Reisebericht: Baltikum mit mehr Bewegung - Kultur und Natur

26.05. – 03.06.2018, 9 Tage Rundreise mit leichten Wanderungen in Litauen, Lettland und Estland : Kurische Nehrung - Samogitia-Nationalpark - Riga - Jurmala - Gauja- und Lahemaa Nationalpark - Tallinn (38 Wanderkilometer)

Bei sommerlichen Temperaturen lernten wir die drei baltischen Staaten,Litauen,Lettland und Estland,in all ihrer Unteschiedlichkeit,bei Wanderungen und Stadtführungen, kennen.

1.Tag 26.05.2018  Anreise /Vilnius


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Am Flughafenin Frankfurt,traf unsere kleine Wandergruppe zueinander, um gemeinsam ins Balticum zu fliegen.Nach einem ruhigen Flug nach Litauen, erwartete uns Birute (örtl.Reiseleiterin)um uns Ihre Heimatstadt Vilnius zu zeigen.An der Peter und Paul Kirche wurden wir von einer Hochzeitsgesellschaft überrascht und eine Kindstaufe wurde in deutscher Sprache abgehalten.Vom Berg, mit den drei weißen Kreuzen,hatten wir einen tollen Blick über die UNESCO geschützte Altstadt.Auf einen Eiskaffee kehrten wir in der Burgstraße ein.Danach ging es zum restaurierten Residenzschloss und zur Casimir Kapelle.Auf dem Präsidentenpalast- Gelände fand ein Frühlingsmarkt mit Folklore und Handwerkermarkt statt.Über die kleine Künstlergasse gelangten wir zur Bernardiner Kirche.(Napoleon wollte sie gern mitnehmen,bloß gut dass er es nicht geschafft hat)Den Abschluss unseres Bummels bildete der Gang durch das letzte, erhaltene Stadttor,der" Morgenröte" mit dem Bildnis der schwarzen Madonna.Jetzt endlich geht es zum Hotel ,wo wir schon erwartet werden und lassen uns das Abendessen schmecken.                                                                                                                        

2.Tag 27.05.2018 Trakai /Klaipeda


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Wenn man Vilnius besucht ,ist Trakai ein Muß ! (so Birute)Wir verlassen die Stadt an der Neris und fahren ins Siedlungsgebiet der Karäer.Es liegt im historischen Nationalpark,der auch fünf Seen umschließt.Darunter auch der Galve See mit der einzigen Wasserburg Osteuropas.Trakai – war einst sogar die Sommerresidenz der Litauer Großfürsten.Wir stromerten durch die altehrwürdige Burganlage und wählten eine abenteuerliche Stiege um wieder in den Burghof zu gelangen.Über einen Holzsteg gelangten wir zurück in die ehemalige Hauptstadt und bewunderten die Stände mit den Bernsteinauslagen.Wir liefen entlang der Karaimu wo die Hozhäuschen der Karäer und das Gebetshaus stehen.Typisch die drei Fenster (eins für den Hausherrn,Fürsten und Gott) zur Staßenseite hin.Der Bus brachte uns weiter ,vorbei am Kaunasser Meer gelangten wir zum Mega Park ,um dort unsere Mittagsmahlzeit einzunehmen.Vor uns lagen noch rund 200 km.Wir fuhren flott über die Autobahn und wurden im Hotel „Alberton"- Klaipeda leider noch nicht erwartet.Wir vertrieben uns die Zeit mit einer kleinen Vorstellungsrunde und Honig-Likör.Gut gelaunt entschlossen wir uns für einen Stadtrundgang.In der Altstadt verlaufen alle Straßen quadratisch,man kann sich also nicht verlaufen.Am Brunnen vor dem Theater stimmten wir das bekannte Lied „Ännchen von Tharau"an und der Chor konnte sich hören lassen.Im Hotel angekommen,waren unsere Zimmer endlich bezugsfertig und das Abendessen angerichtet.An diesem lauen Abend zog es uns noch einmal hinaus zum Hafen.Im Anschluss schmeckte ein Bier im „Boot" ,an der Dane gelegen,in gemütlicher Runde getrunken,besonders gut.

3.Tag 28.05.2018 Kurische Nehrung


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„ Auf der Kurischen Nehrung sich zu beeilen,ist gesetzlich verboten ! " Diesen Sprachgebrauch be- folgten wir.Doch leider stellten wir am Ende dieses Tages fest,die Zeit ist viel zu schnell vergangen.Mit der Fähre fuhren wir hinüber auf die,seit 2000, UNESCO geschützte Landzunge zwischen Haff und Ostsee.Eine Hexe lockte unsere Reisegruppe in ihr Reich und wir folgten gebannt den Geschichten die Birute uns dazu erzählte.Wir stellten sofort die Ähnlichkeiten zu unserer heimischen Märchenwelt fest.So schrecklich fanden wir die Skulpturen von Teufel ,Hexen ,Waldgeistern und schönen Prinzen nicht.Die Mücken waren dafür fürchterlich.Am Ende des Berges krähte der Hahn,die Hexe nahm ihren Besen ,flog davon und der „Spuk" war vorbei. Der Bus brachte uns zum Schwiegermutter Berg und wir begannen mit der kleinen Wanderung. Diese führte uns vorbei am Thomas Mann Haus ,dem Künstler Hotel Blode,über den kurischen Friedhof-mit den eigenwilligen Kreuzen-gelangten wir zur Bernstein Manufaktur.Dort erhielten wir fachkundiges Wissen ,rund um die „Tränen aus der Ostsee",wie dieses versteinerte Harz auch genannt wird.Danach bestiegen wir ein Boot (nur unsere Gruppe)um uns die zweit höchsten Wanderdünen anzuschauen. Vom Haff aus ,hat man einen besonders eindrucksvollen Blick auf die gesamte Erhebung.Die Grenzposten zu Russland fuhren Patrouillie , wir machten Winke – Winke und fuhren zurück in den Hafen von Nida.Jetzt gönnten wir uns erst einmal einen Imbiss.Wir wollten natürlich die Dünen noch von oben sehen und so unternahmen wir einen Abstecher zur Sonnenuhr ,mit den alten Runen.Von dort breitete sich ein toller Blick über Haff,Düne und Meer.Genug gestaunt ,bei den sommerlichen Temperaturen zog es uns ans Wasser.Der feine,weiße Sand war angenehm warm ,aber die Wassertemperatur hatte es gerade mal auf ganze 11°C gebracht.Die Füße mussten trotzdem ins Nass gehalten werden.Einige waren,für kurze Zeit ,auch mutiger.Die Fähre wartete und dies hieß für uns Abschied nehmen.Ein wunderschöner Tag,auf der Kurischen Nehrung,nahm sein Ende.

4.Tag 29.05.2018 Zemaitija – Nationalpark / Berg der Kreuze / Riga


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Nach einer kurzen Rundfahrt verließen wir Klaipeda.Unser Ziel war der,1991 gegründete, Nationalpark Zemaitija . (Auf dem Weg dahin verkürzten wir uns die Zeit mit einem Film über Thomas Manns Sommerhaus in Nida.) Zum Park gehören 26 Seen.Wir entschieden uns für den Naturpfad „Seire",der ca.4 km lang ist und am Plateliai See liegt.Er ist ,mit sieben Inseln, der größte(1200 ha)und mit 47 m der tiefste See im Schutzgebiet.Die Park- Leiterin,mit dem bezeichneten Namen -Morgenröte-,führte uns persönlich durch ihr Reich.Nach der abwechslungsreichen Wanderung kehrten wir im Jachtklub zur Stärkung ein.Wir hatten einen wundervollen blick über den See.Leider hatten wir die Badesachen im Koffer.Das Wasser hatte hier eine einladende Temperatur. Wir folgten der Straße Richtung Siauliai, zum Berg der Kreuze.Der Hügel ist einer der meistbesuchten Pilgerstätten und ein Meer von Kreuzen war schon von weitem zu sehen.Aus den unterschiedlichsten Gründen hinterlassen die Besucher hier Kreuze .Die einen um an ihre Ahnen zu erinnern,die anderen um Wünsche erfüllt zu bekommen.Es ist so oder so eine Städte ,die einen tiefen Eindruck hinterlässt.Mit einem Film über Vilnius, fuhren wir der Grenze entgegen.Bei ..... verabschiedeten wir uns von Litauen und freuten uns auf Letland.Unser neues Hotel „Hestia" lag im Jugendstil Viertel von Riga.

5.Tag ; 30.05.2018 Riga Stadtrundgang / Jurmala – Strand


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Riga wird als die Hauptstadt des Jugendstils bezeichnet. Die Handschrift des Architekten Michael Eisensteins war unverkennbar auszumachen. Wir spazierten durch das Viertel und „besetzten"sogar eines dieser schönen Häuser (aber nur weil das Museum noch geschlossen war).Den Rundgang durch die Altstadt begannen wir am Rathaus.Die Route führte uns zur Kirche St.Peter,zum Konvent,an der Börse vorbei,am Katzen Haus vorüber bis hin zum Pulverturm und den Schweden Kasernen.Durch das Schweden Tor betraten wir wieder den alten Stadtkern und liefen auf die „drei Brüder Häuser" zu.Am Parlament erklärte uns Birute etwas zu den Partisanenkämpfen.Wir erreichten pünktlich den Platz am Dom ,wo wir einem Orgelkonzert lauschten . Plastermüde und hungrig suchten wir uns ein Plätzchen zur Stärkung.Bei so viel gutem Angebot keine leichte Entscheidung.Am Schwazhäupterhaus traf sich unsere Gruppe wieder, um zusammen nach Jurmala,der Badewanne Rigas.,zu fahren.Über die Hängebrücke mit 28 Stahlseilen und dem Fluß.Lielupe fuhren wir Stadtauswärts.Der Nachmittag war nur pure Erholung.Nachdem wir „schöne Villen schauen"waren, ging es ans Meer.Egal ob Wanderung am Strand oder baden im,angenehm warmen und flachen,Salzwasser – es tat einfach nur gut.Nach dem Abendessen machten wir uns noch einmal auf den Weg ,zum Hotel Radisson.In der 26.Etage befand sich die Sky Bar mit atemberaubenden Blick über Stadt und Bucht.Wir sahen,bei einem Drink in geselliger Runde, die Sonne unter und den Vollmond aufgehen.

6.Tag 31.05.2018 Sigulda / Gutmannshöhle / Cessis


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Auch heute hieß es wieder Koffer packen .Wir nahmen Abschied von der Stadt an der Daugava wo Altstadt und Jugendstil so eng miteinander verbunden sind.Doch zuvor machten wir einen Abstecher zu den Markthallen, wo die Einheinischen sich zum Kauf und Schwatz treffen.Im Bus schauten wir einen Abschiedsfilm über den Rigaer Jugendstil an.In Sigulda angekommen, zog es uns zur Bob und Rodelbahn. Sie wurde von einem Leipziger Team anspruchsvoll geplant und die deutschen Sportler fuhren dort zu Siegen.Im Anschluss besuchten wir die „Kochtopf - Ritter" vor dem Siguldaer Schloss und schauten hinab in das Tal der Gauja ,.Weiter ging es nach Krimulda .Von da aus starteten wir zu unserer Wanderung zur Gutmannshöhle.Dort gibt es nicht nur Jungbrunnen Wasser ,nein - wenn man Glück, hat verwandelt es sich in „Rigaer Balsam". In Raganas lockte uns eine Hexe von der Straße fort, um in ihrem Restaurant einzukehren.Bis zu unserem heutigen Hotel war es noch ein Stück zu fahren und so machten wir uns auf den Weg.Im historischen Städtchen Cesis angekommen ,spazierten wir zur großen Burganlage und die beschaulichen Gassen.Am Abend ging es in den Wald .Dort wurden wir auf einem ländlichen Anwesen erwartet. Der Hausherr zeigte uns die Holzschindel Herstellung .Die Tochter des Hauses spielte zur Begrüßung auf der Knieharfe.Es gab einfaches,bäuerliches Essen,welches an einer sehr liebevoll eingedeckten Tafel,von der Mama, serviert wurde .

7.Tag 01.06.2018 Tallinn


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Über die via Baltika gelangten wir nach Estland.Das Land der Seen und Inseln,wo alles noch ein bisschen langsamer zu geht.Wir tauchten noch einmal die Füße in Pärnu ,dem anerkannten Kurort im Zarenreich,in die kalte Ostsee und fuhren in die Hauptstadt.Die Altstadt ,1997 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt,war unser erstes Ziel.Unser Rundgang begann an der Alexander -Newski -Kathedrale und dem langen Hermann- Wahrzeichen Tallinns .Wir schauten von der Oberstadt über die Dächer und Türme bis hinüber zum Hafen.Jetzt hatten wir die Wahl :über das kurze oder lange Bein in die Unterstadt zu gehen.Wir entschlossen uns für die Gärten des dänischen Königs und der Stadtmauer, um an der Börse vorbei ,einen Blick in die alte Apotheke zu werfen.Am Rathaus ,mit der eigenwillige Wetterfahne,gingen wir durch ein Elchrestaurant. Am Platz mit den alten Handelshäusern,die jetzt Gastronomie beherbergen wie „Olde Hanse oder Pfeffersack",waren wir in der Unterstadt angekommen.Einen besonders schönen Winkel hatten wir uns noch aufgehoben.Den Katharinengang mit seinen Meisterhöfen und kleinen Lokalitäten.Durch die Viru-Pforte verließen wir das alte Tallinn und spazierten zu unserem nahe gelegenen Hotel im Rotermannviertel .Ehemalige Industriebauten werden dort zu neuen Leben erweckt.Nach und nach soll ein extravagantes Viertel entstehen ,was den Hafen noch näher mit der Altstadt verbinden soll. Am Abend wurde noch einmal zu einem Bummel ,durch diese schöne alte Stadt-am finnischen Meerbusen,gestartet.

8.Tag 02.06.2018 Lahemaa NP / Altja / Palmse


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Heute ging es wieder hinaus in die Natur. Nachdem uns der estn. Reiseleiter die berühmte Sängerwiese und das olympische Dorf ,von 1980,gezeigt hatte, passierten wir die alte Rennstrecke und fuhren übers Land dem Nationalpark Lahemaa entgegen.Wir begaben uns auf eine interessante Moorwanderung .Das 725 Quadratkilometer große Areal des Np ist zu einem Drittel von Wasser bedeckt.Am Rand des Np gibt es urtümlich erhaltene Fischerdörfer ,wie zum Beispiel Altja. Dort, in der alten Schenke, wurden wir zu Mittag bewirtet.Endlich gab es Fisch.Gestärkt schlenderten wir zum Strand mit den Großen Findlingen und den wiederaufgebauten Netzhäuschen.Im NP befinden sich auch besterhaltene Gutshäuser, der deutsch -baltischen Familie von der Pahlen.Wir schauten uns einen Film über die Tier- und Pflanzenwelt des NP an.Danach bummelten wir durch das Herrenhaus ,die Orangerie und den angrenzenden Garten.Das Anwesen war einfach nur schön.Den l Abend verbrachten wir gemeinsam im mittelalterlichem Flair der „Olde Hanse".Leider war es sehr laut und wir zogen weiter, um die letzten Eindrücke von unserer Reise zu genießen.

9.Tag 03.06.2018 Kadriorg / Heimflug


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Die Sommerresidenz ließ Peter der I.für seine Frau Katharina erbauen.Er soll den Grundstein persönlich gelegt haben und zu Ehren seiner Zarin wurde es „Katharinental" getauft.Herrlich im Barockstil gebaut zieht es viele Besucher an.Wir bekamen es selbst zu spüren .Die Führung war in russischer Sprache . Birute musste alles übersetzen und sich gegen die italienische Kollegin durchsetzen.Wir schauten uns die Zimmer und Gemälde später noch einmal in aller Ruhe an.Ein Spaziergang im Park rundete den Besuch von Kadriorg ab.Der Bus brachte uns zum Flughafen .Hier hieß es endgültig Abschied nehmen von unsere Reise durch die drei Staaten des Baltikums.Jetzt begann das eigentliche Abenteuer des Rückfluges .Die Maschine hatte über eine Stunde Verspätung und wir, in Frankfurt, wenig Zeit zum Umstieg. Im Flughafen von Frankfurt entwickelten wir Sprinter Fähigkeiten.Die Maschinen nach Dresden und Berlin warteten auf die Bummelanten,aber die Maschine nach Leipzig war auf und davon.
Ich hoffe Ihr seid alle gut zu Hause" gelandet „und Euer Gepäck ist Euch nachgereist. Behaltet unsere Reise ,zwischen Natur und Kultur,trotzdem in guter Erinnerung und lasst Euch grüßen von Kerstin

Bildergalerie zur Reise

Kommentare zum Reisebericht

Danke Kerstin für diesen schönen und zeitnah erstellten Reisebericht!

Es waren wundervolle 9 Tage an die ich mich noch lange erinnern werde!

VG hiermit auch an den Rest der Reisegruppe, die den Kommentar lesen ;-)

André
08.06.2018
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