Weihnachten 2025 in der Barlachstadt Güstrow
Reisebericht: 23.12. – 27.12.2025
Mit 23 anderen Gästen haben wir ind er Barlachstadt Güstrow als Standort Weihnchten gefeiert und Ziele in der Umgebung angesteuert !
Ein Reisebericht von
Bernd Lahmann
Dienstag 23.12.25 Anreise über Dresden , Leipzig , Fehrberlin nach Güstrow
Am Dienstag morgen pünktlich um 8 Uhr morgens ging es los mit unserem Busfahrer Siggi und den ersten Gästen aus Dresden . Unterwegs luden wir in Nossen , Döbeln, Leipzig Flughafen Neu Plötzin und Fehrberlin die Gäste zu. Die Anreise verlief bei gemäßigtem Wetter relativ problemlos und als wir in Richtung Mc Pom unterwegs waren kam auch die Sonne durch !
Wir waren um ca. 15:15 Uhr im Schloßhotel in Güstrow und konnten relativ fix unsere Zimmer beziehen.
Um 16:30 Uhr machten wir eine Vorstellungsrunde auch mit den vier Gästen, die eine eigene Anreise hatten !
Danach startete eine Nachtwächterführung. Der zünftig gekleidete, mit Hellebarde und Laterne ausgestattete Bursche nimmt uns mit in eine kleine verwinkelte und von etlichen Fachwerkhäusern gesäumte Altstadt und erzählt uns eine spannende Anekdote nach der anderen. Wir spazieren am Marktplatz vorbei, sehen das Rathaus, mittelalterliches Fachwerk mit schmalen Türchen und reich geschmückten Fensterchen. Am Ernst-Barlach-Theater verweilen wir ein wenig und beenden unseren Rundgang am Schloß, welches gerade aufwendig saniert wird.
Wir sind durchgefroren und freuen uns auf ein gemütliches Abendessen im hoteleigenen Restaurant.
Um 17 Uhr hatten wir eine Stadtführung mit dem Stadtführer Herrn Ulrich und er vermittelte uns mit viel Begeisterung die wechselvolle Stadtgeschichte von Güstrow.
Um 19 Uhr war Abendbuffet und danach war für meisten nach einem langen Tag Zeit für die Nachtruhe.
24.12.2025 Hansestadt Wismar, Sektkellerei und Gottesdienst vor Heiligabend
Nach dem Frühstück ging es um 9 Uhr los gen Wismar. Die örtliche Stadtführerin Frau Marita Fauck wusste genau, wie sie "ihr Wismar" präsentieren muss. Als erstes gab es eine Busrundfahrt und wir entdeckten, das Wismar sich wirklich als eine aufstrebende Statdt entwickelt hat !
Als Handelsmetropole an der Ostsee und der Größe mit 49.000 Einwohnern kann sie Natur, Handel und Kultur miteinander perfekt vereinen.
Am Hafen haben die meisten ein delikates Fischbrötchen gekostet.
Bernd erzählt über die Geschichte der Hanse, die Pfeffersäcke und Koggen und als wir Wismar erreichen, erwartet uns unsere Stadtführerin Marita bereits. Sie fährt mit uns gemeinsam durch die schönsten Straßen der Altstadt und zum Hafen, wo wir eine Kogge sehen können. Mit diesen Schiffen transportierte man Waren über die Ostsee und sie ermöglichten erst den Reichtum und die Erbauung der exquisiten Gebäude der Stadt.
In der Nähe des Markplatzes steigen wir aus dem Bus und laufen gemeinsam eine Runde durch die engen Gassen der Altstadt hin zum wunderschönen Marktplatz .An der Wismarer Wasserkunst, mitten auf dem einen Hektar großen Marktplatz bleiben wir stehen. Dieser Brunnen ist das Wahrzeichen der Stadt und wurde im Jahre 1602 fertig gestellt. Er hat zwölf Ecken und auf diesen befindet sich eine Kupferhaube mit einer sechseckigen Laterne. Zur Zeit seiner Erbauung diente er der Wasserversorgung und wurde vom nahe gelegenen Mühlteich gespeist.
Die Altstadt kann sich sehen lassen, gehört sie doch seit 2002 zum UNESCO Weltkulturerbe. Der immer noch mittelalterliche Stadtkern und das Straßennetz sind nahezu unverändert erhalten geblieben und auf dem imposanten Marktplatz verweilen wir erstmal, da es dort so viele wunderschöne Hausfassaden zu sehen gibt.
Beim Rundgang fallen uns einige Straßennamen auf, unter anderem die Sargmacherstraße, oder die Tittentasterstraße. Sie ist im Stadtplan gar nicht verzeichnet und wurde auch in älteren Plänen nicht erwähnt. Doch in früheren Zeiten hat es an dieser Stelle zwischen den Gebäuden einen sehr schmalen Durchgang vom Markt zur Diebsstraße gegeben und weil dieser so eng gewesen sein soll, daß sich zwei Personen, die gleichzeitig hindurch wollten unweigerlich mit Körperkontakt begegneten, kam sie zu ihrem auffälligen Namen.
Wir beenden unseren Stadtspaziergang am Turm der Marienkirche, der wie ein mahnender Finger gut 80 Meter hoch über die Stadt hinausragt. Im zweiten Weltkrieg wurde das Kirchenschiff schwer beschädigt und zu DDR Zeiten beschloß man, es zu sprengen. So sieht dieser Platz heut ein wenig wie eine große klaffende Wunde im sonst so beschaulichen Stadtbild aus.
Zur Mittagszeit erreichen wir die Sektkellerei, Marita verabschiedet sich und wir steigen gespannt in den Keller, wo man uns schon erwartet. In dieser ganz besonderen Atmosphäre hat man liebevoll für uns eingedeckt und wir machen es uns gemütlich.
Hier reifen ausgesuchte Grundweine aus der sonnenverwöhnten Pfalz zu erlesenen Sekten heran und werden vom Kellermeister persönlich alle mit der Hand gedreht und gerüttelt. Wir verkosten drei der edlen Tropfen, die wirklich ganz vorzüglich munden, gleichfalls die kleinen Häppchen, die für uns vorbereitet wurden. Nach dem Genuß quizzen wir eifrig mit den Gastgebern und die Gewinner tragen stolz den gewonnenen Sekt oder Schokolade zum Bus. Die meisten Gäste nehmen sich ein Fläschchen zum Andenken oder für die Daheimgebliebenen mit .
Am Mittag waren wir im Turm der St. Georgen Kirche und fuhren hinauf in die Aussichtsplattform in 35 m Höhe. ein imposanter Blick über Wismar. Am Abend in Güstrow gingen einge noch zur Christvesper um 17 Uhr in die Pfarrkirche. Danach begann um 18 Uhr das Büffet unter anderem mit traditionellen Bockwurst und Kartoffelsalat. Der Abend klang in der Hotellobby für die letzten Teilnehmer aus !
Donnerstag, der 25.12.25 der 1ste Weihnachtstag , Kripppenmuseum und Wildpark Güstrow
Heute morgen ging es etwas später los mit der der örtlichen Reiseführerin Anita Rösner, diese zeigte der Gruppe zuerst das Krippenmuseum in Güstrow. Besuch des norddeutschen Krippenmuseums und des Wildparks von Güstrow
Morgens strahlt die Sonne vom blauem Himmel herunter und die Temperaturen sind frühlingshaft, als wir zum Norddeutschen Krippenmuseum in Güstrow aufbrechen.
Dieses kleine Museum hat es sich zur Aufgabe gemacht, Krippen aus der ganzen Welt jedes Jahr anders zusammengestellt, für die Besucher in einer Ausstellung zu präsentieren. Wir staunen über Krippen in Nußschalen, Figuren aus Naturmaterialien aus dem Togo oder Kenia, eine Krippe in einer Flasche und eine so kleine Krippe, daß wir sie nur durch eine Lupe erkennen können. Eine kubanische Krippe hat vor dem Altar eine Zigarre und Havanna rumliegen und die Blechfigürchen aus Mali sind ebenfalls sehr kunstvoll.
Nach dieser Besichtigung haben wir noch Zeit, um ein wenig in der Innenstadt nach schönen Fotomotiven zu suchen bevor wir zum Wildpark fahren.
Dieser großzügig angelegte Park liegt nur sieben Fahrminuten vom Hotel entfernt. Man erwartet uns bereits und wir klettern auf hohe Holzstege, um Luchse und Wölfe im Wald zu entdecken. Unsere Anita erklärt uns alles ganz genau und bei den Wölfen und Luchsen haben wir das besondere Glück, daß die Tiere ihre Stimme kennen und mit den Fütterungen verbinden. Sie kommen zum Zaun und wir können sie aus nächster Nähe beobachten. Meister Petz hält gerade Winterschlaf und ist nicht zu sehen. Nach einer spannenden Stunde im Park erwartet man uns im Restaurant bereits mit Soljanka und Glühwein. Danach sind manche reif für ein kleines Mittagsschläfchen, andere beschließen, bei dem schönen Wetter zurück nach Güstrow zu laufen.
Der Abend schloß ab mit einem Eiscurling im Zelt und einer Glühweinprobe im Schloßhotel ...bevor man zum Weihnachstbuffet schritt !
In weihnachtlicher Atmosphäre saßen die Teilnehmer nach dem Buffet noch einge Zeit in der Lobby und genossen diesen Abend.
26.12.2025, Freitag , 2ter Weihnachtstag, Bläsergottesdienst im Dom zu Güstrow und Ausflug nach Warnemünde
Der heutige Morgen begann mit einem Spatziergang zum Dom wo die meisten Teilnehmer der Reisegruppe mitkamen um den Bläsergottesdienst um 10 Uhr in der Güstrower Domkirche zu genießen.
Zuerst müssen wir natürlich dem Schwebenden von Barlach einen Besuch abstatten. Diese hängende Engelsfigur mit dem recht starren Gesichtsausdruck im indirekten Licht des Nordens ist faszinierend und zugleich verstörend. Die Geschichte dieser Bronzefigur, die einst als Mahnmal für die Opfer des Ersten Weltkrieges in Auftrag gegeben und später von den Nazis als entartete Kunst verschmäht wurde, ist beeindruckend. Eine Kopie hing in Köln und erst nach dem Zweiten Weltkrieg kam er in den 1950er Jahren wieder an seinen Platz zurück nach Güstrow. Während wir noch damit beschäftigt sind, den Engel ins rechte Fotolicht zu setzen, beginnen die Bläser im Dom bereits mit ihrer Probe für den Gottesdienst.
Zum zweiten Feiertag ist der Dom mit Kerzen erhellt und das verleiht der ganzen Szenerie das typisch weihnachtliche Flair. Wir genießen das gemeinsame Singen und nach einer knappen Stunde laufen wir wieder zum Hotel zurück, wo Siggi mit dem Bus bereits auf uns wartet.
Auf geht´s zum Seebad Warnemünde, dem Ostseebad mit dem breitesten Strand der ganzen Region. Hier, wo die Warnow in die Ostsee fließt, liegt Warnemünde. 1195 erstmals urkundlich erwähnt, gehört das frühere Fischerdorf seit 1323 zur Hansestadt Rostock und ist heutzutage einer der schönsten Stadtteile und obendrein einer der traditionellsten deutschen Badeorte an der gesamten Ostseeküste.
Warnemünde wartet mit dem puderzuckerfeinem Sandstrand, einer naturbelassenen Steilküste sowie einem Küstenwald und der Rostocker Heide auf, die einen gesunden Klimamix und damit die besten Möglichkeiten für Erholung und Entspannung bieten. Zudem gilt es auch als Geburtsort des ersten Strandkorbes und lädt mit seinem malerischen historischen Kern entlang des Alten Stromes und der Alexandrinenstraße zu einem Flanierbummel ein. Alljährlich findet hier die Warnemünder Woche statt, bei der bis zu eine Million Besucher den Weg an die Warnowmündung finden.
Zur Mittagszeit erreichen wir den Bahnhof von Warnmünde und laufen die schöne Fußgängerzone am Alten Strom zum berühmten Futterkutter, einer Fischhütte mit Tradition. Dort warten schon die gierigen Möwen und die kleinen frechen Spatzen auf hungrige Zweibeiner, denen sie vom Fischbrötchen etwas stibitzen können. Gleich daneben liegt die FGS Markgrafenheide, unser Ausflugsschiff für die Hafenrundfahrt. Wir werden vom Kapitän bereits erwartet. Vorher bleibt uns aber noch Zeit, die ein oder andere Fischspezialität am Futterkutter zu probieren, jedoch stibitzen die Möwen frech das ein oder andere Stck Fischbrötchen.
Zur Mittagszeit schippern wir im Bauch des gemütlichen Schiffes bei heißem Pharisäer oder kühlem Bier durch die imposanten Hafenanlagen, sehen die neuen Werftgebäude und etliche riesige Krane, die von hier aus in die ganze Welt verschifft werden. Viel zu schnell ist diese spannende Rundfahrt vorbei und wir stehen wieder am Alten Strom.
Gemeinsam laufen wir "vom Winde verweht" entlang der Küste in Richtung des legendären Hotel Neptun. Bereits 1971 mit Hilfe von schwedischen Architekten geplant, wurde dieser "Klotz" direkt an der Ostseeküste erbaut. Alle Zimmer haben Meerblick und um dieses Hotel rankt sich so manche Legende. In der einstigen Kult-DDR-Sky-Bar im 19. Stock erwarten uns leckerer Kuchen, Kaffee und ein atemberaubender Ausblick.
Das Meer ist zu verlockend, es regnet nicht! Also müssen wir einen kleinen Spaziergang entlang des malerischen Sandstrandes machen und etliche Erinnerungsfotos im rosaroten Nachmittagslicht entstehen.
Am Abend hatten wir nach einem wie immer qualitativ sehr guten Essen, im Hotel noch neim letzten Male die Chance uns noch einmal zu unterhalten uns auszutauschen ! Denn einge blieben über Silvester ....andere fuhren zurück.
27.12.2025 Samstag, Schloss Schwerin und Heimreise
Besichtigung des Schweriner Schlosses und Heimreise. Nach dem Frühstück und dem Abschiednehmen von den Gästen, die Silvester noch in Güstrow verbringen werden, machen wir uns auf den Rückweg.
Am Vormittag erreichen wir die Schloßinsel in der Mecklenburgischen Landeshauptstadt Schwerin. Jahrhundertelang residierten bis 1918 im Schloß zu Schwerin die mecklenburgischen Herzöge und Großherzöge. Heute sind ein Museum und gleichzeitig der Sitz des Landtages von Mecklenburg Vorpommern hier untergebracht.
Bei einer spannenden Führung bekommen wir einen Einblick in die zahlreichen restaurierten und für Besucher zugänglichen Räume. Das auf der Schloßinsel im Schweriner See gelegene imposante Bauwerk gilt als ein bedeutendes Beispiel des Historismus in Deutschland und dient bereits seit 1921 als Museum. Entstanden um 1500 und geplant von Hofbaumeister Demmler und Gottfried Semper, wurden bereits 1844 umfassende Umbaumaßnahmen vorgenommen. Ganz nach dem Vorbild französischer Renaissanceschlösser wie beispielsweise dem Schloß Chambord im Loiretal, gestaltete man den neuen Baukörper im Stil der Neorenaissance und von der Unesco 2024 zum Weltkulturerbe aufgenommen wurde.
Nach dieser interessanten Stipvisite starten wir, der Zeitplan ist eng getaktet und alle Gäste wollen pünktlich zu ihren Transferen und nicht zu spät nach Hause kommen. Peu a peu leert sich der Bus und in Dresden verlassen uns die letzten Gäste.
Ich möchte mich bei allen Gästen bedanken, was für eine schöne Zeit hatten wir doch im Norden Deutschlands! Hatte nicht der Wetterbericht die Katastrophen schlechthin angekündigt, und kam es nicht ganz anders. Was für schöne Tage durften wir gemeinsam verbringen. Ich wünsche allen Gästen ein erlebnisreiches neues Jahr, guten Rutsch, vieeeeeeeeeel Gesundheit und ich hoffe, daß wir uns bald wieder sehen.
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