nicht nur windig sondern auch regnerisch. Vor uns steht unsere zweite größere Wanderung in Patagonien auf dem Programm. Wir laufen von Hotel direkt und sehen erstmal Chalten von oben. Hier kehren 4 Gäste schon ins Hotel zurück. Wir wollen uns dem berühmten Granitturm Cerro Torre nähern. Wir wandern durch einen Tal wo der Fluss Fitz Roy uns den ganzen Tag begleiten wird. Nach einem kleinen Anstieg erreichen wir den Aussichtspunkt. Von hier haben wir schon einen wunderschönen und herrlichen Blick auf das Tal des Flusses Fitz Roy. Regnerisch und windig aber schön. Leider werden wir heute die Felsnadel Cerro Torre mit ihrer steil abfallenden Wand nicht sehen. Da oben wie gestern sind die Wolken noch da und ab und zu scheint sogar die Sonne. Einige Gäste wollen zurück zum Hotel und der Rest wandern mit Pablo durch einen Südbuchenwald mit niedrig wachsenden Nirre-, und Lenga-Bäumen, die typisch für Patagonien ist. Ziel heute ist die grün grau schimmernde Laguna Torre am Fuße des Cerro Torre. Herrlich hier. Unsere Gruppe hatte Glück und es gibt viele kleine blaufarbige Eisberge an der Lagune. Man kann sie sehr gut von Nähe fotografieren. Man sieht auch sehr gut den Gletscher, der wie eine Zunge bis zu der Lagune hinunterkommt. Da es hier sehr windig ist und sogar schneit entscheidet die Gruppe sich erstmal diese atemberaubenden Kulisse genießen aber die Rast zum Mittagsessen zurück im Wald zu machen. Wir alle wandern zurück zum Ausgangspunkt und kehren damit so zurück zum Hotel in El Chalten wo die Sonne am Nachmittag auch scheint. Die Wanderung heute hat uns alle sehr gut gefallen auch wenn das Wetter viel besser sein könnte. Mit 7 Stunden Gehzeit und 250 Meter Anstieg und 250 Meter Abstieg war eine mittlere Wanderung mit tolle Landschaft und Überraschungen wie Wasserfälle, Condors, hohe Berge und sonnige Gipfel. Ja wir haben heute Condors gesehen und Sie photagraphiert. Abendessen heute ist in La Cerveceria um 18.30 Uhr und nach dem Essen wird uns Agustina die Brauerei selbst zeigen.

6. Tag – 20.02.19: Ausflug zum Wüstensee Lago del Desierto mit Wanderung am Huemul-Gletscher


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Heute werden wir um 9 Uhr zum Lago del Desierto (oder Wüstensee) abgeholt. Der See liegt am Talende des Rio de las Vueltas und etwas außerhalb des Nationalparks Los Glaciares. Der See ist von Lenga-Bäumen umgeben, die aufgrund des feuchten Klimas mit gelben Flechten behangen sind. Aber bevor wir hier kommen, unternehmen wir eine tolle Wanderung mit Sonne zum Aussichtspunkt auf den Huemul-Gletscher. Heute hatten wieder Glück mit Wetter und da oben bietet sich uns eine herrliche Aussicht auf den Huemul Gletscher und das Tal des Rio de las Vueltas. Traumhafte Bildern heute vor allem von dem türkisch-blau Gletschersee... So was schönes hätten wir nicht erwartet. Es war eine mittlere Wanderung mit 4 Kilometer und 220 Meter An- und Abstieg, die wir in 1,5 Stunden Gehzeit genossen haben. Bei Lago del Desierto sind wir nicht mehr so weit von der Grenze mit Chile und übermorgen auch aber woanders??
Zurück in El Chalten holten wir unsere Koffer zurück und fahren wieder durch die weite patagonische Steppe zurück nach El Calafate wo wir am 17.Februar gelandet sind. Das Ortschaft lebt für und von Tourismus und ist Ausgangspunkt für den Tagesausflug zum Perito Moreno Gletscher, auf dem wir uns riesig freuen. Aber das wird erst morgen. Heute laufen wir ca. 25 Minuten zum Restaurant und damit auch einen ersten Eindruck von diesem netten Städtchen zu bekommen. Es war wichtig immer auf diese Reise Restaurant vor zu reservieren da meistens waren viele ausgebucht oder lange Schlange zu warten. Aber bei uns war alles schon wie immer erledigt??

7. Tag – 21.02.19: Ausflug zum Perito Moreno-Gletscher mit Bootsfahrt


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Diese Reise hat viele Highlights und heute ist ohne Zweifeln eins davon. Wir freuen uns sehr auf dem heutigen Tag. Wir können heute die Wanderschuhe pausieren. Bei dem Perito Moreno-Gletscher Ausflug erkunden wir den südlichen Teil des Nationalparks Los Glaciares gemeinsam mit Rocio, einer örtlichen deutschsprechende Reiseleiterin. Mit einer Weite von fast 5 Kilometern ist er der breiteste Gletscher der Welt, der in ein Inlandsgewässer kalbt. Und ja, wir hatten Glück und erleben live ab und zu wie ein Brocken des Gletschers unter lautem Getöse in den Lago Argentino hinabstürzt. Unvergesslich. Die Kraft der Natur. Von befestigten Wegen gegenüber der Gletscherwand können wir dieses beeindruckende Naturschauspiel aus verschiedensten Blickwinkeln beobachten. Wir haben viel und genug Zeit und dass alles in Ruhe zu genießen. Wir bleiben zusammen und trotzdem jeder hat sein Tempo zum photographieren oder auch empfehlenswert einfach sitzen und sehen wie der Perito Moreno-Gletscher ab und zu kalbt. Wieder einen sonnigen Tag um dieses Wunder der Natur zu erstaunen.
Um 14.30 Uhr fahren wir mit dem Boot ganz dicht an die riesige Gletscherwand des Perito Moreno heran. Wir fahren links von der Mitte des Gletschers wo der Wand bis 40 Meter Hoch ist. Unbeschreiblich schön so nah an diesem blaue Wunder zu sein. Traumhaft. Benjamin fragte bei der Crew ob Sie für uns ein Stück Gletschereis heraus holen könnten und so könnten wir als Überraschung von Eberhardt Travel Ice on the Rock trinken mit einem Wishky Flasche, der Benjamin plötzlich von seinem Rücksack herausnahm. Und nicht irgendeinem Wiskhy sondern Jonny Walkers. Wenn, richtig. Einfach ein Traum hier zu sein. Wir bleiben ohne Worte und genießen diese Blick so lange es hält. Wir fahren wieder die Stunde zurück zum Calafate und hatten bisschen freier Zeit bis zum Abendessen um die Promenade Jose Marti zum bummeln und Souvenirs von hier kaufen. Heute werden wir zum Restaurant abgeholt und genießen einen tollen Abendessen mit einem typischen gegrilltes Lamm oder Asado Patagonico. Wir probieren es und uns hat es sehr gut geschmeckt. Und als Nachtisch Calafate Eis so wie gestern. Lecker.

8. Tag – 22.02.19: Weiterreise nach Chile – Torres del Paine-Nationalpark


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Heute müssen wir um 7 Uhr früh abfahren und überqueren heute die Grenze von Argentinien nach Chile. Bei der Grenze können wir Geldtauschen und eine Suppe essen bevor wir kurz danach bald das Torres del Paine Massiv vor uns haben. Die Ausläufer des Inland-Eisfeldes, türkisblaue Seen und vor allem die Schroffe Bergzinnen (oder Horne gennant) machen die Schönheit des Gebietes im Süden Patagoniens aus. Besonders auch die Tierwelt hält einige Überraschungen bereit. Guanakos, Nandus, Graufüchse und 120 verschiedene Vogelarten leben hier in ihrer natürlichen Umgebung. Und wir haben das Glück hier nicht 1 sondern 2 Nächte zu schlafen. Und nicht irgendwo sondern bei Hosteria Pehoe mit Traumblick von Torres del Paine. Wir hatten Glück heute und die nächsten Tagen auch und können den König der Lüfte, den Kondor, erspähen. Wir machen Photo-Stopps und schon was wir vor uns sehen erscheint uns alle wie eine lebendige Postkarte wo wir 2 Nächte schlafen werden. Angekommen im Hosteria Pehoe direkt im Herzen von Nationalpark genießen wir durch die großen Panoramafenster das gewaltige Bergmassiv. Wir liegen gut in der Zeit und können heute noch eine Wanderung machen, da nicht weit vom Hotel oben auf dem Hügel der Kondor Ausichtspunkt liegt. Wunderschön. Sehr windig aber unvergesslich. Am Abend hatten wir ein schönes gemütliches Abendessen im Hotel. Wir haben unser Ziel erreicht. Wir schlafen heute in Torres del Paine Nationalpark und nicht nur 1 sondern 2 Nächte. Ein Traum geht in Erfüllung.

9. Tag – 23.02.19: Wanderung zum Aussichtspunkt Los Cuernos


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Da morgen das Wetter für die Wanderung zum Aussichtspunkt de las Torres del Paine besser sein wird und damit wir die Torres sehen werden, werden wir heute erstmal dem National Park in Ruhe weiter besichtigen. Es erwartet uns eine unvergessliche Rundfahrt durch den Torres del Paine-Nationalpark. Wir fahren erstmal zu dem Cascadas del Paine Wasserfall und beobachten während der Fahrt die ersten Guanakos! Herrlich. Einige Wolken hüllen die Hörner des Torres del Paine ab und zu ein. Ein sensationelles Bild. Hier bemerken wir, dass der patagonische Wind bisher noch nicht seine volle Kraft gezeigt hatte. Bei ca. 120 km/h wird die Standfestigkeit eines Jeden geprüft. Trotz des Windes entfaltet die Natur auch ihre mystische Seite. Der Sturm peitscht das Wasser und einen Schleier von Wassertropfen wie Nebelschwaden über den See.
Wir fahren zurück zum Ausgangspunkt von der ca. 4 Kilometer Wanderung zum Aussichtspunkt Cuernos del Paine. Mit 1,5 Stunden Gehzeit und 25 Meter Anstieg und 25 Meter Abstieg ist eine leichte Wanderung heute. Die Cuernos del Paine (Hörner des Paine) sind das Wahrzeichen des Nationalparks. Bei einer Wanderung am Pehoe-See wandern wir durch niedrige Nirre-Bäume und haben am Aussichtspunkt die Cuernos direkt vor uns liegen. Das leuchtende Blau und Grün der Gewässer im Nationalparks hat uns alle begeistert und wie! Auf dem Weg besichtigen wir die tosenden Wasserfälle Cascadas del Paine.
Vor dem Mittagessen noch halten wir an Pehoe Aussichtspunkt da es so schön ist. In der Camping Pehoe direkt im grün glitzernden Pehoe-See in unglaublicher Naturkulisse haben wir Mittagsessen mit Blick auf die Torres.
Wir wollen unsere Gäste weiter überraschen und machen auch eine kurze Wanderung oder besser gesagt Spaziergang als plus um diese Nationalpark von allen Seiten richtig zu erkunden. Vor einigen Jahren hat National Geographic eine Umfrage gemacht von den neuen Naturwunder der Welt und Rodolfo bringt uns dort zum spazieren wo das Bild für die Umfrage genommen würde und damit danach den 8. Platz gewonnen hat. Wieder ins Hotel haben wir eine Stunde Freizeit um die Torres von unserer Insel in Ruhe weiter zu erstaunen. Einen echten schönen Tag könnten wir heute schließen mit einem guten Abendessen wieder am Camping Pehoe mit gegrilltes Fleisch oder Fisch und Blick auf die Torres. Wieder hier da es uns hier einfach sehr gut geschmeckt hat??

10. Tag – 24.02.19: Wanderung zum Aussichtspunkt de las Torres del Paine – Puerto Natales


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Heute ist es so weit. Die große Wanderung der Reise steht vor uns. Wir könnten heute nicht mehr glücklich sein. Sonne aber nicht heiß und fast kein Wind. Das Wetter und die Windverhältnisse lassen heute zu die Wanderung zum Base Torres zu machen. Wir können so heute einen atemberaubenden Anstieg zum Aussichtspunkt de las Torres unternehmen. Auf dem Weg gucken wir immer wieder ob ein Puma durch Nationalpark spaziert. Der König. Gemeinsam mit örtlichen Wandereiseileiter Rodolfo fahren wir weiter bis Hosteria Las Torres und von dort erstmal zunächst über 1 Stunde durch das Valle del Silencio Tal. Am Refugio Chileno können wir was trinken und eine Pause machen. Von hier führt der Weg weiter immer nach oben bis wir nach weiteren ca. zwei Stunden den Aussichtspunkt unterhalb der drei Felsnadeln Las Torres erreichen. Keine Wolken. Es hat sich gelohnt die Wanderung auf heute zu verschieben. Wir nehmen uns sich während des Aufstiegs Zeit, die atemberaubende Aussicht auf die Felsnadeln zu genießen, bevor wir die türkisfarbene Lagune vor dem blauen, patagonischen Himmel erreichen. Einige von uns haben sogar geweint. Wir haben es geschafft und sind hier. Es ist so wunderschön. Und die Sonne scheint. Einfach unvergesslich. Augen zu, augen offen: nur genießen. Der Rückweg ist dem Hinweg gleich, so dass man die Wanderung jederzeit abkürzen könnte wie 2 Gäste schon von allein machten. Wir haben mit Ruhe die anspruchsvolle ca. 18 Wanderkilometer mit 800 Meter Anstieg und 800 Meter Abstieg in ca. 8 Stunden Gehzeit gemacht und sind sehr Stolz auf uns alle. Ein Traum wurde für uns heute wahr.
Während unserer Fahrt nach Puerto Natales beobachten wir wieder von ganz Nah die Guanakos und Strauß. Unsere Wanderreise führt weiter Richtung Süden. Wir schlafen heute in die chilenische Hafenstadt Puerto Natales, die malerisch an der Bucht der letzten Hoffnung gelegen ist. Hier verbringen wir die nächste Nacht im Hotel Costaaustralis. Wir waren kaputt von der Wanderung aber Hunger hatten wir auch. Einige von uns gingen noch ins Zentrum zum Abendessen. Um zu verdauern spazieren wir durch die schöne Ortschaft zurück ins Hotel.

11. Tag – 25.02.19: Fahrt nach Punta Arenas – Isla Magdalena, Chile


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Um kurz nach 7 Uhr werden wir heute abgeholt und unsere Wanderreise führt uns weiter durch die patagonische Steppe. Auf dem Weg können wir Kondore beim Fliegen ganz Nah sehen. Auch Flamingos und Enten. Traumhaft. Unsere Busfahrt führt uns durch die patagonische Steppe. Auf dem Weg nach Punta Arenas, der südlichsten Stadt auf dem Festland, machen wir einen tollen 4-stündigen Ausflug mit der Fähre auf die Insel Isla Magdalena wo wir Pinguine ganz ganz nah erstaunen. Die Fähre bringt uns zur kleinen Isla Magdalena inmitten der Magellan-Straße, das Zuhause von zigtausenden Pinguinen. Es ist zudem die größte Pinguin-Kolonie in Süd-Chile. Wir spazierten gemeinsam mit den putzigen Tierchen entlang eines abgesteckten Pfades hoch zum Leuchtturm. Aber Achtung! Die Pinguine haben in "ihrem Reich" immer Vorfahrt;) Bevor wir Punta Arenas, die südlichste Stadt auf dem amerikanischen Festland, erreichen, machen wir einen Stopp bei der Nao Victoria Schiff. Es handelt sich um eine 1 zu 1 Nachmachung von dem Schiff Nao Victoria. Busfahrer hat schon heute morgen die Koffer im Hotel gebracht.
Am frühen Nachmittag erreichen wir Punta Arenas. Gemeinsam mit der örtlichen Reiseleiterin Bettina genießen wir einen Stadtrundfahrt. Erstmal zum Cerro Cruz und von dort oben einen tollen Blick mit Sonne auf die ganze Stadt zu haben und danach zum Friedhof wo Bettina die Geschichte von der Nao Victoria, Magallanes und Juan Sebastian El Cano erzählt aber auch von Sarah Brown. Eine außergewöhnlich tolle Frau für Ihre Zeit. und. Während dieser kurzen Stadtrundfahrt mit Bettina durch Punta Arenas steigen wir auch am Friedhof aus und besichtigen das Mausoleum von Sarah Brown. Zurück im Hotel beziehen wir unsere Hotelzimmer und lassen den Tag beim gemeinsamen Abendessen nicht weit von Hotel ausklingen. Wir lassen soe den Tag beim gemeinsamen Abendessen ganz im Süden Chiles ausklingen. Uns geht es sehr gut. Heute war auch eine besonderen Tag für jemand für uns. Wir haben ein Geburtstagskind und den ganzen Tag wurde hoch gefeiert um so eine tolle Frau und Ihr Geburtstag unvergesslich zu machen. Danke dass es Dich gibt??

12. Tag – 26.02.19: Weiterreise zur Insel Feuerland, Argentinien


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Wir fahren heute um 8 Uhr vom Hotel und fahren dies Mal auf die andere Seite von der Magellan Straße zum Feuerland direkt von Punta Arenas. Von Festland in Punta Arenas werden wir mit der Fähre auf die Insel Feuerland übersetzen. Die Fahrt bis Porvenir auf die Fähre dauert über 2 Stunden. Auf die Fahrt sehen wir nicht nur Wale sondern auch Orcas. Ein Traum. Wir erleben auch heute die weite patagonische Steppe Südchiles. Hier auf Feuerland fahren wir erstmal zum Königspinguine Kolonie als Überraschung von Eberhardt Travel. Das war nicht im Programm?? Es war richtig schön hier Königs-Pinguinen von so Nahe zu erstaunen. Danach und immer auf Feuerland überqueren wir wieder die Grenze zu Argentinien. Heute ist einen sehr langen Tag mit einer lange Fahrt. Mittasgessen oder besser gesagt Kaffee und Kuchen wollten wir in Rio Grandes aber damit für den Busfahrer nicht mehr so ein langer Tag ist, fahren wir einfach durch. Und so nach über zehn Stunden Busfahrt und Fähre erreichen wir Ushuaia, die südlichste Stadt der Welt. Hier übernachten wir 3 Nächte in Hotel Fueguino mit Blick auf dem Beagle Kanal. Wir haben nicht viel Hunger heute aber wir gehen was essen und ein Bier trinken. Wir essen bei Ramos Generales und uns gefällt es sehr gut hier. Ganz typisch wo man sich als Sträfling sich bekleiden könnte.

13. Tag - 27.02.19: Wanderung am Beagle-Kanal im Feuerland-Nationalpark – Lago Roca


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Um 8.20 Uhr wurden wir abgeholt und fahren direkt zum Feuerland-Nationalpark. Als Überraschung macht Eberhardt für die Gäste dass wir ins Nationalpark mit dem Tren del Fin del Mundo oder Zug des Endes der Welt reingehen. Bei einem erlebnisreichen Tag im Feuerland-Nationalpark wandern wir am Beagle-Kanal, blicken auf Buchten und hinüber zu den schneebedeckten Gipfeln der Darwin-Kordillere. Unsere letzte ca. 9 kilometer Wanderung führt uns von der Ensenada- bis zur Lapataia-Bucht im chilenisch-argentinischen Grenzgebiet und bietet uns immer wieder atemberaubende Ausblicke und Wege durch die antarktisnahe, grüne Vegetation auf Feuerland. Es ist eine schöne Wanderung mit 3 Stunden Gehzeit und 60 Meter Anstieg und 60 Meter Abstieg Höhenunterschied. Zum Abschluss des Wandertages unternehmen wir noch mit dem Bus einen Abstecher zum Lapataia Bucht wo die berühmte Straßenschild am Ende der Welt steht. Wieder zurück im Hotel in Ushuaia haben wir heute und morgen bisschen Zeit und hier zum bummeln und letzte Souvenirs von Patagonien zu kaufen.

14. Tag – 28.02.19: Katamaran-Bootsfahrt auf dem Beagle-Kanal – Museum Fin del Mundo


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Heute ist keine Wanderung im Programm aber trotzdem werden wir eine tolle kleine Wanderung machen. Die Inseln vor Ushuaia sind ein wahres Tierparadies. Bei einer Bootsfahrt auf dem Beagle-Kanal zur Isla Lobos sehen wir südamerikanische Pelzrobben, Königskormorane, Felsenkormorane, Scheidenschnäbel, Mähnenrobben, Dominikanermöwen und Graumöven. Da wir 16 Personen sind und auf dem Boot nur 12 passen, teilen wir uns in 2 Gruppen: vormittags und nachmittags. Auf die Isla H können wir aussteigen und hier wandern. Wir fahren auch am berühmte Leuchtturm am Beagle Kanal vorbei. Der Ausflug ist ein gelungener Abschluss unserer Wanderreise in Chile und Argentinien! Am Vormittag oder Nachmittag hat man Zeit um das Museum Fin del Mundo am Hafen von Ushuaia zu besuchen und dabei einiges über die Besiedlungsgeschichte Feuerlands lernen. Noch einmal übernachten wir auf Feuerland, bevor wir unsere Südamerika-Reise am nächsten Tag zurück nach Buenos Aires führt.

15. Tag – 01.03.19: Flug von Feuerland nach Buenos Aires, Argentinien – Tango-Abend


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Am Vormittag verlassen wir mit Aerolineas Argentinas Feuerland und den Süden Argentiniens und fliegen von Ushuaia zurück nach Buenos Aires (ca. 3 Stunden), wo wir noch einmal im selben Hotel Two Buenos Aires übernachten. Wir verabschieden uns von Ushuaia. Bei klarer Sicht auf die Bergkulisse fliegen wir zurück in die Hauptstadt Buenos Aires. Im Hotel machen wir uns frisch und hübsch für die Tango-Show am Abend. Für den Abend machen wir uns für den Tangoabend schick. Es wartet auf uns eine stimmungsvolle Tango-Vorführung und bei einem Glas Wein lassen wir unsere Südamerika Wanderreise gemütlich ausklingen. In La Ventana wird uns ein leckeres und gemütliches Abschluss-Abendessen mit 3-Gänge Menü erwarten. Gegen 22 Uhr öffnet sich der Bühnenvorhang und die Band fängt an die ersten Tangotakte zu spielen. Die Tanzpaare füllen die Bühne und bieten uns ein sehr abwechslungsreiches Programm. Hier lernten wir bei einer erstklassigen Tango-Show weiter das argentinische Temperament kennen. Es war eine beeindruckende und feurige Show, die uns allen sehr gut gefallen hat. Klasse. Ein wohl gelungener Abschluss einer traumhaften Reise, oder?

16./17. Tag 02.-03.03.19: Buenos Aires - Rückflug nach Deutschland


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Den Vormittag haben wir Zeit für eigene Erkundungen in Buenos Aires. Benjamin hat den richtigen Tipp für uns alle und gemeinsam laufen wir bis zum Puerto Madero wo wir am Wasserkanal mit Calatrava Brücke Puente de las Mujeres (Frauen-Brücke) gemütlich spazieren: in neuer, sehr moderner Stadtteil, mit vielen Restaurants und Terrassen. Wir spazieren weiter gemeinsam wieder zum Mai-Platz oder Plaza de Mayo. Neben dem Plaza de Mayo ist das berühmte Casa Rosada, der Sitz der argentinischen Regierung. Auf der einen Seite des Platzes befindet sich „La casa Rosada", ein rosafarbenes Haus, wo die Präsidentin täglich ihr Amt ausübt. Links davon war der Balkon zu sehen, wo Evita und später Madonna im Film über Evitas Leben zum Volk sprachen („Don´t cry for me Argentina..."). Am selben Ort ist die Kathedrale, wo der heutige Papst Franziskus als Priester die Messe gehalten hatte. Es war schön zu sehen, wie ein ganz normaler Mensch, der am heutigen Sonntag die Messe hält, auch zum Papst gewählt werden kann. Am selben Ort befindet sich auch das alte weiße Rathaus oder auch „Cabildo" genannt, das wir schon am ersten Tag mit Ines gesehen hatten. Danach spazieren wir entlang der berühmten Florida Straße, die voll mit Leuten und Touristen ist.
Wir werden von Hotel um ca. 14 Uhr abgeholt und treten mit Lufthansa unseren Heimflug nach Deutschland an wo wir am nächsten Tag ankommen. Wieder mit dem wunderschönen Jumbo 747-800 der Lufthansa. Während des Fluges schauen wir Filme, schlafen etwas oder gehen unseren Gedanken nach. In Frankfurt und danach in Sttutgart, Berlin, woanders oder Dresden gut angekommen verabschieden wir uns herzlich voneinander. Mit herzlichen Umarmungen und großer Dankbarkeit für diese tolle Reise, wünschen wir uns allen nur das Beste. Es hat sich gelohnt, auf diese Reise zu warten.
Es war einfach unvergesslich. Diese 17 Tage Wanderreise durch Patagonien und Feuerland bleibt für uns als ein Traum und eine einmalige Reise. Über 100 Km sind wir gelaufen durch Nationalpark Los Glaciares mit El Chalten und Perito Moreno und Nationalpark Torres del Paine. Für mich persönlich war es eine Ehre und große Freude, Euch während dieser 17 Tage durch Patagonien begleiten zu dürfen. Insgesamt sind wir mehr als 100 Kilometer zusammen gewandert. Es war eine sehr schöne Reise. Wir haben auch gesungen, gelacht und getanzt. Wir haben wunderschöne Landschaften entdeckt und die Fotos und Videos sind der Beweis dafür. Ich werde diese einzigartige Reise einfach nie vergessen und möchte mich nochmals von ganzem Herzen bei Euch allen bedanken.
Ich würde mich freuen, wenn Du mich erneut auf einer meiner Reisen begleiten würdest. Bleiben wir alle gesund. Alles Gute und bis bald!
Euer Benjamin Rodriguez Manzanares

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