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Reisebericht: Rundreise China - Höhepunkte authentisch erleben

13.10. – 27.10.2019, 15 Tage Rundreise Peking - Shaolin-Kloster - Luoyang - Xi'an - Terrakotta-Armee - Schifffahrt auf dem Li-Fluss - Yangshuo - Wuzhen - Suzhou - Shanghai

Unsere zweiwöchige Reise führte uns durch das Land voller Kontraste. Von Peking bis nach Shanghai erlebten wir moderne Metropolen, malerische Landschaften, geschichtsträchtige Stätten und traditionelle Dörfer.

1. Tag: Flug nach Peking


Für meine Gruppe begann die Reise in Leipzig, Hannover und Dresden. In Frankfurt trafen wir auf die Frankfurter Reisegäste und traten unseren gemeinsamen Flug nach Peking an.

2. Tag: Ankunft in Peking und Besuch des Sommerpalastes


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Am Morgen begrüßte uns die Hauptstadt Chinas bei strahlendem Sonnenschein. Nach unserer Ankunft am Pekinger Flughafen wurden wir sehr herzlich von unserem örtlichen Reiseleiter Josef (Xia Jun) empfangen, der uns während der gesamten Reise durch das Land der Mitte begleiten wird. Einen ersten imposanten Eindruck von Peking, dem politischen Zentrum Chinas, erhielten wir bei unserer Fahrt auf der 2. Ringstraße in unser Hotel. Nach einer kurzen Frisch-Mach-Pause ging es gleich weiter zu unserem ersten Programmpunkt, dem Sommerpalast. Die nordwestlich des Stadtzentrums gelegene ehemalige Sommerresidenz des chinesischen Kaisers ließ der Kaiser Qinglong im 18. Jahrhundert als Rückzugsort für die heißen Pekinger Sommertage errichten. Seit dem Jahr 1998 zählt der Sommerpalast zum UNESCO-Weltkulturerbe. Wir betreten die Anlage durch das Osttor und spazieren zum Garten der Tugend und der Harmonie, bis wir zum malerischen Kunming See gelangen. Wir wandeln entlang des Seeufers und genießen die wohltuenden Sonnenstrahlen, die die Wasseroberfläche des Sees zum Glitzern bringen. Entlang des Ufers haben wir einen tollen Blick auf den gesamten See und das großzügige Gelände mit seinen zahlreichen Hallen, Palästen und Tempeln. Wir verlassen den Sommerpalast über die Suzhou-Straße, eine südchinesische Einkaufsstraße für Konkubinen, die uns zum Nordtor führt.
Die lange Reise und die ersten Eindrücke des heutigen Tages haben uns alle hungrig gemacht. Die Chinesen essen sehr gerne in Gruppen, daher setzten wir uns heute und auch in den kommenden Tagen an einen großen runden Tisch, in deren Mitte eine drehbare Glasscheibe befestigt war. Die verschiedenen Speisen aus Reis, gebratenen Gemüse und diversen Fleischvarianten werden auf dieser Scheibe platziert, sodass jeder an seine gewünschten Gerichte kommt.

3. Tag: Ming Gräber, große Mauer, Olympiastadion (Vogelnest), Akrobatik-Show


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Unseren heutigen Tag beginnen wir mit dem Besuch der Ming-Gräber mit seiner steinernen Allee. Ca. 45 Kilometer von Peking entfernt, befinden sich die letzten Ruhestätten von 13 der 16 Ming-Kaisern. Die Anlage der Ming-Gräber erstreckt sich auf einer Gesamtfläche von ca. 80 km2 am Fuße des Tianshou Berges. Wir spazieren über die 2 km lange steinerne Allee, die mit zahlreichen Figuren bestückt ist und genießen dabei die herrliche Ruhe (im Vergleich zum gestrigen stark frequentierten Sommerpalast). Auf dem Weg durch die Allee begegnen wir Tierfiguren wie Kamelen, Löwen oder Elefanten in stehender (arbeitender) und sitzender (pausierender) Position. Nun wartet auf uns eines der Highlights der Reise, die große Mauer. Nach einer kurzen Fahrt erreichen wir das gigantische chinesische Bauwerk, das als damalige Wehranlage vor ca. 2200 Jahren auf seine ersten Anfänge zurückzuführen ist. In der Ming-Dynastie (zwischen 1400 und 1600 n. Chr.) wurde schließlich ein größeres und besseres befestigtes Mausersystem errichtet, das wir heute alle entdecken durften.
Das Wetter meint es heute sehr gut mit uns, bei strahlend blauem Himmel erklommen alle, natürlich jeder in seinem eigenen Tempo, das beeindruckende Bauwerk mit seinen zahlreichen Aussichts- und Signaltürmen. Nach den zahlreichen, zum Teil auch sehr hohen Stufen, die wir heute auf der Mauer zurückgelegt hatten, freuten sich alle auf das leckere Abendessen. Doch zuvor, statteten wir dem berühmten Olympia-Gelände, das für die Olympischen Sommerspiele 2008 erbaut wurde, einen Besuch ab. Das wohl bekannteste Bauwerk ist das „Vogelnest". Das Nationalstadion wurde vom Schweizer Architektenbüro Herzog & de Meuron erbaut und zählt seitdem zu den Wahrzeichen der Stadt Peking.
Ganz in der Nähe des Restaurants befand sich das Theater, in dem wir den erlebnisreichen Tag bei einer faszinierenden Akrobatik-Show ausklingen lassen konnten. Die Akrobaten des chinesischen Zirkus beeindruckten uns mit Ihrer enormen Körperbeherrschung und fesselnden Kunststücken. Ein krönender Abschluss für einen erlebnisreichen Tag!

4. Tag: Himmeltempel und die Verbotene Stadt


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Am Morgen besuchen wir den Himmelstempel. Das UNSESO-Welterbe liegt im Süden Peking inmitten eines großen Parks. Auf dem Weg durch die Anlage begegnen wir vielen Rentnern, die sich hier regelmäßig treffen, um miteinander zu Singen, Karten spielen, Sport zu treiben, zu Tanzen oder einfach nur Gesellschaft suchen. Wir sind alle von diesen lebhaften und aktiven Pekinger Rentnern beeindruckt und ein paar von uns lassen es sich nicht nehmen, einige der zahlreichen Sportgeräte einmal selber zu testen. In dieser Tempelanlage beteten die Kaiser der Ming- und Qing-Dynastien für eine reiche Ernte. Der Himmelstempel (Halle des Ernteopfers) wurde im 15. Jahrhundert errichtet und diente als Opferaltar der Kaiser. Der 38 Meter hohe und Tempel mit einem Durchmesser von ca. 30 Metern besticht durch sein dreistufiges mit über 50.000 blauen Glasurziegeln gedecktes Dach und zählt somit zu einem der schönsten Bauwerke Chinas.
Im Anschluss besuchten wir das Institut für chinesische Medizin. Bei einem kleinen Vortrag wurde uns die chinesische Medizin mit ihren verschiedenen Methoden und Anwendungsgebieten vorgestellt. Zum Abschluss erhielten wir alle eine kleine Fußmassage. Was für eine Wohltat für unsere Füße!
Nach einer kleinen Mittagspause in einem traditionellen Teehaus machten wir uns mit dem Bus auf zur Verbotenen Stadt. Der ehemalige Kaiserpalast zählt ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe und stammt aus der Zeit der Ming-Dynastie. Die gesamte Größe dieser Anlage ist überwältigend. Der Palast diente dem Kaiser und seinem Hofstaat (Ehefrauen, Kindern, Konkubinen, Soldaten, Köche und Handwerkern) als Wohn- und Arbeitsstätte. Wir betreten den Kaiserpalast durch das Mittagstor. Über mehrere Brücken überqueren wir den Goldwasserfluss und erblicken das „Tor der Höchsten Harmonie", in der der Kaiser saß und regierte. Die Verbotene Stadt wird von einer gewaltigen Festungsmauer umgeben, damit keiner ungewollt entfliehen konnte. Wir verlassen den Kaiserpalast durch „Tor des Göttlichen Kriegers" im Norden der Anlage.
Letzter Programmpunkt des heutigen Tages ist der Besuch des Platzes des Himmlischen Friedens. Hier finden verschiedene Veranstaltungen statt, wie beispielsweise die Feier zum chinesischen Nationalfeiertag am 1. Oktober. Der große Platz ist für über 1 Millionen Menschen ausgelegt und zu den größten Plätzen der Welt. Im Osten befindet sich das Nationalmuseum, im Süden das Mausoleum des Vorsitzenden Mao, das nach dessen Tod 1976 errichtet wurde.
Am Abend lassen wir uns das traditionelle Gericht Pekings – die Pekingente schmecken. Unser örtlicher Reiseleiter Josef zeigt uns dabei, wie die Pekingente richtig gegessen wird. Dabei wird das Entenfleisch in einen dünnen Teigfladen mit Sojabohnen und einer Sojabohnenpaste eingerollt.

5. Tag: Fahrt mit dem Schnellzug nach Zhengzhou – Besichtigung des Shaolin Klosters


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Heute heißt es Abschied nehmen von Peking. Wir fahren mit dem Schnellzug ca. 3 Stunden nach Zhengzhou. Mit einer Geschwindigkeit von über 300km/ h sind diese Züge ein beliebtes und schnelles Verkehrsmittel in China. Nach unserer Ankunft am Bahnhof in Zhengzhou begrüßt uns unser örtlicher Reiseleiter für die nächsten Tage. Gemeinsam fahren wir mit ihm in die ca. 2 Stunden mit dem Bus entfernte Stadt Dengfeng, wo sich unser Hotel und der bekannte Shaolin Tempel befinden. Das Shaolin-Kloster ist heutzutage nicht nur eine Touristen-Attraktion, sondern auch Heimat mehrerer Kung-Fu Schulen. Der Shaolin-Tempel wurde im Jahr 495, vom dem in Indien geborenen Mönch Batuo, in der Wie-Dynastie gegründet. Während der Ming-Dynastie (1368-1644) erlangte das Shaolin-Kloster einen großen Aufschwung. In dieser Zeit wuchs die Zahl der Mitglieder, die die verschiedenen Kampfkünste ausübten, auf über 2.500 Mann an. Anschließend besuchten wir den ca. 300 m entfernten Pagodenwald des Klosters. Hier befinden sich ca. 240 Pagoden der ehemaligen Shaolin-Mönche aus verschiedenen Dynastien. Die Anzahl der Etagen der Pagoden ist dabei abhängig vom Ansehen der jeweiligen Mönche. Je mehr Etagen, desto größer war das Ansehen des Mönchs. Am Abend erwartete uns im Hotel noch eine kleine Kung Fu Show. Einfach beeindruckend, diese Körperbeherrschung!

6. Tag: Drachentor-Grotten – Zugfahrt nach Xi'an


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Am Morgen setzten wir unsere Reise nach Luoyang fort. Dort erwarteten uns die beeindruckenden buddhistischen Drachentor-Grotten (longmen). Die Grotten beherbergen 2345 Nischen und Buddha-Statuen. Die größte Buddha-Statue misst dabei 17 Meter, die kleinste lediglich 2 Zentimeter. 493 n. Chr. wurde mit dem Bau der Grotten begonnen. Bis zur Fertigstellung vergingen weitere 400 Jahre bis in die Tanng-Dynastie. Heute sind leider nicht mehr alle Buddha-Statuen erhalten, da diese zum Teil durch Vandalismus zerstört oder verschiedenen Witterungseinflüssen ausgesetzt wurden.
Nach dieser beeindruckenden Besichtigung fahren wir mit unserem Bus zum Bahnhof und Fahren ebenfalls wieder mit dem Schnellzug. Nach ca. 1 ½ Stunden erreichen wir Xi´an. Unser örtlicher Reiseleiter Herr Wang wartet bereits auf uns. Er wird uns seine Heimatstadt Stadt Xi'an näherbringen. Die kaiserliche Stadt Xi'an wird trotz der vielen Modernisierungen weiterhin durch die Tang-Dynastie geprägt.
Am Abend bietet unser Reiseleiter Wang eine optionale Lichterfahrt durch die Stadt an. Xi'an bei Nacht ist einfach atemberaubend! Wir sind alle von dem gigantischen Lichtermeer auf der belebten Flaniermeile überwältigt. Weiter geht es mit dem Bus, vorbei an der Stadtmauer und am Südtor, die ebenfalls hell erleuchtet sind. Das muss man einfach gesehen haben!

7. Tag: Große Wildganspagode in Xi'an und Fahrt zur Terrakotta-Armee


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Nach dem Frühstück machen wir uns erneut auf ins Zentrum von Xi'an. Heute wollen wir das berühmteste Gebäude der Stadt besichtigen. Die 64 Meter hohe siebenstöckige Wildganspagode stammt aus dem 7. Jahrhundert und wurde im Laufe der Jahre mehrfach von Erdbeben zerstört. Im 8. Jahrhundert wurde diese durch eine größere ersetzt und später mehrfach restauriert.
Nun ging es weiter zu einer nahe gelegenen Jadeschleiferei. Dort wurden uns verschiedene Jadearten und die daraus angefertigten Kunstwerke gezeigt. Sehr beeindruckend, wie filigran zum Teil diese Meisterwerke bearbeitet wurden.
Am Mittag fahren wir zur 35 km östlich von Xi'an gelegenen Terrakotta-Armee. Die gigantische Grabanlage wurde vom Kaiser Qin Shihuangdi errichtet, die 1974 bei archäologischen Ausgrabungen zufällig entdeckt wurde. Das vor 2000 Jahren errichtete Mausoleum des damaligen Kaisers wurde von einer großen Armee aus 8.000 Pferde- und Kriegsfiguren in Lebensgröße bewacht (Halle 1). In der Haupthalle ist deutlich zu erkennen, dass die Figuren im vorderen Bereich restauriert und in Schlachtrichtung aufgestellt wurden, während die Figuren im hinteren Teil in ihrer Originalfassung belassen wurden. Es gibt insgesamt drei Ausgrabungshallen, die besichtigt werden können. Halle 2 und Halle 3 sind nur mit wenigen und kleineren Figuren bestückt. Daher wird davon ausgegangen, dass diese Gräber beim Tod des Kaisers noch nicht fertiggestellt waren.
Nach diesen Eindrücken fuhren wir wieder zurück nach Xi'an.
Heute wartet ein ganz besonderes Abendessen auf uns – denn es gibt chinesische Maultaschen in verschiedenen Formen und Geschmacksrichtungen. Da wir erst spät ins Restaurant eintreffen und alle hungrig von diesem erlebnisreichen Tag sind, lassen wir uns diese Köstlichkeiten erst einmal schmecken, bevor wir versuchen, diese selbst herzustellen. Die Chefköchin des Hauses zeigt und wie die kleinen Teigbällchen hergestellt werden und verwandelt diese sogar in kleine Kunstwerke und formt daraus Schweinchen und Enten. Zuerst formen wir aus einer Teigrolle kleine Teigbällchen, die wir anschließend ausrollen und mit einer Schweinehackmischung füllen. Jeder kreiert hierbei seine ganz eigenen Kunstwerke.

8. Tag: Kaliagraphie-Kurs – Besuch des Provinzmuseums - Schattenboxen - kleine Wildganspagode – Flug nach Guilin


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Da es am Morgen und Vormittag regnen soll tauschen wir am heutigen Tag ein wenig die Reihenfolge des Programms. Nach dem Frühstück müssen wir alle erst mal die Schulbank drücken. Bei einem Kaliagrafie-Kurs lernen wir das Schreiben chinesischer Schriftzeichen und was bei der Kaliagrafie allgemein zu beachten ist. Es wird dabei immer von oben nach unten und von links nach rechts geschrieben. Nach einem kleinen Crash-Kurs darf sich jeder an dem Wort „Glück" versuchen und dieses auf Papier bringen. Unsere einzigartigen Kunstwerke dürfen wir natürlich als Souvenir mit nach Hause nehmen. Da es anschließend immer noch regnete, besuchten wir das Provinzmuseum von Xi'an, welches zu den besten Museen Chinas zählt. Durch einen kleinen Rundgang mit unserem örtlichen Reiseleiter durch die 3000 Exponate erhalten wir einen eindrucksvollen Einblick in die Zeit des Neolithikums bis in die Qing-Dynastie. Als wir das Museumsgebäude verlassen, hat der Regen glücklicherweise nachgelassen und werden von unserem Tai-Chi Lehrer empfangen. Zu Beginn zeigt er uns eine Reihenfolge aus mehreren Grundschritten, die wir anschließend selbst einmal probieren können. Bei unserem Meister sieht das einfacher aus, als es ist. Bei diesen Übungen bedarf es jahrelanger Übung und Körperspannung. Wir schlagen uns alle sehr gut und haben große Freude daran, von einem Meister diese beeindruckenden und meditativen Bewegungsformen lernen zu dürfen. Unsere Mittagspause verbringen wir im nahe gelegenen Park und spazieren an zur kleinen Wildganspagode. Am Nachmittag steht ein weiteres Highlight auf dem Tagesprogramm. Wir fahren zur berühmten Stadtmauer von Xi'an und erkunden diese bei einem Spaziergang. Die ca. 14 km lange Stadtmauer wird von einem Wassergraben umgeben und ist heute die größte und vollständigste Stadtmauer Chinas. In den 1980 Jahren wurde diese umfangreich renoviert, sodass das berühmte Wahrzeichen der Stadt heute vollständig begehbar ist.
Nun fahren wir zum Abendessen an den Flughafen, bevor unser Flieger uns am Abend in den Süden Chinas nach Guilin bringt. Nach unserer pünktlichen Landung werden wir von unserer örtlichen Reiseleiterin begrüßt. Nach ca. 1 Stunde Busfahrt erreichen wir, müde aber glücklich, unser heutiges Hotel.

9. Schifffahrt auf dem Li-Fluss – durch die Karstlandschaft von Guilin nach Yangshuo


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Am Morgen geht es bereits früh los. Nach dem Frühstück fahren wir zum Hafen der Stadt Guilin. Auf unserer Schifffahrt auf dem Li-Fluss werden wir von Guilin bis nach Yangshuo fahren. Dabei durchqueren wir die bizarre und malerische Karstlandschaft der Region. Auf unserer 4-stündigen Flussfahrt passieren wir zahlreiche Karstberge die unter anderem die kindertragende Frau oder die sieben Pferde heißen. Auf den ersten Blick erkennt man meist nicht, weshalb der Hügel die entsprechenden Namen tragen, doch das genaue Betrachten und ein wenig Fantasie lässt dies erahnen. Auf der 80 km langen Strecke nach Yangshuo begegnen uns Waschfrauen, Wasserbüffel und viele kleine Flöße. Als wir uns dem Fischerdorf Xingping näherten, zückten nahezu alle Passagiere die 20-Yuan-Banknote, um die Realität mit der Abbildung auf der Rückseite des Geldscheines zu vergleichen. Nach unserer Ankunft in Yangshou bummelten wir durch die lebhafte Weststraße mit ihren zahlreichen Verkaufsständen und Geschäften. Auch der kleinen Markthalle statteten wir einen Besuch ab, bevor wir zu unserer heutigen Unterkunft fuhren. Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir die River Lodge, die direkt am Li-Fluss gelegen war. In dieser traumhaften Oase der Ruhe ließen wir den lauen Abend gemütlich auf der Terrasse der Lodge ausklingen.

10. Tag: Yangshou – Flug nach Hangzhou


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Unsere River Lodge befindet sich direkt neben einem kleinen Dorf. Gemeinsam mit Josef machten wir einen Spaziergang und erkundeten das sehr einfache und ländliche Leben der Dorfbewohner. Nach unseren vorherigen Tagen in den Großstädten Chinas, war es faszinierend einmal das ursprüngliche Leben der Bewohner kennenzulernen – ein wahrlicher Kontrast.
Gegen Mittag fuhren wir zum Flughafen von Guilin. Auf dem Weg dorthin, legten wir noch einen kleinen Fotostopp am bekannten Mondberg ein. Der Berg hat eine große Perforation, die wie ein Vollmond aussieht und trägt daher seinen Namen. Das sogenannte Mond-Loch ist 50 Meter hoch und 50 Meter breit.
Nach ca. 2 Stunden Flug landeten wir in Hangzhou und fuhren zu unserem nahe gelegenen Hotel für die kommende Nacht.

11. Tag: Hangzhou – Besuch der Wasserstadt Wuzhen – Fahrt nach Suzhou


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Nach einer ca. 2-stündigen Fahrt mit unserem Reisebus erreichten wir die bekannte Wasserstadt Wuzhen. Gemeinsam mit unserem Reiseleiter Josef spazierten wir durch kleine Gassen, vorbei an zahlreiche Souvenirgeschäften und besuchten unter anderem eine traditionelle Färberei, eine Schnitzerei und das Münzmuseum. So bekamen wir alle einen eindrucksvollen Einblick in da damalige Dorfleben in Wuzhen. Im Anschluss setzten wir unsere Reise weiter Richtung Norden in die Stadt Suzhou fort. Nach ca. 1 ½ Stunde Busfahrt kamen wir in unserem Hotel in Suzhou an. Nach dem gemeinsamen Abendessen im Hotel bat uns Josef einen kleinen Abendspaziergang durch die beleuchtete Altstadt Suzhou, das auch als „Venedig des Ostens" bezeichnet wird, an. Direkt vor unserem Hotel stiegen wir in den Stadtbus ein und erreichten nach 2 Stationen das wuselige Zentrum und flanierten durch die geleuchteten Gassen entlang des Kaiserkanals. Ein perfekter Ausklang eines erlebnisreichen Tages!

12. Tag: Besuch des „Gartens des Meisters der Fischernetze" – Seidenmanufaktur – Bootsfahrt auf dem Kaiserkanal – Fahrt nach Shanghai


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Am Vormittag besuchten wir den „Garten des Meisters der Netze" – einen von zahlreichen Gärten in der Stadt Suzhou. Dieser Garten zählt zu den berühmtesten südchinesischen Gärten und wurde während der Song-Dynastie errichtet. Mit seinen knapp 4.000 m2 gehört er zu den kleineren Gärten der Stadt.
Die Stadt Suzhou ist das Zentrum der chinesischen Seidenproduktion. Da darf natürlich der Besuch einer solchen nicht fehlen. Hier erfuhren wir den gesamten Produktions- und Herstellungsprozess dieses hochwertigen Stoffes. Josef erklärte und den Lebenskreislauf einer Seidenraupe, von der kleinen Larve bis zum Seidenfaden gesponnen Kokon. In der Produktionswerkstatt wurde uns anschaulich gezeigt, wie aus dem Kokon der Seidenraupen das Garn und schließlich das fertige Endprodukt hergestellt wird.
Den heutigen Nachmittag ließen wir ganz gemütlich bei einer entspannenden Bootsfahrt auf einem der Seitenkanäle des Kaiserkanals ausklingen. Nach diesem schönen Abschluss in Suzhou wartete nun die letzte Station unserer Reise auf uns – die Megametropole Shanghai!

13. Tag: Shanghai: Historische Altstadt - Jade-Buddha-Tempel – Spaziergang an der Uferpromenade (Bund)


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Shanghai, das wirtschaftliche Zentrum Chinas, das gleichzeitig Tradition und Moderne auf bewundernswerte Weise vereint. Ein faszinierender Spagat, den wir in den nächsten zwei Tage genauer unter die Lupe nehmen werden.
Unseren ersten Tag in Shanghai starteten wir mit dem Besuch des bekannten Jade-Buddha Tempel. Die Tempelanlage liegt inmitten der Hochhäuser Shanghais. Ob wohl rundherum so viel Trubel und Verkehr ist, ist der buddhistische Tempel eine ruhige Oase im lauten Großstadtgetümmel. Weiter fahren wir in Richtung der historischen Altstadt von Shanghai. Hier haben wir ein bisschen Freizeit und nutzen diese für einen Spaziergang über die bekannte Zickzack-Brücke, die das in der Mitte eines Sees stehende Teehaus mit dem Ufer der Stadt verbindet. Um das Zentrum herum befinden sich zahlreiche Cafés, Restaurants und Souvenirgeschäfte, die zum Bummeln einladen. Da der Yu-Garten noch bis Mitte November renoviert wird, beschließen wir dem französischen Viertel Shanghais einen Besuch abzustatten. Das gemütliche und quirlige Stadtviertel mit Gebäuden aus der französischen Kolonialzeit lässt nichts von der Weltmetropole rundherum erahnen.
Nun geht es von der Vergangenheit zurück in die Gegenwart. Wir fahren an die bekannte Uferpromenade, die sich direkt am Huangpu-Fluss befindet. Auf Seite des Bunds stehen prunkvolle Kolonialbauten, auf der gegenüberliegende Uferseite nun das Kontrastprogramm – die atemberaubende und moderne Skyline Shanghais. Nach dem Abendessen nutzen wir noch einmal die Gelegenheit und Spazieren an der beleuchteten Uferpromenade entlang und lassen diese einmalige Atmosphäre auf uns wirken.

14. Tag: Volksplatz – Besichtigung des Shanghai-Museums - Nanjing Lu Einkaufsstraße – Jin Mao-Tower – Rückflug nach Deutschland (Ankunft am 15. Tag)


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Der letzte Tag unserer erlebnisreichen China-Reise bricht an, den wir natürlich noch mal in vollen Zügen auskosten wollen. Am Morgen starten wir unseren keinen Rundgang direkt von unserem Hotel aus. Josef führt uns in das ehemalige japanische Viertel. Heute leben hier noch vorwiegend ältere Menschen, die hier seit Generationen leben. Doch wie so vieles in Shanghai, soll auch dieses ältere Viertel in den nächsten Jahren nach und nach abgerissen werden. Nur ein paar Straßen weiter gelangen wir zu einem großen Park, der von den Einwohnern der Stadt als Treffpunkt zum gemeinsamen Singen, Tanzen oder Sport machen, genutzt wird. Im Anschluss fahren wir mit unserem Bus zum bekannten Shanghai Museum, das sich direkt am Volksplatz befindet. Das Museum gehört zu den meistbesuchten Museen der Welt, das in verschiedenen Räumen die Themen Kalligrafie, Jadeschnitzereien, berühmte Keramiken und traditionelle Kleidung und Möbel der nationalen Minderheiten Chinas präsentiert. Nun machen wir noch einen kleinen Abstecher zu Nanjing Lu Einkaufsstraße. Sie gehört zu den größten Einkaufsstraßen der Welt und lässt jedes Shopping-Herz höherschlagen. Zum Abschluss des Tages geht es noch mal hoch hinaus. Wir fahren mit dem Fahrstuhl auf den Jin-Mao Tower. Die Aussichtsplattform im 88. Stock, auf einer Höhe von 340 m ermöglicht uns einen gigantischen Blick auf das Meer aus Hochhäusern der Megametropole. Im Anschluss genießen wir in einem nahe gelegenen Restaurant unser letztes gemeinsames Abendessen und stoßen auf unsere einmalige Chinas-Reise an!
Der Transrapid bringt uns mit einer Geschwindigkeit von 300 km/h im Nu zum Flughafen von Shanghai. Ein tolles Erlebnis!
Nun heißt es, schweren Herzens Abschied nehmen von Shanghai und wundervollen und erlebnisreiche Tagen durch das vielfältige China!

Ganz liebe Grüße und vielleicht bis bald,

eure Julia

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