Reisebericht: Rundreise Bodensee mit Blumeninsel Mainau

24.06. – 29.06.2017, 6 Tage Rundreise rund um den Bodensee - Deutschland, Österreich & Schweiz: Bregenz - Pfänder - Konstanz - Stein am Rhein - Lindau - Friedrichshafen - Salem - Insel Mainau - Ulm

Am 24.06.2017 begann unsere Reise zum Bodensee. Nach dem letzten Einstieg an der ARAL Tankstelle in Himmelskron wurden die Gäste im Namen von Eberhardt Travel begrüßt und alle erforderlichen Informationen an sie weitergegeben.Vorbei an Nürnberg, Ansbach, Feuchtwangen, Heidenheim a.d. Brenz, Ulm, Memmingen und Lindau fuhren wir nach Bregenz, der Hauptstadt des westlichsten Bundeslandes Österreichs, Vorarlberg, gelegen am Ufer des Bodensees.

Mit der Anfahrt in Richtung Bodensee kamen wir der herrlichen Landschaft immer näher: der See mit seiner Gesamtfläche von 545 km/2, flankiert von den Allgäuer Alpen, dem Bregenzer Wald und den Appenzeller Alpen mit dem 2504 m hohen Säntis.

Im Hotel „Lamm" in Bregenz angekommen, erfolgte das Check In durch den Juniorchef Daniel. Ein Fahrstuhl ist vorhanden. Die Zimmer dieses 3-Sterne Hauses sind mit Dusche/Bad, WC, Fön, teilweise Telefon, und TV ausgestattet. Das Gästehaus, in dem wir untergebracht waren, befindet sich ca. 80 m vom Hotel entfernt. Zum Abendessen im Restaurant des Hotels wurden unsere Gäste an schön eingedeckten Tischen, die mit der Eberhardt Tischkarte versehen waren, eingewiesen. Diese Tischordnung wurde für die ganze Zeit des Aufenthaltes eingehalten. Somit lernten sich viele unserer Gäste, die aus verschiedenen Regionen unseres Landes kamen, näher kennen. Das Abendessen erfolgte in zwangloser Atmosphäre. Die Qualität des 4-Gänge-Menüs und das jeweilige Frühstücksbuffet waren sehr gut. Das Hotel liegt in der Nähe des Zentrums von Bregenz, in unmittelbarer Nähe des Bodenseeufers. Somit konnten vor oder nach dem Abendessen kleine Spaziergänge zum Kloster Mehrerau, zum Jachthafen und zur Seebühne gemacht werden.

Reise zur Insel Mainau


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Am zweiten Tag fuhren wir mit unserem Reisebus entlang des Südufers über Konstanz zur Insel Mainau. Diese empfing uns bei schönem Wetter.

Im Park gibt es viele Wege, die zum Spaziergang einladen. Viel wird auch für Familien mit Kindern getan: Garteneisenbahn, lebende Tiere und andere Möglichkeiten zum Spielen sind vorhanden. Höhepunkt des Besuchs war vor allem der weitläufige Park in seiner ganzen bunten Vielfalt. Das Schmetterlingshaus mit zahlreichen Exemplaren in allen Farben und Größen, die zwischen den Besuchern umher schwirrten und die tropische Pflanzen und Schildkröten vermittelten einen Eindruck vom Regenwald. Das Schloss, die Schloßkirche und das Arboretum waren weitere Höhepunkte. Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt, durch das Vorhandensein zahlreicher gastronomischer Einrichtungen.

Der Rheinfall, Stein am Rhein und die Halbinsel Höri


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Am dritten Tag unserer Reise besuchten wir ebenfalls die Südseite des Bodensees, die hauptsächlich auf Schweizer Territorium liegt. Unser erstes Ziel war der Rheinfall bei der Stadt Schaffhausen. Hier stürzen die Wassermassen des Rheins, einige km nach dem Austritt aus dem Untersee, 25 m in die Tiefe. Dieses beeindruckende Spektakel konnten wir von Land aus, bei schönem Wetter, genießen.

Anschließend fuhren wir nach Stein am Rhein, dem viel besuchten „Rothenburg des Hochrheins". Hier am km 1 des Rheinlaufs, erzählen Häuser Geschichten. An den Fassaden findet man Darstellungen u.a. von David und Goliath, Diogenes mit dem Faß sowie Allegorien von Klugheit und Liebe, Krieg und Frieden. Im Zentrum, zwischen den beiden Stadttoren, kann man schön bummeln oder eine der zahlreichen Restaurants oder Cafe's aufsuchen. Das „Lindwurmmuseum" und das Klostermuseum „St. Georg" laden zum Besuch ein. Auch J.W.Goethe besuchte viermal diesen malerischen Ort.

Unsere Rückfahrt führte uns über die Halbinsel Höri durch die Orte Hemmenhofen (hier lebte lange Zeit der Maler und Graphiker Otto Dix) und Gaienhofen, (das kleine Dorf war schon frühzeitig ein bevorzugter Wohnsitz von Malern und Dichtern u.a. Hermann Hesse, Erich Heckel und Max Ackermann).

In vielen Orten, die wir auf der Rückreise zu unserem Hotel passierten, gibt es etwas zu entdecken. So u.a. in Münsterlingen: In einer ehemaligen Klosterkirche ist der Kopf des hl. Johannes aus der Spätgotik zu sehen. Diese Figur stammt aus Hagnau am gegenüber liegenden deutschen Ufer. Sie wurde bei der letzten "Seegfrörne" 1963 in einer feierlichen Eisprozession über den See hierher gebracht. Es ist jedoch nicht vorausschaubar, wann der See wieder zufriert und die Einwohner von Hagnau die Skulptur zurückerhalten.

Die weitere Rückreise führte uns dann über Romannshorn, Arborn (Arborner Bleiche, besiedelt seit 5000 Jahren), Rorschach (barocke Handelsstadt), Staad mit Hundertwasser- Markthalle, Flugplatz Altenrhein, und Naturschutzgebiet Rheinspitz nach Bregenz.

An der Hundertwasser-Markthalle in Staad am Bodensee legten wir einen kurzen Fotostop ein.

Konstanz und die Insel Reichenau


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Ein weiterer Höhepunkt der Reise war der fakultative Ausflug nach Konstanz und auf die Kloster-und Gemüseinsel Reichenau. Zuerst besuchten wir Konstanz. Die Gäste spazierten individuell, entsprechend ihren Interessen, durch die Stadt. Durch das Schnetztor erreicht man die Einkaufsmeile in der Altstadt, die Obere und die Untere Laube sowie die Wessobronner Straße. An ihnen liegen die Kirche St. Stephan mit einem schönen Altar, einer beeindruckenden Orgel und einer Holzdecke sowie das weltbekannte Münster. In der Nähe des Hafens befindet sich das Konzilgebäude, wo von 1414 bis 1418 das Konzil von Konstanz stattfand. Hier wurden der böhmische Reformator Jan Hus und später sein Mitstreiter Hyronimus von Prag zum Tode verurteilt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Ihm (J.Hus) ist ein Museum unmittelbar hinter dem Schnetztor gewidmet. Auch das Alte Rathaus befindet sich in unmittelbarer Hafennähe. Die übergroße Figur der Imperia, die sich um die eigene Achse dreht, befindet sich im Gelände des schön gestalteten Bodenseehafens. Blumenrabatten und viele Sitzgelegenheiten warten auf die Konstanzer und ihre Gäste. Am Hafen steht auch das Denkmal für Graf Zeppelin, der hier das Licht der Welt erblickte. Im ehemaligen Dominikanerkloster ist heute das „Steigenberger Seehotel" untergebracht.

Am Nachmittag besuchten wir, die im Mittelalter europaweit bekannte, Klosterinsel Reichenau. Neben dem Obst und Gemüseanbau, der hier die Einwohner ernährt, sind vor allem die Orte Oberzell (Kirche St. Georg), Niederzell (Kirche St. Peter und Paul) und Mittelzell (Münster St. Maria und Markus) interessant. Sie zeugen von der ehemaligen Bedeutung des Klosters Reichenau im Mittelalter. Dazu geben noch zwei eingerichtete Museen in Ober- und Niederzell entsprechende Informationen. Am nahe liegenden Jachthafen des Ortes kann man spazieren gehen oder sich in der SB-Gaststätte stärken.

Lindau, Schifffahrt, Wallfahrtskirche Birnau und Kloster Salem


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Der vorletzte Tag begann mit einem Spaziergang auf der Bodenseeinsel Lindau. Drei Kirchen hat die Lindauer Altstadt zu bieten: die Stadtpfarrkirche St. Stephan (Evang./Luther.) und das Münster „Unser lieben Frauen" (Kath.), beide am Markt gelegen und die Peterskirche, die älteste Kirche Lindaus am Schrannenplatz, die zu einer Gedenkstätte für gefallene Soldaten des 1. Weltkrieges umgestaltet wurde. Daneben befindet sich der Diebsturm. Über die Maximilianstraße, der Hauptgeschäftsstraße der Altstadt, erreicht man den Bismarckplatz mit dem sehenswerten Alten Rathaus und dem Lindaubrunnen. Am Seehafen steht der Mangturm, um 1200 als Leuchtturm erbaut, der 33 m hohe „Neue Leuchtturm" und der 6 m hohe „Bayerische Löwe" bilden das Wahrzeichen von Lindau, die weltberühmte Hafeneinfahrt.

Nach der Freizeit in Lindau bestiegen wir das Bodenseeschiff „München", das uns von Lindau
nach Friedrichshafen brachte. In einer Stunde zwanzig Minuten erreichten wir die Zeppelinstadt. Die Freizeit wurde für einen Bummel, entlang der Strandpromenade, oder für eine Einkehr in eines, der zahlreichen Restaurants genutzt. Unmittelbar am Hafen befindet sich das Zeppelinmuseum, welches 14 Gäste für einen Besuch nutzten. Ein Besuch dieser Einrichtung ist immer empfehlenswert.

Weiter ging die Fahrt, entlang dem Nordufer des im Volksmund genannten „Schwäbischen Meeres", dem drittgrößten See Mitteleuropas. Wir besuchten die Wallfahrtskirche Birnau, die als schönstes Barockjuwel des Bodensees bezeichnet wird. Sie verkörpert die Hochstimmung des Katholizismus zur Zeit der Gegenreformation, aber auch Prunk und Reichtum der Äbte des Zisterzienserklosters Salem.

Nachdem wir vor dem Portal dieser Kirche ein Foto von unserer Reisegruppe geschossen und danach die prächtige Innenausstattung gesehen hatten, begaben wir uns mit dem Bus zum ehemaligen Zisterzienserkloster Salem, welches von einigen unserer Gäste besucht wurde, den in der Nähe befindlichen Affenberg, mit den zahlreichen frei fliegenden Störchen und ca. 200 frei lebenden Berberaffen, besuchten die Mehrzahl der Gäste zum Abschluß des Tages.

Heimfahrt mit kurzem Halt in Ulm


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Nach der Verabschiedung fuhren wir durch den 1400 m langen Citytunnel und dem 6.700 m langen Pfändertunnel in Bregenz in Richtung Heimat. Auf der weiteren Fahrt an unserem sechsten und letzten Tag der Reise, machten wir noch einen Halt am Münster in Ulm, welches den höchsten Kirchturm der Welt, mit 161m, besitzt. Unsere Reisegäste konnten sich von den sehenswerten Dingen im Kirchenschiff, dem Chorgestühl von Jörg Syrlin d.Ä., dem geschnitzten Dach über der Kanzel und dem Sakramentshäuschen, das gerade renoviert wird, überzeugen. Auch das „Alte Rathaus" von Ulm mit dem davor stehenden Marktbrunnen, dem sog. „Fischkasten" ebenfalls gestaltet von Jörg Syrlin d.Ä., in der Nähe gelegen und das rekonstruierte Fischer-und Gerberviertel sind sehenswert.

Fazit dieser Reise


Diese Fahrt zu den verschiedenen Ufern des Bodensees ist auch für Menschen, die nicht so gut zu Fuß sind, geeignet. Viele Eindrücke kann man vom fahrenden Bus aus sammeln. Die Freizeiten wurden von den Gästen für kleine Spaziergänge, zum Ausruhen auf einer Parkbank oder zur Einkehr, in eines der zahlreichen Cafe's, genutzt.

Zu der Weite des Sees, der von einer Hochgebirgskulisse umgeben ist, gesellen sich geschichtsträchtige Städte und malerische Ortschaften, aber auch Obstkulturen, Hopfengärten und Rebhänge sowie Fischzucht. Das fruchtbare Land und das milde Klima lassen die besten Rohstoffe gedeihen. Aus den Ernteprodukten werden durch die Menschen viele wohl-schmeckende Erzeugnisse hergestellt. Rund um den See gibt es zahlreiche Restaurants, die 3 „Sterne", und mehr haben.

Verbreitet ist auch das Brauchtum der Leute in allen drei Ländern, die am Bodensee liegen. So hat fast jeder Ort sein Blüten-, Obst-, See-, Fisch- Hafen oder Weinfest. Besonders bizarr und skurril geht es am See zu „Fasnet" zu. Fast jeder Ort hat seine eigenen Figuren. Zur alemannischen Fasnet sieht man Masken und Kostüme, die „Angst und Schrecken" verbreiten sollen. Gespielt wird dazu die bekannte „Guggenmusik".

Eine Reise in das Gebiet des Bodensees lohnt sich immer. Die landschaftlichen Schönheiten, die Sehenswürdigkeiten, die Menschen, die Feste, Traditionen und die Küche bilden dafür die besten Voraussetzungen.

Karl-Heinz Meinig,

Reiseleiter für Eberhardt Travel bei dieser Reise;

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