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Silvester–Fahrt nach Passau

Reisebericht: 30.12. – 02.01.2026

Unsere Silvesterreise führt uns zur Donau, dem großen, völkerverbindenden Fluss in Mitteleuropa, und lässt uns den Jahreswechsel auf einer romantischen Schifffahrt erleben.

Ekkehard Villing

Ein Reisebericht von
Ekkehard Villing


Die Anreise nach Passau durch den bayrischen Wald

Früh am Morgen geht es mit unserer erwartungsfrohen Reisegruppe von Dresden aus auf große Silvesterfahrt. Unser Ziel ist die schöne Drei-Flüsse-Stadt Passau.
Auf dem Weg dorthin durchstreifen wir die südostdeutschen Lande, die durch das winterliche Schneekleid viel schöner wirken. Bei einem Zwischenhalt im Bayrischen Wald können wir dann etwas für unser Wohlbefinden tun und in einer bekannten Brennerei den gesundheitsstärkenden Bär- und Blutwurz probieren, uns aber auch an den vielen anderen Schnäpsen und Likören laben.
Mit ein paar Flaschen mehr im Gepäck machen wir uns dann auf zu unserer neuen Bleibe, dem zentral in der Altstadt Passaus gelegenen Hotel "Weißer Hase". Nach einem problemlosen Check-In lernen wir auch die privat angereisten Gäste kennen und gehen gemeinsam ins renommierte Gasthaus Peschl, um uns sehr leckere, typisch bayrische Gerichte einzuverleiben und uns bei ersten Gesprächen kennenzulernen. Während die meisten nach diesem langen Tag das bequeme Hotelbett aufsuchen, erkunden einige wenige die romantisch erleuchtete Altstadt in frostiger Kälte.

Stadtführung, Festungsbesuch und Silvesterschifffahrt

Nach einem ausgiebigen Frühstück treffen wir uns mit weiteren Eberhardt-Gästen, um uns die altehrwürdige Bischofsstadt erklären zu lassen. Dafür zuständig sind zwei sympathisch-kauzige Stadtführer, die uns stolz und mit dem nötigen Humor ihre Heimat präsentieren. Durch engste Gassen gelangen wir zum alles überragenden Dom, einem mit Gold und Stuck reichlich verzierten Barockbau, der dank seiner gotischen Vergangenheit eine ehrfurchteinflößende Höhe aufweist. Zwar wird das Prunkstück, die mit 18000 Pfeifen größte Kirchenorgel der Welt, gerade renoviert, doch schmälert diese Baustelle unseren Kunstgenuss in keinster Weise. Weiter geht es dann vorbei am Bischofspalast über den Residenzplatz hinunter zum alten Rathaus, an dem wie an vielen anderen Gebäuden die Hochwassermarkierungen der schlimmsten Überschwemmungen verzeichnet sind.
Da so eine Stadtführung - zumal an so einem kalten Wintertag - hungrig macht, lassen wir uns am Mittag zu einem urigen Wirtshaus chauffieren. Im "Hacklberger Bräustüberl" werden wir vom zünftigen Personal in Tracht mit typischen bayrischen Schmankerln versorgt, die mit dem frischen Bier keine Wünsche offen lassen.
Im Anschluss geht es mit dem Bus hoch hinaus: Wir schaffen das, was Jahrhunderte zuvor den allermeisten nie gelang, wir dringen in die Festung Oberhaus ein. Von diesem kolossalen Bauwerk, das sich die Passauer Fürstbischöfe gegen ihre Feinde von außen und innen errichten ließen, genießen wir einen atemberaubenden Blick über die Stadt, können je nach Blickwinkel den Zusammenfluss der drei Flüsse erkennen und auch weit ins Land des Bayrischen Waldes schauen.
Danach können alle die verbleibende Zeit bis zum abendlichen Einstieg ins Schiff auf ihre Weise nützen, ehe dann die große Silvesterfeier losgeht. Auf dem majestätischen Donauschiff "Stadt Linz" quartieren wir uns an sechs langen Tischen ein, laben uns an einem wirklich fürstlichen Gala-Diner, gleiten über den Tanzboden, lachen und feiern den letzten Abend des Jahres, und alles bei einer gemütlichen Fahrt nach Österreich, bei der wir die nächtliche Uferlandschaft genießen und den Gästen der anderen Partyschiffe zuwinken.
Und als das Schiff rechtzeitig zum Jahreswechsel wieder in Passau zurück ist, stoßen wir bei leichtem Schneefall mit einem Glas Sekt aufs Neue Jahr an, hören die mächtigen Glocken des herrlich erleuchteten Domes und erfreuen uns am Feuerwerk.
Zurück im Bauch des Schiffes wird dann weiter gefeiert, ehe sich die meisten gegen Halbzwei vom Bus ins Hotel bringen lassen, während die Feierbiester erst später zu Fuß ins nahegelegene Hotel aufbrechen.

Fahrt entlang der Donau nach Linz

Um zu ausreichendem Schlaf zu kommen, ist das Frühstück heute später terminiert. Danach fahren wir entlang der Donau ins Österreichische und machen einen kurzen Stopp an der berühmten Schlögener Schlinge an der Donau, die hier auf undurchdringliches böhmisches Grundgestein trifft und zwei ausweichende 180°-Biegungen vollführen muss. Bei strahlendem Winterwetter können wir die eindrucksvolle erste Kurve gut erkennen.
Dann geht es weiter nach Linz, der Hauptstadt des Bundeslandes Oberösterreich, in der wir auf unsere Stadtführerin treffen. Sie nimmt uns mit auf den großen Hauptplatz mit seiner Dreifaltigkeitssäule und den schönen Bürgerhäusern, die ob der Steuerersparnis nur drei Fenster pro Etage aufweisen. Auf verschlungenen Wegen gelangen wir zum imposanten Mariendom, einem neogotischen Bauwerk aus dem frühen 20. Jahrhundert mit sehr schönen Buntglasfenstern. Und nachdem wir noch ein ehemaliges Kloster, in dem heute das oberösterreichische Parlament untergebracht ist, und das Mozarthaus besichtigt haben, wird es Zeit, auf den Linzer Hausberg, den Pöstlingberg, zu fahren und diese relativ große Stadt von oben zu bewundern. Dort oben machen wir dann auch Rast, um in einem Cafe das berühmteste Gebäck der Stadt, die Linzer Torte, zu verkosten.
Schon in der Dunkelheit fahren wir dann zurück nach Passau und begeben uns direkt zu unserem letzten gemeinsamen Abendessen. Bereits tags zuvor haben wir dieses herrlich gelegene Restaurant bei unserem Spaziergang auf der Festung Oberhaus entdeckt, das direkt am steil abfallenden Felsen seinen Platz hat. Dort speisen wir vorzüglich bei einer atemberaubenden Sicht auf das nächtliche Passau und haben uns viel zu erzählen.

Rückreise mit dem Besuch des Regensburger Schlosses St. Emmeram

Heute müssen wir leider Abschied von dieser wirklich schönen Stadt an der Donau nehmen. Über die Autobahn gelangen wir nach Regensburg, in dem wir uns tagelang hätten aufhalten können. Doch da wir alle unser Zuhause erreichen wollen, bleibt uns nur die Zeit, das aus einem ehrwürdigen Kloster hervorgegangene Schloss der Adelsfamilie von Thurn und Taxis zu besichtigen. Mit einer sehr kompetenten Führerin durchstreifen wir das sehenswerte Schloss, das neben den exzellenten Sälen und den Konterfeis der diversen Familienoberhäupter im Treppenhaus ein herausragendes Kunstwerk aufzuweisen hat: Der Sonnenaufgang über dem schneebedeckten Gipfel des Kilimandscharo. Zuletzt zeigt sie uns noch den frühgotischen Kreuzgang des Klosters, der uns bei den eisigen Temperaturen frösteln lässt und uns an das harte Leben der Mönche erinnert, die in ihrer Heimstatt früher nur einen beheizten Raum, das sogenannte Kalefaktorium, hatten.
Nach dem obligatorischen Würstchen-Schmaus setzen wir unsere Rückreise fort und als dann die ersten Gäste im Vogtland pünktlich aussteigen, merken alle, dass diese schönen Tage um den Jahreswechsel zu Ende gehen. Und in Dresden, das wir überpünktlich erreichen, sind sie es dann.


Liebe Gäste, liebe EBERHARDT-Reisefreunde - ich möchte mich zusammen mit meiner Frau bei Ihnen allen für die schönen und unterhaltsamen Tage um den Jahreswechsel bedanken. Es hat mir wirklich Spaß bereitet, Ihnen diese herrliche Donau-Region etwas näher zu bringen und mitzuhelfen, Sie bei bester Laune ins Neue Jahr rutschen zu lassen. Bedanken will ich mich auch für viele angenehmen Gespräche mit Ihnen.
Bleiben Sie gesund und freuen Sie sich auf die nächste Reise, vielleicht wieder mit EBERHARDT Travel und vielleicht auch mal wieder mit mir. Ich wünsche Ihnen alles Gute!

Ihr Ekkehard Villing


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