Nordsee erleben, so wie sie ist!
Reisebericht: 11.06. – 17.06.2026
Das typische Nordsee - Wetter erlebten die Teilnehmer auf dieser Reise. Bedeckter Himmel wechselte sich ab mit Regenschauern und immer wieder Sonnenmomenten. Das Ganze garniert von starken Windboen
Ein Reisebericht von
Thomas Hahn
Die Nordsee liegt ganz im Norden
Aus allen Himmelsrichtungen in Deutschland reisten die Teilnehmer teils mit PKW, teils mit Bahn an.
Viele waren schon einen Tag vorher von zuhause weggefahren und sahen sich z.B. in Hamburg noch ein Musical an oder besuchten die schöne Stadt Lüneburg.
Manch einer war mit der Bahn lange unterwegs und nach 9 - 10 Stunden Fahrt wurden die Gäste dann am Dagebüller Bahnhof vom Reiseleiter abgeholt und ins Hotel begleitet.
Beim Abendessen sahen sich alle das erste Mal und danach gab es noch einen offiziellen Ortsrundgang bis zum Deich mit Ausblick auf das Ziel am ersten Wandertag, der Insel Föhr.
Föhr – Highlights von Wyk bis Nieblum
Die Teilnehmer erlebten auf dem ersten Teil der Tageswanderung bei gemischtem Sommerwetter typische Föhrer Gassen, die Wyker Windmühle, die Storchenrettungsstation und die kilometerlange Strandpromenade. Sogar eine Braut wehte uns vor die Kamera, hatte aber leider keine Zeit für ein Gruppenfoto. Wir verabschiedeten sie aber standesgemäss mit einer Zuschauerwelle.
In Nieblum angekommen machte das leckere Fischgeschäft außerplanmäßig leider zu. Die Gruppe genoß aber als Entschädigung den selbstgebackenen Kuchen in der heimischen Teestube. Trotz leichtem Sprühregen während der Mittagspause konnten wir das Ganze trotzdem im Freien unter einem Sonnensegel genießen.
Durch Feld und Wald wanderten wir nachmittags nach Wyk zurück und hatten dann noch genügend Zeit für eigene Erkundungen in der Fußgängerzone des Föhrer Hauptortes.
Amrum – die Perle der Nordsee
Der erste Schreck kam am Morgen aufgrund der Mitteilung, daß die Schnellfähre nach Amrum an diesem Tag nicht fuhr. So buchten wir auf die grosse Fähre der Wyker Dampfschiffs Reederei um und manch eine/r wunderte sich, wie ruhig das Schiff über das Wasser glitt.
Auf Amrum angekommen wanderten wir vom Hafen an der Wattseite entlang bei bewölktem Wetter ins malerische Dorf Nebel. Dort hatten wir sofort eine private Führung im dortigen Heimatmuseum, einem noch original eingerichteten Friesenhaus, dem Öömrang Hüs. Anschliessend stillten wir den Hunger mit einem klassischen Fischbrötchen oder auch mit leckeren Bowls in zentral gelegenen Lokalen am Ort.
Wir wanderten durch Felder und Wälder Richtung Kniepsand, dem berühmten Strand von Amrum, der 2022 von einem amerikanischen Magazin zu einem der schönsten Strände der Welt gewählt wurde. An den Dünen angekommen hatten wir richtig spekuliert, der Himmel ging auf und die Sonne erleuchtete die wunderschöne Landschaft und begeisterte die Teilnehmer. Der Wind blies uns in den Rücken und brachten uns relativ schnell Richtung Wittdün zurück. Unterwegs machten wir natürlich viele Fotostopps und zahlreiche Erklärungen brachten uns die Insel und die Natur näher.
An Bord der Fähre angekommen, genossen wir dann auf der gemütlichen und wieder sehr ruhigen Rückfahrt eine Tasse Kaffee, Kakao oder dem typischen friesischen Getränk, der "Toten Tante".
Gekrönt wurde der Abend nach Ankunft in Dagebüll noch mit dem Abendessen in einem besonderen Restaurant.
Im Watt gibt es keinen Windschutz
Aufgrund des Tidenhubs begann unsere Wattwanderung schon sehr früh am morgen. Der Beginn der Wanderung war geprägt durch einen kleinen Regenschauer und stürmische Windboen. Gut, daß wir warme und winddichte Kleidung angezogen hatten. So konnten wir den interessanten Ausführungen über den Nationalpark Wattenmeer und seine Flora und Fauna durch den studierten Wattführer lauschen. Spannend wurde es dann, als die Flut schon einsetzte und das Wasser über unsere Füsse lief. Doch da in Dagebüll keine Priele vorhanden sind, kann man dann immer ein Stück Richtung Festland laufen und lässt das Wasser hinter sich. Man spürt aber die Kraft, die hier der Mond auf die Erde ausübt, hautnah an den eigenen Füßen.
Am Nachmittag gab es dann noch eine 2-stündige Deichwanderung zur Dagebüller Kirche, wer Lust hatte. Manch einer besuchte auch mit dem PKW noch das nahegelegene Emil-Nolde-Museum.
Sylt – immer subjektiv beurteilt
In Westerland mit der Bahn angekommen fuhren wir mit dem Bus weiter zur Heidelandschaft in Braderup. Hier gibt es fast keine Fussgänger oder Wanderer und die Gruppe genoss die Ruhe und die Natur, ehe wir durch den Promiort Kampen liefen. Dann an der Nordsee-Seite angekommen wurden viele Fotos auf dem Roten Kliff gemacht, das einzigartige Motive bietet.
Die Mittagspause in Westerland verbrachten wir mit Kaffee und Kuchen oder beim dortigen Gosch. Wer wollte konnte mit dem Bus nach Westerland zurückfahren und dort noch länger durch die Geschäfte bummeln. Die anderen wanderten direkt an der Wasserlinie am Strand entlang und bewunderten bei starkem Wind die Kite-Surver in der Nordsee. So war für jeden etwas dabei.
Der Zug brachte uns dann wieder zurück in unser Domizil nach Dagebüll.
die Halligwelt – immer spannend!
Ein Grossteil der Gruppe hatte sich für den Ausflug nach Hallig Hooge entschieden. So fuhren wir mit dem Shuttlebus zum Hafen Schlüttsiel und bewunderten die Vogelwelt am Hauke-Haien-Koog. Während der Schiffsfahrt stellten wir fest, daß totales Niedrigwasser war und viele Sandbänke zu sehen waren. Der Kapitän musste teilweise grosse Umwege fahren. Wir hatten aber die grosse Freude dadurch sehr nahe zahlreiche Seehunde und auch zwei Heuler zu beobachten.
Auf Hallig Hooge angekommen, wanderten wir zur Hanswarft mit dem Besuch des kleinen Museums "Königspesel" und dem Sturmflutkino. Nach dem Genuss der im dortigen Cafe selbst gebackenen Kuchen und gekochten Suppen besuchten wir noch die Kirchwarft und liessen uns die Hintergründe der Kircheneinrichtung erklären.
Am Abend feierten wir im heimischen Irischen Pub gemeinsam noch Abschied, da es ja am nächsten Tag schon wieder zurück nach Hause ging.
Auf Wiedersehen Nordsee!
Nach dem Genuss des gemeinsamen Frühstücks im Hotel verabschiedeten wir uns ganz herzlich voneinander und konnten gar nicht glauben, daß wir uns vor einer Woche noch gar nicht gekannt hatten.
Es war eine sehr, sehr lustige Reise mit vielen Informationen und gemeinsamen Unternehmungen und manch einer hat neue Freunde gefunden!
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