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Rundreise Osterinsel und Galapagos–Inseln

Reisebericht: 28.04. – 14.05.2026

Von geheimnisvollen Moai auf der Osterinsel bis zu einzigartigen Tieren der Galápagos-Inseln – eine Reise voller Naturwunder, Geschichte und unvergesslicher Momente.

Mareike Schmidt

Ein Reisebericht von
Mareike Schmidt


Flug nach Santiago de Chile

In Dresden begann endlich unser großes Abenteuer. Gemeinsam mit den ersten Gästen machte ich mich voller Vorfreude auf den Weg nach Berlin. Schon während der Fahrt wurde viel erzählt, gelacht und über die bevorstehende Reise gesprochen – die Spannung auf das, was vor uns lag, war bei allen spürbar.

In Berlin trafen wir dann auf weitere Gäste unserer Reisegruppe, und langsam entstand aus vielen einzelnen Reisenden eine gemeinsame Gemeinschaft. Von dort aus flogen wir weiter nach Paris. Am Flughafen angekommen, hatten alle etwas Zeit, sich umzusehen, die besondere Atmosphäre zu genießen oder die ersten französischen Köstlichkeiten zu probieren – frische Croissants, Macarons oder ein duftender Café au Lait sorgten sofort für Urlaubsgefühle.

Dann war es endlich soweit: Ich begrüßte die restlichen Teilnehmer unserer Reisegruppe und unsere große gemeinsame Reise konnte beginnen. Die Vorfreude auf die geheimnisvolle Osterinsel und die faszinierenden Galápagos-Inseln war riesig.

Schon bald hieß es Boarding für unseren Langstreckenflug nach Santiago de Chile, der lebendigen Hauptstadt Chiles. Im Flugzeug machten wir es uns gemütlich, ruhten uns etwas aus und genossen die Annehmlichkeiten an Bord.

Ankunft in Santiago de Chile und Stadtrundfahrt

Nach unserem langen Flug erreichten wir am frühen Morgen endlich Chile. Schon beim Landeanflug bot sich uns ein beeindruckender erster Blick auf die Landschaft – die mächtigen Anden im Hintergrund, die Weite des Landes und die ersten Sonnenstrahlen über Santiago sorgten sofort für Gänsehaut und Vorfreude auf das, was uns erwarten würde.

Nach dem Einreiseprozess wurden wir herzlich von unserer Reiseleiterin Veronica empfangen, die uns sofort mit ihrer offenen und freundlichen Art willkommen hieß. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg zu unserem Hotel. Dort konnten wir uns zunächst etwas frisch machen, die Kleidung wechseln und nach dem langen Flug kurz durchatmen.

Direkt neben unserem Hotel befand sich die beeindruckende Iglesia de San Francisco, die älteste erhaltene Kirche Santiagos. Sie wurde bereits im 17. Jahrhundert erbaut und überstand mehrere schwere Erdbeben – etwas ganz Besonderes in einem Land wie Chile, das immer wieder von Erdstößen betroffen ist. Die warmen roten Farben der Kirche und ihre ruhige Atmosphäre bildeten einen schönen ersten Eindruck der Stadt.
Danach starteten wir zu unserer Stadtrundfahrt durch Santiago de Chile, die lebendige Hauptstadt des Landes mit über sieben Millionen Einwohnern. Umgeben von den schneebedeckten Gipfeln der Anden liegt die Stadt in einem weiten Tal und verbindet moderne Hochhäuser mit kolonialer Geschichte. Unser erster Halt war die berühmte Plaza de Armas, das historische Herz der Stadt. Hier schlägt das Leben Santiagos: Straßenmusiker spielten Musik, Einheimische saßen auf den Bänken und überall herrschte geschäftiges Treiben. Besonders beeindruckend war die prächtige Kathedrale von Santiago, deren Bau bereits im 18. Jahrhundert begann. Mit ihren kunstvollen Verzierungen und der imposanten Fassade zählt sie zu den wichtigsten Bauwerken des Landes. Anschließend hatten wir Gelegenheit, etwas Geld zu wechseln, bevor wir eine kleine Pause einlegten. Bei einem Kaffee und typisch chilenischen Empanadas – gefüllten Teigtaschen, meist mit Fleisch, Käse oder Gemüse – konnten wir zum ersten Mal die chilenische Küche kennenlernen. Leider konnten wir aufgrund einer Demonstration nicht bis zum Präsidentenpalast La Moneda fahren. Der Palast ist eines der bedeutendsten Gebäude Chiles und Sitz des Präsidenten. Gerade in Santiago gehören Demonstrationen und politische Kundgebungen immer wieder zum Stadtbild. Selbst unsere Busfahrerin hatte Schwierigkeiten, uns später wieder einzusammeln – ein kleiner Vorgeschmack auf das lebendige Temperament der Hauptstadt.

Zum Mittagessen ging es anschließend in das bunte Viertel Bellavista, eines der bekanntesten und kreativsten Viertel Santiagos. Hier reihen sich kleine Restaurants, Cafés, Bars und farbenfrohe Häuser aneinander. Bellavista gilt als das Künstler- und Szeneviertel der Stadt und versprüht mit seinen Wandmalereien und der lockeren Atmosphäre einen ganz besonderen Charme.

Danach erwartete uns noch ein echtes Highlight: der Cerro San Cristóbal, ein Hügel mitten in Santiago, der zum großen Stadtpark gehört. Von dort oben bot sich uns ein atemberaubender Blick über die riesige Stadt und die Anden im Hintergrund. Besonders in der klaren Abendsonne wirkte dieses Panorama einfach unvergesslich. Für einen Moment wurde es ganz still in unserer Gruppe – alle genossen einfach diesen besonderen Augenblick.

Nach diesem erlebnisreichen ersten Tag ging es zurück ins Hotel. Die Müdigkeit nach der langen Anreise war inzwischen deutlich spürbar, aber gleichzeitig waren wir voller Eindrücke und Emotionen. Gemeinsam stießen wir noch mit einem Willkommensdrink auf unsere bevorstehende Reise an, bevor wir glücklich und erschöpft in unsere Betten fielen.

Ausflug in das Maipo–Tal mit Besuchs des Tierparks des Refugio Animal Cascada

Nach einer erholsamen Nacht wachten wir deutlich ausgeruht auf und freuten uns auf ein leckeres Frühstück. Bei frischem Obst, duftendem Kaffee, frisch gebackenem Brot und vielen Gesprächen über die ersten Eindrücke in Chile starteten wir voller Vorfreude in den neuen Tag.

Gut gestärkt machten wir uns anschließend auf den Weg in das wunderschöne Maipo-Tal, eine der bekanntesten Wein- und Naturregionen Chiles. Das Tal liegt südöstlich von Santiago und wird von den imposanten Anden eingerahmt. Besonders bekannt ist die Region für ihre hervorragenden Weine, den klaren Río Maipo und die beeindruckende Naturkulisse. Während der Fahrt begleiteten uns immer wieder spektakuläre Ausblicke auf die Berge – ein Panorama, das viele von uns staunend aus dem Fenster blicken ließ.

Unser erster Halt war das Refugio Animal Cascada, ein liebevoll geführtes Tierreservat. Hier werden verletzte oder gerettete Tiere aufgenommen, die nicht mehr ausgewildert werden können. Es war beeindruckend zu sehen, mit wie viel Herzblut und Fürsorge sich die Mitarbeiter um die Tiere kümmern. Viele von uns waren sichtlich berührt von der Ruhe dieses besonderen Ortes und der engen Verbindung zwischen Mensch und Tier.

Danach legten wir noch einen spontanen Stopp im berühmten Haus der Schokolade ein. Schon beim Betreten lag der süße Duft von Kakao in der Luft. Ob handgemachte Pralinen, cremige heiße Schokolade, feine Tafeln oder ein leckeres Eis – hier kamen wirklich alle auf ihre Kosten. Es wurde probiert, gelacht und natürlich auch das eine oder andere süße Souvenir mitgenommen.

Im Anschluss unternahmen wir einen kleinen Rundgang durch San José de Maipo, einen charmanten Ort mitten in den Bergen. Das kleine Städtchen ist bekannt für seine entspannte Atmosphäre, traditionelle Häuser und seine wunderschöne Lage inmitten der Natur. Hier schien die Zeit ein wenig langsamer zu vergehen. Viele genossen einfach die klare Bergluft und die besondere Ruhe dieses Ortes.

Zum Mittagessen kehrten wir im Restaurant Casa Bosque ein, das idyllisch von Natur umgeben liegt. In gemütlicher Atmosphäre ließen wir uns typisch chilenische Spezialitäten schmecken und genossen die Ruhe fernab der Großstadt.

Am Nachmittag machten wir uns wieder auf den Rückweg nach Santiago de Chile.

Am Abend zog es uns dann in das wunderschöne, lebendige Viertel Lastarria, eines der charmantesten Stadtviertel Santiagos. Kopfsteinpflaster, kleine Cafés, Kunstgalerien, Straßenmusik und eine ganz besondere Atmosphäre machen diesen Stadtteil zu einem echten Lieblingsort der Einheimischen wie auch der Besucher. Hier mischen sich Kultur, Kulinarik und entspanntes Stadtleben auf ganz besondere Weise. Wir schlenderten durch die Straßen, genossen das bunte Treiben und ließen den Tag bei einem entspannten Abendspaziergang ausklingen.

Flug auf die Osterinsel – Besichtigung von Orongo – Vulkankrater Rano Kau

Am heutigen Tag ließen wir das lebendige Santiago de Chile hinter uns und begaben uns voller Vorfreude auf einen ganz besonderen Abschnitt unserer Reise: den Flug auf die geheimnisvolle Osterinsel (Rapa Nui) mitten im endlosen Pazifik. Schon die Landung in Hanga Roa, der einzigen Stadt der Insel mit rund 7.000 Einwohnern, war ein unvergesslicher Moment – umgeben von Vulkanlandschaften, rauer Atlantikluft und dem Gefühl, wirklich am „Ende der Welt“ angekommen zu sein. Die Osterinsel gehört politisch zu Chile, liegt aber über 3.700 Kilometer vom Festland entfernt und gilt als eines der abgelegensten bewohnten Gebiete der Erde.

Am Nachmittag startete unsere Halbtagestour mit unserem lokalen Reiseleiter, einem stolzen Rapa Nui, der uns mit viel Leidenschaft in die Geschichte und Kultur seiner Heimat eintauchen ließ. Unser erster Stopp war Vinapu, eine archäologisch bedeutende Stätte an der Südküste der Insel. Besonders beeindruckend sind hier die perfekt bearbeiteten Steinblöcke, die an die Bauweise der Inka erinnern und viele Forscher bis heute faszinieren. Die Anlage gibt spannende Einblicke in die frühe Baukunst der Rapa Nui und ihre Verbindung zur spirituellen Welt. Im Anschluss ging es weiter zum gewaltigen Vulkankrater Rano Kau, einem der eindrucksvollsten Naturwunder der Insel. Der Krater ist rund 1,6 Kilometer breit und enthält einen großen Süßwassersee, der von üppiger Vegetation umgeben ist. Von hier oben bot sich uns ein atemberaubender Blick über den Ozean und die zerklüftete Küstenlinie – ein Moment, der viele von uns einfach nur staunen ließ. Ganz in der Nähe besuchten wir anschließend Orongo, das zeremonielle Dorf der alten Vogelmann-Kultur. Hier fand einst der berühmte „Tangata Manu“-Wettbewerb statt, bei dem die Krieger der Insel jedes Jahr zu einer gefährlichen Schwimm- und Kletteraktion aufbrachen, um das erste Seeschwalben-Ei von einer vorgelagerten Insel zu holen. Der Gewinner wurde für ein Jahr zum spirituellen „Vogelmann“ ernannt – ein zentraler Teil der Rapa-Nui-Kultur. Von Orongo aus eröffnet sich zudem ein spektakulärer Blick auf die drei kleinen Inseln im Pazifik, die in der Mythologie eine wichtige Rolle spielen. Auf dem Rückweg hielten wir noch an einer Plattform nahe des Hafens, von der aus wir bereits die ersten mächtigen Moai-Statuen sehen konnten – die weltberühmten steinernen Riesen der Osterinsel. Diese monumentalen Figuren, von denen einige über 10 Meter hoch sind, wurden zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert aus vulkanischem Gestein gemeißelt und stehen symbolisch für die Ahnen der Rapa Nui.

Am Abend ließen wir diesen besonderen Tag in einem kleinen Restaurant in Hanga Roa ausklingen.

Osterinsel: Ausflug zum Rano Raraku Vulkan – Ahu Tongariki – Anakena Strand

Am Morgen wurden wir fast schon poetisch vom Hahn geweckt – ein natürlicher Wecker, der uns sanft daran erinnerte, dass wir uns auf einer der abgelegensten und zugleich faszinierendsten Inseln der Welt befinden. Einen Wecker brauchten wir hier wirklich nicht. Voller Vorfreude auf einen erlebnisreichen Tag stärkten wir uns beim Frühstück.

Zunächst führte uns unsere Tour in das ehemalige polynesische Dorf Vaihu, eine rekonstruierte archäologische Stätte. Hier erhielten wir einen eindrucksvollen Einblick in das frühere Leben der Rapa Nui. Zeremonielle Plätze, alte Wohnstrukturen und umgestürzte Moai erzählen hier still von einer vergangenen Kultur, die eng mit Natur, Ahnenverehrung und Spiritualität verbunden war. Anschließend ging es weiter nach Akahanga, einer bedeutenden Ausgrabungsstätte an der Südküste. Auch hier liegen zahlreiche Moai in verschiedensten Zuständen – viele von ihnen umgestürzt, was bis heute Rätsel über die historischen Konflikte und den Wandel der Inselkultur aufwirft. Die raue Küstenlandschaft und das wilde Meer verstärkten die mystische Atmosphäre dieses Ortes zusätzlich. Nicht weit entfernt besuchten wir den legendären Steinbruch am Rano Raraku, den Geburtsort der Moai. Hier wurden die gigantischen Steinfiguren direkt aus dem Vulkangestein herausgemeißelt. Überall im Hang liegen unvollendete Moai – einige halb im Boden versunken, andere scheinbar auf dem Weg in Richtung Küste. Dieser Ort wirkt fast surreal und lässt einen die unglaubliche handwerkliche Leistung der Rapa Nui nur erahnen.

Im Anschluss genossen wir unser Mittagessen unter einem kleinen Holzpavillon – umgeben von Natur, Wind und dieser einzigartigen Inselstimmung, die schwer in Worte zu fassen ist.

Gestärkt erreichten wir am Nachmittag die wohl berühmteste Stätte der Osterinsel: Ahu Tongariki. Fünfzehn mächtige Moai stehen hier in einer Reihe und blicken schweigend ins Inselinnere. Dieser Ort gilt als das ikonische Bild der Osterinsel schlechthin. Als die Wellen im Hintergrund gegen die Küste schlugen und der Wind über die Ebene zog, wirkte dieser Moment fast ehrfürchtig und zeitlos. Weiter ging es zu Te Pito Kura, dem „Nabel der Welt“. Hier befindet sich ein großer runder Stein, dem in der lokalen Mythologie besondere energetische Kräfte zugeschrieben werden. Ganz in der Nähe steht auch der größte jemals errichtete Moai, der zwar beim Transport umstürzte, aber bis heute ein beeindruckendes Zeugnis der Vergangenheit darstellt. Den krönenden Abschluss unseres Tages bildete Anakena, einer der wenigen Sandstrände der Insel mit weißem Korallensand und türkisblauem Wasser. Hier konnten wir endlich ins Meer eintauchen, uns erfrischen und die besondere Mischung aus tropischem Strand und archäologischer Geschichte genießen. Kleine Restaurants und Souvenirstände sorgten für eine entspannte, fast karibische Atmosphäre – ein fast unwirklicher Kontrast zu den Moai-Stätten des Tages.

Am späten Nachmittag machten wir uns erfüllt und beeindruckt auf den Rückweg zum Hotel. Nach einer kurzen Verschnaufpause erwartete uns am Abend ein ganz besonderes Highlight: eine traditionelle Erdofen-Zeremonie (Umu). In einem unterirdischen Erdofen wurde das Essen nach alter Rapa-Nui-Tradition langsam gegart. Begleitet von Gesang, Tanz und rhythmischen Klängen tauchten wir noch einmal tief in die Kultur der Osterinsel ein. Die warme Abendluft, das gemeinsame Essen und die herzliche Atmosphäre machten diesen Moment zu einem würdigen Abschluss eines außergewöhnlichen Tages – voller Geschichte, Emotionen und unvergesslicher Eindrücke.

Freizeit am Vormittag – am Nachmittag Besichtigung der Moai–Figuren Ahu Tahai – Ahu Akivi – Puna Pau–Steinbruch

Den heutigen Vormittag verbrachten einige von uns in der kleinen Kirche von Hanga Roa, wo wir einen Gottesdienst besuchten. Es war ein ganz besonderer, fast bewegender Moment: Die polynesischen Gesänge erfüllten den Raum mit einer warmen, fast meditativen Stimmung. Auch ohne alle Worte zu verstehen, spürte man sofort die tiefe Spiritualität und Verbundenheit der Gemeinde – ein Gänsehautmoment, der uns allen lange in Erinnerung bleiben wird.

Im Anschluss blieb noch etwas Zeit, um durch die kleinen Läden des Ortes zu schlendern. Viele nutzten die Gelegenheit, Souvenirs zu erstehen – handgeschnitzte Figuren, Schmuck aus Muscheln oder kleine Erinnerungsstücke an diese einzigartige Insel am Ende der Welt.

Am frühen Nachmittag begann dann unsere letzte Tour auf der Osterinsel. Der erste Stopp war die zeremonielle Anlage Tahai, eine der wichtigsten archäologischen Stätten der Insel. Hier stehen mehrere restaurierte Moai auf einer erhöhten Plattform direkt am Meer. Besonders eindrucksvoll ist die Kombination aus Steinfiguren, Ozean und wehender Pazifikbrise – ein Ort, der vor allem bei Sonnenuntergang eine fast magische Atmosphäre entfaltet. Weiter ging es zu Ahu Akivi, einer der wenigen Moai-Stätten, bei denen die sieben Figuren nicht zur Küste, sondern ins Landesinnere blicken. Diese Besonderheit wird oft mit astronomischen und navigationsbezogenen Bedeutungen in Verbindung gebracht. Der Ort vermittelt eindrucksvoll, wie tief das Wissen der Rapa Nui mit Natur und Himmelsbeobachtung verbunden war.
Anschließend besuchten wir Puna Pau, den kleinen roten Steinbruch, in dem die sogenannten „Pukao“ gefertigt wurden – die roten Kopfbedeckungen der Moai. Der rötliche Vulkanscoria-Stein stammt genau von diesem Ort und wurde einst mühsam zu den Statuen transportiert. Von hier oben hatten wir zudem einen wunderbaren Blick über die Insel und konnten noch einmal die besondere Weite und Einsamkeit der Landschaft spüren. Ein weiterer Halt führte uns zu Hui Ahu Ranga, einer weniger bekannten, aber dennoch eindrucksvollen archäologischen Stätte, die uns noch einmal die Vielfalt der Moai-Kultur und die tiefe spirituelle Bedeutung der Zeremonialplätze vor Augen führte. Auch hier lag eine besondere Ruhe in der Luft – fast so, als würde die Insel selbst ihre Geschichten flüstern.

Am Abend ließen wir unseren letzten Abend auf der Osterinsel bei einem gemeinsamen, schmackhaften Essen ausklingen. Mit vielen Emotionen, unvergesslichen Eindrücken und einem Hauch Wehmut blickten wir zurück auf eine Zeit voller Magie, Geschichte und einmaliger Naturerlebnisse – auf einer der geheimnisvollsten Inseln dieser Welt.

Rückflug von der Osterinsel nach Santiago de Chile

Heute hieß es leider Abschied nehmen – sowohl von der faszinierenden Osterinsel als auch von unserem herzlichen Reiseleiter, der uns mit so viel Leidenschaft, Wissen und Emotionen durch diese besondere Welt geführt hatte. Ein Abschied, der uns allen ein wenig schwerfiel, denn diese Insel hatte sich in kurzer Zeit tief in unsere Herzen eingebrannt.

Bevor wir jedoch aufbrachen, nutzten viele noch die Gelegenheit für einen ganz besonderen Erinnerungsmoment: den offiziellen Passstempel der Osterinsel. Mit diesem kleinen, aber bedeutungsvollen Stempel nahmen wir ein Stück dieses magischen Ortes symbolisch mit nach Hause – ein stilles Souvenir, das uns noch lange an diese außergewöhnliche Zeit erinnern wird. Auch für die letzten Souvenirs blieb noch etwas Zeit. Kleine Kunstwerke, handgefertigte Moai-Figuren und liebevoll gestalteter Schmuck fanden ein neues Zuhause in unseren Taschen – und jedes Stück trug ein bisschen Inselmagie in sich.

Als besonders berührender Moment schenkte uns unser Reiseleiter zum Abschied noch eine kleine Moai-Kette. Diese persönliche Geste sorgte bei vielen für strahlende Gesichter und war ein emotionaler Abschluss einer gemeinsamen, intensiven Zeit voller Geschichten, Kultur und unvergesslicher Eindrücke.

Gegen Mittag setzten wir unsere Reise fort und flogen zurück nach Santiago de Chile, wo wir jedoch nur einen kurzen Zwischenstopp einlegten. Die Insel schien mit jedem Kilometer ein Stück weiter in die Ferne zu rücken – und doch blieb sie in unseren Gedanken ganz nah.

Am Abend erreichten wir schließlich wieder Santiago de Chile. Nach all den intensiven Erlebnissen, Eindrücken und Emotionen der letzten Tage waren wir müde, aber erfüllt und glücklich. Schnell wurde klar: Heute zieht es uns nur noch ins Bett – denn der nächste Tag würde früh beginnen, und neue Abenteuer warteten bereits auf uns.

Flug von Chile nach Ecuador

Nach einer kurzen Nacht und einem sehr frühen Start machten wir uns voller Vorfreude zunächst auf den Weg nach Lima, der Hauptstadt Perus. Die Millionenmetropole liegt direkt an der Pazifikküste und verbindet koloniale Geschichte mit modernem Großstadtleben. Für uns war Lima allerdings nur ein kurzer Zwischenstopp – genug Zeit, um einmal durchzuatmen und die nächsten Eindrücke auf uns wirken zu lassen.

Schon bald ging unsere Reise weiter nach Guayaquil, der größten Stadt Ecuadors und wichtigsten Hafenstadt des Landes. Am Nachmittag erreichten wir die lebendige Metropole am Río Guayas. Guayaquil gilt als wirtschaftliches Zentrum Ecuadors und begeistert mit tropischem Klima, moderner Architektur und einer spannenden Mischung aus Tradition und Moderne.

Nach einer kleinen Verschnaufpause im Hotel erwartete uns noch ein besonderes Extra: Gemeinsam mit unserer sympathischen Reiseleiterin Corina unternahmen wir eine kleine Stadtrundfahrt durch Guayaquil. So konnten wir noch erste Eindrücke dieser pulsierenden Stadt sammeln. Besonders die wunderschön angelegte Uferpromenade Malecón 2000, die direkt am Fluss entlangführt, zeigte sich am Abend stimmungsvoll beleuchtet. Außerdem sahen wir die imposante Kathedrale von Guayaquil, deren neugotische Türme eindrucksvoll in den Himmel ragten und die zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt zählt.

Am Abend erwartete uns dann ein echtes Highlight: ein ausgezeichnetes Abendessen im stilvollen City Winery by Bodega. In elegantem Ambiente ließen wir uns kulinarisch verwöhnen. Neben einem vorzüglichen Menü wurden uns exzellente Weine serviert, die den Abend perfekt abrundeten. Die entspannte Stimmung, das gemeinsame Lachen und die vielen Gespräche machten diesen Abend besonders gemütlich und herzlich. Doch damit nicht genug: Als kleine Überraschung erhielt jeder Gast eine Weinflasche mit Eberhardt-Logo – eine wunderschöne Erinnerung an diese außergewöhnliche Reise. Die Freude darüber war riesig und sorgte noch einmal für viele strahlende Gesichter.

Nach diesem gelungenen Abend kehrten wir schließlich zurück ins Hotel. Viel Zeit blieb allerdings nicht mehr, denn der Wecker sollte bereits früh am nächsten Morgen klingeln. Müde, aber glücklich und voller Vorfreude auf die nächsten Abenteuer, fielen wir schnell in unsere Betten.

Flug auf die Galapagos Inseln – Insel San Cristobal

Heute war es endlich so weit: Für uns ging es auf die berühmten Galápagos-Inseln, ein einzigartiges Naturparadies mitten im Pazifischen Ozean. Die Inselgruppe gehört zu Ecuador und besteht aus 13 größeren und zahlreichen kleineren Vulkaninseln. Weltberühmt wurden die Galápagos-Inseln vor allem durch Charles Darwin, dessen Beobachtungen hier später zur Entwicklung seiner Evolutionstheorie beitrugen. Schon während des Fluges war die Aufregung riesig – welche Tiere würden uns erwarten? Welche besonderen Momente würden wir erleben?

Unser Ziel war die Insel San Cristóbal, eine der ältesten und östlichsten Inseln des Archipels. Die Insel begeistert mit ihrer wilden Vulkanlandschaft, traumhaften Buchten und einer faszinierenden Tierwelt. Bereits bei der Ankunft spürten wir sofort: Hier gelten andere Regeln – die Natur hat eindeutig das Sagen.

Nach dem Einchecken im Hotel machten wir uns direkt auf den Weg in die kleine Stadt Puerto Baquerizo Moreno, die Hauptstadt der Galápagos-Provinz. Und schon nach wenigen Minuten wurden wir herzlich – und ziemlich entspannt – von den ersten Seelöwen begrüßt. Sie lagen mitten auf den Bänken, am Hafen oder sogar auf Gehwegen und wirkten dabei vollkommen unbeeindruckt von den Menschen. Für viele von uns war das ein erster absoluter Gänsehautmoment.

Zum Mittagessen kehrten wir im Restaurant Umami ein. Doch selbst dort waren wir nicht allein: Ganz entspannt hatte sich ein Seelöwe direkt im Restaurant niedergelassen. Spätestens jetzt wurde allen klar: Auf den Galápagos-Inseln teilen sich Mensch und Tier ganz selbstverständlich den Lebensraum.

Nach dem Essen besuchten wir das Besucherzentrum von San Cristóbal, wo wir spannende Informationen über die Entstehung der Inseln, die einzigartige Tierwelt und den Naturschutz erhielten. Die Galápagos-Inseln zählen zu den strengsten Schutzgebieten der Welt, um dieses empfindliche Ökosystem zu bewahren.

Anschließend starteten wir unsere Wanderung zum Cerro Tijeretas, auch „Fregattvogelhügel“ genannt. Der Weg führte uns durch eine beeindruckende Vulkanlandschaft mit Kakteen, Lavaformationen und fantastischen Ausblicken auf den tiefblauen Pazifik. Immer wieder begegneten uns Echsen, Seelöwen und verschiedenste Vogelarten. Besonders faszinierend waren die berühmten Prachtfregattvögel, deren Männchen zur Balz ihren leuchtend roten Kehlsack aufblasen können. Mit jedem Schritt wurde uns bewusster, wie besonders dieser Ort ist. Die Tiere haben hier kaum Angst vor Menschen, und genau das macht die Begegnungen so intensiv und emotional.

Am Nachmittag probierten wir dann noch unsere Schnorchelausrüstung für den kommenden Tag an – voller Vorfreude auf die Unterwasserwelt der Galápagos-Inseln. Die Spannung stieg spürbar, denn viele träumten schon davon, mit Schildkröten, Seelöwen oder bunten Fischen zu schnorcheln.

Den Abend ließen wir schließlich ganz entspannt ausklingen. Gemeinsam mit den Seelöwen beobachteten wir den Sonnenuntergang am Hafen – ein fast surreal schöner Moment. Die Sonne tauchte den Himmel in warme Orange- und Rottöne, während die Wellen ruhig ans Ufer schlugen und die Tiere sich langsam zur Ruhe legten.

Beim anschließenden Abendessen im Post Office genossen wir nicht nur leckeres Essen, sondern auch das Gefühl, an einem der außergewöhnlichsten Orte unserer Erde angekommen zu sein.

Bootsfahrt zur Insel Lobos – Seelöweninsel

Heute erwartete uns das nächste große Abenteuer auf den Galápagos-Inseln: Mit dem Boot fuhren wir zur kleinen Insel Isla Lobos, die ihren Namen den zahlreichen Seelöwen („Lobos marinos“) verdankt. Schon während der Überfahrt wurden wir von der beeindruckenden Naturkulisse und dem tiefblauen Wasser begeistert. Immer wieder konnten wir Vögel über dem Meer kreisen sehen, und die Vorfreude auf diesen besonderen Tag war bei allen riesig.

Auf der Insel angekommen starteten wir zu einer kleinen, aber durchaus abenteuerlichen Wanderung. Der Weg führte über große Lavasteine und unebenes Gelände – manchmal musste man gut aufpassen, wo man hintritt. Doch genau das machte den Ausflug auch so besonders und ursprünglich. Und das Wichtigste: Alle meisterten die Wanderung mit Bravour und blieben unverletzt.

Schon nach wenigen Minuten begegneten uns die ersten Tiere. Überall lagen entspannt Seelöwen, die sich von uns kaum stören ließen. Einige dösten in der Sonne, andere spielten miteinander oder beobachteten neugierig die Besucher. Es war unglaublich, wie nah wir den Tieren kommen konnten. Außerdem sahen wir zahlreiche Blaufußtölpel, die mit ihren leuchtend blauen Füßen zu den bekanntesten Tieren der Galápagos-Inseln gehören. Besonders faszinierend war es, diese außergewöhnlichen Vögel einmal in freier Natur zu beobachten. Hoch über uns kreisten majestätische Fregattvögel, darunter auch die berühmten Prachtfregattvögel. Zwischen den Lavasteinen entdeckten wir immer wieder verschiedene Echsenarten, darunter Lavaechsen und Meerechsen, die perfekt an das raue Leben auf den Vulkaninseln angepasst sind. Überall gab es etwas zu entdecken – die Natur wirkte hier fast wie aus einer anderen Welt. Wir konnten uns an diesen einzigartigen Tieren kaum sattsehen. Besonders beeindruckend war, wie wenig Scheu die Tiere vor Menschen haben. Oft kamen sie uns erstaunlich nah, sodass wir diese Begegnungen ganz intensiv erleben konnten. Viele von uns wussten gar nicht mehr, ob sie zuerst fotografieren oder einfach nur staunen sollten.

Nach der Wanderung wartete bereits das nächste Highlight auf uns: das Schnorcheln im kristallklaren Wasser rund um die Insel. Schon beim Eintauchen eröffnete sich uns eine faszinierende Unterwasserwelt. Bunte Fische, schimmernde Korallen und neugierige Seelöwen begleiteten uns durchs Wasser. Dieses Gefühl, mitten in dieser einzigartigen Natur zu schwimmen, war einfach unbeschreiblich.

Im Anschluss stärkten wir uns bei einem leckeren Mittagessen an Bord unseres Bootes. Während wir auf das Meer blickten und die Eindrücke des Tages Revue passieren ließen, wurde vielen bewusst, wie besonders diese Reise eigentlich ist.

Erschöpft, aber überglücklich kehrten wir am Nachmittag nach San Cristóbal zurück. Am Abend trafen wir uns dann wieder gemeinsam zum Abendessen und ließen diesen unvergesslichen Tag voller einzigartiger Tierbegenungen und Naturwunder gemütlich ausklingen.

Bootsüberfahrt zur Insel Santa Cruz – Riesenschildkröten

Nach einem kleinen frühen Frühstück machten wir uns voller Vorfreude mit der Fähre auf den Weg zur Insel Santa Cruz, dem touristischen Zentrum der Galápagos-Inseln. Immer wieder blickten wir gespannt aufs Wasser – in der Hoffnung, vielleicht Delfine oder andere Meeresbewohner zu entdecken.

Auf Santa Cruz angekommen erwartete uns zunächst ein ausgiebiges Frühstück, bei dem wir uns erst einmal stärken konnten. Danach begann auch schon unser nächstes großes Inselabenteuer. Unser erster Halt waren die beeindruckenden Lavatunnel der Insel. Diese natürlichen Tunnel entstanden vor Tausenden von Jahren durch fließende Lava vulkanischen Ursprungs. Während die äußere Lavschicht bereits abkühlte und hart wurde, floss im Inneren weiterhin heiße Lava hindurch – so entstanden die langen unterirdischen Röhren. Die Tunnel wirken wie eine geheimnisvolle andere Welt aus schwarzem Gestein, Feuchtigkeit und bizarren Formen. Die ganz schmale Höhle ließen wir allerdings lieber aus und entschieden uns stattdessen für den bequemeren Weg durch einen größeren Tunnelabschnitt. Trotzdem war die Wanderung durch diese vulkanische Landschaft ein ganz besonderes Erlebnis und ließ uns einmal mehr staunen, wie außergewöhnlich die Galápagos-Inseln eigentlich sind. Im Anschluss ging es weiter zur berühmten Schildkrötenfarm Rancho Primicias im grünen Hochland von Santa Cruz. Schon kurz nach unserer Ankunft begegneten wir den ersten riesigen Galápagos-Riesenschildkröten, die gemütlich durch die Landschaft wanderten oder entspannt im Gras lagen. Wir erfuhren unglaublich viele spannende Dinge über diese beeindruckenden Tiere. Allein der Panzer einer Schildkröte wiegt etwa 40 bis 53 Kilogramm, während eine ausgewachsene Schildkröte inklusive Panzer bis zu 250 Kilogramm schwer werden kann. Besonders faszinierend war auch, dass manche Tiere ein Alter von über 150 Jahren erreichen. Unser Guide erklärte uns außerdem, dass jede Schildkröte ihren ganz eigenen Charakter besitzt: Manche sind neugierig und kommen direkt auf Menschen zu, andere eher scheu oder ständig auf Futtersuche. Genau diese kleinen Eigenheiten machten die Begegnungen mit den Tieren besonders emotional und einzigartig.
Während unseres Spaziergangs über die Ranch konnten wir die Schildkröten ganz aus der Nähe beobachten. Immer wieder blieb unsere Gruppe stehen, um die friedlichen Tiere in Ruhe anzuschauen oder Fotos zu machen. Es war ein ganz besonderer Moment, diesen majestätischen Geschöpfen so nah zu sein.

Nach diesen eindrucksvollen Erkundungen genossen wir unser Mittagessen direkt auf der Ranch – mitten in der Natur und umgeben von der einzigartigen Atmosphäre des Hochlandes.

Am Nachmittag fuhren wir wieder zurück nach Puerto Ayora auf Santa Cruz. Dort blieb noch etwas Zeit, um die entspannte Stimmung des kleinen Hafenortes zu genießen, bevor wir uns am Abend zum gemeinsamen Essen im Isla Grill trafen. Bei leckerem Essen, vielen Gesprächen und den Erinnerungen an die riesigen Schildkröten ließen wir diesen besonderen Tag gemütlich ausklingen.

Bootsausflug zur Insel Nord Seymour

Heute machten wir uns voller Vorfreude auf den Weg zur Insel North Seymour, einer der faszinierendsten kleinen Inseln der Galápagos-Gruppe. Die Insel entstand durch tektonische Hebungen vom Meeresboden und ist heute ein trockenes, flaches Paradies aus Lavafelsen und niedriger Vegetation. Besonders bekannt ist North Seymour für ihre enorme Tierdichte – hier erlebt man die Tierwelt der Galápagos-Inseln so intensiv wie kaum anderswo.

Mit dem Boot ging es hinaus aufs offene Meer, während wir gespannt auf unseren Landgang warteten. Schon die Anfahrt war beeindruckend: tiefblaues Wasser, kreisende Vögel und die typische vulkanische Küstenlinie der Insel begleiteten uns. Auf der Insel angekommen starteten wir direkt mit unserer spannenden Tiererkundung. Und schon nach wenigen Minuten wurden wir Zeugen eines fast dramatischen Moments: Eine Meerechse versuchte tatsächlich, ein Ei eines Fregattvogels zu erbeuten – ein selten zu beobachtendes Naturverhalten. Glücklicherweise gelang es ihr nicht, sodass die Kolonie der Vögel unversehrt blieb. Im weiteren Verlauf unseres Rundgangs begegneten wir einer beeindruckenden Vielfalt an Tieren. Überall sahen wir die berühmten Fregattvögel, die elegant über uns kreisten und teilweise mit ihren aufgeblasenen roten Kehlsäcken beeindruckten. Dazwischen ruhten zahlreiche Seelöwen, völlig entspannt auf den warmen Steinen der Insel. Immer wieder huschten Lavaechsen über den Boden, perfekt angepasst an die trockene Umgebung. Auch mehrere Pelikane konnten wir beobachten, wie sie majestätisch über die Küste glitten oder ruhig auf Felsen saßen. Die Nähe zu den Tieren war erneut unglaublich intensiv – als wären wir nur stille Gäste in ihrer Welt. Genau das macht die Galápagos-Inseln so einzigartig und berührend.

Zurück auf dem Boot wartete bereits ein leckeres Mittagessen auf uns, das wir mit Blick auf das offene Meer genießen konnten. Während das Schiff sanft auf den Wellen schaukelte, ließen wir die Eindrücke des Vormittags langsam auf uns wirken.

Am Nachmittag hatten wir erneut die Möglichkeit zu schnorcheln und die faszinierende Unterwasserwelt zu erkunden. Im klaren Wasser begegneten uns bunte Fischschwärme, und mit etwas Glück konnte man sogar neugierige Meeresbewohner entdecken, die uns begleitet haben.

Anschließend fuhren wir zurück nach Santa Cruz, wo die Gäste noch etwas Freizeit hatten. Viele nutzten die Gelegenheit, um Souvenirs zu kaufen, durch Puerto Ayora zu schlendern oder einfach die vielen Eindrücke der letzten Tage in Ruhe nachklingen zu lassen.

Am Abend trafen wir uns schließlich zum gemeinsamen Essen im Plaza El Jardín Galápagos. In entspannter Atmosphäre ließen wir den Tag ausklingen.

Besichtigung der Charles Darwin Station – Transfer zur Insel Isabela

Am heutigen Tag erkundeten wir die berühmte Charles Darwin Research Station auf der Insel Santa Cruz, eines der wichtigsten wissenschaftlichen Zentren der Galápagos-Inseln. Hier wird seit Jahrzehnten intensiv an der Erhaltung der einzigartigen Tierwelt gearbeitet. Besonders im Fokus stehen die Galápagos-Riesenschildkröten, deren Schutz und Nachzucht hier mit großer Hingabe betrieben wird. Bereits auf dem Weg zur Station begegneten uns immer wieder Meerechsen, die völlig unbeeindruckt am Wegesrand lagen oder sich in der Sonne aufwärmten – ein erster Vorgeschmack auf die unglaubliche Tierwelt, die uns erwartete. In der Station selbst erhielten wir spannende Einblicke in die Aufzucht der Schildkröten. Wir sahen die ganz kleinen Jungtiere im sogenannten „Kindergarten“ sowie größere, bereits heranwachsende Tiere bis hin zu ausgewachsenen Exemplaren. Besonders beeindruckend war der direkte Vergleich der Altersstufen – von winzig klein bis hin zu jahrzehntealten Riesen. Die Galápagos-Riesenschildkröten können über 100, teilweise sogar bis zu 150 Jahre alt werden. Ihren Namen verdanken die Inseln übrigens den spanischen Seefahrern, die die Form der Schildkrötenpanzer an einen Sattel („galápago“) erinnerten. Diese Tiere sind heute das Symbol der Inseln und stehen unter strengem Schutz. Wir sahen auch die weltberühmte Schildkröte Lonesome George, die letzte bekannte Pinta-Riesenschildkröte, die heute als präpariertes Exemplar bzw. Skelett im Museum der Charles Darwin Forschungsstation an ihn erinnert und als eindringliches Symbol für das Aussterben einer ganzen Art gilt.

Unser Mittagessen genossen wir anschließend im Isla Grill, wo wir den Vormittag entspannt Revue passieren ließen. Ein ganz besonderer Moment war der Geburtstag eines Mitreisenden: Mit einer liebevoll gestalteten Torte und vielen Glückwünschen wurde er gebührend gefeiert.

Am Nachmittag verabschiedeten wir uns schließlich von Santa Cruz und setzten mit der Fähre über zur Insel Isabela, der größten und zugleich eine der ursprünglichsten Inseln der Galápagos-Gruppe. Schon die Überfahrt war ein kleines Abenteuer, begleitet von Wind, Wellen und der Vorfreude auf neue Naturerlebnisse.

Am Abend ließen wir den Tag im Restaurant Cesar’s gemütlich ausklingen. In entspannter Atmosphäre, bei gutem Essen und vielen Gesprächen, wurde uns wieder einmal bewusst, wie einzigartig diese Reise durch die Galápagos-Inseln ist – voller Emotionen, Begegnungen und unvergesslicher Naturmomente.

Besuch der Schwefelminen auf der Insel Isabela – Freizeit am Nachmittag

Den heutigen Tag mussten wir uns beim Frühstück gut stärken, denn es stand eine anspruchsvolle Wanderung bevor, die uns viel Energie abverlangen würde.

Unser Ziel waren die Schwefelquellen am Vulkan Sierra Negra auf der Insel Isabela. Der Sierra Negra ist einer der aktivsten Vulkane der Galápagos-Inseln und besitzt einen der größten Vulkankrater der Welt. Die Region rund um die Schwefelquellen ist geprägt von vulkanischer Aktivität: aus dem Boden entweichen heiße Dämpfe, und der charakteristische Schwefelgeruch erinnert eindrucksvoll daran, dass hier unter unseren Füßen noch immer die Erde lebt und arbeitet. Auf unserer Wanderung legten wir insgesamt etwa 4,5 Kilometer zurück. Der Weg führte durch eine beeindruckende, teils karge Vulkanlandschaft. Es ging teilweise steil bergauf und über lose, rutschige Lava- und Aschefelder, sodass jeder Schritt Konzentration erforderte. Doch alle haben die Strecke mit großem Durchhaltevermögen und viel gegenseitiger Unterstützung wunderbar gemeistert – eine echte Teamleistung, auf die wir alle stolz sein können. Oben angekommen wurden wir mit schönen Ausblicken und einer ganz besonderen Atmosphäre belohnt. Die rohe, unberührte Natur des Vulkans vermittelte uns eindrucksvoll die Kraft dieser Inselwelt.

Zur Stärkung gab es anschließend eine Lunchbox, die wir uns nach der anstrengenden Wanderung mehr als verdient hatten.

Am Nachmittag kehrten wir zurück ins Hotel und nutzten die Gelegenheit, ganz in der Nähe noch die Flamingos zu beobachten. Diese eleganten Vögel mit ihrem leuchtend rosa Gefieder bewegten sich ruhig durch die flachen Lagunen – ein wunderschönes, fast friedliches Bild, das einen perfekten Kontrast zur wilden Vulkanlandschaft des Vormittags bildete.

Danach blieb noch etwas Zeit zur freien Verfügung, um sich auszuruhen, die Eindrücke wirken zu lassen oder einfach die entspannte Atmosphäre der Insel zu genießen.

Am Abend ließen wir den Tag bei einem leckeren Abendessen im Lighthouse Restaurant direkt am Strand von Isabela ausklingen. Während die Wellen sanft ans Ufer rollten und die Abendstimmung langsam hereinbrach, wurde uns einmal mehr bewusst, wie einzigartig und intensiv diese Reise durch die Galápagos-Inseln ist.

Bootsausflug zu den Los Tuneles und Rückfahrt nach Santa Cruz

Heute stand unser letzter Bootsausflug auf dem Programm – und er führte uns zu den spektakulären Los Túneles auf der Insel Isabela. Diese einzigartige Lavalandschaft ist über Jahrtausende durch Vulkanausbrüche entstanden: Die äußere Lavadecke erstarrte, während darunter weiterhin Lava floss und dabei ein verzweigtes System aus unterirdischen und oberirdischen Tunneln, Bögen und natürlichen Steinbrücken formte. Heute gehört dieses Gebiet zu den eindrucksvollsten Schnorchel- und Naturspots der Galápagos-Inseln.

Wir mussten uns auf zwei Boote aufteilen, bevor wir hinaus aufs Meer fuhren. Schon die Anfahrt war ein Erlebnis: ruhiges, glitzerndes Wasser, schwarze Lavaklippen und immer wieder Vögel, die über der Küste kreisten. Zuerst tauchten wir in die faszinierende Unterwasserwelt ein – und wurden sofort belohnt. Wir entdeckten Meeresschildkröten, kleinere Riffhaie und sogar ein Seepferdchen. Es war ein unglaubliches Gefühl, so nah mit diesen Tieren im Wasser zu schwimmen und sie in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten.

Nach einem kleinen Snack an Bord ging es weiter zum zweiten Schnorchelspot bei den Los Túneles. Dort erwartete uns bereits der nächste besondere Moment: Ein Seelöwe, der sich gemütlich auf den Felsen ausruhte und offensichtlich seine Siesta hielt – völlig entspannt und ohne sich von uns stören zu lassen. Auch hier konnten wir wieder Fische beobachten, und erneut begegneten wir einer weiteren Meeresschildkröte, die ruhig durch das Wasser glitt. Besonders spannend war es, durch die natürlichen Lavakanäle zu schwimmen und teilweise sogar durch die Tunnel zu tauchen – ein kleines Abenteuer, das für viel Adrenalin und Begeisterung sorgte. Die einzigartige Mischung aus Licht, Gestein und Wasser machte dieses Erlebnis absolut magisch.

Die berühmten Galápagos-Pinguine konnten wir bei unserem Schnorchelgang leider nicht selbst sehen, was etwas schade war – doch unsere andere Gruppe hatte tatsächlich das große Glück, ihnen im oder am Wasser zu begegnen.

Anschließend unternahmen wir noch einen kurzen Spaziergang über die Lavaformationen von Los Túneles, bei dem wir die bizarre Landschaft noch einmal aus einer anderen Perspektive erleben konnten. Zurück auf dem Boot stärkten wir uns mit einem warmen Mittagessen und ließen die vielen Eindrücke dieses außergewöhnlichen Ortes auf uns wirken.

Am Nachmittag kehrten wir nach Isabela zurück und hatten kurz Zeit, uns frisch zu machen. Doch die Ruhe währte nicht lange: Schon bald stand die Überfahrt zurück nach Santa Cruz an – und diese wurde aufgrund von Wind und Wellen zu einer deutlich unruhigeren Passage, die uns noch einmal richtig durchschüttelte.

Am späten Nachmittag erreichten wir schließlich Santa Cruz und genossen dort unser gemeinsames Abschlussdinner im Restaurant Bahía Mar. Mit vielen Emotionen, einem Hauch Wehmut und unzähligen unvergesslichen Erinnerungen an die Galápagos-Inseln ließen wir diesen besonderen Reisetag ausklingen.

Rückflug über Guayaquil

Heute hieß es nun wirklich Abschied nehmen – ein Moment voller Emotionen, denn unsere unvergessliche Reise neigte sich langsam dem Ende zu. Am Morgen verließen wir die Galápagos-Inseln und fuhren zunächst mit dem Boot zur Insel Baltra, dem wichtigsten Flughafen der Inselgruppe. Schon während der Überfahrt lag ein Hauch von Wehmut in der Luft, denn uns wurde bewusst, welch außergewöhnliche Tage wir hier verbringen durften. In Baltra angekommen, verabschiedeten wir uns sehr herzlich von unserem tollen Reiseleiter Fredy, der uns auf den Galápagos-Inseln mit so viel Wissen, Leidenschaft und Herz begleitet hat. Dieser Abschied fiel vielen von uns sichtlich schwer – denn er hat uns diese einzigartige Natur- und Tierwelt auf eine ganz besondere Weise nähergebracht.

Von Baltra aus flogen wir weiter nach Guayaquil, der größten Stadt Ecuadors und wichtigen internationalen Drehscheibe des Landes. Dort begann für uns der letzte große Abschnitt unserer Reise: der Rückflug nach Europa. In Guayaquil erwartete uns schließlich der längste Flug der gesamten Reise – der Interkontinentalflug nach Amsterdam. Bevor wir an Bord gingen, blieb noch etwas Zeit für die letzten Souvenirs. Viele nutzten die Gelegenheit, sich noch mit ecuadorianischer Schokolade einzudecken oder einen klassischen Panamahut zu kaufen. Interessanterweise stammt dieser berühmte Hut ursprünglich gar nicht aus Panama, sondern wurde traditionell in Ecuador gefertigt und von dort aus in die Welt exportiert.

Dann machten wir es uns im Flugzeug so bequem wie möglich. Während der lange Rückflug begann, ließen wir innerlich all die unglaublichen Erlebnisse der vergangenen Tage noch einmal Revue passieren. Mit vielen Gedanken, Fotos und Emotionen im Gepäck traten wir schließlich die Heimreise an – dankbar für eine Reise, die uns sicher noch lange begleiten wird.

Umstieg in Amsterdam und Ankunft in Deutschland

In Amsterdam angekommen trennten sich bereits die ersten Wege – ein Moment, der nach all den gemeinsamen Erlebnissen auf dieser intensiven Reise spürbar von Wehmut, aber auch von Dankbarkeit geprägt war. Jeder hatte unzählige Eindrücke im Gepäck, und doch begann nun langsam der Weg zurück in den Alltag.

Für den Großteil der Gruppe ging es weiter nach Berlin, wo sich schließlich die letzten gemeinsamen Reisewege endgültig trennten. Dort hieß es noch einmal Abschied nehmen – von Mitreisenden, die in den vergangenen Tagen zu einer vertrauten Reisegemeinschaft geworden waren, geprägt von vielen gemeinsamen Erlebnissen, Gesprächen und unvergesslichen Momenten.

Mit einem letzten herzlichen Winken, Umarmungen und guten Wünschen endete diese besondere Reisegruppe dann offiziell. Ich selbst fuhr anschließend mit zwei Gästen weiter zurück nach Dresden.


Ich hoffe, ihr hattet eine unvergessliche Reise voller Eindrücke, Begegnungen und besonderer Momente. Auch wenn sie intensiv und manchmal anstrengend war – wir sind gesund geblieben und konnten unglaublich viel erleben. Ihr könnt nun wirklich sagen, dass ihr an einem der abgelegensten Orte der Erde wart, mit Seelöwen geschwommen seid und Naturwunder gesehen habt, die man nie vergisst.

Als kleine Erinnerung empfehle ich den Film „Eden“ sowie die Bücher „Galápagos“ oder „Im Reich der Inseln“, die die Eindrücke gut wieder aufleben lassen. Es hat mir große Freude gemacht, diese Reise mit euch zu teilen. Bleibt gesund und weiterhin so reisefreudig!

Alles Liebe wünscht Mareike


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