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Reisebericht: Single-Wanderreise auf dem Darß - Erlebnis Ostsee

23.09. – 28.09.2019, 6 Tage Wandern an der Ostsee: Dierhagen - Ahrenshoop - Wieck mit Wellness-Hotel für Alleinreisende (42 Wanderkilometer)

Trotz schrecklicher Wettervorhersage - wir hatten gutes Wetter! Und es war eine sehr schöne Reise an die Ostsee mit herrlichen Wanderungen durch herbstliche Natur und blühende Gärten

Tag 1: Anreise & Abendspaziergang Dierhagen


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Unser Bus fuhr von Dresden über Leipzig an Dessau vorüber. Im Havelland stieg dann die Reiseleiterin und unsere Berlinerin zu. Einige Gäste reisten auch mit dem eigenen Auto an. Im Rhinluch versammeln sich alljährlich im Herbst die Kraniche aber wir sahen auf dieser Reise zunächst keine. Erst bei der Heimreise sahen wir Kraniche am Autobahnrand stehen. Unser letzter Gast stieg in Rostock zu. Nach unserer Ankunft in Dierhagen, wo wir von den meisten Autofahrerinnen erwartet wurden, zogen wir sofort los und nutzten die noch verbleibende Zeit für einen ersten Abendspaziergang nach Dierhagen-Strand. Strahlendes Wetter hatten wir. Leider sagte die Wettervorhersage nichts Gutes. Und so genossen wir diesen schönen Abend am Meer und blieben bis zum Sonnenuntergang. Wir waren aber immer noch nicht ganz vollständig. Eine Dame schien im Hotel nicht auffindbar zu sein. Nach dem Abendessen versuchte ich sie zu erreichen. Wenn sie im Stau stecken würde, würde sie doch nun anrufen... Zum Glück kannte ich ihre Email-Adresse. Aber sie las diese Email erst am folgenden Morgen...


Tag 2: Wanderung von Prerow zum Darßer Ort



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... und so saß sie dann bei uns am Frühstückstisch. Das Hotel suchte sie immer noch, aber sie war schon lange angekommen und hatte auch einen Zimmerschlüssel bekommen. Die Rezeption hatte da wohl einen kleinen Fehler gemacht. Nun denn. Wir hatten uns ja trotzdem gefunden! Die Wettervorhersage für unseren ersten Wandertag war eigentlich gut. Aber der Morgen erstrahlte in Mausgrau. Vom Speisesaal aus konnten wir nicht mal bis zum Bodden sehen! Und das ist nicht weit. Das kann ja heiter werden diese Woche... ging mir so durch den Kopf. Jeden Tag drei dicke Regentropfen unter einer dunklen Wolke. So sagten uns das die Wetterfrösche voraus. Gott sei Dank haben die sich aber kräftig geirrt! Nur an unserem ersten Wandertag, an dem es ja schön sein sollte, stapfen wir durch graues Land. Ansonsten hatten wir trockenes, teils sogar richtig gutes, herbstliches Wetter! Heute fuhren wir mit unserem Bus durch Wustrow, Ahrenshoop und den Darßwald und erreichten schließlich Prerow. Dort spazierten wir durch den hübschen Ort und durch den Darßwald zum Leuchtturm am Darßer Ort. Einige Gäste bestiegen den Leuchtturm aber die Aussicht war heute nicht wirklich toll. Mausgrau eben. Nach einer gemütlichen Mittagspause, die wir bei einem Kaffee oder einem Essen genossen, folgte ein Besuch des sehr gut gestalteten Museums zur Geologie und zu den lebendigen und ausgestorbenen Wesen der Region. Dann zogen wir am Strand entlang nordwärts. Einsam war es hier nicht gerade, trotz grauem Wetter. Gebadet hat zwar niemand, aber der ganze Strand war voller Menschen. Dann folgten wir einem Bohlenpfad, der uns in die Schutzzone des Nationalparks führte. Und hier sahen wir – wie fast jedes Jahr um diese Zeit – Hirsche, deren Brunft in vollem Gange war. Wer wollte, konnte hier die Tour auf eigene Faust verkürzen. Nur eine Dame wollte das eigentlich, aber sie wollte nicht alleine losziehen. Und weil sich kein anderer dazu entschlossen hat, mit ihr mitzukommen, blieb auch sie bei der Gruppe. Das Schilf wogte im Wind und wir wanderten weiter am Nothafen vorüber zum Nordstrand. Viele Algen hatte die Ostsee angespült und der Wasserpegel war sehr hoch. Dann bummelten auch wir noch durch Prerow. Hier konnten wir leckeres Eis samt Fischbrötchen finden. Und abends wartete im Hotel ein prächtiges Buffet auf uns.

Tag 3: Rundwanderung zwischen Wustrow und Ahrenshoop


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Unser netter Busfahrer Ingo brachte uns nach Wustrow. Das herbstliche Wetter zeigte sich heute Vormittag von seiner schönen Seite. Allen Unkenrufen zum Trotz ließen sich erste Stücke des blauen Himmels sehen. Wir genossen diesen Morgen und gingen vor auf die Seebrücke. An der Steilküste entlang wanderten wir in Richtung Ahrenshoop. Normalerweise säumen hier unseren Weg Sanddornhecken. Sie scheinen aber leider von einer Krankheit befallen zu sein und so sahen wir fast nirgends die leuchtend orangen Beerchen. Dafür hatte die Natur aber anderes für uns parat. Weil seit rund einem Jahr die Steilküste wegen Abbrüchen gesperrt ist bestiegen wir zunächst den höchsten Berg des Fischlandes, den 17,9 m hohen Bakelberg und zogen dann landeinwärts weiter. Ein rosarotes Popartkunstwerk erinnert hier oben an Paul Müller-Kaempff, der in Ahrenshoop die Künstlerkolonie gegründet hatte. Wir spazierten an alten Weidenbüschen entlang durchs Landesinnere, zwischen wunderschönen Wildblumenfeldern hindurch. Und überall standen Pferde auf der Weide. Das bot ein schönes Bild. Nach unserer Ankunft in Ahrenshoop machten wir dort jeder nach seinen eigenen Wünschen Mittagspause. Einigen Gästen gefiel Ahrenshoop so gut, dass sie gleich da blieben und auf den Rest der Wanderung verzichteten. Die Wanderer zogen weiter zwischen herbstlichen Gärten entlang zum Dornenhaus. Diese Galerie, die ihre Plastiken sehr malerisch im Garten platziert hat, schauten wir uns kurz an. Das Dornenhaus stand aber schon lange bevor die Künstler aufs Fischland kamen. Dann wanderten wir weiter zum Hafen von Althagen und machten dort einen weiteren Halt. Vorüber an weiteren herrlich blühenden, herbstlichen Gärten voller Dahlien, Apfelbäumchen mit leuchtenden Früchten und Sonnenblumen wanderten wir aus Ahrenshoop hinaus, zwischen Pferdekoppeln und Feldern entlang und erreichten schließlich, nachdem wir einen hübschen Wald durchquert hatten, Wustrow. Unser Ziel war der dortige Boddenhafen. Wer wollte, konnte sich die Kirche von Wustrow ansehen und auch den Turm besteigen, während andere es vorzogen, ein leckeres Eis zu essen. Ingo hatte derweil die Gäste aus Ahrenshoop abgeholt und gemeinsam fuhren wir am späten Nachmittag ins Hotel zurück, dessen Sauna nun im Fokus einiger Gäste stand.


Tag 4: Fakultativer Tag mit Segeltörn & Bernsteinmuseum



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Am Vormittag sollte eine andere Gruppe segeln, und so schliefen wir aus. Um halb zwölf erst trafen wir uns. Und das war gut so, denn das Wetter machte das, was die Wettervorhersage zwar nicht prophezeit hatte, was uns aber sehr gut gefiel: es klarte auf! Wir zogen zu Fuß los zum Hafen von Dierhagen. Dort erwarteten uns unsere beiden Seebären. Und in Begleitung der beiden Skipper glitten wir in den alten, schönen Zeesbooten über den Bodden. Der Himmel wurde immer blauer! Auch der Fischverkäufer am Hafen in Dierhagen hatte seine Freude an uns – und wir an ihm! Und gleich anschließend zogen einige Segler mit mir los nach Ribnitz ins Bernsteinmuseum. In herrlichen alten Klostermauern schimmerten die Bernsteine in warmen Orange- Gelb- und Ockertönen. Im Film konnten wir sehen, dass die meisten großen Bernsteine nicht aus dem Meer aufgetaucht waren – man baut sie im Landesinneren in Steinbrüchen ab! In gemütlich kleiner Runde saßen wir zum Abschluss dieses Ausfluges noch im Klosterhof unter Weinranken und ließen uns einen Kaffee gut schmecken. Aber nicht alle gingen mit ins Museum. Einige zogen los auf der Suche nach Kranichen – vergeblich. Und andere suchten Hühnergötter. Auch das sollte heute nicht sein! Aber – der Weg ist das Ziel, und so kehrten alle Gäste nach ihrer freien Zeit zufrieden ins Hotel zurück. Auch heute wieder fanden einige Gäste den Weg in die Sauna, während andere sich bei einem Massagetermin im Hotel bearbeiten ließen. Und abends trafen wir uns alle zum Abendessen wieder.


Tag 5: Wieck, Born & der Weststrand


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Schon die ganze Woche hatten sich einige auf den Besuch des Darßer Weststrandes gefreut. Und in Anbetracht der regenreichen, stürmischen Wettervorhersage hatte ich diese Hoffnungen ziemlich gedämpft. Aber es kam dann wirklich alles anders als befürchtet: wir hatten absolut tolles Wetter!! Wir begannen unsere letzte Wanderung in Wieck und genossen die Tour, die uns von Wieck am Bodden entlang nach Born führte. Dort begeisterten uns mal wieder die wunderschönen herbstlichen Gärten, die alten Holztüren, die Katen und Kapitänshäuser. Am Hafen machten wir Rast und genossen den Fisch, der uns im Hafenbistro serviert wurde. Unsere Genusswanderer hatten teilweise keine Lust mehr am Nachmittag die Wanderung fortzusetzen und der Bus brachte sie ins Hotel zurück. Gestärkt durch die Pause am Boddenhafen in Born zogen meine flotten Damen nun mit mir los und durchwanderten den Darßwald. Die Farne hatte sich wunderschön verfärbt und standen gut 150 cm hoch. Und es hatte Pilze! So viele Pilze habe ich im Darßwald noch nie gesehen wie in diesem Jahr. Hübsch gemusterte Fliegenpilze. Aber nicht nur. Unsere pilzkundigen Damen hätten sie teils am liebsten mitgenommen. Ein Steinpilz. Rüblinge. Tintlinge. Ein Korallenpilz. Und leuchtend grüne Moospölsterchen. Wir gingen am Grab des Försters von Raesfeld vorbei und erreichten schließlich den Darßer Weststrand. Der schmale Weststrand mit seinen bizarren Baumleichen war gut begehbar. Und bald schon erstrahlte der Himmel in blau und die Sonne schien! Ich bummelte, wie immer, mit den letzten Gästen mit, machte Fotos und achtete darauf, dass keiner am langen Strand verloren ging. Alle, die bis zum Schluss durchgehalten haben, waren sich einig: Das war eine lange aber wunderschöne Tour! Vor dem Abendessen gab es von mir meine beiden Abschiedsgedichte, eines extra für die Wiederholungstäterin, die nun schon zum 2. Mal die gleiche Reise gebucht hat – einfach weil ihr diese Reise an den Darß so gut gefällt. Und dann ging es ans Kofferpacken...



Tag 6: Abschied vom Darß


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Nach dem Abschied von unseren Autofahrerinnen fuhren wir per Bus südwärts. Und in Rostock verließ bereits die erste Dame den Bus, um danach mit dem Zug weiter nach Hause zu reisen, denn sie wohnt weit weg von der Busanfahrtsstrecke. Nun sahen wir sie endlich: einige Kraniche standen ganz in der Nähe der Autobahn auf den Feldern. Wir kamen zunächst flott voran. Und in Linum verließ ich den Bus. Vermutlich waren die Leipziger vor mir in ihrer Wohnung, denn für mich begann nun eine Abenteuerfahrt der besonderen Art. In Berlin war Marathon. Und damit verbunden Straßensperrungen. So kam der Transferfahrer nur mit Mühe zu mir nach Linum durch und mit noch mehr Mühe dann mit mir zusammen wieder in die Stadt hinein. Daher erreichte ich erst in den Abendstunden mein Ziel.

Ich hoffe, liebe Gäste, Euch sind solche Staus erspart geblieben und Ihr seid noch gut heimgekommen von dieser schönen Herbstreise.Macht's gut, meine Lieben, vielleicht sehe ich ja den einen oder anderen bald mal wieder auf einer Reise – so etwas freut mich immer!

Einen herzlichen Gruß von Eurer Wanderreiseleiterin


Margret van Blokland

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