Rundreise Australien – ein Kontinent – drei Klimazonen – viele Erlebnisse
Reisebericht: 10.02. – 25.02.2026
Australien ist ein Kontinent, der seit Urzeiten friedlich von 250 Völkern bewohnt wird. Wie kurz doch die Epoche der kolonialen Besiedlung scheint. Und doch hat diese Zeit das Land kolossal verändert.
Ein Reisebericht von
Gunter Looß
Dienstag, 10.02.2026 Flug nach Singapur
Nun ist es soweit, eine lange Reise beginnt, für mich mit der Bahn, denn ich treffe mich am Abend mit 4 Gästen auf dem Terminal 1 des Flughafens Frankfurt. Gemeinsam geben wir am Singapore-Arline-Schalter unser Gepäck auf und checken ein. Nach dem Sicherheits-Check gehen wir zum Gate B48 und treffen eine weitere Dame, die von Berlin geflogen war. Wir nehmen in den bequemen Lounge-Sesseln Platz und verfolgen die Präsentationen auf der riesigen Video-Wand. Schließlich werden wir nach neun Uhr abends zum Boarding aufgefordert. Da die Boeing 777-300 im hinteren Bereich nicht ganz ausgelastet ist, setzen wir uns etwas entspannter.
Wie geplant um 21.40 Uhr starten wir mit dem Flug-Nr.: SQ 325 in Richtung Singapur.
Das sehr freundliche Servicepersonal reicht uns nach Erreichen der Flughöhe Getränke und später auch ein schmackhaftes Abendessen. Immer wieder werden Getränke aller Art angeboten. Wir genießen den Abend und schauen Filme in deutscher oder englischer Sprache, die in der Mediathek der Airline angeboten werden. Auch wenn wir tatsächlich gegen die Zeit durch eine sehr kurze Nacht fliegen, wird die Ruhe und Dunkelheit an Bord gut eingehalten, so dass wir mehr oder weniger ausgeschlafen zum Frühstück geweckt werden.
Mittwoch, 11.02.2026 Ankunft in Singapur nach 10.300 km und ca. 12 Stunden
Rechtzeitig vor dem Landeanflug bekommen wir unser Frühstück. Ich entscheide mich für ein Omelett und einen Kaffee.
Eher als geplant, um 16.42 Uhr (+ 7 h) setzt die Maschine auf dem Rollfeld des „Changi-Airport“ in Singapur auf. Unsere Daten sind so gut erfasst, dass wir nur mit unserem Fingerprint und per Gesichtserkennung durch die Abfertigung dürfen. Auf dem Weg zum Gepäckband bewundern wir die entspannte Atmosphäre des klimatisierten Terminals, das mit vielen Grünpflanzen und textilem Fußbodenbelag so ganz anders gestaltet ist, als andere Flughafenterminals. Nach kurzer Wartezeit am Kofferband begrüßen wir unseren örtlichen Reiseleiter Achim, der uns morgen Singapur zeigen wird. Gemeinsam verlassen wir das Terminal und werden von subtropischen 30 °C und Sonne begrüßt. Wir verladen alle Koffer in den Bus, der uns dann ins Zentrum des Stadtstaates bringt. Während der 30-minütigen Fahrt vermittelt uns Achim schon einige Regeln, die in Singapur zu beachten sind. Um 18:00 Uhr erreichen wir unser Hotel „Grand Park City Hall” und beziehen die Zimmer.
Wir treffen uns um 18:30 Uhr und fahren mit 2 Taxis zum Marina Bay Sands-Komplex, um dort im 2. Untergeschoss (B2) im Food-Court zu essen. Eine Vielzahl von Einheimischen sind um diese Zeit auf der Suche nach dem richtigen Speiseangebot der vielen Imbiss-Küchen. Auch wir werden schnell fündig und satt. Da pünktlich 20 Uhr die „Spectra Light & Watershow“ vor dem Marina Bay Sands-Komplex beginnt, laufen wir eilig durch den Einkaufstempel und erreichen rechtzeitig den Eventplatz vor dem Hotelkomplex. Es ist bereits dunkel und wir mischen uns unter die vielen Menschen. Gemeinsam filmen und bewundern wir die Lichtershow, die von lauter Musik untermauert wird. Nach 15 Minuten findet diese Show ein spektakuläres Ende und auch wir finden uns, um nun zur nächsten Show zu gelangen. Dazu folgen wir den Wegweisern „Gardens by the Bay“, die uns durch den Hotel-Einkaufs-Komplex zur anderen Seite führen und auch von dort weiter über und unter Straßen hindurch zum Gartenkomplex mit den künstlichen Superbäumen bringen. Unterwegs stoppen wir oft, um Fotos vom beleuchteten Marina Bay Sands Gebäude oder der gut ausgeleuchteten Umgebung zu machen. Um 20:45 Uhr beginnt die Rhapsodie der illuminierten Supertrees, dieses Mal wurde sehr romantische asiatische Musik gespielt. Nach diesem entspannten Ereignis sind wir uns einig, dass wir den Abend noch weiter genießen möchten. Mit einem Großraumtaxi fahren wir 6 Personen zum Raffles-Hotel, um den typischen Cocktail „Singapore-Sling“ zu probieren. Der nette Fahrer macht mit uns eine kleine Lichterfahrt durch die Stadt und setzt uns, wie gewünscht am Raffles-Hotel ab. Wir gehen zur „Long Bar“ des Hotels, wo schon einige Menschen warten. Nach kurzer Zeit bekommen wir einen Tisch zugewiesen und wenig später steht auch der Singapur-Sling vor uns. Zum Drink gibt es gratis Erdnüsse dazu und nur hier darf man die Schalen auf den Boden werfen. (Sonst wird das Herunterwerfen von Müll oder Abfällen in Singapur hart geahndet.)
Nachdem wir den Singapore-Sling probiert hatten, machten wir uns zu Fuß auf den Heimweg zum Hotel.
Donnerstag, 12.02.2026 Singapur erleben und Weiterflug nach Melbourne
Heute können wir ausschlafen und frühstücken individuell im Hotel. Da am Vorabend keine Ausflugswünsche zum „Flower Dome“ oder zum „Cloud Forest“ geäußert wurden, fahre ich mit 2 Herren zur Baustelle des neuen vollautomatischen Containerhafens „Tuas Port“ (Fertigstellung 2040).
Mit einem Taxi starten wir um 08:30 Uhr zur Baustelle im Südwesten von Singapur. Leider sehen wir nicht viel bzw. dürfen wir nicht viel sehen und sind um 10:30 Uhr wieder am Hotel.
Mittags checken wir aus und beginnen mit unserem örtlichen Reiseleiter Achim den Tag in Singapur. Da das Wetter gut ist, beginnen wir gleich mit der Auffahrt im Tower 3 des Marina Bay Sands. Ein Lift bringt uns in 30 Sekunden in die 56. Etage, wo sich in 200 m Höhe die Aussichtsplattform des Hotelkomplexes befindet. Wir können weiter links den Hotelpool „Infinity“ sehen, dessen Nutzung aber nur Hotelgästen vorbehalten ist.
Mit den guten Sichtverhältnissen können wir bis Indonesien und Malaysia schauen, sehen aber auch das nahe Bankenviertel und die vielen Schiffe, die auf Ihre Abfertigung im Überseehafen Singapore warten. Als uns der Fahrstuhl nach einer Stunde wieder nach unten bringt, erläutert uns Achim, dass die Sands-Group für mehrere Milliarden Singapur-Dollar einen 4. Tower für das Marina Bay Sands plant. Dieser Firma gehört auch das Casino, dass jährlich Milliarden Dollar für den Stadtstaat erwirtschaftet. Übrigens ist nirgends auf der Welt die Dichte an Milliardären so groß wie hier.
Nun steigen wir in den klimatisierten Bus und bekommen vom Fahrer eine Flasche Wasser. Nach kurzer Fahrt erreichen wir das Bankenviertel und steigen aus. Bei einem kleinen Spaziergang entlang der Waterfront zum Wahrzeichen Singapurs, den Merlion, bieten sich zahlreiche Fotomotive. Der wasserspeiende Löwe mit Fischschwanz verspricht Macht und Reichtum.
Um 13.30 Uhr fahren wir weiter zum „National Orchid Garden“, wo wir bei einem einstündigen Besuch die vielen verschiedenen Orchideen bewundern. Gegründet wurde dieser botanische Garten ursprünglich von den Engländern, die dort Gewürze und andere exotische Pflanzen anbauten. Heute führt man hier Orchideenzüchtungen durch und oft bekommen prominente Persönlichkeiten beim Besuch Singapurs „ihre eigene“ Orchidee geschenkt. So gibt es hier wohl bereits über 1000 verschiedene Orchideenarten.
Nach diesem Erlebnis bringt uns der Bus weiter nach „Little India“ und wir passieren dazu die berühmte Einkaufsstraße, die Orchard Road, die mit vielen Malls und Schaufenstern zu Shoppen einlädt. Hier befindet sich die sicherste und damit auch teuerste Wohngegend Singapurs. Bei der Fahrt durch die Straßen von Little India sehen wir die Markthalle und den Food-Court, sehen die vielen Blumengirlanden und die vielen Menschen. So gelangen wir schließlich nach Chinatown, das Stadtviertel, das zu Kolonialzeiten der größten Bevölkerungsgruppe zugedacht war. Heute mischen sich Chinesen, Inder und Araber bunt im gesamten Stadtgebiet und die Religionen leben friedlich nebeneinander. In Chinatown verlassen wir erneut den Bus und sehen, dass man sich hier schon auf das bevorstehende chinesische Neujahrsfest vorbereitet. Das kommende Jahr des Pferdes wird mit viel Dekoration und Blumen vorbereitet. Beim Besuch des Thian Hock Keng Tempels erklärt uns unser Reiseleiter Achim, dass jeder Geburtstag auf einer Liste zur entsprechenden Heiligenfigur führt, wo man dann angemessen spenden und um Glück und Gesundheit bitten kann. Spenden sind übrigens auch per Karte möglich.
Wir nutzen unsere Kreditkarten lieber dazu, in einem Chinarestaurant ein spätes Lunch einzunehmen und hoffen so, bis zur Bordverpflegung heute Nacht ausgesorgt zu haben. Anschließend fahren wir zur letzten Station unseres Singapur-Besuches, dem arabischen Viertel „Kampong Glam“. Die Sultans-Moschee mit goldener Kuppel und goldenem Minarett protzt in den sonst engen und geschäftigen Gassen. Viele Shops bieten Stoffe und Kleidung, Souvenirs und Kosmetika an. Aber auch Restaurants haben exotische Speisen im Angebot. Wie in 1000 und 1 Nacht wimmelt und duftet es in den Gassen. Auf dem Platz um die Moschee bereitet man sich auf die Feier zum Beginn des Fastenmonats Ramadan vor. Mit diesen Eindrücken vom Leben in einer multikulturellen Stadt starten wir in Richtung Flughafen.
Nach der Verabschiedung von unserem Fahrer bringt uns Achim noch zum Terminal 3 des Changi-Airports, wo wir unsere Flüge und das Gepäck nach Melbourne an Automaten einchecken.
Gemeinsam mit Reiseleiter Achim fahren wir mit dem kostenlosen Sky-Train zum Terminal 1, um zum künstlichen Wasserfall „The Jewel“ zu gelangen. Nach der Verabschiedung vom Reiseleiter Achim bewundern wir in der riesigen Halle den 30 m hohen, beleuchteten Wasserfall und vergessen fast die Zeit. Um 20:00 Uhr starten wir zum Gate C1 im Terminal 1 und füllen in Ruhe die Einreiseanmeldungen für Australien aus. Nachdem alle Passagiere an Bord der Boeing 777 sind, startet der Flug-Nr. SQ227 pünktlich um 21.50 Uhr in Richtung Melbourne. Nach Erreichen der Flughöhe bringt uns das nette Bordpersonal unser Abendessen und Getränke. Satt und zufrieden, aber voller Erwartungen, fliegen wir durch die kurze Nacht und finden hier und da vielleicht auch etwas Ruhe und Schlaf.
Freitag 13.02.2026 Ankunft Melbourne mit Stadtrundfahrt
Nach einem kleinen Frühstück an Bord der Singapore-Airline-Maschine landen wir um 08:15 Uhr Ortszeit (MEZ +10 h) in Melbourne.
Nach den Einreiseformalitäten und der Gepäckabholung treffen wir unsere junge Reiseleiterin für Melbourne, Frau Liz Wagenknecht, in der Ankunftshalle. Sie hatte bereits die 11 Gäste der Neuseelandgruppe in Empfang genommen, so dass wir nach einer kurzen Begrüßung mit nunmehr 16 Gästen zum Transferbus gehen.
Um 09.30 Uhr starten wir in Richtung Hotel und Liz zeigt uns auf der linken Seite der Flughafenstraße eine große Herde Kängurus, die in der Ferne am Hang friedlich grasen. Während der Fahrt erläutert Liz einige Details zum Leben in Melbourne, aber auch den weiteren Tagesverlauf. Nach 45 Minuten erreichen wir unser Hotel im Zentrum Melbournes. Nach dem Empfang unserer Frühstücksboxen und dem Zimmerbezug haben wir etwas Freizeit. Ich nutze die Zeit, um in das nahegelegene Einkaufszentrum „Southgate“ zu gehen.
Um 12:00 Uhr treffen wir uns mit Liz und der Busfahrerin Fiona zur Stadtrundfahrt. Die Fahrt beginnt recht spektakulär, denn Fiona simuliert einen Start auf der Formel 1 Strecke im Albertpark, der wegen des bevorstehenden Rennens (06.03. – 08.03.2026) schon komplett vorbereitet ist.
Weiter geht die Fahrt nach St. Killda, ein neu erwachtes Szeneviertel Melbournes. Auch hier wird für das bevorstehende Wochenende alles für ein Festival hergerichtet. An der Uferpromenade steigen wir aus und laufen gemütlich ca. 2 km entlang der Esplanade. Am Ende unseres Spaziergangs wartet bereits Fionas Bus. Nun fahren wir ins Business-Zentrum von Melbourne, über die Prachtstraße Collins Street weiter zum Bankenviertel bis zum Paris End. Immer erläutert uns Liz im perfekten Deutsch die Sehenswürdigkeiten und die Geschichten dazu.
Schließlich stoppen wir am Royal Exhibition Building und finden viele Fotomotive im und um das imposante Gebäude. Die anschließende Weiterfahrt führt uns über die Queens Street zum Queen Victoria Market, wo wir erneut eine kleine Pause für Kaffee oder Lunch einlegen.
Um 15 Uhr fahren wir weiter, vorbei an der St. Patrick's Cathedral, zum Melbourne Cricket Ground und zur „Rodlaver Arena“, dem Fußballstadion der Richmond Tigers.
Einen letzten Stopp legt Fiona zum Ausstieg am „Königlichen Botanischen Garten“ ein. Von dort spazieren wir zum Memorial „Shrine of Remembrance“, von wo wir den freien Blick auf die Skyline Melbournes genießen. Pünktlich um 16 Uhr hat unsere Fahrerin Fiona Feierabend, sie bringt uns noch ins Zentrum. Von hier erkunden wir die Stadt zu Fuß. Wir überqueren den Yarra-Fluss und gelangen zum Federation Square, wo gerade eine Laiengruppe einen Tanz aufführt. Das darf dort zu jeder Tageszeit gemacht werden und ist erlaubt. Liz erläutert uns die besondere Beschaffenheit des Platzes, der auch Rollifahrern gute Akustik und Sicht bietet. Wir gehen weiter zur Hosier Lane, einem Eldorado für Graffiti-Künstler. Schließlich gelangen wir ins Einkaufsviertel und Liz führt uns durch die wunderschönen Jugendstil-Arcaden, die Royal Arcade und die Block-Arcade, wo wir um 17 Uhr den Trompetenbläser-Figuren der Spieluhr zusehen. Zu Fuß erreichen wir unser Holiday-Inn-Hotel, wo wir uns kurz frisch machen, um 18:00 Uhr zum Restaurant „Meat & Wine“ am Yarra-Fluss zu gehen. Dort erwartet man uns um 18:15 Uhr zum fakultativen Abendessen. Wie viele anderen Restaurants, die wir unterwegs gesehen haben, ist auch dieses gut besucht. Es ist Freitag und viele Australier verabschieden sich mit einer After Work Party von Ihren Kollegen ins Wochenende.
Wir haben nach einem guten 3-Gänge-Menü die nötige Bettschwere und gehen zurück zum Hotel.
Samstag, 14.02.2026 Tagesfahrt mit dem Bus Great Ocean Road ca. 560 km
Nach einem Frühstück im Hotel treffen wir uns heute mit unserer Reiseleiterin Liz um 08.00 Uhr. Mit unserem heutigen Fahrer Merik beginnt unser Tagesausflug zur Great Ocean Road. Unser großer, komfortabler Reisebus bringt uns in Richtung Süd-Westen über die West Gate Brücke vorbei an einem Safaripark für afrikanische Tiere. Nach einer Stunde Fahrt passieren wir die zweitgrößte Stadt des Bundesstaates Victoria, die Hafenstadt Geelong. Dort leben ca. 250.000 Einwohner. Von Weitem sichtbar sind die Öl- und Gasterminals der Hafenanlage.
Später stoppen wir aus taktischen Gründen an einer Schokoladen-Manufaktur. Wer möchte, kann sich hier im Park die Beine vertreten oder zum Kaffee die von der offenen Manufaktur hergestellte Schokolade probieren.
Nach der Weiterfahrt kommen wir durch das kleine Örtchen Anglesea und erreichen schließlich das Tor zur Great Ocean Road, welches zahlreiche Bustouristen und auch uns zum Fotostopp zwingt. Wir laufen ein paar Schritte zum Strand und steigen weiter hinten wieder in unserem Bus ein, der uns auf kurvenreicher Strecke nahe der herrlichen Küste weiter in Richtung Westen bringt. Immer wieder wechseln sich Steilküsten mit flachen Küstenabschnitten ab. Später gelangen wir in die Küstenstadt Lorne, die an diesem Wochenende Ziel vieler Erholungssuchenden ist. Nicht nur der Campingplatz ist voll, sondern viele Angler und Surfer suchen ihr Glück im Meer. Bei einem kurzen Stopp sehen wir die typischen weißen Kakadus mit ihren gelben Häubchen, aber auch die Variante mit dem rosa Kopf, die Galahs.
Einen nächsten Stopp legen wir an der Mündung des kleinen Flüsschens Campbelland River ein. Hier sorgte ein lokales Unwetter im Januar 2026 dafür, dass der Fluss in wenigen Stunden zur reißenden Flut wurde und hat zahlreiche Autos mit ins Meer gerissen. Noch heute versperren entwurzelte Bäume und viel Treibholz den Strand. Nach einer kurzen Fahrt stoppen wir noch einmal am Aussichtspunkt des Cape Patton. Endlich scheint die Sonne. Schließlich erreichen wir die Stadt Apollo Bay, wo wir am gleichnamigen Hotel stoppen und unser Mittagessen einnehmen.
Anschließend bummeln wir individuell durch die Shops des Ortes. Kurz vor der Weiterfahrt lässt uns Liz die typisch australischen Schokokekse „TimTam“ probieren.
14.00 Uhr verlassen wir Apollo Bay und auch die Küstenstraße. Am Ortsausgang von Apollo Bay halten wir erneut auf einem Parkplatz an, denn Liz hat vom Fahrer erfahren, dass es da auf einem Eukalyptusbaum 2 Koalas zu sehen gibt. Diese possierlichen Tiere sind natürlich ein tolles Fotomotiv.
Auf unserer weiteren Reise verlassen wir die Great Ocean Road für eine Weile und fahren bergauf durch das Landesinnere. Hier müssen sich die Wolken abregnen und so finden wir hier den gemäßigten Regenwald. Später wird die hüglige Landschaft offener und wir sehen riesige Farmen für die Rinderzucht. Wieder zurück auf der Great Ocean Road stoppen wir an deren höchsten Punkt (500 m) um eine technische Rast zu machen. Noch ein kleines Stück mit dem Bus, dessen Fahrer uns schließlich am Info-Center der 12 Apostel aussteigen lässt. Diese Sandsteinformationen an der Abbruchkante des Kontinents sind ein Besuchermagnet hier in Victoria und so wird diese Anlage und das Besucherzentrum erneuert und erweitert. Wir starten unseren Rundgang bei sonnigem Wetter und lichten, wie viele andere Touristen, die noch stehenden 8 Sandsteinformationen bestmöglich ab.
Weiter fahren wir durch den Port Campbell Nationalpark zur nächsten Sehenswürdigkeit, dem „Loch Arge George“. Hier führt uns ein kleiner Rundweg zum Aussichtspunkt, von wo aus wir die beeindruckende Bucht sehen. Weiter geht die Reise in das kleine Fischerdorf „Port Campbell“, wo wir einen letzten Toiletten-Stopp planen. Eine letzte Attraktion ist die Felsformation „London Arch“, ein Sandsteinfels, der bis 1990 durch eine Felsbrücke mit dem Festland verbunden war und damals noch „London Bridge“ hieß. Am 15.01.1990 brach das Verbindungsstück zusammen und verbannte ein Liebespärchen auf den abgeschnittenen Felsen. Mit viel Medien- und TV-Rummel wurden schließlich der verheiratete Mann und seine Angestellte gerettet, was das heimliche Date natürlich verriet.
Wir unternehmen auch hier einen kleinen Spaziergang und machen die letzten Fotos von der Great Ocean Road, bevor wir müde in unsere Sitze fallen. Später erreichen wir die Autobahn A1 in Richtung Melbourne. Liz zeigt uns hier ein unscheinbares hellblaues Holzhaus, welches der Sitz der „Kirche der Spaghetti-Monster“ sein soll. Diese Glaubensgemeinschaft ist auch in Australien eine anerkannte Religion und hat mehrere Millionen weltweite Anhänger (Pastafari), die sich mit einem Durchschlagsieb auf dem Kopf auf Nudelmessen treffen und mindestens zweimal wöchentlich Pasta essen müssen. Eine lustige Geschichte, die uns da unsere Reiseleiterin erzählt hat. Bei Sonnenuntergang erreichen wir Melbourne und sehen, wie die imposante Skyline das dämmrige Licht der untergehenden Sonne reflektiert. Nun müssen wir uns von unserer netten Reiseleiterin Liz und dem Fahrer Merik verabschieden und kommen um 20:00 Uhr am Holiday Inn Hotel an.
An der Rezeption stehen schon unsere Frühstücksboxen für den nächsten Morgen bereit. Es wird wieder eine kurze Nacht, denn morgen in aller Frühe fliegen wir ins Outback.
Sonntag, 15.02.2026 Flug nach Ayers Rock – Sonnenuntergang Uluru
Schon um 05.40 Uhr werden wir mit dem Bus zum Flughafen Melbourne-Tullamar gebracht.
Nach der Ankunft am Terminal 4 checken wir uns und unser Gepäck an Automaten der Airline StarJet ein. Ein weiter Weg führt uns zum Gate 50, wo das Boarding bereits im vollen Gange ist. Wie geplant startet der Flug-Nr.: JQ664 um 07:45 Uhr in Richtung Ayers Rock.
Nach einer Stunde rollt auch hier der Bordservice an. Auf dem Ticket sind 15 AUD Guthaben für jeden von uns verbucht. Das reicht gerade für einen Snack und ein Getränk. Nach ca. 3 Stunden Flugdauer geht der Pilot in den Landemodus über und tatsächlich sehen wir auf der linken Seite den roten Monolithen, den Uluru, majestätisch in der weiten Steppe stehen. Was für ein Eindruck.
Nach der Landung laufen wir über das Rollfeld zur überschaubaren Empfangshalle, wo wir unsere Reiseleiterin für das Outback, Frau Eve Wilhelm, begrüßen. Eve ist eine pensionierte Lehrerin aus Adelaide, die vor über 30 Jahren aus Deutschland ausgewandert war und nun öfters und gern Gruppen durch das Outback führt. Mit unserem Gepäck gehen wir gemeinsam zum Bus, wo uns der Fahrer für die nächsten Tage erwartet. Sein Name ist Jim und ich helfe ihm gern beim Verladen der Koffer. In Yulara ist es bewölkt, aber dennoch sehr heiß und trocken.
Während der Fahrt erläutert uns Eve in perfektem Deutsch den Ablauf des heutigen Tages, dessen Programm vielversprechend ist. Alle sind wir schon neugierig auf den Sonnenuntergang am Uluru, aber zuerst fahren wir zum anderen bekannten Monolithen, den Kata Tjutas oder früher Olgas genannt. Obwohl beide Felsformationen ca. 40 Kilometer voneinander entfernt sind, soll es wohl eine unterirdische Verbindung geben. Schließlich passieren wir den Eingang zum Uluru – Kata Tjuta Nationalpark und fahren noch ein Stück. Immer näher kommen wir an die Felsformation mit den 45 Köpfen (kugelartige Felsen), deren höchste Erhebung 648 m hoch ist.
Um 10:30 Uhr sind wir am Tal der Winde angekommen und beginnen unsere kleine, einstündige Wanderung bei angenehmen Temperaturen und etwas Wind. Anschließend stoppen wir an einem Viewpoint, wo wir nicht nur die Toiletten aufsuchen können, sondern auch den Uluru in der Ferne sehen. Anschließend fahren wir zu unserem Hotel für eine Nacht, wo wir bereits um 13 Uhr unsere Zimmer beziehen können. Viele nutzen die Freizeit, um das Ressort „Outback Hotel & Lodge“ und die nähere Umgebung zu erkunden. Ein Shuttlebus fährt dazu ständig das Rondell ab.
Um 16.00 Uhr treffen wir uns zur Abfahrt zum Kulturzentrum des Uluru-Kata Tjuta Nationalparks, wo wir uns die Mythen um den Uluru, aber auch einen Film über die Rückübereignung des heiligen Berges an das hier lebende Volk der Anangu im Jahr 1985 anschauen. Nun scheint die Sonne und wir verbergen uns unter unseren Sonnenhüten und Fliegennetzen.
Anschließend fahren wir nur ein kleines Stück, bevor wir wieder aussteigen und zu einer natürlichen Wasserstelle am Fuß des Uluru laufen. Hier erzählt uns Eve ihre Version der heiligen Geschichte der Ahnenwesen, zeigt uns die riesige Mutter Schlange und deren hinterlassenes Nest mit Eiern. Sie schildert mit großer Dramatik, wie ein böses Wesen den Sohn der Schlange verletzt und ohne Hilfe hat sterben lassen. Am Uluru selbst findet man dazu die Spuren des Kampfes und andere Hinweise. Das ist der Spirit dieser heiligen Stätte und das Volk der Anangu erzählt sich diese und andere Geschichten schon über 10.000 Jahre.
Nach diesem mystischen Ort bringt uns der Bus in die Nähe einer Höhle am Fuß des Uluru, die durch die Anangu-Frauen als Küchenhöhle genutzt wurde. Uralte Felsmalereien zeugen von einer langen rituellen Bedeutung dieses Ortes. Unsere Reiseleiterin erzählt uns, dass viele Anangu sich am Uluru verewigt haben, aber auch Steine, Pflanzen und Samen können von Toten „beseelt“ sein und dürfen deshalb nicht mitgenommen werden. Damit wäre der Übergang dieser Toten in eine andere Welt blockiert. Gleiches können ungewollte Fotos von Aborigines bewirken. Heute wird der Uluru von einem Gremium verwaltet, dass aus 3 Männern und 3 Frauen der Anangu sowie 3 Vertretern der Northern Territory-Verwaltung besteht. So wurde 2019 beschlossen, das Besteigen des Uluru zu verbieten. Bis dahin gab es wohl 60 Todesopfer zu beklagen, die wegen der raschen Dehydrierung oder an Hitzeschlägen starben. Das seitdem die Besucherzahlen am Uluru um ein Drittel zurück gegangen sind, kann aber auch an der Corona-Pandemie und der damit einsetzenden Preisentwicklung liegen.
Endlich fahren wir zum Parkplatz, der für die Bus-Gäste zum Sonnenuntergang bestimmt ist.
Wir steigen aus und werden zu einem Tisch geführt, auf dem Saft, Sekt und Snacks für unsere Gruppe bereitstehen. Unser Fahrer Jim hat Klappstühle für uns mitgebracht und so genießen wir bei einem Glas Sekt den Farbwechsel am Uluru und stoßen auf eine schöne Reise an. Da es hier nach dem Sonnenuntergang, heute um 19:28 Uhr recht schnell dunkel wird, brechen wir um 19.45 Uhr auf. Der Bus bringt uns zurück zum Ressort. Hier erwartet uns heute ein BBQ der australischen Art. Bei etwas zu lauter Livemusik/Karaoke grillen wir selbst unser Fleisch oder unsere Würste. Zur Auswahl gehören sowohl das traditionelle Rindersteak oder Fischfilet, als auch Würste gefüllt mit Schwein, Emu, und Känguru. Dazu gibt es ein Buffet mit Salaten, Brot und Soßen. Bei sternklarem Himmel begeben wir uns in unsere separat stehenden Unterkünfte.
Montag, 16.02.2026 Sonnenaufgang Uluru und Busfahrt nach Alice Springs ca. 460 km
Schon um 05:30 Uhr bringt uns unser Bus zum Parkplatz für den Sonnenaufgang am Uluru, den wir nach einer 30-minütigen Fahrt erreichen. Zügig wird es heller, bis die Sonne schließlich um 06:32 Uhr aufgeht und den 368 m hohen Uluru in immer andere Farben taucht. Nach diesem Spektakel fahren wir zurück zum Hotel, wo wir unser Frühstück einnehmen.
Um 08:00 Uhr checken wir aus und starten unsere Fahrt durch das Outback nach Alice Springs.
Auf der Fahrt durch das Outback erläutert uns unsere Reiseleiterin, dass hier in den Northern Territories die Bevölkerungsdichte nur 80 Einwohner pro km² beträgt. Wir reisen durch eine endlose Halbwüste mit verschiedenen Akazien und Wüsteneichen, die ein stahlhartes Holz haben. Wir passieren die Farm „Curtains Springs“, mit einer Größe von 5.000 km². Es ist die einzige Farm, die der Familie schon immer gehört. Sonst kann man nur für die Dauer von 99 Jahren pachten. Freilaufende Rinder am Straßenrand gehören zu dieser Farm. Ihre 6.000 Rinder entfernen sich niemals weiter als 20 km von ihrer Wasserstelle. Sie werden nur einmal jährlich gezählt und sind sonst frei oder werden lebend exportiert. Rechts erblicken wir in der Ferne den riesigen 500 Mill. Jahre alten Tafelberg „Mount Conner“, der ebenfalls Privatbesitz der Familie ist. Nach einer reichlichen Stunde Fahrt stoppen wir an einer Toilettenmöglichkeit und erklimmen mit wenigen Schritten eine Düne. Oben angekommen, haben wir einen Blick auf einen Salzsee.
Weiter folgen wir den Lasseter-Highway. Dieser Lewis Hubert Lasseter versetzte die Region in den Goldrausch. Er schaffte es, 1939 Sponsoren in Alice Springs zu gewinnen, die einen motorisierten Trupp finanzierten. Die Mission wurde jedoch ohne Erfolg abgebrochen. Lasseter selbst starb im Outback und so scheiden sich die Geister, ob er sich bei seinem angeblichen Goldfund nur vermessen hatte oder verrückt war.
Um 11 Uhr rasten wir kurz im Roadhouse „Erldunda“ und fahren anschließend weiter auf dem Suart-Highway nach Norden. Dieser Highway ist die durchgängig asphaltierte Straße, die Darwin im Norden mit Adelaide im Süden des Kontinentes verbindet und hat eine Länge von 2.800 km. Dem Namensgeber, John McDouall Stuart, gelang 1862 erstmalig die Durchquerung des Kontinents von Süd nach Nord. Im Roadhaus „Stuarts Well“ machen mir unsere Mittagspause. Es gibt gute Burger und hausgemachte Kuchen. Insgesamt versetzt uns das antike Interior in die 1950er Jahre zurück. Auch ein australischer Road-Train-Fahrer legt hier eine Pause ein und so bietet sein Lastzug, bestehend aus einer verchromten Zugmaschine und 4 Edelstahl-Kesselwagen, ein tolles Fotomotiv mit einer Gesamtlänge von 54 m!
Nach einer Stunde Fahrt auf dem Stuart-Highway erreichen wir Alice Springs. Hier hat es in den letzten Tagen stark geregnet und so erleben wir die Halbwüste links und rechts der Straße in saftigem Grün. Auch der Finke- und der Todt-River führen seit 5 Jahren mal wieder viel Oberflächenwasser. In Alice Springs steuern wir die Station der Royal Flying Doctors an. Nach der Begrüßung schauen wir uns einen Film in deutscher Sprache an, der uns die Anfänge und die heutige Arbeit der fliegenden Ärzte näherbringt. Anschließend streifen wir durch die Ausstellung und den Shop. Weiter fahren wir zur alten Telegraphenstation. Wegen eines Unwetters vor 2 Tagen sind jedoch alle Gebäude und auch der Kiosk geschlossen. Wir unternehmen einen Rundgang und Eve erläutert uns alles über die Geschichte Telegraphenstation und die spätere Funktion dieser Einrichtung als Internat und Umerziehungsstätte für Kinder der Aborigines, der sogenannten „Lost Generation“. Nun bringt uns der Bus zum Anzac Hill, der als Gedenkstätte für die Gefallenen der beiden Weltkriege dient. Von hier oben haben wir einen guten Rundblick auf die Stadt Alice, wie die ca. 26.000 Einwohner Ihre Stadt nennen. Wir sehen auch einen Teil der 600 km langen Gebirgskette „Macdonnel Ranges“, die Alice Springs nahezu einschließt. Die Sonne brennt und die Luft ist trocken. Nach kurzer Weiterfahrt erreichen wir um 16 Uhr unser Hotel für eine Nacht, das „Crown Plaza“. Nach dem Zimmerbezug treffen wir uns wieder im Hotelpool oder an der Bar. Vor dem fakultativen Abendessen verabreden wir uns auf der Hotelanlage und stoßen gemeinsam mit einem Glas australischem Weißwein auf die Gesundheit und unsere Reise an.
Im Hotelrestaurant genießen wir das schmackhafte 3-Gang-Menü, dass in einer offenen und modernen Küche zubereitet wurde. Wieder geht ein langer und erlebnisreicher Tag zu Ende.
Dienstag, 17.02.2026 School of the Air und Flug nach Sydney
Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel checken wir aus und besuchen die „School of the Air“ Wir bekommen einen Einblick über die wichtige Arbeit der teilweise ehrenamtlich tätigen Lehr- und Technikkräfte. Heute wird von hier der Unterricht für die Farmer-Kinder via Internet vermittelt. Dennoch müssen Arbeitshefte und Materialien an die weit verstreuten Schulkinder geliefert werden. Auch unsere Gruppe spendet einen Betrag, damit wir diese Arbeit unterstützen können.
Um 10.00 Uhr starten wir zum Flughafen. Unterwegs verabschieden wir uns von der tollen Reiseleiterin Eve und dem Fahrer Jim.
Im beschaulichen Airport von Alice Springs erwartet man unsere Gruppe schon, denn eine nette Quantas-Mitarbeiterin händigt uns gleich unsere Boardingpässe aus. Wir checken nur noch unser Gepäck nach Sydney ein und begeben uns zum Sicherheitscheck. Inlandflüge werden sehr entspannt abgefertigt, selbst unsere Getränke können wir behalten.
Um 11:20 Uhr gehen wir am Gate 8 an Bord der Boeing 737 und starten planmäßig mit Flug-Nr. QF791 um 11:45 Uhr nach Sydney. Nach einer Stunde erfolgt der Bordservice (Beef/Mushroom Pie + Getränke), die Maschine ist nicht voll, so dass wir ganz entspannt sitzen. Nach knapp 3 Stunden landen wir um 16.05 Uhr Ortszeit sicher in Sydney.
Wieder erwartet uns unsere örtliche Reiseleiterin, Frau Margott Cuthill, am Kofferband. Nach einer kurzen Begrüßung bringt sie uns zum Transferbus, der uns in 30 Minuten zum Hotel in der Innenstadt Sydneys bringt. Wir checken für 3 Nächte im Novotel Sydney Wynyard ein und haben den Rest des Tages frei. Mit einigen Gästen treffe ich mich um 18 Uhr. Wir möchten den Sonnenuntergang auf dem Sky Tower Sydney erleben und laufen dazu durch das belebte Einkaufsviertel Sydneys. Schließlich fahren wir mit dem Lift zur Aussichtsplattform in 250 m Höhe. Mit 309 m ist der Sky Tower das höchste freistehende Gebäude der Stadt. Wir haben einen fantastischen Rundblick auf die Hafenstadt und genießen den herrlichen Sonnenuntergang (19:45 Uhr). Anschließend kehren wir in ein Japanisches Straßenrestaurant in der Nähe unseres Hotels ein. Dort genießen wir die preiswerte und sehr schmackhafte japanische Küche und haben viel Spaß mit der Eigentümerin, die vor Jahren aus Hongkong einwanderte und einen Japaner zum Mann hat.
Mittwoch, 18.02.2026 Sydney Führung Opernhaus, Stadterkundung und Hafenrundfahrt
Nach dem Hotelfrühstück treffen wir uns mit unserer Reiseleiterin Margot. Mit dem Bus fahren wir zunächst in die Außenbezirke Sydneys. Für unseren ersten Stopp lässt uns unsere charmante Fahrerin Lilli in der Nähe der Watson Bay aussteigen. Gemeinsam spazieren wir nun etwas bergauf und erreichen einen Aussichtspunkt, von wo aus wir die natürliche Einfahrt in den weltberühmten Hafen von Sydney sehen können.
Oben angekommen holt uns der Bus zur Weiterfahrt ab. Durch den quirligen Verkehr gelangen wir schließlich zum legendären Bondi Beach. Auch hier steigen wir aus und genießen das australische Flair, denn bei strahlendem Sonnenschein baden viele Gäste im blauen Wasser oder surfen auf den großen Wellen durch die offene Bucht. Weiter fahren wir und nähern uns nun dem Stadthafen. Zunächst stoppen wir unweit des Aussichtspunktes „Macquaries Chair“, von wo aus besagte Miss Macquaries früher nach Schiffen aus ihrer Heimat England Ausschau hielt und wir noch heute einen fantastischen Blick auf Harbour Bridge und Opernhaus genießen.
Nun bringt uns der Bus ins touristische Zentrum Sydneys. Unweit des Opernhauses verlassen wir den Bus und erreichen nach einem kurzen Fußmarsch den Platz vor dem spektakulären Bau. Uns bleibt noch etwas Freizeit für ein Lunch oder einen Kaffee, bevor wir uns in der Oper zur Führung durch das Haus treffen. Die Ausführungen unseres Guides Steve übersetzt unsere Reiseleiterin Margot über unsere Headsets ins Deutsche. Wieder sehen wir einen Film in deutscher Sprache, in dem die Errichtung des Opernhauses und die traurige Geschichte des jungen dänischen Architekten Jörn Utzon erzählt wird. Er soll seine Idee für die Gestaltung beim Schälen einer Orange gehabt haben und hat damit 1957 die weltweite Ausschreibung gewonnen. Probleme bei der Umsetzung und ein Regierungswechsel im Bundesstaat New South Wales zwangen den Architekten im Jahr 1966, seine Baustelle und Australien zu verlassen. Er starb im Jahr 2008 in Dänemark, ohne jemals das fertig gestellte Opernhaus selbst zu sehen.
Nun führt uns Steve in den großen Konzertsaal, der 2.700 Zuschauer fasst. Auch einen kleinen Saal dürfen wir besuchen, obwohl da für die Oper „Hänsel und Gretel“ geprobt wird.
Wir bedanken uns bei unserem Guide Steve für die einstündige Führung durch dieses weltbekannte Opernhaus, welches seit 2007 zum UNESCO Weltkulturerbe gehört.
Im Anschluss an diese interessante Führung haben wir 2 Stunden individuelle Freizeit, vereinbaren aber vorher unseren Treffpunkt am Anleger für die bevorstehende Hafenrundfahrt.
Um 14.30 Uhr treffen wir uns am Warf 6 des Circular Quay zum Boarding.
Das große moderne Schiff der „Captain Cook Cruises“ legt pünktlich zur Hafenrundfahrt ab und bietet über eine App Informationen zu den Sehenswürdigkeiten in Deutsch an. Wir sind auf dem Oberdeck und lassen uns den Fahrtwind um die Ohren wehen. Immer wieder bieten sich tolle Fotomotive von der Harbour Bridge, dem Opernhaus und der Skyline von Sydney.
Ein plötzlich einsetzender Regenguss treibt uns ganz schnell unter Deck.
Nach dem Anlegen des Schiffes verabschieden sich einige Reisegäste, um eigene Wege durch Sydney zu gehen. Die Anderen gehen mit Margot durch das Stadtviertel „The Rocks“, wo am 26. Januar 1788 elf Schiffe mit Gefangenen der englischen Krone landeten und die Geschichte der kolonialen Besiedlung Australiens begann.
Unsere Reiseleiterin Margot bringt uns immer weiter bergauf bis zum Glenmore Hotel, wo wir uns von Margot verabschieden. Wir haben noch etwas Freizeit bis zum fakultativen Abendessen, welches heute um 17:30 Uhr in diesem angesagten Pub „The Glenmore Hotel“ geplant ist.
Dazu treffen wir uns im Grand Dining-Room im 1.Stock und erleben australische Gastronomie mal anders. Das Bier bzw. die Getränke holen wir selbst vom Tresen, das Essen ist lecker und von der gut besuchten Dachterrasse hat man einen Blick hinunter zum Opernhaus.
Im Anschluss gehe ich mit einigen Gästen auf die Harbour Bridge, um den Sonnenuntergang zu sehen. Da es aber bewölkt bleibt, gehen wir in der Dämmerung zurück zum Hotel.
Donnerstag, 19.02.2026 Tagesfahrt Blue Mountains & Featherdale Wildlife Park
Nachdem wir im Hotel gefrühstückt haben, treffen wir uns mit unserer Reiseleiterin Margot um 08:00 Uhr zur Abfahrt am Bus, der heute von Aaron gefahren wird. Nach einer knappen Stunde stoppen wir nur kurz in der Kleinstadt Glenbrook am Visitor-Center. Wir folgen den Bahngleisen durch die Ortschaften Blaxland, Foulconbridge und Hazelbrok und erreichen dann den Aussichtspunkt an den Wentworth Falls, wo wir kurz stoppen. Nun fahren wir entlang des Blue Mountain Drive, der uns entlang der Abbruchkante weiter zum Aussichtspunkt „Cahills“ führte.
Auch hier haben wir etwas Zeit für Fotos des tollen Panoramas. Schließlich fahren wir noch ein Stück des Blue Mountain Drives, bis wir unser erstes Ziel des heutigen Tages erreichen. Der Lookout „Echopoint“ begrüßt uns mit Sonnenschein! Von hier haben wir nun beste Sicht auf die drei Schwestern, eine Felsformation mit 3 nebeneinanderstehenden Felsnadeln. Die Legende besagt, dass ein Medizinmann die drei Schwestern seines Stammes in Stein verwandelt hatte, um die Liebe der drei zu drei Söhnen des benachbarten Stammes zu verhindern, weil es gegen die Stammesgesetze war. Sein eigener Tod verhinderte die Zurückverwandlung der 3 Schwestern. Bei kleinen Spaziergängen genießen wir die Sonne und die tolle Aussicht über die endlosen Eukalyptus-Wälder.
Im Restaurant „Echopoint“ nehmen wir heute ein schmackhaftes Mittagessen ein und besuchen die Geschäfte der Mall.
Anschließend bringt uns unser Bus zurück nach Blaxland und weiter nach Doonside zum Featherdale Wildlife Park. Hier haben wir nun 1,5 Stunden Zeit, die australische Tierwelt aus der Nähe kennenzulernen und zu fotografieren. Die possierlichen Wallabys laufen im Park frei herum und lassen sich sogar streicheln. Koalas sitzen zum Greifen nah und kauen Eukalyptus-Blätter, aber auch Wombat, Echidna (Schnabeligel) und viele andere hier heimischen Tiere lassen sich blicken. Das war ein tolles Erlebnis, bei dem viele Fotos und Videos entstanden sind. Wieder im Bus, treten wir die Rückreise an und erreichen um 17:30 Uhr unser Hotel im Zentrum Sydneys.
Unser heutiges Restaurant für das fakultative Abendessen befindet sich im Darling Harbour, einer angesagten Flaniermeile von Sydney. Wer nicht schon dort unterwegs war, geht mit mir um 18:30 Uhr zum Restaurant „Nick´s Seafood“, wo um 19 Uhr unser Dinner geplant ist. Auch im Anschluss haben wir noch genügend Zeit, um das Flair des Darling Harbour zu genießen, bevor wir wieder zum Novotel zurück gehen.
Freitag, 20.02.2026 Flug nach Cairns
Nach dem Frühstück bleibt noch etwas Zeit für einen kleinen Spaziergang in die nähere Umgebung.
Ich entscheide mich für einen Besuch des legendären „Queen Victoria Market“, ein koloniales Sandsteingebäude zwischen der York und der George Street.
Pünktlich um 10:30 Uhr ist unser Bus zum Flughafen am vereinbarten Treffpunkt.
Wir checken aus und verlassen die schöne Stadt Sydney in Richtung Domestic Airport.
Schnell finden wir das Terminal und checken bei Virgin Australia zum Flug nach Cairns ein.
Um 12.20 Uhr gehen wir an Bord der Boeing 737 und starten mit Flug Nr.: VA1419 etwas verspätet um 13:15 Uhr in Richtung Cairns. Nach ca. 3 Stunden landen wir wieder etwas später als geplant um 15:10 Uhr in Cairns, wo uns unsere örtliche Reiseleitung, Frau Annette Morlin, schon am Kofferband erwartet. Nach dem Wiedersehen mit unseren Koffern und einer kurzen Begrüßung bringt uns Annette zum Transferbus. Die kurzen Wege lassen uns und dem Fahrer noch etwas Zeit, um eine kleine Kennenlernfahrt durch das Urlauberstädtchen Cairns zu machen. Annette gibt uns dabei über Mikrofon einige Tipps und Orientierung für die anschließende Freizeit.
Um 16:30 Uhr checken wir für 4 Nächte im 5-Sternehotel „Crystalbrook Flynn“ direkt an der Esplanade ein. Wir verabreden uns für 17:30 Uhr zum Abmarsch ins indonesische Restaurant „Bayleafe“, wo unser fakultatives Abendessen um 18:00 Uhr reserviert ist. Da im Restaurant bis 18:30 Uhr „Happy Hour“ angesagt ist, bestellen wir unsere Getränke heute mal zum halben Preis und genießen das sehr leckere Essen. Auch danach ist noch etwas Zeit, um noch etwas die lebhafte Strandpromenade entlang zu laufen.
Samstag, 21.02.2026 mit der Ocean Spirit ins Great Barrier Reef
Bereits um 06:30 Uhr treffen wir uns zum Frühstück, denn schon 07:15 Uhr bringt uns ein Bus die wenigen Meter zum Terminal am Pier von Cairns. Ich hole unsere Tickets für die „Ocean Spirit“ vom Schalter ab und gemeinsam gehen wir zum Liegeplatz unseres Katamarans. Noch regnet es, so dass wir uns bis zum Boarding um 08:00 Uhr unterstellen müssen. Dennoch entscheiden wir uns, auf dem Oberdeck des modernen Schiffes an zwei Tischen Platz zu nehmen. Wie geplant stechen wir um 08.30 Uhr in See und sind ca. zwei Stunden unterwegs. An Bord gibt es Kaffee und Tee sowie verschiedene Muffins. Für das spätere Schnorcheln und Tauchen füllen wir jeder ein Gesundheitszeugnis aus.
Um 09.30 Uhr beginnt unter Deck ein Vortrag über das Great Barrier Reef in englischer Sprache. Um
10:00 Uhr begrüßt uns Alex in deutscher Sprache. Er ist Deutscher und hier auf dem Boot als Küchenhilfe angestellt. Er macht mit uns die Sicherheitsunterweisung. Wichtig sind nach seinen Worten, dass jeder einen Neoprenanzug trägt und sich damit vor gefährlichen Quallen schützt.
Anschließend erfolgt die Ausgabe der Schnorchel-Ausrüstung und der Taucheranzüge. Und schon sind wir am Ziel unserer kleinen Kreuzfahrt, der Michael`s Cay, einem kleinen Korallenriff, dass auch ein Vogelschutzgebiet ist. Also dürfen wir nur ein abgeteiltes Stück vom Strand nutzen. Nach einer kleinen Fütterung der Fische von Bord der „Ocean Spirit“ durch Alex, sind wir dabei, als das erste Tenderboot zur Insel ablegt. Wie bestellt kommt endlich die Sonne heraus. Ich schnorchle ca. 30 Minuten, dann sind meine Kräfte aufgezehrt. Leider hat auch hier im Great Barrier Reef die Korallenbleiche eingesetzt, dennoch war es ein schönes Erlebnis. Erschöpft und hungrig erreiche ich mit einem Shuttleboot das Mutterschiff. Dort ist das Mittagsbuffet bereits eröffnet. Nach der Lunchpause steigen wir um 13:30 Uhr in ein Halb-U-Boot, in dem wir hintereinander im Trockenen sitzend links und rechts aus den Fenstern die Unterwasserwelt bewundern. Auch Alex wird für unsere deutsche Gruppe als Guide eingesetzt und gibt uns in perfektem Deutsch viele Informationen zur Flora und Fauna des Riffs. Neben zahlreichen farbigen Fischen und Korallen sehen wir auch eine Meeresschildkröte. Nach dieser 30-minütigen Exkursion in die „Tiefsee“ bekommen wir an Bord der “Ocean Spirit“ Kaffee, Kuchen und Sekt und verabschieden uns von unserer Insel. Auf der Rückfahrt nach Cairns lassen wir das Erlebte Revue passieren oder erkunden den Katamaran.
Um 17 Uhr legen wir wieder in Cairns an und verabschieden uns von der netten Crew. Ich glaube wir sind alle froh, dass wir diesen Tag nicht nur trocken, sondern sogar mit Sonnenschein erleben durften. Das sah am Morgen überhaupt nicht so aus.
Die wenigen Meter zum Hotel laufen wir und verabreden uns für 18:45 Uhr zum Spaziergang zum Restaurant „Ochre“, wo heute unsere Gruppe zum zusätzlich gebuchten Abendessen um 19:00 Uhr geplant ist. Jedoch erwischt uns auf dem Weg ein tropischer Starkregen, der uns zum Warten und Unterstellen zwingt. Die letzten 170 m ins Restaurant pendeln wir mit 4 Regenschirmen und können unser Abendessen um 19.45 Uhr beginnen. So schnell wie der Regen gekommen war, ist er auch wieder verschwunden, so dass wir nach dem Essen im Trockenen an der Waterfront oder über die Esplanade schlendern können.
Sonntag, 22.02.2026 Fahrt mit der Skyrail nach Kuranda
Nachdem wir gefrühstückt haben, treffen wir uns um 08:00 Uhr mit unserer Reiseleiterin Annette in der Hotellobby und gehen gemeinsam zum Bus. Unser heutiger Fahrer Dean fährt uns in nördliche Richtung. Nach kurzer Zeit erreichen wir die Talstation der Seilbahn „Skyrail“, die uns in 3 Etappen nach Kuranda, einer kleinen Touristenstadt, bringen wird. Wir sind heute im Land der Djabuganjdij unterwegs, die der Stadt den Namen gaben, welcher Stadt der Schnabeltiere bedeutet.
Vor der ersten Auffahrt lade ich mir die App des Skyrail herunter und verfolge über mein Handy den Audioguide in deutscher Sprache. Während unserer Auffahrt haben wir einen fantastischen Blick über den ältesten tropischen Regenwald der Erde bis hin zum Ozean. Wir verlassen die Gondel an der 1. Station und Annette erklärt uns an zwei Beispielen, wie hier im Regenwald die Pflanzen ihre Strategien im Kampf um Licht und Wasser entwickeln. Die Würgefeige hängt sich an Bäume und bildet Luftwurzeln, die nach unten wachsen. Erreichen die Wurzeln den Boden, benötigt sie ihre Wirtspflanze nicht mehr und lässt den Baum absterben. Die „Hairy Marry“ bildet bis zu 250 m lange Ausleger mit Dornen und Widerhaken, die bis nach ganz oben wachsen. Bleibt man an diesen Haken mit der Kleidung oder mit dem Haar hängen, dauert es eine Weile, bis man sich befreien kann. Daher stammt auch der 2. Name der Pflanze „Wait a wile“.
Weiter geht die Fahrt zur 2. Station, wo wir einen weiten Blick über die Tablelands genießen. Satte Grünflächen für die Rinderzucht und fruchtbare Böden für den Anbau von Ananas, Mango, Erdbeeren und Kartoffeln sind zu sehen. Dann bietet sich ein kurzer Blick auf den Barron-Wasserfall, den wir von einem Aussichtspunkt an der 2. Bergstation des Skyrail noch besser betrachten können. Die vielen Wassermassen der Regenzeit verschmelzen beim Fall ins Tal mit dem Sonnenlicht und bilden einen prächtigen Regenbogen.
Zurück auf der Plattform der zweiten Station sehen wir eine 10 cm große goldene Weberspinne. Auch ein Model des Wärters des Regenwaldes, des Kasuars, ist zu sehen. Annette nimmt das zum Anlass, uns mehr von diesem Laufvogel zu erzählen. Die Henne legt max. 3 Eier und geht dann fort. Der Hahn brütet nicht nur 52 Tage die Eier aus, sondern kümmert sich nach dem Schlüpfen weitere 9 Monate um die Jungvögel. Der Kasuar mit seinem blauen Hals und dem Horn auf dem Kopf gilt durch seine dolchartigen Krallen als gefährlichster Vogel der Welt.
Weiter geht die Auffahrt zur 3. und letzten Station des Skyrail. Nun überqueren wir den wasserreichen Barron-River und erreichen die Stadt Kuranda. Bei einem kleinen Spaziergang durch den Ort vereinbaren wir unseren Treffpunkt am Bahnhof des Ortes und erkunden die Gegebenheiten für die nachmittags geplante Freizeit.
Schließlich steigen wir in einen Shuttlebus ein, der uns zur Rainforest Station, ein Kulturzentrum des hier ansässigen Volkes der Pamagirri, bringt. Ein einheimischer Guide, der unserer Gruppe zugeordnet wurde, zeigt uns seine Künste im Speerwurf. Weiter geht der „Dreamtime Walk“ zu einem abgesperrten Bereich, wo wir selbst das Werfen eines Bumeranges üben können. Die Aborigines verwenden diese Waffe vor allem für die Jagd auf Vögel. Nun zeigt uns unser Guide, wie man ein Didgeridoo spielt und ahmt sogar einige Tierlaute nach. Abschließend verfolgen wir die Tanzshow der Pamagirri und sind besonders von den Tanzkünsten der beteiligten Kinder beeindruckt.
Nach einer reichlichen Stunde bringt uns der Shuttlebus nach Kuranda zurück, wo wir bei schönem Wetter nun eine Pause für ein Lunch und genügend Zeit zum Shoppen haben.
Pünktlich um 15 Uhr treffen wir uns an der Railway-Station, denn wir möchten mit dem historischen Zug zurück nach Cains fahren.
Überraschenderweise kann uns unsere Reiseleiterin Annette ein Upgrade für 56 AUD in die „Golden Class“ des „Kuranda Scenic Train“ anbieten, so dass wir in bequemen Schalensesseln Platz nehmen und obendrein noch bewirtet werden. Es gibt Getränke nach Wunsch und eine Käseplatte. Der Zug stoppt noch einmal an den Barron-Falls, die aus dieser Richtung noch gewaltiger aussehen. Nach dem Einsteigen fahren wir ein Stück und passieren langsam die kurvige Brücke an den Stony-Creak-Falls. Die rührige Zugbegleiterin gibt uns Tipps, wo wir wann unsere Fotos machen sollen. Es war sehr lustig, und die Zeit vergeht wie im Flug.
Um 17:00 Uhr erreichen wir den Bahnhof in Cairns. Unsere Reiseleiterin Annette läuft mit uns ca. 20 Minuten durch die Stadt zu unserem Hotel.
Wir verabreden uns für 18:45 Uhr an der Rezeption und gehen zum Restaurant „Salt House“, wo für 19.00 Uhr unser fakultatives Abendessen bestellt ist. Direkt an der Waterfront genießen wir einen schönen Abend und auch nach dem Essen ist noch Zeit für einen Verdauungsspaziergang über die belebte Strandpromenade.
Montag, 23.02.2026 Tagesfahrt Mossman Gorge und Daintree–Nationalpark
Nach einem guten Frühstück treffen wir uns um 08:15 Uhr mit unserer Reiseleiterin Annette im Hotel. Am Bus treffen wir unseren heutigen Fahrer Cavel, der einem Volk der Aborigines angehört. Es ist Montag und in der Stadt sehen wir viele Kinder, die in Schuluniformen gekleidet, zur Schule gehen. Annette teilt uns in diesem Zusammenhang sehr viel Wissenswertes zum Bildungssystem Australiens, aber auch zu sozialen Problemen mit.
Der Bus verlässt die Stadt und bringt uns vorbei an der Talstation des Skyrail weiter nach Norden. Links und rechts der Straße sehen wir nun Mangrovenwälder und nicht bewirtschaftete ehemalige Zuckerrohr-Felder. Vor einigen Jahren wurden die geernteten Zuckerrohr-S
tängel noch in Loren verladen und mit einer Schmalspurbahn nach Mossman zur Zuckerrohr-Mühle gebracht. Seit deren Schließung ist der Anbau von Zuckerrohr nun unwirtschaftlich. Nur die Gleise und die Loren zeugen vom einstigen Zuckerrohr-Anbau.
Nach unserer Ankunft am Mossman Gorge Cultural Center werden wir von einem einheimischen Guide an eine Feuerstelle geführt. Im Kreis müssen wir uns bei einer Rauchzeremonie tanzend und wedelnd durch den Rauch bewegen und empfangen so das Wohlwollen und die Zustimmung der Ahnen, dass wir als Besucher willkommen sind. Unser einheimischer Guide zeigt uns im Anschluss, aus welchen natürlichen Stoffen die für die Bemalung der Haut wichtigen Farben Ocker, Weiß und Schwarz erzeugt werden.
Bei einer Tasse englischem Tee oder Kaffee genießen wir die selbst gebackenen Pies.
Anschließend bringt uns ein Shuttlebus zum Regenwald-Trail, wo wir eine einstündige Wanderung unternehmen. Wir begleiten den Mossman-River bis zu einer seichten Stelle, wo schon einige Touristen im kühlen Wasser baden. Auch wir genießen kurz die Sonne und die willkommene Abkühlung. Wir gehen noch ein Stück bis zu einer kleinen Hängebrücke. Zurück nehmen wir den gleichen Weg durch den schattigen Regenwald und fahren mit dem Shuttlebus zurück zum Mossman Gorge Kulturzentrum. Von dort starten wir mit unserem Bus zum Mittagessen. Wir besuchen dazu das Daintree-Teahouse, ein kleines privat geführtes Restaurant, mitten im Regenwald. Nach dem schmackhaften Essen erklärt uns der Eigentümer Einiges zu den exotischen Früchten, die auf dem Teller lagen. Nach diesem interessanten Vortrag verabschieden wir uns. Nach kurzer Fahrt erreichen wir den Bootsanleger der „Daintree River Crocodile Cruise“. Wir begrüßen unseren Kapitän Dave und legen zur kleinen Expedition ab. Schon nach kurzer Zeit sehen wir ein ca. einjähriges Krokodil. Dave erklärt, dass diese Kleinen schon in der Lage sind, einen Finger abzubeißen. Weiter stromaufwärts entdecken wir ein etwa 3 m großes Salzwasserkrokodil, ein Weibchen, welches sich am Ufer sonnt. Auf der Rückfahrt sehen wir oberhalb des Ufers 2 Rinder grasen, im Wasser darunter entdecken wir erneut ein ausgewachsenes Weibchen, das wohl darauf wartet, dass ein Rind zum Trinken zum Fluss herab steigt. Nach einer Stunde und einem weiteren Baby-Krokodil, legen wir wieder am Ufer an und sind begeistert von diesem Erlebnis. Mit dem Gefühl, dass unsere lange Reise nun langsam dem Ende zustrebt, steigen wir wieder in unseren Bus. Unser Fahrer Cavel bringt uns nach Port Douglas. Unsere Reiseleiterin macht den Vorschlag, dass wir uns noch vom Meer verabschieden könnten. So halten wir am „Four Mile Beach“ und trinken auf die schöne Reise und eine gute Rückkehr ein Glas Sekt im Beachclub „The Surfy“. Nach einem kurzen Strandspaziergang lädt uns der Bus wieder ein. Auf der Rückreise zum Hotel verabschieden wir uns von unserer netten Reiseleiterin Annette und vom quirligen Fahrer Cavel.
Um 17 Uhr sind wir zurück am Hotel „Crystalbrook Flynn“. Nun heißt es Koffer packen, denn bereits um 18:30 Uhr machen wir uns auf den Weg zum Restaurant „Dundee´s“ an der Waterfront zum letzten fakultativen Abendessen.
Dienstag, 24.02.2026/ Mittwoch 25.02.2026 Rückflug nach Deutschland
Nach einem zeitigen Frühstück im Hotel starten wir um 07:20 Uhr mit einem Transferbus zum Domestic Airport. In der überschaubaren Abflughalle checken wir am Schalter der Quantas-Airline ein und geben unsere Koffer bis zum Zielflughafen in Deutschland auf.
Um 09:00 Uhr gehen wir an Bord der Maschine und starten pünktlich in Richtung Brisbane. Nach Erreichen der Flughöhe erhalten wir vom freundlichen Bordpersonal einen Mittagssnack und Getränke. Nach über zwei Stunden Flug landen wir schließlich sicher in Brisbane, wo wir vom Domestic Airport mit einem Shuttlebus zum International Airport gebracht werden. Nach der Passkontrolle und dem Sicherheitscheck haben wir genügend Zeit und können noch etwas kaufen, essen oder trinken. Um 14:00 Uhr treffen wir uns am Gate 83 zum Boarding und starten pünktlich um 14:35 Uhr nach Singapur. Schon eine Stunde später erhalten wir ein frühes Abendessen und Getränke nach Wahl. Obwohl wir fast 8 Stunden nach Singapur geflogen sind, ist die Zeit recht schnell vergangen. Wie geplant um 20:25 Uhr landen wir in Singapur und bleiben im Sicherheitsbereich des Flughafens „Changi“. Wir gehen in Richtung Gate B9 und können auch hier noch etwas schlendern gehen. Um 22.45 Uhr beginnt das Boarding für den Flug SQ026. Wir steigen ein und starten mit etwas Verspätung um 00.10 Uhr in Richtung Frankfurt. Wieder verwöhnt uns das nette Servicepersonal mit Getränken und später mit einem Abendessen und weiteren Getränken. Während des Fluges durch die lange Nacht finden wir etwas Schlaf oder nutzen die von Singapore-Airlines angebotene Mediathek zur Unterhaltung.
Ca. zwei Stunden vor der Landung werden wir mit Licht wie beim Sonnenaufgang geweckt, kurze Zeit später bekommen wir ein Frühstück, Kaffee und weitere Getränke.
Alle sind froh, als wir sicher und pünktlich um 06:40 Uhr in Frankfurt landen. Schnell verlieren wir uns aus den Augen, denn diejenigen, die nun einen Anschlussflug gebucht hatten, gehen, ohne am Kofferband zu warten, sofort zu ihrem Gate. Wir, der Rest der Gruppe, verabschieden uns nach Erhalt des Gepäcks und treten von Frankfurt aus unsere Heimreise an.
Wir haben in den vergangenen 2 Wochen einen ganzen Kontinent bereist, konnten in vier Bundesstaaten drei Klimazonen erleben und hatten doch immer das passende Wetter für die Sehenswürdigkeiten "gebucht". Vielen Dank an Eberhardt-Travel und die Vor-Ort-Agentur für die gute Vorbereitung und nahezu perfekte Durchführung der Rundreise. Erst nach einiger Zeit werden wir das Erlebte verarbeitet haben. Ich habe das sichere Gefühl, dass wir den Kontinent Australien, die Landschaft, einige Städte, dessen Geschichte und Menschen sehr intensiv erlebt haben und möchte diese Reise gern weiter empfehlen. Mein Dankeschön gilt aber auch der netten Reisegruppe, die zum Gelingen beigetragen hat.
Europa
Asien
Orient
Nordamerika
Südamerika
Afrika
Ozeanien