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Unsere Rundreise Australien

Reisebericht: 18.11. – 03.12.2025

Down Under, dieser ferne Kontinent war und ist wieder Eigentum der Ureinwohner, der vielen Völker der Aborigines. Wir bekommen auf der Reise durchs Land einen Eindruck vom Brauchtum dieser Menschen.

Gunter Looß

Ein Reisebericht von
Gunter Looß


1./2. Tag Dienstag, 18.11.2025 / Mittwoch, 19.11.2025 Flug nach Singapur

Gegen Mittag treffen wir uns, eine kleine Gruppe von 5 Personen, am Flughafen Dresden vor der Anzeigetafel Obergeschoss. Pünktlich checken wir bei Lufthansa ein und geben unser Gepäck nach Singapur auf. Mit einer kleinen Maschine starten wir planmäßig in Richtung Frankfurt, wo wir nach einem kurzen Flug nachmittags eintreffen. Wir bummeln durch die Weiten des Flughafens Frankfurt Hahn und gelangen schließlich zu unserem Gate B46, wo wir in gemütlichen Sesseln vor einer informativen Videowand Platz nehmen. So nebenbei werden die anfallenden Arbeiten auf dem Frankfurter Flughafen gezeigt und auch die Information, dass ein voll beladener Airbus A380 ein Startgewicht von 560 t hat, versetzt mich in Staunen. Am Gate 46 treffen wir auf die Familie, die diese Reise ab Frankfurt antritt. Gestärkt und etwas relaxt gehen wir um 21 Uhr an Bord des A380 der Singapore Airline, wo uns die freundliche Crew empfängt und einweist.
Unmittelbar nach Erreichen der Flughöhe erhalten wir Getränke und auch das Abendessen lässt nicht lang auf sich warten. Während des langen Fluges wird man über die frei verfügbare Mediathek unterhalten oder man findet etwas Nachtschlaf in den bequemen Sitzreihen des A380. Zirka zwei Stunden vor der Landung erhalten wir noch ein warmes Frühstück mit Kaffee oder Tee.
Pünktlich um 17:10 Uhr nach 10.500 km Flug landen wir in Singapur.
Der Changi Airport ist riesig und dennoch sehr entspannt. Viele Pflanzen begrünen die weiten Gänge und ganze Wände. Textile Fußbodenbeläge dämpfen den Lärm und machen die riesigen, klimatisierten Hallen gemütlich. Die Passkontrolle erfolgt an Automaten und unsere Koffer sind schnell auf dem Band.
Nun treffen wir uns mit unserem deutschsprachigen Reiseleiter, Herr Ian Chan, der uns herzlich begrüßt und zum Transferbus bringt. Der Fahrer, Herr Han, bleibt bis zur Abreise aus Singapur bei uns. Das subtropische Klima begrüßt uns mit Sonnenschein und 28°C. Als wir nach einer kurzen und informativen Fahrt um 18:30 Uhr an unserem Hotel „Grand Park City Hall“ eintreffen, ist es bereits dunkel. Es bleibt jedoch nur eine Stunde, um sich frisch zu machen, denn wir wollen die „Spectra Light- & Watershow“ um 20:00 Uhr nicht verpassen und so fahren wir um 19:30 Uhr mit 2 Taxis zum Marina Bay Sands Hotel, um wenig später auf dem Eventplatz vor dem Hotel im Getümmel der Menschen auf den Beginn der Show zu warten. Spektakuläre Lichteffekte durchfluten die Wasserfontänen und werden dem Rhythmus und dem Genre der Musik angepasst. Nach einer viertel Stunde gehen wir gemeinsam durch die Mall des Marina Bay Sands-Komplexes und folgen den Wegweisern zu den „Gardens by the Bay“. Denn auch da startet um 20:30 Uhr eine weitere Lichtshow an den beleuchteten „Supertrees“ Am Fuße eines der künstlichen Riesenbäume nehmen wir Platz und lauschen der Broadway-Musical-Musik, zu der die Supertrees in allen Farben leuchten. Nach der sogenannten Rapsody-Show schlendern wir noch durch die nächtlichen „Gardens by the Bay“ und sehen die riesigen klimatisierten Hallen des „Cloud-Forest“ und des „Flower-Doms“. Auf der Suche nach einem Food Court fahren wir mit Taxis zurück in die Nähe unseres Hotels und landen schließlich in einem Indischen Restaurant namens „Anglo India“ im „Chijmes“ Food-Court, der bis 23 Uhr geöffnet hat. Danach kehren wir müde und satt zu unserem Hotel zurück.

3. Tag Donnerstag, 20.11.2025 Stadtrundfahrt Singapur und Flug nach Melbourne

Nach dem langen Flug und dem langen Abend vereinbaren wir ein spätes Frühstück und haben auch danach noch etwas Zeit, die Sachen zu ordnen und zu relaxen.
Es regnet und soll bei 28°C bewölkt bleiben. Um 12 Uhr verlassen wir das Hotel, verladen die Koffer im Bus und beginnen unsere Stadtrundfahrt durch den Stadtstaat Singapur. Unser Fahrer bringt uns direkt zum Tower 1 des Hotelkomplexes „Marina Bay Sands“, wo uns unser örtlicher Reiseleiter durch die gesamte Lobby des beeindruckenden Bauwerkes führt. Heute hat das Hotel, das an der Marina Bay liegt, 1.500 Zimmer und 600 Suiten. „Sands“ ist die Firma, der auch das Casino Singapurs gehört, welches jährlich mehrere Millionen Singapur-Dollar in die Staatskassen spielt.
Da es nicht regnet oder gewittert, fahren wir im Tower 3 mit dem Lift in wenigen Sekunden nach oben in die 88. Etage. Oben angekommen erwartet uns ein atemberaubender Rundblick und auch ein Blick auf den riesigen Pool auf der Dachterrasse, der den Hotelgästen vorbehalten bleibt.
Ian erklärt uns die Gebäude und das Thema Landgewinnung. Bis 2034 soll wohl ein neuer, höherer Deich, der durch Holländer geplant wird, errichtet werden, vor dem Anstieg des Meeresspiegels schützen. Außerdem hat der Stadtstaat das letzte freie Grundstück an der Marina Bay für seine Armee beansprucht, wo nun eine Arena für die Soldaten errichtet wird. Da alle Männer zwei Jahre Grundwehrdienst leisten müssen, wird in der Grundausbildung ein Marsch vom Flughafen in dieser Arena enden. Auch künftige Staatsfeiern werden auf diesem Areal stattfinden.
Wieder am Boden, bringt uns der Bus zum alten Finanzdistrikt der ehemalig englischen Kolonialmacht, wo eine für den Straßenverkehr gesperrte koloniale Brücke zum Merlion-Park führt. Beim Spaziergang erzählt uns Ian, dass diese Brücke dennoch jährlich einen neuen Straßenbelag erhält, da sie Bestandteil der legendären Formel 1 Strecke ist. Im Merloin-Park zeigt uns Ian die riesigen Regenbäume, die mit mehreren verschiedenen Kletterpflanzen bewachsen sind. Die Malaien sagen dazu Feierabendbaum, weil die Blätter abends wie Mimosen zusammenklappen.
Nach einer kurzen Fahrt nach Chinatown steigen wir erneut aus und gehen zum Thian Hock Keng-Tempel, den wir besichtigen. Anschließend entscheiden wir uns, zum Lunch bei einem Vietnamesen einzukehren.
Um 15 Uhr treffen wir uns zur Abfahrt zum botanischen Garten. Ursprünglich von den Engländern angelegt, um Gewürze und andere exotische Pflanzen zu züchten, kann man heute im nationalen Orchideengarten über 1000 Arten besichtigen. Für viele internationale Prominente werden hier Orchideen gezüchtet und nach ihnen benannt, die dann hier feierlich der Person übergeben werden. Heute ist der botanische Garten die erste UNESCO-Welterbestätte der Stadt.
Weiter bringt uns die Stadtrundfahrt zum indischen Viertel, wo wir erneut aussteigen und zu Fuß durch einen „Blumen“-Markt und eine große Halle mit vielen kleinen Garküchen gehen. Unser Reiseleiter zeigt uns den weltweit einzigen Imbissstand mit einem Michelin-Stern.
Auf der anschließenden Weiterfahrt gelangen wir auf die Ochard Road, wo sich moderne Shoppingmalls aneinanderreihen. Hier sind die Immobilienpreise am höchsten, weil es die schönste und sicherste Gegend in Singapur ist.
Schließlich erreichen wir das arabische Viertel „Kampong Glam“ (Dorf des Glam-Baumes), was die Engländer für die muslimischen Malaien geplant hatten. Die gigantische Moschee und die vielen kleinen arabischen Händler prägen dieses Stadtviertel bis heute.
Im direkten Anschluss fahren wir zum Terminal 3 des Flughafens Changi, welches wir pünktlich erreichen. Wir verabschieden uns von unserem Fahrer, Ian ist uns noch beim Check-in an den Automaten des Flughafens behilflich und weist uns den Weg zum spektakulären Wasserfall „The Jewel“. Nach der Verabschiedung von unserem örtlichen Reiseleiter gelangen wir über lange Laufbänder und Rolltreppen zum künstlich angelegten Wasserfall, wo wir um 19 Uhr eintreffen. Dort erwarten wir die 5-minütige Lichtshow um 19:30 Uhr. Sehenswert, aber kurz, vereinbaren wir noch eine kleine Freizeit zum Essen auf Level B2 und treffen uns da um 20.30 Uhr wieder.
Nun müssen wir über Rolltreppen, den Skytrain und lange Laufbänder zurück zum Terminal 3, wo wir unseren Gate B10 rechtzeitig zum Boarding erreichen. Unsere Singapore-Airline-Maschine, eine Boeing 737 hebt mit etwas Verspätung um 22 Uhr in Richtung Melbourne ab.
Wieder reicht uns das freundliche Personal nach Erreichen der Flughöhe Getränke und etwas später ein Abendessen, bevor wir durch die Nacht fliegen und etwas schlummern. Kurz vor dem Einleiten des Landevorganges erhalten wir ein kleines Frühstück mit Kaffee/Tee und Getränken.
Die 6.710 km nach Melbourne werden in 6,5 Stunden zurückgelegt.

4. Tag: Freitag, 21.11.25 Stadterkundungen in Melbourne

Etwas eher als geplant landen wir in Melbourne und passieren die Passkontrolle an Automaten. Kurz darauf haben wir alle unsere Gepäckstücke. So treffen wir unsere örtliche Reiseleiterin Andrea in der Ankunftshalle des Flughafens. Gemeinsam warten wir auf die 13 weiteren Mitglieder unserer Australien-Reisegruppe, die kurz darauf mit einem Flug aus Neuseeland zu uns stoßen.
Nun erfolgt die Begrüßung durch unsere deutschsprechende Reiseleitung Frau Andrea Maertens, die uns anschließend zum Transferbus bringt.
Auf der Fahrt zu unserer Unterkunft für die nächsten zwei Nächte, das Hotel „Holiday Inn Express“ in Melbourne-Southbank, erläutert uns Andrea schon Details zur Metropole des Bundesstaates Victoria.
Gegen 11 Uhr treffen wir am Hotel in zentraler Lage ein und können sofort die Zimmer beziehen. Nachdem wir uns frisch machen konnten, treffen wir uns um 12 Uhr in der Lobby.
Für die heutige Stadterkundung und auch für den Tagesauflug am kommenden Tag steht uns die Fahrerin Viona zur Verfügung. Zuerst bringt uns ihr Bus zum South Melbourne Market, wo wir Zeit finden, um am ATM australische Dollar zu holen und ein Lunch einzunehmen. Weiter fahren wir durch den Prinz Albert Park, wo wir ein Stück der Formel 1 Strecke nutzen und zum trendigen Stadtviertel St. Kilda. Bei einem kurzen Spaziergang entlang der Esplanade von St Kilda genießen wir den Sonnenschein und die herrliche Aussicht auf die Port Phillip Bucht. Der weitläufige Stadtstrand ist beliebt bei Melbournians und Besuchern zugleich und so sehen wir zahlreiche Menschen beim Sonnenbaden.
Nach kurzer Fahrt erreichen wir die tempelähnliche Gedenkstätte für die australischen Opfer der beiden Weltkriege. Von dieser Erhebung aus genießen wir einen tollen Ausblick auf die Skyline Melbournes. Zu Fuß gehen wir in die königlichen botanischen Gärten, die mit 38 ha ebenfalls eine Freizeitoase der Stadt Melbourne sind. Wir schlendern durch den Park und sehen neben riesigen Bäumen auch uralte Baumfarne. Auf der Weiterfahrt zum Olympiagelände, wo 1956 die Sommerolympiade und 2006 die Commonwealth-Spiele stattfanden, zeigt uns Andrea die Wimbledon-Tennisarena und den Melbourne Cricket Ground. Vorbei am Parlament Victorias gelangen wir über die Queen Street zur Collin Street und ins alte Bankviertel, wo noch heute mit Gold und Opalen gehandelt wird. Wir steigen aus und spazieren durch die engen Gassen der Block and Royal Arcade. Vorbei an der St. Pauls Kathedrale kommen wir zur Hosier Lane Street, wo wir die Graffiti-Kunst an den Gebäuden betrachten. Schließlich gelangen wir zum quirligen Federation Square mit seiner imposanten Architektur. In Sichtweite das koloniale Bahnhofsgebäude Melbournes, der Flinders Street Station, kommen wir zum Yarra Fluss, die Lebensader Melbournes. Auf den Restaurant-Schiffen feiern die Menschen bei After-Work-Partys ausgelassen das bevorstehende Wochenende. Wir überqueren den Yarra-River und sind nach wenigen Schritten um 17 Uhr an unserem Hotel.
Unser zugebuchtes Abendessen ist heute um 18.00 Uhr im Restaurant „Meat & Wine“ reserviert. Es befindet sich am Yarra-River, nur einige Minuten vom Hotel entfernt.
Nach dem köstlichen Abendessen und einer kleinen Vorstellungsrunde entschließen sich Einige, das „Skydeck“ Melbourne zu besuchen und so buchen wir online die Tickets für diese Attraktion, die direkt auf dem Heimweg liegt. Bevor wir in die 88. Etage gebracht werden, besuchen wir das VR-Theater, wo wir mit VR-Brillen ausgestattet einzeln in Schalensessel platziert werden. Virtuell, akustisch und mit entsprechenden Bewegungen des Sessels werden wir aus dem Weltall nach Australien geschickt und man kann die Vergangenheit und das heutige Leben Melbournes hautnah erleben. In der 88. Etage hat man einen tollen Rundblick auf Melbourne, wo die Dämmerung fortschreitet und schließlich das Lichtermeer die Oberhand gewinnt. Besonders Tollkühne können sich mit dem Separee „The Edge“ in luftiger Höhe „herausfahren“ lassen und stehen plötzlich auf einem Glasboden in 90 Metern über dem Erdboden.

5. Tag Samstag, 22.11.2025 Tagesfahrt Great Ocean Road

Nach dem Frühstück treffen wir uns, diesmal ohne Gepäck, um 08.00 Uhr zum Tagesausflug. Im gemütlichen Reisebus bringt uns Viona zur legendären Panoramastraße „Great Ocean Road“. Während der Fahrt auf der Autobahn nach Süden und entlang der Port Phillip Bucht bringt uns unsere Reiseleiterin Andrea wieder Interessantes zum Leben in Australien und speziell in Melbourne näher.
Auf dem Weg zur Panoramastraße stoppen wir im kleinen Ort Anglesea und erreichen schließlich den „Eingang“ zur Great Ocean Road. Bei einem kurzen Strandbesuch sehen wir weiße Kakadus, aber auch die sehr unangenehmen Feuerameisen. Auf der Weiterfahrt berichtet nun Andrea über die gefährliche Tierwelt Australiens. Zum Beispiel spricht sie über den „Blue ringed Octopus“, dessen Gift zu 100 % tödlich ist oder den „Red backed Spider", für den man wohl ein Gegengift entwickelt hat. Lustiger sind ihre Begegnungen mit der handtellergroßen Huntsman Spinne, die zwar ungefährlich ist, aber wegen ihrer Größe und Geschwindigkeit sehr gruselige Begegnungen verursacht.
Vorbei geht unsere Fahrt an sonnigen Buchten und Steilküsten durch die Kleinstadt Lorne, wo man samstags zum Angeln geht und die Kinder in Gruppen zu Lifeguards ausgebildet werden.
Bei schönstem Sonnenschein stoppen wir im Ort Apollo Bay und bekommen im gleichnamigen Hotel unser Mittagessen gereicht. Anschließend bummeln wir durch die Geschäfte oder am Strand.
Wieder im Bus, verlassen wir die Bucht und fahren durch hügeliges, kurviges Land, welches mit kalten Regenwäldern, vorwiegend mit Eukalyptus-Bäumen, bewachsen ist. Später wechselt die Landschaft und es zeigt sich ein hügeliges, offenes Land, welches als Weideflächen für die vielen Rinder genutzt wird. Die kleinen Seen und Tümpel sind durch die vielen Regenfälle in den vergangenen Wochen entstanden und locken zahlreiche Wasservögel an.
Nach 1,5 Stunden steigen wir am Info-Point der 12 Apostel aus. Dieses touristische Highlight lockt weltweit reiselustige Menschen an, die dann hier nach den besten Fotomotiven und Selfies wetteifern. Und so lichten auch wir auf dem gut ausgebauten Rundweg die noch 8 in der Brandung stehenden Sandsteinformationen im Sonnenlicht ab.
Nach einer kurzen Fahrt kommen wir zum Parkplatz nahe dem „Loch Ard Gorge“ und dem „Razor Head“, der seinen Namen einer Rasierklinge ähnelnden, scharfkantigen Oberkante verdankt.
Anschließend geht die Reise weiter durch das kleine Dorf Campbell und den 1990 eingestürzten Brückenbogen der London Bridge im Port Campbell-Nationalpark. Andrea erzählte uns dazu die Geschichte, die wohl damals durch alle Medien gegangen war, nach der ein australischer Geschäftsmann mit seiner heimlichen Geliebten durch den Einsturz der Felsbrücke auf der nun entstandenen „Insel“ festsaßen und mit viel Medienrummel gerettet wurden.
Nun treten wir die Heimreise an und verabschieden uns herzlich von unserer tollen Reiseleiterin Andrea und der Fahrerin Viona. Um 20:00 Uhr erreichen wir unser Hotel in Melbourne-Southbank.

6. Tag Sonntag, 23.11.2025 Melbourne Regen – Sydney Sonne

Noch vor dem eigentlichen Frühstück starten wir bei Regen um 06.30 Uhr mit einem Transferbus zum Domestic-Airport Melbourne.
Wieder checken wir an Automaten der Virgin Air ein und versenden auch das Gepäck auf diese Art. Die Frühstücksboxen vom Hotel verzehren wir bis zum Boarding.
09.00 Uhr starten wir in Richtung Sydney, wo wir um 10:30 Uhr landen.
Sogleich erfolgt die Begrüßung durch unsere lokale Reiseleiterin, Frau Cornelia Schulze, die uns zum Bus bringt und gleich mit der Stadtrundfahrt beginnt. Der Frühling bringt die lila Jacaranda-Bäume am Straßenrand zum Blühen.
Wir steigen das erste Mal in den östlich gelegenen Gebieten Sydneys, unweit der Watsons Bay, aus. Hier befindet sich die natürliche Hafeneinfahrt nach Sydney und wir unternehmen einen kleinen Spaziergang entlang der Steilküste.
Die nächste Etappe wird der legendäre Bondi Beach sein, wo wir zu einer längeren Mittagspause stoppen. Da es Sonntag ist und die Sonne scheint, ist der weite Sandstrand von badelustigen Menschen gut gefüllt. Auch wir nutzen das Angebot der kostenlos bereit stehenden Sonnencremes und schützen uns vor den aggressiven Sonnenstrahlen Australiens. Nach einem Mittagsimbiss treffen wir uns wieder am Bus und fahren weiter stadteinwärts, um den Aussichtspunkt der Mrs. Macquaries zu besuchen. Dabei haben wir schon den ersten Blick auf die Harbour-Bridge und die Oper Sydneys.
Nun bringt uns der Bus zu der Stelle, wo am 26.01.1788 die „First Fleet“ mit 1.000 Strafgefangenen der englischen Krone landete und praktisch damit die europäische Besiedlung Australiens begann. Im Stadtteil „The Rocks“ erläutert uns Conny die anfänglichen Schwierigkeiten und die späteren Erfolge der Siedler. Hier wurden auch verurteilte Straftäter zu angesehenen Personen und sie brachten es mitunter zu einem kleinen Vermögen. Heute ist das Stadtviertel mit seinen Bars, Restaurants und Souvenirgeschäften ein beliebter Hotspot nicht nur bei den Touristen.
Wir spazieren durch das angesagte Stadtviertel und sind nun direkt am Kreuzfahrtterminal im Hafen, wo uns der Bus wieder aufnimmt und zum Hotel „Parkroyal“ im Darling Harbour bringt.
Nach dem Bezug der Zimmer haben wir dann ab 17 Uhr Freizeit, die wir individuell zum Einkaufsbummel, Abendessen oder auch für den Besuch des Sky-Towers nutzen.

7. Tag Montag, 24.11.2025 Opernhaus Sydney und Hafenrundfahrt

Nach einem späten Frühstück treffen wir uns um 10.45 Uhr zur kurzen Fahrt zum weltbekannten Opernhaus von Sydney.
Um 11.45 Uhr starten wir, mit Headsets ausgestattet, die einstündige Opernhaus-Führung. Unser Guide, Amanda, führt uns durch die Flure und Treppen hinauf zum großen Konzertsaal. Dort nehmen wir Platz und lassen die Atmosphäre auf uns wirken. Auf Englisch erzählt sie über die Geschichte dieses einzigartigen Gebäudes. Unsere Reiseleiterin Conny übersetzt über das Headset.
Das Wahrzeichen Australiens wurde auf einer Halbinsel errichtet und nach 14-jähriger Bauzeit im Oktober 1973 seiner Bestimmung übergeben. Leider wurde der geniale dänische Architekt Jörn Utzon bei der Einweihung mit keiner Silbe erwähnt oder gewürdigt, da die Bauherren ab 1966 kurzerhand ohne ihn planten und mit 10-fach höheren Kosten den Prachtbau fertig stellten. Die geniale Idee der Gestaltung des Opernhauses kam Utzon beim Schälen einer Orange und so gewann der damals noch unerfahrene Architekt 1957 unter 250 Mitbewerbern die weltweite Ausschreibung. Obwohl er später den Architekten-Award für dieses Bauwerk gewann und die Oper Sydney 2007 den Status des UNESCO-Weltkulturerbe erhielt, hat er selbst nie sein fertiggestellt Bauwerk besucht und starb 2008.
Nach der sehr interessanten Führung und einer abschließenden Filmvorführung verlassen wir das Opernhaus.
Nun bringt uns der Bus zum King Street Wharf im Darling Harbour, wo nachmittags unsere Hafenrundfahrt beginnt.
Vorher haben wir genügend Zeit für ein Mittagessen oder ein Eis in einem der Restaurants und Imbissstuben entlang der Flaniermeile.
Um 14:30 Uhr treffen wir uns zum Boarding und legen alsbald zur Hafenrundfahrt ab. Unterdeck gibt es Kaffee und Gebäck sowie Erläuterungen via Lautsprecher in englischer Sprache. Auf Deck sitzen wir im Fahrtwind bei Conny, die uns die verschiedenen Gegenden und Gebäude Sydneys vom Wasser aus erläutert. Immer wieder verleiten die Skyline und das Ensemble aus Opernhaus und Harbour Bridge zu Fotos und Selfies. Nach 1,5 Stunden Fahrt durch den großen schönen Naturhafen Sydneys legen wir wieder an und verabreden uns zum gemeinsamen Weg zum Glenmore Hotel in den Rocks, wo um 17.30 Uhr unser fakultatives Abendessen bestellt ist. Wir gehen am Wasser entlang und erklimmen das oberhalb gelegene Stadtviertel über einige Treppen.
Das Glenmore Hotel ist ein angesagter Pub, von dessen Dachterrasse man die Oper und die Harbour Bridge sieht.
Nach dem tollen Abendessen spazieren wir noch zur Harbour Bridge, wo uns der Lift auf das Niveau der Straße bringt. Auf dem Fußweg gehen wir bis zur Mitte der Brücke und sehen, wie die Dämmerung über Sydney herein bricht.
Müde kommen wir später im Hotel an.

8. Tag Dienstag, 25.11.2025 Busausflug 120 km Blue Mountains

Nach einem Frühstück im Hotel treffen wir uns um 08:00 Uhr zur Abfahrt. Wir verlassen die Stadt in nördliche Richtung über eine lange Hängebrücke und einen 8 km langen Tunnel, der zur Entlastung des Verkehrsaufkommens für die vielen Pendler errichtet wurde. Unsere Reiseleiterin, Frau Cornelia Schulze zeigt uns den neu errichteten Fischmarkt und erläutert uns weitere Einzelheiten zum Alltag in Sydney. Schon nach einer Stunde erreichen wir das beliebte Ausflugsziel der Einwohner Sydneys, die „Blue Mountains“. Die lilablühenden Jacaranda-Bäume am Straßenrand stehen hier noch in voller Blüte.
Bei schönstem Sonnenschein erreichen wir den Echopoint im Nationalpark „Three Sisters“ und schauen wenig später auf die bizarre Felsenlandschaft und in tiefen Schluchten. Auf kleinen Wanderwegen nähern wir uns der Felsformation der drei Schwestern und genießen auch hier einen tollen Ausblick auf die Weite der Eukalyptuswälder, die mit ihren etherischen Ausdünstungen dieser Landschaft den Namen geben. Zum Mittagessen begeben wir uns in das Lookout-Restaurant, wo wir unser leckeres 3-Gang-Menü einnehmen. Nach dem Mittagessen starten wir erneut mit dem Bus und kommen nach einer einstündigen Fahrt am „Featherdale Wildlife Park“ in Doonside im Norden Sydneys an. Bei einem Besuch des Tierparkes können wir nun endlich die Tierwelt Australiens sehen und zum Teil auch anfassen. Einige aus unserer Gruppe lassen sich mit den süßen Koalas ablichten oder haben andere schöne Begegnungen mit Wallabys, Wombats, Kängurus oder dem possierlichen Ameisenigel. Schnell vergeht die Zeit und so starten wir 16 Uhr die Rückfahrt nach Sydney, wo wir unser Hotel am frühen Abend erreichen. Wir verabschieden uns herzlich von unserer tollen Reiseleiterin Conny.
Unser Restaurant für das zugebuchte Abendessen befindet sich heute nur wenige Minuten vom Hotel entfern im Darling Harbour und so treffen wir uns am „Nick´s Seafood Restaurant um 19:00 Uhr zum gemeinsamen Abendessen.
Anschließend kann jeder noch auf eigene Faust das Flair am Darling Harbour genießen.

9. Tag Mittwoch, 26.11.2025 Flug nach Alice Springs ca. 2.000 km

Heute treffen wir uns bereits um 06:30 Uhr zum Frühstück, denn anschließend verladen wir das Gepäck und verlassen Sydney.
Unser Transferbus bringt uns zum Domestic Airport Sydney, wo am Gruppen-Check-in-Schalter der Quantas Air die Stewardessen bereitstehen, um unsere Gruppe und unser Gepäck rasch und professionell abzufertigen.
Pünktlich um 09:30 Uhr hebt unsere Boeing 737 ab und schon nach einer Stunde erhalten wir ein kleines Mittagessen und Getränke. Beim Blick aus dem Fenster sehen wir die großen Salzseen, die sich im Norden des Bundesstaates New South Wales befinden.
Um 11:00 Uhr landen wir in Alice Springs und treffen unsere örtliche Reiseleiterin Eva, die uns mit österreichischem Akzent herzlich begrüßt. Ein fehlender Koffer verzögert die Abreise etwas, dennoch fahren wir nach Klärung der Formalitäten mit unserem Bus in die Stadt Alice Springs. Die erklärende Stadtrundfahrt führt uns zur ersten Station unseres Tagesprogrammes. Wir verlassen den Bus um die „School of the Air“ zu besuchen. Von hier aus werden hunderte Schulkinder, die auf den Farmen des Outback tausende Kilometer verstreut leben, via Funk und Internet unterrichtet. Bei einem Vortrag und einer Filmvorführung werden wir über dieses sehr wichtige Projekt informiert und wir fördern mit einer kleinen Spende die ehrenamtliche Arbeit der Pädagogen. Weiter fahren wir zur alten Telegrafenstation, die 1871 zur Anbindung der geographischen Mitte Australiens an das bestehende Telefonnetz errichtet wurde und somit der Anfang der Entstehung der späteren Stadt Alice Springs war. Leider diente diese Einrichtung in den 60-iger Jahren als Umerziehungslager für viele Kinder, die den Familien der hier ansässigen Aborigines entzogen wurden. Der Staat wollte damit eine soziale Eingliederung dieser Kinder in die australische Gesellschaft realisieren, schuf aber eine verlorene Generation. So dient die alte Telegrafenstation heute vor allem als Gedenkstätte für diese „Lost Generation“.
Nach einem kleinen Imbiss steigen wir erneut in den Bus, um auf den Hausberg von Alice Springs zu fahren. Bei guter Fernsicht vom „Anzac Hill“ sehen wir nicht nur das beschauliche Örtchen Alice Springs, sondern auch die Weite des Outback. Wir sehen den Gebirgszug „Macdonnell Ranges“ und in der Ferne Regenschauer, aber auch viele sonnige Bereiche. Von hier aus starten wir eine kurze Fahrt zur letzten Station unseres heutigen Tages. Wir besuchen wenig später die Station der „Flying Doctors“. In der Station sehen wir nicht nur ein Model eines Einsatz-Flugzeuges, sondern erkennen bei einer Filmvorführung die Notwendigkeit der Existenz der „Fliegenden Ärzte“, bei deren Einsätze oft Distanzen von mehreren hundert Kilometern in kurzer Zeit überbrückt werden müssen.
Um 16 Uhr erreichen wir unser Hotel, das „Crowne Plaza“ und checken ein.
Da es sehr heiß ist, treffen wir uns noch für eine Stunde im Hotelpool wieder und sehen einen fantastischen Regenbogen über unserem Resort.
Etwas erholt und frisch gekleidet treffen wir uns um 19 Uhr zum fakultativen Abendessen im modernen Hotelrestaurant. Besonders beeindruckend war die zum Gastraum geöffnete Küche, die uns ermöglichte, den Köchen beim Zubereiten unserer Speisen zuzuschauen. Dementsprechend lecker war das 3-Gänge-Menü.

10. Tag Donnerstag, 27.11.2025 Busfahrt ca. 460 km zum Uluru

Nach einem entspannten Frühstück im Hotel starten wir unsere Busreise durch die Weite des Outback. Mit vielen Informationen seitens unserer Reiseleiterin Eva verlassen wir „Alice“, wie Alice Springs liebevoll genannt wird, in südliche Richtung.
Wir sehen die Bahnstation der „Ghan“. Diese Eisenbahn verbindet seit 1929 Alice Springs mit der Küstenstadt Adelaide. Heute erreicht man von Adelaide in zwei Tagen und Nächten die nördliche Küstenstadt Darwin. Seinen Namen verdankt die Eisenbahnstrecke den ehemals afghanischen Kamelkarawanen („Afghans“), die bis dahin die abgelegenen Gebiete Australiens mit Medizin, Post und anderen Gütern versorgten. Damals wurden Kamele einfach frei gelassen und so ist diese ausgewilderte Tierart noch heute im Outback anzutreffen.
Entlang des Todd-River, der selten Wasser führt, fahren wir durch eine natürliche Spalte der Macdonnell Ranges. Eine lustige Tradition in Alice Springs ist es, jährlich ein Bootsrennen im Flussbett des Todd-River zu veranstalten, bei dem die Kapitäne ihre Boote ins Ziel tragen müssen.
Weiter folgen wir dem Stuart Highway ca. eine Stunde, der Darwin (von hier noch ca. 1.500 km) im Norden mit Adelaide (ca. 1.500 km) im Süden verbindet. bis eine Straße die Richtung zum Uluru (441 km) ausweist.
Wir machen im „Erldunda Roadhouse“ unsere zweite Pause und kaufen uns etwas zum Lunch. Irgendwo im Nirgendwo stoppen wir im roten Outback, um eine Düne zu erklimmen und einen Salzsee zu sehen. Auch hier gibt es Toiletten, wenn auch nur die trockene Variante.
Schließlich erreichen wir um 15 Uhr unsere Unterkunft, das „Outback Hotel & Lodge - Ayers Rock Resort“ in Yulara. Wir beziehen die kleinen Unterkunftshäuser, die Zimmer bieten jeden Komfort. Von einem Aussichtspunkt des Resorts sieht man bereits den gewaltigen Monolithen des Uluru.
Schon 16 Uhr treffen wir uns zum abendlichen Programm, begrüßen aber noch den fehlenden Koffer, der in Alice Springs durch uns als vermisst gemeldet wurde.
Der Bus bringt uns in den Uluru-Kata Tjuta-Nationalpark und wir besuchen das gleichnamige Kulturzentrum der Anangu-Aborigines, wo in verschiedenen klimatisierten Räumen Dokumente, Bilder oder Videoschleifen über die Kultur und den Traditionen der hier ansässigen Sprachgruppe informiert wird. Auch die Rückgabe des Uluru an das Volk der Anangu im Jahr 1985 wird hier dokumentiert. Nicht nur Souvenirs, sondern auch die praktischen Fliegennetze können hier gekauft werden. Bei der warmen Witterung sind die kleinen Fliegen sehr aktiv und nervig.
Nun komplett ausgestattet füllen wir unsere Trinkflaschen am Bus mit frischem Wasser auf und der Fahrer bringt uns ein Stück näher zum Uluru. Dort unternehmen wir eine kleine Wanderung zu einem kleinen Wasserloch am Fuße des Uluru. Eva erzählt uns interessante Details zur Entstehung des roten Monolithen.
Nach einer kurzen Fahrt steigen wir an einem Trail aus, dem wir zu den Felsmalereien am Fuße des Uluru folgen.
Schließlich parken wir auf dem „Sonnenuntergang-Parkplatz“ wo schon viele Busgruppen auf den heutigen Sonnenuntergang um 19:19 Uhr warten. Wir laufen zu unserem Tisch mit den, für unsere Gruppe bereitgestellten, Snacks und den Gläsern Sekt, um nun das Spektakel zu verfolgen und zahlreiche Fotos vom Farbenspiel am Berg zu schießen. Gemeinsam stoßen wir mit einem Glas Sekt an und wünschen uns Gesundheit und einen weiterhin guten Verlauf der Reise.
Dennoch ist das Ereignis hier in Äquatornähe schnell vorbei, denn die Dämmerung hat längst eingesetzt, als wir zur Rückfahrt zum Hotel aufbrechen.
Um 20 Uhr treffen wir uns da zum gemeinsamen BBQ, zu dem die Küche des Resorts jeweils ein Stück Fleisch (Huhn, Schwein, Känguru oder Fisch) an jeden Gast ausgibt, das dann auf Elektrogrills selbst zubereitet werden muss. Die vielen Salate und Beilagen am Buffett machen das Abendessen perfekt und zu einem typisch australischen Abend.
Da der morgige Tag früh beginnen wird, sind wir schnell zur Nachtruhe verschwunden.

11. Tag Freitag, 28.11.2025 Uluru, Kata Tjutas – Flug nach Cairns

Schon in der Nacht hat es kräftig und ausdauernd geregnet und als wir um 4.45 Uhr mit dem Bus starten, nieselt es noch immer. Dennoch brechen wir zum Uluru auf, denn nicht nur der Sonnenaufgang, sondern auch ein kleines Frühstück ist am Uluru für uns geplant. Als wir am „Sonnenaufgang-Parkplatz“ ankommen, regnet es zwar nicht mehr, aber der dämmernde Himmel bleibt wolkenverhangen, so dass wir vor und nach dem Sonnenaufgang um 05.47 Uhr kein Farbenspiel erwarten können. Dennoch nehmen wir unser kleines Frühstück ein und erleben den Uluru nebelverhangen und nass. Nach diesem letzten und besonderen Eindruck verabschieden wir uns vom Uluru und fahren zur anderen Attraktion des Nationalparks, den Kata Tjutas. Diese Felsformation mit seinen vielen runden „Köpfen“ kommt schon sehr bald in Sicht und wirkt bei diesem wolkenreichen Wetter sehr mystisch. Bei einem ersten Toilettenstopp sehen wir von einem Viewpoint beide Formationen, den Uluru und die Kata Tjutas, die wohl unterirdisch miteinander verbunden sind.
Weiter fahren wir durch die Wüstenlandschaft und sehen tatsächlich drei wilde Kamele, die das frische Grün der wiedererwachten Vegetation genießen. Wir stoppen unweit der „windigen Schlucht“ und gehen bis zum Fuß der Sandsteinformation. In einiger Entfernung hören wir Frösche quaken, das sich anhört wie das Blöken einer Schafherde. Wegen der fortgeschrittenen Zeit und dem schlechten Zustand der Wege verzichten wir auf die kurze Wanderung durch die „Walpa Gorge“.
Nun bringt uns der Bus zum Flughafen „Ayers Rock“ und Eva begleitet uns zum Check-in an den Counter von Jetstar. Mit einer kleinen Verspätung startet unser Airbus A320 um 10:20 Uhr in Richtung Melbourne, wo wir um 14:20 Uhr landen und erneut als Gruppe einchecken. Wieder etwas verspätet, um 16:45 Uhr fliegen wir weiter nach Cairns und landen da erneut etwas später als geplant um 19 Uhr. In der Ankunftshalle des Flughafens erwartet uns bereits unsere charmante Reiseleiterin Claudine. Auf unserer kurzen Busfahrt zum Hotel erläutert sie uns die Abläufe des kommenden Tages und checkt uns für die nächsten vier Nächte im 5-Sterne-Hotel „Crystalbrook Flynn“ direkt an der Strand-Esplanade ein. Nach einer kurzen Verschnaufpause treffen wir uns um 20 Uhr zum gemeinsamen Weg zum „Orche-Restaurant“ am Hafen.
Nach dem fakultativen Abendessen spazieren wir individuell zurück und fallen müde in unsere Betten.

12. Tag Samstag, 29.11.2025 mit Katamaran zum Great Barrier Reef

Nach dem Frühstück treffen wir uns um 07:15 Uhr in der Hotellobby, wo wir von einem Transferbus abgeholt werden. Mit dabei haben wir heute leichte Bekleidung und Badesachen, denn die Sonne scheint und wir unternehmen einen Tagesausflug mit dem Katamaran „Ocean Spirit“ zum Great Barrier Reef. Dazu hole ich am Hafen die Tickets und wir finden uns rechtzeitig am Liegeplatz der „Ocean Spirit“ ein. Um 08:30 Uhr gehen wir an Bord und sitzen zusammen auf dem Oberdeck. Während der einstündigen Fahrt zum Riff begrüßt uns Lilly und bereitet uns in deutscher Sprache auf die Besonderheiten beim Schnorcheln und Schwimmen vor. Aufgrund der Sonneneinstrahlung sowie der Quallensaison müssen wir Anzüge tragen und werden diese ab 10 Uhr in Empfang nehmen.
Vorher können wir Unterdeck einem Vortrag über das Great Barrier Reef in englischer Sprache folgen.
Dann ist es endlich soweit. Mit einem ersten Shuttleboot werden wir zu einer kleinen Insel, der "Michaelmas Cay", gebracht, die aber auch ein Vogelschutzgebiet ist, so dass wir nur an einem abgegrenzten Bereich anlanden und baden können. Herrliches klares Wasser und kaum Wellen ermöglichen ein ungestörtes Schnorcheln durch die Korallenwelten, die aber sichtliche Schäden durch die Erwärmung des Pazifiks tragen. Dennoch ist die Vielfalt der Korallen und des Fischbestandes ein tolles Erlebnis.
Nach über einer Stunde und vielen Fotos bringt uns das Tenderboot wieder zurück zum „Mutterschiff“ und wir bedienen uns an Bord am reichhaltigen Lunch-Buffett. Anschließend steigt unsere Gruppe in ein kleines U-Boot mit großen Fenstern ein. Wir fahren 30 Minuten durch die Tiefen des Riffs. Spätestens jetzt kann jeder die Korallen bewundern und diese auf zahlreiche Fotos bannen. Wieder an Bord der „Ocean Spirit“ gibt es Kaffee, Tee und Gebäck. Bei einem Glas Sekt treten wir die Heimreise an und genießen die tolle Atmosphäre auf See.
Nachmittags kehren wir zum Hafen in Cairns zurück und werden im Bus zum Hotel gebracht.
Um 17:45 Uhr treffen wir uns in der Lobby des Crystalbrook Flynn Hotels und laufen, leider über Umwege, zum Restaurant „Bayleaf“, wo wir 18:15 Uhr ankommen. Das indonesische Restaurant bietet ein reichliches Abendessen auf kleinen Tischgrills, welches wir nur zur Hälfte schaffen. Ein erlebnisreicher Tag geht zu Ende und müde kehren wir zum Hotel zurück.

13. Tag Sonntag, 30.11.2025 Fahrt mit der Seilbahn nach Kuranda

Nachdem wir uns am Frühstücks-Buffett gestärkt haben, treffen wir uns um 08:15 Uhr mit unserer Reiseleiterin Claudine in der Hotellobby. Unser Fahrer für die nächsten zwei Tage ist Kevin, ein im Norden ansässiger Einheimischer, der uns lustig begrüßt und sichtlich Freude an seinem Job hat. Wir verlassen Cairns in nördliche Richtung und erreichen nach kurzer Fahrt die Talstation des Skylrail in Smithfield. In Viererkabinen werden wir zur ersten Bergstation gebracht und unternehmen da einen kleinen Rundgang, bei dem uns Claudine die Flora und Fauna des Regenwaldes näherbringt. Wir sehen eine Gottesanbeterin und auch andere Insekten. Weiter geht es in der Gondel zur zweiten Station, wo wir zu einem Aussichtspunkt gehen, um auf den Wasserfall des „Stoney Creek“ zu schauen.
Noch einmal fahren wir mit dem Skyrail ein Stück bis zur Bergstation und steigen da im kleinen Touristenstädtchen Kuranda aus. Nach einem kleinen gemeinsamen Stadtbummel und etwas Freizeit holt uns ein Transferbus ab und bringt uns zum Pamagirri Aboriginal Cultural Park. Dort begrüßt uns unser Aboriginal Guide, der uns zuerst sein Können beim Speerwerfen zeigt. Dann erklärt er uns, wie für die Jagd auf Vögel der Bumerang zum Einsatz kommt. Schließlich dürfen wir selbst unser Können beim Bumerang-Werfen unter Beweis stellen. An einer dritten Station erfahren wir durch unseren Guide mehr über das Didgeridoo, das für Australien typische Instrument der Aborigines. Er ahmt damit verschiedene Tierlaute nach.
Abschließend besuchen wir ein Amphitheater, auf dessen Bühne eine Tanzshow der Pamagirri-Aborigines aufgeführt wird. Als auch aus unserer Gruppe jemand zum Mitmachen auf die Bühne geholt wird, gibt es großen Applaus.
Nach dem Besuch des Kulturzentrums beginnt ein kurzes Tropengewitter und so steigen wir bei Starkregen schnell in unserem bereits stehenden Transferbus ein. Der Fahrer heißt Mark und spricht deutsch, da er im Alter von 3 Jahren mit seinen deutschen Eltern nach Australien ausgewandert war. Im Ort Kuranda angekommen ist das Gewitter schon vorbei und so genießen wir individuell unsere Lunchpause zum Essen und Shoppen. Wir besuchen eine deutsche Imbissbude, wo wir eine Thüringer Bratwurst oder andere heimische Spezialitäten genießen können.
Um 15:30 Uhr beginnt unsere gemeinsame Rückfahrt mit dem historischen Zug zurück nach Cairns. Vom historischen Bahnhofsgebäude bis hin zu den historischen Wagons und der wildromantischen Strecke über die „Stoney Creek Bridge“ und durch zahlreiche Tunnel ist der „Kuranda Scenic Railway“ ein wirklich tolles Erlebnis. Während der Fahrt sehen wir sogar einige Kängurus grasen. Nach 2 Stunden Fahrt erreichen wir den Bahnhof von Cains und laufen durch die Stadt zurück zum Hotel.
Um 19 Uhr treffen wir uns zum gemeinsamen Abendessen im Dundees Restaurant an der Uferpromenade und genießen unser zu gebuchtes Abendessen.

14. Tag Montag, 01.12.2025 Ausflug nach Mossman und Daintree–Nationalpark

Nach dem Frühstück holt uns unser Bus um 08:00 Uhr vom Hotel ab. Auf der Fahrt nach Norden erläutert uns unsere Reiseleiterin Claudine diese Region. Dabei gelangen wir auf die kleine „Great Ocean Road“ entlang der „Coral Sea“. Hier wütete im Dezember 2023 ein gewaltiger Sturm, der einen ganzen Küstenstreifen und somit viele Straßen wegspülte. So sind heute noch zahlreiche Baustellen und einseitige Straßensperrungen auf dieser Strecke anzutreffen. Wir stoppen kurz vor Port Douglas und fahren dann weiter nach Mossman. Noch immer zeugt diese Gegend vom Zuckerrohranbau. Obwohl die Felder brach liegen, stehen noch immer die Loren der ausgedienten Zuckerrohrzüge auf den längst verwilderten Gleisen der Schmalspurbahnen, die in der Vergangenheit das geerntete Zuckerrohr zur Zuckermühle nach Mossman brachten.
Schließlich kommen wir zum Daintree National Park, der wegen des schier endlosen Regenwaldes und der traumhaften Strände zum UNESCO Welterbe gehört. Wir besuchen das Kulturzentrum in Mossman George, die traditionelle Heimat der Kuku-Yalanji-Aborigines. Ein junger Einheimischer fragt bei einer Rauchzeremonie seine Urahnen, ob wir willkommen sind und so müssen wir einzeln um die schwelende Feuerstelle gehen und uns selbst den Rauch zufächeln. Wir bekommen einen kleinen Eindruck von der spirituellen Welt der Ureinwohner Australiens.
Nach einer kleinen Shoppingpause im Souvenir-Shop der Einrichtung bringt uns ein Shuttlebus zum Trail, der uns ein Stück durch den Regenwald führen soll. Aber leider beginnt ein starker Tropenregen. Wir entscheiden uns einstimmig, diese Wanderung bei Starkregen nicht zu machen und so fahren wir mit dem Bus gleich wieder zurück zum Kulturzentrum. Wir besuchen die Art Galerie, bummeln noch etwas durch die Shops oder trinken einen Kaffee, bevor uns unser Bus nun zum Mittagessen in das „Daintree Teahouse“ bringt. Das Essen ist sehr schmackhaft und der Eigentümer erklärt uns im Anschluss die verschiedenen tropischen Früchte, die er als Beilage auf den verschiedenen Tellern des 3-Gänge-Menüs platziert hatte.
Nach diesem kulinarischen Erlebnis mitten im Regenwald bringt uns unser Fahrer Kevin zum Daintree-River, wo wir um 14 Uhr mit einem Boot ablegen, um vielleicht Salzwasserkrokodile zu entdecken. Es dauert nicht lange, da lenkt uns unser Kapitän Greg zum gegenüberliegenden Ufer, wo im Unterholz ein Krokodil-Weibchen schlummert. Wir sehen kleine Krebse und Mangroven, aber leider keine weiteren Krokodile. Dennoch ist die Landschaft beeindruckend und der Regenwald erstreckt sich bis in die Bergkette am Horizont.
Nach der 1,5-stündigen Schifffahrt geht nun die Fahrt nach Port Douglas, wo wir einen kurzen Stopp am Einkaufszentrum machen, bevor wir die endgültige Heimreise antreten. Bei einem Fotostopp oberhalb einer weiten Bucht verabschieden wir uns von der traumhaften Küste hier im Norden Australiens. Unterwegs verabschieden wir uns auch von unserer netten Reiseleiterin Claudine und dem lustigen Driver Kevin.
Bei der Ankunft im Hotel verabreden wir uns zum Abendessen, welches heute, wenn zusätzlich gebucht, im Restaurant „Salt House“ wieder an der Uferpromenade von Cairns stattfindet.
Bei einem Glas australischen Wein stoßen wir auf die vergangene Reise und eine gesunde Rückkehr nach Deutschland an und genießen unser Menü.
Schon sind wir zurück im Hotel, um unsere Koffer zu packen und zu schlafen.

15./16. Tag Dienstag, 02.12.2025 / Mittwoch, 03.12.2025 Rückflug

Pünktlich um 06:30 Uhr sind wir beim Frühstück und checken um 07:15 Uhr aus. Unser Transferfahrer Alvin bringt uns zum Domestic-Airport Cains zum Check-in bei Virgin-Air. Wir sind froh, als wir das Gepäck aufgegeben hatten und nun schon alle Bordkarten (auch bis Dresden) in den Händen halten. Pünktlich um 09:15 Uhr startet die Boeing 737 in Cairns und landet um 11:30 Uhr in Brisbane. Dort gelangen wir mit einem Shuttlebus zum International-Airport, wo vom Gate 79 um 14:35 Uhr der Flug mit Singapore Air weitergeht. Wieder sind wir beeindruckt vom guten Service der Crew und erhalten wieder Getränke, ein Essen und kurz vor der Landung nochmals Getränke und einen Snack. Während des fast 8-stündigen Flug schlafen wir oder lassen uns vom medialen Angebot der Airline unterhalten. Schon 20:25 Uhr (Ortszeit) landen wir in Singapur und sind wenig später im schönen Terminal 3 des hochmodernen Flughafens „Changi“, wo am Gate A14 um 22.55 Uhr unser Boarding stattfindet. Nach einer vermeintlich letzten Sicherheitskontrolle am Gate steigen wir in die Maschine nach Frankfurt ein und starten wie geplant um 23.55 Uhr. Erleichtert und froh sitzen wir im Sessel der Boeing, ich selbst schlummere schon ein bisschen, als die Maschine aufsetzt und nach einer Stunde wieder in Singapur landet. Der Durchsage des Kapitäns entnehme ich, dass es einen medizinischen Notfall an Bord gab und ein Arzt gerufen werden musste. Da die Bremsen bei dieser Landung mit voller Ladung überlastet wurden, müssen wir das Flugzeug wechseln. Wir steigen aus und erfahren, dass die neue Maschine um 4:15 Uhr ab Gate E24 im Terminal 2 starten soll. Wir fahren mit dem Skytrain zum Terminal 2 und laufen über die Transportbänder zum Gate E24. Dort angekommen müssen wir erneut durch eine Sicherheitskontrolle und harren nun der Dinge, die kommen. Es werden Wasserflaschen und kleine Proviantpäckchen verteilt. Am Singapore-Counter melden wir schon mal die nun verpassten Anschlussflüge nach Berlin und Dresden an. Dazu werden wir in Frankfurt neue Bordkarten erhalten, wird uns am Schalter zugesichert. Mit etwas Verspätung und sehr müde gehen wir an Bord und starten schließlich um 05:30 Uhr in Richtung Heimat. Mit dem schon genannten tollen Bordservice erhalten wir gleich nach dem Start Getränke und wenig später ein Essen. Durch die lange Nacht schlafen wir und es gibt kurz vor dem Einleiten des Landevorgangs noch einmal ein Frühstück und Getränke. Mit über 4 Stunden Verspätung erreichen wir Frankfurt um 11 Uhr und müssen uns rasch von der Hälfte unserer Gruppe verabschieden, die ihr Ziel nun erreicht hat. Für den anderen Teil der Gruppe gibt es am Singapore-Air-Schalter die neuen Boardingpässe. Als Entschädigung für die sehr späten Anschlussflüge nach Dresden erhalten wir einen 25 € Gutschein zum Mittagessen im Airport-Restaurant „Falconi´s“, wo wir gleich nach Ankunft einkehren und verweilen.
Wir haben bis zum Abend Zeit und begeben uns langsam zum ausgeschriebenen Gate im Terminal 1, wo um 20:40 Uhr unser Boarding stattfindet. Mit nunmehr fast 12 Stunden Verspätung landen wir müde in Dresden und verabschieden uns schnell, denn jeder möchte nur noch nach Hause.


Leider ist das kein gutes Ende einer sonst so erlebnisreichen und schönen Reise. Oft hat uns das Wetter in die Hände gespielt und so haben wir viele Momente und Landschaften in tausenden Fotos festhalten können. Kleine und große Missgeschicke sind aber immer wieder Bestandteil derartiger Unternehmungen. Nicht umsonst sagt der Volksmund: „Wer eine Reise macht, der kann was berichten!“
In diesem Sinne wünsche ich allen Reisegästen eine besinnliche Zeit zur Nachbereitung der Reise und natürlich zur Erholung.


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